Bohemian Rhapsody
Deutscher Titel: Bohemian Rhapsody
Originaltitel: Bohemian Rhapsody
Produktionsland: USA, Großbritannien
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2018
Länge: 135 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6
Regie: Bryan Singer, Dexter Fletcher (nicht aufgeführt)
Drehbuch: Anthony McCarten, Peter Morgan (Story)
Produktion: Graham King, Jim Beach
Musik: Queen (Lieder), John Ottman (Filmmusik)
Kamera: Newton Thomas Sigel
Schnitt: John Ottman
Besetzung: Rami Malek (Freddie Mercury), Lucy Boynton (Mary Austin), Gwilym Lee (Brian May), Ben Hardy (Roger Taylor), Joseph Mazzello (John Deacon), Aidan Gillen (John Reid), Tom Hollander (Jim „Miami“ Beach), Allen Leech (Paul Prenter), Mike Myers (Ray Foster, Produzent), Aaron McCusker (Jim Hutton), Meneka Das (Mercurys Mutter), Ace Bhatti (Mercurys Vater), Priya Blackburn (Mercurys Schwester), Adam Lambert (LKW-Fahrer (Cameo))
Der junge Designstudent Farrokh Bulsara, der von allen nur Freddy genannt wird, träumt von der großen Musikkarriere. Sein Traum scheint war zu werden, als er eines Tages auf die beiden Musiker Brian May und Roger Taylor, der Band Smile trifft, denen gerade ihr Sänger abhanden gekommen ist. Schnell entwickelt sich eine starke Sympathie zwischen den Künstlern und Queen ist geboren. Freddys Ehrgeiz und Perfektion ergänzt sich zu Beginn perfekt mit den anderen Bandmitgliedern, auch wenn es oft Streit gibt. Aber genauso wie der Erfolg immer weiter voranschreitet zerstört Freddy nach und nach sein Leben mit zügellosem Sex, Partys und Drogen. Es geht sogar soweit, dass Freddy die Band zugunsten seiner Solokarriere im Stich lässt …
„Bohemian Rhapsody“ atmet das dramatische und turbulente Leben des Exzentrikers und Ausnahmekünstlers Freddy Mercury regelrecht in fast jeder Minute des Films. Das Drehbuch von Anthony McCarten und Peter Morgan stützt sich dabei möglichst genau auf das Leben von Mercury lässt aber auch einiges aus. Gerade der Start der Band, die frühen Jahre, werden meines Erachtens nach zu schnell abgehandelt, vermutlich auch deshalb, weil zu wenig Lieder aus jener Zeit wirklich Hit-Charakter hatten und den Film, der mit zweieinviertel Stunden schon eine beachtliche Laufzeit aufweist, noch einmal, möglicherweise unnötig, in die Länge gezogen hätte.
Der Film lebt förmlich von der Musik Queens und der darstellerischen Leistung Rami Maleks, der in seiner Rolle als Freddy Mercury regelrecht aufgeht, wie die anderen „Queen“-Mitglieder übrigens auch. Doch gegen Malek kommt kaum ein andere Schauspieler an. Ich selbst habe die letzten Jahre von Freddy Mercury noch Live miterlebt, gerade seine Phase als er versuchte Solo durchzustarten und seine letzten Auftritte vor dem Tod, und ich muss sagen, dass ich stellenweise Maleks Gesicht nicht mehr als sein eigenes, sondern jenes von Mercury selbst gesehen habe, so sehr hat mich diese Leistung überzeugt. Es kommt also nicht von ungefähr, dass „Bohemian Rhapsody“ und gerade Rami Malek den Oscar als bester Hauptdarsteller erhalten hat genauso wie für den besten Ton und bester Tonschnitt, sowie bester Schnitt.
Die Macher des Films haben sich große Mühe gegeben die Zeit wiederaufleben zu lassen, indem sie Kostüme, Szenenbild und vieles andere möglichst genau nachempfunden haben. Selbst für den Videodreh zu „I Want To Break Free“ hat man sich nicht nur genau an die Kostüme gehalten, sondern auch den damaligen Regisseur des Videos als Ratgeber hinzugeholt, um möglichst viel Originaltreue zu gewährleisten.
Auch wenn ich mich selbst nicht wirklich als Queen-Fan bezeichnen würde, sondern eher als jemand, der die musikalische Leistung aller Beteiligten anerkennt und durchaus auch einige Lieblingssongs hat, muss sagen, dass mich dieser Film unheimlich fasziniert und in seinen Bann gezogen hat. Am Ende bleibt man als Zuschauer einer dramatischen Achterbahnfahrt zurück, leicht erschöpft, aber irgendwie zufrieden, wenn auch nicht wirklich glücklich. In diesem Triple rangiert „Bohemian Rhapsody“ für mich persönlich ganz knapp auf Platz Zwei und hat den Thron nur um einen Hauch verfehlt.
Copyright aller verwendeten Bilder/Videos © 2018-2019 20th Century Fox / GK Films / New Regency Pictures / Queen Films Ltd. / Regency Enterprises / Tribeca Productions
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