Review Kurzüberblick (28) [Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles Adventures & Akte X/30 Days of Night]

Nach einer kleinen Weile geht es heute mal mit einem Crossover-Special im Rahmen des Review Kurzüberblicks weiter. Zum einen treffen erneut die Teeneage Mutant Ninja Turtles auf Batman und seine Bat-Familie, allerdings sind es diesmal die Animated-Welten, die miteinander Bekanntschaft machen. Und das andere Crossover wird blutig und mysteriös, als sich die Akte X-Agenten Mulder und Scully in den hohen Norden begeben und dort auf Steve Niles Vampire aus „30 Days of Night“ treffen …

Comic Review Kurzüberblick

Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles Adventures [Oktober 2017]

Autor: Matthew K. Manning
Zeichner: Jon Sommariva
Format: Softcover
Umfang: 148 Seiten
Inhalt: Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles Adventures (2016) 1-6
Verlag: Panini Comics
Preis: 16,99 Euro

Eine ganze Reihe Schurken ist aus dem Arkham Asylum entkommen, und keiner weiß, wie sie es geschafft haben. Der einzige Hinweis, den Batman findet, ist eine merkwürdige Substanz, in Form eines Dreiecks, an der Wand von Harvey Dents Zelle. Außerdem scheinen mysteriöse in Schwarz gekleidete Ninjas Gotham City regelrecht zu überrennen. Unterdessen taucht in der Kanalisation New Yorks Clayface auf und liefert sich einen Kampf mit den Turtles, während Shredder Bekanntschaft mit dem Joker und seiner Freundin Harley Quinn macht. Stecken etwa die Kraang hinter diesen seltsamen Zwischenfällen?

Bereits im August habe ich im Review Kurzüberblick in einer Art Crossover-Special, die Turtles auf zwei andere Ikonen treffen lassen. Neben den Ghostbusters, war es damals auch das erste Aufeinandertreffen mit dem Mitternachtsdetektiv. Doch während dieses in der „regulären“ Comicserie stattfand, schickt Autor Matthew K. Manning diesmal die beiden Animated-Versionen auf ein gemeinsames Abenteuer. Was liegt näher, als die Inkarnationen der 90er Jahre Batman-Animationsserie mit den 2012er Turtles zu kombinieren, wenngleich hier eine klassische animierte Zeichentrickwelt, auf moderne CGI-Kunst trifft. Die Idee klingt ganz gut und auch die Umsetzung kann sich durchaus lesen lassen. Eine relativ einfache Idee erschafft hier eine spannende Geschichte, die aber leider mit einem kleinen Manko zu kämpfen hat. Die im Original auf sechs Hefte angelegte Miniserie hat einen Haupthandlungsbogen, der sich jedoch nur über die ersten fünf Ausgaben erstreckt. Bis hierhin ist alles auch ganz unterhaltsam. Doch das sechste Kapitel, welches eine Art Epilog darstellen soll, wirkt unfertig und gehetzt. Zwischen dem fünften und sechsten Kapitel ist einige Zeit ins Land gegangen, was im ersten Moment ein wenig für Verwirrung sorgt, weil es nirgends erwähnt wird. Aber, für sich alleine und als Ergänzung, ist dieser „Epilog“ durchaus gelungen. Allerdings, so ist meine Empfehlung, wäre eine kurze Pause zwischen den Kapiteln angebracht, da man sonst derart im Lesefluss ist, und eine direkte Fortsetzung erwartet, dass es schon fast wie ein Bruch in der Erzählstruktur anmutet.
Zeichnerisch zeigt sich der Australier Jon Sommariva, aka Red-J von seiner besten Seite. Bereits Ende 2002 erschien eine von ihm gezeichnete Geschichte, die von Chris Eliopolus verfasst wurde, in Star Wars Tales Nummer 14. Inzwischen hat der seit Kurzem 40-Jährige (er hatte am 22. November Geburtstag) seinen Animated-Style perfektioniert und nicht nur alle 14 Cover der IDW-Serie „Teenage Mutant Ninja Turtles Amazing Adventures“ gestaltet, sondern auch noch an Dark Horses „GoBoy7“ und Images „Gemini“ mitgewirkt. Und ja, seine actionreichen Zeichnungen passen einfach perfekt. Dass er auch gleich noch etwas Erfahrung bei den Turtles mitbringt und selbst Batman und seine Mitstreiter so gut trifft, dass man fast glauben könnte eine Zeichentrickserie zu schauen, rundet das Gesamtbild zusätzlich ab.

Auf den ersten Blick mutet der Band an, als wäre er für die kleinen Leser gemacht. Der Stil, die Verarbeitung als Softcover mit etwas größerem Umschlag, als der eigentliche Buchblock und auch die gesamte Optik. Doch schon nach wenigen Seiten zeigt sich, dass der äußere Anschein täuschen kann. Zwra werden auch die kleineren ihre Freude an dem Band haben, meiner Empfehlung frühestens ab 6 Jahre, aber auch die älteren werden in Erinnerungen schwelgen und in der Story versinken, die mitunter doch ganz schön düster wird.

Akte X/30 days of Night [Mai 2016]

Autor: Steve Niles, Adam Jones
Zeichner: Tom Mandrake
Format: Hardcover
Umfang: 148 Seiten
Inhalt: The X-Files/30 Days of Night 1-6
Verlag: Cross Cult
Preis: 25,00 Euro

Wainwright in Alaska. Die zweite Woche Dunkelheit hat begonnen, als Henry-Lee Brown, genannt Patches, seinen Winterdienst verrichtet und dabei eine grausame Entdeckung macht. 16 Leichen, die allesamt geköpft und in 12 Meter Höhe aufgehängt wurden, während ihre Köpfe am Fuß dieses „Mahnmals“ fein säuberlich abgelegt wurden. Dies ruft nicht nur die örtlichen Ermittler auf den Plan, sondern auch Mulde rund Scully vom FBI, die sich sofort an die Aufklärung dieser mysteriösen Morde machen. Dabei entdecken sie ein dunkles Geheimnis, welches schon vor vielen Jahrzehnten seinen Anfang genommen hat …

Mit Steve Niles dem Schöpfer von 30 days of Night tritt auch gleich der passende Autor auf. An seiner Seite ist Adam Jones für die Texte mitverantwortlich. Für Jones stellt dies die erste Arbeit als Autor dar, während Niles neben seiner eigenen Kreation auch schon für andere Serien und Specials geschrieben hat. Darunter gehört die Comicadaption von „28 Days Later“, die Reihe „Criminal Macabre“ und sogar einige Ausgaben von Todd McFarlanes „Spawn“. Herausgekommen ist eine packende Geschichte, ganz im Stil der klassischen X-Akten. Aber auch Steve Niles 30 Days of Night kommen nicht zu kurz. Stellenweise wirkt es sogar so, als wäre beides direkt füreinander geschaffen worden, so perfekt funktioniert die Symbiose.
Und dann wären da noch die Zeichnungen von Tom Mandrake, der bereits einige Ausgaben der 10. Staffel der X-Akten bebildert hat und auch sonst schon sehr lange im Comicbusiness aktiv ist. Während dieser Zeit war er an namhaften Figuren wie „Batman“, „Superman“, „Martian Manhunter“, „Punisher“, den „New Mutants“ und der Comicadaption der Mysteryserie „Fringe“ beteiligt. Mandrake passt vor allem wegen seines realistischen und dennoch sehr düsteren und fast schon Holzdrucke erinnernden Zeichenstils sehr gut zu den X-Akten und ja, auch zu den „30 Days of Night“. Immerhin spielt der Großteil dieser Geschichten in der Dunkelheit, was Mandrake mit harten Kontrasten ideal in Szene setzt.

Schon nach den ersten Seiten fühlt man sich wie zu den besten Akte X-Zeiten. Mulder und Scully agieren auf bekannte Weise, die Gegner, trotzdem man sie von Stve Niles „30 Days of Night“ kennt, wirken mysteriös und treiben die Spannung voran und alles wird auch noch mit wunderbaren Bildern untermalt. So mag ich meine Mystery-Horror-Unterhaltung. Schade, dass nach „nur“ 148 Seiten, inklusive Covergalerie, alles schon wieder vorbei ist.

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