Halloween Special Review (2): Simpsons Comics Sonderheft #16: Bart Simpsons Horrorshow [Panini, Oktober 2012]

Weiter gehen die Halloween Review Specials mit dem gelben Wahnsinn aus Springfield…

Simpsons Comics Sonderheft #16: Bart Simpsons Horrorshow

Wie jedes Jahr so beschenkt auch 2012 Panini mit einer neuen Bart Simpson Horrorshow die deutschen Simpson-Fans.
Das Spektakel beginnt mit einer gelben Version von Nosferatu in der Bart sein Baumhaus an Homers Chef abtreten soll, damit die Simpsons nicht in Geldnot geraten und Barts Comics veräußern müssten. Doch Mr. Burns, hier als Graf Burlok unterwegs, hat ein gefährliches Geheimnis …
Die zweite Geschichte widmet sich den aktuell sehr beliebten Zombies. Nachdem Bart bei einem Brettspiel gewinnt, fordert er seine Familie auf, ein Rollenspiel in voller Kostümierung auf dem Mount Springfield abzuhalten. Dabei wird Marge schwer verletzt und bekommt eine Kadaversehne implantiert, die kurz darauf seltsame Gelüste in ihr weckt …
Den Abschluss bildet eine Geschichte, in der Bart seine Neugier einfach nicht zügeln kann. Denn nachdem Er ein mysteriöses drittklassiges Comicheft auf einem Flohmarkt erwirbt, kann er es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichten darin sind so seltsam, abstossend und dennoch faszinierend, dass er, als er feststellt, dass die letzte Seite fehlt, sich auf die Suche nach dem Zeichner macht, um dieses letzte Rätsel zu lösen. Doch er weiß nicht, worauf er sich einlässt …

Nosferatu im Simpsons-Stil.

Drei Geschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, versammeln sich in diesem Heft. Die erste Geschichte ist fast schon klassischer Horror, der auch entsprechend bebildert ist, denn die Parodie auf Nosferatu wird in einem stummfilm-artigen Bildstil geschildert, der einfach nur grandios ist. Dazu gehört auch das die Texte auf Bildtafeln zwischen den einzelnen Panels dargestellt werden und die Panels selber nur mit ganz sanften Farben aufwarten. Meist sind es hauchfeine Grün-, Grau-, Braun-, Gelb- und Blautöne, welche den Stil noch untermauern. Die Geschichte an sich ist fast typisch für das 19. Jahrhundert. Keine großen visuellen Schockmomente, denn das meiste soll sich im Kopf des Lesers abspielen.

Gehirne…, Gehiiiiirne… !

Die zombifizierte „Marge of the Dead“ hat noch einen relativ gemäßigten Stil, sprich, er orientiert sich visuell noch sehr nah an den bekannten Simpsons. Dennoch gibt es auch hier kleine Stiländerungen, die aber sofort ins Auge fallen. So sind zum Beispiel alle Figuren von sehr dominanten und kräftigen Outlines umgeben, wodurch ein gewisse Perspektive erzeugt wird. Denn je näher dieser Protagonist am Betrachter bzw. Leser „steht“, umso kräftiger sind seine Outlines.
Von der Geschichte her wird leider nur durchschnittliche Zombiekost geboten. Schon ab dem Moment, wo von der Kadaversehne gesprochen wird, weiß man als Leser, worauf dies hinauslaufen wird. Da wird von Autorin Jane Wiedlin nur sehr wenig Kreativität geboten. Zum Glück muss man aber auch sagen, dass es wenigstens nicht langweilig präsentiert wird.

Manche Comichefte haben es echt in sich.

Visuell mit am außergewöhnlichsten ist die letzte Geschichte. Denn während Barts Erlebnisse im fast typischen Simpson-Stil dargestellt werden, kommen die Geschichten, welche Bart in dem Comic liest, in den bekannten 50er und 60er Jahre Horrorcomicstil daher. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Vor allem weil dieser Stil inklusive verrutschtem Druckmuster, leicht vergilbten Seiten und dem auffälligen Punktdruck sehr authentisch herüberkommt.
Storytechnisch ist es natürlich, wie zu erwarten, auch ganz typische Horrorkost aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Eine Geschichte, die sich langsam aufbaut und dann mit einem großen Knall endet. Nicht schlecht, aber auch nicht überraschend.

So etwas war in den 1960ern echt gruselig.

FAZIT:

Diese 16. Ausgabe der Bart Simpsons Horrorshow kann, wenn man es genau nimmt, nur visuell wirklich überzeugen. Zwar sind die Geschichten nicht schlecht, aber leider auch nicht besonders innovativ oder überraschend. Dennoch bin ich sehr angetan, gerade weil mir eben diese klassischen und irgendwie tausendfach bekannten Storymuster immer wieder gefallen können. Wenn dies dann auch noch grafisch so gut unterstützt wird wie hier, dann ist das in meinen Augen schon so gut wie ein Hauptgewinn. Aber dies ist mein persönlicher Geschmack.
Wer sich ebenfalls von solchen Geschichten auch heute noch fesseln lassen kann, der sollte allein wegen der wirklich sehr guten Bilder auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Bongo Comics / Panini

Der neue Radioactive Man Crossover (Simpsons Comics #157 & #158, Bart Simpson #46) [Panini, November bis Dezember 2009]

Crossover innerhalb von US-Comicserien haben eine feste Tradition. Da überrascht es auch nicht, wenn sich die Bongokreativen dieser Tradition auf ihre ganz eigene Art annehmen…

Simpsons Comics #157

Krusty gewinnt bei einem Pokerspiel den Verlag von Radioactive Comics. Diese reissen aber leider schon lange keinen mehr vom Hocker, wodurch die Verkäufe auch stark zurückgegangen sind. Langweilige und sich immer wiederholende Großevents, Veränderungen an Helden die doch nichts bewirken, das alles hat die Comicfans in Springfield verärgert. Nun soll sich Lindsay Neagle um den neuen Erfolg dieser Comicreihe kümmern und hat dafür den ultimativen Plan…

Fazit:

Was Bongo hier auf die Schippe nimmt, sind vor allem die ganzen Großevents der 2 Mammutcomichäuser. Sei es nun Secret Invasion, Blackest Night, die Crisis-Event-Reihe oder die Marvel Zombies. Einiges davon ist, nun ja sagen wir mal, nicht jedermanns Geschmackssache. Im typischen Simpsons-Stil wird deshalb genau dieses Verhalten der Verlage auf die Schippe genommen und stark überzeichnet präsentiert. Dieser erste Teil des „Radioactive Man“-Crossovers ist ein gelungener Seitenhieb auf die gesamte Comicbranche.

Bart Simpson #46

Die angekündigten Neuerungen für die schwächelnde Radioactive Man-Comicserie schlagen ein wie eine Bombe und das trotzdem es von der Verlagsseite keinerlei Informationen gibt. Diese Ungewissheit und die wilden Spekulationen um Radioactive Mans Neustart bewegen Bart, Milhouse und Martin dazu, Krusty aufzusuchen und ihm eine unterzeichnete Petition vorzulegen damit die Änderungen von Radioactive Man nicht zu gravierend anders und neu werden…

Fazit:

Was wird nun aus Radioactive Man? Der Plan von Krusty und Ms. Neagle bleibt weiterhin undurchsichtig und ruft halb Springfield auf den Plan. Hier sieht man mal wieder was eine gezielte Werbekampagne alles bewirken kann. Niemand weiss etwas, aber alle wollen es haben. Die satirische Darstellung der „morbiden“ und „korrupten“, „geldgeilen“ und „arroganten“ Comicindustrie bleibt weiterhin auf gutem hohen Niveau. Diese Gesellschaftskritiken sind es die die Simpsons so groß gemacht haben, und die Gaststars natürlich.

Simpsons Comics #158

Das Finale des dreiteiligen Radioactive Man Crossovers. Endlich erscheint das neue Heft, und ganz Springfield ist in Aufruhr. Doch als die drei Freunde Bart, Milhouse und Martin das Heft endlich in den Händen halten sind sie mehr als enttäuscht. Ausser den Panels und leeren Sprechblasen enthält das Heft überhaupt nichts. Also beschließt Bart seine eigene Radioactive Man-Geschichte zu schreiben und landet damit zu allem Ärger von Krusty und Ms. Neagle auch noch einen vollen Erfolg. Aber das wollen diese nicht auf sich sitzen lassen…

Fazit:

Die Idee ein leeres Comicheft zu veröffentlichen in dem die Fans eine Geschichte so schreiben und zeichnen können wie sie es selber wollen, anstatt eine fertige vorgesetzt zu bekommen über die dann nur gemeckert wird ist ebenso genial wie dreist. Natürlich würde sich kein Verlag so eine Frechheit erlauben und dennoch ist es auch irgendwo verständlich. Die Fans meckern über die schwere Arbeit der Autoren und Zeichner und können selber nur selten besseres leisten. Während in den ersten Teilen der Buhmann noch bei den Verlagen lag, wird er hier auch an die Konsumenten weitergereicht. Ein rundum gelungenes Finale.

Aneinandergereiht ergibt sich bei diesen drei Ausgaben ein sehr schönes und witziges Panoramabild.

Bongo Comics des Monats… Mai 2012 [Panini, Mai 2012]

… Mai

In der neuen Episode der Bongo Comics im… nehme ich mir den Mai vor. Das sind leider nur zwei Ausgaben, nachdem im April 4 Bongos erschienen, aber Quantität ist ja nicht gleich Qualität…

Simpsons Comics #187

Homer will es Ned natürlich unbedingt mal wieder zeigen. Dieser hat nämlich einen Heißluftballon angemietet um dafür Geld für die Kirche zu sammeln, aber Homer versteht dies nur als Herausforderung zum Wettrennen…

Neben der Hauptgeschichte in der es diesmal sehr viel um Glauben und Karma geht gibt es noch zwei Kurzgeschichten. Zum einen wird der Angry Dad erneut auf die Leser losgelassen und das mit leider mäßigen Erfolg, und auch das aus dem Kinofilm bekannte Spider-Schwein macht einen auf Superheld. Aber die Geschichte ist auch kein wirklicher Brüller.
Zeichnerisch ist die gesamte Ausgabe nur Mittelmaß, wobei die beiden Kurzgeschichten durch ihren ganz eigenen Stil dennoch ein wenig die Nase vorn haben. Aber insgesamt ist dies einfach zu wenig.

FAZIT:

Ganz kurzweilige Ausgabe ohne wirkliche Höhen. Auch die Substanz fehlt insgesamt, so das nach knappen 15 Minuten der Lesespaß auch schon wieder vorbei ist. Durch die detailarmen Zeichnungen und insgesamt zu wenigen Gags fehlt auch der Ansporn dies ein zweites Mal lesen zu wollen.
Alles in allem also nur eine mäßige Ausgabe, die man nicht wirklich braucht. Ausser man hat etwas Geld übrig und ist ein eingeschworener Simpsons-Fan der seine regelmäßige Dosis „Gelb“ braucht.

Bart Simpson #62

Was passiert wenn Mr. Burns die Kosten für sein Kernkraftwerk senken will? Outsourcing hat er ja schon in der TV-Serie versucht. Diesmal will er an den Personlakosten sparen indem er es schafft das die Regierung Kinderarbeit legalisiert. Dies führt dazu, dass auch Lisa und Bart nun für Mr. Burns arbeiten müssen, während Homer entlassen wird, aber Bart schmeckt das so garnicht …

Neben dieser wirklich komischen Geschichte wird auch Barts Traum von einem eigenen Auto erfüllt als Grampa ihm einen Oldtimer kauft. Auch wenn Bart und seine Schulkameraden anfangs überhaupt nicht begeistert sind, weckt es schnell den Familien- und Schraubergeist …

Diese Ausgabe kommt mit drei wirklich sehr unterhaltsamen Geschichten daher. Die Autoschrauber erinnern ganz klar an Pimp My Ride und das typische Simpsons-Glück spielt auch wieder eine große Rolle, während Maggies Welt ganz klar mit dem Charme und Humor von Sergio Aragones punkten kann. Zwei Seiten mit sehr viel Bildwitz. Die letzte Geschichte ist nicht nur unterhaltsam sondern nimmt sich auch die in der dritten Welt immer noch wachsende Kinderarbeit als Thema vor. Diese ist zwar in der Realität leider nicht so einfach zu bekämpfen wie im Comic, aber als Denkanstoss funktioniert das hier sehr gut.
Zeichnerisch ist es insgesamt auch besser als die große Schwesterserie Simpsons Comics diesen Monat. Schön abwechslungsreich, immer erkennbar und mit gelungenen Details und Kleinigkeiten. Ausnahme ist lediglich die erste Geschichte die ein wenig Einheitsbrei ist.

FAZIT:

Bart Simpson #62 ist diesen Monat ganz klar das bessere Heft. Liegt es an der mangelnden Konkurrenz oder hat es einfach die besseren Geschichten? Für mich ganz klar. Die Geschichten sind trotz der geringeren Seitenzahl, ganz klar die besseren. Sie sind humorvoller und haben mehr Substanz, auch wenn diese nur unmerklich durchschlägt.

Bongo Classics #2 [Dino, Dezember 2002 / Panini, Oktober 2009 / Dino, November 2002]

#2

Hier ist auch schon die zweite Ausgabe der Bongo Classics. Diesmal mit einem kleinen Querschnitt aus den Simpsons Comics, Bart Simpson und Futurama Comics…

Bart Simpson #8

Zuerst bekommt Bart die Aufgabe über Dickens „Große Erwartungen“ eine Buchbesprechung zu schreiben, doch anstatt sich mit dem Werk zu befassen sucht er allerlei Möglichkeiten um sich darum zu drücken. Comicversionen, Zeichentrickadaptionen, Filmumsetzungen…, doch nichts ist das richtige. Aber wozu hat der fieseste kleine Junge der Welt, die klügste Schwester der Welt…?
Dann wird die Geburt und die erste Entführung von Kang und Kodos zum Besten gegeben. Und wenn die beiden als typischen Erdling nicht gerade Bobo ausgewählt hätten, wer weiß was dann aus der Erde geworden wäre…?!
Als nächstes wird aus Bart ein Amphibienmensch, weil er mal wieder in Professor Frinks Labor herumgespielt hat. Und so wird Bart schnell zum Gespött auf dem Schulhof und auch innerhalb der Familie. Doch dann wird er zum Held der Stadt…
Und zu guter letzt finden sich Bart und Milhouse nach einem Schulausflug in einer Kleinstadt wieder, welche direkt aus einem Mark Twain-Roman entsprungen sein könnte. Inklusive der zwei Jungs die eine Zaun streichen und allem was dazu gehört. Natürlich muss Bart den zwei Jungs dann sofort zeigen, wie Streiche heutzutage funktionieren und handelt nicht nur sich damit einen Riesenärger ein…

FAZIT:
Kurzweilig und unterhaltsam und eben typisch Simpsons. Auch dieses Heft macht da keine Ausnahme, bewegt sich aber auf nur durchschnittlichem Niveau. Auch die vermehrten Anspielungen auf große Autoren und Dichter machen die Geschichte nicht ruhmreicher. Schade ist es leider auch das die sehr schönen Vorzeichnungen von Dan De Carlo durch die Angleichung an den Simsponsstil viel von ihrem eigentlichen Charme eingebüsst haben. Da wäre es durchaus angebracht gewesen seine Vorzeichnungen unverändert zu inken und zu präsentieren. Immerhin eine bei den Horrorshow-Heften eine gängige Praxis, und auch Sergio Aragonéz hat mit seinem unverwechselbaren Stil einige herausstechende Simpsonsgeschichten abgeliefert.

eae76f6784a0dbd7768e3a2513a07348_normSimpsons Comics #156

Homer entdeckt, das man mit leckerem Honig echt viel Geld machen kann. Doch sobald mit etwas Geld zu machen ist, ruft das den reichsten Bürger Springfields, Charles Montgomers Burns, auf den Plan. Doch während der Honig der Simpsons mit Liebe, viel Arbeit und von echten Bienen hergestellt wird, ist Burns Honig, künstlich und in Massen produzierter Müll. Doch Burns gibt sich so leicht nicht zu schlagen. Er entführt die Bienen der Simpsons um sich ein Honigmonopol zu sichern.

FAZIT:
Das Homer eine gute Idee hat ist ungefähr so selten wie eine Eiszeit. Dennoch ist es nicht verwunderlich das viele seiner besseren Ideen mit seinem Lieblingshobby, dem Essen, zu tun haben. Sehr humorvoll und mit guten Zeichnungen, die leicht vom typischen Simpsons-Allerlei abweichen, kredenzen hier Autor Len Wein und Zeichner Phil Ortiz eine wunderbare, aber dennoch typische witzige Simpsonsstory.

2d1de0c6c64c2ba6ea3c22c61de238c3_normFuturama Comics #7

Eine typisch abgedrehte Futrama-Weihnachtsgeschichte findet in diesem Heft seinen Abdruck. Bender kommt durch seine Schulden bei der Roboter-Mafia in Kontakt mit dem Belzebot, der ihn bittet allen Menschen zu sagen das der Weihnachtsmann nicht mehr Böse sondern gut geworden ist, und sich alle am Times Square versammeln sollen. Dahinter steckt jedoch ein Komplott von Belzebot, dem Weihnachtsmann und dem Kopf von Nixon. Bender erfährt von dem Verrat an der Menschheit und versucht alles wieder in Ordnung zu bringen… Als kleinen „Nachschlag“ gibt es noch eine 2-seitige Hommage an den Klassiker „Der Blob“ in dem ein Alien-Blob, eben jenen Filmklassiker im Kino sieht. Aber er sieht ihn mit etwas anderen Augen als die restlichen Kinobesucher…

FAZIT:
Nix besonderes, aber auch nichts Falsches. Der ganz normale Futurama-Wahnsinn. Humorvoll, abgedreht und kurzweilig.

Bongo Comics des Monats… April 2012 [Panini, April 2012]

…April 2012

Die nächste Runde ist eingeläutet und der April hatte einiges an Bongo-Veröffentlichungen zu bieten. Gewohnte Simpsons-Abenteuer, Superheldenparodien und ein wenig Futurama…

Simpsons Comics #186

Bart kann es mal wieder nicht lassen und spielt Rektor Skinner einen Streich, was dazu führt das Bart als eine Art „Gutes Gewissen“ Ralph zugewiesen wird. Zwischenzeitlich machen Homer und Marge als Werbe-Ikonen Karriere, aber so wie sich Marge das vorstellt geht es irgendwie nicht…

FAZIT:
Ralph als Jiminy Grille ist ganz witzig. Weniger witzig ist dann die Erklärung warum Ralph positiv auf Bart wirkt, und auch Marges und Homers Eskapaden sind leider nur zu vorhersehbar. Bis auf ein paar nette Gags hat das Heft leider nicht viel zu bieten und auch die Kurzgeschichte um Snake und Apu ist nur nett, aber mehr leider auch nicht.

Bart Simpson #61

Auch wenn Bart so überhaupt keine Lust hat für Lisa auf Ralph aufzupassen, hat er doch keine andere Wahl, wenn er nicht will das Lisa ihn verrät und nutzt das auch gleich um Ralph mit Horrorgeschichten zu ärgern.
In Maggies Welt geht es dagegen nur um Enttäuschungen und geplatzte Kinderträume…
Als letztes will Lisa nicht mehr nur auf Fleisch verzichten, sondern auch noch sämtliche Pflanzen beschützen…

FAZIT:
Manchmal ist eben weniger doch mehr. Genauso ergeht es mir mit diesen Geschichten. Sie sind einfach zu überfrachtet und vollgestopft. Auch wirken die Geschichten wie Treehouse of Horror-Episoden nur in weichgespült.

Futurama Comics #47

„Was wäre wenn…?“
Das ist eine Maschine vom Professor und sie macht mögliche Realitäten sichtbar. Egal ob Bender als Präsident, Leela die sich in Fry verliebt, Hermes in einer hundertprozentig geordneten Welt, einem ganz normalen Teenagerleben für Leela oder alle Hummerwesen wie Zoidberg, wären. Die Maschine macht alles möglich…

FAZIT:
Futuramas „Geschichten von Interesse“ sollten ja eigentlich eine Art Äquivalent zu den Treehouse of Horror der Simpsons sein. Leider wurde dies in der TV-Serie nach dem zweiten Versuch nicht fortgeführt. Doch im Comic „lebt“ die „Was-wäre-wenn“-Maschine und liefert lustige und kurzweilige Geschichten ab.
Besonders gelungen ist die gemeinsame Verknüpfung aller Einzelgeschichten. Dieses Heft ist eine gelungene und humorvolle Unterhaltung mit vielen Gags und Seitenhieben…

Simpsons Super Spektakel #6

Die Tortenmänner aus aller Welt sind für Homer (ebenfalls Tortenmann) eine echte Überraschung. Auch das seine ehemaligen Steinmetze nun mit Hilfe eines Steinkuchens die Weltherrschaft erringen wollen…
Was aus Stretch Dude wird wenn seine clevere Partnerin Clobber Girl krank wird, erzählt die zweite Geschichte und auch wie Bart einen neuen Partner sucht und ihn in Ralph als „Leimbeutel“ auch findet.
Zu den fast schon klassischen Simpsons-Superhelden gehören auch Bartman und Houseboy. Doch als sich Houseboy alias Milhouse neue Kräfte offenbaren steht die Heldenpartnerschaft vor dem Aus…
Als letztes erschaffen Bart und Homer neue Kreaturen, die schlussendlich sogar aufeinander losgehen…

FAZIT:
Wie schon die letzten Ausgaben der Simpsons Super Spektakel, so ist auch diese ein humorvoller Streifzug durch die Superhelden-Comic-Welten. Dabei werden vor allem die klassischen Helden aus den sechziger Jahren parodiert und einige davon sind sogar heute noch regelmäßig aktiv unterwegs.
Doch wer jetzt denkt, dass bei so vielen Gags und Anspielungen die eigentliche Story auf der Strecke bleibt, den kann ich beruhigen.
Die Geschichten sind zwar keine Meilensteine, machen aber viel Spaß und wissen gekonnt zu überzeugen, auch wenn ich mir persönlich ein wenig mehr visuelle Abwechslung gewünscht hätte, statt immer dem gleichen Einheitsbrei.

Bongo Classics #1 [Panini, Oktober/Dezember 2005]

#1

Neben den Bongo Comics des Monats habe ich mir auch noch eine weitere, diesmal unregelmäßige, Rubrik einfallen lassen. Und zwar die Bongo Classics. Hier werden ältere deutsche Ausgaben der Bongo Comics vorgestellt und zusammengefasst…

Bart Simpson #21

Was passiert wenn die Springfielder Li’l Topes ihren erwachsenen Trainer verlieren und stattdessen Professor Frink mitsamt neuer Technik diese Aufgabe übernimmt, erfährt man direkt in der ersten Geschichte…
Als nächstes durchlebt Lisa die „Drei Phasen des Lehrens“ nachdem sie die Lehraufgabe von Miss Hoover übertragen bekommt, die wieder einmal die Segel streicht gegen die Unvernunft in Lisas Klasse…
In der letzten Geschichte begibt sich Barts Klasse auf einen Schulausflug in ein Museum und Rektor Skinner ahnt irgendwie schon, dass Barts und Nelsons Verhalten dazu führen wird das die Springfielder Grundschule bald auf „der Liste“ stehen wird…

FAZIT:
Insgesamt versammelt dieser Band wieder drei sehr kurzweilige und humorvolle Geschichten, wobei die Zweite doch schon sehr vorhersehbar ist und dadurch leider ein wenig verliert. Die erste Geschichte punktet vor allem durch den Wahnwitz an Ideenreichtum beim Tuning der Baseballutensilien und die Abschlussgeschichte verläuft doch irgendwie anders als man es zuerst erwartet und überrascht mit einem witzigen Schlussgag.
Zeichnerisch ist alles leider nur durchschnittlicher Einheitsbrei. Nichts aussergewöhnliches, alles gleich. Das ist nicht wirklich schlecht und erhöht den Wiedererkennungswert, aber wird auch schnell langweilig.

Bart Simpson #22

Bart erhält seinen einhundertsten Verweis zum Nachsitzen. Doch weil er etwas besseres vor hat, nimmt er den Verweiszettel nicht an. Doch weil dieser aus recycelten Ouija-Brettern hergestellt wurde, entwickelt er ein bizarres Eigenleben…
Danach treibt Bart bösartigen Schabernack mit einem Krusty-Walkie Talkie das zufällig auf der Frequenz von der Gegensprechanlage von Krusty Burger sendet…
Als nächstes erleben Homer und Bart einen sehr unterhaltsamen Angelausflug und das obwohl Bart eigentlich keine wirkliche Lust darauf hat…
Zum Abschluss starten Bart, Milhouse und Nelson eine Wette darüber wer der Beste Verkäufer der Klasse ist. Doch mit diesen Artikeln haben sie alle drei einen schweren Stand…

FAZIT:
Vier Geschichten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von sehr „unterhaltsam und witzig“ bis „irgendwie bescheuert“ ist alles dabei. Am herausstechendsten ist dabei noch die wirklich lustige Geschichte mit dem Angelausflug, da diese fast schon typisch für Homers Unglück ist. Am schlechtesten kommt dabei die Story mit dem Nachsitzzettel weg. Diese ist einfach nur ein dämlicher Versuch eine mystische und gruselig angehauchte Geschichte zu fabrizieren. Leider geht das voll vor den Baum.
Die bildhafte Umsetzung ist gewohnte Kost wie bei fast allen Ausgaben zu dieser Zeit. Nichts besonderes aber auch keine Enttäuschung.

Bongo Comics des Monats… März 2012 [Panini, März 2012]

…März 2012

Ab sofort werde ich regelmäßig, aber mindestens einmal im Monat die Comics des US-Bongo-Verlages, welche in ihren deutschen Ausgaben bei Panini erscheinen in dieser Rubrik zusammenfassen. Dies hat zwei Gründe. Zum einen der Übersicht wegen, und zum anderen lässt sich bei diesen Fun-Comics leider nicht so viel darüber schreiben, aber dennoch genug um es gemeinsam zu einem Artikel zu verfassen…

Simpsons Comics #185

Sommerfeste sind irgendwie so gar nichts für den Comicbuchverkäufer und erst recht nicht wenn er nichts mehr zu trinken bekommt. Also sucht er sich ein ruhiges Plätzchen um seine Augen ein wenig zu entspannen. Dabei gerät er in die Welt von Bartchie und Jug-House. Bartchie bekommt Probleme weil er am gleichen Abend ein Date mit Sherri und auch Terri hat und Apop muss seinen Laden „Apops Schoko-Squishee-Bar“ räumen da er die Miete nicht mehr zahlen kann. Nun liegt es an Bartchie durch einen Bandcontest das Geld zusammen zu bekommen…

FAZIT:
Die Simpsons meets Archie Comics. So könnte man diese Ausgabe ganz treffend beschreiben. Denn mehr ist es einfach nicht. Es werden lediglich die typischen Simpsons-Charaktere in Archiefiguren transferiert und eine typische Archiegeschichte erzählt. Zwar sind die ganzen Gags durchaus unterhaltsam, wie auch die Erwähnung von Sonic, dessen Comics auch beim amerikanischen Archie-Verlag erschienen, und die Einbindung der Archie-Songs welche durch die Animationsserie bekannt wurden.
Zeichnerisch wurde die Geschichte von Stan Goldberg wenigstens gelungen präsentiert, aber von Ian Boothby bin ich als Autor einfach bessere Sachen gewohnt. Insgesamt ist diese Ausgabe leider nur mittelmäßig, dafür aber wenigstens kurzweilig.

Bart Simpson #60

Als Bart den Kwik-E-Mart verwüstet wird er von Apu zu Strafarbeiten verdonnert. Doch was Bart zuerst nicht ahnt, ist das ihm die Arbeit sogar Spaß macht. Zusammen mit Apu verbringt er sehr vergnügliche Tage und Stunden…
Danach zeigt sich Bart vons einer typischen großen böser Bruderseite, doch als Lisa dann das Zimmer verlässt und Bart mit Maggie alleine ist…
Zu guter letzt erzählt Homer einen Schwank aus seiner Kindheit und wie er versucht hat mit Barney in die Dreharbeiten eines neuen Zombiefilmes zu gelangen nichtsahnend das er damit viele Jahre später einen sehr bekannten Musiker beeinflussen würde…

FAZIT:
Drei durchaus kurzweilige und teilweise auch lehrreiche Geschichten werden in diesem Band präsentiert. Grafisch am herausstechendsten ist Sergio Aragones Zombiegeschichte, aber auch die anderen beiden wissen zu überzeugen. Den Leser erwarten kurzweilige und humorvolle Geschichten und die definitiv bessere Bongoausgabe in diesem Monat.

Simpsons Comics präsentiert: Der Tod des Comic-Typs!

BildSimpsons Comics präsentiert:
Der Tod des Comic-Typs! #1

Der Comic Typ wird erniedrigt. Schuld daran ist ein kleines Video in dem Jeff Albertson die genialsten fiktionalen Tode darstellt. Doch kaum ist das Video online trudeln die ersten Verachtungsmails ein in denen sein Werk niedergemacht wird. Schuld daran ist ein Video von Graphic Novel Kid, das ebenfalls die besten fiktionalen Tode zeigt und in der gleichen Zeit aber viel mehr Tode darstellt.
Noch schlimmer kommt es als der Comicbuchverkäufer als neues Maskottchen für Schmalz-Schmu-Donuts vorsprechen will und dort gnadenlos gegen Graphic Novel Kid verliert. Doch den größten Verlust erleidet wohl Graphic Novel Kid der direkt nach der Siegerehrung sein Leben verliert.
Von dem Verlust getroffen nutzt Jeff sein ganzes Geld um seine Sammlungen weiter zu vervollständigen. Er wirft mit Geld nur so um sich und als er sich auf einer Comicfilmrequisiten-Auktion auch Supertyps Rakete ersteigert passiert das Unglück. Jeff gerät in die Raketenkanone und wird pulverisiert…
Alle sind geschockt, doch es ist unumstößlich. Der Comic-Typ ist tot. Auf seiner Beerdigung tauchen neben den Simpsons auch Stan Lee auf und der darauf folgenden Testamentsverkündung fällt durch einen Zufall Marge der gesamte Besitz von Jeff Albertson zu…

FAZIT:

Der Tod des Comic-Typs ist wohl die Miniserie des Jahres für mich. Zumindest aus der Sicht der bisherigen Bongoveröffentlichungen gibt es nichts vergleichbares. Der Comicbuchverkäufer ist wohl eine der aussergewöhnlichsten Charaktere im Simpsonsuniversum. Er ist eigentlich eher unscheinbar und dennoch hat er so viel Tiefe das es schon eine Frage ist warum aus der Figur bisher nicht mehr gemacht wurde.
Bisher macht „Der Tod des Comic-Typs“ sehr viel Spaß. Alles sprüht nur so vor Ideen und Enthusiasmus und vor allem der Freiheit dessen das einfach alles möglich ist.

BildSimpsons Comics präsentiert:
Der Tod des Comic-Typs! #2

Marge erbt den Taschengeldfriedhof und sorgt somit dafür das Bart sein „zweites Zuhause“ verliert. Doch es gibt noch ein weiteres Problem. Nachdem nun der Comic-Typ tot ist, scheint offenbar auch Frieden in die Foren des Internets eingekehrt zu sein. Offenbar hat Jeff unter verschiedenen Pseudonymen das Internet mit seinem Sarkasmus „bereichert“.
Das führt wiederum dazu das sich Nerds und Freaks im realen Leben begegnen und es zu einem Krieg in Springfield zwischen den beiden Gruppen kommt. Währenddessen sucht Bart, beraubt vom Taschengeldfriedhof, nach einem neuen Hobby und wird schließlich bei Grampa fündig der ihm das stricken beibringt.
Unterdessen begegnen sowohl Marge als auch Lisa der Comic-Typ in ihren Träumen. Daraufhin wird das Grab vom Comic-Typ geöffnet…

FAZIT:

Es geht einfach nur grandios weiter. So ziemlich jedes Klischee wird in einer Anspielung verbraten. Dabei scheuen sich Autoren und Zeichner nicht auch die großen Verlage und Serien der Kriegszeit durch den Kakao zu ziehen. Die Zeichnungen sind zwar oberflächlich betrachtet nur typischer 08/15-Simpsonsdurchschnitt, wenn man jedoch genauer hinsieht kann man sogar schon sehr detailreiche Ansätze erkennen, welche die Figuren aus ihren sonst so typischen Zweidimensionalität herausheben zu versuchen.

BildSimpsons Comics präsentiert:
Der Tod des Comic-Typs! #3

Kaum das sich Bart das Stricken so richtig angeeignet hat nutzt er es auch schon wieder um Streiche zu spielen. Sein liebstes Opfer ist dabei natürlich Rektor Seymour Skinner. In der Zwischenzeit fühlt sich Nelson in Marges neu dekoriertem Comicshop so wohl, dass er sie fast als Mutter anerkennt und Lisa ist währenddessen auf der Suche nach dem Grund der Geisterhaften Erscheinungen des Comic-Typs in ihren Träumen. Dabei ist natürlich polizeiliche Unterstützung das A und O, und so stellt ihr Chief Wiggum Ralph an die Seite…

FAZIT:

Das Finale ist einfach nur Klasse. Zwar passiert nichts was man nicht schon nach dem Ende der ersten Ausgabe hätte erahnen können, aber das wollte die Miniserie ja auch nicht. „Der Tod des Comic-Typs“ ist eine gelungene Parodie auf so ziemlich jeden Superheldenserientod, der jemals erdacht wurde. Und so schließt sich wieder der Kreis zu dem Video das der Comic-Typ am Anfang von Heft 1 erstellte.
„Simpsons Comics präsentiert: Der Tod des Comic-Typs!“ ist auch nach dem Finale die Miniserie und Überraschung des Jahres für mich. Wer noch nicht die Chance hatte da hineinzuschnuppern, und selber Freund von Superheldencomics jeglicher Art ist, der sollte die Chance nutzen sich eine der besten Parodien nicht entgehen zu lassen.
Variantcover Ausgabe 1