The Walking Dead – Gedankengänge zur Serie etc.

Ich bin ein The Walking Dead Fan. Ich habe die Comics gelesen, viele Games auf der Playstation gezockt und bin weitestgehend auf dem aktuellen Serienstand. Natürlich hat diese Serie über so eine lange Zeit nicht nur Höhenflüge, sondern auch Talfahrten mitgemacht. Als Fan nimmt man jedoch auch mal etwas schlechtere Episoden oder eine Durststrecke in Kauf. Letztendlich bin ich ein Rick-Grimes-Fan. Ich bin gespannt, ob wir ihn noch einmal wiedersehen werden in der Serie oder allem, was da noch so kommen wird. Aktuell hat mich die sechste Staffel zu Fear the Walking Dead mehr als nur ein wenig überzeugt! Ich bin immer noch voll infiziert und freue mich auf die nächsten Episoden!

26ddc9b63de8a0488b16352bf7d7af0f_norm

Weiterlesen

The Walking Dead bald auch als deutsche Softcover-Ausgaben

Seit 2003 schreibt Robert Kirkmans Zombie-Drama eine bis dato unaufhörliche Erfolgsgeschichte. 21 deutsche Hardcoverbände, ein Sonderband mit den Covermotiven und zwei Kompendium-Ausgaben sprechen da schon eine deutliche Sprache. Doch wenn man jetzt noch erwähnt, dass Band 1 bereits in die 13. Auflage gegangen ist und auch die TV-Serie dem noch zusätzlichen Schub verleiht, verwundert es nicht, dass man sich zusätzlich zu den Hardcovern und den Kompendiumbänden jetzt für eine kostengünstige Softcoverausgabe entschieden hat, um die originale Comicvorlage möglichst vielen Lesern zugänglich zu machen.

TWD Cover

Weiterlesen

Venom Sonderband Nr. 1: Netz des Todes [Panini, März 2012]

Heute gibt es den ersten Band der neuen Venom-Serie mit Peters alten Freund und Kriegsveteran Eugene „Flash“ Thomspon. Mal sehen wie sich Flash als Spezialagent schlägt …

Venom Sonderband #1: Netz des Todes

Eugene „Flash“ Thompson ist der neue Venom. Er ist aber nicht wie seine Vorgänger, ein gnadenloser Mörder und Psychopath, gelegentlich mit einem Ehrenkodex versehen, sondern er ist Top-Secret Spion der Regierung. Im neuen Projekt Wiedergeburt wurde dem Kriegsveteran, der beide Beine im Einsatz verloren hat, der Symbiont übergeben. Oder zumindest zeitweise. Denn seine Symbiose mit dem außerirdischen Parasiten, darf maximal 48 Stunden dauern, da diese sonst unumkehrbar wird.
Unter diesen Voraussetzungen und strenger Kontrolle wird Flash nun in alle möglichen Krisengebiete geschickt, oder muss Aufträge von höchster Dringlichkeit erfüllen. Seien es Aufstände in Osteuropa, wertvolle Bodenvorkommen im Wilden Land oder Ärger direkt vor der Haustür in Form ekelhaft mutierten Freaks. Sogar auf sein Idol Spider-Man trifft der neue Geheimagent, aber so wie er es sich wünschen würde, läuft das Treffen leider nicht ab …

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Autor Rick Remender führt den neuen Venom auf einen frischen und sehr unterhaltsamen Weg. Gerade durch die Konstellation Flash/Venom und Peter/Spider-Man ergeben sich enorm viele Konftrontationsmöglichkeiten. Egal, ob im direkten Zweikampf als auch im privaten Bereich. Bezeichnend hierfür ist eben genau ein Bild, auf dem Flash und Peter auf einem Sofa sitzen, nachdem Betty wieder in Sicherheit ist, und sich hinter ihnen als Schatten ihre Alter Egos abzeichnen.
Ebenfalls sehr spannend ist die Tatsache, dass Flash immer nur maximal 2 Tage mit dem Symbiont verbunden sein darf, ohne dauerhafte Schäden zu riskieren, er aber diese Deadline regelmäßig überschreitet. Es wird schon spannend werden, ab wann dieses „Leben am Limit“ die ersten Ausfallerscheinungen hervorrufen wird.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Zeichnerisch unterstützt wird Remender hierbei von Tony Moore, der bereits mit Kirkman zusammen The Walking Dead auf den Weg gebracht hat. Er schafft es sowohl den menschlichen und verletzlichen Flash Thompson als auch den übermenschlichen, surrealistischen Kämpfer Venom überzeugend darzustellen. Dabei strotzen aber nicht nur die Figuren, sondern auch die Hintergründe nur so vor Details. Die Bilder sind dynamisch und die Anatomie stimmt ebenfalls. Das sind Fähigkeiten, die nicht mehr allzu oft aufeinandertreffen, denn oftmals sind die Zeichnungen zwar dynamisch, gehen aber zulasten des Körperaufbaus. Oder aber die Anatomie stimmt, und die Zeichnungen wirken zu statisch. Hier aber passt einfach alles und auch die Farbgebung fügt sich harmonisch zu einem stimmungsvollen Gesamtbild.
Für eine US-Ausgabe darf aber auch einmal Tom Fowler an den Zeichenstift. Sein Stil ist dabei etwas cartooniger als der von Moore und seine Striche sind etwas kräftiger, aber von der Dynamik nehmen sich beide Zeichner nicht viel. Außer das sein Venom wesentlich schräger aussieht und mehr von einem Monster hat, als Moores Version.

Venom in Action.

Venom in Action.

FAZIT:

„Venom Sonderband #1: Im Netz des Todes“ kann mich auf voller Linie überzeugen. Die Geschichten sind spannend und humorvoll, wissen mit den Zeichnungen und der Farbgebung, sowie Panelaufteilung und Seitenaufbau zu gefallen und unterhalten von Anfang bis Ende ohne Längen. Dennoch muss ich sagen, dass es keine Highlights sind. Sie wissen zwar ein klein wenig aus dem Einheitsbrei herauszustechen, aber leider nicht sehr weit.
Dennoch kann man den Band gerade Fans von Spider-Man und explosiver Agentenaction bedenkenlos empfehlen. Und das nicht nur, weil der freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft wohl mit Sicherheit regelmäßig vorbeischauen wird, und Flash des Öfteren den einen oder anderen Wohnblock durch seine Sturheit platt macht.

Action ohne Ende.

Action ohne Ende.

„Venom #1: Netz des Todes“ bei Panini bestellen.
„Venom #1: Netz des Todes“ bei Amazon bestellen.

Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

The Walking Dead #1: Gute alte Zeit [CrossCult, Januar 2006]

Es gibt Comicserien die ziehen einen sofort in den Bann und dann gibt es Serien die jahrelang an einem vorbeiziehen. Bei mir ist dies mit The Walking Dead so passiert. Zwar habe ich die Serie schon ab Band 1 wahrgenommen, aber immer irgendwie verschoben. „Kann man ja später mal antesten.“ oder „Vielleicht beim nächsten Mal.“ waren dabei solche Gedanken. Wenn man dann aber auch noch wie in meinem Fall keinen Comicshop mehr im Wohnort hat und der nächste erst in der nächsten Großstadt anzufinden ist, dann hat man auch nur selten die Möglichkeit in so etwas hineinzuschnuppern und durchzublättern.
Lange Rede kurzer Sinn. Nachdem ich nun im Paniniforum durch die Rezensionen von anderen Lesern angestachelt war, habe ich mir durch einen User dort gleich die ersten 5 Bände zu einem guten Preis erstanden.

Und was ist das Ergebnis?

Ich bin begeistert. Darum hier nun meine Erfahrungen und mein Ergebnis zum ersten Band dieser wirklich aussergewöhnlichen Reihe:


The Walking Dead #1: Gute alte Zeit

Officer Rick Grimes wird bei einem Einsatz angeschossen und schwer verletzt. Wochen später erwacht er im Krankenhaus und findet sich zuerst ganz alleine in den verlassenen Fluren wieder. Kein Arzt, keine Krankenschwester, keine anderen Patienten. Niemand. Erst als er sich ein wenig durch das Krankenhaus manövriert findet er Leichen. Doch etwas stimmt mit diesen Leichen nicht. Sie sind seltsam ausgemergelt und einige davon bewegen sich noch. Sie sind nicht tot, sondern leben. Oder es sind einfach lebende Tote. ZOMBIES!
Schnelle flüchtet Rick aus dem Krankenhaus um nach Hause zu kommen und nach seiner Familie zu sehen. Dort angekommen findet er aber nur ein leeres Haus vor. Verzweifelt setzt er sich auf den Bordstein vor seinem Haus, als ihn ein kleiner Junge mit einer Schaufel bewusstlos schlägt. Der Junge gehört zu Morgan Jones, der sich im Nachbarhaus einquartiert hat. Zusammen begeben sie die beiden nach ein paar Tagen ins Polizeiquartier um sich dort mit Waffen und Fahrzeugen einzudecken, bevor sich deren Wege wieder trennen und Rick sich auf den Weg nach Atlanta macht, weil im Morgan sagte, das in Atlanta eine Sicherheitszone eingerichtet worden wäre.
Doch in Atlanta angekommen muss Rick feststellen, das die Stadt von Zombies übervölkert ist und offenbar niemand mehr dort lebt. In einem unbeachteten Moment wird Rick von den Zombies angegriffen und nur mit Hilfe eines jungen Mannes gerettet, der Rick ausserhalb von Atlanta in ein Camp bringt, in dem er Personen wiederfindet, die er fast schon abgeschrieben hatte…
FAZIT:
The Walking Dead beginnt wie eine typische Zombieserie, entwickelt sich dann aber mehr in ein Drama als in eine Horrorgeschichte. Diese Gratwanderung gelingt bisher ganz gut, und dies liegt unter anderem auch an den gelungen und stimmungsvollen Zeichnungen und der Wahl als Schwarz/Weiß-Comic anstatt Farbe. Die „fehlende“ Farbe erweist sich sogar als sehr hilfreich um selber in die Geschichte einzutauchen und sich von der Stimmung gefangen nehmen zu lassen.
Auch sehr gelungen finde ich persönlich die Tatsache das die Zombies weniger als Schockmomente dienen, als vielmehr als gesamte und immerwährende Bedrohung die jederzeit präsent ist und zuschlagen könnte. Dadurch baut sich eine besonders dramatische, fast thrillerartige Spannung auf, in die die Zwischenmenschlichen Geschicke erfolgreich verknüpft werden.
Neue Freundschaften werden geknüpft, alte Liebe wiederentdeckt und frühere Freunde können plötzlich die ärgsten Feinde werden.
The Walking Dead bietet einfach alles was eine erfolgreiche und spannende Comicserie haben muss, und ist daher eine unbedingte Kauf- und Leseempfehlung für alle die gerne mal abseits des typischen Superheldenmainstreams etwas konstant Gutes finden möchten.

CrossCult veröffentlicht die Serie hier in Deutschland nicht im üblichen Heft oder Tradeformat, sondern greift dafür lieber auf das verlagstypische Hardcover-Kleinformat von 21,4 x 14,4 x 1,8 cm zurück. Darin werden die US-Sammeltrades veröffentlicht und auch wenn man dies anfangs denken mag, so wirkt sich die Verkleinerung der Seiten nicht negativ aus und die Seiten, deren „Kolorierung“ (wenn man denn überhaupt davon sprechen kann bei diversen Grautönen) als auch der Seitenaufbau und die Panelaufteilung funktionieren immer noch perfekt.
Des weiteren gewinnt die Serie dadurch auch an einer „äusseren“ Aufwertung durch die edle Aufmachung mit reichlich Bonusmaterial und Hintergrundinformationen. Als kleiner Gag ergibt sich beim aneinanderreihen der Cover der Bände ein fortlaufendes Motiv, aber dies nur als kleines unnützes Wissen am Rande.

„The Walking Dead #1 – Gute alte Zeit“ bei Amazon kaufen
„The Walking Dead #1 – Gute alte Zeit“ bei CrossCult kaufen