Meine Comiclieferung für den Dezember2012/Januar 2013

Lange ist es her, das ich von meinem Stammshop dem Comic Attack in Erfurt! eine Lieferung erhalten habe. Der Grund dafür, waren die Feiertage. Darum hier meine Lieferung mit dem Rest vom Dezember und den ersten Sachen für den Januar.

  • Codename Sailor V #1 [EMA]
  • Codename Sailor V #2 [EMA]
  • Kaito Kid Treasured Edition #3 [EMA]
  • Bart Simpsons #69 [Panini]
  • Simpsons Comics #194 [Panini]
  • Simpsons Winter Wirbel #6 [Panini]
  • Batman #7 [Panini]
  • Batman #8 [Panini]
  • Justice League #7 [Panini]
  • Spider-Man Magazin #65 [Panini]
  • Spider-Man Magazin #66 [Panini]
  • Spider-Man #106 [Panini]
  • Avengers #23 [Panini]
  • Avengers vs. X-Men #3 [Panini]
  • Spawn #103 [Panini]

Spider-Island Reviewserie (7): Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island [Panini, August 2012]

Viele Tage war es, abgesehen vom Simpsons-Gag und der JL8, ziemlich ruhig geworden auf Mueli77s Feine Welt. Aber heute geht es mit der Spider-Island Reviewserie wieder weiter. Und morgen kann ich Euch dann eine Neuigkeit verkünden.

Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island

Die Auswirkungen der Epidemie machen auch vor den Rächern nicht halt. Zumindest die Rächer, welche von Natur aus nicht mit Superkräften gesegnet sind. Und so kommt es, dass nicht nur Lukes und Jessicas Tochter plötzlich durch das Kinderzimmer schwingt und Squirrel Girl in den Wahnsinn treibt, sondern auch Hawkeye hat so seine Probleme mit den neu erworbenen Fähigkeiten, mit denen er überhaupt nicht umzugehen weiß.
Anders ist es da mit Flash Thompson. Der weiß genau, was er tun muss. Aber das bedeutet nicht, dass es für ihn einfacher ist. Denn nachdem ein wütendes Spinnenmonster auf der Brooklyn Bridge ausrastet und von Venom in die Basis von Operation Wiedergeburt 2.0 gebracht wurde, verändert sich die Situation drastisch …

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Dieser Band steht ganz im Zeichen von Spider-Island. Deshalb gibt es auch nur drei reguläre Venom-Stories. Der Rest der Ausgabe wurde mit zwei relevanten Spider-Island Geschichten aufgefüllt, um so weitere Einblicke in das Event und der betroffenen Figuren zu präsentieren. Während der Avengers One Shot von Autor Chris Yost eher humorvoll herüberkommt und sich selbst nicht so wirklich ernst nimmt, ist die kurze Reise durch die Aufgaben der neuen Madame Web, für die Jim McCann verantwortlich zeichnet, schon wesentlich tiefgründiger und nachdenklicher.
Dem gegenüber schickt Rick Remender seinen Titelhelden wieder in actionreiche und kurzweilige Schlachten, lässt aber Flashs Privatleben nicht außen vor, sondern schafft es, dass dieses die ganze Zeit, wie ein Damoklesschwert über dem Helden hängt und so seine Handlungen maßgeblich beeinflusst.

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen ...

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen …

Wenn schon drei verschiedene Autoren und drei verschiedene Grundemotionen in einem Band vorkommen, dann ist es auch nur angemessen drei verschiedene Zeichner auf den Plan treten zu lassen, um die jeweiligen Geschichten passend umzusetzen. Da wäre zum einen Mike McKone, der das Abenteuer mit den Avengers und dem sehr genervten Hawkeye routiniert in Szene setzt. Die Bilder sind detailliert, wirken aber leider etwas statisch. Das geht eigentlich besser, wenngleich ich sagen muss, dass McKone Frogman sehr gut und humorvoll auf das Papier gebracht hat. Wiederum anders ist es mit den Zeichnungen der Kurzgeschichte rund um Julia Carpenter, die neue Madame Web. Hier war ein alter Bekannter aus Zeiten der Klonsaga am Werk. Patrick Scherberger hat Mitte der Neunziger Jahre die Abenteuer der New Warriors „verbrochen“ zu denen auch kurzzeitig der damals aktuelle Ben Reilly als Scarlet Spider gehörte. Schon damals war sein Zeichenstil sehr Imagehaft und austauschbar. Aber seit damals ist einiges an Zeit vergangen und Scherberger hat sich weiterentwickelt. Zum Glück zum Positiven, denn seine aktuellen Zeichnungen gefallen sehr wohl. Venom wurde diesmal nicht mehr von Tony Moore visualisiert, sondern von Tom Fowler, der bereits im letzten Band das letzte Abenteuer umsetzen durfte. Dies macht Fowler auch diesmal gewohnt souverän ohne sich irgendwelche Patzer zu leisten.

Die neue Madame Web.

Die neue Madame Web.

FAZIT:

Dass das Mega-Spider-Event um seinen besten Freund und zugleich ärgsten Widersacher keinen Bogen macht, war abzusehen. Wenn das Ganze dann auch noch so abwechslungsreich, spannend und humorvoll präsentiert wird, dann kann schon fast nichts mehr schiefgehen. Negativ ist einzig nur, dass durch die Veröffentlichung als eigener Seriensonderband, und daher nicht ganz chronologisch, einige Ereignisse vorweggenommen werden. Zwar könnte man hier nach jeder enthaltenen US-Ausgabe wechseln, aber wer macht sich schon diese Arbeit. Dennoch finde ich es sehr gut, dass Christian Endres, der redaktionelle Betreuer seitens Panini, eine genaue Auflistung der Lesereihenfolge nach US-Heften mitliefert. Das ist kein Standard und sollte daher auf jeden Fall lobend erwähnt werden. Grundsätzlich muss man die redaktionelle Betreuung von Panini loben. Denn was einem hier zusätzlich an Wissen mitgegeben wird, schürt schon ein wenig die Bindung zwischen Leser und Macher der Comics.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

„Venom Sonderband #2: Spider-Island“ bei Panini Comics bestellen.
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Spider-Island Reviewserie (6): Spider-Man (Vol. 2) #101 [Panini, August 2012]

Nach einer etwas kleineren Pause mit „Animal Man #1“ und „100% Marvel #62“ geht es heute mit der Spider-Island Reviewserie weiter …

Spider-Man (Vol. 2) #101

Als wenn es nicht schon genug wäre, das halb Manhattan plötzlich über Spinnenkräfte verfügt, nun wird Spidey auch noch von seinen Teamkollegen aus dem Ring geworfen. Dadurch, dass Spider-Man nun leider nur noch einer unter vielen ist, und die Rächer, den echten kaum von den Fälschungen unterscheiden können, muss der „Freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft“® seinen Dienst kurzzeitig quittieren. Doch Peter lässt sich nicht unterkriegen und tut nun so, als wäre er ebenfalls ein „Opfer“ der Epidemie geworden und erst seit Neuestem mit Spinnenkräften ausgestattet. So kann er immerhin die ehrbaren New Yorker motivieren, mit ihm in den Kampf gegen die Ganoven zu ziehen. In der Zwischenzeit findet Reed die Ursache für die Veränderungen und der Bürgermeister J. Jonah Jameson riegelt Manhattan vollständig ab. Auch Anti-Venom trägt seinen Teil zum Chaos bei. Er streift durch die Stadt und schafft es doch tatsächlich einige von der Plage zu heilen, aber ist gemessen an der Masse dennoch machtlos …

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Es überrascht kein bisschen, wie ein Großteil der New Yorker reagiert. Kaum jemand hat wohl nicht schon davon geträumt, Superkräfte zu besitzen. Jedes comiclesende Kind und jeder bilderheftchenverrückte Teenager hat sich irgendwann einmal insgeheim gewünscht mit solchen Fähigkeiten, wie Spider-Man sie besitzt, gesegnet zu sein. So ähnlich muss es wohl auch Slott gegangen sein. Denn diese Story wirkt ein wenig, wie die Verwirklichung eines Kindheitstraumes. Und diese Energie spürt man förmlich. Man merkt regelrecht, welch einen Spaß Slott gehabt haben muss, diese Geschichte zu schreiben. Plus die Tatsache, dass er offenbar ein großer Fan der Klonsaga zu sein scheint, denn das der Schakal und Kaine wieder auftauchen ist ein gelungener Schachzug, um an die Ereignisse gegen Ende der neunziger Jahre wieder anzuknüpfen.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Roll in diesem Drama.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Rolle in diesem Drama.

Für die grafische Umsetzung ist wieder einmal Humberto Ramos verantwortlich. Dieser spaltet wie kaum jemand anderes die Fangemeinde. Während ich persönlich ein großer Fan seines Manga-artigen und extrem dynamischen Zeichenstils bin, so gibt es aber genauso viele Fans wie Gegner. Denn gerade die Mangaanleihen sind nicht jedermanns Sache. Auch mit den Mimiken an Ramos ein kleines Problem. Denn diese schwanken nur von wütend zu gelangweilt und verschmitzt frechem Grinsen. Aber Trauer, Verzweiflung, Angst, Freude ohne ein Lächeln und andere feinfühlige Emotionen ist Ramos nicht in der Lage umzusetzen. Das gleiche Problem scheint Ramos auch mit der Anatomie zu haben. Die schmerzhaften aber coolen Posen sind fast schon ein Markenzeichen geworden. Wenn man von diesen Punkten absieht, sind Ramos Zeichnungen mit den Inks von Victor Olazaba und Carlos Cuevas und der Farbgebung von Edgar Delgado, sehr gelungen.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

FAZIT:

Es ist schon faszinierend, wie sich die Situationen rund um Spider-Man weiterentwickeln und vor allem, wie sich die Pläne des Schakals, der offenbar nicht alleine arbeitet, verwirklichen lassen. Auch das sich Jonah nun einer Entwicklung gegenübersieht, die für ihn kaum schlimmer sein könnte, ist sehr humorvoll umgesetzt. Schade ist allerdings, dass Peters Intelligenz hier keine so große Rolle spielt. Denn immerhin ist Peter, genau wie Reed, vom Intellekt nicht zu unterschätzen. Doch das ist ein Punkt den Slott, entweder ganz bewusst, oder versehentlich, außen vor lässt. Nichtsdestotrotz entwickelt sich Spider-Island hervorragend und macht von der ersten bis zur letzten Seite rundum gute Laune und sehr viel Spaß, wenn man denn mit dem Stil von Ramos warm wird.

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Schocker ist der Erste, der die zweite Phase der Mutation betritt.

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100% Marvel #62: Astonishing Spider-Man & Wolverine [Panini, Juni 2012]

Nach dem gestrigen kleinen Ausritt in die Welt des übernatürlichen, wird es heute ein wenig humorvoller, aber nicht weniger mysteriös …

100% Marvel #62: Astonishing Spider-Man & Wolverine

Spider-Man und Wolverine wollen eigentlich nur einen Bankraub verhindern, doch dann kommt alles anders. Denn Orb, der Verrückte, der diesen Bankraub durchziehen möchte, gerät plötzlich an ein paar mysteriöse Diamanten. Und mit denen beginnt dann auch schon der Schlammassel. Denn plötzlich finden sich die beiden Helden in der Urzeit wieder und haben keine Chance, von dort wieder wegzukommen. Aber das Schicksal scheint weiter mit den beiden zu spielen, als es sie nach fast ewiger Zeit in eine postapokalyptische Zukunft verschlägt, in der Dr. Doom ein lebender Planet, wie auch Ego, the living Planet, ist. Doch Peter will sich nicht einfach so dem Schicksal geschlagen geben, und forscht in jeder Zeitlinie nach der Lösung, um aus diesem Chaos zu entkommen …

Was glitzende Steinchen doch so alles in Gang setzen können.

Was glitzende Steinchen doch so alles in Gang setzen können.

Der ewig plappernde Spider-Man und der immer mürrische Wolverine sind schon immer wie eine Art altes Ehepaar. Dies macht auch der vorliegende Band auf sehr humorvolle Art und Weise deutlich. Denn egal, in welcher Zeit sich die beiden befinden, sie zicken und schnauzen sich immer an. Das ist, obwohl es sich andauernd wiederholt, dennoch jedes Mal sehr unterhaltsam. Und trotzdem können sie auch nicht ohne den Anderen. Besonders als sich ihre „Freundschaft“ gegen Ende dieser Ausgabe auf sehr emotionale Weise weiterentwickelt und ein Band schafft, das auch gerne in die aktuellen Geschehnisse mit aufgenommen werden könnte.

Twinkle, Twinkle little Star ... :D

Twinkle, Twinkle little Star … 😀

Jason Aaron liefert einen kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Storybogen ab, der vor allem mit vielen humoristischen Einlagen und spannenden Storywendungen überzeugen kann. Zusammen mit den Zeichnungen von Adam Kubert ergibt sich Popcorn-Unterhaltung vom Feinsten. Denn Kuberts wechselnder, sich immer der Geschichte anpassender Zeichenstil, der vor allem mit anatomisch korrekten Körpern, dynamischem Strich und actionreichen Posen überzeugt, erfreuen das Auge des Lesers. Die sich verändernden Zeitalter werden dabei ebenso bedacht, wie die emotionalen Veränderungen, die die Charaktere durchmachen und welche sich dadurch auf die Körperzustände niederschlagen, so das ein Peter Parker, der monatelang nach einer Lösung des Problems der Rückkehr sucht, auch entsprechend abgeschlagen und ungepflegt wirkt.

Beide Helden werden während ihrer Zeitreise von Rückschlägen nicht verschont.

Beide Helden werden während ihrer Zeitreise von Rückschlägen nicht verschont.

FAZIT:

„Schöner Schlammassel“, so der deutsche Titel der 6-teiligen Storyline, ist genau das eben nicht. Denn der Band weiß von Anfang bis Ende zu gefallen. Aaron und Kubert sind hier einfach ein Dream-Team, dass die Beziehung zwischen Wolverine und Spider-Man um einige sehr interessante Facetten bereichert. Auch, dass die Vergangenheit der beiden Protagonisten mit einbezogen wird, ist ein wunderschöner Aspekt, der perfekt in das Gesamtbild passt. Denn wenn Wolverine gegen Spider-Man am Anfang seiner Catcherlaufbahn kämpft, oder Spider-Man Logan zusammen mit seinem durchgeknallten großen Bruder erwischt, ist Unterhaltung garantiert.
Wer spannende, witzige und kurzweilige Unterhaltung sucht, der kommt an diesem Band einfach nicht vorbei, selbst wenn man kein Fan der beiden am meisten eingesetzten Marvelcharaktere der letzten Jahre ist.

Wenn man einen Freund verliert ...

Wenn man einen Freund verliert …

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Spider-Island Reviewserie (5): Spider-Man (Vol.2) #100 [Panini, Juli 2012]

Mit der großen Jubiläumsausgabe starte endlich auch das neue Spinnen-Event, Spider-Island!!!

Spider-Man (Vol. 2) #100

Spider-Island beginnt mit einem Riesenknall. Aber nicht etwa weil fast ganz New York plötzlich mit Spinnenkräften ausgestattet ist, sondern weil es ausgerechnet Peter Parkers Freundin, Carlie Cooper, die forensische Ermittlerin erwischt. Und diese freut sich auch noch riesig darüber und präsentiert ihre neue Fähigkeiten ihrem Partner ganz stolz. Peter sieht das naturgemäß mit gemischten Gefühlen, allen voran, weil eine Stadt voller Spider-Men nur Ärger bedeuten kann. Denn es wurden ja nicht nur gute Bewohner von New York mit diesen Kräften ausgestattet, sondern auch so ziemlich jeder Kleinkriminelle. Daher ergibt es sich auch, dass kaum das die Fähigkeiten sich offenbaren, die Stadt im Chaos versinkt. Das ändert sich auch nicht, als die Rächer eintreffen und versehentlich auch auf den echten Spider-Man einschlagen …

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke ...

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke …

Genaugenommen hat es sich ja schon seit geraumer Zeit abgezeichnet. Der Schakal ist wieder da, und erneut beginnt er, seine Intrigen zu spinnen. Doch es gibt Rätsel im Hintergrund. Das, Wie, Warum und vor allem mit Wessen Hilfe hat, der Schakal all dies bewerkstelligt. Da hat sich Slott wieder eine ganze Menge einfallen lassen und verknüpft erneut Spider-Mans Vergangenheit mit der Gegenwart. Allen voran Peters Gedanken darüber, wie er seine Spinnenkräfte eventuell an Carly übertragen haben könnte, als er noch nicht wusste, dass ganz New York betroffen ist. Das sind ganz besondere Handkniffe von Slott und diese Art der Erzählung beherrscht er perfekt.
Aber nicht nur Slott darf zeigen, was er kann. Zusammen mit Christos Gage zeigt er, wie sich Phil Urich in seiner Rolle als neuer Hobgoblin weiterentwickelt und Fred van Lente blickt in den Hintergrund, und fördert nicht nur bekannte Gesichter zutage, sondern auch eine ganze Menge an Geheimnissen. Und dies macht er wie gewohnt, sehr gut und vor allem spannend.

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So bunt wie die Autorenriege ist auch das Zeichnerquartett. Die beiden Hauptstories werden hierbei von Stefano Caselli und Humberto Ramos getragen. Caselli hat einen sehr coolen, leicht Manga-artigen aber dennoch anatomisch korrekten dynamischen Zeichenstil. Dem ein wenig entgegen steht Ramos‘ Stil, der wesentlich energiegeladener, dafür aber anatomisch etwas problematischer ist. Da passiert es schon einmal, das die Protagonisten Posen einnehmen, die zu ernsthaften Körperschäden führen würden, dafür aber extrem stylisch aussehen. Wieder anders ist es mit den Bildern von Giuseppe Camuncoli. Seine Bilder sind von dominanten Outlines geprägt und die Details werden hauptsächlich durch die Koloration erzeugt. Minck Oosterveer, der leider viel zu früh verstarb, hat sich der Umsetzung des letzten Kapitels in dieser Ausgabe angenommen und zeigt den düstersten Stil in diesem 100 Seiten Jubiläumsheft. Die Zeichnungen wirken stellenweise fast wie aus einem Horrorcomic entnommen und unterstreichen die beklemmende Atmosphäre, welche Autor Van Lente hier erzeugt.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

FAZIT:

100 Ausgaben Spider-Man, 100 Seiten Spannung und der Start des neuen Spinnen-Mega-Events. Was will man als Spider-Man-Fan mehr. Vor allem wenn es sich Panini nicht nehmen lässt und von dieser Ausgabe auch noch einen ganzen Batzen an Comicshop-Variantcovern anfertigen lässt. Da hat man dann die Chance noch ein Heft zu ergattern, auf dem der eigene Comicshop, von Spidey gerettet wird. Doch schon alleine der Inhalt ist es wert, das Heft zu besitzen. Spannung, Action, Humor. Einfach alles ist vertreten und so vergehen die vielen Seiten fast wie in Sekunden. Nicht etwa weil kaum Inhalt vorhanden ist und nur schöne Bilder darin platz finden, sondern weil man von der ersten Seite in die Geschehnisse eintaucht und erst auf der letzten Seite wieder in die Wirklichkeit entlassen wird.
So kann es gerne mit Spider-Island weitergehen, vor allem dann, wenn sich weitere Geheimnisse rund um die Pläne des Schakal offenbaren und diese auch glaubwürdig präsentiert werden. Doch nach dieser Ausgabe sehe ich dem mit gutem Gefühl entgegen.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

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Spider-Island Reviewserie (4): Spider-Man (Vol.2) #99 [Panini, Juni 2012]

Heute ist es wieder an der Reihe, für die nächste Spider-Island Ausgabe, und wir nähern uns langsam aber sicher dem Ende des Prologs und dem Start der Hauptgeschichte …

Spider-Man (Vol.2) #99

Jeden ersten Freitag im Monat ist der Filmfreitag für Betty und ihren besten Freund Peter Parker. Doch seitdem Peter bei Horizon arbeitet, als Spider-Man für zwei Rächerteams und die Future Foundation unterwegs ist und selber noch sein Privatleben mit Carly hat, gibt es immer wieder Situationen, die diesen Filmfreitag gefährden. Als Peter wieder einmal absagen muss und auch Bettys Freund Eddie nicht vor Ort ist, geht Betty alleine ins Kino. Auf dem Heimweg wird sie das Opfer eines Überfalls und wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Sofort sind alle ihre Freunde zur Stelle. May und ihr Mann Jay. Glory, Mary Jane und auch Bettys Freund Eddie kommt kurzerhand zurück. Sogar Robbie und J. Jonah Jameson tauchen auf, nur Peter fehlt. Dieser ist unterwegs um Bettys Peiniger ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen …

Betty hat keine Chance ...

Betty hat keine Chance …

Neben der Hauptstory sind außerdem vier Kurzgeschichten enthalten, von denen sich zwei dem bevorstehenden Spider-Island-Event widmen. Zum einen wird auf die weitergehende Ausbreitung der Testobjekte eingegangen und zum anderen holt sich Spider-Man bei Shang Chi ein paar Hilfestellungen um seinen seit geraumer Zeit ausgefallenen Spinnensinn zu überbrücken. Außerdem gibt es einen Blick in die Vergangenheit und zurück in die Gegenwart, als May und Jay sich entschließen New York zu verlassen und nach Boston zu ziehen, sowie einen ganz normalen Tag im Leben von Spider-Man. Während die beiden Spider-Island-Geschichten die Spannung zum direkt bevorstehenden Abenteuer noch ein wenig anheizen, sind die anderen beiden Storys nur unterhaltsames Beiwerk. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich relevant, wenn man von der Entscheidung des jungvermählten Paares einmal absieht, die bekannte Heimat zu verlassen.
In der Hauptgeschichte wird nach etwas längerer Zeit wieder das Privatleben von Peter thematisiert, allen voran seine Freundschaft mit Betty Brant. Dies wird sehr glaubhaft und emotional geschildert und sticht vor allem durch die sehr vielen persönlichen Momente heraus.

Peter kennt keine Gnade!

Peter kennt keine Gnade!

Visuell ist diese Ausgabe eine bunte Mischung an Zeichnern und Stilen. Während Ryan Stegman in der Hauptstory noch mit filigranen und sehr detaillierten Zeichnungen überzeugt, zeigen die weiteren Geschichten mit kräftigeren Strichen und dominanteren Outlines ein ganz anderes visuelles Konzept. Zwar kommt es innerhalb dieser Ausgabe zu keinem all zu großen Stilbruch mit den anderen Geschichten, aber dennoch sind die verschiedenen Zeichner ganz klar voneinander abgrenzbar. Besonders positiv hervorzuheben ist hierbei erneut Emma Rios, deren dunkles Gesamtkonzept hervorragend in die Spider-Island-Kurzgeschichte passt. Ebenso die Zeichnungen von Max Fiumara und dessen Kampf von Spider-Man mit Shang Chi. Wesentlich bunter und fröhlicher sind die Bilder von Giuseppe Camuncoli und Javier Pulido und stehen damit schon fast in krassem Gegensatz zum restlichen Inhalt, passen aber dennoch, auch im Sinne der Auflockerung, sehr gut.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

FAZIT:

Eine kurzweilige und emotionale Ausgabe, welche die Beziehungen unter den Nebencharakteren aus neuen und interessanten Blickwinkeln zeigt. Kurze Infos und Neuausrichtungen einiger Protagonisten werden bekannt gegeben und die Spannung zum im nächsten Heft startenden Spider-Island weiter geschürt. Zusammen mit den wechselnden Zeichnungen ergibt sich eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Mischung an Abenteuern.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

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Spider-Island Reviewserie (3): Spider-Man (Vol. 2) #98 [Panini, Mai 2012]

Diesmal gab es nur eine kurze Pause, bis es mit der nächsten Review zu Spider-Island weitergeht. Aber so richtig scheint das diesmal nicht dazu zu gehören …

Spider-Man (Vol. 2) #98

Anti-Venom ist zurück. Und diesmal hat er es auf Martin Li oder besser gesagt sein Alter Ego Mr. Negative abgesehen. Aber Eddie Brock ist nicht der Einzige. Eine weitere, vom Namen her nicht so Unbekannte, macht ebenfalls Jagd auf Mr. Negative. Doch viel unglaublicher ist die Tatsache, dass sich hinter dieser Wraith, niemand anderes verbirgt, als die bereits verstorbene Jean DeWolff. Als dann auch noch Tante May in Ohnmacht fällt und Peter als Spider-Man am Ort des Geschehens auf Anti-Venom trifft, eskaliert die Situation …

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Jean DeWolff lebt?

Team Ups zwischen Peter Parker und Eddie Brock gab es schon des öfteren. Zwar waren dies meist auch Team Ups zwischen Spider-Man und Venom, aber in seiner neuen Inkarnation als Anti-Venom kam dies noch nicht so oft vor. Trotz aller Ernshaftigkeit in der Handlung nimmt sich diese Geschichte aber, vor allem was den Team Up-Charakter angeht, selbst nicht so ernst. Dies kommt dem Gesamtbild sehr zugute und lockert die Geschichte gelungen auf.
Leider kommt Spider-Island in dieser Ausgabe viel zu kurz. Das ist wohl auch der Grund, weshalb der Spider-Island-Schriftzug diesmal keine Verwendung auf dem Cover fand.

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May erinnert sich …

Grafisch kann mich der Band vollends überzeugen. Giuseppe Camuncoli leistet wirklich sehr gute Arbeit. Sein Stil erinnert stellenweise ein wenig an Romita Jr., was aber auch ein wenig dem Inker Klaus Janson geschuldet ist. Dieser hat schon sehr oft mit Künstlern zusammengearbeitet, die einen etwas kantigeren Zeichenstil aufweisen, wie eben John Romita Jr. oder Frank Miller. Und dann gibt es immer wieder Panels, die vom Stil her ganz anders sind und einen leicht italienischen Fun-Comic-Charakter einbringen. Diese wirken dann, wie die typischen italienischen Disneycomics und ein wenig Joe „MAD“ Madureira fließt auch noch mit ein. Also eine insgesamt stimmige Mischung, die visuell einfach nur begeistert.

Spider-Man im Stress!

Spider-Man im Stress!

FAZIT:

Ein unterhaltsames und kurzweiliges Zwischenspiel, das die Storyline rund um Martin Li und May Parker Jameson ein Stück weiter voranbringt. Gepaart mit den sehr schönen Zeichnungen von Camuncoli ergibt sich ein interessanter Leckerbissen. Mehr als ein einfaches Team Up kommt dabei zwar nicht herum, aber Slott zeigt erneut, dass er sich im Marvel Universum gut auskennt und es immer wieder schafft, die Vergangenheit von Spider-Man erfolgreich mit der Gegenwart und der Zukunft des Netzschwingers zu verknüpfen.

Spannung und Action, Seite an Seite.

Spannung und Action, Seite an Seite.

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Spider Island-Reviewserie (2): Spider-Man (Vol. 2) #97 [Panini, Mai/Juni 2012]

Spider-Island rückt immer näher. Doch es gibt noch so einige Hürden, die Spider-Man auf dem Weg dorthin bewältigen muss.

Spider-Man (Vol. 2) #97

Spider-Man als Lehrer?
So abwegig ist die Sache ja eigentlich nicht, wenn man bedenkt, dass Peter Parker ja eigentlich diesen Beruf gelernt hat und auch eine Zeit lang ausgeübt hat. Bis sein Leben als Spider-Man dies verhindert hat. Aber jetzt ergibt sich die Möglichkeit erneut, Kindern etwas beizubringen. Und wenn es sein unerschütterlicher Sinn für Verantwortung ist. Doch die Kinder, an welche er in Henry Pyms Rächer Akademie gerät, hat Spider-Man nicht erwartet. Eines ist so giftig, dass es nur in einem Anzug leben darf, da es sonst das Leben aller um ihn herum gefährden würde. Eines mit einer Haut aus Metall, ein weiteres das jede Kampffertigkeit innerhalb von Sekunden erlernt, aber keinerlei menschliche Gefühle kennt, ein Junge, der sich immer wieder in ein Reptil verwandelt, ein Mädchen, bei dem die Gefahr besteht, dass sie sich in ihrer Gasform für immer verliert und einen jungen Mann der Stromstöße verteilt. Die besten Voraussetzungen also für einen turbulenten Schultag …

So einfach ist es dann wohl doch nicht.

So einfach ist es dann wohl doch nicht.

Wie schon in der letzten Ausgabe zaubert Slott ein wenig herum und fördert eine Situation zutage, die an Skurrilität nur schwer zu überbieten ist. Spidey als Aushilfslehrer für eine Gruppe von verstörten Superheldenteenagern, die von Osborn manipuliert wurden. Als dann auch noch ein alter Bekannter auftaucht und das Gefüge ein wenig durcheinanderwirbelt, zeigen sich die wahren Fähigkeiten von Lehrer Spider-Man.
Auch Spider-Island wird in einem kleinen Intermezzo weitegeführt. Leider sind es diesmal nur 2 Seiten, in denen die Auswirkungen eines kleinen Experimentes von einem alten Widersacher Peter Parkers immer weitere Kreise zieht. Und leider steht auch hier wieder die Bezeichnung „Prolog“ in keinem Verhältnis zu dem, was im Heft enthalten ist. Die Geschichte an sich ist gut und macht Appetit auf mehr, aber leider ist es viel zu kurz.

Manchmal helfen auch auch Spinnenkräfte nicht um alle zu retten.

Manchmal helfen auch auch Spinnenkräfte nicht um alle zu retten.

Visuell ist diese Ausgabe wieder ein wahrer Leckerbissen. Reilly Browns Zeichnungen sind rundum gelungen. Viele Details, zarte Linien und eine stimmungsvolle Farbgebung. Einzig die Soundwörter wirken in diese Grafikpracht vollkommen fehlplatziert, weil sie einfach zu dominant sind. Stellenweise zerstören sie fast das Gesamtbild. Das ist meiner Meinung nach aber auch der einzige Kritikpunkt an diesen wunderbaren Bildern.
Anders ist es mit dem Spider-Island Intermezzo. Hier darf Emma Rios ihr Talent zu Papier bringen und das macht sie, wie immer, sehr gut. Trotz, oder gerade wegen, der starken Striche gefallen mir ihre Bilder immer wieder.

Tolle Bilder gestört durch die Soundwörter. Nicht so toll.

Tolle Bilder gestört durch die Soundwörter. Nicht so toll.

FAZIT:

Wieder einmal verzaubert Slott mit seinen Wissen um Marvel Kontinuität und seinem wirklich humorvollen Erzählstil den Leser. Kurzweilig, lehrreich und dennoch mit einem Augenzwinkern überzeugt sein derzeitiger Run an Amazing Spider-Man wohl auch den letzten Kritiker. Gepaart mit den wunderbaren Bildern in diesem Heft ergibt sich ein kurzweiliges Vergnügen, auch für diejenigen, die mit Spider-Man bisher nicht so viel am Hut hatten. Denn diese Ausgabe lässt sich auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen und auch verstehen.

Wie in guten alten Zeiten. Ein fast schon klassisches Team Up.

Wie in guten alten Zeiten. Ein fast schon klassisches Team Up.

„Spider-Man #97“ bei Panini Comics bestellen.

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Spider Island-Reviewserie (1): Spider-Man (Vol.2) #96 [Panini, Mai 2012]

Mit der heutigen Ausgabe beginnt die Spider Island Reviewserie, in der es massive Probleme für Peter Parker zu bewältigen gibt. Doch erstmal läuten wir das Chaos mit einem Prolog ein …

Spider-Man (Vol.2) #96

Das erste große Abenteuer von Spidey mit der Future Foundation führt das Team in die Karibik, wo eine Zeitanomalie einen ganz schön Ärger verursachen soll. So zumindest hat es Reed ermittelt. Aber was die Vier dort erwartet, hat wohl keiner von ihnen so kommen sehen. Denn plötzlich sieht sich die Future Foundation Zombiepiraten gegenüber, die sich dann aber als die Sinistren Sechs entpuppen. Selbst die herbeigeeilte Jugend der Foundation schafft es nicht, die Situation zu beruhigen. Als dann auch noch ein Dimensionsriss die Fähigkeiten der betroffenen Helden verändert, scheint die Lage zu eskalieren …
Währenddessen macht sich Carlie Sorgen um ihre Beziehung zu Peter und begeht eine kleine Dummheit. Und ein bekannter Gegner läutet mit einem Experiment mit New York und seinen Bewohnern eine neue Zeit des Chaos ein, vor allem für den Netzschwinger …

Zombiepiraten voraus!!!

Zombiepiraten voraus!!!

Man merkt das Slott ein wahrer Kenner des Marvel Universums ist. Denn so oft, wie er Ereignisse aus der Vergangenheit der Protagonisten wieder hervorholt und damit neue und frische Storys kreiert, zeigt es sich einfach nur, wie viel Spaß der Mann an seinem Job hat. Auch wenn die Geschichte an sich ab dem ersten Drittel schon ein wenig vorhersehbar ist, ist es Unterhaltung und gute Laune pur. Sein Erzählstil ist spannend und humorvoll, denn an jeder Ecke wartet eine Pointe, auch wenn diese manchmal nur für Kenner der Materie erkennbar sind.
Weitaus weniger witzig ist der eigentliche Prolog zu Spider-Island, der so groß auf dem Cover beworben wird. Hier deutet sich schon an, wohin die Geschehnisse führen sollen. Dennoch kommen die Ereignisse aktuell noch zu kurz und stellen eher eine Art Appetitmacher dar.

Carlies kleine Dummheit kommt bei Peter gut an.

Carlies kleine Dummheit kommt bei Peter gut an.

Unterstützt wird Slott grafisch in der Hauptstory von Stefano Caselli, der einen sehr lockeren Grafikstil hat. Leider ist dieser aber, zumindest in dieser Ausgabe, ein wenig zu unspektakulär und auswechselbar. Oder einfacher gesagt. Es wirkt fast so als hätte irgendein unbekannter und zeichnerisch nicht gefestigter Künstler hier den Bleistift geschwungen. Da gibt es von Caselli weitaus bessere Arbeiten.
Wesentlich besser gefallen mir da schon die kurzen Intermezzos zum Spider-Island Prolog. Ersteres wird von Barry Kitson visualisiert und dieser hat einen ganz besonderen Stil, der ein wenig an die klassischen Horrorhefte aus den 60er Jahren erinnert. Das zweite Intermezzo wird von Lee Garbett umgesetzt, der ein wenig an Todd Nauck erinnert.

Die Sinistren Sechs gegen die Future Foundation.

Die Sinistren Sechs gegen die Future Foundation.

FAZIT:

Spider-Man #96 ist ein kurzweiliges und lustiges Abenteuer mit vielen Anspielungen auf die Vergangenheit der Fantastischen Vier, bei dem aber leider das auf der Titelseite groß beworbene „Spider Island“ viel zu kurz kommt. Selbst die Bezeichnung „Prolog“ ist für insgesamt nur vier Seiten übertrieben. Doch diese vier Seiten haben es dafür wirklich in sich. Wenn sich Spider Island so weiterentwickelt, dann freue ich mich wirklich darauf.

Die ersten Auswirkungen einer kommenden Epidemie.

Die ersten Auswirkungen einer kommenden Epidemie.

„Spider-Man #96“ bei Panini Comics bestellen.

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Venom Sonderband Nr. 1: Netz des Todes [Panini, März 2012]

Heute gibt es den ersten Band der neuen Venom-Serie mit Peters alten Freund und Kriegsveteran Eugene „Flash“ Thomspon. Mal sehen wie sich Flash als Spezialagent schlägt …

Venom Sonderband #1: Netz des Todes

Eugene „Flash“ Thompson ist der neue Venom. Er ist aber nicht wie seine Vorgänger, ein gnadenloser Mörder und Psychopath, gelegentlich mit einem Ehrenkodex versehen, sondern er ist Top-Secret Spion der Regierung. Im neuen Projekt Wiedergeburt wurde dem Kriegsveteran, der beide Beine im Einsatz verloren hat, der Symbiont übergeben. Oder zumindest zeitweise. Denn seine Symbiose mit dem außerirdischen Parasiten, darf maximal 48 Stunden dauern, da diese sonst unumkehrbar wird.
Unter diesen Voraussetzungen und strenger Kontrolle wird Flash nun in alle möglichen Krisengebiete geschickt, oder muss Aufträge von höchster Dringlichkeit erfüllen. Seien es Aufstände in Osteuropa, wertvolle Bodenvorkommen im Wilden Land oder Ärger direkt vor der Haustür in Form ekelhaft mutierten Freaks. Sogar auf sein Idol Spider-Man trifft der neue Geheimagent, aber so wie er es sich wünschen würde, läuft das Treffen leider nicht ab …

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Autor Rick Remender führt den neuen Venom auf einen frischen und sehr unterhaltsamen Weg. Gerade durch die Konstellation Flash/Venom und Peter/Spider-Man ergeben sich enorm viele Konftrontationsmöglichkeiten. Egal, ob im direkten Zweikampf als auch im privaten Bereich. Bezeichnend hierfür ist eben genau ein Bild, auf dem Flash und Peter auf einem Sofa sitzen, nachdem Betty wieder in Sicherheit ist, und sich hinter ihnen als Schatten ihre Alter Egos abzeichnen.
Ebenfalls sehr spannend ist die Tatsache, dass Flash immer nur maximal 2 Tage mit dem Symbiont verbunden sein darf, ohne dauerhafte Schäden zu riskieren, er aber diese Deadline regelmäßig überschreitet. Es wird schon spannend werden, ab wann dieses „Leben am Limit“ die ersten Ausfallerscheinungen hervorrufen wird.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Zeichnerisch unterstützt wird Remender hierbei von Tony Moore, der bereits mit Kirkman zusammen The Walking Dead auf den Weg gebracht hat. Er schafft es sowohl den menschlichen und verletzlichen Flash Thompson als auch den übermenschlichen, surrealistischen Kämpfer Venom überzeugend darzustellen. Dabei strotzen aber nicht nur die Figuren, sondern auch die Hintergründe nur so vor Details. Die Bilder sind dynamisch und die Anatomie stimmt ebenfalls. Das sind Fähigkeiten, die nicht mehr allzu oft aufeinandertreffen, denn oftmals sind die Zeichnungen zwar dynamisch, gehen aber zulasten des Körperaufbaus. Oder aber die Anatomie stimmt, und die Zeichnungen wirken zu statisch. Hier aber passt einfach alles und auch die Farbgebung fügt sich harmonisch zu einem stimmungsvollen Gesamtbild.
Für eine US-Ausgabe darf aber auch einmal Tom Fowler an den Zeichenstift. Sein Stil ist dabei etwas cartooniger als der von Moore und seine Striche sind etwas kräftiger, aber von der Dynamik nehmen sich beide Zeichner nicht viel. Außer das sein Venom wesentlich schräger aussieht und mehr von einem Monster hat, als Moores Version.

Venom in Action.

Venom in Action.

FAZIT:

„Venom Sonderband #1: Im Netz des Todes“ kann mich auf voller Linie überzeugen. Die Geschichten sind spannend und humorvoll, wissen mit den Zeichnungen und der Farbgebung, sowie Panelaufteilung und Seitenaufbau zu gefallen und unterhalten von Anfang bis Ende ohne Längen. Dennoch muss ich sagen, dass es keine Highlights sind. Sie wissen zwar ein klein wenig aus dem Einheitsbrei herauszustechen, aber leider nicht sehr weit.
Dennoch kann man den Band gerade Fans von Spider-Man und explosiver Agentenaction bedenkenlos empfehlen. Und das nicht nur, weil der freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft wohl mit Sicherheit regelmäßig vorbeischauen wird, und Flash des Öfteren den einen oder anderen Wohnblock durch seine Sturheit platt macht.

Action ohne Ende.

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