Bongo Comics des Monats… Juli 2012 [Panini, Juli 2012]

… Juli

Weiter geht es dann heute mit dem Monat Juli und einer besonderen Ausgabe zur Olympiade in London …

Simpsons Comics Nr. 189

Sideshow Bob kann es einfach nicht lassen, Bart töten zu wollen. Also freundet er sich mit Chester J. Lampwick, dem Erfinder von Itchy & Scratchy an. Nachdem dieser auf tragische Weise ums Leben kommt, erbt Bob das gesamte Vermögen und nun kann er seine Rache an Bart planen. Währenddessen versucht Lisa alles, damit die Bücherei nicht geschlossen wird, weil sie kaum noch genutzt wird …
Außerdem gibt es noch eine Kurzgeschichte aus dem Springfield General. Willi hat einen kleinen Ausschlag und nur Dr. Hibbert kann da noch helfen. Oder auch nicht?

FAZIT:

Schon wieder eine Story in der Bob Bart an den Kragen will. Wenn es wenigstens noch einfallsreich wäre, aber hier war einfach alles schon einmal in der einen oder anderen Form da gewesen. Das Einzige, was wirklich überzeugt, ist das Springfield General, mit Hibbert und Nick. Das ist wirklich komisch.

Bart Simpson Nr. 64

Wie es aussieht, wenn Bart einen Tag lang ein mustergültiger Junge ist, zeigt sich in der ersten Geschichte. Aber Springfield reagiert darauf alles andere als erfreut.
Danach muss Bart eine eigentlich ganz einfache Aufgabe bewältigen. Er soll bis zum nächsten tag lediglich einen Kubus mit in die Schule bringen. Das Ganze wäre aber noch viel einfacher, wenn Bart wüsste, was ein Kubus ist.
In der finalen Story gewinnt Bart eine Reise für sich und seinen Vater nach Mexiko und wird dort tatsächlich für einen Gott gehalten. Ob Bart diese Aufgabe erfüllen kann?

FAZIT:

Am überzeugendsten ist noch die erste Geschichte, in der Bart für einen Tag zum Musterjungen mutiert. Die anderen beiden können, trotz der visuellen Unterstützung von Sergio Aragones und Peter Kuper, nicht wirklich überzeugen.
So bleibt wieder einmal nur ein leidlich durchschnittliches Heft, aus dem mehr herauszuholen wäre.

Futurama Comics Nr. 48

Die Planet Express Crew soll eigentlich nur ein Päckchen ausliefern. Und irgendwie schaffen sie es dennoch in ein Abenteuer mit Zapp und Kif, den Amazonen, den fliegenden Gehirnen und vielem mehr zu schlittern. Und schuld daran ist nur ein Smizmarr-Proplon. Oder doch nicht?

FAZIT:

Multiple Choice ist bei Quizsendungen und in Prüfungen durchaus eine willkommene Sache, bei einem Comic allerdings finde ich es mehr als fragwürdig. Zumindest bei mir kam diese „Wenn du dies willst mach auf Seite … weiter, ansonsten gehe zu Seite …“-Sache nicht so toll an. Auch die Geschichte selber leidet durch die Tatsache, dass man wirklich auf jeder Seite vor die Wahl gestellt wird. Das einzig Positive sind die sehr vielen kleinen Anspielungen auf vergangene TV-Folgen und Comic-Ausgaben. Aber das alleine rettet leider nicht das gesamte wirre Chaos.

Die Simpsons go for Gold

Eine Strafaufgabe von Ms. Krababbel führt dazu, dass Bart die Geschichte der Olympischen Spiele kreativ wiedergeben soll. Das versucht er, indem er zusammen mit seinem Vater und dessen alter Erfindung, Springy, dem Maskottchen, fiktive Fragen zu den Olympischen Spielen zu beantworten. Auch wenn Barts Videos vor Fehlern und Ungereimtheiten nur so wimmeln, sind sie auf Mytube ein Riesenerfolg. Das kann Lisa aber nicht einfach so stehen lassen und dreht ein Korrekturvideo …
Und danach will Mr. Burns die Olympischen Spiele mit seiner eigenen Version übertrumpfen. Hierfür hat er sich eine ganze Handvoll an absurden Wettkämpfen ausgedacht, nur damit er mal wieder an der Preisschraube drehen kann, ohne dass es jemand bemerkt.

FAZIT:

Passend zu den Olympischen Spielen 2012 in London veröffentlicht Bongo (und fast zeitgleich auch Panini) eine Sonderausgabe der Simpsons. Aber irgendwie hat die Ausgabe bis auf die Anspielungen auf früher Episoden nicht viel zu bieten. Die Interpretationen der verschiedenen Wettkämpfe sind nur leidlich komisch. Manche zünden, zumindest bei mir, überhaupt nicht. Man merkt dem Heft wirklich an, dass es nur eine schnell produzierte Sonderausgabe zum Event ist.

Bongo Comics des Monats… Juni 2012 [Panini, Juni 2012]

… Juni

Nach eine ganz schön langen Pause, gibt es diese Woche die volle Dosis Bongo Comics. Denn um ein klein wenig aufzuholen, wird diese Woche, eine „Bongo Comics des Monats“-Woche …

Simpsons Comics #188

Drei kurze Geschichten rund um das Thema Ballett erwarten den Leser.
In Geschichte Eins wird Ape Simpson auf einer Polizeiwache aufgegriffen und erzählt eine wirre Geschichte, welche vom Polizeizeichner Sergio zu Papier gebracht wird.
Bei der zweiten Geschichte müssen Homer und Clancy ein Ballett aufführen, um den entlaufenen Sideshow Bob wieder einzufangen. Als einziger Kunstliebhaber der Stadt wird er sicher auf diesen Plan hereinfallen.
Für die abschließende dritte Geschichte müssen Homer und Clancy erneut in die Ballettkleidung schlüpfen. Diesmal jedoch nur, weil das von der Schule organisierte Ballett mit Sideshow Bob als Regisseur zu scheitern droht, als die Hauptdarsteller Lisa Simpsons und Ralph Wiggum krank werden …

FAZIT:

Ein Cover, drei Geschichten. So lautete die Aufgabe. Denn als Erstes entstand diesmal das Cover, von niemand Geringerem als Sergio Aragones. Dieser sollte sich ein Motiv einfallen lassen und erhielt dafür null Vorgaben. Und mit diesem Cover ging man zu drei Autoren, die sich wiederum eine Story dazu ausdenken sollten. Das Ergebnis ist sehr gelungen, muss ich zugeben. Dreimal wurde das Cover interpretiert und alle drei Versionen können überzeugen.

Bart Simpson Nr. 63

Diese skurrile Sammlung an Geschichten beginnt mit einer Art Fortsetzung zu „Drei Freunde und ein Comicheft“ aus der zweiten Staffel der TV-Serie. Nur diesmal ist es kein Heft, sondern ein Modellauto von Radioactive Man und diesmal endet es wirklich klebrig.
Danach erteilt Rektor Skinner Bart eine Lektion in Graffiti, als er dessen „Kunstwerke“ einfach mit neuen Texten „erweitert“. Natürlich kann Bart da nicht tatenlos zusehen und ein Kleinkrieg zwischen den beiden beginnt …
Danach begeben sich die Simpsons in „Maggies Welt“ an den Strand um ein schönes Familienfoto zu schießen. nur Maggie möchte nicht, und sie hat auch einen Grund.
Als Letztes müssen alle Schüler der Grundschule von Springfield ein Referat verfassen. Auch Bart. Dumm nur, dass keiner Bart leiden kann, und so landet er schlussendlich bei Hans Maulwurf …

FAZIT:

Eine kurzweilige Ausgabe ohne wirkliche Highlights. Kein Totalausfall aber nur unterer Durchschnitt. Da gab es schon weitaus bessere Ausgaben. Selbst „Maggies Welt“, bisher immer ein Lichtblick, kann nicht vollends überzeugen.

Simpsons Sommer Sause Nr. 5

Der Sommer ist da und mit ihm die Sommer-Sause. In Geschichte Eins wird erneut die Springfielder Bärenpatroullie auf den Plan gerufen, als bei der Fernsehsendung Stars tanzen mit Bären die tierischen Darsteller ausrasten …
Danach geht es den Dicken ans Fett. Genaugenommen darf Homer wegen seines Übergewichts nämlich nicht mit seiner Familie in den gemeinsamen Urlaub fliegen. Also beschließt er, kurzerhand eine Fluglinie für Fettleibige ins Leben zu rufen …
Zu guter Letzt droht den Simpsons Kids und deren Freunden das absolute Chaos. Durch einen Meteor soll es zum Verlust des gesamten Stromes kommen, was wiederum bedeutet, kein Fernsehen. Und ohne Fernsehen, kein Itchy & Scratchy. Also lernen sie eifrig alle Episoden auswendig …

FAZIT:

Irgendwie weiß ich nicht so recht, was ich von dieser Ausgabe halten soll. Das Ganze wirkt holprig und nicht wirklich durchdacht. Unausgegoren. Einfach nur schnell produziert. Das ist wirklich schade. Denn gerade die Story um Fahrenheit 451, hätte noch wesentlich mehr Potenzial geboten. So bleibt ein weit unterdurchschnittliches Heft, was keiner wirklich braucht.

Bongo Classics #3 [Panini, 2010-2012]

Nach etwas längere Pause gibt es mal wieder eine Bongo Classics Review. Diesmal ganz im Zeichen des nahenden Winters.

Simpsons Winter Wirbel #3 [Panini, Januar 2010]

Zuerst erleben wir was passiert wenn ein Prediger übereifrig am Weihnachstfest und seiner wahren Bedeutung zweifelt. Gerade der überfromme Flanders verbannt somit alle kommerziellen Anwandlungen des Festes aus seinem Haus und bestraft somit auch ungewollt seine beiden Kinder. Aber zum Glück sind ja Lisa und Bart da, um dem voreiligen Nachbar eine Lektion zu erteilen…
Danach zeigt Bart einmal mehr wie viel Böses in ihm steckt, als er nicht nur Homer eine Woche lang quält. Das ganze geht so lange bis Homer sprichwörtlich die „Schnauze“ voll hat und seinen Sohn zu einer Besserungsmaßnahme von Chief Wiggum anmeldet. Aber Bart wäre nicht der Tunichtgut der er nunmal ist, wenn er selbst daraus seinen Nutzen ziehen würde…
Als nächstes versucht sich Krusty daran ein erfolgreiches Maskottchen für Chanukka zu erfinden. Doch seine Ideen stoßen dabei nicht gerade auf Gegenliebe. Deshalb sollen Bart, Lisa, Milhouse, Nelson und Ralph dabei helfen und produzieren einen ganzen Haufen Mist dabei. Doch Krusty bekommt unerwartete Hilfe von Kang und Kodos…
Zuletzt versucht Homer nach dem opulenten Weihnachtsmahl auf möglichst einfche Weise Gewicht zu verlieren. Dabei greift er auf die selben Mittel wie Bären zurück, indem er einfach Winterschlaf halten will. Dank eines neuen Wundermittels von Professor Frink fällt Homer auch in einen 3-monatigen Schlaf in dem er aber dennoch einiges erlebt, und gewichtsreduzierend ist vieles dabei nicht wirklich…

FAZIT:

Typisch weihnachtlich und weniger winterlich fällt diese Geschichtensammlung aus. Für einen Winter Wirbel sind es einfach zu wenig winterliche Geschichten. Bei 3 Weihnachtsstorys und einer welche zu jeder Jahreszeit spielen könnte will einfach kein Winterfeeling aufkommen. Auch wenn die Geschichten durchaus gelungen und unterhaltsam sind und sogar Comicgrößen wie Scott Shaw und Paul Dini ihren Beitrag dazu leisten wären ein paar wirkliche Wintergeschichten wünschenswerter gewesen. So bleibt am Schluss ein kurzweiliges Weihnachstheftchen das ein wenig weihnachtlichen Humor verbreitet.

Simpsons Winter Wirbel #4 [Panini, Januar 2011]

4 winterliche Geschichten:
In der ersten Geschichte versuchen sich die Simpsons wegen einer typischen Lisa-Idee als Stromsparer. Sie verzichten auf alles was mit Strom direkt oder indirekt zu tun hat. Keine Heizung, kein Fernsehen, kein Licht, kein fliessend Wasser. Auch sonst wollen sie möglichst ökologisch leben und verzichten daher auch auf das Auto. Schnell fällt dies auch den anderen Bewohnern von Springfield auf, und um Mr. Burns eins auszuwischen machen alle mit…
Dann gibt es eine kurze Itchy und Scratchy Episode in der Maus Itchy Kater Scratchy aus einem Flugzeug auf einen schneeverhangenen Gipfel schmeisst auf dem auch der Yeti sein Zuhause hat. Oder ist es eine Yeti…?
Als nächstes muss Krusty auf seine neuesten Spielzeuglizenzprodukte verzichten, da diese mit höchst giftigen Materialien hergestellt wurden. Und so wird die gesamte Produktion von der Umweltbehörde konfisziert und unter einer Betondecke versteckt. Doch Weihnachten rückt näher und die Betondecke bekommt einen Riss durch die auch durch Strahlung stark erhitzen Spielsachen. Als dann auch noch der Schnee schmilzt und auf die neuen Krusty Super-Hydro-Action-Figuren trifft ist Chaos vorprogrammiert…
Danach wird die kuriose und lustige Reise des Mr. Schneepflug Komatsu-Motors Pfluges erzählt. Nach Homers kurzem Intermezzo landet er beim Comictypen, dann bei Krusty, als nächstes bei Reverend Lovejoy wo er wiederum von Snake gestohlen wird um die die Sammlung von Willy integriert zu werden und so weiter und so fort…
Zum Schluss gibt es eine Simpsons-Weihnachtsgeschichte mit lustige Reimen von Homer J. Simpson zur Simpsons-Weihnacht…

FAZIT:

Ja klar. Es ist nicht die richtige Zeit für Wintergeschichten. Dennoch habe ich auch keine Lust dieses durchaus unterhaltsame Heftchen bis zum nächsten Winter liegenzulassen. Und was kann es besseres geben als bei den steigenden Temperaturen ein wenig Abkühlung in Wintergeschichten zu suchen.
Insgesamt sind die 5 abwechslungsreichen Geschichten sehr gelungen und humorvoll. Wie immer ist alles vollgespickt mit Anspielung auf die Gesellschaft, bekannte und weniger bekannte Personen, Trends, Kommerzgüter und Weltgeschichte. Auch Flops wie Disneys Schatzplanet werden dabei humorvoll auf die Schippe genommen.
Kurzum. Gelungene und kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch die Spaß macht und durch die vielen Anspielungen und deren Erläuterungen durch die Simpsons-Redaktion (die einfach mal erwähnt werden sollten) sogar noch ein wenig zum „manchmal unnützen“ Weltwissen beiträgt.

Simpsons Winter Wirbel #5 [Panini, Januar 2012]

Zuerst erlebt man wie schnell eine Grippe von eine ganzen Stadt eingenommen werden kann, wenn man sich denn nicht an die ganz eifnachen Regeln der Sicherheit und dem Schutz vor Ansteckung hält und sich nicht regelmäßig die Hände wäscht…
Danach stellt Burnes der Stadt den Strom ab, was zur Folge hat das Springfield friert und dann rebelliert. Doch Homer kann die Situation wieder einmal retten…
Als nächstes entdeckt Moe bei einem abgestürzten Flugzeug die perfekte Burgersoße und somit steht dem Erfolg seiner Bar nichts mehr im Weg. Doch die leckere Zutat gehört Krusty und der ist nicht bereit sie zu teilen…
Dann gewinnt Homer eine Reise nach Colorado in das Skigebiet Duffspring. Doch eigentlich will er da lieber mit seinen Freunden als seiner Familie hin, aber die Wahl wird ihm abgenommen…
Zu guter letzt schafft sich die Springfielder Grundschule einen neuen Schulbus für die Wintersaison an. Mit Schneeketten, Pflug und allem was dazugehört um jederzeit einsatzbereit zu sein und die Kinder in die Schule zu bringen. Aber Bart ist von diesem Gefährt alles andere als begeistert…

FAZIT:

Eine typische Sammlung an Simpsons-Winter-Geschichten. Ganz unterhaltsam, aber insgesamt nichts wirklich besonderes. Auch zeichnerisch wird eher Durchschnittskost geboten. Nichts aussergewöhnliches, kein eigener Stil, alles eher 08/15. Als Unterhaltung für zwischendurch und zum Aufmuntern ist es dennoch genau das richtige.

Halloween Special Review (2): Simpsons Comics Sonderheft #16: Bart Simpsons Horrorshow [Panini, Oktober 2012]

Weiter gehen die Halloween Review Specials mit dem gelben Wahnsinn aus Springfield…

Simpsons Comics Sonderheft #16: Bart Simpsons Horrorshow

Wie jedes Jahr so beschenkt auch 2012 Panini mit einer neuen Bart Simpson Horrorshow die deutschen Simpson-Fans.
Das Spektakel beginnt mit einer gelben Version von Nosferatu in der Bart sein Baumhaus an Homers Chef abtreten soll, damit die Simpsons nicht in Geldnot geraten und Barts Comics veräußern müssten. Doch Mr. Burns, hier als Graf Burlok unterwegs, hat ein gefährliches Geheimnis …
Die zweite Geschichte widmet sich den aktuell sehr beliebten Zombies. Nachdem Bart bei einem Brettspiel gewinnt, fordert er seine Familie auf, ein Rollenspiel in voller Kostümierung auf dem Mount Springfield abzuhalten. Dabei wird Marge schwer verletzt und bekommt eine Kadaversehne implantiert, die kurz darauf seltsame Gelüste in ihr weckt …
Den Abschluss bildet eine Geschichte, in der Bart seine Neugier einfach nicht zügeln kann. Denn nachdem Er ein mysteriöses drittklassiges Comicheft auf einem Flohmarkt erwirbt, kann er es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichten darin sind so seltsam, abstossend und dennoch faszinierend, dass er, als er feststellt, dass die letzte Seite fehlt, sich auf die Suche nach dem Zeichner macht, um dieses letzte Rätsel zu lösen. Doch er weiß nicht, worauf er sich einlässt …

Nosferatu im Simpsons-Stil.

Drei Geschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, versammeln sich in diesem Heft. Die erste Geschichte ist fast schon klassischer Horror, der auch entsprechend bebildert ist, denn die Parodie auf Nosferatu wird in einem stummfilm-artigen Bildstil geschildert, der einfach nur grandios ist. Dazu gehört auch das die Texte auf Bildtafeln zwischen den einzelnen Panels dargestellt werden und die Panels selber nur mit ganz sanften Farben aufwarten. Meist sind es hauchfeine Grün-, Grau-, Braun-, Gelb- und Blautöne, welche den Stil noch untermauern. Die Geschichte an sich ist fast typisch für das 19. Jahrhundert. Keine großen visuellen Schockmomente, denn das meiste soll sich im Kopf des Lesers abspielen.

Gehirne…, Gehiiiiirne… !

Die zombifizierte „Marge of the Dead“ hat noch einen relativ gemäßigten Stil, sprich, er orientiert sich visuell noch sehr nah an den bekannten Simpsons. Dennoch gibt es auch hier kleine Stiländerungen, die aber sofort ins Auge fallen. So sind zum Beispiel alle Figuren von sehr dominanten und kräftigen Outlines umgeben, wodurch ein gewisse Perspektive erzeugt wird. Denn je näher dieser Protagonist am Betrachter bzw. Leser „steht“, umso kräftiger sind seine Outlines.
Von der Geschichte her wird leider nur durchschnittliche Zombiekost geboten. Schon ab dem Moment, wo von der Kadaversehne gesprochen wird, weiß man als Leser, worauf dies hinauslaufen wird. Da wird von Autorin Jane Wiedlin nur sehr wenig Kreativität geboten. Zum Glück muss man aber auch sagen, dass es wenigstens nicht langweilig präsentiert wird.

Manche Comichefte haben es echt in sich.

Visuell mit am außergewöhnlichsten ist die letzte Geschichte. Denn während Barts Erlebnisse im fast typischen Simpson-Stil dargestellt werden, kommen die Geschichten, welche Bart in dem Comic liest, in den bekannten 50er und 60er Jahre Horrorcomicstil daher. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Vor allem weil dieser Stil inklusive verrutschtem Druckmuster, leicht vergilbten Seiten und dem auffälligen Punktdruck sehr authentisch herüberkommt.
Storytechnisch ist es natürlich, wie zu erwarten, auch ganz typische Horrorkost aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Eine Geschichte, die sich langsam aufbaut und dann mit einem großen Knall endet. Nicht schlecht, aber auch nicht überraschend.

So etwas war in den 1960ern echt gruselig.

FAZIT:

Diese 16. Ausgabe der Bart Simpsons Horrorshow kann, wenn man es genau nimmt, nur visuell wirklich überzeugen. Zwar sind die Geschichten nicht schlecht, aber leider auch nicht besonders innovativ oder überraschend. Dennoch bin ich sehr angetan, gerade weil mir eben diese klassischen und irgendwie tausendfach bekannten Storymuster immer wieder gefallen können. Wenn dies dann auch noch grafisch so gut unterstützt wird wie hier, dann ist das in meinen Augen schon so gut wie ein Hauptgewinn. Aber dies ist mein persönlicher Geschmack.
Wer sich ebenfalls von solchen Geschichten auch heute noch fesseln lassen kann, der sollte allein wegen der wirklich sehr guten Bilder auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Bongo Comics / Panini

Bongo Comics des Monats… Mai 2012 [Panini, Mai 2012]

… Mai

In der neuen Episode der Bongo Comics im… nehme ich mir den Mai vor. Das sind leider nur zwei Ausgaben, nachdem im April 4 Bongos erschienen, aber Quantität ist ja nicht gleich Qualität…

Simpsons Comics #187

Homer will es Ned natürlich unbedingt mal wieder zeigen. Dieser hat nämlich einen Heißluftballon angemietet um dafür Geld für die Kirche zu sammeln, aber Homer versteht dies nur als Herausforderung zum Wettrennen…

Neben der Hauptgeschichte in der es diesmal sehr viel um Glauben und Karma geht gibt es noch zwei Kurzgeschichten. Zum einen wird der Angry Dad erneut auf die Leser losgelassen und das mit leider mäßigen Erfolg, und auch das aus dem Kinofilm bekannte Spider-Schwein macht einen auf Superheld. Aber die Geschichte ist auch kein wirklicher Brüller.
Zeichnerisch ist die gesamte Ausgabe nur Mittelmaß, wobei die beiden Kurzgeschichten durch ihren ganz eigenen Stil dennoch ein wenig die Nase vorn haben. Aber insgesamt ist dies einfach zu wenig.

FAZIT:

Ganz kurzweilige Ausgabe ohne wirkliche Höhen. Auch die Substanz fehlt insgesamt, so das nach knappen 15 Minuten der Lesespaß auch schon wieder vorbei ist. Durch die detailarmen Zeichnungen und insgesamt zu wenigen Gags fehlt auch der Ansporn dies ein zweites Mal lesen zu wollen.
Alles in allem also nur eine mäßige Ausgabe, die man nicht wirklich braucht. Ausser man hat etwas Geld übrig und ist ein eingeschworener Simpsons-Fan der seine regelmäßige Dosis „Gelb“ braucht.

Bart Simpson #62

Was passiert wenn Mr. Burns die Kosten für sein Kernkraftwerk senken will? Outsourcing hat er ja schon in der TV-Serie versucht. Diesmal will er an den Personlakosten sparen indem er es schafft das die Regierung Kinderarbeit legalisiert. Dies führt dazu, dass auch Lisa und Bart nun für Mr. Burns arbeiten müssen, während Homer entlassen wird, aber Bart schmeckt das so garnicht …

Neben dieser wirklich komischen Geschichte wird auch Barts Traum von einem eigenen Auto erfüllt als Grampa ihm einen Oldtimer kauft. Auch wenn Bart und seine Schulkameraden anfangs überhaupt nicht begeistert sind, weckt es schnell den Familien- und Schraubergeist …

Diese Ausgabe kommt mit drei wirklich sehr unterhaltsamen Geschichten daher. Die Autoschrauber erinnern ganz klar an Pimp My Ride und das typische Simpsons-Glück spielt auch wieder eine große Rolle, während Maggies Welt ganz klar mit dem Charme und Humor von Sergio Aragones punkten kann. Zwei Seiten mit sehr viel Bildwitz. Die letzte Geschichte ist nicht nur unterhaltsam sondern nimmt sich auch die in der dritten Welt immer noch wachsende Kinderarbeit als Thema vor. Diese ist zwar in der Realität leider nicht so einfach zu bekämpfen wie im Comic, aber als Denkanstoss funktioniert das hier sehr gut.
Zeichnerisch ist es insgesamt auch besser als die große Schwesterserie Simpsons Comics diesen Monat. Schön abwechslungsreich, immer erkennbar und mit gelungenen Details und Kleinigkeiten. Ausnahme ist lediglich die erste Geschichte die ein wenig Einheitsbrei ist.

FAZIT:

Bart Simpson #62 ist diesen Monat ganz klar das bessere Heft. Liegt es an der mangelnden Konkurrenz oder hat es einfach die besseren Geschichten? Für mich ganz klar. Die Geschichten sind trotz der geringeren Seitenzahl, ganz klar die besseren. Sie sind humorvoller und haben mehr Substanz, auch wenn diese nur unmerklich durchschlägt.

Bongo Comics des Monats… April 2012 [Panini, April 2012]

…April 2012

Die nächste Runde ist eingeläutet und der April hatte einiges an Bongo-Veröffentlichungen zu bieten. Gewohnte Simpsons-Abenteuer, Superheldenparodien und ein wenig Futurama…

Simpsons Comics #186

Bart kann es mal wieder nicht lassen und spielt Rektor Skinner einen Streich, was dazu führt das Bart als eine Art „Gutes Gewissen“ Ralph zugewiesen wird. Zwischenzeitlich machen Homer und Marge als Werbe-Ikonen Karriere, aber so wie sich Marge das vorstellt geht es irgendwie nicht…

FAZIT:
Ralph als Jiminy Grille ist ganz witzig. Weniger witzig ist dann die Erklärung warum Ralph positiv auf Bart wirkt, und auch Marges und Homers Eskapaden sind leider nur zu vorhersehbar. Bis auf ein paar nette Gags hat das Heft leider nicht viel zu bieten und auch die Kurzgeschichte um Snake und Apu ist nur nett, aber mehr leider auch nicht.

Bart Simpson #61

Auch wenn Bart so überhaupt keine Lust hat für Lisa auf Ralph aufzupassen, hat er doch keine andere Wahl, wenn er nicht will das Lisa ihn verrät und nutzt das auch gleich um Ralph mit Horrorgeschichten zu ärgern.
In Maggies Welt geht es dagegen nur um Enttäuschungen und geplatzte Kinderträume…
Als letztes will Lisa nicht mehr nur auf Fleisch verzichten, sondern auch noch sämtliche Pflanzen beschützen…

FAZIT:
Manchmal ist eben weniger doch mehr. Genauso ergeht es mir mit diesen Geschichten. Sie sind einfach zu überfrachtet und vollgestopft. Auch wirken die Geschichten wie Treehouse of Horror-Episoden nur in weichgespült.

Futurama Comics #47

„Was wäre wenn…?“
Das ist eine Maschine vom Professor und sie macht mögliche Realitäten sichtbar. Egal ob Bender als Präsident, Leela die sich in Fry verliebt, Hermes in einer hundertprozentig geordneten Welt, einem ganz normalen Teenagerleben für Leela oder alle Hummerwesen wie Zoidberg, wären. Die Maschine macht alles möglich…

FAZIT:
Futuramas „Geschichten von Interesse“ sollten ja eigentlich eine Art Äquivalent zu den Treehouse of Horror der Simpsons sein. Leider wurde dies in der TV-Serie nach dem zweiten Versuch nicht fortgeführt. Doch im Comic „lebt“ die „Was-wäre-wenn“-Maschine und liefert lustige und kurzweilige Geschichten ab.
Besonders gelungen ist die gemeinsame Verknüpfung aller Einzelgeschichten. Dieses Heft ist eine gelungene und humorvolle Unterhaltung mit vielen Gags und Seitenhieben…

Simpsons Super Spektakel #6

Die Tortenmänner aus aller Welt sind für Homer (ebenfalls Tortenmann) eine echte Überraschung. Auch das seine ehemaligen Steinmetze nun mit Hilfe eines Steinkuchens die Weltherrschaft erringen wollen…
Was aus Stretch Dude wird wenn seine clevere Partnerin Clobber Girl krank wird, erzählt die zweite Geschichte und auch wie Bart einen neuen Partner sucht und ihn in Ralph als „Leimbeutel“ auch findet.
Zu den fast schon klassischen Simpsons-Superhelden gehören auch Bartman und Houseboy. Doch als sich Houseboy alias Milhouse neue Kräfte offenbaren steht die Heldenpartnerschaft vor dem Aus…
Als letztes erschaffen Bart und Homer neue Kreaturen, die schlussendlich sogar aufeinander losgehen…

FAZIT:
Wie schon die letzten Ausgaben der Simpsons Super Spektakel, so ist auch diese ein humorvoller Streifzug durch die Superhelden-Comic-Welten. Dabei werden vor allem die klassischen Helden aus den sechziger Jahren parodiert und einige davon sind sogar heute noch regelmäßig aktiv unterwegs.
Doch wer jetzt denkt, dass bei so vielen Gags und Anspielungen die eigentliche Story auf der Strecke bleibt, den kann ich beruhigen.
Die Geschichten sind zwar keine Meilensteine, machen aber viel Spaß und wissen gekonnt zu überzeugen, auch wenn ich mir persönlich ein wenig mehr visuelle Abwechslung gewünscht hätte, statt immer dem gleichen Einheitsbrei.

Bongo Classics #1 [Panini, Oktober/Dezember 2005]

#1

Neben den Bongo Comics des Monats habe ich mir auch noch eine weitere, diesmal unregelmäßige, Rubrik einfallen lassen. Und zwar die Bongo Classics. Hier werden ältere deutsche Ausgaben der Bongo Comics vorgestellt und zusammengefasst…

Bart Simpson #21

Was passiert wenn die Springfielder Li’l Topes ihren erwachsenen Trainer verlieren und stattdessen Professor Frink mitsamt neuer Technik diese Aufgabe übernimmt, erfährt man direkt in der ersten Geschichte…
Als nächstes durchlebt Lisa die „Drei Phasen des Lehrens“ nachdem sie die Lehraufgabe von Miss Hoover übertragen bekommt, die wieder einmal die Segel streicht gegen die Unvernunft in Lisas Klasse…
In der letzten Geschichte begibt sich Barts Klasse auf einen Schulausflug in ein Museum und Rektor Skinner ahnt irgendwie schon, dass Barts und Nelsons Verhalten dazu führen wird das die Springfielder Grundschule bald auf „der Liste“ stehen wird…

FAZIT:
Insgesamt versammelt dieser Band wieder drei sehr kurzweilige und humorvolle Geschichten, wobei die Zweite doch schon sehr vorhersehbar ist und dadurch leider ein wenig verliert. Die erste Geschichte punktet vor allem durch den Wahnwitz an Ideenreichtum beim Tuning der Baseballutensilien und die Abschlussgeschichte verläuft doch irgendwie anders als man es zuerst erwartet und überrascht mit einem witzigen Schlussgag.
Zeichnerisch ist alles leider nur durchschnittlicher Einheitsbrei. Nichts aussergewöhnliches, alles gleich. Das ist nicht wirklich schlecht und erhöht den Wiedererkennungswert, aber wird auch schnell langweilig.

Bart Simpson #22

Bart erhält seinen einhundertsten Verweis zum Nachsitzen. Doch weil er etwas besseres vor hat, nimmt er den Verweiszettel nicht an. Doch weil dieser aus recycelten Ouija-Brettern hergestellt wurde, entwickelt er ein bizarres Eigenleben…
Danach treibt Bart bösartigen Schabernack mit einem Krusty-Walkie Talkie das zufällig auf der Frequenz von der Gegensprechanlage von Krusty Burger sendet…
Als nächstes erleben Homer und Bart einen sehr unterhaltsamen Angelausflug und das obwohl Bart eigentlich keine wirkliche Lust darauf hat…
Zum Abschluss starten Bart, Milhouse und Nelson eine Wette darüber wer der Beste Verkäufer der Klasse ist. Doch mit diesen Artikeln haben sie alle drei einen schweren Stand…

FAZIT:
Vier Geschichten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von sehr „unterhaltsam und witzig“ bis „irgendwie bescheuert“ ist alles dabei. Am herausstechendsten ist dabei noch die wirklich lustige Geschichte mit dem Angelausflug, da diese fast schon typisch für Homers Unglück ist. Am schlechtesten kommt dabei die Story mit dem Nachsitzzettel weg. Diese ist einfach nur ein dämlicher Versuch eine mystische und gruselig angehauchte Geschichte zu fabrizieren. Leider geht das voll vor den Baum.
Die bildhafte Umsetzung ist gewohnte Kost wie bei fast allen Ausgaben zu dieser Zeit. Nichts besonderes aber auch keine Enttäuschung.

Bongo Comics des Monats… März 2012 [Panini, März 2012]

…März 2012

Ab sofort werde ich regelmäßig, aber mindestens einmal im Monat die Comics des US-Bongo-Verlages, welche in ihren deutschen Ausgaben bei Panini erscheinen in dieser Rubrik zusammenfassen. Dies hat zwei Gründe. Zum einen der Übersicht wegen, und zum anderen lässt sich bei diesen Fun-Comics leider nicht so viel darüber schreiben, aber dennoch genug um es gemeinsam zu einem Artikel zu verfassen…

Simpsons Comics #185

Sommerfeste sind irgendwie so gar nichts für den Comicbuchverkäufer und erst recht nicht wenn er nichts mehr zu trinken bekommt. Also sucht er sich ein ruhiges Plätzchen um seine Augen ein wenig zu entspannen. Dabei gerät er in die Welt von Bartchie und Jug-House. Bartchie bekommt Probleme weil er am gleichen Abend ein Date mit Sherri und auch Terri hat und Apop muss seinen Laden „Apops Schoko-Squishee-Bar“ räumen da er die Miete nicht mehr zahlen kann. Nun liegt es an Bartchie durch einen Bandcontest das Geld zusammen zu bekommen…

FAZIT:
Die Simpsons meets Archie Comics. So könnte man diese Ausgabe ganz treffend beschreiben. Denn mehr ist es einfach nicht. Es werden lediglich die typischen Simpsons-Charaktere in Archiefiguren transferiert und eine typische Archiegeschichte erzählt. Zwar sind die ganzen Gags durchaus unterhaltsam, wie auch die Erwähnung von Sonic, dessen Comics auch beim amerikanischen Archie-Verlag erschienen, und die Einbindung der Archie-Songs welche durch die Animationsserie bekannt wurden.
Zeichnerisch wurde die Geschichte von Stan Goldberg wenigstens gelungen präsentiert, aber von Ian Boothby bin ich als Autor einfach bessere Sachen gewohnt. Insgesamt ist diese Ausgabe leider nur mittelmäßig, dafür aber wenigstens kurzweilig.

Bart Simpson #60

Als Bart den Kwik-E-Mart verwüstet wird er von Apu zu Strafarbeiten verdonnert. Doch was Bart zuerst nicht ahnt, ist das ihm die Arbeit sogar Spaß macht. Zusammen mit Apu verbringt er sehr vergnügliche Tage und Stunden…
Danach zeigt sich Bart vons einer typischen großen böser Bruderseite, doch als Lisa dann das Zimmer verlässt und Bart mit Maggie alleine ist…
Zu guter letzt erzählt Homer einen Schwank aus seiner Kindheit und wie er versucht hat mit Barney in die Dreharbeiten eines neuen Zombiefilmes zu gelangen nichtsahnend das er damit viele Jahre später einen sehr bekannten Musiker beeinflussen würde…

FAZIT:
Drei durchaus kurzweilige und teilweise auch lehrreiche Geschichten werden in diesem Band präsentiert. Grafisch am herausstechendsten ist Sergio Aragones Zombiegeschichte, aber auch die anderen beiden wissen zu überzeugen. Den Leser erwarten kurzweilige und humorvolle Geschichten und die definitiv bessere Bongoausgabe in diesem Monat.

Der „Gratis Comic Tag 2012“ am 12. Mai im Comic Attack in Erfurt!

Morgen findet zum inzwischen dritten Mal der Gratis Comic Tag statt und auch mein Stammcomicshop, Comic Attack, in Erfurt nimmt wieder daran teil. Ab 10.00 Uhr geht es los und ihr könnt auch aus den insgesamt 30 verfügbaren Gratis Comics 4 Stück auswählen, die euch interessieren könnten. Wie die letzten Jahre auch, denken sich die Jungs vom Comic Attack wieder etwas besonderes aus, wodurch ihr evtl. auch mehr als nur die 4 Gratis Comics erhalten könnt. Was das sein wird, ist aber noch geheim.

Dieses Jahr stehen insgesamt 30 verschiedene Comics zu Wahl und es sollte eigentlich für fast jeden etwas dabei sein. Ob von den großen Verlagshäusern wie Panini, Carlsen oder Egmont bis hin zu den kleinen Independentlabels wie Plem Plem Productions oder TheNextArt sind wieder eine Vielzahl an Unterstützern vertreten. Eine kleine Übersicht seht ihr im folgenden Bild.

Ausserdem findet ihr eine kleine Vorschau mit kurzen Infos zu den Comics in meinem Artikel „Gratis Comic Tag 2011 – Ein Resumé & Gratis Comic Tag 2012 – Eine Vorschau“ vom 22. Januar diesen Jahres.

Auch ich werde diesmal in Erfurt, mit meinem beiden Kindern, vorbeischauen und wer Glück hat kann mich dort auch treffen und mit mir ein wenig plaudern. Auf jeden Fall wird es sicherlich wieder ein großer Spaß werden, in den heiligen Hallen vom Comic Attack in Erfurt in der Paulstraße 8.

Weiter Informationen rund um den Gratis Comic Tag findet ihr auf www.gratiscomictag.de.

Simpsons Comics präsentiert: Der Tod des Comic-Typs!

BildSimpsons Comics präsentiert:
Der Tod des Comic-Typs! #1

Der Comic Typ wird erniedrigt. Schuld daran ist ein kleines Video in dem Jeff Albertson die genialsten fiktionalen Tode darstellt. Doch kaum ist das Video online trudeln die ersten Verachtungsmails ein in denen sein Werk niedergemacht wird. Schuld daran ist ein Video von Graphic Novel Kid, das ebenfalls die besten fiktionalen Tode zeigt und in der gleichen Zeit aber viel mehr Tode darstellt.
Noch schlimmer kommt es als der Comicbuchverkäufer als neues Maskottchen für Schmalz-Schmu-Donuts vorsprechen will und dort gnadenlos gegen Graphic Novel Kid verliert. Doch den größten Verlust erleidet wohl Graphic Novel Kid der direkt nach der Siegerehrung sein Leben verliert.
Von dem Verlust getroffen nutzt Jeff sein ganzes Geld um seine Sammlungen weiter zu vervollständigen. Er wirft mit Geld nur so um sich und als er sich auf einer Comicfilmrequisiten-Auktion auch Supertyps Rakete ersteigert passiert das Unglück. Jeff gerät in die Raketenkanone und wird pulverisiert…
Alle sind geschockt, doch es ist unumstößlich. Der Comic-Typ ist tot. Auf seiner Beerdigung tauchen neben den Simpsons auch Stan Lee auf und der darauf folgenden Testamentsverkündung fällt durch einen Zufall Marge der gesamte Besitz von Jeff Albertson zu…

FAZIT:

Der Tod des Comic-Typs ist wohl die Miniserie des Jahres für mich. Zumindest aus der Sicht der bisherigen Bongoveröffentlichungen gibt es nichts vergleichbares. Der Comicbuchverkäufer ist wohl eine der aussergewöhnlichsten Charaktere im Simpsonsuniversum. Er ist eigentlich eher unscheinbar und dennoch hat er so viel Tiefe das es schon eine Frage ist warum aus der Figur bisher nicht mehr gemacht wurde.
Bisher macht „Der Tod des Comic-Typs“ sehr viel Spaß. Alles sprüht nur so vor Ideen und Enthusiasmus und vor allem der Freiheit dessen das einfach alles möglich ist.

BildSimpsons Comics präsentiert:
Der Tod des Comic-Typs! #2

Marge erbt den Taschengeldfriedhof und sorgt somit dafür das Bart sein „zweites Zuhause“ verliert. Doch es gibt noch ein weiteres Problem. Nachdem nun der Comic-Typ tot ist, scheint offenbar auch Frieden in die Foren des Internets eingekehrt zu sein. Offenbar hat Jeff unter verschiedenen Pseudonymen das Internet mit seinem Sarkasmus „bereichert“.
Das führt wiederum dazu das sich Nerds und Freaks im realen Leben begegnen und es zu einem Krieg in Springfield zwischen den beiden Gruppen kommt. Währenddessen sucht Bart, beraubt vom Taschengeldfriedhof, nach einem neuen Hobby und wird schließlich bei Grampa fündig der ihm das stricken beibringt.
Unterdessen begegnen sowohl Marge als auch Lisa der Comic-Typ in ihren Träumen. Daraufhin wird das Grab vom Comic-Typ geöffnet…

FAZIT:

Es geht einfach nur grandios weiter. So ziemlich jedes Klischee wird in einer Anspielung verbraten. Dabei scheuen sich Autoren und Zeichner nicht auch die großen Verlage und Serien der Kriegszeit durch den Kakao zu ziehen. Die Zeichnungen sind zwar oberflächlich betrachtet nur typischer 08/15-Simpsonsdurchschnitt, wenn man jedoch genauer hinsieht kann man sogar schon sehr detailreiche Ansätze erkennen, welche die Figuren aus ihren sonst so typischen Zweidimensionalität herausheben zu versuchen.

BildSimpsons Comics präsentiert:
Der Tod des Comic-Typs! #3

Kaum das sich Bart das Stricken so richtig angeeignet hat nutzt er es auch schon wieder um Streiche zu spielen. Sein liebstes Opfer ist dabei natürlich Rektor Seymour Skinner. In der Zwischenzeit fühlt sich Nelson in Marges neu dekoriertem Comicshop so wohl, dass er sie fast als Mutter anerkennt und Lisa ist währenddessen auf der Suche nach dem Grund der Geisterhaften Erscheinungen des Comic-Typs in ihren Träumen. Dabei ist natürlich polizeiliche Unterstützung das A und O, und so stellt ihr Chief Wiggum Ralph an die Seite…

FAZIT:

Das Finale ist einfach nur Klasse. Zwar passiert nichts was man nicht schon nach dem Ende der ersten Ausgabe hätte erahnen können, aber das wollte die Miniserie ja auch nicht. „Der Tod des Comic-Typs“ ist eine gelungene Parodie auf so ziemlich jeden Superheldenserientod, der jemals erdacht wurde. Und so schließt sich wieder der Kreis zu dem Video das der Comic-Typ am Anfang von Heft 1 erstellte.
„Simpsons Comics präsentiert: Der Tod des Comic-Typs!“ ist auch nach dem Finale die Miniserie und Überraschung des Jahres für mich. Wer noch nicht die Chance hatte da hineinzuschnuppern, und selber Freund von Superheldencomics jeglicher Art ist, der sollte die Chance nutzen sich eine der besten Parodien nicht entgehen zu lassen.
Variantcover Ausgabe 1