Kraftklub „Mit K“ (MP3 Download) [Universal Music Domestic Rock/Urban, Januar 2012]

Dominik_AVAIch möchte euch heute meine Eindrücke des aktuellen Debütalbums von Kraftklub vorstellen.

Kraftklub

Tracklist:

Song

Länge

  1. Eure Mädchen 2:54
  2. Ritalin/Medikinet 3:21
  3. Ich will nicht nach Berlin 3:22
  4. Liebe 3:10
  5. Melancholie 2:59
  6. Karl-Marx-Stadt 3:13
  7. Songs für Liam 3:14
  8. Kein Liebeslied 4:18
  9. Lieblingsband (Oh Yeah) 2:58
10. Mein Leben 3:53
11. Scheissindiedisko 3:14
12. Zu jung 3:05
13. Wieder Winter 4:04

Ihr Debütalbum nennt sich ‚Mit K‘. Auf dieser Platte geht es in erster Linie darum, die Zuhörer zum Tanzen und zum Rocken zu animieren. Musikalisch lässt sich ein Gemisch aus rapähnlichem Sprechgesang, Rap, Indie Rock und Pop nennen. Kraftklub bewegen sich mit ihrer Musik am ehesten zwischen The Hives, The Killers, Bloc Party, Mando Diao, K.I.Z., Casper, Cro, Madsen, Beasteaks, Tocotronic …, um nur einige zu nennen.
Wer sich mit diesen Bands anfreunden kann, sollte ruhig mal ein Ohr in die aktuelle Kraftklub Scheibe investieren. Zumal derzeit bei „Amazon“ das Album als MP3 Download nur 3.98 € kostet.

Textlich und musikalisch bieten Kraftklub einen recht hohen Unterhaltungswert. Dieser wird fast durchgehend über das gesamte Album beibehalten. Viele Texte sind weniger tiefgründig, diese würden zu der Platte auch gar nicht so recht passen. Vielmehr konzentriert sich der Sänger darauf, den Hörer zum schmunzeln zu bringen.

(„Dein Leben läuft gut, mein Leben läuft Amok„)

Kraftklub

Ein weiteres Beispiel:

„Du gehst in die Disko mit Indie-Jacke und Indie-Matte
Sind das die Killers oder springt die Platte Platte Platte?
Eigentlich dasselbe – mmh
Apro-pro-pro-propos Scheiß-Sound,
irgendwie riecht’s hier überall nach Scheißhaus
Vielleicht liegt es am Stuhl (Stuhl)
Mutproben-Style (Style)
Du bist cool, wenn Du auch auf den Fußboden scheißt
Aber Du stehst in der Ecke und guckst wie ein Schaf
Du gestehst es Dir nicht ein, doch Dir juckt es im Arsch

Scheiß Indie,
scheiß Indie-ie,
scheiß Indie,
ich scheiß in die Disko
(4x)…“

Einzig und allein „Kein Liebeslied“ fällt aus dem Gesamtbild der Scheibe heraus (im positiven Sinne des guten Albums). Es  rockt nicht, es treibt musikalisch nicht nach vorne, es ist einfach „(K)ein Liebeslied“.

Die Instrumentals klingen (leider) auf der Scheibe im großen und ganzen zu glattgebügelt. Ein etwas roherer ungeschliffener Sound und etwas mehr differenziertes Sounddesign hätten der Platte durchaus gut getan.

Kraftklub erfinden das Rad der Musik nicht neu, aber es wird recht schnell deutlich, dass sie altbekannte Trademarks gekonnt fusionieren und damit im positiven Sinne, etwas eigenständiges kreieren.
Interessanterweise spielen die fünf Jungs von Kraftklub nach eigener Aussage „Jungsmusik für Mädchen„. Das trifft es sehr gut, denn hoher Unterhaltungswert in textlicher Hinsicht, sowie enormer Spaßfaktor für Jungs und Mädchen sind allemal gegeben. Hinzu kommt der enorme Tanzfaktor der Platte. Dem gegenüber steht eventuell die Tatsache, dass die Platte an sich auf 13 Songs verteilt in Tempo und Charakter (mit Ausnahme „Kein Liebeslied“) zu einheitlich daherkommt, um ein Album zu sein, welches wirklich zeitlos und spannend auf Dauer bleibt.

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Amy MacDonald „Life in a Beautiful Light“ (Limited Deluxe Edition) [Universal, Juni 2012]

Anfang Juni war es endlich so weit, und Amy MacDonalds drittes Studioalbum erschien in Deutschland. Schon mit ihrem ersten Album „This ist the Life“ hat die (bald 25jährige) gefühlvolle britische Singer/Songwriterin ihr Talent bewiesen und sofort die Charts gestürmt. Auch wenn sie es mit dem ersten Album nur auf den dritten Platz der Albumcharts schaffte, hat sie doch sofort eine ganze Menge an Fans und Bewunderern für sich gewinnen können.

Nicht nur das sie sich den Echo in der Kategorie „Newcomer International“ 2009 sichern konnte, 2011 setzte sie noch eins drauf mit dem Echo als beste „Künstlerin International Rock/Pop“.
Mit ihrem neuen Album versucht sie erneut den ersten Platz der Albumcharts, den sie mit ihrem zweiten Album „A Curious Thing“ erreicht hatte, zu wiederholen und schafft es auch binnen kürzester Zeit.

Amy MacDonalds neuestes Album „Life in a Beautiful Light“ ist in meinen Augen (oder besser gesagt Ohren) wieder rundum gelungen. Zwar ist es einen Tick schwächer als das Debütalbum, aber wieder etwas besser als dessen Nachfolger. Die Lieder sind sehr unterschiedlich, von Kraftvoll bis melodisch. Von Romantisch bis beruhigend. Bereits das erste Lied „4th of Juli“ eröffnet das Album mit einer Kraft wie es sie nur selten gibt. Das gesamte Album ist dabei sehr durchdacht arrangiert worden. Insgesamt wurde versucht eine Art roter Faden durch das Album zu ziehen und die Songs nicht zu sehr zu vermischen. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit es genußvoll am Stück zu hören ohne dabei zu sehr von den unterschiedlichen Stärken und Emotionen verwirrt zu werden. Es wirkt fast wie eine musikalische Sinuskurve.
Getragen werden die Lieder natürlich wieder von Amys kraftvoller Stimme die aber diesmal auch wesentlich höher Passagen singt und damit durchaus ein wenig überrascht. Denn auch diese Stimmlage gelingt ihr sehr gut.

Neben dem normalen Album gibt es auch eine limitierte Version welche als normales CD-Case in einem Pappschuber daherkommt. Dieser hat ein anderes Motiv als die Standard-Version wohingegen das Frontcover der CD mit dem Motiv des normalen Albums geschmückt ist. Der Hauptunterschied sind jedoch 8 zusätzliche Songs. Davon sind 5 Acoustic-Versionen und drei Instrumentalversionen. Zusätzlich gibt es noch einen sogenannten Hidden Bonus, wenn man den letzten Track einfach laufen lässt, auch wenn nichts zu hören ist.

Von mir (mit leichter rosa Brille) uneingeschränkt zu empfehlen, erst recht weil sie mit ihren Songs und Texten aus dem Castingallerlei heraus sticht.

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Interstella 5555 – The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem (Limited Edition) [Virgin Records, 2003]

Angespornt durch meinen Freund und Blogkollegen „Die Rose“ der auf seinem Blog in der Rubrik „Enjoy daily music“ auf Daft Punks „one more time“ aus dem Album „Discovery“ aufmerksam gemacht hat, dachte ich mir das ich auch mal wieder auf etwas ganz besonderes der zwei Jungs zurückgreifen könnte.
Also habe ich wieder einmal meine limitierte Edition von „Intersella 5555 – The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem“, das animierte House-Musical von Daft Punkt und Animekünstler Leiji Matsumoto, herausgekramt und präsentiere euch diesen Artikel darüber…

Die Geschichte an sich ist sehr schnell erzählt. Eine Gruppe von vier jungen Musikern aus einer anderen Galaxie, wird von einem mysteriösen und widerlichen Musikproduzenten gekidnappt und hier auf der Erde zu einer erfolgreiche Band gepusht. Dafür mussten die vier zwar an das Aussehen von uns Menschen angepasst werden, aber mit Hilfe von ein paar technischen Tricksereien schafft es der Produzent die ganze Welt und auch die Musiker, welche keine Erinnerungen mehr an ihr früheres Leben haben, zu täuschen.
Doch die Musiker waren auch vorher schon sehr erfolgreich und hatten innerhalb ihrer Galaxie viele Anhänger und Fans. Einer dieser Fans bemerkt das Verschwinden der Popgruppe und macht sich sofort auf den Weg sie zu suchen. Hauptgrund ist aber eher das er sich in die Frontsängerin verliebt hat. Der „edle Ritter“ wird schnell auf der Erde fündig und versucht die Gruppe zu befreien. Dafür muss er sich nicht nur mit den Sicherheitskräften des Produzenten, sondern auch der hiesigen Polizei auseinandersetzen.
Nicht ganz einfach, aber erfolgreich, schafft es der Held die Gruppe zu befreien und zu flüchten. Jedoch muss er dafür einen sehr hohen Preis zahlen, und nun müssen die Musiker auch noch den Produzenten aufhalten der schon ganz andere „Ausserirdische“ zu sehr erfolgreichen Künstlern auf der Erde gemacht hat…

„Interstella 5555“ ist ein aussergewöhnliches Projekt von aussegewöhnlichen Künstlern. Daft Punk die mit ihrer Mischung aus 80er Sound und House-Trance-Musik in den 90er Jahren weltweit große Erfolge erzielten und Anime- und Mangameister Leiji Matsumoto haben sich hier zusammengetan um ein Märchen in atemberaubenden Bildern, sehr viel Emotionen, Dramatik, Spannung und wundervoller Musik zu präsentieren.
Dabei wird gänzlich auf Dialoge verzichtet. Alles spiegelt sich, neben dem visuellen, in der Musik wieder. Über eine Stunde taucht man in eine bunte, verträumte und malerische Märchenwelt ein die einen nicht so leicht wieder loslässt. Bis zum Ende fiebert man mit den Protagonisten mit und genießt die dazu stimmige Musik.

Wer, wie ich auch, in den Genuss kommt die Limited Edition zu besitzen oder zu ergattern, der erhält neben dem Film (im Format 4:3 und mit Dolby Digital 5.1 Sound) samt Extras (Character-Files, Biografien, Trailer, Karaoke, Interaktives Spiel) auch noch eine CD mit vielen Remixen der Songs (u.a. von Basement Jaxx, Daft Punk, Laidback Luke, Romanthony, Cosmo Vitelly uvm.) in einem wunderschönen Digipak im sehr robusten Schuber.

Das wirft aber auch eine Frage auf. Wo sortiere ich diesen Artikel am besten ein? Film/DVD oder Musik? Ist ja immerhin beides. Und in der Limited Edition sind ja sowohl DVD als auch Musik-CD enthalten.
Naja. Habs einfach mal in beides sortiert. 😀

Wer jetzt Lust bekommen hat sich dieses Meisterwerk mal anzusehen der findet unten die Links zu Amazon. Jedoch muss ich auch noch warnen. Zwar verlinke ich auch die BluRay, wer aber die Möglichkeit hat sollte lieber zur DVD oder Limited Edition DVD greifen, da es bei der BluRay wohl einige Probleme mit der Konvertierung gab. Das Bild ist schlechter als das der DVD, und es treten immer wieder Bildstörungen und Tonaussetzer auf. Die DVD selbst ist Region Free und kommt in den Sprachen Englisch und Französisch daher. Eine deutsche Tonspur ist nicht vorhanden und irgendwie auch nicht wirklich notwendig.

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Zum Schluss hier noch ein wirklich wundervolles Bild von der DeviantArt-Seite von rieke-b:

Udo Lindenberg „MTV Unplugged – Live aus dem Hotel Atlantic“ (Doppelzimmer Edition)

Wer bei MTV Unplugged auftreten darf ist wirklich etwas besonderes. Nachdem bereits Größen wie Paul McCartney, Eric Clapton, Bruce Springsteen und auch Nirvana schon dort auftraten, durften auch die deutschen Künstler zeigen was sie können. Nach Herbert Grönemeyer, den Ärzten und vielen mehr, durfte nun auch Alt- und Panikrocker Udo Lindenberg seine Werke ungekünstelt zum Besten geben.

Heraus kam ein Live-Auftritt der Sonderklasse mit vielen Gaststars.
So singt neben Udo Lindenberg auch „2-Raumwohnung“-Frontfrau und Mitbegründern, sowie „80er Jahre“-Neue Welle-Ikone Inga Humpe bei „Ein Herz kann man nicht reparieren“ und Clueso swingt bei „Cello“ sehr erfolgreich mit. Beides Singles die es auch schon sehr erfolgreich in die deutschen Charts geschafft haben („Ein Herz kann man nicht reparieren“ Platz 11 und „Cello“ Platz 4). Doch wer jetzt denkt das es damit an Künstlern reicht, dem seien nur Namen wie Max Herre, Jennifer Weist (Jennifer Rostock), Alina Süggeler & Andi Weizel (Frida Gold), Jan Delay und Stefan Raab genannt.
Natürlich darf auch Udos Panikorchester nicht fehlen.

Und so ist diese Doppel-Zimmer-Edition eine wahre Fundgrube an Schmuckstücken. Neben neu arrangierten Klassikern finden sich auch weniger bekannte und neue Werke darauf. Es wird besinnlich bei „Reeperbahn“, kraftvoll bei „Mein Ding“, romantisch bei „Ein Herz kann man nicht reparieren“, lustig bei „Jonny Controlletti“, traurig bei „Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr“ und nachdenklich bei „Wozu sind Kriege da“, „0-Rhesus-Negativ“ und „Er wollte nach London“.

Insgesamt 24 ausgewählte Stücke finden sich auf dieser Doppel-CD die ich nicht nur jedem Lindenberg-Fan und Kenner an das Herz legen möchte. Auch Menschen die sich bisher nicht mit dem Panikrocker auseinandergesetzt haben, sollten unbedingt hier hinein hören, denn Lindenberg kann mehr als Party machen und Herzen brechen.