60 Jahre „Die Schlümpfe“ – 6-Tage-Special (2): Die Schlümpfe Mini Nr. 2: Der gefangene Schlumpf [Toonfish/Splitter, November 2011]

Original Mini-Recit

Heute folgt auch schon das zweite Review der 60 Jahre „Die Schlümpfe“ – 6-Tage-Special-Reihe, in der ich euch die ersten sechs Abenteuer der Schlümpfe, in Zusammenarbeit mit dem Splitter/Toonfish-Verlag, vorstellen möchte. Im heutigen zweiten eigenständigen Schlumpf-Band, der etwas mehr als fünf Monate nach dem ersten Abenteuer erschien etabliert erstmals Gargamel, der heutige Erzfeind der Schlümpfe, zusammen mit seinem immer etwas übel gelaunten und oftmals etwas dusseligen Kater Azrael, als neuen Gegenspieler der kleinen blauen Kobolde. Die Schlümpfe leben hier übrigens noch immer im „Verwunschenen Land“ und noch nicht im später bekannten „Schlumpfdorf“, auch wenn dieses architektonisch bereits fast vollständig existiert.

Die Schlümpfe Mini Nr. 2: Der gefangene Schlumpf

Gargamel entdeckt einen Zauberspruch, mit dem er unter Zuhilfenahme eines Schlumpfes so ziemlich jeden Gegenstand in Gold verwandeln kann. Doch dafür muss er erst einmal einen Schlumpf finden. Dies gestaltet sich recht einfach, da die Schlümpfe geradezu verrückt nach Sarsaparilla sind. Doch kaum hat er einen Schlumpf gefangen, ruft dies die anderen Schlümpfe auf den Plan, um ihren gefangenen Gefährten zu befreien …

Ja, heute habe ich mich mit der Schlumpfsprache etwas zurückgehalten. Aber einfach fällt mir das nicht. Und ich bin sicher auch nicht der Einzige, dem es so geht. Als Peyo damals die Schlumpfsprache „etablierte“, rief dies besorgte Lehrer auf den Plan, die die französische Sprache in Gefahr sahen. Sie hatten Angst, dass die jungen und leicht beeinflussbaren Kinder dieser „Unart“ verfallen könnten. Doch, wie sich heute zeigt, sind die Folgen nur von kurzer Dauer und durchaus kontrollierbar. Während der Originalname der Schlümpfe auf einem Zufall beruht, gibt es zum deutschen Namen bisher keine Hintergrundinfos. Die Einzige ist, dass der deutsche Name „Die Schlümpfe“ erstmals Anfang der 1960er Jahre auftauchte, als kurze Schwarz/Weiß-Filme im Rahmen der Sendung „Sport-Spiel-Spannung“ des Bayrischen Rundfunks liefen. Zwar gibt es auch Aussagen und Behauptungen, dass Kauka-Redakteur Peter Wiechmann den Namen erfunden haben soll, aber da die Schlümpfe bereits vor 1969, ihrem ersten Auftritt im Kauka-Verlag, als kurze TV-Episoden und Schleich-Figuren existierten, dürfte zumindest diese Aussage angezweifelt werden. Tatsache ist, dass die Schlümpfe mit ihrem deutschen Namen erstmals innerhalb der Reihe „Aus dem Leben der Schlumpfe“, damals noch ohne „ü“ zu sehen waren. Hierbei widersprechen sich jedoch die Aussagen, ob es nun wirklich die oben genannte Serie, oder auch die ab 1958 ausgestrahlte Sendung „Das Schmunzelkabinett“ handelte.

Der Widerstand der französischen Lehrer inspirierte Peyo zu diesem Bild (Übersetzung des Textes: „Ich habe genug davon, euch „Schlumpf“ sprechen zu hören! Der Erste, der noch weiter schlumpft, dem schlumpfe ich was hinter die Schlümpfe, dass er daran noch lange schlumpfen wird!“

Auch dieses Abenteuer wurde verfilmt und hat daher einen hohen Bekanntheitsgrad. Witzigerweise ist Gargamel zu Beginn noch nicht von den Schlümpfen besessen. Er benötigt lediglich einen Schlumpf zur Erstellung des Zaubers. Erst am Ende sinnt er auf Rache und wird somit zum Erzfeind der Schlümpfe. Ebenfalls auffällig ist, dass hier im zweiten Abenteuer bereits begonnen wird, die Schlümpfe zumindest durch charakterliche Eigenschaften voneinander zu trennen. So taucht zum Schluss ein Schlumpf auf, der sehr neunmalklug daherkommt.
Optisch hingegen sieht man noch immer kaum Unterschiede. Was aber auffällt, ist, dass die Qualität der Zeichnungen und das Design der Schlümpfe teilweise stark schwanken, was aber einem anderen Umstand geschuldet ist, auf den ich in einem späteren Review genauer eingehen werde.

Wem fällt da etwas auf? Die Lösung gibt es morgen!

Auch das zweite Abenteuer versprüht wieder sehr viel nostalgischen Charme und dennoch eine zeitlose Eleganz, wie sie den Schlümpfen auch heute nach anhängt. Egal ob als Erwachsener, oder als Kind, die Schlümpfe kann, man immer lesen, oder sich ansehen. Am besten natürlich gemeinsam mit der ganzen Familie.

Pierre „Peyo“ Culliford mit einem seiner Schlümpfe

Copyright aller verwendeten Bilder (soweit nicht anders angegeben) © 1958-2018 Peyo / Dupuis / Splitter / Toonfish

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