Gratis Comic Tag 2018-Review (9): ASH – Austrain Superheroes [Contentkaufmann Wien]

Die Austrian Superheroes sind keine Unbekannten. Seit ihrer WeMakeIt-Crowdfunding-Kampagne vor drei Jahren erscheinen die Abenteuer der Helden aus Österreich regelmäßig alle zwei Monate und auch bei Cross Cult gibt es inzwischen zwei Sammelbände, für diejenigen, die es lieber gesammelt haben möchten. Der große Bruder der LDH – Liga Deutscher Helden (deren ersten beiden Ausgaben ich hier auf dem Blog bereits vorgestellt habe, und die nicht ganz so gut wegkamen) war schon länger auf meiner Interessenliste, aber ich war skeptisch. Nun kann ich auch in diese Reihe reinschauen und sehen, ob sich eine Anschaffung lohnen würde …

ASH – Austrian Superheroes

Eigentlich sollte es heute ein ganz normaler Tag werden für Captain Austria Jr., denn immerhin hat er auch noch ein Privatleben. Doch durch einen Zwischenfall im Hauptquartier der Wiener Wächter mit ein paar Nano-Bots, die den abgetrennten Arm des Rathausmannes wieder reparieren soll, wird daraus leider nichts. Binnen kürzester Zeit wird aus dem Mitstreiter eine Bedrohung für die Stadt …
Außerdem zeigen Lady Heumarkt und Gamsbart, wie sie so einen freien Tag verbringen …

Okay, inhaltlich verhält es sich ähnlich, wie bei den LDH. Die Story ist eher dünn und vorhersehbar und die Figuren eindimensional und fast schon langweilig. Warum aber? Ich kann es ehrlich gesagt nicht wirklich erklären. Denn wenn man ehrlich ist, unterscheiden sich sowohl die ASH, als auch die LDH kaum von den bekannten US-Superhelden und dennoch fehlt hier etwas. Und am für mich augenscheinlichsten sind es die Beweggründe der verschiedenen Figuren. Sicher sind ASH und auch LDH ein ehrgeiziges Projekt, aber es wirkt leider auch so, als würde man über das Ziel ein deutschsprachiges Superheldenuniversum zu schaffen, vergessen gute Geschichten zu erzählen, mit interessanten Figuren, Spannung und Humor.
Während die Handlungen nicht überzeugen können, sieht es beim Artwork schon etwas anders aus. Die Zeichnungen von Andi Paar sind gelungen, detailreich und auch recht dynamisch, haben aber auch einen leichten Charme von einem Indie-Titel. Das Coloring ist ebenfalls in Ordnung, das Lettering übersichtlich und leicht lesbar.

So richtig warm werde ich auch mit den Austrian Superheroes leider nicht. Zwar ist alles ein wenig flüssiger, als bei den LDH, aber es gibt auch hier Dinge, die mich stören. So verkaufen auch die Austrian Superheroes über ihre Webseite Gastauftritte in den Comics, welche dann, wie auch hie rund bei den LDH gezwungen wirken. Denn selbst ohne dieses Wissen wirkt das plötzliche in den Mittelpunkt stellen unbekannter Figuren komisch. Und ich meine nicht witzig komisch, sondern unnatürlich komisch. Dennoch können sich die Austrian Superheroes eines gewissen Erfolges nicht erwehren, der aber bei mir noch nicht so recht zündet.

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