Spider-Island Reviewserie (5): Spider-Man (Vol.2) #100 [Panini, Juli 2012]

Mit der großen Jubiläumsausgabe starte endlich auch das neue Spinnen-Event, Spider-Island!!!

Spider-Man (Vol. 2) #100

Spider-Island beginnt mit einem Riesenknall. Aber nicht etwa weil fast ganz New York plötzlich mit Spinnenkräften ausgestattet ist, sondern weil es ausgerechnet Peter Parkers Freundin, Carlie Cooper, die forensische Ermittlerin erwischt. Und diese freut sich auch noch riesig darüber und präsentiert ihre neue Fähigkeiten ihrem Partner ganz stolz. Peter sieht das naturgemäß mit gemischten Gefühlen, allen voran, weil eine Stadt voller Spider-Men nur Ärger bedeuten kann. Denn es wurden ja nicht nur gute Bewohner von New York mit diesen Kräften ausgestattet, sondern auch so ziemlich jeder Kleinkriminelle. Daher ergibt es sich auch, dass kaum das die Fähigkeiten sich offenbaren, die Stadt im Chaos versinkt. Das ändert sich auch nicht, als die Rächer eintreffen und versehentlich auch auf den echten Spider-Man einschlagen …

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke ...

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke …

Genaugenommen hat es sich ja schon seit geraumer Zeit abgezeichnet. Der Schakal ist wieder da, und erneut beginnt er, seine Intrigen zu spinnen. Doch es gibt Rätsel im Hintergrund. Das, Wie, Warum und vor allem mit Wessen Hilfe hat, der Schakal all dies bewerkstelligt. Da hat sich Slott wieder eine ganze Menge einfallen lassen und verknüpft erneut Spider-Mans Vergangenheit mit der Gegenwart. Allen voran Peters Gedanken darüber, wie er seine Spinnenkräfte eventuell an Carly übertragen haben könnte, als er noch nicht wusste, dass ganz New York betroffen ist. Das sind ganz besondere Handkniffe von Slott und diese Art der Erzählung beherrscht er perfekt.
Aber nicht nur Slott darf zeigen, was er kann. Zusammen mit Christos Gage zeigt er, wie sich Phil Urich in seiner Rolle als neuer Hobgoblin weiterentwickelt und Fred van Lente blickt in den Hintergrund, und fördert nicht nur bekannte Gesichter zutage, sondern auch eine ganze Menge an Geheimnissen. Und dies macht er wie gewohnt, sehr gut und vor allem spannend.

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So bunt wie die Autorenriege ist auch das Zeichnerquartett. Die beiden Hauptstories werden hierbei von Stefano Caselli und Humberto Ramos getragen. Caselli hat einen sehr coolen, leicht Manga-artigen aber dennoch anatomisch korrekten dynamischen Zeichenstil. Dem ein wenig entgegen steht Ramos‘ Stil, der wesentlich energiegeladener, dafür aber anatomisch etwas problematischer ist. Da passiert es schon einmal, das die Protagonisten Posen einnehmen, die zu ernsthaften Körperschäden führen würden, dafür aber extrem stylisch aussehen. Wieder anders ist es mit den Bildern von Giuseppe Camuncoli. Seine Bilder sind von dominanten Outlines geprägt und die Details werden hauptsächlich durch die Koloration erzeugt. Minck Oosterveer, der leider viel zu früh verstarb, hat sich der Umsetzung des letzten Kapitels in dieser Ausgabe angenommen und zeigt den düstersten Stil in diesem 100 Seiten Jubiläumsheft. Die Zeichnungen wirken stellenweise fast wie aus einem Horrorcomic entnommen und unterstreichen die beklemmende Atmosphäre, welche Autor Van Lente hier erzeugt.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

FAZIT:

100 Ausgaben Spider-Man, 100 Seiten Spannung und der Start des neuen Spinnen-Mega-Events. Was will man als Spider-Man-Fan mehr. Vor allem wenn es sich Panini nicht nehmen lässt und von dieser Ausgabe auch noch einen ganzen Batzen an Comicshop-Variantcovern anfertigen lässt. Da hat man dann die Chance noch ein Heft zu ergattern, auf dem der eigene Comicshop, von Spidey gerettet wird. Doch schon alleine der Inhalt ist es wert, das Heft zu besitzen. Spannung, Action, Humor. Einfach alles ist vertreten und so vergehen die vielen Seiten fast wie in Sekunden. Nicht etwa weil kaum Inhalt vorhanden ist und nur schöne Bilder darin platz finden, sondern weil man von der ersten Seite in die Geschehnisse eintaucht und erst auf der letzten Seite wieder in die Wirklichkeit entlassen wird.
So kann es gerne mit Spider-Island weitergehen, vor allem dann, wenn sich weitere Geheimnisse rund um die Pläne des Schakal offenbaren und diese auch glaubwürdig präsentiert werden. Doch nach dieser Ausgabe sehe ich dem mit gutem Gefühl entgegen.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

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Spider-Island Reviewserie (4): Spider-Man (Vol.2) #99 [Panini, Juni 2012]

Heute ist es wieder an der Reihe, für die nächste Spider-Island Ausgabe, und wir nähern uns langsam aber sicher dem Ende des Prologs und dem Start der Hauptgeschichte …

Spider-Man (Vol.2) #99

Jeden ersten Freitag im Monat ist der Filmfreitag für Betty und ihren besten Freund Peter Parker. Doch seitdem Peter bei Horizon arbeitet, als Spider-Man für zwei Rächerteams und die Future Foundation unterwegs ist und selber noch sein Privatleben mit Carly hat, gibt es immer wieder Situationen, die diesen Filmfreitag gefährden. Als Peter wieder einmal absagen muss und auch Bettys Freund Eddie nicht vor Ort ist, geht Betty alleine ins Kino. Auf dem Heimweg wird sie das Opfer eines Überfalls und wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Sofort sind alle ihre Freunde zur Stelle. May und ihr Mann Jay. Glory, Mary Jane und auch Bettys Freund Eddie kommt kurzerhand zurück. Sogar Robbie und J. Jonah Jameson tauchen auf, nur Peter fehlt. Dieser ist unterwegs um Bettys Peiniger ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen …

Betty hat keine Chance ...

Betty hat keine Chance …

Neben der Hauptstory sind außerdem vier Kurzgeschichten enthalten, von denen sich zwei dem bevorstehenden Spider-Island-Event widmen. Zum einen wird auf die weitergehende Ausbreitung der Testobjekte eingegangen und zum anderen holt sich Spider-Man bei Shang Chi ein paar Hilfestellungen um seinen seit geraumer Zeit ausgefallenen Spinnensinn zu überbrücken. Außerdem gibt es einen Blick in die Vergangenheit und zurück in die Gegenwart, als May und Jay sich entschließen New York zu verlassen und nach Boston zu ziehen, sowie einen ganz normalen Tag im Leben von Spider-Man. Während die beiden Spider-Island-Geschichten die Spannung zum direkt bevorstehenden Abenteuer noch ein wenig anheizen, sind die anderen beiden Storys nur unterhaltsames Beiwerk. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich relevant, wenn man von der Entscheidung des jungvermählten Paares einmal absieht, die bekannte Heimat zu verlassen.
In der Hauptgeschichte wird nach etwas längerer Zeit wieder das Privatleben von Peter thematisiert, allen voran seine Freundschaft mit Betty Brant. Dies wird sehr glaubhaft und emotional geschildert und sticht vor allem durch die sehr vielen persönlichen Momente heraus.

Peter kennt keine Gnade!

Peter kennt keine Gnade!

Visuell ist diese Ausgabe eine bunte Mischung an Zeichnern und Stilen. Während Ryan Stegman in der Hauptstory noch mit filigranen und sehr detaillierten Zeichnungen überzeugt, zeigen die weiteren Geschichten mit kräftigeren Strichen und dominanteren Outlines ein ganz anderes visuelles Konzept. Zwar kommt es innerhalb dieser Ausgabe zu keinem all zu großen Stilbruch mit den anderen Geschichten, aber dennoch sind die verschiedenen Zeichner ganz klar voneinander abgrenzbar. Besonders positiv hervorzuheben ist hierbei erneut Emma Rios, deren dunkles Gesamtkonzept hervorragend in die Spider-Island-Kurzgeschichte passt. Ebenso die Zeichnungen von Max Fiumara und dessen Kampf von Spider-Man mit Shang Chi. Wesentlich bunter und fröhlicher sind die Bilder von Giuseppe Camuncoli und Javier Pulido und stehen damit schon fast in krassem Gegensatz zum restlichen Inhalt, passen aber dennoch, auch im Sinne der Auflockerung, sehr gut.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

FAZIT:

Eine kurzweilige und emotionale Ausgabe, welche die Beziehungen unter den Nebencharakteren aus neuen und interessanten Blickwinkeln zeigt. Kurze Infos und Neuausrichtungen einiger Protagonisten werden bekannt gegeben und die Spannung zum im nächsten Heft startenden Spider-Island weiter geschürt. Zusammen mit den wechselnden Zeichnungen ergibt sich eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Mischung an Abenteuern.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

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Spider-Island Reviewserie (3): Spider-Man (Vol. 2) #98 [Panini, Mai 2012]

Diesmal gab es nur eine kurze Pause, bis es mit der nächsten Review zu Spider-Island weitergeht. Aber so richtig scheint das diesmal nicht dazu zu gehören …

Spider-Man (Vol. 2) #98

Anti-Venom ist zurück. Und diesmal hat er es auf Martin Li oder besser gesagt sein Alter Ego Mr. Negative abgesehen. Aber Eddie Brock ist nicht der Einzige. Eine weitere, vom Namen her nicht so Unbekannte, macht ebenfalls Jagd auf Mr. Negative. Doch viel unglaublicher ist die Tatsache, dass sich hinter dieser Wraith, niemand anderes verbirgt, als die bereits verstorbene Jean DeWolff. Als dann auch noch Tante May in Ohnmacht fällt und Peter als Spider-Man am Ort des Geschehens auf Anti-Venom trifft, eskaliert die Situation …

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Jean DeWolff lebt?

Team Ups zwischen Peter Parker und Eddie Brock gab es schon des öfteren. Zwar waren dies meist auch Team Ups zwischen Spider-Man und Venom, aber in seiner neuen Inkarnation als Anti-Venom kam dies noch nicht so oft vor. Trotz aller Ernshaftigkeit in der Handlung nimmt sich diese Geschichte aber, vor allem was den Team Up-Charakter angeht, selbst nicht so ernst. Dies kommt dem Gesamtbild sehr zugute und lockert die Geschichte gelungen auf.
Leider kommt Spider-Island in dieser Ausgabe viel zu kurz. Das ist wohl auch der Grund, weshalb der Spider-Island-Schriftzug diesmal keine Verwendung auf dem Cover fand.

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May erinnert sich …

Grafisch kann mich der Band vollends überzeugen. Giuseppe Camuncoli leistet wirklich sehr gute Arbeit. Sein Stil erinnert stellenweise ein wenig an Romita Jr., was aber auch ein wenig dem Inker Klaus Janson geschuldet ist. Dieser hat schon sehr oft mit Künstlern zusammengearbeitet, die einen etwas kantigeren Zeichenstil aufweisen, wie eben John Romita Jr. oder Frank Miller. Und dann gibt es immer wieder Panels, die vom Stil her ganz anders sind und einen leicht italienischen Fun-Comic-Charakter einbringen. Diese wirken dann, wie die typischen italienischen Disneycomics und ein wenig Joe „MAD“ Madureira fließt auch noch mit ein. Also eine insgesamt stimmige Mischung, die visuell einfach nur begeistert.

Spider-Man im Stress!

Spider-Man im Stress!

FAZIT:

Ein unterhaltsames und kurzweiliges Zwischenspiel, das die Storyline rund um Martin Li und May Parker Jameson ein Stück weiter voranbringt. Gepaart mit den sehr schönen Zeichnungen von Camuncoli ergibt sich ein interessanter Leckerbissen. Mehr als ein einfaches Team Up kommt dabei zwar nicht herum, aber Slott zeigt erneut, dass er sich im Marvel Universum gut auskennt und es immer wieder schafft, die Vergangenheit von Spider-Man erfolgreich mit der Gegenwart und der Zukunft des Netzschwingers zu verknüpfen.

Spannung und Action, Seite an Seite.

Spannung und Action, Seite an Seite.

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Spider Island-Reviewserie (2): Spider-Man (Vol. 2) #97 [Panini, Mai/Juni 2012]

Spider-Island rückt immer näher. Doch es gibt noch so einige Hürden, die Spider-Man auf dem Weg dorthin bewältigen muss.

Spider-Man (Vol. 2) #97

Spider-Man als Lehrer?
So abwegig ist die Sache ja eigentlich nicht, wenn man bedenkt, dass Peter Parker ja eigentlich diesen Beruf gelernt hat und auch eine Zeit lang ausgeübt hat. Bis sein Leben als Spider-Man dies verhindert hat. Aber jetzt ergibt sich die Möglichkeit erneut, Kindern etwas beizubringen. Und wenn es sein unerschütterlicher Sinn für Verantwortung ist. Doch die Kinder, an welche er in Henry Pyms Rächer Akademie gerät, hat Spider-Man nicht erwartet. Eines ist so giftig, dass es nur in einem Anzug leben darf, da es sonst das Leben aller um ihn herum gefährden würde. Eines mit einer Haut aus Metall, ein weiteres das jede Kampffertigkeit innerhalb von Sekunden erlernt, aber keinerlei menschliche Gefühle kennt, ein Junge, der sich immer wieder in ein Reptil verwandelt, ein Mädchen, bei dem die Gefahr besteht, dass sie sich in ihrer Gasform für immer verliert und einen jungen Mann der Stromstöße verteilt. Die besten Voraussetzungen also für einen turbulenten Schultag …

So einfach ist es dann wohl doch nicht.

So einfach ist es dann wohl doch nicht.

Wie schon in der letzten Ausgabe zaubert Slott ein wenig herum und fördert eine Situation zutage, die an Skurrilität nur schwer zu überbieten ist. Spidey als Aushilfslehrer für eine Gruppe von verstörten Superheldenteenagern, die von Osborn manipuliert wurden. Als dann auch noch ein alter Bekannter auftaucht und das Gefüge ein wenig durcheinanderwirbelt, zeigen sich die wahren Fähigkeiten von Lehrer Spider-Man.
Auch Spider-Island wird in einem kleinen Intermezzo weitegeführt. Leider sind es diesmal nur 2 Seiten, in denen die Auswirkungen eines kleinen Experimentes von einem alten Widersacher Peter Parkers immer weitere Kreise zieht. Und leider steht auch hier wieder die Bezeichnung „Prolog“ in keinem Verhältnis zu dem, was im Heft enthalten ist. Die Geschichte an sich ist gut und macht Appetit auf mehr, aber leider ist es viel zu kurz.

Manchmal helfen auch auch Spinnenkräfte nicht um alle zu retten.

Manchmal helfen auch auch Spinnenkräfte nicht um alle zu retten.

Visuell ist diese Ausgabe wieder ein wahrer Leckerbissen. Reilly Browns Zeichnungen sind rundum gelungen. Viele Details, zarte Linien und eine stimmungsvolle Farbgebung. Einzig die Soundwörter wirken in diese Grafikpracht vollkommen fehlplatziert, weil sie einfach zu dominant sind. Stellenweise zerstören sie fast das Gesamtbild. Das ist meiner Meinung nach aber auch der einzige Kritikpunkt an diesen wunderbaren Bildern.
Anders ist es mit dem Spider-Island Intermezzo. Hier darf Emma Rios ihr Talent zu Papier bringen und das macht sie, wie immer, sehr gut. Trotz, oder gerade wegen, der starken Striche gefallen mir ihre Bilder immer wieder.

Tolle Bilder gestört durch die Soundwörter. Nicht so toll.

Tolle Bilder gestört durch die Soundwörter. Nicht so toll.

FAZIT:

Wieder einmal verzaubert Slott mit seinen Wissen um Marvel Kontinuität und seinem wirklich humorvollen Erzählstil den Leser. Kurzweilig, lehrreich und dennoch mit einem Augenzwinkern überzeugt sein derzeitiger Run an Amazing Spider-Man wohl auch den letzten Kritiker. Gepaart mit den wunderbaren Bildern in diesem Heft ergibt sich ein kurzweiliges Vergnügen, auch für diejenigen, die mit Spider-Man bisher nicht so viel am Hut hatten. Denn diese Ausgabe lässt sich auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen und auch verstehen.

Wie in guten alten Zeiten. Ein fast schon klassisches Team Up.

Wie in guten alten Zeiten. Ein fast schon klassisches Team Up.

„Spider-Man #97“ bei Panini Comics bestellen.

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Spider Island-Reviewserie (1): Spider-Man (Vol.2) #96 [Panini, Mai 2012]

Mit der heutigen Ausgabe beginnt die Spider Island Reviewserie, in der es massive Probleme für Peter Parker zu bewältigen gibt. Doch erstmal läuten wir das Chaos mit einem Prolog ein …

Spider-Man (Vol.2) #96

Das erste große Abenteuer von Spidey mit der Future Foundation führt das Team in die Karibik, wo eine Zeitanomalie einen ganz schön Ärger verursachen soll. So zumindest hat es Reed ermittelt. Aber was die Vier dort erwartet, hat wohl keiner von ihnen so kommen sehen. Denn plötzlich sieht sich die Future Foundation Zombiepiraten gegenüber, die sich dann aber als die Sinistren Sechs entpuppen. Selbst die herbeigeeilte Jugend der Foundation schafft es nicht, die Situation zu beruhigen. Als dann auch noch ein Dimensionsriss die Fähigkeiten der betroffenen Helden verändert, scheint die Lage zu eskalieren …
Währenddessen macht sich Carlie Sorgen um ihre Beziehung zu Peter und begeht eine kleine Dummheit. Und ein bekannter Gegner läutet mit einem Experiment mit New York und seinen Bewohnern eine neue Zeit des Chaos ein, vor allem für den Netzschwinger …

Zombiepiraten voraus!!!

Zombiepiraten voraus!!!

Man merkt das Slott ein wahrer Kenner des Marvel Universums ist. Denn so oft, wie er Ereignisse aus der Vergangenheit der Protagonisten wieder hervorholt und damit neue und frische Storys kreiert, zeigt es sich einfach nur, wie viel Spaß der Mann an seinem Job hat. Auch wenn die Geschichte an sich ab dem ersten Drittel schon ein wenig vorhersehbar ist, ist es Unterhaltung und gute Laune pur. Sein Erzählstil ist spannend und humorvoll, denn an jeder Ecke wartet eine Pointe, auch wenn diese manchmal nur für Kenner der Materie erkennbar sind.
Weitaus weniger witzig ist der eigentliche Prolog zu Spider-Island, der so groß auf dem Cover beworben wird. Hier deutet sich schon an, wohin die Geschehnisse führen sollen. Dennoch kommen die Ereignisse aktuell noch zu kurz und stellen eher eine Art Appetitmacher dar.

Carlies kleine Dummheit kommt bei Peter gut an.

Carlies kleine Dummheit kommt bei Peter gut an.

Unterstützt wird Slott grafisch in der Hauptstory von Stefano Caselli, der einen sehr lockeren Grafikstil hat. Leider ist dieser aber, zumindest in dieser Ausgabe, ein wenig zu unspektakulär und auswechselbar. Oder einfacher gesagt. Es wirkt fast so als hätte irgendein unbekannter und zeichnerisch nicht gefestigter Künstler hier den Bleistift geschwungen. Da gibt es von Caselli weitaus bessere Arbeiten.
Wesentlich besser gefallen mir da schon die kurzen Intermezzos zum Spider-Island Prolog. Ersteres wird von Barry Kitson visualisiert und dieser hat einen ganz besonderen Stil, der ein wenig an die klassischen Horrorhefte aus den 60er Jahren erinnert. Das zweite Intermezzo wird von Lee Garbett umgesetzt, der ein wenig an Todd Nauck erinnert.

Die Sinistren Sechs gegen die Future Foundation.

Die Sinistren Sechs gegen die Future Foundation.

FAZIT:

Spider-Man #96 ist ein kurzweiliges und lustiges Abenteuer mit vielen Anspielungen auf die Vergangenheit der Fantastischen Vier, bei dem aber leider das auf der Titelseite groß beworbene „Spider Island“ viel zu kurz kommt. Selbst die Bezeichnung „Prolog“ ist für insgesamt nur vier Seiten übertrieben. Doch diese vier Seiten haben es dafür wirklich in sich. Wenn sich Spider Island so weiterentwickelt, dann freue ich mich wirklich darauf.

Die ersten Auswirkungen einer kommenden Epidemie.

Die ersten Auswirkungen einer kommenden Epidemie.

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Venom Sonderband Nr. 1: Netz des Todes [Panini, März 2012]

Heute gibt es den ersten Band der neuen Venom-Serie mit Peters alten Freund und Kriegsveteran Eugene „Flash“ Thomspon. Mal sehen wie sich Flash als Spezialagent schlägt …

Venom Sonderband #1: Netz des Todes

Eugene „Flash“ Thompson ist der neue Venom. Er ist aber nicht wie seine Vorgänger, ein gnadenloser Mörder und Psychopath, gelegentlich mit einem Ehrenkodex versehen, sondern er ist Top-Secret Spion der Regierung. Im neuen Projekt Wiedergeburt wurde dem Kriegsveteran, der beide Beine im Einsatz verloren hat, der Symbiont übergeben. Oder zumindest zeitweise. Denn seine Symbiose mit dem außerirdischen Parasiten, darf maximal 48 Stunden dauern, da diese sonst unumkehrbar wird.
Unter diesen Voraussetzungen und strenger Kontrolle wird Flash nun in alle möglichen Krisengebiete geschickt, oder muss Aufträge von höchster Dringlichkeit erfüllen. Seien es Aufstände in Osteuropa, wertvolle Bodenvorkommen im Wilden Land oder Ärger direkt vor der Haustür in Form ekelhaft mutierten Freaks. Sogar auf sein Idol Spider-Man trifft der neue Geheimagent, aber so wie er es sich wünschen würde, läuft das Treffen leider nicht ab …

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Autor Rick Remender führt den neuen Venom auf einen frischen und sehr unterhaltsamen Weg. Gerade durch die Konstellation Flash/Venom und Peter/Spider-Man ergeben sich enorm viele Konftrontationsmöglichkeiten. Egal, ob im direkten Zweikampf als auch im privaten Bereich. Bezeichnend hierfür ist eben genau ein Bild, auf dem Flash und Peter auf einem Sofa sitzen, nachdem Betty wieder in Sicherheit ist, und sich hinter ihnen als Schatten ihre Alter Egos abzeichnen.
Ebenfalls sehr spannend ist die Tatsache, dass Flash immer nur maximal 2 Tage mit dem Symbiont verbunden sein darf, ohne dauerhafte Schäden zu riskieren, er aber diese Deadline regelmäßig überschreitet. Es wird schon spannend werden, ab wann dieses „Leben am Limit“ die ersten Ausfallerscheinungen hervorrufen wird.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Zeichnerisch unterstützt wird Remender hierbei von Tony Moore, der bereits mit Kirkman zusammen The Walking Dead auf den Weg gebracht hat. Er schafft es sowohl den menschlichen und verletzlichen Flash Thompson als auch den übermenschlichen, surrealistischen Kämpfer Venom überzeugend darzustellen. Dabei strotzen aber nicht nur die Figuren, sondern auch die Hintergründe nur so vor Details. Die Bilder sind dynamisch und die Anatomie stimmt ebenfalls. Das sind Fähigkeiten, die nicht mehr allzu oft aufeinandertreffen, denn oftmals sind die Zeichnungen zwar dynamisch, gehen aber zulasten des Körperaufbaus. Oder aber die Anatomie stimmt, und die Zeichnungen wirken zu statisch. Hier aber passt einfach alles und auch die Farbgebung fügt sich harmonisch zu einem stimmungsvollen Gesamtbild.
Für eine US-Ausgabe darf aber auch einmal Tom Fowler an den Zeichenstift. Sein Stil ist dabei etwas cartooniger als der von Moore und seine Striche sind etwas kräftiger, aber von der Dynamik nehmen sich beide Zeichner nicht viel. Außer das sein Venom wesentlich schräger aussieht und mehr von einem Monster hat, als Moores Version.

Venom in Action.

Venom in Action.

FAZIT:

„Venom Sonderband #1: Im Netz des Todes“ kann mich auf voller Linie überzeugen. Die Geschichten sind spannend und humorvoll, wissen mit den Zeichnungen und der Farbgebung, sowie Panelaufteilung und Seitenaufbau zu gefallen und unterhalten von Anfang bis Ende ohne Längen. Dennoch muss ich sagen, dass es keine Highlights sind. Sie wissen zwar ein klein wenig aus dem Einheitsbrei herauszustechen, aber leider nicht sehr weit.
Dennoch kann man den Band gerade Fans von Spider-Man und explosiver Agentenaction bedenkenlos empfehlen. Und das nicht nur, weil der freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft wohl mit Sicherheit regelmäßig vorbeischauen wird, und Flash des Öfteren den einen oder anderen Wohnblock durch seine Sturheit platt macht.

Action ohne Ende.

Action ohne Ende.

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DC Premium #81: Batman – Noël [Panini, Oktober 2012]

Heute wird es, passend zum dritten Advent morgen, weihnachtlich. Mit Batman: Noël möchte ich auch auf meinem Blog die Weihnachtszeit einläuten.

DC Premium #81: Batman – Noël

Gotham an Weihnachten ohne den dunklen Ritter?

Gotham an Weihnachten ohne den dunklen Ritter?

Nachdem Batman einen kleinen Gauner, der nur aus Sorge um seinen Sohn und dessen Wohlergehen gehandelt, und sich mit dem Joker eingelassen hat, unter Druck setzt und ihn als Lockvogel missbraucht, erwischt es ihn eiskalt. Bruce Wayne, Batman, bekommt eine Erkältung. Aber keine einfache, normale Erkältung, sondern eine die ihn so richtig mitnimmt. Das führt sogar so weit, dass er bei der Jagd auf Catwoman über Gothams Dächer, viele Meter in die Tiefe stürzt und sich verletzt. Als dann auch noch Superman auftaucht, um seinem Freund zu helfen, ist es für Bruce fast schon zu spät. Aber der dunkle Ritter lässt sich nicht unterkriegen und will alleine weitermachen. Das nutzt der Joker eiskalt aus und lässt seinen Erzfeind in eine gefährliche Falle tappen …

Die Fledermaus kommt geflogen.

Die Fledermaus kommt geflogen.

Charles Dickens Weihnachtsgeschichte ist, wie man so schön sagt, gerade zu Weihnachten eine Kuh, welche sich erfolgreich melken lässt. Die Grundidee ist weltweit bekannt, und durch die einfachen, aber dennoch sehr gut ausgearbeiteten Charaktere lässt sie sich schnell und einfach auf so gut wie jede andere Figur anwenden. Warum also hat sich Bermejo ausgerechnet diese Geschichte als Basis genommen? Nicht missverstehen. Ich liebe Dickens Weihnachtsgeschichte, zumindest im Original. Aber viele der nachgemachten Storys sind einfach nur grottenschlecht und versuchen eine grandiose Story sinnlos auszuschlachten. Dementsprechend skeptisch war ich auch bei Batman: Noël. Doch Bermejo hat mich eines Besseren belehrt. Seine Adaption ist keine einfache Kopie des Originals, sondern sie ist wie eine Erzählung aufgebaut. So, als würde ein Vater seinem Sohn eine Geschichte erzählen. Passend dazu liefert Bermejo Ereignisse, die Batman in der Rolle des bösen Scrooge mit einbeziehen, und bildet daraus eine rundum gelungene Geschichte.

Batman ist sehr gut im Einschüchtern.

Batman ist sehr gut im Einschüchtern.

Noch etwas anderes hat Bermejo sehr gut gemacht. Und zwar die visuelle Umsetzung seiner Adaption. Seine Bilder sind einfach nur überwältigend und wunderschön. Sie sind detailliert und dennoch von einfacher Leichtigkeit, sie sind frisch und modern und trotzdem von klassischer Eleganz. Es ist eine wahre Freude, die Gemälde zu betrachten und selbst in den hintersten Ecken, kleinste Details zu entdecken. Außerdem schafft es der Künstler die Gesichter seiner Figuren so gut mit Emotionen auszustatten, dass diese extrem glaubhaft und vor allem schon fast lebendig wirken. Auch die Darstellung der verschiedenen Eigenschaften unterschiedlicher Oberflächenstrukturen scheint eine besondere Fähigkeit von Bermejo zu sein. Sein Outfit für Catwoman ist einfach nur ein Hingucker.

Sexy Catsuit. :D

Sexy Catsuit. 😀

FAZIT:

Frohe Weihnachten aus Gotham.

Frohe Weihnachten aus Gotham.

Lee Bermejo hat sich für seine erste Arbeit, für die er als Autor und Zeichner verantwortlich zeichnet, die wohl bekannteste Weihnachtsgeschichte schlechthin vorgenommen, und sie dem Mitternachtsdetektiv neu auf den Leib geschneidert. Dabei bleibt er nah am Original indem er die Namen von Dickens verwendet und bewegt sich trotzdem sehr weit weg, um der Geschichte eine ganz besondere Eigenständigkeit zu verschaffen. Zusammen mit seinen aparten Zeichnungen ergibt sich, in meinen Augen, die Neufassung schlechthin einer klassischen und beliebten Weihnachtserzählung. Wer also keine zwingende Abneigung gegen den dunklen Ritter und Dickens Weihnachtsgeschichte hat, muss sich diesen Band einfach zu Gemüte führen, da einem sonst eines der besten Comics der letzten Jahre durch die Lappen geht. Und in diesem Fall wäre das ein Verbrechen, was nicht ungesühnt bleiben darf. Sonst besuchen einen die drei heiligen Comicgeister, Bob Kane, Neal Adams und Lee Bermejo und zeigen einem die traurige Zukunft ohne Batman: Noël.

Das ist wahre Bildkomposition.

Das ist wahre Bildkomposition.

„DC Premium #81: Batman – Noël“ bei Panini Comics bestellen.
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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 DC Comics / Panini

ComicHunters & Panini. Eine Zusammenarbeit geht weiter … (+5)

Mit dem heutigen Artikel endet zumindest die erste Gewinnspielrunde der neuen Zusammenarbeit von ComicHunters mit Panini. Aber Artikel wird es weiterhin geben. Rechtzeitig vor dem Start, werden wir euch mit den Artikeln zu Justice League #7 und Batman: The Dark Knight #7 erfreuen. Aber heute gibt es erstmal das Handbuch zu Nolans Dark Knight Trilogie zu gewinnen. Wie immer dem Link folgen und Frage richtig beantworten, dann liegt das Hsandbuch vielleicht schon unter Eurem Weihnachtsbaum.

Batman: Das The Dark Knight-Handbuch

Veröffentlichungsdatum: 22.10.2012 (bereits erschienen)
Verlag: Panini Comics (DE)
Umfang:
120 Seiten (Hardcover)
Preis: 39,95 €
Inhalt: US-The Dark Knight Manual

ComicHunters & Panini. Eine Zusammenarbeit geht weiter … (+4)

Nach den vielen DC Comics der letzten Tage ist es jetzt mal Zeit für ein klein wenig Marvel. Auch wenn das kleine Wenig ein großes, grünes Monster ist. Und wie schon die letzten Tage, könnt ihr auch diesmal etwas gewinnen. Das Was und Wie erklärt euch der Link unter dem schönen Titelnamen „Hulk: Season One“.

Hulk: Season One

Veröffentlichungdatum: 20.November 2012 (bereits erschienen)
Verlag: Panini Comics (DE)
Umfang: 116 Seiten
Preis: 14,95 €
Inhalt: Hulk: Season One

ComicHunters & Panini. Eine Zusammenarbeit geht weiter … (+3)

Jeden Tag eine gute Tat. Deshalb gibt es auch heute wieder einen Link zur Zusammenarbeit von ComicHunters mit Panini und auch heute gibt es unter dem Link im Namen des Comics wieder ein Gewinnspiel. Also nichts wie mitmachen und sich einen schönen Preis für unter den Weihnachtsbaum sichern.

Batman: Erde Eins

Veröffentlichungsdatum: Bereits erschienen!
Verlag: Panini Comics (DE)
Seiten: 140
Preis: 16,95€ (SC) / 25,00€ (HC auf 666 Stück. Limitiert)
Inhalt: Batman: Earth One