Iron Man: Rise of Technovore (DVD) [Sony Pictures Home Entertainment, Mai 2013]

Am 2. Mai erscheint Iron Man: Rise of Technovore in Deutschland auf DVD und Blu-ray. Ich habe bereits die Chance gehabt, diesen Film zu sehen und präsentiere euch hier nun die zugehörige Review:

Iron Man DVD

  • Regisseur: Hiroshi Hamazak
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch
  • Bildseitenformat: 16:9 (1.78:1)
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Sony Pictures Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 2. Mai 2013
  • Produktionsjahr: 2013
  • Spieldauer: 84 Minuten (DVD), 88 Minuten (Blu-ray)

IRON_MAN_SHARE13_R4_DE

Der Start von Howard, dem neuen Überwachungssatelliten, der nach Tony Starks Vater benannt ist, sollte ein Highlight für Tony und die gesamte Menschheit werden. Doch der Besuch eines mysteriösen Fremden macht diesen Augenblick zunichte. Den Start des Satelliten kann der Fremde zwar nicht mehr aufhalten, aber auf seinem Weg zum Kontrollzentrum tötet er alle Menschen, die ihm begegnen. Auch Iron Man wird bei der anschließenden Zerstörung des Control-Towers stark angeschlagen und sein bester Freund Lt. Colonel James „Rhodey“ Rhodes, der als War Machine ebenfalls anwesend war, scheint sogar tot zu sein.
Da Iron Man zu diesem Zeitpunkt als einziger Überlebender dieses Vorfalls gilt, wird er kurz darauf von S.H.I.E.L.D. verhört. Doch es kommt noch schlimmer, als der Fremde sich nicht nur als Sohn eines alten Bekannten entpuppt, sondern auch noch mit einer Art Techno-Organischem Virus verbunden zu sein scheint. Ab sofort ist nicht nur das Leben von Iron Man in Gefahr. Denn der Fremde, Technovore, will die gesamte Menschheit auslöschen …

IRON_MAN_SHARE12_R4_DE

Iron Man: Rise of Technovore bildet die Fortsetzung zur Iron Man Anime-Serie. Brandon Auman liefert einen dichten, spannenden und actionreichen Plot ab, bei dem Kenner des Marvel Universum einige Ereignisse und Personen wiedererkennen werden. Ezekiel Stane tritt zwar auch hier als Sohn von Obadiah Stane auf, doch anders als im Comic ist er nicht Iron Monger oder Iron Man 2.0. Stattdessen ist er der Träger des Technovore, der im Comic ein technologischer Parasit ist. Ezekiel wirkt hier wie ein kleines verstörtes Kind, das von seinem Vater abgewiesen wurde, und deshalb auf Rache sinnt. Tony, der mit Ezekiels Vater eng befreundet war, ist auch gleichermaßen fast so etwas wie ein Familienangehöriger. Und dennoch schafft er es nicht, den Jungen von seinem Vorhaben abzubringen. Es gibt aber auch kleinere Andeutungen, die auf Ereignisse im klassischen Marvel Universum anspielen. So wirft Rhodey in einem persönlichen Duell zwischen Iron Man und War Machine seinem Chef und Freund vor, etwas zu viel Alkohol zu sich genommen zu haben. Tony hingegen verharmlost diese Beschuldigung. Bereits in dem inzwischen klassischen Story-Arc „Demon in a Bottle“ aus US-Iron Man #120 bis #128, wurde dem Milliardär und Playboy dieses Laster vom Starautor David Michelinie auferlegt. Seitdem hat Tony immer wieder mit dem Teufel Alkohol zu kämpfen.

IRON_MAN_SHARE11_R4_DE

Das Aussehen der Figuren bleibt dem Anime-Stil der Vorgängerserie treu. Gleiches gilt für die Gastauftritte des Punisher, der Black Widow und von Hawkeye. Diese orientieren sich, genau wie Nick Fury, stark an den Versionen aus dem ultimativen Marvel Universum und haben dadurch für die Kenner der Comics einen sehr hohen Wiederereknnungswert. Die Black Widow ist geheimnis- und reizvoll, wie eh und je, und Hawkeye kann seine vorlaute und freche Klappe nicht richtig halten. Der Punisher hingegen ist so wortkarg wie immer, während der Nick Fury hier um einiges aktiver ist, als im klassischen Marvel Universum. Nicht nur dass er wie der ultimative Nick Fury optisch an Samuel L. Jackson angelehnt ist, auch seine Handlungsweise ist wesentlich offensiver. Dieser Nick hat keine Skrupel anzupacken und sich selbst die Hände schmutzig zu machen.
Ein ganz großes Plus an der Zusammenarbeit mit dem Studio MadHouse ist die gesamte Umsetzung des Filmes. Das inzwischen weltweit bekannte Animestudio ist unter anderem für die Animeumsetzungen von „Barfuss durch Hiroshima„, sowie für Animeklassiker wie „Perfect Blue„, „Tokyo Godfathers“, „Paprika“, „Summer Wars“, „Robotic Angel“ und „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“ verantwortlich. Klare Bilder, actionreiche Szenen und rasante Kamerafahrten, die oftmals mit gut eingebetteten CGI-Sequenzen angereichert werden, zeigen die Erfahrungen des Animationsstudios. Hier wird klar, weshalb sich Marvel ausgerechnet dieses renommierte Studio für die Zusammenarbeit ausgesucht hat. Das Anime-Studio versteht es, sowohl Technik und Action, als auch Drama und stille Momente glaubhaft umzusetzen.

IRON_MAN_SHARE10_R4_DE

FAZIT:

Mit Iron Man: Rise of Technovore legt Marvel in Zusammenarbeit mit Studio MadHouse einen weiteren gelungenen Ausflug in das Marvel Anime-Universum vor. Der Film hat meiner Meinung nach nur mit zwei Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Erste ist, die direkte Konkurrenz und der Vergleich mit dem zeitgleich startenden Iron Man 3 in den deutschen Kinos. Mit Iron Man 3 kann und, so denke ich persönlich, will Rise of Technovore sich nicht messen. Vielmehr will er die Geschichte aus Marvel Anime: Iron Man fortführen. Und hier liegt auch die zweite Schwierigkeit. Brandon Auman tritt als Autor in die Fußstapfen von Warren Ellis. Und diese sind nicht einfach auszufüllen. Aber Auman macht seine Arbeit gut, und liefert er eine gelungene Story ab, die spannend ist und mit reichlich Anspielungen aufwarten kann. Er definiert weder Iron Man, noch Tony Stark oder irgendeine andere Figur neu. Auch bereichert er diese nicht um neue Facetten. Stattdessen nutzt er das, was ihm die Anime-Serie Iron Man an Charakterisierungen der Figuren hinterlassen hat, um eine actionreiche Geschichte zu präsentieren.
Zusammenfassend ist Iron Man: Rise of Technovore ein rundum gelungener, actionreicher und spannender, neuer Ausflug in das Marvel Anime-Universum, der schon alleine wegen der persönlichen Beziehung und den rasanten Dogfights zwischen Tony Stark als Iron Man und James Rhodes als War Machine, sehenswert ist.

Einen Charaktervideoclip gibt es hier
Und einen Mash Up-Clip hier

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Sony Pictures Home Entertainment/Marvel & Subs./Studio Madhouse

„Iron Man: Rise of Technovore (DVD)“ bei Amazon bestellen.
„Iron Man: Rise of Technovore (Blu-ray)“ bei Amazon bestellen.

Kingdom Hearts #4 [EMA, Oktober 2005]

Mit dem heutigen Band endet auch schon die Reise in die magischen Welten von Disney und SquareEnix …

Kingdom Hearts #4

Kaum ist Hook besiegt muss sich Sora seinem besten Freund Riku stellen, der sich ebenfalls unter der Macht der Herzlosen befindet. Dieser schafft es dann auch, Sora um das Schlüsselschwert zu erleichtern und sich der Finsternis zu stellen. Aber nicht etwa weil er Sora helfen will, hinter der ganzen Aktion steckt auch nicht einmal Riku selbst. Er wird wiederum nämlich von jemand anderen kontrolliert, und als sowohl Sora, als auch Goofy, Donald und deren Freunde aus der Stadt Traverse davon erfahren, scheint ein Sieg in weite Ferne gerückt zu sein. Aber Sora will sich so einfach nicht geschlagen geben, und mit der Unterstützung vom Biest und der inzwischen befreiten Prinzessinnen samt Kairi machen sie sich auf den Weg die Welten von den Herzlosen zu befreien.
FAZIT:
Die erste Mangaadaption zum gleichnamigen Spiel neigt sich dem Ende und was bleibt, war kurzweilige Unterhaltung mit einem schalen Beigeschmack. Zwar haben die 4 Bände einiges an Spaß gemacht und wussten wohldosiert zu unterhalten, ohne großartig zu langweilen, aber etwas mehr hatte ich mir dann doch erhofft. Zu sehr war das Ganze eine zu lineare Nacherzählung des Games ohne auch nur ein wenig experimentelle Seitenschritte, die dem ganzen vielleicht sogar gut getan hätten. Zum anderen war es auch ganz unterhaltsam das gespielte noch einmal in dieser Form mitzuerleben, aber das ist auch eines der größten Mankos. Nichtkenner des Games werden kaum so richtig Freude an dem Manga haben da vieles was doch von Bedeutung ist im Game zwar erklärt, hier im Manga aber nur beiläufig erwähnt wird.

“Kingdom Hearts #4″ bei Manganet bestellen.
“Kingdom Hearts #4″ bei Amazon bestellen.

Kingdom Hearts #3 [EMA, September 2005]

Heute folgt dann auch schon Band 3 von Kingdom Hearts…

Kingdom Hearts #3

Nach dem Sieg über den Höllenhund Zerberus (an dem Herkules nicht ganz unbeteiligt war) werden Sora und seine Mannschaft auf der weiteren Reise von einem riesigen Wal verschluckt. Im Inneren treffen die drei auf schließlich auf Geppetto und seinen kleinen Pinocchio, der auch kurz darauf von den Herzlosen entführt wird. Jetzt müssen Goofy, Donald und Sora den Kleinen retten nur um danach weitere Bekanntschaft mit dem Element Wasser zu machen, als sie auf Arielles Heimatplaneten landen. Dort muss Sora mit seinen Freunden den Herrscher Triton vor der machthungrigen und teuflisch bösen Ursula retten, bevor sie die unheimliche Bekanntschaft mit Kapitän Hook und dem frechen Peter Pan machen dürfen. In allen drei Fällen sind die Herzlosen die Strippenzieher hinter den Taten der jeweiligen Bösewichte und nur Sora kann die Welten vor dem Verlust aller Herzen retten …
FAZIT:
Der dritte Band fährt versucht mir mehr Handlung und Action zu überzeugen, aber das geht leider etwas nach hinten los. Zwar ist es sehr unterhaltsam als Kenner des Spiels und der Filme die diversen Parallelen zu erkennen, aber mehr schafft dieser Band auch leider nicht. Nach wie vor fehlen ein paar ergänzende Hintergundinfos und Nebenhandlungen, welche das Spiel ergänzen könnten. Zu sehr wirkt das Ganze wie eine Nacherzählung oder ein Lösungsbuch-Versuch, der etwas anders als gewöhnliche Lösungsbücher daherkommen will.

“Kingdom Hearts #3″ bei Manganet bestellen.
“Kingdom Hearts #3″ bei Amazon bestellen.

Kingdom Hearts #2 [EMA, Dezember 2004]

Weiter geht es mit Band 2 von Kingdom Hearts…

Kingdom Hearts #2

Der erste große Kampf gegen die Herzlosen ist geschlagen und Sora, Donald und Goofy sind als Sieger daraus hervorgegangen. Als kleinen Siegespfand haben sie sogar noch einen Gummistein erhalten mit dem sie ihr Raumschiff aufrüsten können, um in neuen Welten neue Schlüssellöcher und verlorene Herzen zu finden. Außerdem haben sie eine neue Aufgabe erhalten. Die Suche nach den fehlenden Seiten in Ansems Bericht über die Herzlosen. Dabei hilft ihnen die Magie welche sie von Merlin dem Zauberer erlernen.
Ihr nächstes Abenteuer führt sie dann nach Agrabah wo sie Prinzessin Jasmin retten und Aladin gegen Jafar unterstützen müssen, bevor sie zur nächsten Welt aufbrechen dürfen, in der sie der Höllenhund Zerberus und Herkules erwarten wird …
FAZIT:
Wie auch im Spiel, so folgt auch der Manga dem gleichen Muster. Sora bereist Sora mit seinen Freunden, mit dem Gummistein-Raumschiff, die diversen Welten der Disney-Helden. Angefangen bei Disneys Aladdin über Disneys Hercules werden alle Geschütze aufgefahren. Dabei wird auch direkt Bezug auf die Filme und deren Handlung genommen und erlebt im Manga, wie auch im Spiel, wichtige Schlüsselszenen noch einmal. Das Storytelling bleibt dabei locker und überschaubar ohne zu langweilen. Auch die Zeichnungen sind einfach, erkennbar und trotzdem detailliert und sprühen nur so vor Witz und Dynamik. Gegenüber dem ersten Band ist aber dennoch nur eine kleine Steigerung erkennbar.

“Kingdom Hearts #2″ bei Manganet bestellen.
“Kingdom Hearts #2″ bei Amazon bestellen.

Kingdom Hearts #1 [EMA, November 2004]

In den nächsten Tagen möchte ich Euch gerne in die Welten von Kingdom Hearts entführen. Zuerst als Game für PS2 erschienen, folgten sehr schnell ein zweiter Teil und dann Umsetzungen und Erweiterungen für viele andere (vorrangig Nintendo) Konsolen. Doch auch der Mangamarkt wurde um einige Serien bereichert. Die erste Serie möchte ich Euch in den nächsten 4 Tagen vorstellen …

Kingdom Hearts #1

Sora wacht an einem verträumten Strand auf. Zusammen mit seinen Freunden Kairi und Riku wollen sie diese Insel hinter sich lassen. An dem Abend bevor es losgehen soll werden die Drei jedoch von seltsamen Schattenwesen angegriffen und Sora landet in der Stadt Traverse. Währenddessen verschwindet König Micky und Donald und Goofy müssen sich auf die Suche nach dem Auserwählten machen und treffen ebenfalls in Traverse ein. Dort wiederum treffen alle drei aufeinander und werden ebenfalls von Schattenwesen angegriffen, den sogenannten Herzlosen …
FAZIT:
Der Beginn dieser Mangaadaption des gleichnamigen PS2-Spiels ist kurzweilig und durchaus gelungen. Als Fan und Spieler des Games bringt es aber leider nichts wirklich Neues. Da hatte ich mir ein paar Nebenstorys und Zusatzinfos gewünscht, die die Geschichte aus dem Game erweitern. So bleibt es trotz der durchweg gelungenen Zeichnungen leider nur Durchschnittsware ohne jegliche Besonderheiten.

„Kingdom Hearts #1“ bei Manganet bestellen.
„Kingdom Hearts #1“ bei Amazon bestellen.