Bongo Comics des Monats … Juli 2013 [Panini, Juli 2013]

… Juli

Nach einer kleineren Pause geht es weiter mit den nächsten Bongo Comics des Monats. Diesmal gab es wieder genug, um sich nur einem Monat zu widmen und nicht wie beim letzten Mal zwei Monate.

Simpsons Comics Nr. 201 [Panini, Juli 2013]

Homer schafft es doch tatsächlich, bei Krustyburger einzusteigen. Aber nicht etwa weil er kein Geld, dafür aber einen Riesenhunger hat, sondern vielmehr als Geschäftsführer. Nachdem er bei einem Besuch dort die Qualität der Burger kritisiert hat und daraufhin kurz entschlossen selber in der Küche herumwerkelte, wird er von Krusty angeworben. Und während sich Homer mit dem befasst, was ihm am meisten Spaß macht, Essen, muss Marge als Putzfrau jobben, um Maggies Sprachschule zu finanzieren …

Autor Ian Boothby hat mal wieder eine der etwas besseren Simpsons Comicgeschichten abgeliefert. Zwar ist die gesamte Story doch schon arg vorhersehbar, kann aber dennoch mit einigen witzigen Momenten punkten. Positiv fällt hierbei auf, dass auch einmal weniger bekannte Nebencharaktere in den Fokus gerückt werden und sogar einem Leser ein Auftritt in den Simpsons Comics ermöglicht wurde. Dieser hatte sich nämlich in den USA als Erstes mit allen 5 Variantcovern der Ralph Wiggum Comics abgelichtet und so bei einem Preisausschreiben gewonnen. Nun durfte er als Tourist in Comicform nach Springfield reisen. Außerdem greift Boothby mit den Sprachschwierigkeiten einen altbekannten Running Gag der Serie auf, den er dennoch gut verpackt präsentiert.
Die Zeichnungen von Phil Ortiz sind gewohnt und leider aber auch gewöhnlich. Technisch macht er kaum etwas falsch, aber wie so oft würde ich mir etwas mehr eigenen Stil beim Artwork der Simpson-Titel wünschen. Ein Manko seiner Zeichnungen ist die fehlende Dynamik. Sehr oft sieht es so aus, als hätte man die Figuren wie bei einem schlechten Jugendzeitschriften-Fotoroman dazu gezwungen in einer Steifen Haltung zu verharren, bis das Bild im Kasten ist. So etwas geht einfach überhaupt nicht.

FAZIT:

Ein ganz kurzweiliges Heft mit ein paar Längen, das vor allem durch ein paar Kleinigkeiten auffällt. Diese bewegen sich aber eher im Storyteil, als in den Zeichnungen. Erwähnenswert wäre aber erneut die redaktionelle Unterstützung seitens Panini. Hier wird wirklich versucht, dem Leser zum Comic einen echten Mehrwert zu bieten. Wie bei einer DVD oder Blu-ray mit den enthaltenen Extras. Mir persönlich gefällt dies sehr gut.

Bart Simpson Nr. 74 [Panini, Juli 2013]

Erneut muss Bart als Versuchskaninchen für Lisa herhalten, als diese für ein Schulprojekt beweisen will, dass Menschen ab 16 Uhr schwerer Entscheidungen fällen können. Es sei denn, ihnen wird in ausreichender Menge Zucker zugeführt. Doch Marge rät Lisa davon ab, ihren Bruder so zu missbrauchen …
Wie Bart in seinem Umfeld gesehen wird, zeigen die Aussagen verschiedener Familienmitglider und Bürger von Springfield.
Außerdem muss Bart dann noch einen gewaltigen Marsch durch die Wälder rund um das Camp Krusty mit Milhouse überstehen. Denn so einfach, wie die beiden dachten, ist es dann doch nicht, sich in der Wildnis zurechtzufinden.
Abschließend lernt Maggie, dass es nicht immer gut ist, aus der Masse herauszustechen.

Mit erneut insgesamt vier Geschichten ist auch diese Ausgabe der Bart Simpsons-Comics bis zum Rand gefüllt. Dennoch können nur wenige davon überzeugen. Selbst Maggies Welt kommt inhaltlich diesmal nicht so gut weg. Die erste Geschichte ist noch eine schöne Hommage an die TV-Folge in der Lisa ihren Bruder gegen ein Meerschweinchen (oder war das ein Hamster?) hat antreten lassen. Auch die vielen Gesichter von Bart sind inhaltlich keine Offenbarung, können aber dafür mit guten Zeichnungen, in diesem Fall von Tone Rodriguez, aufwarten. Die dritte Story ist auch sehr vorhersehbar und erinnert mehr an die Geschichten der kostenlosen Comicheftchen von gewissen Fast Foodketten, an dessen Ende ein Suchspiel auf den Leser wartet. Oder manchmal auch eine Art Labyrinth. Das Artwork ist bei dieser Story, wie auch bei der Ersten, eher zweckmäßig als schön. Technisch sauber gezeichnet sind sie dennoch wieder zu austauschbar.

FAZIT:

Mehr schlecht als recht könnte das Motto dieser Ausgaben sein. Wenige kurze Lichtblicke retten die über weite Strecken mäßigen Inhalte nicht wirklich. Das gab es schon weitaus besser und wesentlich unterhaltsamer. So bleibt schlussendlich nur wenig, bis gar nichts, das einem im Nachhinein im Gedächtnis bleibt.

Futurama Nr. 52 [Panini, Juli 2013]

Leela ist schwer gestresst und auch Bender hat so seine Probleme. Nach einen kurzen Kampf mit Cthulhu ist sein Sinn für Humor beschädigt worden. Jetzt sucht er eine Möglichkeit dieses wieder zu starten. Also versucht er sich als Stand Up-Comedian und tritt mit einer kleinen Fry-Puppe auf. Diese jedoch scheint ein Eigenleben zu führen und versucht andauernd den echten Fry zu töten …

Auch bei Futurama darf Ian Boothby den Autor geben und präsentiert eine witzige und dennoch fast schon klassische Geschichte um die Crew von Planet Express. Mit vielen Anspielungen auf TV-Serien-Ereignisse und einem sehr guten Wechselspiel zwischen Wort und Bildwitz zeigt er hier, dass er auch dazu in der Lage ist, gute Geschichten abzuliefern. Er bedient sich dabei des typischen Humors der Serie und den Eigenheiten der Figuren, um so den Leser in den Bann zu ziehen und ihn so lange zu kitzeln, bis er lacht.
Das Artwork von Mike Kazaleh fällt dagegen wieder zu gewöhnlich aus. Dabei gibt es genug Möglichkeiten seinem eigenen Stil freie Hand zu gewähren. Dafür passt es diesmal mit der Dynamik weitaus besser, als es bei Phil Ortiz in der Simpsons Comics-Ausgabe in diesem Monat der Fall ist. Dafür hat Kazaleh offenbar ein paar Probleme mit der Perspektive. So scheint es manchmal so zu sein, dass Figuren nachträglich in eine Szene eingefügt wurden, ohne auf deren Position im visuellen Raum zu achten.

FAZIT:

Inhaltlich sehr unterhaltsam, dafür aber visuell eher schwach kann diese Ausgabe trotzdem überzeugen. Auch hier fällt neben einer wesentlich besseren Story die gute redaktionelle Betreuung auf. Einzig die Leserbriefe vermisse ich wieder einmal, aber wenn kaum einer schreibt, dann gibt es auch nichts zum Abdrucken. Hier muss ich mich dann wohl auch selber an die eigene Nase fassen.

Bongo Comics des Monats … Mai/Juni 2013 [Panini, Mai/Juni 2013]

… Mai/Juni

Diesmal habe ich wegen zu wenig Materials die Monate Mai und Juni zusammengefasst. Der Grund ist ganz einfach der, dass im Mai nur Simpsons Comics Nummer 199 erschienen ist und ich dann auch noch die im Juni folgende Nummer 200 wegen des Jubiläums vorgezogen haben (siehe hier).

Simpsons Comics Nr. 199 [Panini, Mai 2013]

Die Springfielder Bibliothek rüstet auf digital um und will alle Bücher entsorgen. Aber Lisa kann das nicht einfach hinnehmen und schafft es alle Bücher zu bekommen und diese im Springfielder Altenheim unterzubringen. Für Abe ist das ein guter Moment, um seiner Familie Geschichten aus eben jenen Büchern näherzubringen. Allen voran sind diesmal ein paar Werke von Oscar Wilde an der Reihe …

Storytechnisch ist das, was Ian Boothby uns Lesern hier auftischt durchaus in Ordnung. Dennoch scheint es mir noch immer, dass dem Herrn die Ideen ausgehen. Immer öfter bedient er sich anderer Werke, um sie zu „simpsonifizieren“. Okay auch das will gekonnt sein, und dies macht Boothby auch ganz gut, aber mir persönlich wären „neue“ Stories mit viel Witz und Charme lieber. So bleibt leider außer ein paar netten Anspielungen und „Verwurstungen“ nicht viel übrig.
Gleiches gilt für das Artwork von John Costanza. Technisch in Ordnung vermisse ich wieder den eigenen Stil, einen besseren Wiedererkennungswert der einzelnen Künstler und Zeichner. Hier sollte Bongo, allen voran Bill Morrisson und Matt Groening, seinen Künstlern ein wenig mehr Freiraum einräumen. Denn wie man an den Horrorsonderheften sehen kann, sind so sehr schöne Geschichten und Zeichnungen möglich.

FAZIT:

Ganz unterhaltsam, aber auf Dauer leider auch ermüdend. Ian Boothby baut storytechnisch ab und das immer wiederkehrende 08/15-Artwork nervt auch ein bisschen. Dennoch haben die Simpsons einen großen Anreiz auf mich und ich werde treu bleiben. Zumindest, bis es so schlimm wird, dass ich mich nicht mehr unterhalten fühle. Denn wenn ich ehrlich bin, erwarte ich nicht viel mehr von einem Simpsons-Comic. Wenn es dann aber doch mehr bietet, bin ich angenehm überrascht.

Bart Simpson Nr. 73 [Panini, Juni 2013]

Als Bart bei einem Schulvortrag von Professor Frink mit zwei merkwürdigen Substanzen in Berührung kommt, entwickelt sich ein unbändiger Hass aller Springfielder auf den Jungen. Ursache sind wohl die beiden Chemikalien, welche sich über den kleinen Frechdachs ergossen haben. Aber wie kann er dem wütenden Mob entkommen …?
In Maggies Welt zeigt Homer erneut, dass er doch einer der besten Väter ist, als er für seine jüngste Tochter eigentlich nur ein neues Paket Windeln besorgen soll …
Außerdem zeigt sich, dass Abkürzungen nicht immer der kürzeste Weg sind. Dies muss Bart schmerzhaft feststellen, als er mit Lisa ein Wettrennen zum Aztec Kino macht, wo der neue Itchy & Scratchy Kinofilm startet.
Und zu guter Letzt lernt Lisa doch noch etwas von Bart. Nachdem Lisa in ihrem neuesten „Mais-terwerk“, einem Mais-Labyrinth, gefangen ist, zeigt ihr Bart, den direkten Weg nach draußen und macht ihr klar, dass manchmal der direkte Weg der Beste ist.

Inhaltlich wird viel Abwechslung geboten. Einzelabenteuer, Schicksale und einiges lehrreiches. Da gibt es kaum etwas zu meckern. Zwar ist, wie bei den Simpsons-Comics gewohnt, kein wirklicher Tiefgang vorhanden, aber unterhaltsam ist es allemal. Auch visuell gibt es ein klein wenig Abwechslung. Während die Zeichnungen von Hilary Barta (Story 3) und Carol Lay (Story 4) noch ziemlich austauschbar sind, überzeugt mich persönlich das Artwork von John Delaney (Story 1), der zwar trotzdem nah an dem gewohnten Design der Simpsons ist, aber dennoch einen Hauch eigenen Style mit einbringt. Über Geschichte Nummer Zwei, Maggies Welt, brauche ich nicht mehr viel zu sagen, da hier erneut Sergio Aragones als Zeichner fungiert. Und dieser bringt sowieso immer seinen eigenen Stil mit. Egal was er macht.

FAZIT:

Abwechslungsreiche. Sowohl inhaltlich als auch für das Auge. Nicht wirklich perfekt, aber dennoch mit einem gewissen Reiz, weiß mich diese Ausgabe weitaus mehr zu überzeugen, als die Hauptserie. So kann es gerne weitergehen.

Simpsons Sommer Sause Nr. 6 [Panini, Juni 2013]

Eigentlich wollte Homer Marge nur ein wenig ärgern, indem er sie davon überzeugt unbedingt ein Tattoo haben zu wollen. Womit er jedoch nicht gerechnet hat, ist neben der Tatsache, dass Marge bereitwillig zusagt, die immensen Schmerzen, die ihm bevorstehen. Also versucht er nun alles Mögliche, um an dem bevorstehenden Torturen für dieses Tattoo herumzukommen.
Kent Brockman wird von Snake ausgeraubt und alles seines Stolzes zusätzlich beraubt. Doch Lisa schafft es, den Anchorman der Channel Six News wieder aufzubauen. Doch das Ergebnis will ihr dann nicht mehr so sehr gefallen.
Radioactive Man hat Fans. Das ist nichts wirklich Neues. Doch, dass diese jetzt auch die Superhelden spielen, und damit sogar erfolgreicher und beliebter sind als das Original schon. Das kann Radioactive Man nicht auf sich sitzen lassen und versucht seine Nachahmer von den Gefahren zu überzeugen, die ihnen drohen …
Bei einem Rundgang durch die Duff Bier-Fabrik kommt es zu einem Unglück, bei dem Homer und Barney innerhalb der Fabrik eingeschlossen wären. Dass dies für die beiden kein wirkliches Unglück ist, kann man sich vorstellen. Doch dann tauchen zwei Ganoven von Fat Tony auf, die das Rezept für das neue Duff New stehlen wollen. Homer und Barney müssen dies jetzt verhindern.

Sommer Sause? Wieso eigentlich Sommer Sause? Inhaltlich haben die Geschichten mit dem Sommer so gut wie gar nichts zu tun. Den gesamten Inhalt hätte man genauso gut in den normalen Monatsserien unterbringen können. Von einem „Sonderheft“ welches dieses Sommerheft ja auch irgendwie sein möchte, erwarte ich eigentlich ein wenig mehr, als nur Durchschnittskost. Und dies betrifft nicht nur die Storys. Auch zeichnerisch kann das Heft nicht aus der breiten Masse der gelben Veröffentlichungen herausstechen. Der gesamte Inhalt ist zu austauschbar und kommt über eine kurzweilige Unterhaltung nicht hinaus. Mit soviel Belanglosigkeit ganze 60 Seiten zu füllen, ist da fast schon eine Kunst.

FAZIT:

Diese Ausgabe ist irgendwie eine große Enttäuschung. Nichts, aber auch wirklich gar nichts kann längerfristig überzeugen. Ich glaube nicht einmal, dass ich die Ausgabe ein zweites Mal lesen würde. Dazu waren die Geschichten zu vorhersehbar und mittelmäßig. Wenn wenigstens das Artwork gestimmt hätte, aber Carol Lay, James Lloyd, Tone Rodriguez und John Costanza schwimmen in einem Becken der 08/15-Durchschnittlichkeit. Schade drum. Für die nächste Sonderausgabe (Winter Wirbel) würde ich mir etwas mehr Themenbezug und Eigenständigkeit wünschen.

Ralph Wiggum Nr. 1 [Panini, Juni 2013]

Was alles passieren kann, wenn man nur einmal kurz nach draußen geht, um die Post hereinzuholen, zeigt Ralph auf anschauliche Weise. Sogar so extrem, dass die Feuerwehr an die Tür der Wiggums klopfen muss …
In Ralphs Raum zeigt sich, dass die Fantasie eines Kindes grenzenlos sein kann, aber bei anderen des öfteren zu Unglauben führt.
Aber auch die Zukunft stellt für Ralph Gefahr dar. Sofort scheint er sich zurechtzufinden und bringt immer wieder ein bisschen Spaß und Freude in das Leben seiner Mitmenschen.
Und auch beim Kostüm „schneidern“ ist der kleine Ralph ein echter Künstler. Und dies sehr zum Unmut seiner Klassenkameraden. Allen voran Lisa Simpson.
Dass Ralph aber auch ein Vorbild sein kann, zeigt sich in der letzten Geschichte. Egal was man dem kleinen, naiven Jungen auch anzutun versucht. Am Ende scheint er immer irgendwie als Sieger dazustehen …

Ralph zu einer Hauptfigur in einem eigenen Comic zu machen, ist schon ziemlich mutig von Bongo. Auch wenn dies „nur“ der Auftakt zu einer neuen One Shot-Reihe darstellt und Ralph durchaus eine interessante, allen voran aber liebevolle, Figur im Simpsons-Universum ist, verblüfft es dennoch ein wenig. Aber ich muss zugeben, dass mir die Zusammenstellung der Geschichten gefällt. Leichtfüßig und mit dem Charme des kleinen Jungen, der scheinbar niemals etwas dazulernt. Im Gegenteil. Irgendwie bleibt seine Entwicklung stehen oder geht sogar rückwärts. Aber irgendwie macht ihn auch genau das sympathisch.
Wie auch bei Bart Simpson gibt es in diesem One Shot kurze Geschichten, die von der Aufmachung an Maggies Welt erinnern. Dies liegt vor allem an dem ähnlichen Namen „Ralphs Raum“ und dem Künstler Sergio Aragones, der diese umsetzt. Und wo wir auch gleich beim Artwork sind, gibt es erneut zwei Geschichten, die visuell gesehen nur Durchschnitt sind. Hierfür sind James Lloyd und erneut Carol Lay verantwortlich. Die Story, welche mich zeichnerisch, neben Aragones, am meisten überzeugt, stammt vom Künstler Mike Kazaleh. Sein Artwork ist ein wenig skizzenhaft und kindlich und passt daher perfekt zu Ralphie.

FAZIT:

Ein gelungener Start zu einer hoffentlich noch länger laufenden Serie. Die Idee dahinter gefällt mir sehr gut. Springfielder, die sonst eher Nebendarsteller sind und im Schatten der gelben Familie stehen, ein wenig in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Wenn dann auch noch die Zeichner ein klein wenig Freiraum bekommen, steht einem potenziellen Hit nichts mehr entgegen. Es sei denn, die Leser wissen diese Freiheiten nicht zu schätzen. Ich für meinen Teil kann dieses Heft nur empfehlen.

Bongo Comics des Monats… April 2013 [Panini, April 2013]

… April

Weiter geht es mit dem Monat April. Diesmal warten drei Bongo Comics darauf, hier kurz besprochen zu werden.

Simpsons Comics Nr. 198 [April, 2013]

Ein ganz normaler Tag bei den Simpsons. Marge backt, Lisa arbeitet an Schulaufgaben und Homer langweilt sich. Doch dann entdeckt er im Nachbargarten, ein seltsames Bauwerk, welches einer geodätischen Kuppel ähnelt. Angestachelt durch seinen eigenen Hunger auf Süßigkeiten, gerät Homer in dieser Kugel auf eine mysteriöse Reise. Genaugenommen ist nur ein Tornado daran schuld, dass Homer aus dem Nachbargarten herausgewirbelt wird, aber für ihn gleicht es einer Zeitreise. Während seine Familie, allen voran Marge, ihn sucht, muss sich Homer Rittern, Konföderierten und Dinosauriern stellen …

Das Autorenteam Chuck Dixon und Elma Blackburn präsentieren eine unterhaltsame und witzige Geschichte, die anders als die der vorangegangenen Ausgabe, mit sehr viel typischem Simpsons-Humor und fast noch mehr Anspielungen auf die Vergangenheit und die Gegenwart der Menschheitsgeschichte aufwarten kann. Dabei vergessen sie natürlich auch nicht, die bekannten Figuren aus dem Simpsons-Universum mit eher unbekannten Nebenfiguren gekonnt in Einklang zu bringen.
Einen großen Anteil an dem Wiedererkennungswert der verschiedenen Figuren hat aber auch der Zeichner John Delaney. Dieser trifft das Aussehen der Simpsons sehr gut und ermöglicht so eine sehr gute Zuordnung auch für Leser, die mit der gelben Familie weniger vertraut sind, lässt aber dennoch genug eigenen Stil erkennen. So gelingt eine gute Mischung und es sticht ein wenig aus dem sonst so typischen 08/15-Einheitsbrei der Lizenzcomics.

FAZIT:

Die Ausgabe macht wieder einmal so richtig Spaß, und das, obwohl nicht wirklich viel passiert. Aber manchmal sind die kleinen und einfachen Geschichten tausendmal besser als die großen und verschachtelten Superstorys mit viel tiefenpsychologischen Dialogen. Gut, die gibt es bei den Simpsons sowieso nicht. Dennoch hat mich dieses Heft endlich wieder gut unterhalten, und mehr erwarte ich von den Simpsons ehrlich gesagt auch nicht.

Simpsons Super Spektakel Nr. 7 [Panini, April 2013]

Marge möchte an einem Backwettbewerb teilnehmen, aber dieser trägt ein lange gehütetes Geheimnis mit sich herum. Dies ruft nicht nur Tortenmann und Törtchenboy auf den Plan, sondern auch die alte Superheldengruppe „Die Liga der Superhelden“, denen nicht nur Homers Vater Abe und Marges Mutter Jackie, sondern auch Krusty der Clown angehörte. Noch mysteriöser wird es aber, als der eigentlich tot geglaubte Pastetenfratze auftaucht und alle vor einer großen Katastrophe warnen will …
Die Menschen in Zenith nehmen Radioactive Man inzwischen als selbstverständlichen Helfer war, und dies wurmt den Beschützer der Stadt natürlich ganz enorm. Doch als ihm, in seinem Alter Ego Claude Kane III drei Personen aufsuchen, und bitten mit seinem Vermögen ein Broadway Musical über Radioactive Man zu finanzieren, sieht er seine Möglichkeit die Beliebtheit des Helden wieder zu steigern. Aber so einfach, wie gedacht, scheint es dann doch nicht zu sein …

In der ersten Geschichte nehmen Autor Patric M. Verone und Zeichner Tone Rodriguez den Comicklassiker Watchmen auf die Schippe. Leider ist dies nur mäßig gelungen, da hierbei viel zu sehr darauf geachtet wurde, das Original im Simpsons-Style zu kopieren, als eine eigenständige an den Klassiker angelehnte Geschichte zu erschaffen. Es macht zwar durchaus Spaß, aber insgesamt bleibt ein fader Beigeschmack zurück. Auch weil es zeichnerisch wieder zu austauschbar geraten ist. Gerade hierbei hätte man sehr gut mit einem etwas eigenwilligeren Zeichner arbeiten können.
Die nachfolgende Geschichte nimmt sich dem Debakel um das Spider-Man-Musical an und lässt den Leser hinter die vermeintlichen Kulissen einer Broadway-Aufführung blicken. Leider fällt auch diese Geschichte, von Autor Batton Lash, nur leidlich spannend und unterhaltsam aus. Wie auch bei der Wachtmen-Verarsche „Klatschmen“ im ersten Teil des Heftes, wirkt alles viel zu gekünstelt, um wirklich gefallen zu können. Und wie auch in der anderen Geschichte sind die Zeichnungen, diesmal von Bill Galvin, erneut nicht eigenständig genug. Alles scheint aus dem Simpsons-Figurenbaukasten zu stammen. Augen, Nase, Mund, ein bisschen gelbe Farbe mal den langen schlanken Körper hier und den kleinen dicken da, und fertig sind 439 neue Figurenmöglichkeiten. Das ist auf Dauer dann doch schon ermüdend.

FAZIT:

Auch wenn mit Watchmen einer der großen Klassiker der Comicliteratur hier verwurstet wurde, und mit dem Seitenhieb auf das Spider-Man-Musical sogar sehr aktuelle Ereignisse aufgegriffen werden, wird dieses Heft nicht lange im Gedächtnis bleiben. Das rettet auch die dreiseitige Kurzgeschichte mit Maggie als Maggeena, die Babysuperheldin von Sergio Aragones nicht mehr.

Futurama Comics Nr. 51 [Panini, April 2013]

Dr. Zoidberg ist es satt, ein erfolgloser Arzt zu sein. Stattdessen will er sich lieber als Anwalt versuchen und tauscht mit einem Anwalt seine Berufschips. Anfangs will das aber irgendwie nicht so recht klappen, aber nachdem er einen Mutantenprozess aufsehenerregend gewinnt, scheint ihm das Glück endlich hold zu sein. Währenddessen hat Fry ganz andere Probleme, als er mit ein paar mysteriösen Bohnen eine neue Bedrohung über die Erde bringt. Podcastpflanzenwesen drohen die gesamte Menschheit zu Tode zu langweilen …

… und zu Tode langweilen trifft es auch fast. Zumindest dieser Handlungsstrang dieser Ausgabe ist alles andere als unterhaltsam. Ganz witzig hingegen ist es, Zoidberg bei seinen Versuchen auf dem Parkett der Justiz zu erleben. Wer Zoidberg kennt, weiß, dass seine Arbeitsweise nicht so ganz konventionell ausfällt. Daher sind seine Plädoyers sehr witzig und wissen zumindest mich zu überzeugen. Fast scheint es so, dass dem Autor Ian Boothby so langsam seine kreativen Ideen ausgehen. Zeichnete er sich doch für einige der besten Simpsons Comics verantwortlich. Aber in letzter Zeit schwächeln seine Geschichten doch merklich.
Zeichnerisch hingegen fehlt mir persönlich zu sehr die eigenständige Note des Zeichners Mike Kazaleh. Wie auch bei den Simpsons wirken die Figuren, Hintergründe und Architektur zu austauschbar.

FAZIT:

Wenn man einmal von Zoidbergs Anwaltsversuchen absieht, bleibt unter dem Strich nicht mehr viel übrig, dass man dem Heft abgewinnen kann. Einzig die redaktionelle Betreuung kann man erneut positiv hervorheben. Dennoch werde ich der Reihe treu bleiben, schon alleine in der Hoffnung, dass es wieder besser wird.

Bongo Comics des Monats… März 2013 [Panini, März 2013]

… März

Weiter geht es mit den Bongos des Monats März. Langsam aber sicher hole ich auf. 😀

Simpsons Comics Nr. 197 [Panini, März 2013]

Während Lisa sich dank Mathematik von einer Niete im Sport zu einer echten Sportskanone entwickelt und dabei sogar ihrer Lehrerin Frau Pommelhorst ein freudiges Lächeln entlockt, wird Homer zum Hundeflüsterer. Durch einen Zufall hat er ein kleines Problem mit dem Familienhund Knecht Ruprecht gelöst und fortan scheint er mit den bellenden Vierbeinern auf einer Wellenlänge zu schweben. Das geht sogar so weit, dass er für die Prominenz von Springfield, die Anlaufstelle Nummer Eins wird …

Mehrere Handlungsstränge bei den Simpsons sind nichts Neues und eigentlich auch nichts Besonderes. Im Gegenteil. Es wird sogar sehr oft angewendet. Zum einen, weil eine einzige Handlung nicht genug Stoff bieten würde, um die volle Länge zu füllen, zum anderen, damit alle Figuren der gelben Familie mit eingebunden sind.
Oft genug geht aber diese Idee nach hinten los, weil beide Storys auf der Stelle treten und inhaltlich keine Substanz und noch weniger Humor haben. Auch hier ist es so ein Fall. Zwar ist mit Ian Boothby einer der renommierten Simpsons Comics-Autoren verantwortlich, aber so richtig zünden wollen beide Handlungsfäden nicht. Genaugenommen hätte man das Inhaltliche auch auf der Hälfte der Seiten zusammenfassen können.
Auch von der zeichnerischen Seite wird kaum etwas geboten. Das Artwork ist 08/15 und zu austauschbar. Es gibt Ausgaben, da weiß man ohne in die Creditbox zu schauen nicht, wer der oder die Zeichner/in ist. Das ist auch im vorliegenden Fall so und in meinen Augen ein großer Kritikpunkt. Comics leben nach meiner Auffassung auch davon, dass verschiedene Zeichner die Figuren anders interpretieren. Bei Lizenzcomics, wie den Simpsons, kommt dies leider zu kurz.

FAZIT:

Inhaltlich eher schwach und visuell eine Enttäuschung. Diese Ausgabe kann bei mir persönlich kaum punkten und wird daher auch nicht lange im Gedächtnis bleiben. Die sonst so typischen Seitenhiebe sucht man hier förmlich und der spritzige Humor, den die Simpsons sonst ausmachen, ist eher ein tröpfelnder Rinnsal. Auch wenn sich Panini wieder sehr viel Mühe bei der redaktionellen Betreuung gibt, lässt sich das kaum verbergen.

Bart Simpson Nr. 72 [März 2013]

Nachdem Bart im Lehrerzimmer mal wieder einen Streich gespielt hat, soll er zur Strafe, Teil einer TV-Show werden, in der böse Buben zu Gefängnisinsassen gesteckt werden, um sie zu züchtigen. Das Problem ist nur, dass Homer ebenfalls ein fan dieser Sendung ist, und Bart deshalb keinesfalls dabei sein darf. Also muss Martin als Ersatz herhalten und das entwickelt sich ganz anders, als Bart es geplant hat …
Einen anderen Geistesblitz hat Milhouse, als er mal wieder das Objekt der Rache von Nelson geworden ist. Mit einem Hosenreisser-Service will er anderen Kindern die Scham abnehmen, unter der er ständig zu leiden hat. Nur, dass er sich hierfür bezahlen lässt. Was wie eine gute Idee klingt, könnte ihm die Achtung seiner großen Liebe Lisa einbringen. Nur an der Umsetzung muss noch gefeilt werden …
Nachdem sich Bart bei einem Skateboard-Wettbewerb eine Kopfverletzung zugezogen hat, findet er sich mit seiner Familie in einer „Familie Feuerstein“-ähnlichen Umgebung wieder. Aber auch dort ist das Leben alles andere als einfach …

TV-Shows aller Art bieten sich natürlich herrlich an, um sie durch den Kakao zu ziehen. Das merkt man auch bei den Simpsons, die dies regelmäßig nutzen. Aber wenn ich ehrlich bin, wird es langsam auch langweilig. Gerade dann, wenn es so lieblos umgesetzt wird, wie es hier der Fall ist. Über ganze 5 Seiten streckt sich eine Geschichte, deren Ende sich bereits auf Seite 2 erahnen lässt. Hinzu kommt, dass mit Nina Matsumoto die gleich 08/15-Zeichnerin am Werk ist, wie auch im Simpsons Comics-Heft dieses Monats.
Dafür fallen die anderen Storys und auch Maggies Welt dafür wieder ein wenig aus dem Rahmen. Neben Carol Lay, die sich der Hosenreisser-Story angenommen hat und hier nicht nur als Zeichnerin, sondern auch als Autorin auftrumpfen und gefallen kann, darf sich Peter Kuper an der Steinzeitgeschichte, zumindest visuell austoben. Wie auch Carol Lay, ist auch Kuper hierbei als Autor und Zeichner tätig. Doch inhaltlich bleibt nicht viel, was einen positiv überzeugen könnte. Dafür gefällt mir sein verschrobenes Artwork sehr gut, auch wenn es nicht hundertprozentig zu der Story passt. Über die ebenfalls wieder enthaltene Story zu Maggies Welt verliere ich diesmal nicht viele Worte. Inhaltlich okay überzeugen auch hier mehr die Zeichnungen. Aber das ist bei Sergio Aragones auch nichts Neues. Dennoch entlocken seine One-Pager einem regelmäßig ein Schmunzeln.

FAZIT:

Im direkten Vergleich mit den Simpsons Comics fällt diese Ausgabe weitaus positiver auf. Auch wenn inhaltlich nicht wirklich viel mehr passiert, als in der einen Geschichte der Hauptserie Simpsons Comics, stimmt hier das Gesamtbild und vor allem die unterschiedlichen Zeichenstile. Daran können sich die Simpsons Comics gerne ein Beispiel nehmen, und sich nicht immer nur in den Nebenserien und Halloween-Ausgaben experimentierfreudig zeigen.

Bongo Classics #5 [Panini, 2010/2011]

Nicht wirklich klassisch, aber neu auch nicht mehr. Aber einige Storys sind schon jetzt Klassiker.

Simpsons Comics Nr. 168 [Panini, Oktober 2010]

Homer ist faul, dumm und dusselig. Das bewahrheitet sich wieder einmal als er eine Katastrophe im Kernkraftwerk nur durch sein Glück abwenden kann. Um das ganze zu vertuschen, behauptet er einfach, dass das Alarmsystem einen Defekt hat. Daraufhin bekommt das Kraftwerk einen neuen Alarm und Homer nutzt den alten für sein Zuhause, was wiederum für neuen Ärger sorgt. Die ganzen „möglichen“ Katastrophen bescheren aber widerum Apu, Moe und Kent Brockman ungeahnte Zuwächse, die sie auch in Zukunft nicht missen möchten…

FAZIT:

Die Hauptstrang der Geschichte an sich ist zwar schnell erzählt, aber sie bietet noch weitaus mehr. Sergie Aragonés zeichnet hierbei nicht nur für die Bilder verantwortlich, auch die Geschichte entstammt seinem kreativen Hirn. Dabei machen die Simpsons trotz, oder gerade wegen, seines unverwechselbaren Stils sehr viel Spaß. Seine gewohnten Wimmelbildkompositionen bieten sehr viel Raum für Gags, Anspielungen und Hommagen an alles was die Welt anbietet.
Deshalb ist diese Ausgabe ein fast perfekter Spaß, der eigentlich nur dadurch getrübt wird, das es mir zu kurz war.

Bart Simpson Nr. 56 [Panini, Juli 2011]

Manchmal braucht es nur ein wenig Glück und schon kann sich das ganze Leben ändern. So auch im Fall der Simpsons. Bart entdeckt im Garten der Simpsons eine Rohölquelle was der Familie plötzlichen Reichtum und ein neues Zuhause beschert…
In Maggies Welt schafft es das kleine Mädchen einen Einbrecher zu verjagen und das mit ihrem ganz persönlichen Stil…
Ein Pickel. Und das mit gerade mal 8 Jahren. Lisas Leben ist zerstört. Da kann jetzt nur noch ein gemeinsamer Ausflug mit Mom helfen, und die Möglichkeit sich frei zu entfalten und dem Unbekannten zu öffnen. In der Zwischenzeit versucht Bart mit seinem neuerworbenen Wissen und Fähigkeiten als Bauchredner seinen Vater ganz gehörig auf das Glatteis zu führen…

FAZIT:

Eine schöne Mischung wird hier wieder einmal präsentiert, wobei auch diesmal wieder das eigentliche Highlight die zwei Seiten mit Maggies Welt sind. Innerhalb so weniger Panels so eine rundum perfekte und witzige Geschichte zu inszenieren, schaffen nicht viele. Der Rest des Heftes ist unterhaltsam aber mehr leider auch nicht, auch wenn die Zeichnungen diesmal durchaus abwechslungsreich sind.

Futurama Comics Nr. 42 [Panini, Januar 2011]

Weihnachten steht vor der Tür und Bender hat nichts besseres zu tun als die Weihnachtsmannroboter mit seinen Wünschen zu nerven. Als dies nicht so ganz klappt nimmt er auch einen Job als Weihnachtsmannroboter an, während Leela, Fry und Zoidberg Waffen nach Neptun zu den Rentierrobotern bringen sollen. Dort offenbart sich aber nicht nur ein neuer Plan des Weihnachtsroboters alle Menschen zu vernichten, sondern auch seine kleinen Elfen führen etwas im Schilde…

FAZIT:

Weihnachten ist zwar durch, das entsprechende Pendant Ostern zwar auch, aber was spricht dagegen dennoch eine Weihnachtsgeschichte zu lesen?
Eigentlich nichts, und erst recht nicht dann wenn sie sogar durchaus unterhaltsam ist. Zoidberg wird zum Helden an Weihnachten, und Fry und Leela erleben ein zweisames Weihnachtsfest. Das macht Spaß und bietet auch noch einiges an Seitenhieben am Rand. Sei es das kleine Hitlerpüppchen auf dem Tisch in der Werkstatt des Weihnachtsmannes, der durch Red Jul aufgedrehte Professor oder die leider nicht ins deutsche so glücklich übersetzbaren Kadavermakronen (Ginger Rat Cookies) von Zoidberg um nur einiges zu nennen.
Insgesamt ein gutes Heft, das durchaus aber noch etwas besser sein könnte.

Simpsons Super Spektakel #4 [Panini, April 2010]

Wie so oft bei den Simpsons wird hier existierendes humoristisch auf die Schippe genommen. In diesem Fall müssen die Großevents der großen Verlage daran glauben. Besonders die Crisis-Reihe von Comicriesen DC, wird hier Aufmerksamkeit gewidmet. Weiter gehts mit Gil der als Salesman seinen Tod findet und von nun an als Geist an Bartman Seite Verbrechen bekämpfen will. Als letztes gibt es eine Parodie auf die 80Page Giant-Hefte in denen oftmals aussergewöhnliche Geschichten (sogenannte „Imginary Stories“) ihren Abdruck fanden. Hier findet Radioactive Man ein seltsames Haus vor welches ungewöhnliche Wirkungen auf seine Besucher hat…

FAZIT:

Rundum gelungene Comicparodie-Ausgabe. Besondere Spitzen wie das Auftauchen von Bendis, Morrison und Johns, die mit ihren Neustrukturierungsplänen viele klassische Helden zum Unmut älterer Leser ruiniert haben, bis hin zu Anspielungen und Hommages an die eigene Bongo-Vergangenheit und die großen Verlage Marvel,DC und Image, beweist diese Ausgabe, dass Humor am besten funktioniert, wenn man über sich selber lachen kann.

Bongo Comics des Monats… Februar 2013 [Panini, Februar 2013]

… Februar

Weiter geht es mit den Februar-Ausgaben der deutschsprachigen Bongo-Comics des Panini Verlages …

Simpsons Comics Nr. 196 [Panini, Februar 2013]

Krustys Einschaltquoten sinken und die einzige Chance wieder an etwas Geld zu kommen ist eine neue Reality-Doku-Show. Da kommt Homer mit seinem „Fresswahn“ genau recht. Mit seiner Hilfe will Krusty Millionen scheffeln. Ab sofort darf Homer in „Fresswettkämpfen“ gegen tierische Gegner antreten und sein Können unter Beweis stellen. Doch Marge betrachtet den Ruhm ihres Gatten mit Sorgen …

Dass Realityshows aller Art hervorragendes Futter für Persiflagen und bösartige Verarschungen sind, ist nichts Neues. Auch bei den Simpsons wurden die diversen Formate, von Frauentausch bis Pop Idol schon durch den Kakao gezogen. Man könnte jetzt denken, dass es langsam langweilig wird. Dem ist aber nicht so. Starautor Paul Dini kreiert eine witzige und spannende Geschichte, deren Ende zwar vorhersehbar ist, aber das, wie und warum wird, fröhlich und vor allem simpsonstypisch präsentiert.
Lediglich die erneuten zu einheitlichen Zeichnungen trüben ein wenig das Gesamtbild. Zu verwechselbar und zu wenig Dynamik sind hierbei die Hauptkritikpunkte, auch wenn Zeichner Phil Ortiz kein unbeschriebenes Blatt bei den Simpsons ist und technisch einwandfreie Arbeit abliefert. Ein wenig eigener Stil wäre aber in meinen Augen durchaus wünschenswert.

FAZIT:

Wieder eine bessere Ausgabe der Simpsons Comics, die vor allem mit den Anspielungen und Seitenhieben auf diverse Realityformate punkten kann. Dabei geht der typische Serienhumor nicht verloren und spannend wird es auch noch präsentiert. Was kann sich ein Simpsonsfan mehr wünschen. Wenn jetz auch noch die Zeichnungen ein wenig eigenständiger werden würden, wäre es perfekt.

Bart Simpson Nr. 71 [Panini, Februar 2013]

Bart bekommt von seinem Onkel Herb einen Chemiekasten geschenkt. Eigentlich wollte er ihn gleich wegwerfen, aber Milhouse überredet seinen Freund ein wenig damit zu experimentieren. Heraus kommt ein Gemisch mit einer seltsamen Fähigkeit. Alles, was damit besprüht wird, wird unglaublich schnell. Damit lässt sich doch sicher ein wenig Geld machen? Das denken sich auch die Schulrowdys und machen sich auf die Jagd, Bart sein Elixier abzunehmen …
In Maggies Welt zeigt sich, dass auch kleine Kinder ihre Möglichkeiten haben, um ihren Willen durchzusetzen. Und das geht auch ohne Schreien und Quengeln …
Ein Videowettbewerb, bei dem es einen nagelneuen Computer zu gewinnen gibt schürt das Interesse an der Springfielder Grundschule. Fast alle haben ihre Beiträge bereits fertig, nur Bart und Nelson noch nicht. Bart, weil sein Computer alles andere als leistungsstark ist und Nelson, weil er nur eine alte Videokamera besitzt. Doch wenigstens mangelt es den beiden nicht an Ideen und so machen sie sich auf, um den Wettbewerb zu gewinnen …

Alle drei Geschichten haben ihren Reiz und vor allem viel Humor. Doch die beste Story ist diesmal nicht Maggies Welt, wie des öfteren in der Vergangenheit, sondern der Videowettbewerb. Hier stimmt einfach alles. Die Geschichte ist spannend, witzig und vor allem sprüht sie vor Charme. Auch wenn das Finale keine Überraschung ist, sind es hier vor allem die Zeichnungen, die mir persönlich sehr gut gefallen. Zwar macht auch Sergio Aragones bei Maggies Welt wieder gute Arbeit und auch John Costanza in der ersten Story ist technisch sauber, bis auf Milhouses Gesicht, welches ein wenig zerknautscht aussieht. Aber Michael T. Gilbert ist erfrischend anders. Keine starre Panelanordnung, keine typischen Allerweltszeichnungen, eben kein 08/15-Artwork. Kurzum, endlich eine gelungene Geschichte, die auch visuell überzeugen kann.

FAZIT:

Insgesamt durchaus unterhaltsam besticht das Heft vor allem durch die letzte Geschichte, die sowohl durch eine witzige und durchdachte Story, als auch mit außergewöhnlichen Zeichnungen überzeugen kann. In diesem Monat ist Bart Simpson definitiv die bessere der beiden Bongo-Ausgaben und wer sich an einem etwas anderen Design der Simpsons nicht stört, ist mit diesem Heft bestens bedient.

Bongo Comics des Monats… Januar 2013 [Panini, Januar 2013]

… Januar

Nach längerer Pause gibt es Mal wieder ein Bongo Comics des Monats. Ich muss wirklich versuche, die regelmäßiger hinzubekommen. 😀

Simpsons Comics Nr. 195 [Panini, Januar 2013]

Nur weil Bart sich mal wieder einen kleinen Streich mit Rektor Skinner erlaubt hat, droht ihm schlimmer Ärger. Das dritte Elterngespräch dieses Jahres und dabei ist gerade einmal September. Das wäre alles nicht so gravierend, wenn nicht Marge im eingetrichtert hätte, dass Weihnachten für ihn ausfallen würde, wenn sie und Homer zum dritten Mal in die Schule müssten, wegen ihm. Also schnappt er sich Milhouse und die beiden flüchten auf ein Schiff. Aber damit beginnen seine Probleme erst richtig. Denn nachdem die beiden als blinde Passagiere entdeckt sind, und sie als Küchenjungen und Köche die gesamte Mannschaft krankgemacht haben, finden sie sich zusammen mit dem Kapitän nach einer Meuterei in einem Schlauchboot wieder. Alleine auf hoher See, doch zum Glück taucht eine Insel am Horizont auf …

Da werden doch glatt Erinnerungen an die neunte Staffel und die Folge mit dem blöden UNO-Club wach, als Bart und seine Klasse schon einmal auf einer Insel gestrandet waren. Und auch wenn eben diese Folge nicht zu meinen Lieblingsepisoden gehört, so gefällt mir diese Comicstory doch sehr gut. Sie hat alles, was sie braucht. Spannung, Humor und viele Anspielungen auf alles Mögliche. Besonders Filme und Serien wurden diesmal massiv durch den Kakao gezogen.
Zeichnerisch ist alles mal wieder Durchschnitt. John Delaney versteht sein Handwerk und macht technisch gesehen nichts falsch. Und auch wenn er einen kleinen Teil seines eigenen Stils mit einbringt, sehen die Zeichnungen zu einheitlich aus. Aber da kann ich ihm wohl kaum einen Vorwurf machen, denn ich weiß ja nicht, wie sehr Bongo gewillt ist, den Zeichnern Freiraum zu lassen oder sie eben einzuengen.

FAZIT:

Ein sehr unterhaltsames Heft mit leider zu einheitlichen Zeichnungen. Dafür wissen die Gags und Anspielungen zu punkten und die wie immer sehr gute redaktionelle Betreuung, seitens Panini. Es gibt nicht mehr viele Comichefte, die mit so vielen Leserbriefen und Backgroundinfos aufwarten können, inklusive eines Guides zu den neuen TV-Staffeln. Da muss man dem deutschen Verlag wirklich einmal ein Lob aussprechen.

Bart Simpson Nr. 70 [Panini, Januar 2013]

Bart kann es nicht lassen, sein Essensgeld für Süßigkeiten auszugeben. Doch als Lisa in entdeckt, und droht es Homer und Marge zu sagen, beteuert Bart, dass er damit aufhören würde. Was er aber nicht tut. Stattdessen bekommt er des Nachts Besuch von dem „Schwarzen Zahn“!
In Maggies Welt hat die kleinste Simpson mit starken Eindrücken aus dem Zirkus zu kämpfen und lässt daher ihren Wünschen freien Lauf.
Als Lisa mit ihrer Klasse Homer im Kraftwerk besucht, will sie nicht, dass ihre Klassenkameraden sehen, was ihr Vater für ein Chaot ist. Deshalb räumt sie ganz schnell seinen Arbeitsplatz auf. Dies führt dazu, dass als Mister Burns hereinkommt, Homer eine Beförderung anbietet. Aber nur wenn er seine Ordnung über einen längeren Zeitraum nachweist.

Alle drei Geschichten kommen sehr kurzweilig daher. Während Barts Zuckeralbtraum auch eine gewisse erzieherische Wirkung haben könnte, und Maggies Welt einfach nur unterhalten will, zeigt Homers Karrierestory, was möglich ist und was man hierfür tun sollte, und was besser nicht. Jedoch bleiben alle Stories eher kurzweilig und ohne große Längen und Fehler.
Das Artwork ist für jede Story passend, wobei Sergio Aragones‘ Zeichnungen für Maggies Welt wieder aus dem sonstigen Einheitsbrei herausstechen.

FAZIT:

Kurzweilige drei Geschichten, die inhaltlich ungefähr auf dem gleichen Niveau sind. Nicht zu kompliziert, eher locker und witzig. Frische und freche Unterhaltung für zwischendurch, sozusagen. Wer die gelbe Familie mag wird hierbei nichts falschmachen.

Futurama Comics Nr. 50 [Panini, Januar 2013]

Mom hat Geburtstag und ihre jährliche, einwöchige Rundumschönheitsbehandlung steht an. Währenddessen sollen ihre Söhne Walt, Larry und Igner auf MomCorp aufpassen. Doch kaum das Mom weg ist, stehen ein Haufen Probleme auf der Matte. Die Gewerkschaft will sichergehen, dass bei MomCorp alles mit rechten Dingen zugeht und Moms Partner wollen sie übers Ohr hauen und betrügen. Dem sind die drei Brüder nicht gewachsen. Also muss eine neue Mom für diese Woche den Platz einnehmen. Und die Wahl fällt hierfür auf Leela …

Sowohl inhaltlich als auch visuell gibt es nichts an diesem Abenteuer auszusetzen. Kurzweilig, witzig und unterhaltsam. Autor Ian Boothby zeigt erneut, dass er es versteht, gute Geschichten zu schreiben. Und auch mit Anspielungen geizt Boothby nicht. Egal ob Tweety, Shy Guy aus Super Mario Land, der Halleysche Komet, Charly Brown oder Oceans Eleven, um nur einige zu nennen, es gibt wieder sehr viel zu entdecken.
Beim Artwork hält sich James Lloyd wie gewohnt dicht an das bekannte Figurendesign. Das ist zwar insoweit in Ordnung, dass man sich auch dann schnell zurechtfindet, wenn dies der erste Futurama Comic ist, den man in die Hände bekommt, aber dennoch wäre auch hier mehr Freiraum für die Zeichner, in meinen Augen, kein Beinbruch.

FAZIT:

Ian Boothby erzählt eine tolle Geschichte, die mit vielen Kleinigkeiten gespickt ist, die es auch zu entdecken gilt. Zeichnerisch solide umgesetzt gibt es kaum etwas auszusetzen, sodass Fans und Freunde der Planet Express-Crew aus dem 3. Jahrtausend, auf ihre Kosten kommen.

Bongo Classics #4 [Panini, 2010]

Nach etwas längere Pause gibt es mal wieder eine Bongo Classics Review.

Simpsons Comics #159 [Panini, Januar 2010]

Wir schreiben das Jahr 2194. Die Simpsons sind zu Ikonen und Helden der Welt geworden und füllen ein eigenes Museum. Doch was war passiert? Dank Homers extremer Unfallneigung hat er sehr widerstandsfähige weiße Blutkörperchen entwickelt mit dessen Hilfe Dr. Hibbert Medikamente zu allen Krankheiten der Welt entwickelt. Lisa verdankt die Welt das das Ozonloch wieder geschlossen wurde und eine gleichmäßige Temperatur herrscht. Und dank Bart und Marge gibt es keine Bücher mehr. Doch ganz so friedvoll ist das Leben doch nicht…

FAZIT:

Solche Zukunftsgeschichten rund um die Simpsons sind schon ganz witzig. Sie sind zwar nix besonderes können aber mit ihrem „Was-wäre-wenn“ sehr schön locker unterhalten. Dies trifft auch auf diese Geschichte zu. Viele kleine Anspielungen verstecken sich in dieser, nur durch die Hauptgeschichte zusammengehaltenen, Kurzgeschichte und können damit kurzweilig unterhalten.

Bart Simpson Nr. 52 [Panini, Dezember 2010]

Der Comicbuchtyp hat es schon nicht einfach. Um seine zahllosen Briefe an Comicredakteure mit passenden Spundwords zu unterlegen benötigt er eben eine ganz schön zahlreiche Auswahl an eben jenen. Und Bart möchte gerne eine ganz besondere Ausgabe von Radioactive Man haben. Schon haben die beiden einen Deal…
Danach tut Maggie etwas sehr wichtiges für ihre Geschwister um denen einen sehnlichen Wunsch zu erfüllen in einer neuen Ausgabe von Sergio Aragonez‘  „Maggies Welt“.
Als nächstes macht Bart die wohl wichtigste Entdeckung des Lebens als er Homer eines seiner eigenen Comichefte in die hintere Hosentasche steckt: Frauen stehen auf Männer die Comics lesen! Eine wahnsinnige und wirklich wichtige Entdeckung für alle Comicnerds…
Zum Schluss erleben Bart und Milhouse noch ein paar aufregende Momente als sie eine Nacht im Zelt im Garten der Simpsons verbringen wollen und plötzlich Wölfe, Zombies und Vampire auftauchen…

FAZIT:

Eine nach meinem Geschmack rundum gelungene Ausgabe. Viel Wortwitz, viele visuelle Gags, fast perfekte Unterhaltung und auch eine gelungene Mischung der Zeichnungen, die eben nicht mehr typischer Simpsons-Standard sind. Einzig die letzte Geschichte passt nicht so ganz in das Gesamtbild, aber sie macht dennoch Spaß.

Futurama Comics #40 [Panini, Juli 2010]

Fry, Leela und Bender sind wieder mal auf dem Rückweg von einem Auftrag, als die drei auf einem Planeten abstürzen auf dem eine zurückgebliebene Computerhorde lebt. Ein kleines Völkchen mit PC die langsamer sind als heutige Taschenrechner werden von aggressiver Tieren (Dem Leopard 3.0, dem Feuerfuchs uvm.) angegriffen. Leela als erprobte Kämpferin steigt dadurch schnell zur Königin des kleinen Völkchens auf, während Bender von diesen ausgeschlachtet wird, um die eigenen PCs aufzurüsten. Als Fry seinen ausgehöhlten Freund vorfindet schwört er Rache…

FAZIT:

Was hier diesmal an Anspielungen geboten wird, ist Wahnsinn. Neben den fast schon zu erwartenden Computer und Internetgags, werden auch wieder Game, Film und Comic durch den Kakao gezogen. So haben der Leopard 3.0 (Mac OS X 10.5 „Leopard“), der Feuerfuchs (Mozilla Firefox), das Microsoft Office-Helferlein kleine Auftritte, während Leela als sexy Jungle Girl/Seena/Shanna-Verschnitt auftritt und dabei auf 56K-Zar trifft und Fry sich den ausgehöhlten Bender anzieht wie einst Tony Stark seine Iron Man-Rüstung und dabei Sätze wie „So, jetzt habe ich mich gesammelt, jetzt kann ich Bender rächen!“ um sich wirft.
Herrlich amüsant und wunderschön kurzweilig, ist diese Ausgabe wieder etwas besser als die letzten Ausgaben.

Simpsons Comics Nr. 200 [Panini, Juni 2013]

Heute gibt es noch etwas zusätzlich. Denn aus gegebenem Anlass ziehe ich die 200. Ausgabe der Simpsons Comics ein wenig nach vorne. Das Finale zu Avengers versus X-Men gibt es aber heute Abend trotzdem noch.

Dieses Jahr ist Gelb. Simpsons-Gelb um genau zu sein. Bereits am 28. Januar flimmerte die 500. Simpsons-Episode über die deutschen Bildschirme und nun, knapp ein halbes Jahr später erscheint das 200. Simpsons Comicheft bei Panini. Und schon am 21. August ist dann ein weiteres, etwas kleineres gelbes Jubiläum an der Reihe. Die 75. Ausgabe der Bart Simpson-Comics. Doch nun will ich mich erst einmal der 200. Simpsons-Ausgabe widmen. Denn nicht nur der Autor dieses Artikels feierte im Juni seinen Geburtstag, sondern auch die Simpsons. Nur ist meine Jubiläumszahl noch lange nicht so hoch, wie die, der Simpsons.

Simpsons-500-Episode-Jubilaeum-Fox

200 Ausgaben, und ohne Deutschland würde es diese nicht geben. Wie bereits in meinem kleinen Simpsons-Special, vor einiger Zeit, erwähnt, ist es nur den deutschen Fans zu verdanken, dass die Simpsons Comics überhaupt monatlich erscheinen. Und nicht nur dass. Denn ohne die deutschen Leser und der Fanbasis hierzulande wären die Simpsons Comics schon längst wieder eingestellt worden. Anders als in Deutschland funktioniert die Sparte der Fun-Comics in den USA nicht so gut. Ein wöchentliche erscheinendes Micky Maus-Magazin ist, nicht so wie in Deutschland, ein Ding der Unmöglichkeit. Und auch die Simpsons Comics hatten es ganz schön schwer. Daher erschienen sie zu Beginn auch nur alle 2 Monate. Bis einschließlich zur Nummer 50. Ab dann änderte sich alles. Die Nachfrage in den USA stieg an und auch in Deutschland hatte Dino fast alles an Material bereits veröffentlicht, sodass man verdächtig nah an die US-Ausgaben (3 Monate Abstand um genau zu sein) herankam. Der Rest ist, kann man so sagen, fast schon Geschichte. Immer mehr Serien, Miniserien und One-Shots ergänzten das Verlagsprogramm des US-Verlages der Simpsons Bongo Comics. Und auch in Deutschland gab es Veränderungen. Dino wurde 2003 endgültig bei Panini eingegliedert und verschwand als Verlag und Name aus der deutschen Comiclandschaft, aber die Simpsons liefen weiter.

Moe und die große Liebe?

Moe und die große Liebe?

Und nun, fast 20 Jahre später – Simpsons Comics Nummer 1 erschien im November 1993 in den USA – feiern wir die 200. Ausgabe des gelben Wahnsinns. Viel ist seitdem passiert und vieles hat sich verändert. Nur drei Monate nach der US-Veröffentlichung (man bemerke, dass sich dieser 3-Monatsabstand erneut wiederholt) erschien die Jubiläumsausgabe ebenfalls in Deutschland. Auch die TV-Serie hatte inzwischen einen runden Geburtstag, der leider aber auch nicht ganz so besonders ausfiel, wie es einer solchen Feier würdig gewesen wäre. Vielleicht macht sich da die Comicversion besser und leistet sich weniger Fehler als das Serienvorbild.

Simpsons Comics Nr. 200

Nicht nur 200 Jahre Simpsons gibt es zu feiern, sondern auch 200 Jahre Springfield. Das behauptet zumindest Bürgermeister Quimby. Denn um sein kleines Polospielchen mit den reichsten „Säcken“ der Stadt zu vertuschen, ordnet Quimby eine fingierte 200-Jahr-Feier an. Doch damit die Feier nicht nur aus Party, Musik und Trinkgelagen besteht, will Lisa ein paar historische Ereignisse rund um Springfield Revue passieren lassen. Dafür greift Jeff Albertson, der Comicbuchverkäufer in seinen Geschichtenfundus und kramt dort eine Story der Fantastischen Gründerväter hervor. Aber auch Hollis Hurlbut weiß einiges aus dem Krieg zwischen Nord und Südstaaten zu erzählen. Sogar die große Depression wird in Form von Yogi Bear verwurstet und aufgegriffen, wie die Damen damals das Frauenwahlrecht „durchgeboxt“ haben. Zu guter Letzt dürfen auch noch Joel Siegel und Jerry Schuster in Springfield die Inspiration für ihren Superman erhalten und ein taxifahrender Matt Groening klaut die Idee für Futurama. Alles in allem also eine typische 200-Jahr-Feier bei den Simpsons.

Wer hierfür wohl Pate stand?

Wer hierfür wohl Pate stand?

Für diese Geburtstagsausgabe hat man sich den Autoren ausgesucht, der bei den Fans am beliebtesten ist und der immer wieder mit vielen, sogar sehr vielen Anspielungen und versteckten Hinweisen in seinen Geschichten aufwarten kann. Ian Boothby. Dieser Herr kennt sich nicht nur bei den Simpsons sehr gut aus, sondern auch in der Glamourwelt und der amerikanischen Geschichte. Und all dies verpackt er immer wieder in faszinierenden und witzigen Geschichten. Doch die Geburtstagsfeier Springfields ist nicht die einzige Geschichte in diesem Heft. Neben der bereits erwähnten Hauptgeschichte warten noch drei weitere, mehr oder minder längere, Abenteuer auf den lesefreudigen Käufer. Hierbei werden auch bekannte Serien, wie „Cheers“ gekonnt parodiert, sowie gezeigt, wie gefährlich das Spielen von Videogames sein kann, und welche Gefahren aus medizinischer Sicht auf die Dauerdaddler zukommen können. Doch um ehrlich zu sein, sind diese Geschichten, genau wie das letzte Abenteuer des Heftes mit Chief Clancy Wiggum, nur schmückendes Beiwerk. Den eigentlichen Kern bildet die Geburtstagsfeier, die auf satte 31 Anspielungen kommt. Hier hat Boothby wirklich ganze Arbeit geleistet. Und Gleiches gilt auch für die redaktionelle Betreuung seitens Panini, welche alle Anspielungen im nachhinein sorgfältig auflisten und mit wissensreichen Informationen präsentiert.
Visuell wird gewohnte Kost präsentiert, die nur bei zwei Geschichten ein klein wenig von der bekannten Norm abweicht. Dennoch bleiben die Figuren immer klar erkennbar. Somit finden sich auch Leser, welche erst durch die TV-Serie auf die Comics aufmerksam werden, schnell zurecht.

Als ob ein Superman-Bild von Jerry Siegel und Joe Schuster mal etwas wert wäre ...

Als ob ein Superman-Bild von Jerry Siegel und Joe Schuster mal etwas wert wäre …

FAZIT:

Das Jubiläum ist gelungen. Auch wenn das Ende der Mainstory ein wenig enttäuscht. Denn das ist plötzlich einfach so da, und man fragt sich als Leser, ob man etwas verpasst hat. So erging es mir persönlich zumindest. Trotzdem werden sich neue Leser genauso zurechtfinden, wie auch diejenigen, welche wie ich selber, seit der ersten Ausgabe bei der Serie dabei sind. Abgerundet wird das Jubiläum durch ein Gewinnspiel mit satten 200 Preisen, allen voran einer WiiU-Konsole inklusive dem Spiel „Die Simpsons – Das Spiel“ oder Komplettsets der DVD-Staffelboxen 1-15, außerdem gibt es noch eine Menge an signierten Comics und Variantausgaben, sowie Unmengen an Merchandising-Artikeln zu gewinnen. Dieser Geburtstag ist also nicht nur ein Gewinn für die Serie, sondern auch für den Leser.

Teddy! Roosevelt?

Teddy! Roosevelt?

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Bongo Comics Group / Panini

Gratis Comic Tag 2013 Review (5): Simpsons Comics für Umme [Panini, Mai 2013]

GCT 2013Das nächste Gratis Comic Tag-Review wird Gelb. Mit den Simpsons Comics für Umme legt Panini seit dem Start des Gratis Comic Tages eine regelmäßige Publikation vor. Denn seit dem Start gab es jedes Jahr einen solchen Bongo/Simpsons Comic. Doch warum macht Panini dies? Sind die Verkäufe der Simpsons Comics so schlecht oder liegt es einfach daran, dass die Simpsons eine Marke sind, die ohnehin immer ziehen? Da Antwort drauf wird der Gratis Comic wohl auch nicht geben, aber vielleicht ein paar Andere…

Simpsons Comics für Umme
(Gratis Comic Tag 2013)

Gratis Comics sind nichnt nur am Gratis Comic Tag erhältlich. Auch zu den bekannten Kids Menüs diverser Fast Food-Ketten gibt es immer wieder solche Ausgaben. Auch bei Krusty Burger gibt es nach 30 Jahren endlich wieder einmal ein Comic mit dem Clown. Auf jeden Fall sind Bart und Milhouse extrem neugierig und sind auch nicht bereit ihre beiden Ausgaben, welche auch gleich die letzten der Filiale darstellen, an den Comicbuchverkäufer abzutreten …
Tortenmann und Törtchenboy treffen auf einen neuen Schurken mit dem Namen Professor Fink. Aber was hat den ehemals so netten und hilfsbereiten Professor Frink in diesen Superschurken verwandelt? Und dann tauschen die beiden auch noch ihre Rollen, indem Bart altert und Homer verjüngt wird. Wie kann das Heldenteam jetzt noch den Schurken, der mit Snake umherzieht aufhalten?

Die Simpsons Comics sind, was sie sind. Kurzweilige Spaßgeschichten. Klar gibt es auch immer wieder tiefsinnige Anspielungen auf Weltgeschehnisse und ausgeklügelte Subplots. Doch im Großen und Ganzen wollen die Simpsons unterhalten. Das ist auch bei diesem Gratis Comic nicht anders. Doch würden mich diese Geschichten anlocken, wenn ich bisher keine Simpsons Comics lesen würde? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Die erste Geschichte ist zwar in sich gelungen und legt die typischen Praktiken von Konzernen und Prominenten, wie eben Krusty, der sich vollends vermarktet, mit einem zwinkernden Auge offen.
Die zweite Geschichte hingegen ist ein wenig zusammenhanglos. Zwar kennt man Tortenmann und Törtchenboy aus einer Simpsons-Folge, aber im Comic sind deren Abenteuer bereits weiter vorangeschritten. Dennoch bleibt die Geschichte lesbar, wenngleich sie mit Vorkenntnissen weitaus mehr Spaß macht.