Asterix Review Special (8): Asterix bei den Briten

Heute folgt bereits das achte Asterix-Review-Special, die ich nach dem Ende von Comic Hive nun hier fortführe. Und auch die alten Specials werden nicht im digitalen Nirwana verschwinden, sondern dürfen hier weiterleben. Aber nun geht es erstmal auf nach Britannien …
Noch während „Der Kampf der Häuptlinge“ in Pilote erschien, erfreuten René Goscinny und Albert Uderzo ihre Fans mit kleinen Geschichten und Zeichnungen aus dem stetig wachsenden Asterix-Universum. Hierzu gehörte auch ein Bild, welches zeigt, wie Asterix und Obelix am Kessel mit dem Zaubertrank herumturnen. Aus diesem kleinen Bild entstand dann wiederum über 20 Jahre später die Idee zu dem Band „Wie Obelix als kleines Kind in den Zaubertrank geplumpst ist“.

Auch als kleine Buben waren Asterix und Obelix unzertrennlich.

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Asterix Nr. 35: Asterix bei den Pikten [Egmont, Oktober 2013] plus Gewinnspiel!!!

Wenn eine so langlebige Comicserie, wie es bei Asterix der Fall ist, ein neues Kreativteam erhält, dann schürt dies unweigerlich das Interesse der Fans und Kritiker. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad standen also unter enormen Druck, um beiden Lagern gerecht zu werden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Albert Uderzo diesmal noch ein wachendes Auge über den ersten Band des neuen Teams gehalten hat. Und auch Goscinnys Tochter Anne setzt nicht nur große Hoffnungen in die Beiden, sondern wünscht sich auch, dass ihr Vater Ferri und Conrad wohlgesonnen ist.

Asterix Nr. 35: Asterix bei den Pikten

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Asterix Review Special (7): Der Kampf der Häuptlinge

Am 22. Oktober 1964 war es endlich soweit. Das neue Abenteuer „Le Combat des Chefs“ startete mit einer überformatigen Doppelseite, die mit ihrem Format von 24 x 31,5 cm ausnahmsweise sogar größer war, als es später im Albennachdruck der Fall war in Pilote Nr. 261.
In dieser Ausgabe widmete sich „Das Magazin für die Jugend des Jahres 2000“, wie es sich selbst untertitelte, dem Jahr 2000. Diese Sonderausgabe zierte dann auch passenderweise zum neuen Abenteuer ein Titelbild, auf dem sich die beiden Chefredakteure des Magazins Jean-Michel Charlier und René Goscinny einen heftigen Kampf. Jeder der beiden steht ähnlich, wie es Majestix bei den Galliern der Fall ist, auf einem von je zwei Männern getragenen Schild und ist mit den für ihre Profession typischen Waffen ausgestattet. Charlier greift mit einer Schreibmaschine an und Goscinny wehrt sich mit seinem Füllfederhalter, während Asterix, Obelix, Idefix und Majestix mit einem verschmitzten Lächeln im Hintergrund die Situation beobachten. Zum Anfang des Jahres 1966, knapp ein halbes Jahr nachdem dieses Abenteuer im Pilote beendet wurde, gelangte „Der Kampf der Häuptlinge“ zum Nachdruck bei Dargaud im Albenformat. Wiederum etwa eineinhalb Jahre später kamen auch die deutschen Leser in den Genuss des durchgedrehten Miraculix, als die Geschichte im vom Ehapa Verlag verlegten Magazin MV debütierte. Der Kampf der Häuptlinge stellte auch das erste Abenteuer, das in MV zum Abdruck kam. Dementsprechend zuversichtlich und selbstsicher wurde auch das Editoral verfasst:
„Es gelang uns, den ebenso hintergründigen wie umwerfend komischen Asterix für MV 67 zu gewinnen. Asterix, der ulkige Gallier, ist längst zu einer Lieblingsfigur von Millionen Lesern in der ganzen Welt geworden. Was Asterix und seine drolligen Freunde im Kampf mit den alten Römern erleben, ist so phantastisch und amüsant, dass ihm ohne Zweifel die Herzen der MV-Leser zufliegen werden.“

Goscinny im Kampf mit seinem Kollegen.

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Asterix bei den Pikten – Das Cover wurde enthüllt

Asterix Gruppe

Heute Morgen war es endlich soweit. In einer feierlichen Pressekonferenz in Paris wurde das finale Cover für das neue Abenteuer enthüllt. Der 35. Band, der von René Goscinny und Albert Uderzo erdachten Gallier führt Asterix und seinen Freund Obelix in die schottischen Hochländer zum alten Volk der Pikten. Dies wird auch gleichzeitig der erste Band sein, an dem keiner der beiden geistigen Väter mehr mitwirkt. Nach dem Tod von René Goscinny im Jahre 1977 übernahm Albert Uderzo die Zügel bei Asterix. Nun gab der inzwischen 86-jährige seine beiden Kinder in die Hände von Autor Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad.

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Der Band erscheint am 24. Oktober 2013 mit 48 Seiten Umfang als Softcover für 6,50 Euro, als Hardcover für 12 Euro sowie als Luxus-Ausgabe im Hardcover mit erweitertem Seitenumfang von 128 Seiten für 49,99 Euro. Dieser enthält neben dem kompletten Abenteuer noch Vorzeichnungen und ein umfangreiches Making Of. Wer das Softcover direkt im Ehapa Shop vorbestellt erhält solange der Vorrat reicht folgendes Motiv als A2-Poster gratis dazu.

Asterix Poster Vorbesteller

© 2013 Les Éditions Albert René

Quellen: www.ehapa.de, www.ehapa-comic-collection.de, www.asterix.de

Asterix Review Special (6): Asterix und Kleopatra

Dass der Band „Asterix und Kleopatra“ einen besonderen Stellenwert in der deutschen Veröffentlichung einnimmt, habe ich bereits in einem vergangenen Review-Special erwähnt und sogar teilweise erklärt. Aber darüber hinaus gibt es noch wesentlich mehr, und vor allem Witzigeres über dieses Abenteuer zu erfahren.

Dieses Abenteuer hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Auch bei Obelix.

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Asterix Review Special (5): Tour de France

In der deutschen Fassung dieses Bandes ist die Anspielung direkt im Namen zu erkennen. Für das fünfte Abenteuer der beiden Gallier in Frankreich wurde wenig subtiler, mit der immer noch sehr erfolgreichen Tour de France-Anspielung, geworben. Im Original lautet das Abenteuer Tour de Gaule, aber alleine durch die Routenplanung wird deutlich, dass dies eine Reminiszenz an das wohl schwerste und erfolgreichste Etappenrennen der Welt ist.

Asterix‘ Reiseroute sieht der Tour de France zum Verwechseln ähnlich.

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Asterix Review Special (4): Asterix als Gladiator

In diesem Asterix Review-Special verschlägt es die beiden Gallier nach Rom. Und wenn ihr dann das Review lest, werdet ihr die Handlung vielleicht wiedererkennen. Sofern ihr denn den Film Asterix: Sieg über Cäsar kennt, für den große Teile der Handlung verwendet wurden. Aber es gibt noch weitaus mehr über dieses Abenteuer zu sagen, als das es Teil einer Filmvorlage ist.

Alavacomgetepus mit seinem Gefangenen.

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Asterix Fan-Edition [Egmont, Juni 2013]

Die Wartezeit bis zum neuen 35. Asterix Band, der am 24. Oktober 2013 erscheinen soll, ist noch ziemlich lang und die Fans dürsten nach neuem Material. Also warum soll man nicht die Chance nutzen und ein Magazin veröffentlichen, welches nicht nur alte Fans bedient, sondern auch Neue anlocken könnte?
So dachte sich das auch der Egmont Verlag und legt nun quartalsweise die Asterix Fan-Edition in einer anfänglichen Auflage von 55.000 Exemplaren auf. Für 3,50 Euro gibt es auf den 32 Inhaltsseiten Infos rund um Asterix und seine Reisen, das neue Asterix Browser-Spiel und natürlich auch über den bevorstehenden neuen 35. Band der Gallier.

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Dabei wird alles fein säuberlich sortiert, damit auch der ungeübte Gallier sich sofort zurechtfindet. Beginnend mit den verschiedenen Reisemöglichkeiten und Orten, machen sich Asterix und Obelix zuerst zu Fuß, dann auf dem Wasser und zuletzt durch die Luft auf den Weg um Städte und Länder zu bereisen. Neben ausführlichen und informativen Texten wird die Fan-Edition vor allem durch Bilder aus den verschiedenen Alben bereichert. Damit man auch sofort weiß, wo welches Bild hingehört, wurden diese penibel genau beschriftet. Neben dem Titel des Albums befinden sich auch die Seite und das Panel beziffert. Störend hierbei ist jedoch, dass man sich wohl hierfür einfach der originalen französischen Angaben bedient. Denn aus deutscher Sicht ergeben „PL 15, C1“ für den Tour de France-Band keinen Sinn. Klar könnte man „PL“ mit Panel gleichsetzen, aber tatsächlich ist damit die Seite gemeint. Während mit dem „C“ das Panel bezeichnet wird. Wenn man das einmal durchschaut hat, weil man wie ich zum Beispiel die Bände besitzt, dann ist es kein Problem. Als Neuling jedoch wäre das schon ein kleines Rätsel.

Das Kartenspiel. Oder wenigstens die ersten Karten dazu.

Das Kartenspiel. Oder wenigstens die ersten Karten dazu.

Neben den Reisemöglichkeiten wird auch noch ein genauer Blick auf einige der Völker wie den Goten (siehe hierzu auch das Review Special „Asterix und die Goten“), die Belgier und die Normannen näher beleuchtet. Und sogar eine Dame darf in den Fokus rücken. Kleopatra bekommt, wie auch die bereits erwähnten Völker, ein doppelseitiges Porträt verpasst. Danach sind dann auch noch besondere Reiseziele an der Reihe. So wird zum Beispiel das heutige Paris (damals Lutetia) unter die Lupe genommen und Korsika, sowie Athen und Piräus vorgestellt. Auch die Sitten, allen voran den olympischen Spielen, des Rugby und der Pferderennen werden dargstellt und mit allerlei Infos dargbracht. Alles angereichert mit „Profi-Wissen“ sowie Bildern aus den passenden Asterix-Abenteuern.

Die visuelle Entwicklung des kleinen Galliers.

Die visuelle Entwicklung des kleinen Galliers.

Aber das Heft hat noch mehr zu bieten. Eine Doppelseite mit Rätseln zum Beispiel. Ein Bilder-Puzzle-Rätsel, sowie ein Fehlersuchbild sollen die grauen Zellen der Leser ein wenig fordern. Wer damit vollends überfordert sein sollte, und keinen Zaubertrank zur Hand hat, braucht aber nicht verzweifeln. Denn die Lösungen dazu finden sich direkt unter den Rätseln. Natürlich horizontal gespiegelt, damit man sie nicht sofort lesen kann.

Hier geht das neuen Abenteuer hin.

Hier geht das neuen Abenteuer hin.

Doch wenn man schon so ein Sonderheft veröffentlicht, dann darf man sich nicht nur an altem Material bedienen, sondern muss auch Neues bringen. Dass schafft Egmont unter anderem durch die Vorstellung des bevorstehenden neuen Asterix-Bandes. Hier werden nicht nur das neue Reiseziel und das Volk vorgestellt, sondern auch das neuen Künstlerteam, welches für die Umsetzung verantwortlich sein wird. Jedoch nicht ohne die beiden Väter der Gallier vorher noch einmal vorzustellen.

Die alten und neuen Väter der beiden Gallier.

Die alten und neuen Väter der beiden Gallier.

Und auch das neue Browser-Spiel, in welchem man als Rumklix das gallische Dorf aufbauen, Römer verkloppen und Quest abarbeiten kann wird vorgestellt. Inklusive eines Bonuscodes für ein exklusives Item innerhalb des Spieles. Doch das muss leider warten, denn derzeit sind Wartungsarbeiten. Die Closed Beta wurde nämlich am 10. Juni 2013 um 10 Uhr beendet und nun warten alle auf den Start der Open Beta. Doch es gibt noch etwas Negatives, was ich hierzu gleich anmerken muss. Alle, die bisher die Closed Beta gespielt hatten, werden, sobald das Spiel wieder online geht, bei Null anfangen. Sprich alle Accounts werden zurückgesetzt. Auch wenn vorher dies nicht wirklich von den Entwicklern kommuniziert wurde. Aber dafür gibt es auch eine Belohnung. Wer mehr dazu wissen will, sollte einfach im Forum auf www.asterix-and-friends.de vorbeischauen.

Ausführliche Infos zu den "Pikten".

Ausführliche Infos zu den „Pikten“.

FAZIT:

Das neue Asterix Fan-Edition Magazin ist eine ordentliche Sache. Asterix-Fans, die sich schon länger mit dem kleinen Gallier befassen, werden aber kaum Neues entdecken und neue Leser sich vielleicht aufgrund der Menge an Infos etwas überfordert fühlen. Dennoch ist die Idee an sich nicht schlecht, hat aber einen leichten, faden Beigeschmack. Denn stellenweise wirkt das Heft schon sehr liebevoll aufgemacht und dann wieder so, als würde man nur Geld „abzocken“ wollen. Da helfen auch das schöne Doppelposter mit einem Motiv zu Asterix bei den Pikten“ sowie einer Karte der bisherigen Reiseziele der Gallier und den ersten Karten zum Sammelkartenspiel nicht wirklich weiter.

Das neue Team mit einer neuen Figur?

Das neue Team mit einer neuen Figur?

Dennoch sollte Fans und Interessierte einmal einen Blick riskieren und einmalig 3,50 Euro tun nicht wirklich weh. Es sei denn, man hat bereits die Begleithefte zur Sammelserie des Asterix-Dorfes. Denn hier wurden die gleichen Texte nur in einem neuen Layout wiederverwertet. Einzig die Seiten zum neuen Band und dem Browserspiel sind neues Material.

Asterix und Obelix im Pikten-Outfit.

Asterix und Obelix im Pikten-Outfit.

Copyright aller verwendeten Bilder © Les Éditions Albert René/Goscinny – Uderzo / Hachette Collections / Egmont Ehapa Verlag Berlin

Asterix Review Special (3): Asterix und die Goten

Asterix und die Goten nimmt in den deutschen Veröffentlichungen eine Sonderstellung ein. Dies liegt aber nicht etwa an einer überragenden Geschichte, sondern hat andere Gründe.
Der Erste ist, dass mit diesem Abenteuer die Einführungstrilogie von René Goscinny und Albert Uderzo abgeschlossen ist. Mit dieser Geschichte ist die grobe Charakterisierung und die Vorstellung der Hauptfiguren abgeschlossen. Die wesentlichen Szenarien sind etabliert und ein Handlungsgerüst wurde nebenbei auch geschaffen. So ist, bis auf wenige Ausnahmen, die grobe Handlung jedes Abenteuers gleich. Alles beginnt innerhalb der Friedlichkeit des Dorfes und führt die beiden Hauptfiguren Asterix und Obelix in Abenteuer um die ganze Welt. Somit bilden die ersten drei Abenteuer eine eng zusammenhängende Geschichte, auch wenn sie trotzdem für sich stehend lesbar und verständlich sind.

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Asterix Review Special (2): Die goldene Sichel

In diesem Review-Special stelle ich euch das zweite Abenteuer der beiden Gallier vor. So manch einer wird sich vielleicht wundern, denn nach offizieller Albenreihenfolge werden einige vermutlich den Band „Asterix und Kleopatra“ erwarten. Doch dies ist ein Fehler. Denn bei dem angesprochenen Band handelt es sich im Original um das sechste Abenteuer. Dies wurde damals in Deutschland nur wegen des zeitnah im Kino laufenden Animationsfilmes vorgezogen. Grundsätzlich hatte es Ehapa bei den ersten sieben Bänden mit der Reihenfolge nicht so genau genommen. Doch dies soll nicht der eigentliche Schwerpunkt dieser kleinen Einleitung sein.

Asterix_02_Special_001 Weiterlesen