A Star Is Born
Deutscher Titel: A Star Is Born
Originaltitel: A Star Is Born
Produktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2018
Länge: 136 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Bradley Cooper
Drehbuch: Eric Roth, Bradley Cooper, Will Fetters
Produktion: Bradley Cooper, Bill Gerber, Todd Phillips, Lynette Howell Taylor
Kamera: Matthew Libatique
Schnitt: Jay Cassidy
Besetzung: Bradley Cooper (Jackson Maine), Lady Gaga (Ally), Sam Elliott (Bobby Maine), Dave Chappelle (George „Noodles“ Stone), Andrew Dice Clay (Lorenzo), Anthony Ramos (Ramon), Michael J. Harney (Wolfie), Rafi Gavron (Rez Gavron), Greg Grunberg (Phil), Bonnie Somerville (Sally Cummings), Alec Baldwin
Fast über Nacht wird die junge Kellnerin und Sängerin Ally dank eines kurzen Auftritts beim Konzert des Countrystars Jackson Maine zu einer Berühmtheit. Dank eines Youtubemitschnitts ist sie mit ihrem Duett-Song Shallow in den Fokus einiger Musikproduzenten geraten. Doch der schnelle Aufstiegt hat auch Schattenseiten und ihr ehemaliger Chancengeber, der nun ihr Mann ist, hat mit seinen eigenen Problemen wie Alkohol und Drogensucht und einem immer weiter fortschreitenden Tinnitus zu kämpfen. Trotz aller Widrigkeiten hält Ally zu Jackson, was leider nicht alle in ihrem Umfeld verstehen …
„A Star Is Born“ ist bereits die dritte Neuverfilmung des Klassikers „Ein Stern geht auf“ aus dem Jahr 1937. Natürlich hat man für die Neufassung einiges an die aktuellen gesellschaftlichen Umstände angepasst, aber es ist nach wie vor erschreckend, wie aktuell die schon damaligen Themen heute teilweise noch immer sind. Auch, wenn das Original, welches übrigens in Teilen auf dem 1932er Spielfilm „What Price is Hollywood?“ basiert, sich vorrangig um die Schauspielerei dreht, während diese aktuelle Fassung sich dem Musikmarkt verschrieben hat, zeigt sich doch deutlich wie nah die beiden Branchen beieinander liegen. Anders übrigens als die beiden Verfilmungen aus den Jahren 1954 und 1976 entwickeln sich die beiden Musiker und deren Beziehung hier erst über eine gewisse Zeit, was somit auch die Liebesbeziehung in den Mittelpunkt dieses Dramas stellt.
Für die Hauptrolle und erstmalige Regie zeichnet der US-Schauspieler/Sänger/Drehbuchautor/Regisseur, Hollywoodliebling und Frauenschwarm Bradley Cooper verantwortlich, wobei die von mir gewählten letzten beiden Bezeichnungen durchaus nicht abwertend gemeint sind. Cooper liefert eine gute Regiearbeit und auch das mit Eric Roth und Will Fetters überarbeitete Drehbuch kann sich sehen lassen, genauso wie seine schauspielerische Leistung, wenngleich es manchmal wirkt, als würde er ein wenig überagieren. Aber auch Stefani Joanna Angelina Germanotta, alias Lady Gaga liefert eine überraschend gute Schauspielperformance ab und spielt ihren männlichen Kollegen in so einigen Szenen locker an die Wand.
Neben dem Drama und der Lovestory, ist es aber vor allem die Musik, insbesondere der Titelsong „Shallow“, der dem Film Leben einhaucht. Hier zeigt sich auch, dass es eine gute Wahl war die beiden Hauptrollen auch mit Musikern zu besetzen. Doch abgesehen von ein paar der bekannteren Musikstücken fällt der Soundtrack eher nüchtern aus und erfüllt seinen Zweck der stimmungsvollen Untermalung gerade einmal ausreichend. Anders, als andere Soundtracks fehlt hier die treibende Komponente und ohne Shallow wäre es ein Soundtrack von vielen. Aber „A Star Is Born“ hat nicht umsonst den Oscar für den besten Song erhalten, denn alles, was dem Soundtrack, für den Lady Gaga übrigens mit Mark Ronson und anderen Künstlern zusammenarbeitete, fehlt, macht Shallow wieder wett. Denn in dem Moment, wo die ersten Takte ertönen und Bradley Copper gemeinsam mit Lady Gaga zu Duett ansetzt bekommt man eine Gänsehaut.
Insgesamt ist „A Star Is Born“ ein gelungener Musikfilm, der mit Ausnahme vom Titelsong Shallow weniger von seiner Musik und dafür mehr von seiner Geschichte und den schauspielerischen Leistungen der beiden Hauptdarsteller lebt. Von den drei heute vorgestellten Filmen landet „A Star Is Born“ bei mir auf dem dritten Platz.
Copyright aller verwendeten Bilder/Videos © 2018-2019 Warner Bros. Pictures / Live Nation Productions / Metro-Goldwyn-Mayer / Peters Entertainment / Gerber Pictures
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