Bongo Comics des Monats… Februar 2013 [Panini, Februar 2013]

… Februar

Weiter geht es mit den Februar-Ausgaben der deutschsprachigen Bongo-Comics des Panini Verlages …

Simpsons Comics Nr. 196 [Panini, Februar 2013]

Krustys Einschaltquoten sinken und die einzige Chance wieder an etwas Geld zu kommen ist eine neue Reality-Doku-Show. Da kommt Homer mit seinem „Fresswahn“ genau recht. Mit seiner Hilfe will Krusty Millionen scheffeln. Ab sofort darf Homer in „Fresswettkämpfen“ gegen tierische Gegner antreten und sein Können unter Beweis stellen. Doch Marge betrachtet den Ruhm ihres Gatten mit Sorgen …

Dass Realityshows aller Art hervorragendes Futter für Persiflagen und bösartige Verarschungen sind, ist nichts Neues. Auch bei den Simpsons wurden die diversen Formate, von Frauentausch bis Pop Idol schon durch den Kakao gezogen. Man könnte jetzt denken, dass es langsam langweilig wird. Dem ist aber nicht so. Starautor Paul Dini kreiert eine witzige und spannende Geschichte, deren Ende zwar vorhersehbar ist, aber das, wie und warum wird, fröhlich und vor allem simpsonstypisch präsentiert.
Lediglich die erneuten zu einheitlichen Zeichnungen trüben ein wenig das Gesamtbild. Zu verwechselbar und zu wenig Dynamik sind hierbei die Hauptkritikpunkte, auch wenn Zeichner Phil Ortiz kein unbeschriebenes Blatt bei den Simpsons ist und technisch einwandfreie Arbeit abliefert. Ein wenig eigener Stil wäre aber in meinen Augen durchaus wünschenswert.

FAZIT:

Wieder eine bessere Ausgabe der Simpsons Comics, die vor allem mit den Anspielungen und Seitenhieben auf diverse Realityformate punkten kann. Dabei geht der typische Serienhumor nicht verloren und spannend wird es auch noch präsentiert. Was kann sich ein Simpsonsfan mehr wünschen. Wenn jetz auch noch die Zeichnungen ein wenig eigenständiger werden würden, wäre es perfekt.

Bart Simpson Nr. 71 [Panini, Februar 2013]

Bart bekommt von seinem Onkel Herb einen Chemiekasten geschenkt. Eigentlich wollte er ihn gleich wegwerfen, aber Milhouse überredet seinen Freund ein wenig damit zu experimentieren. Heraus kommt ein Gemisch mit einer seltsamen Fähigkeit. Alles, was damit besprüht wird, wird unglaublich schnell. Damit lässt sich doch sicher ein wenig Geld machen? Das denken sich auch die Schulrowdys und machen sich auf die Jagd, Bart sein Elixier abzunehmen …
In Maggies Welt zeigt sich, dass auch kleine Kinder ihre Möglichkeiten haben, um ihren Willen durchzusetzen. Und das geht auch ohne Schreien und Quengeln …
Ein Videowettbewerb, bei dem es einen nagelneuen Computer zu gewinnen gibt schürt das Interesse an der Springfielder Grundschule. Fast alle haben ihre Beiträge bereits fertig, nur Bart und Nelson noch nicht. Bart, weil sein Computer alles andere als leistungsstark ist und Nelson, weil er nur eine alte Videokamera besitzt. Doch wenigstens mangelt es den beiden nicht an Ideen und so machen sie sich auf, um den Wettbewerb zu gewinnen …

Alle drei Geschichten haben ihren Reiz und vor allem viel Humor. Doch die beste Story ist diesmal nicht Maggies Welt, wie des öfteren in der Vergangenheit, sondern der Videowettbewerb. Hier stimmt einfach alles. Die Geschichte ist spannend, witzig und vor allem sprüht sie vor Charme. Auch wenn das Finale keine Überraschung ist, sind es hier vor allem die Zeichnungen, die mir persönlich sehr gut gefallen. Zwar macht auch Sergio Aragones bei Maggies Welt wieder gute Arbeit und auch John Costanza in der ersten Story ist technisch sauber, bis auf Milhouses Gesicht, welches ein wenig zerknautscht aussieht. Aber Michael T. Gilbert ist erfrischend anders. Keine starre Panelanordnung, keine typischen Allerweltszeichnungen, eben kein 08/15-Artwork. Kurzum, endlich eine gelungene Geschichte, die auch visuell überzeugen kann.

FAZIT:

Insgesamt durchaus unterhaltsam besticht das Heft vor allem durch die letzte Geschichte, die sowohl durch eine witzige und durchdachte Story, als auch mit außergewöhnlichen Zeichnungen überzeugen kann. In diesem Monat ist Bart Simpson definitiv die bessere der beiden Bongo-Ausgaben und wer sich an einem etwas anderen Design der Simpsons nicht stört, ist mit diesem Heft bestens bedient.

Bongo Comics des Monats… Januar 2013 [Panini, Januar 2013]

… Januar

Nach längerer Pause gibt es Mal wieder ein Bongo Comics des Monats. Ich muss wirklich versuche, die regelmäßiger hinzubekommen. 😀

Simpsons Comics Nr. 195 [Panini, Januar 2013]

Nur weil Bart sich mal wieder einen kleinen Streich mit Rektor Skinner erlaubt hat, droht ihm schlimmer Ärger. Das dritte Elterngespräch dieses Jahres und dabei ist gerade einmal September. Das wäre alles nicht so gravierend, wenn nicht Marge im eingetrichtert hätte, dass Weihnachten für ihn ausfallen würde, wenn sie und Homer zum dritten Mal in die Schule müssten, wegen ihm. Also schnappt er sich Milhouse und die beiden flüchten auf ein Schiff. Aber damit beginnen seine Probleme erst richtig. Denn nachdem die beiden als blinde Passagiere entdeckt sind, und sie als Küchenjungen und Köche die gesamte Mannschaft krankgemacht haben, finden sie sich zusammen mit dem Kapitän nach einer Meuterei in einem Schlauchboot wieder. Alleine auf hoher See, doch zum Glück taucht eine Insel am Horizont auf …

Da werden doch glatt Erinnerungen an die neunte Staffel und die Folge mit dem blöden UNO-Club wach, als Bart und seine Klasse schon einmal auf einer Insel gestrandet waren. Und auch wenn eben diese Folge nicht zu meinen Lieblingsepisoden gehört, so gefällt mir diese Comicstory doch sehr gut. Sie hat alles, was sie braucht. Spannung, Humor und viele Anspielungen auf alles Mögliche. Besonders Filme und Serien wurden diesmal massiv durch den Kakao gezogen.
Zeichnerisch ist alles mal wieder Durchschnitt. John Delaney versteht sein Handwerk und macht technisch gesehen nichts falsch. Und auch wenn er einen kleinen Teil seines eigenen Stils mit einbringt, sehen die Zeichnungen zu einheitlich aus. Aber da kann ich ihm wohl kaum einen Vorwurf machen, denn ich weiß ja nicht, wie sehr Bongo gewillt ist, den Zeichnern Freiraum zu lassen oder sie eben einzuengen.

FAZIT:

Ein sehr unterhaltsames Heft mit leider zu einheitlichen Zeichnungen. Dafür wissen die Gags und Anspielungen zu punkten und die wie immer sehr gute redaktionelle Betreuung, seitens Panini. Es gibt nicht mehr viele Comichefte, die mit so vielen Leserbriefen und Backgroundinfos aufwarten können, inklusive eines Guides zu den neuen TV-Staffeln. Da muss man dem deutschen Verlag wirklich einmal ein Lob aussprechen.

Bart Simpson Nr. 70 [Panini, Januar 2013]

Bart kann es nicht lassen, sein Essensgeld für Süßigkeiten auszugeben. Doch als Lisa in entdeckt, und droht es Homer und Marge zu sagen, beteuert Bart, dass er damit aufhören würde. Was er aber nicht tut. Stattdessen bekommt er des Nachts Besuch von dem „Schwarzen Zahn“!
In Maggies Welt hat die kleinste Simpson mit starken Eindrücken aus dem Zirkus zu kämpfen und lässt daher ihren Wünschen freien Lauf.
Als Lisa mit ihrer Klasse Homer im Kraftwerk besucht, will sie nicht, dass ihre Klassenkameraden sehen, was ihr Vater für ein Chaot ist. Deshalb räumt sie ganz schnell seinen Arbeitsplatz auf. Dies führt dazu, dass als Mister Burns hereinkommt, Homer eine Beförderung anbietet. Aber nur wenn er seine Ordnung über einen längeren Zeitraum nachweist.

Alle drei Geschichten kommen sehr kurzweilig daher. Während Barts Zuckeralbtraum auch eine gewisse erzieherische Wirkung haben könnte, und Maggies Welt einfach nur unterhalten will, zeigt Homers Karrierestory, was möglich ist und was man hierfür tun sollte, und was besser nicht. Jedoch bleiben alle Stories eher kurzweilig und ohne große Längen und Fehler.
Das Artwork ist für jede Story passend, wobei Sergio Aragones‘ Zeichnungen für Maggies Welt wieder aus dem sonstigen Einheitsbrei herausstechen.

FAZIT:

Kurzweilige drei Geschichten, die inhaltlich ungefähr auf dem gleichen Niveau sind. Nicht zu kompliziert, eher locker und witzig. Frische und freche Unterhaltung für zwischendurch, sozusagen. Wer die gelbe Familie mag wird hierbei nichts falschmachen.

Futurama Comics Nr. 50 [Panini, Januar 2013]

Mom hat Geburtstag und ihre jährliche, einwöchige Rundumschönheitsbehandlung steht an. Währenddessen sollen ihre Söhne Walt, Larry und Igner auf MomCorp aufpassen. Doch kaum das Mom weg ist, stehen ein Haufen Probleme auf der Matte. Die Gewerkschaft will sichergehen, dass bei MomCorp alles mit rechten Dingen zugeht und Moms Partner wollen sie übers Ohr hauen und betrügen. Dem sind die drei Brüder nicht gewachsen. Also muss eine neue Mom für diese Woche den Platz einnehmen. Und die Wahl fällt hierfür auf Leela …

Sowohl inhaltlich als auch visuell gibt es nichts an diesem Abenteuer auszusetzen. Kurzweilig, witzig und unterhaltsam. Autor Ian Boothby zeigt erneut, dass er es versteht, gute Geschichten zu schreiben. Und auch mit Anspielungen geizt Boothby nicht. Egal ob Tweety, Shy Guy aus Super Mario Land, der Halleysche Komet, Charly Brown oder Oceans Eleven, um nur einige zu nennen, es gibt wieder sehr viel zu entdecken.
Beim Artwork hält sich James Lloyd wie gewohnt dicht an das bekannte Figurendesign. Das ist zwar insoweit in Ordnung, dass man sich auch dann schnell zurechtfindet, wenn dies der erste Futurama Comic ist, den man in die Hände bekommt, aber dennoch wäre auch hier mehr Freiraum für die Zeichner, in meinen Augen, kein Beinbruch.

FAZIT:

Ian Boothby erzählt eine tolle Geschichte, die mit vielen Kleinigkeiten gespickt ist, die es auch zu entdecken gilt. Zeichnerisch solide umgesetzt gibt es kaum etwas auszusetzen, sodass Fans und Freunde der Planet Express-Crew aus dem 3. Jahrtausend, auf ihre Kosten kommen.

Bongo Classics #4 [Panini, 2010]

Nach etwas längere Pause gibt es mal wieder eine Bongo Classics Review.

Simpsons Comics #159 [Panini, Januar 2010]

Wir schreiben das Jahr 2194. Die Simpsons sind zu Ikonen und Helden der Welt geworden und füllen ein eigenes Museum. Doch was war passiert? Dank Homers extremer Unfallneigung hat er sehr widerstandsfähige weiße Blutkörperchen entwickelt mit dessen Hilfe Dr. Hibbert Medikamente zu allen Krankheiten der Welt entwickelt. Lisa verdankt die Welt das das Ozonloch wieder geschlossen wurde und eine gleichmäßige Temperatur herrscht. Und dank Bart und Marge gibt es keine Bücher mehr. Doch ganz so friedvoll ist das Leben doch nicht…

FAZIT:

Solche Zukunftsgeschichten rund um die Simpsons sind schon ganz witzig. Sie sind zwar nix besonderes können aber mit ihrem „Was-wäre-wenn“ sehr schön locker unterhalten. Dies trifft auch auf diese Geschichte zu. Viele kleine Anspielungen verstecken sich in dieser, nur durch die Hauptgeschichte zusammengehaltenen, Kurzgeschichte und können damit kurzweilig unterhalten.

Bart Simpson Nr. 52 [Panini, Dezember 2010]

Der Comicbuchtyp hat es schon nicht einfach. Um seine zahllosen Briefe an Comicredakteure mit passenden Spundwords zu unterlegen benötigt er eben eine ganz schön zahlreiche Auswahl an eben jenen. Und Bart möchte gerne eine ganz besondere Ausgabe von Radioactive Man haben. Schon haben die beiden einen Deal…
Danach tut Maggie etwas sehr wichtiges für ihre Geschwister um denen einen sehnlichen Wunsch zu erfüllen in einer neuen Ausgabe von Sergio Aragonez‘  „Maggies Welt“.
Als nächstes macht Bart die wohl wichtigste Entdeckung des Lebens als er Homer eines seiner eigenen Comichefte in die hintere Hosentasche steckt: Frauen stehen auf Männer die Comics lesen! Eine wahnsinnige und wirklich wichtige Entdeckung für alle Comicnerds…
Zum Schluss erleben Bart und Milhouse noch ein paar aufregende Momente als sie eine Nacht im Zelt im Garten der Simpsons verbringen wollen und plötzlich Wölfe, Zombies und Vampire auftauchen…

FAZIT:

Eine nach meinem Geschmack rundum gelungene Ausgabe. Viel Wortwitz, viele visuelle Gags, fast perfekte Unterhaltung und auch eine gelungene Mischung der Zeichnungen, die eben nicht mehr typischer Simpsons-Standard sind. Einzig die letzte Geschichte passt nicht so ganz in das Gesamtbild, aber sie macht dennoch Spaß.

Futurama Comics #40 [Panini, Juli 2010]

Fry, Leela und Bender sind wieder mal auf dem Rückweg von einem Auftrag, als die drei auf einem Planeten abstürzen auf dem eine zurückgebliebene Computerhorde lebt. Ein kleines Völkchen mit PC die langsamer sind als heutige Taschenrechner werden von aggressiver Tieren (Dem Leopard 3.0, dem Feuerfuchs uvm.) angegriffen. Leela als erprobte Kämpferin steigt dadurch schnell zur Königin des kleinen Völkchens auf, während Bender von diesen ausgeschlachtet wird, um die eigenen PCs aufzurüsten. Als Fry seinen ausgehöhlten Freund vorfindet schwört er Rache…

FAZIT:

Was hier diesmal an Anspielungen geboten wird, ist Wahnsinn. Neben den fast schon zu erwartenden Computer und Internetgags, werden auch wieder Game, Film und Comic durch den Kakao gezogen. So haben der Leopard 3.0 (Mac OS X 10.5 „Leopard“), der Feuerfuchs (Mozilla Firefox), das Microsoft Office-Helferlein kleine Auftritte, während Leela als sexy Jungle Girl/Seena/Shanna-Verschnitt auftritt und dabei auf 56K-Zar trifft und Fry sich den ausgehöhlten Bender anzieht wie einst Tony Stark seine Iron Man-Rüstung und dabei Sätze wie „So, jetzt habe ich mich gesammelt, jetzt kann ich Bender rächen!“ um sich wirft.
Herrlich amüsant und wunderschön kurzweilig, ist diese Ausgabe wieder etwas besser als die letzten Ausgaben.

Simpsons Comics Nr. 200 [Panini, Juni 2013]

Heute gibt es noch etwas zusätzlich. Denn aus gegebenem Anlass ziehe ich die 200. Ausgabe der Simpsons Comics ein wenig nach vorne. Das Finale zu Avengers versus X-Men gibt es aber heute Abend trotzdem noch.

Dieses Jahr ist Gelb. Simpsons-Gelb um genau zu sein. Bereits am 28. Januar flimmerte die 500. Simpsons-Episode über die deutschen Bildschirme und nun, knapp ein halbes Jahr später erscheint das 200. Simpsons Comicheft bei Panini. Und schon am 21. August ist dann ein weiteres, etwas kleineres gelbes Jubiläum an der Reihe. Die 75. Ausgabe der Bart Simpson-Comics. Doch nun will ich mich erst einmal der 200. Simpsons-Ausgabe widmen. Denn nicht nur der Autor dieses Artikels feierte im Juni seinen Geburtstag, sondern auch die Simpsons. Nur ist meine Jubiläumszahl noch lange nicht so hoch, wie die, der Simpsons.

Simpsons-500-Episode-Jubilaeum-Fox

200 Ausgaben, und ohne Deutschland würde es diese nicht geben. Wie bereits in meinem kleinen Simpsons-Special, vor einiger Zeit, erwähnt, ist es nur den deutschen Fans zu verdanken, dass die Simpsons Comics überhaupt monatlich erscheinen. Und nicht nur dass. Denn ohne die deutschen Leser und der Fanbasis hierzulande wären die Simpsons Comics schon längst wieder eingestellt worden. Anders als in Deutschland funktioniert die Sparte der Fun-Comics in den USA nicht so gut. Ein wöchentliche erscheinendes Micky Maus-Magazin ist, nicht so wie in Deutschland, ein Ding der Unmöglichkeit. Und auch die Simpsons Comics hatten es ganz schön schwer. Daher erschienen sie zu Beginn auch nur alle 2 Monate. Bis einschließlich zur Nummer 50. Ab dann änderte sich alles. Die Nachfrage in den USA stieg an und auch in Deutschland hatte Dino fast alles an Material bereits veröffentlicht, sodass man verdächtig nah an die US-Ausgaben (3 Monate Abstand um genau zu sein) herankam. Der Rest ist, kann man so sagen, fast schon Geschichte. Immer mehr Serien, Miniserien und One-Shots ergänzten das Verlagsprogramm des US-Verlages der Simpsons Bongo Comics. Und auch in Deutschland gab es Veränderungen. Dino wurde 2003 endgültig bei Panini eingegliedert und verschwand als Verlag und Name aus der deutschen Comiclandschaft, aber die Simpsons liefen weiter.

Moe und die große Liebe?

Moe und die große Liebe?

Und nun, fast 20 Jahre später – Simpsons Comics Nummer 1 erschien im November 1993 in den USA – feiern wir die 200. Ausgabe des gelben Wahnsinns. Viel ist seitdem passiert und vieles hat sich verändert. Nur drei Monate nach der US-Veröffentlichung (man bemerke, dass sich dieser 3-Monatsabstand erneut wiederholt) erschien die Jubiläumsausgabe ebenfalls in Deutschland. Auch die TV-Serie hatte inzwischen einen runden Geburtstag, der leider aber auch nicht ganz so besonders ausfiel, wie es einer solchen Feier würdig gewesen wäre. Vielleicht macht sich da die Comicversion besser und leistet sich weniger Fehler als das Serienvorbild.

Simpsons Comics Nr. 200

Nicht nur 200 Jahre Simpsons gibt es zu feiern, sondern auch 200 Jahre Springfield. Das behauptet zumindest Bürgermeister Quimby. Denn um sein kleines Polospielchen mit den reichsten „Säcken“ der Stadt zu vertuschen, ordnet Quimby eine fingierte 200-Jahr-Feier an. Doch damit die Feier nicht nur aus Party, Musik und Trinkgelagen besteht, will Lisa ein paar historische Ereignisse rund um Springfield Revue passieren lassen. Dafür greift Jeff Albertson, der Comicbuchverkäufer in seinen Geschichtenfundus und kramt dort eine Story der Fantastischen Gründerväter hervor. Aber auch Hollis Hurlbut weiß einiges aus dem Krieg zwischen Nord und Südstaaten zu erzählen. Sogar die große Depression wird in Form von Yogi Bear verwurstet und aufgegriffen, wie die Damen damals das Frauenwahlrecht „durchgeboxt“ haben. Zu guter Letzt dürfen auch noch Joel Siegel und Jerry Schuster in Springfield die Inspiration für ihren Superman erhalten und ein taxifahrender Matt Groening klaut die Idee für Futurama. Alles in allem also eine typische 200-Jahr-Feier bei den Simpsons.

Wer hierfür wohl Pate stand?

Wer hierfür wohl Pate stand?

Für diese Geburtstagsausgabe hat man sich den Autoren ausgesucht, der bei den Fans am beliebtesten ist und der immer wieder mit vielen, sogar sehr vielen Anspielungen und versteckten Hinweisen in seinen Geschichten aufwarten kann. Ian Boothby. Dieser Herr kennt sich nicht nur bei den Simpsons sehr gut aus, sondern auch in der Glamourwelt und der amerikanischen Geschichte. Und all dies verpackt er immer wieder in faszinierenden und witzigen Geschichten. Doch die Geburtstagsfeier Springfields ist nicht die einzige Geschichte in diesem Heft. Neben der bereits erwähnten Hauptgeschichte warten noch drei weitere, mehr oder minder längere, Abenteuer auf den lesefreudigen Käufer. Hierbei werden auch bekannte Serien, wie „Cheers“ gekonnt parodiert, sowie gezeigt, wie gefährlich das Spielen von Videogames sein kann, und welche Gefahren aus medizinischer Sicht auf die Dauerdaddler zukommen können. Doch um ehrlich zu sein, sind diese Geschichten, genau wie das letzte Abenteuer des Heftes mit Chief Clancy Wiggum, nur schmückendes Beiwerk. Den eigentlichen Kern bildet die Geburtstagsfeier, die auf satte 31 Anspielungen kommt. Hier hat Boothby wirklich ganze Arbeit geleistet. Und Gleiches gilt auch für die redaktionelle Betreuung seitens Panini, welche alle Anspielungen im nachhinein sorgfältig auflisten und mit wissensreichen Informationen präsentiert.
Visuell wird gewohnte Kost präsentiert, die nur bei zwei Geschichten ein klein wenig von der bekannten Norm abweicht. Dennoch bleiben die Figuren immer klar erkennbar. Somit finden sich auch Leser, welche erst durch die TV-Serie auf die Comics aufmerksam werden, schnell zurecht.

Als ob ein Superman-Bild von Jerry Siegel und Joe Schuster mal etwas wert wäre ...

Als ob ein Superman-Bild von Jerry Siegel und Joe Schuster mal etwas wert wäre …

FAZIT:

Das Jubiläum ist gelungen. Auch wenn das Ende der Mainstory ein wenig enttäuscht. Denn das ist plötzlich einfach so da, und man fragt sich als Leser, ob man etwas verpasst hat. So erging es mir persönlich zumindest. Trotzdem werden sich neue Leser genauso zurechtfinden, wie auch diejenigen, welche wie ich selber, seit der ersten Ausgabe bei der Serie dabei sind. Abgerundet wird das Jubiläum durch ein Gewinnspiel mit satten 200 Preisen, allen voran einer WiiU-Konsole inklusive dem Spiel „Die Simpsons – Das Spiel“ oder Komplettsets der DVD-Staffelboxen 1-15, außerdem gibt es noch eine Menge an signierten Comics und Variantausgaben, sowie Unmengen an Merchandising-Artikeln zu gewinnen. Dieser Geburtstag ist also nicht nur ein Gewinn für die Serie, sondern auch für den Leser.

Teddy! Roosevelt?

Teddy! Roosevelt?

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Bongo Comics Group / Panini

Gratis Comic Tag 2013 Review (5): Simpsons Comics für Umme [Panini, Mai 2013]

GCT 2013Das nächste Gratis Comic Tag-Review wird Gelb. Mit den Simpsons Comics für Umme legt Panini seit dem Start des Gratis Comic Tages eine regelmäßige Publikation vor. Denn seit dem Start gab es jedes Jahr einen solchen Bongo/Simpsons Comic. Doch warum macht Panini dies? Sind die Verkäufe der Simpsons Comics so schlecht oder liegt es einfach daran, dass die Simpsons eine Marke sind, die ohnehin immer ziehen? Da Antwort drauf wird der Gratis Comic wohl auch nicht geben, aber vielleicht ein paar Andere…

Simpsons Comics für Umme
(Gratis Comic Tag 2013)

Gratis Comics sind nichnt nur am Gratis Comic Tag erhältlich. Auch zu den bekannten Kids Menüs diverser Fast Food-Ketten gibt es immer wieder solche Ausgaben. Auch bei Krusty Burger gibt es nach 30 Jahren endlich wieder einmal ein Comic mit dem Clown. Auf jeden Fall sind Bart und Milhouse extrem neugierig und sind auch nicht bereit ihre beiden Ausgaben, welche auch gleich die letzten der Filiale darstellen, an den Comicbuchverkäufer abzutreten …
Tortenmann und Törtchenboy treffen auf einen neuen Schurken mit dem Namen Professor Fink. Aber was hat den ehemals so netten und hilfsbereiten Professor Frink in diesen Superschurken verwandelt? Und dann tauschen die beiden auch noch ihre Rollen, indem Bart altert und Homer verjüngt wird. Wie kann das Heldenteam jetzt noch den Schurken, der mit Snake umherzieht aufhalten?

Die Simpsons Comics sind, was sie sind. Kurzweilige Spaßgeschichten. Klar gibt es auch immer wieder tiefsinnige Anspielungen auf Weltgeschehnisse und ausgeklügelte Subplots. Doch im Großen und Ganzen wollen die Simpsons unterhalten. Das ist auch bei diesem Gratis Comic nicht anders. Doch würden mich diese Geschichten anlocken, wenn ich bisher keine Simpsons Comics lesen würde? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Die erste Geschichte ist zwar in sich gelungen und legt die typischen Praktiken von Konzernen und Prominenten, wie eben Krusty, der sich vollends vermarktet, mit einem zwinkernden Auge offen.
Die zweite Geschichte hingegen ist ein wenig zusammenhanglos. Zwar kennt man Tortenmann und Törtchenboy aus einer Simpsons-Folge, aber im Comic sind deren Abenteuer bereits weiter vorangeschritten. Dennoch bleibt die Geschichte lesbar, wenngleich sie mit Vorkenntnissen weitaus mehr Spaß macht.

Bongo Comics des Monats… Dezember 2012 [Panini, Dezember 2012]

… Dezember

Die letzte Review der Woche, ist auch die letzte Review in dem „Bongo des Monats“-Special für diese Woche. Und es ist auch der letzte Monat des Jahres 2012. Der Dezember …

Simpsons Comics Nr. 194

Lisa entdeckt den Mathe-Club für sich und stellt diesen sogar über ihre Grundbedürfnisse Essen und Schlafen, während Bart nach einem erneuten Streich zum wiederholten Mal im Kwik-E-Mart arbeiten darf. Auch er übersieht dort, dass zum Leben das Schlafen gehört und beide müssen feststellen, was es bedeuten kann, seinen Körper derart zu fordern …

FAZIT:

Ganz witzig und kurzweilig. Mehr aber auch leider nicht. Die Anspielungen des Mathe-Clubs auf den Fight Club sind zu offensichtlich und Barts erneute Arbeit bei Apu verläuft auch wieder gleich. Das ist zwar von der Ausführung her ganz witzig, wenn Bart Ideen ausheckt, die den Kunden noch mehr Geld aus der Tasche ziehen sollen, aber insgesamt ist es nur mäßig.

Bart Simpson Nr. 69

Mr. Burns holt sich ein Damenbasketballteam nach Springfield. Doch leider sind die Damen alles andere asl erfolgreich. Aber zum Glück gibt es ja das neue Sportgetränk Nukleade. Damit schafft es sogar Lisa in das Basketballteam. Und nicht nur das. Sie wird sogar die Beste. Aber Bart kann da nicht tatenlos zusehen …
Danach hilft Maggie ihrem Papa Homer bei einem kleinen technischen Problem, wegen dem sein Auto nicht anspringt. Aber wie Maggie nunmal ist, macht sie das alles heimlich.
Zum Schluss versucht Sideshow Bob, wieder einmal sich an Bart zu rächen. Diesmal hat er eine Hypnoseflöte hergestellt, die Bart dazu zwingt, Dinge gegen seinen Willen zu tun. Aber zum Glück gibt es noch Lisa und gemeinsam könnten sie es schaffen, Bobs Kontrolle zu entkommen …

FAZIT:

Drei Geschichten sind es diesmal nur in dieser Bart Simpson-Ausgabe und keine davon kann wirklich vollends überzeugen. Weder die Basketballstory noch Bobs immer wiederkehrende Rache an Bart. Und auch Maggies Welt ist diesmal nur Durchschnitt, wenngleich sie noch einen gewissen Niedlichkeitsfaktor hat. Der alleine reicht aber nicht um die gesamte Ausgabe zu retten.

Simpsons Winter Wirbel Nr. 6

Seinen letzten Schlitten hart Bart im vergangenen Winter demoliert und so h´bleibt ihm nichts anderes übrig als sich jetzt ein wenig Geld dazuzuverdienen, indem er zum Beispiel Moes Parkplatz frei hält. Aber so einfach ist das nicht …
Außerdem entdecken Bart, Milhouse und Martin einen eingefrorenen Höhlenmensch im Fluss Springfield, ohne zu wissen, das es sich hierbei um ein Ausstellungsstück des örtlichen Museums handelt. Und das sorgt für mächtig Verwirrung …
Dann will Homer das neue Winter-Fun-Sport-Gerät für Kids entwickeln. Ein Gerät, wie es so noch nie existiert hat. Doch das Problem ist die Geheimhaltung. Erst recht wenn man einen Sohn hat, der dringend einen ganz bestimmten neuen Schlitten haben möchte …
Als letzte Geschichte erleben die Simpsons ein grauenvolles Weihnachten, als alle Geschenke von Homer die er online bestellt hat, nicht dort ankommen, wo sie sollen, sondern überall woanders …

FAZIT:

Neben diesen Geschichten befinden sich auch immer wieder kurze Ein- und Zweiseiter die sich rund um das Thema Winter und Weihnachten drehen in dieser insgesamt nur durchschnittlichen Ausgabe. Die Geschichten an sich sind nur kurzweilig, ohne wirklich gelungene Gags. Und insgesamt hat man das Gefühl, das die Macher nicht wirklich in Winter und Weihnachtsstimmung waren. Das spürt man fast auf jeder Seite. Das gab es alles schon weitaus besser, und so richtig Lust auf den Winter und das Rodeln und alles was dazu gehört, macht diese Ausgabe auch nicht.

Bongo Comics des Monats… November 2012 [Panini, November 2012]

… November

Das Wochende beginnt mit dem vorletzten Monat im Jahr mit dem Monat November …

Simpsons Comics Nr.193

Bart ist der Held, der König, der Gott auf dem Schulhof. Seine Tricks und alles, was er auf seiner Faceplace-Seite postet, erreicht Tausende von Fans und sorgt somit auch dafür, dass Bart einen Höhenflug im Zusammenhang mit seiner Person bekommt. Doch dann knackt Sideshow Bob Bart sein Passwort und beginnt nach und nach da Leben seines Erzfeindes zu ruinieren. Jetzt hat Bart nur noch eine Chance, seinen Ruf wieder zurechtzurücken …
… Nerds!

FAZIT:

Manchmal bekommt man wirklich das Gefühl, dass den Comicautoren nicht mehr wirklich viel einfällt, weil sie Themen aus der TV-Serie wieder aufgreifen. Oder aber sie sind mit der Umsetzung der Idee nicht zufrieden und wollen ihre Version dessen präsentieren. So oder so ist es, wenn das Ergebnis nicht wirklich stimmt, vollkommen egal.
In diesem Fall ist es zum Beispiel so. Die Story ist vom Beginn an viel zu vorhersehbar und erzeugt dadurch auch keinerlei Spannung. Nicht einmal die Gags zünden so richtig. Alles ist einfach zu flach, zu wenig ausgearbeitet und zu wenig überzeugend.

Bart Simpson Nr. 68

Durch einen glücklichen Zufall kommen Jimbo und seine beiden Kumpane Kearney und Dolph an eine Megaladung Eier. Doch dummerweise scheinen die kreativen Ideen auszugehen. Denn die Drei wissen nicht, was sie mit den ganzen Eiern alles bombardieren sollen. Zum Glück gibt es ja noch Bart und dem scheinen die Ideen einfach niemals auszugehen …
Als nächste will Bart sich nach den unzähligen Attacken von Nelson, an diesem rächen. Dazu versteckt er einfach ein wenig Eisenpyrit, auch Narrengold genannt, am Lake Springfield. Leider verliert er auch einiges davon auf dem Weg nach Hause und löst somit eine neue Goldgräberstimmung aus …
Zuletzt geht es mit Maggie in die Badewanne und sie versetzt Marge gehörig einen Schock, als sie plötzlich in dem ganzen Seifenschaum verschwunden zu sein scheint.

FAZIT:

Die neue Ausgabe von Bart Simpson ist wieder einmal mehr als mäßig. Nichts besonderes und keine wirklich überzeugenden Geschichten. Streiche auszuhecken ist für die Rowdys um Jimbo, Kearney und Dolph eigentlich nichts Besonderes. Dass diese aber plötzlich einen Blackout haben sollen, ist zwar kreativ, aber leider wird diese Thematik nur nebenbei abgehandelt. Auch die zweite Story weiß nicht vollends zu gefallen. Zu sehr ist auch dies wieder alles vorher schon da gewesen, und wird an den wirklich interessanten Punkten zu gering ausgebaut.
Somit bleibt wieder eine Ausgabe die man auch nach dem Lesen nicht wirklich vermissen wird.

Bongo Comics des Monats… Oktober 2012 [Panini, Oktober 2012]

… Oktober

Zum Ende der Woche sind wir bereits bei dem Oktober angekommen …

Simpsons Comics Nr. 192

Keiner will mehr etwas von Lisa wissen. Niemand beachtet sie. Nicht einmal ihre Familie. Durch einen kleinen Zwischenfall gerät Bart während dessen an ein U-Phone. Und dadurch entdeckt Lisa die Welt des Chatterns für sich. Doch auch dort will niemand ihre Gedanken lesen. Also beschließt sie, sich eine neue Identität zuzulegen …

FAZIT:

Die Idee an sich ist nicht schlecht. Aber irgendwie fehlt es dem Ganzen doch deutlich an Ehrgeiz. Vielmehr wirkt die Geschichte so, als wäre sie nur schnell und lieblos dahingeschludert worden. Bart ist stellenweise arg unglaubwürdig und auch Lisa trifft Entscheidungen, die so gar nicht ihrem Charakter entsprechen. Die einzige Simpson, die halbwegs in ihrer Rolle bleibt, ist Maggie. Und das ist nicht wirklich überraschend.

Bart Simpsons Nr. 67

Bart ist ein Meister der Grimassen. Leider passiert es eines Tages, dass eine seiner Fratzen einfriert und Bart ab diesem Moment mit einem grotesken Gesichtsausdruck herumlaufen muss. Was können die Simpsons und die Mitschüler von Bart nun unternehmen, um ihm zu helfen …?
Als nächstes geraten Bart, alias Bartman, und Rainer Wolfcastle, der als Radioactive Man eigentlich beim Taschengeldfriedhof eine Autogrammstunde geben sollte, in ein kosmisches Abenteuer mit Kang und Kodos. Diese wurden angeblich von Mars-Mongolen ihres Raumschiffes beraubt und nur die beiden Helden können hierbei helfen …
Zum Abschluss gehen Marge und Maggie in „Maggies Welt“ ein klein wenig shoppen.

FAZIT:

Wenn Bart seine Grimassen zieht, dann sind diese immer einen Lacher wert. Aber, wenn man ein und dasselbe Gesicht auf Dauer und über die Länge einer ganzen Geschichte sieht, dann verliert sich doch sehr schnell der Reiz. Auch die Geschichte mit den beiden Aliens Kang und Kodos ist alles andere, als unterhaltsam. Wolfcastle als feiger Radioactive Man ist nicht neu, und erst recht nicht witzig. Selbst „Maggies Welt“ fällt diesmal wieder massiv ab.
Leider ist diese Ausgabe wieder mehr als mäßig und in großen Teilen unnütz. Das kann nicht einmal langjährige und leidenschaftliche Simpsons-Fans überzeugen.

Futurama Nr. 49

Der Professor hat mal wieder eine neue Erfindung getätigt, und möchte diese auch bei der Berliner Luft und Raumfahrtausstellung präsentieren. Aber leider erntet er dort für sein Raumschiff, das auch fahren kann, nur Spott und Häme. Dies kratzt so sehr an seiner Ehre, dass er beschließt, mit Hilfe von Bender Euthanasie zu begehen. Doch statt dieser den Professor tötet, erhält er plötzlich die Fähigkeit zu fliegen …

FAZIT:

Kurzweilig und witzig. So fällt diesmal die Bewertung von Futurama aus. Besonders witzig sind dabei auch Kuberts ständige Nörgeleien über bereits geschehene Ereignisse, die von der Planet Express-Crew so behandelt werden wie neue Ideen. Dazu noch eine spannende und überzeugende Geschichte und fertig ist eine bessere Ausgabe der Futurama Comics.

Bongo Comics des Monats… September 2012 [Panini, September 2012]

… September

Fast die Hälfte haben wir schon durch und heute ist der September dran …

Simpsons Comics Nr. 191

Wenn doch bloß nicht Lisas Mundstück von ihrem Saxophon kaputt gegangen wäre. Dann wäre sie auch nie in King Toots Musikladen als Verkäuferin gelandet und Marge hätte dort niemals die Schallplatte aus ihrer Jugend gefunden, zu der sie immer mit Homer geknutscht hat. Und die beiden hätten niemals erfahren, das Flanders diese Platte eingesungen hat und …
… ach so vieles wäre einfach nicht passiert!

FAZIT:

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Handlung durch eine so kleine Kleinigkeit wie dem defekten Saxophon-Mundstück Ian Boothby in diese Ausgaben gepackt hat. Dazu die Anspielungen auf die Vergangenheit, selten benutzte Simpsons-Nebencharaktere und am Ende sogar einen kleinen Zusatz-Comic-Strip mit dem mundlosen Henry.
Wieder einmal eine rundum gelungene Ausgabe der Simpsons Comics.

Bart Simpson Nr. 66

Marge bekommt erneut Besuch von einem Mitarbeiter der EPA (kennen wir ja alle noch aus dem Simpsons Kinofilm, aber wieso ist dass auf einmal Professor Frink?) und muss nun dafür sorgen, dass ihre Familie weniger CO² ausstößt. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, das umzusetzen …
Als nächstes begleitet Maggie unwissentlich ihren Papa mit auf Arbeit und zeigt sich erneut von ihrer besten Seite …
Danach verliert Lisa ihr Gedächtnis beim Wii spielen mit Bart, der dies natürlich auch gleich ausnutzt, um aus Lisa ein Ebenbild von sich zu erschaffen. Eine böse Lisa …
Zum Schluss wird noch einmal Maggie in ein gigantisches Abenteuer mit Dschungel und Dinosauriern entführt …

FAZIT:

Wenn man mal wieder von Aragones Maggie-Abenteuern absieht, ist dieses Heft sehr vorhersehbar und wenig überzeugend. Dabei wäre gerade bei der Geschichte mit dem Gedächtnisverlust, so vieles möglich gewesen. Lisa hätte sich wirklich mal von ihrer bösesten Seite zeigen können und mit ihrem Intellekt Streiche aushecken, bei denen Bart blass vor Neid geworden wäre. Stattdessen ist alles nur ein billiger Abklatsch von früheren Streichen. Nicht mal die Idee mit zwei Teufeln auf Barts Schultern, statt eines Teufels und einem Engel ist gelungen.
Mal wieder eine Ausgabe, die nur mit wenigen Dingen überzeugen kann. Leider am wenigsten mit unterhaltsamen Geschichten.

Bongo Comics des Monats… August 2012 [Panini, August 2012]

… August

Heute gibt es auch schon den Monat August in unserer „Bongo Comics des Monats“-Reviewwoche …

Simpsons Comics Nr. 190

Homer schafft es doch tatsächlich, das Internet lahmzulegen. Und als Strafe dafür wird er höchst richterlich verdonnert, zusammen mit seiner Familie, das Ersatz-Internet zu sein. Anfangs ist das Ganze auch noch ziemlich witzig für alle Beteiligten, aber sehr schnell geht die Energie der Simpsons in die Brüche und die Ideen aus. Nun ist guter Rat teuer …

FAZIT:

Bisher dachte ich nur die Oma von dem Pick-Up-Typen könne das Internet löschen. Aber mal ehrlich. Die Idee ist ganz witzig, die Aufgaben des Internets an reale (mehr oder weniger) Menschen abzugeben. Von Anfang bis Ende reiht sich ein skurriler Gag an den Nächsten und selbst Panini ist sich nicht zu fein, sich selber auf die Schippe zu nehmen.
Alles in allem wieder eine gelungenere Ausgabe der Simpsons Comics.

Bart Simpson Nr. 65

Brett-Rollenspiele sind gerade voll im Trend. Und so kommt es, dass Lisa zusammen mit Milhouse, Dolph, Ralph und Martin im Keller der Simpsons-Residenz eine Kampagne absolvieren, als Bart das Heiligtum betritt. Anfangs noch gelangweilt reißt Bart das Spiel sehr schnell an sich. Sehr zum Leidwesen seiner Mitspieler …
In „Maggies Welt“ zeigt sich erneut, dass die kleine Maggie sich sehr gut zu helfen weiß …
Und zum Abschluss begeben sich Bart und Milhouse auf die Suche nach einem Monster, um in die Fernsehshow „Monster Safari“ zu kommen. Doch in Springfield scheint es keine Monster zu geben. Zumindest keine ohne die Mithilfe von Bart und Milhouse …

FAZIT:

Im Gegensatz zu den vorangegangenen Ausgaben ist diese wieder mit besseren Abenteuern bestückt. Zumindest zwei Drittel davon wissen zu überzeugen. Die Monster-Safari-Story ist nur mäßig, aber die Rollenspiel-Geschichte weiß mit sehr vielen kleinen Pointen zu überzeugen, und auch „Maggies Welt“ ist wieder von besserer Qualität.
Kurzum gesagt. Wieder besser, aber immer noch Luft nach oben.