Layla – Die Legende der blutroten Sümpfe [Splitter Verlag, September 2019]

Beim Stöbern auf der Splitter-Verlagsseite bin ich immer mal wieder auf diesen Band aufmerksam geworden. Im Internet hat dieser Band durchaus hervorragende Kritiken erhalten. So blieb er mir lange Zeit im Kopf und letztendlich habe ich ihn auch erworben. Meine Vorfreude war bereits durch die vielen  Rezensionen „angefixt“.  Ich würde dem Gesamtwerk nicht die volle Punktzahl geben, jedoch 90 von 100 Punkten verteilen.  Für ein Meisterwerk hat mir irgendwie etwas gefehlt …
Für eine absolute Kaufempfehlung kann ich mich jedoch durchaus aussprechen, wobei man sich auf die Story und die Thematik einlassen sollte.

 

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Layla – Die Legende der blutroten Sümpfe

Die Story lässt den Leser in ein fantasievolles Märchensetting eintauchen.
Grenoy lebt mit seiner Mutter in der Hauptstadt Nosgrey des Königreiches Flyn Yord.
Seine Mutter trauert um ihren Mann, der dem Alkohol verfallen scheint und nicht mehr lange zu Leben hat.
Grenoy hilft seiner Mutter und ist viel in den angrenzenden Sümpfen auf Nahrungssuche unterwegs.
Direkt zu Beginn des Bandes treffen wir in den Sümpfen auf die wunderschöne Layla. Ist sie wirklich ein Mensch oder nur eine geisterhafte Erscheinung? Sie scheint mit den blutigen Sümpfen und den Schlangen einen Pakt geschlossen zu haben. Jedenfalls kommt Grenoy in seinen Gedanken von Layla nicht mehr los.  Selbst seine attraktive Freundin aus der Stadt kann ihn nur schwer auf andere Gedanken bringen. So nimmt das Unheil über die Jahre hinweg seinen Lauf, denn Layla ihr Schicksal ist mit Grenoys und dem des Königreiches verbunden …

Auf der Suche nach Nahrung

Dadurch das der Leser unmittelbar auf den ersten Seiten mit Layla und den blutigen Sümpfen konfrontiert wird, entsteht für mich ein sehr kraftvoller und direkter Einstieg in die Geschichte. Ich fühlte mich zu Beginn etwas überrumpelt, wusste ich doch nicht, wohin die Story führt und wie das Setting aufgebaut ist. Danach beginnt das Charaktersetting und wir erfahren mehr über Grenoy seine „Freundin“ und die Mutter bzw. die Hintergründe des Reiches und der Stadt. Wir erfahren mehr über den König und die Königin. Leider kommt es zu einem Mord und der König stirbt. Was haben Layla und Grenoy damit zu tun? Die Königin scheint machtgierig zu sein und möchte angrenzende Gebiete und Länder erobern.  Intrigen und Kämpfe nehmen ihren Lauf. Wie die Geschichte rund um Layla zusammenhängt, wird dem Leser ausführlich auf einer Doppelseite nähergebracht. Layla wird gesucht, sie soll getötet werden. Der finale Kampf hat es in sich, den ich habe nicht mit diesem Ende gerechnet. Das Ende brennt sich ein.
Was für mich jedoch einen etwas fahlen Beigeschmack mit sich bringt, ist, dass es zu sehr konstruiert wirkt. Die Story ist einerseits durchaus realitätsnah (im Sinne eines Fantasy-Settings) und dann plötzlich sehr „unrealistisch“. Irgendwie hat es sich für mich einfach nicht hundertprozentig stimmig angefühlt, insbesondere in Bezug auf die Storyline. Das ist auch mein größter Kritikpunkt.

Layla

Die Story hat durchaus Potenzial, doch die Umsetzung hat mich nicht richtig abgeholt. Sie wirkt sehr vielseitig und facettenreich. Verschiedene Handlungsstränge werden gekonnt aneinandergereiht, um der Story den nötigen „Drift“ zu geben, doch dieses Gefühl von „hmmm, irgendwie könnte es besser sein, irgendwie ist etwas seltsam“ bleibt. Wahrlich punkten kann der Band wohl, da er sich sehr deutlich von einem einfachen Storytelling „ala Gut-gege-Böse“ abwendet.
Der Held ist kein Prinz oder Adliger, sondern ein einfacher Junge einer deprimierten Mutter …
Layla ist auch nicht unbedingt die Böse, doch das Ende ist grauenhaft …
Zeichnungen und Farbgebung hingegen überzeugen mich auf voller Linie. Die Bilder sind zeitweise eine wahre Augenweide. Kämpfe und blutige Sümpfe werden wahrlich blutig dargestellt. 
So kann ich dennoch die Lektüre dieses Bandes absolut empfehlen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2018(-2021) Dargaud / Splitter Verlag / Jérémy, Hamo, Alexandre Boucq, Mika

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