Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 4)

Weiter geht es mit den Reviews zu den Episoden sieben und acht der Serie Der utlimative Spider-Man. Diesmal zwar etwas später, als die letzten beiden Male, aber besser spät, als nie. 😉

MJ und Spidey. Seite an Seite.

MJ und Spidey. Seite an Seite.

Episode 7: Energie
(Exclusive)

Eigentlich wollte Mary Jane ein ganz besonderes und exklusives Interview mit Spider-Man machen, als der Hulk die halbe Stadt in Schutt und Asche legt. Doch wie sich schnell herausstellt, ist nicht der Hulk das Problem, sondern ein nicht sichtbares Energiewesen, welches ebenso gefährlich zu sein scheint, wie der Hulk. Mittendrin, in der ganzen Action, ist Mary Jane Watson mit ihrer Kamera und riskiert dabei ihr Leben für die Story, mit der sie einen Wettbewerb des Daily Bugle gewinnen möchte. Und so ganz nebenbei will sie noch beweisen, dass Spider-Man nicht das Monster ist, zu welchem ihn Jameson immer machen will …

Der Hulk richtet ziemlichen Schaden an.

Der Hulk richtet ziemlichen Schaden an.

Rasante Action und eine spannende Geschichte kennzeichnen diese neue Episode. Man könnte fast von spannungsgeladen sprechen, wenn Spider-Man und der Hulk gegen ein unsichtbares Energiewesen antreten müssen. Hierbei werden einige Erinnerungen an die frühe Animationsserie aus den 80er Jahren wach, als ebenfalls ein Energiewesen Spider-Man das Leben schwer machte. Damals war es noch Electro der zusammen mit dem Videoman in „Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde“ für Chaos sorgte. In dieser Folge gibt es nun gewisse Ähnlichkeiten. Hier tritt ebenfalls ein Trio dem Monster gegenüber. Aber diesmal sind es nicht Firestar und Iceman, sondern Hulk und Mary Jane, an Spider-Mans Seite. Und ich muss feststellen, dass auch dieses Mal die Konstellation mit zwei männlichen und einem weiblichen Darsteller gleich ausfällt. Dies zeigt erneut, das obwohl die Serie sehr wohl an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, die Macher auch immer wieder Kleinigkeiten einbauen, die man nur als langjähriger Fan von Spider-Man erkennen und verstehen kann. Dennoch bleibt die Serie auch für Neueinsteiger klar verständlich und unterhaltsam.

Irgendetwas stimmt hier nicht.

Irgendetwas stimmt hier nicht.

Besonders Positiv fällt diesmal der Blickwinkel auf. Oder wenn man in einer Animationsserie überhaupt davon sprechen kann, die Kameraführung. Denn dank der Aufmachung, die an den Science-Fiction/Katastrophen-Film Cloverfield erinnert, fühlt man sich auch als Zuschauer immer mitten im Geschehen. Anhand der Sichtweise durch Mary Janes Kamera wird man regelrecht in die Handlung gesaugt. Ständig in Bewegung und immer auf dem Sprung vor der nächsten Gefahr. Seite an Seite mit dem Helden der Serie, quer über sämtliche Häuserdächer. So wird bereits durch die Kameraperspektive und die Schnitte eine enorme Spannung aufgebaut. Dies zieht sich dann auch fast bis zum Ende. Und ab dem Moment, wo der Trick mit der Kamera nicht mehr zur Verfügung steht, greift die Dramatik um ein Menschenleben die bisherige Spannung auf und trägt Sie bis zum großen Finale.

Hulk im Kampf mit dem wahren Gegner.

Hulk im Kampf mit dem wahren Gegner.

FAZIT:

Nach den beide letzten, etwas schwächeren Episoden, überzeugt diese Folge wieder mit einer guten und spannenden Geschichte sowie einer dramatischen und überzeugenden Präsentation. Wie gewohnt kommt auch diesmal der inzwischen fest etablierte, aber manchmal etwas seichte, Humor nicht zu kurz. Des weiteren gibt es auch wieder einen Gastauftritt von Stan Lee, der in dieser Folge aber fast schon ein wenig übertrieben senil dargestellt wird, und somit etwas Out of Character erscheint. Die Episode thematisiert auch erneut den fast schon obligatorischen Kampf zwischen J. Jonah Jameson und Spider-Man um die Gunst der New Yorker Bürger und das Image des Helden in der Öffentlichkeit. Während ihn Jonah gerne als Gefahr darstellt, wäre Spidey lieber der Liebling der Stadt.

Energie kann in großen Mengen sehr gefährlich sein.

Energie kann in großen Mengen sehr gefährlich sein.

—————————————————————————————————————

Er ist da!!!

Er ist da!!!

Episode 8: Zurück in Schwarz
(Back in Black)

Spider-Man bekommt Konkurrenz. Dies mag an sich nichts Besonderes sein. Aber dieser neue Held ist Spider-Man! Noch ein Spider-Man? Und dazu noch in einem wesentlich cooleren und publikumswirksameren schwarzen Kostüm? Doch wer ist dieser neue und in allen Belangen bessere Spider-Man?
Wenig später kann es Peter kaum glauben, als sich sein bester Freund Harry Osborn als der neue Spider-Man in schwarzem Outfit herausstellt. Und dieser hat sich nicht einfach ein schwarzes Kostüm angezogen, um dem Netzschwinger Paroli bieten zu können, sondern Harry hat sich einen Rest des Venom-Kostüms, welches sein Appartement verwüstet hat, gesichert. Er hat es und mit ihm trainiert und danach in ein kleines Technikgadget gepackt, um so binnen Sekunden in sein neues Outfit schlüpfen zu können. Aber dieser Rest, dieses Etwas, hat noch immer sehr viel Macht und Harry beginnt sich zu verändern …

Kaum auf dem Schlachtfeld und schon der Liebling der Massen.

Kaum auf dem Schlachtfeld und schon der Liebling der Massen.

Mit diesem Episoden-Titel wird direkt Bezug auf die inzwischen fast schon klassische Storyline „Back in Black“ aus der Comicserie genommen. Diese begann kurz nach dem Civil War und führte in den bei den Fans umstrittenen „Brand New Day“. Fast schon nebenbei wird ebenfalls die Demaskierung aus dem Civil War thematisiert. Doch anders als in den Comics wird hier der Humor wesentlich stärker in den Vordergrund gerückt. Die möglichen Gefahren, welche durch die Demaskierung für Peter, seine Freunde und seine Familie, entstehen könnten, werden fast schon übetrieben ins Lächerliche gezogen. Für Fans und Kenner ist dies schon sehr enttäuschend. Dafür wird aus dem Venom aus der vierten Episode endlich der Venom, den die Comicleser schon länger kennen. Sehr seltsam mutet dagegen der Dr. Octopus dieser Animationsserie an, der sich noch nicht richtig an irgendeine Comicversion anlehnen lässt. Denn dieser ist weder wie der klassische Otto Octavius, noch wie der, der zuletzt in den deutschen Ausgaben von sich reden machte, und mehr tot als lebendig war. Auch der Person aus dem ultimativen Comicuniversum gleicht sie kein Stück, und so stellt sich die Frage ob der Zuschauer hier vielleicht eine neue Inkarnation des ewigen Kontrahenten von Spider-Man erleben kann.

Peter kann nicht tatenlos zusehen.

Peter kann nicht tatenlos zusehen.

An Dramatik hat auch diese Folge wieder einiges zu bieten. Dennoch bleibt sie hinter der direkt vorangegangenen Episode ein wenig zurück. Sie ist aber immer noch besser, als die Folgen von letzter Woche. Jedoch es gibt auch etwas, was sie der siebten Folge voraushat. Sie hat storytechnisch mehr Tiefgang und arbeitet das durchaus schwierige Verhältnis zwischen Harry und seinem Vater weiter aus. Die Tatsache, dass Harry immer wieder um die Gunst seines Vaters buhlen musste, führte bereits in den Comics zu sehr dramatischen Handlungsbögen, im Verlaufe dessen Harry nicht nur geisteskrank, sondern auch drogensüchtig wurde. Ich bin gespannt, inwieweit die Autoren hierauf ebenfalls zurückgreifen werden. Potenzial hatten diese Geschichten damals schon und davon ist bis heute nichts verflogen. Das Setting ist wieder, genau wie in der Folge mit dem ersten Auftritt von Venom, wesentlich düsterer ausgefallen. Passend natürlich nicht nur zum Gesundheitszustandes des Helden, der mit einer massiven Grippe zu kämpfen hat, sondern auch zur Stimmung von Spider-Man, der seine Zukunft gegenüber dem neuen Spider-Man, sprichwörtlich schwarz sieht.

Das passiert, wenn man seine Geheimidentität aufgibt.

Das passiert, wenn man seine Geheimidentität aufgibt.

FAZIT:

Diese Folge weiß vor allem Comickenner zu überzeugen. Mit sehr vielen Anspielungen an die Comicgeschichte des Helden werden Fans geradezu in Entzückung versetzt. Dennoch kann die Handlung auch ohne diese Kenntnisse voll und ganz überzeugen, da sie in sich stimmig, glaubhaft und spannend dargestellt und präsentiert wird. Die jüngeren Fans werden vor allem ihre Freude an dem niesenden und herum“rotzenden“ Helden haben, der sich dem bösen schwarzen Monster entgegenstellt und am Ende trotzdem als strahlender Sieger hervorgeht.

Spidey und Venom im dramatischen Kampf.

Spidey und Venom im dramatischen Kampf.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 3)

Nach der gestrigen Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview, folgt heute die Review zu den Episoden 5 und 6 von Der ultimative Spider-Man …

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Episode 5: Iron Spider
(Flight of the Iron Spider)

Tony Stark ist seit seinem Auftreten als Iron Man Peter Parkers Idol. Umso erfreuter ist Spider-Man, als er von ihm einen neuen Anzug erhält. Dieser ist nicht nur mit allerlei technischem Schnickschnak ausgerüstet, sondern steigert auch noch Peters Ego ins Unermessliche. Mit dem neuen Iron Spider-Anzug fühlt sich Peter sofort unbesiegbar. Das einzige Problem liegt darin, dass er mit der neuen Rüstung nicht wirklich zurechtkommt und so mehr Gefahr als Hilfe ist. Jedoch nicht nur für sich selbst, sonder vor allem für seine Freunde wird er so zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Als dann auch noch der Living Laser auftaucht, und dank seiner Fähigkeit zuerst von Spider-Mans neuem Anzug und danach von Iron Mans Anzug die Kontrolle übernimmt, beginnt es chaotisch zu werden. Nun muss Peter sich entscheiden. Schafft er es, den Feind in der Rüstung seines Idols auch ohne die technischen Spielereien zu überwältigen, oder wird unterliegen und möglicherweise vor seinem Idol das Gesicht verlieren …

Auftritt, Iron Man.

Auftritt, Iron Man.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Details aus der Comickarriere von Spider-Man inzwischen ihren Weg in die Animationsserie gefunden haben. Nicht nur die neue Rüstung findet ihren Platz, sondern auch die kleinen Gags wie der kurze Auftritt von Spider-Ham oder der Marvel Superhero Squad. Man merkt, dass die Macher der Serie sich im Spider-Man Comic-Kosmos sehr gut auskennen und es wirkt immer wieder so, als würden sie bei der Umsetzung in die Animationsserienwelt eine Menge Spaß zu haben. Dies spürt man in fast jeder Szene. Jedoch gibt es auch etwas zu bemängeln. So bleibt die Handlung eher flach und wird mit imposanten und ausufernden Actionszenen kaschiert. Es wird wenigstens versucht. Selbst wenn die Serie an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, so enttäuscht die Zusammensetzung dieser Episode sehr. Die Moral dieser Folge scheint wiederum für ein noch seichteres Publikum erdacht worden zu sein. Denn wie sollte man es sonst erklären, wenn fast schon mit dem Holzhammer darauf hingewiesen wird, dass man sich nicht nur auf die Technik, sondern auch seinen eigenen Verstand verlassen soll.

Der ultimative Spider-Ham!!! :D

Der ultimative Spider-Ham!!! 😀

Animationstechnisch gibt es nur wenig zu beanstanden. Die Serie ist im Charakterdesign sehr stilsicher und ermöglicht selbst langjährigen Comiclesern bekannte Figuren schnell und einfach wiederzuerkennen. Auch ohne Rüstung oder Nennung der Namen. Ein weiterer Pluspunkt ist der Wiedererkennungswert aus Sicht der Avengers-Kenner. Denn selbst wer erst durch die Animationsserie „Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ auf den ultimativen Spider-Man aufmerksam wird, findet sich sofort unter den Figuren zurecht. Negativ hingegen fällt, zumindest in dieser Episode, der übertriebene Einsatz von Spezialeffekten, wie Laser oder Repulsorstrahlen, auf. Ebenfalls gibt es übermäßig oft große und leuchtende Explosionen. Daher stellt sich schon nach wenig Szenen eine Übersättigung ein.

Feuer aus allen Rohren.

Feuer aus allen Rohren.

FAZIT:

Zwar bietet sich dem Zuschauer erneut eine kurzweilige Episode, welche aber lange nicht so überzeugen kann, wie noch die ersten vier Folgen. Fast schon scheint sich auf beiden Seiten eine leichte Ermüdung einzustellen. Schuld daran ist die sehr dünne Handlung. Der Humor spielt zwar in dieser Folge ebenfalls wieder eine größere Rolle, aber insgesamt fallen die Szenen spärlicher und weniger überzeugend aus. Vor allem aus Sicht der neuen Zuschauer, da viele Gags erst richtig zünden, wenn man Spider-Man schon eine Weile verfolgt. Dies kann man, wenn man es positiv betrachten will, als Fanbonus ansehen, hinterlässt aber dennoch einen schalen Beigeschmack. Daher kann ich persönlich nur hoffen, dass diese Episode eine kurzzeitige Flaute darstellt und die Qualität und Ausgewogenheit in der nächsten Folge wieder ansteigt. Für langjährige Kenner der Comics ist die Folge leider nur Mittelmaß, aber die angestrebte Zielgruppe wird sicherlich ihren Spaß haben.

Der neue Anzug macht schon was her.

Der neue Anzug macht schon was her.

——————————————————————————————————-

Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Episode 6: Taskmaster
(Why I Hate Gym)

Schon wieder einmal versucht Dr. Octopus, im Auftrag von Norman Osborn, das Geheimnis von Spider-Man zu ergründen. Erneut findet diese Aktion an der Midtown High statt. Und zum wiederholten Male bringt er dadurch Normans Sohn, Harry, in Gefahr. Dieses Mal soll der Taskmaster die ausführende Hand sein. Hierfür schaltet dieser zuerst den Sportlehrer der Schule aus, nur um dann als Vertretungslehrer dessen Platz einzunehmen. Er versucht im Sportunterricht die Fähigkeiten der Schüler zu ermitteln, in der Hoffnung, dass sich einer von ihnen Spider-Man als Spider-Man entpuppt. Doch Peter weiß seine Fähigkeiten zu verbergen, auch wenn seine Teamkollegin Ava Ayala, alias White Tiger, dies nicht so recht verstehen mag. Immerhin macht sich Peter hierfür dümmer und tollpatschiger, als es in ihren Augen nötig ist. So kommt es, dass Talkmaster drei Schüler in die engere Wahl zieht. Diese sind Harry Osborn, Flash Thompson und Daniel Rand, auch bekannt als Iron Fist. Als jedoch am nächsten Tag ein weiteres Treffen der möglichen Spider-Men unter der Leitung von Taskmaster stattfinden soll, und Ava heimlich daran teilnehmen möchte, ist die Schule verriegelt und mit Hochspannung abgesichert. Daraufhin macht sich White Tiger zusammen mit Spider-Man auf, das Geheimnis zu ergründen …

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Was mir als Fan sofort auffällt, ist, dass Stan Lee endlich wieder einen Auftritt in der Serie hat. Ganz ehrlich. Ich mag diesen liebenswerten alten Märchenonkel. Er ist so etwas wie die Seele von Marvel Comics gewesen. Und noch immer ist er eine Art Botschafter des Hauses der Ideen. Wenn es nach mir ginge, könnte er ruhig immer wieder einmal als Running Gag am Rande auftauchen. Erst recht dann, wenn er so witzige Anmerkungen zum Thema Spider-Man macht, die vor allem Fans und Kennern auffallen werden. Dem entgegen steht die insgesamt sehr enttäuschende Geschichte. Schon wieder einmal wird Harry Osborn in Gefahr gebracht und erneut wird die Handlung an die Schule verlegt, weil dort möglicherweise Spider-Man in seiner bürgerlichen Identität agieren könnte. Somit ist dieser Handlungsbogen leider nichts Neues und wurde dazu noch nur mäßig umgesetzt. Die Folge wird erneut alleine durch den Humor getragen, was aber insgesamt viel zu wenig ist, um auf Dauer zu fesseln.

Stan Lee findet die Idee von einem "unglaublichen Spider-Man" sehr faszinierend.

Stan Lee findet die Idee von einem „unglaublichen Spider-Man“ sehr faszinierend.

Nachdem in der letzten Folge ein übertriebenes Effektfeuerwerk abgebrannt wurde, geht es in diese Episode etwas ruhiger zu. Dafür stehen die diversen visuellen Gags und Slapstickeinlagen wieder höher im Kurs. Was mir persönlich aber wirklich gefehlt hat, war die Dynamik in den Kampfszenen. Da hier erneut vermehrt Martial Arts statt explosiver Action geboten wird, wären dynamischere Perspektiven und Kamerafahrten, wie sie in der Folge mit Venom ihren Einsatz fanden, ein echtes Highlight gewesen. Denn wenn man sich als Zuschauer direkt in den Kampf hineingezogen fühlt, dann ergibt sich ein ganz anderes Feeling. Dadurch entsteht eine direkte Einbindung in das Geschehene und man ist nicht mehr nur der Beobachter.

Ist Flash Thompson Spider-Man?

Ist Flash Thompson Spider-Man?

FAZIT:

Diese Episode stellt leider die bisher schwächste Folge der Serie dar. Daran können auch Stan Lees Auftritt und die vielen kleinen visuellen Gags nichts ändern. Am Ende bleibt nicht viel in übrig, woran man sich erinnern könnte. Zu sehr ist handlungstechnisch alles schon einmal da gewesen, auch innerhalb dieser Serie. Ebenfalls negativ wirkt sich die fehlende Dynamik in der Folge aus. Der Zuschauer ist und bleibt, die gesamte Episode lang ein Beobachter er von außen zusieht. Dass dies besser geht, hat die Episode mit dem ersten Auftreten von Venom gezeigt, in der man förmlich in die Geschehnisse durch den Blickwinkel eingebunden wurde. Leider setzt sich der Trend, welcher in der vorangegangenen Episode begann hier fort und die Qualität ist alles andere als überzeugend. Sollte den Machern der Serie etwa schon die Energie ausgehen?

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Weitere Reviews zur fünften und sechsten Folge gibt es auch bei Crayton.

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 2)

Das Team in aller Pracht.

Das Team in aller Pracht.

Lang, lang ist es her, dass die erste Review zu dieser Serie online gegangen ist. Doch seit dem 3. März läuft der ultimative Spider-Man nun regelmäßig, jede Woche in Doppelfolgen. Und hier ist die Review zu den Episoden 3 und 4 …

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Folge 3: Verdammnis (Doomed)

Nur weil Spidey und Nova mal wieder einen ihrer Kleinkrieg untereinander austragen mussten, in dem jeder sein eigenes Ego aufpolieren will, wurde der Trainingsraum ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch hat das junge Team an Helden, rund um Spider-Man, Nova, Power-Man, Iron Fist und White Tiger im S.H.I.E.L.D.-Helicarrier, Hausarrest. Doch damit will sich die Heldengruppe aus lauter Einzelgängern nicht abfinden. Sie wollen beweisen, dass sie auch klug und heldenhaft handeln können. Deshalb entschließen sie sich, einen Schurken zu fangen und bei S.H.I.E.L.D. abzuliefern. Doch leider fällt die Wahl auf Dr. Doom und damit beginnt ein riesengroßes Problem.
Zwar schaffen sie es Doom zu überwältigen, aber als sie ihre Trophäe im Helicarrier präsentieren wollen entpuppt sich diese als Doom-bot. Und nun geht der Ärger erst richtig los. Denn die Doom-bots wollen den Helicarrier lahmlegen. Und Spidey und Nova bekommen es einfach nicht auf die Reihe zusammenarbeiten. Schaffen es die beiden doch noch ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen …?

Spidey und Nova im Duell.

Spidey und Nova im Duell.

Wieder einmal wird die Folge hauptsächlich durch ihren Humor am Leben gehalten. Man merkt stark, dass die Serie für eine jüngere Zielgruppe konzipiert ist. Dennoch muss ich auch sagen, dass sie dadurch genau die Leichtigkeit besitzt, welche die frühen Abenteuer der klassischen Comicserie ausgezeichnet hat, und die auch zu Beginn der Ultimate Spider-Man-Comicserie das Bild prägte. Immer wieder eingestreute Slapsticks und Wortwitze lockern damit die an sich sehr kurzweilige und actionreiche Story auf. Nicht jedoch, ohne dabei die Moral zu vergessen. Denn am Ende wird, wie es bei Konzepten dieser Art üblich ist, eine lehrreiche Erkenntnis präsentiert. In diesem Fall die, dass Teamarbeit nicht nur Spaß machen kann, sondern auch wesentlich einträglicher ist, als immer nur sein eigenes Ego in das Rampenlicht zu rücken.

Wer von den beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Wer von den Beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Animationstechnisch gibt es nichts auszusetzen. Der Stil bleibt sich selber treu und ist, wie schon in den ersten beiden Episoden bewusst jugendlich und überdreht, passend zur Zielgruppe der Pre-Teenager, gewählt. Slapstick wird groß geschrieben und sich wiederholende Zwischensequenzen, in denen Spider-Man zum Beispiel mit einem Jetpack durch die Stadt fliegt, sollen Running Gags etablieren. Leider fehlt in dieser Episode Stan Lee als Hausmeister. Dieser hatte in den ersten beiden Folgen seinen Einstand. Der Einsatz von CGI-Grafiken hält sich hier erfreulich dezent im Hintergrund, so dass alles in sich stimmig und „rund“ wirkt.

Doom empfängt unsere Helden.

Dr. Doom empfängt unsere Helden.

FAZIT:

Episode 3 setzt storytechnisch da an, wo die Zweite geendet hatte. Sie bringt wieder kurzweilige Action, Moral und sehr viel frischen Humor. Wer mit Spidey aufgewachsen ist, der wird immer wieder kleine Hinweise am Rand entdecken. Und allen, die mit dieser Serie in das Marvel Universum einsteigen, wird eine einsteigerfreundliche Folge geboten, die mit ihren verwendeten Zutaten einfach alles richtig macht. Vorausgesetzt, man kommt mit dem typischen Humor der Serie zurecht.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Und weiter geht es auch gleich mit der vierten Folge der neuen Spider-Man Animationsserie …

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Folge 4: Venom (Venom)

Ein seltsames Tentakelmonster verfolgt unseren allseits beliebten Helden aus der Nachbarschaft und jagt ihn quer durch die U-Bahn-Schächte New Yorks. Aber Spidey schafft es, ihn auszuschalten, ohne zu wissen, weshalb er zur Zielscheibe wurde. Wie Peter später erfährt, sollte ihm in dem Kampf nur eine Blutprobe entnommen werden. Und mithilfe dessen wurde ein neues Wesen kreiert, welches über die gleichen Kräfte, wie Spider-Man verfügt.
Dieses neue Wesen verbindet sich auf einer Party von Harry Osborn auch sogleich mit Flash Thompson und erschafft somit Venom. Einen nicht zu unterschätzenden Gegner, der auch noch von Wirt zu Wirt springen kann, was für einen anstrengenden Kampf sorgt …

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Im Gegensatz zur vorangegangenen, dritten Episode, kommt diese schon wesentlich ernster daher. Nicht nur, dass die Freundschaft zwischen Peter und Harry auf der Kippe steht, auch das Auftauchen eines neuen Gegners, Venom, sorgt für eine deutlich düstere Atmosphäre. Von Beginn an wird klar gemacht, dass Venom eine weitreichende Gefahr darstellt, die sich nicht mit Witzen und flapsigen Sprüchen wegwischen lässt.
Auch werden immer weiter die Pläne offenbart, die Norman Osborn und Doctor Octopus im Hintergrund zu spinnen versuchen. Einzig die ständigen Gefahrensituationen, in die Norman seinen Sohn Harry bringt, sind langsam etwas ermüdend und unglaubwürdig. Ich hoffe, dass sich dies nicht weiter fortsetzt.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Während die dritte Folge noch mit dezenten CGI-Animationen überzeugte, war der Computer hier wieder vermehrt im Einsatz. Jedoch nicht um tolle Technikmodelle zu kreieren, sondern um die Kamerafahrten und Perspektiven möglichst flüssig und außergewöhnlich umzusetzen. Natürlich kommen auch die Technikspielereien, wie Doc Ocks Tentakel, oder sein Tentakelmonster, welches verblüffende Ähnlichkeit mit den Kreaturen aus Matrix aufweist, nicht zu kurz. Und auch der Humor wird wieder, wenn auch dezenter, mit eingebracht. Aber ein Spidey mit zerflederter Hose ist einfach zu witzig. Wenngleich ich nicht verstehe, weshalb man dies verpixeln muss. Auch wenn dies oftmals ein stilistisches Hilfsmittel ist, so wirkt es hier wie etwas Anzügliches und Verbotenes, was es aber effektiv nicht wirklich ist.
Insgesamt passt der dunklere Farbstil in dieser Folge sehr gut zur Thematik und den Ereignissen samt Gegner. Daher ergibt sich auch visuell ein etwas ernsterer Grundtenor, der durch die Handlung mit der angeknickten Freundschaft nochmals verdeutlicht wird.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

FAZIT:

Auch Folge 4 kann mit ihrem etwas anderen Stil überzeugen. Es ist die perfekte Möglichkeit, nach dem Etablieren der Hauptcharaktere, das Tempo ein wenig aus der Serie zu nehmen, um auch wichtigere Handlungsbögen zu beginnen. Schade ist auch diesmal, dass Stan Lee erneut nicht aufgetreten ist. Dieser hat nach seiner Auszeit in der dritten Folge auch in dieser Episode keinen Fuß in die Tür bekommen, um sich zu einem möglichen Running-Gag zu etablieren. Das man dennoch nicht ganz auf den typischen Humor verzichten muss zeigt, dass die Macher der Serie sich und dem Konzept treu bleiben wollen. Wenn die Köpfe hinter der Serie mit dem Elan und diesem Engagement weitermachen, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Ich persönlich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf die nächsten beiden Episoden am nächsten Sonntag, wieder auf Super RTL.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 1)

Am 1. April diesen Jahres war es endlich soweit. Auf dem amerikanischen Sender Disney XD ging die neueste Zeichentrickversion von Spider-Man online. Und der Name sollte Programm sein. Ultimate Spider-Man hieß es, und anders als es zuerst wirkt, ist nicht der ultimative Spider-Man aus den Comics das Vorbild der Serie, sondern der klassische Peter Parker, der nun angesiedelt im neu geschaffenen Marvel Movie Universe ultimativ werden soll. Zusammen mit einem schwarzen Nick Fury, Agent Phil Coulson und vielen anderen bereits etablierten Charakteren, soll Spider-Man wenigstens animiert in dieses Universum integriert werden.

Die Wand der Schande…

Doch warum dann nicht auch als Realfilm?

Die Antwort ist einfach. Als es Marvel um die Jahrtausendwende finanziell nicht so gut ging, wurden einige der Hauseigenen Figuren, zumindest die Filmrechte daran, sozusagen außer Haus verkauft. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Eine Spider-Man Trilogie, vier X-Men Filme, ein Hulk, die Blade Trilogie, Daredevil, Elektra, zwei Fantastic Four Filme und der Punisher waren das Ergebnis. Während nun einige dieser Figuren nun wieder zu Marvel zurückkehren, darf Spidey noch nicht wieder heim. Der Grund ist eine Regelung. Wenn mit einem Charakter über eine gewisse Zeit kein Film gemacht wird, fallen die Filmrechte daran an den ursprünglichen Rechteinhaber zurück. Dies betrifft aktuell Daredevil, aber nach dem doch nicht so unerfolgreichen Amazing Spider-Man wird wohl der Netzschwinger nicht im Marvel Movie Universe auftauchen. Zumindest nicht ohne Zustimmung von Sony.

Spidey schwingt durch die Stadt.

Und hier kommt die Animationsserie ins Spiel. Denn innerhalb dieser darf Spider-Man sehr wohl eingegliedert werden. Warum ich Euch das alles mitteile?
Ganz einfach.
Um Euch heiß auf die kommenden Reviews der ersten beiden Episoden zu machen. Also, nix wie los!

Episode 1: Das Angebot (Great Power)

Spider-Man muss sich wohl oder Übel seiner Verantwortung stellen. Er muss den Trapster dingfest machen. Und irgendwie schafft er das auch. Immerhin ist dies nicht sein erstes Aufeinandertreffen und nach einem Jahr mit Spinnenkräften geht es auch erfolgreich für ihn aus.
Doch Nick Fury ist alles andere als begeistert, denn Spidey hat einen ganzen Haufen Kollateralschäden verursacht. Also schlägt er dem ungestümen und jungen Helden vor, sich von S.H.I.E.LD. ausbilden zu lassen. Als kleine Entscheidungshilfe gibt es auch gleich ein Technikgadget in Form einer neuen Netzdüse mit Zielfunktion. Aber Spider-Man ist sich nicht sicher …

Trotz der ganzen technischen Spielereien ist Spider-Man nicht so recht überzeugt.

Der freundliche Netzschwinger von nebenan startet neu durch und Marvel ist von Anfang an mit dabei. Hier merkt man jetzt, das die „Fusion“ mit Disney auch seine Vorteile haben kann. Denn der ultimative Spider-Man profitiert mächtig von der Erfahrung und den Finanzen des Großkonzerns. Denn neben dem notwendigen Geld liefert Disney auch die hilfreichen Ideen bekannter Köpfe mit. Niemand Geringeres als Animationslegende Paul Dini, der schon für Warner an den Tiny Toons und den DC Animated Universe Serien beteiligt war, soll denn Netzschwinger für Marvel neu erschaffen. Als unterstützender Autor muss Marvels ultimative Waffe ran. Brian Michael Bendis, der mit der Comicserie Ultimate Spider-Man schon ein Meisterwerk der modernen Comicliteratur geschaffen hat.

Flash nimmt Platz an der Stelle, wo er sonst immer Peter einsperrt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der ultimative Spider-Man ist vor allem eines. Witzig! Aber dies ist auch gleich eines der größten Mankos. Zwar ist der Humor durchaus gelungen, aber dadurch fehlt der Serie auch ein wenig der notwendige Ernst, vor allem was das Thema Verantwortung betrifft. Denn auch wenn es sich um einen Cartoon für die jüngere Zielgruppe handelt, ist doch gerade das Thema Verantwortung ein zentrales Element rund um die Figur Spider-Man. Zwar hört man hier und da mahnende Worte, aber man hat immer das Gefühl, dass Peter Parker das Leben nicht so ernst nimmt. Doch wenn Dini und Bendis dies gut anstellen, worauf ja insgeheim noch hoffe, dann kann die Serie mit der richtigen Mischung so gut werden, wie Batman Animated in den Neunziger Jahren für DC. Produziert wird die Serie von der Gruppe „Man of Action“ die aus Duncan Rouleau, Joe Kelly, Joe Casey und Steven T. Seagle besteht und bereits für die Erfolgsserie „Ben 10“ verantwortlich sind.

Spidey zwischen zwei Heldenikonen.

Ein Punkt, der ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der fest eingebaute Cameo, oder besser gesagt die Nebenrolle, von Stan dem Hausmeister, der von niemand anderem als Stan Lee verkörpert und auch gesprochen wird. Die Ikone von Marvel Comics, will es sich einfach nicht nehmen lassen, bei seinen „Kindern“ immer wieder dabei zu sein, wenn diese den Weg ins TV oder auf die große Leinwand schaffen.

Thwipp, Thwipp…

Episode 2: Große Verantwortung (Great Responsibility)

Durch die Ereignisse am Vortag, an denen drei der furchtbaren Vier, auf Peters Schule Unfrieden gestiftet haben, wurde Harry verletzt und musste dadurch ins Krankenhaus. Daraufhin entscheidet sich Spider-Man nun doch für ein Training bei S.H.I.E.L.D. Aber Peter weiß nicht, worauf er sich eingelassen hat. Schon die erste Übungseinheit, um Spider-Mans Kampferfahrung zu testen, läuft alles andere als siegreich ab, auch wenn Peter es schafft, seine Kontrahenten auf die Matte zu legen.
Was er jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist das Er von S.H.I.E.L.D. und insbesondere von Nick Fury, nicht als Einzelkämpfer angeworben wurde, sondern das der freundliche Netzschwinger von nebenan, Teil eines neuen Superheldenteams werden soll, das den Avengers nacheifert.

Die Furchtbaren Vier in der Midtown High.

Das Auftauchen oder die Einbindung von Spider-Man in ein Team ist nicht neu. Bereits in den achtziger Jahren war Spidey mit Firestar und Iceman als Superheldentrio unterwegs. Und das nicht gerade erfolglos. Auch in den Comics ist Spider-Man nun schon seit einigen Jahren ein Teamplayer. Zeitweise sogar in drei Teams gleichzeitig.
Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Spidey im Marvel Movie Universe, ebenfalls Teamkameraden zur Seite gestellt bekommt. Dies geschieht auch auf sehr witzige Art und Weise und auch die Verantwortung kommt nun ein Stück mehr zum Tragen. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, das Spidey eine Art Mentor für das Team ist.

Die erste Kampfprüfung!

Nachdem ich bei der ersten Episode auf die Macher der Serie eingegangen bin, wollte ich mich diesmal den Sprechern widmen. Hauptsächlich möchte ich natürlich die beiden wichtigsten Charaktere der ersten beiden Episoden ins Rampenlicht rücken.
Im Original leiht Drake Bell dem freundliche Netzschwinger seine Stimme. Drake ist unter anderem als Schauspieler aus Serien, wie „Hör mal wer da hämmert“ oder ganz besonders „Drake & Josh“ bekannt. Auch in Filmen durfte er bereits auftreten. Zu den bekanntesten gehören hierbei „Jerry Maguire“ und „Superhero Movie“. Außerdem ist Drake erfolgreicher Musiker und hat bereits 10 Singles und 2 Alben veröffentlicht. Für die deutsche Stimme zeichnet Nico Sablik verantwortlich, der vielen vor allen als deutsch Stimme von Harry Potter bekannt sein dürfte. Doch auch als Spider-Man hat er als Synchronstimme für Andrew Garfield bereits Erfahrungen sammeln dürfen.

Uncle Sam, äh… Nick Wants Spider-Man.

Die zweite Person, deren Stimme ich vorstellen möchte, ist niemand anderes als Mister Superspion, Nick Fury. Dieser wird nämlich im US-Original nicht von seinem Filmvorbild Samuel L. Jackson gesprochen, sondern von Chi McBride. „Chi McWER?“ werden nun einige von Euch sich fragen. Chi ist ein erfolgreicher Schauspieler und ist bereits in vielen Filmen aufgetreten. Als bekannteste seien hier nur „I, Robot“ und „Nur noch 60 Sekunden“ genannt. Doch den meisten wird er wohl in seinen Rollen als Emerson Cod aus „Pushing Daisies“ oder als Detective Laverne Winston aus „Human Target“ bekannt sein. In Deutschland haben wir es da ein wenig besser. Denn die deutsche Stimme von Nick Fury gehört niemand anderem als Engelbert von Nordhausen, der sich bereits als Synchronstimme von Samuel L. Jackson etabliert hat. Doch auch Bill Cosby und Gene Hackman, hat der sympathische Wahlbrandenburger bereits seine Stimme geliehen. Neben dem Synchronsprechen ist der leidenschaftliche Theaterschauspieler auch in diversen Gastrollen wie zum Beispiel bei „Praxis Bülowbogen“ oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zu sehen gewesen.

Das neue Team rund um Spider-Man.

FAZIT:

Der ultimative Spider-Man ist leider noch nicht der Hit, der er sein könnte. Doch mit sehr viel Humor und unterhaltsamen Storys kann die Serie bereits überzeugen. Die kleinen Slapstickeinlagen lockern das gesamte Geschehen wunderbar auf und auch die Verbindung klassischer zweidimensionaler Bilder mit computergenerierten 3D-Bildern erfreuen das Auge. Die Sprecher liefern sehr gute und vor allem kompetente Arbeit ab, die auch mit den entsprechenden Emotionen in der Stimmlage punkten.

Stan der Hausmeister im Kampf mit seinem Besen.

Aber man muss, auch als ganz großer Spider-Man-Fan, anerkennen, dass hier noch sehr viel Potenzial nach oben ist, das in der zweiten Staffel unbedingt ausgeschöpft werden sollte, wenn man die Serie nicht wieder nach wenigen Folgen in die Tonne treten möchte. Doch mit Disney als erfahrenem Konzern im Bereich Animation, denke und hoffe ich doch, dass die Chancen hierfür nicht so schlecht stehen.

Olé…