Spider-Man & The Avengers (12) (Spider-Man Nr. 110-111 & Marvel Super Hero Squad Magazin Nr. 1)

Heute gibt es das große Finale. Viele werden enttäuscht sein, andere begeistert und vermutlich den meisten, wird es ergehen wie mir. Ich habe versucht das Review zur Finalausgabe so gut wie es geht, ohne Spoiler zu verfassen. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass manche eventuell Infos erhalten könnten, die sie so nicht erwarten. Daher weiterlesen auf eigene Gefahr.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 110 [Panini, Dezember 2012]

Roderick Kingsley ist zurück, und er ist nicht erfreut darüber, dass inzwischen jemand anderes, als sein Bruder unter der Maske des Hobgoblin steckt. Doch Phil Urich, der inzwischen als Hobgoblin in den Diensten des Kingpin steht, hat derweil einen anderen Auftrag. Zusammen mit einem Verräter aus Horizons Kreisen will er Spider-Mans Spinnensinn lahmlegen. Zu Peters Unglück scheint das Gerät auch zu funktionieren und verursacht bei ihm schwere Kopfschmerzen. Leider genau in dem Moment, wo Peter sich im Bugle befindet, unweit von Phil Urich. Dieser erkennt seine Chance, und entführt den „Waffen-Ausstatter“ von Spider-Man ohne zu wissen, dass Peter Spider-Man ist. Doch damit beginnt der eigentliche Kampf erst, der neue Freunde, alte Feinde und ein paar Opfer zurücklassen wird …

Wenn Slott davon spricht, es vor dem großen Finale etwas ruhiger angehen zu lassen, dann kommt so etwas, wie dieser Dreiteiler heraus. Haufenweise Action, viele alte Bekannte und Ausblicke, auf das, was den Leser bald erwarten wird. Spannung steht dabei natürlich ebenso hoch im Kurs, wie Humor und das Gedenken an frühere Abenteuer und Wegbegleiter. Man merkt sichtlich, wie eng Slott mit der Geschichte von Spider-Man verknüpft ist. Immer wieder baut er kleine Momente auf, die sich auf fast schon historische Ereignisse beziehen.
Hinzu kommt erneut das wunderbare Artwork von Giuseppe Camuncoli. welches diesmal nicht von Klaus Janson geinkt wird. Dadurch wirken auch diesmal die Gesichter einen Tick authentischer und emotionaler. Und auch die Action kommt in den dynamischen Bildern nicht zu kurz. Gerade der Kampf zwischen den beiden Hobgoblins, sorgte zumindest bei mir, immer wieder für erstaunte Blicke.

FAZIT:

Ein kurzweiliges, vorrangig actionorientiertes Abenteuer lässt einen kurz verschnaufen, bevor es in der nächsten Ausgabe zu Ende geht. Dennoch hat diese Ausgabe kaum Längen und bietet obendrein einiges an Infos, wie und was den Leser eventuell erwarten könnte. Denn immerhin gibt es Anzeichen für mindestens zwei bevorstehende Superschurkenangriffe.

Spider-Man Nr. 111 [Panini, Dezember 2012]

Die letzten Stunden von Doctor Octopus sind angebrochen. Doch irgendetwas stimmt nicht. Wieso versucht er verzweifelt, und mit aller Kraft unbedingt aus dem Raft auszubrechen und wieso will er unbedingt, dass Peter Parker in den letzten Minuten seines Lebens, an seiner Seite ist. Was für ein Geheimnis umgibt einen der ärgsten Erzfeinde Spider-Mans und schafft es Doctor Octopus am Ende siegreich aus diesem finalen und alles verändernden Kampf hervorzugehen?

Wie schreibt man ein Review, zu einem Heft, bei dem eigentlich jedes Wort ein Spoiler darstellen könnte? Eine Ausgabe, die von vorne bis hinten, so spektakulär ist, dass sie in den USA und inzwischen auch in Deutschland die Gemüter spaltet. Ein Finale, das sogar langjährige Fans dazu veranlasst hat, Spider-Man aufzugeben. Eine Geschichte di so umwälzend ist, dass Autor Dan Slott Todesdrohungen erhalten hat. Ihr merkt es schon. Diese Finalausgabe ist das, was auf dem Cover steht. Sie ist das Ende. Nicht nur einer Heftserie, nicht nur einer Comicreihe, sondern eines Helden. Doch auch Dan Slott weiß, das Einzige, was immer bestand haben wird, ist die Veränderung. Und so hat er mit dem hier enthaltenen Dreiteiler, ein Werk geschaffen, dass dem Mythos Spider-Man auf jedem Fall gerecht wird. Ja, es wird Menschen geben, die Slott hierfür hassen werden, und ja, diese Änderungen werden nicht allen gefallen. Aber ebenfalls ein ja, gibt es zu den neuen Möglichkeiten und der Tatsache, dass egal, welche Änderungen und Umbrüche man bei Marvel jemals versucht hat, keine davon je von Dauer waren. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch hier wieder alles rückgängig gemacht wird. Bis dahin hat Slott die Möglichkeit neue Geschichten zu erzählen, und wie ich ihn kenne, wird er dies auch tun. So wie er es bereits seit den letzten 100 Ausgaben der Serie Amazing Spider-Man getan hat.
Visuell gibt es kaum etwas auszusetzen. Immerhin ist mein aktueller Spider-Man-Lieblingszeichner Humberto Ramos für die Umsetzung dieses Abenteuers zuständig. Bis auf das erste Kapitel. Hier darf Richard Elson den Zeichenstift schwingen. Und dies macht er durchaus souverän, auch wenn ihm Ramos‘ Dynamik ein wenig fehlt.

FAZIT:

FINALE!!! OHHH-OOOHHHH!!!

Okay. Das ist Blödsinn. Ganz ehrlich. Nach diesem Heft bin ich ein wenig hin- und hergerissen. Zum einen kann ich die neuen Möglichkeiten, die sich nun bieten kaum erwarten, zum andern blutet mir das Herz. Doch egal, was die Zukunft bringt. Wenn Slott weiterhin solche Werke verfasst und diese so genial umgesetzt werden, bleibe ich dabei. Egal wie lange der aktuelle Status andauert. Und vielleicht wird es ja irgendwann so etwas wie Freundschaft …

… und das meine ich auch im Bezug auf die betroffenen Figuren. 😉

Marvel Super Hero Squad Magazin Nr. 1 (06/2011) [Panini, November 2011]

Doctor Doom hat einen Plan. Um die Fraktale des zerstörten Unendlichkeitsschwertes zu bekommen, welche sich zwischen seinem Schurken-Team und dem der Squaddies verteilt haben, muss er nur eine Zeitmaschine erschaffen. Mit ihrer Hilfe kann er in der Zeit zurückreisen, und das Schwert in seine Gewalt bekommen, bevor es zerstört wird. Aber die Squaddies haben da ihre eigenen Pläne. Doch alles geht schief und die Zeitmaschine verwandelt alle in schreiende Babys …

Marvel hat so ziemlich für jedes Alter ein passendes Heldenteam. Die Marvel Super Hero Squad ist jene, für die ganz junge Zielgruppe. Oder auch alle, die von den niedlichen Versionen der Marvel Superhelden nicht genug bekommen können. Denn neben einer TV-Serie, die bisher leider nur in Amerika zu sehen ist, und vielen Videospielen, für alle möglichen Systeme basieren die „Squaddies“ auf einer Spielzeug-Reihe von Hasbro. Als Grundlage dienten lediglich sämtliche Marvelhelden, die einfach verniedlicht wurden. Diese Art nennt man allgemeinhin auch „Super Deformed“, weil hierbei markante Körperteile unverhältnismäßig deformiert dargestellt werden.
Für die, in dieser Ausgabe, enthaltenen Geschichte, konnte Marvel sogar den Autorenveteran Todd Dezago gewinnen, der eine sehr witzige Story verfasst hat. Zeichnerisch wird er hierbei von Leonell Castellani unterstützt, der die süßen Versionen und sogar deren Baby-Inkarnationen einfach nur superniedlich und dennoch witzig und glaubhaft in Szene setzt.

FAZIT:

Eine witzige Story mit wunderbaren Bildern bilden gemeinsam ein kurzweiliges und unterhaltsames Magazin, für die kleinen, und im Herzen klein gebliebenen. Hinzu kommen Ausmalbilder, Infos, Spiele und noch vieles mehr. Da haben die Kleinen auch nach dem Vorlesen und Anschauen der Bilder, noch einiges in dem Heft zu entdecken.

Spider-Man & The Avengers (11) (Spider-Man Nr. 108-109 & Marvel Super Heroes Magazin Nr. 1)

Langsam geht es dem Ende der Spider-Man Heftserie entgegen und doe Ereignisse scheinen sich zu überschlagen. Doch auch aus der Magazinecke habe ich wieder ein paar Ausgaben ausgegraben.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 108 [Panini, Dezember 2012]

Kaum, dass Doctor Octopus im Raft untergebracht ist, droht auch schon die nächste Gefahr. Denn die Nachricht, dass sich Morbius erneut im Labor 6 von Horizon einquartiert hat, sorgt für Unfrieden zwischen den Mitarbeitern von Max Modell. Aber es gibt noch ein weiteres Problem. Denn offensichtlich hat sich jemand der Leiche von Billy Connors bemächtigt. Als Spider-Man, von Carly informiert, am Ort des Verbrechens auftaucht und die Beschreibung des täter zu hören bekommt, ist ihm klar, wer dahinter steckt. Michael Morbius. Doch dieser hat den Jungen aus einem ganz bestimmten Grund zu sich geholt. Mit der DNA von Billy, will er seinen Vater, Dr. Curt Connors wieder umwandeln. Doch Michael weiß nicht, was er damit heraufbeschwört …

Das letzte Mal, dass die Echse Spider-Man in Atem gehalten hat, ist noch gar nicht so lange her. Und damals hatte es zur Folge, dass die Verwandlung, oder auch Weiterentwicklung dazu führte, dass nur noch die Echse übrig blieb. Die Seele von Dr. Connors war verschwunden und so greift Slott diesen Handlungsfaden erneut auf. Und auch Morbius wünscht sich, durch die Rückverwandlung von der Echse, dass sein Schicksal abgewendet werden kann. Mit diesen beiden, fast identischen Figuren baut Slott einen spannenden Vierteiler auf, der vor allem, aber nicht nur, langjährigen Spider-Man-Fans gefallen wird. Viele frühere Geschehnisse werden mit eingebunden und es wird ein Faden gewoben, der weit in die Zukunft zu reichen scheint.
Für die Zeichnungen ist erneut Giuseppe Camuncoli verantwortlich und auch diesmal hat er wieder Klaus Janson an seiner Seite. Zum Glück aber nicht komplett. Denn immer wieder einmal greift auch Camuncoli zum Tuschestift. Doch in den Passagen wo Janson tuscht sehen die Figuren seltsam apathisch aus und wirken geistig abwesend, was sich vor allem durch einen leeren Blick äußert. Dafür sehen die Echsenwesen umso besser aus. Dennoch stört es dadurch den Lesefluss merklich, da man immer wieder an den glasigen Augen der Figuren „hängenbleibt“.

FAZIT:

Ein spannender Vierteiler mit viel Action und Drama, sowie ein paar kleinen Schockmomenten. Sowohl handlungstechnisch als auch emotional. Denn es werden auch ein paar „Nebensächlichkeiten“ offenbart, die zukunftsträchtig sind. So macht es zumindest den Anschein. Und das gefällt mir persönlich sehr gut. Hinzu kommt eine kleine Bonusgeschichte mit den ewig undankbaren New Yorkern, die sich über Spider-Mans Hilfe so überhaupt nicht freuen können.

Spider-Man Nr. 109 [Panini, Dezember 2012]

Mit einem Experiment fing alles an. Damals wurde aus dem unscheinbaren Peter Parker, der erstaunliche Spider-Man. Und auch diesmal beginnt alles mit einem Experiment, und erneut ist Peter Parker anwesend. Doch diesmal trifft nicht ihn die alles verändernde Kraft, sondern Andy Maguire. Auch er ist ein unscheinbarer Junge. Aber anders als Peter damals ist er weder hochintelligent, noch ein Sport-As. Seine Noten sind durchschnittlich, er ist weder sportlich, noch gut aussehend. Genaugenommen ist Andy, Nichts! Bis zu diesem Tag, denn danach ist Andy Alpha! Der Junge mit den mächtigsten Kräften des Planeten. Schon alleine dadurch könnte Andy zu einer Gefahr werden, doch auch seine Persönlichkeit zeigt, dass New York und die Welt, es hier mit einer wirklichen Gefahr zu tun bekommt …

Ein unreifer Teenager mit einer Macht, der er nicht gewachsen ist. Das Thema an sich ist bereits bekannt, und hier zeigt Slott eindringlich, was zum einen aus Peter Parker hätte werden können, wenn er nicht seine fürsorglichen „Eltern“ Tante May und Onkel Ben gehabt hätte, als auch wie sehr Peter sich alle seine Taten zu Herzen nimmt. Auch nach all den Jahren schafft es Peter noch immer nicht, loszulassen. Die Schuld immer und stetig bei sich zu suchen, auch dann, wenn er nichts dafür kann. Das ist sowohl märtyrerisch, als auch egoistisch. Und von diesem Punkt aus hat man den Wandkrabbler eigentlich selten gesehen. Das Er immer und alles auf sich lädt ist normal, aber die in diesem Abenteuer geschilderte Egomanie, wirkt fast schon befremdlich, und dennoch faszinierend.
Zu einer so dynamischen Geschichte gehören natürlich auch dynamische Bilder. Und wer aus der Riege der Netzkopf-Zeichner wäre da besser geeignet, als Humberto Ramos. Im obliegt es, den Sidekick an Spider-Mans Seite so zwiespältig zu präsentieren. Denn einerseits ist Andy ein Typ Mensch, der einem leid tut. Mit seinen hängenden Schultern und dem melancholischen Blick wirkt er Hilfe suchend. Als dann jedoch die Transformation zum Helden vonstattengeht, wird aus ihm ein arroganter Schnösel, mit fiesem Blick und herausfordernder Körperhaltung. Hier zeigt Ramos sein wahres Können.

FAZIT:

Fantastisches Artwork trifft auf geniale Geschichte. Zwar ist es mit diesem Dreiteiler rund um Alpha auch erst einmal wieder vorbei, aber ich denke der Junge hat Potenzial. Wenn er denn lernt, mit seinen Kräften umzugehen. Doch ob und wann Andy wieder auftaucht, obliegt wohl dem Herrn Slott und seinen Launen, oder Marvel, wenn sie denn mal wieder einen Umbruch benötigen, um dem schwächelnden Comicmarkt einen Schub zu geben. Aber ob Alpha solch eine Macht besitzt, daran zweifle sogar ich.

Marvel Super Heroes Magazin Nr. 1 [Panini, August/September 2011]

Loki hat es wieder einmal auf die Avengers abgesehen. Und dieses Mal hat er sich eine Gruppe von Superschurken zur Unterstützung geholt. Anfangs scheint Lokis Plan auch sehr gut aufzugehen. Ein Avenger nach dem anderen fällt. Aber Captain America hat einen Plan und versucht, diesen auch konsequent durchzuziehen …

Bei den Avengers sind neben Captain America, Iron Man, Spider-Man, Wolverine und Hulk auch ein paar weniger typische Heldenkollegen an Bord. Storm und Giant Girl zum Beispiel. Gleiches gilt für die gegnerische Seite. Denn wenn man von Loki, Juggernaut und dem Wrecker absieht, ist der Rest mit Vapor, X-Ray, Vector und Ironclad eher hinterste Bankreihe. Wieso und weshalb, das kann am Ende wohl nur Autor Tony Bedard erklären. Gleiches gilt in ähnlichem Maße für das Artwork. Denn über ein zweckdienlich kommt dieses nicht heraus. Man merkt hier, dass Marvels Adventure Comics verheizt werden. Manchmal können diese Geschichten echte kleine Perlen beinhalten, aber oftmals sind sie einfach nur „kindgerechte“ Abenteuer, und mehr nicht.

FAZIT:

Schwache Geschichte mit genauso schwachen Zeichnungen. Selbst für die Kleinsten nur bedingt interessant, da auch eine Lektion mit dem Holzhammer vermittelt wird. Mit dem beiliegenden Extra hat sich Panini ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert. Denn „22 coole Action Sticker“ wirken eher billig als kaufanregend. Und das sage ich als Vater zweier Kinder, der inzwischen weiß, was Kinder reizt. Auch wenn Aufkleber genaugenommen besser sind, als jegliche Schusswaffe, die üblicherweise beiliegen.

Spider-Man & The Avengers (10) (Spider-Man: Das Ende der Welt & Avengers: Das offizielle Film-Special)

Diesmal gibt es den bereits angesprochenen Abstecher ans Ende der Welt, und das Filmmagazin zum Avengers-Kino-Hit.

Spider-Man Avengers

Spider-Man: Das Ende der Welt [Panini, März 2013]

Die letzten Tage von Doctor Octopus sind angebrochen. Doch so einfach, und vor allem sang- und klanglos, will der Schurke und langjährige Gegner von Spider-Man nicht abtreten. Stattdessen will er sich selbst ein Denkmal setzen. Der Öffentlichkeit will er sich dabei als großer Held und Gönner zeigen, indem er der Welt weismacht, dass mit seiner neuen Technik, die gesamte Menschheit gerettet werden kann. Und es scheint auch zu funktionieren. Sämtliche Staaten der Erde vertrauen dem „ehemaligen“ Bösewicht und stellen ihm sogar Mittel zur Verfügung um sein Vorhaben umzusetzen. Nur Spider-Man traut seinem Erzfeind nicht über den Weg. Wie sich zeigt, auch zu recht. Denn insgeheim will Doc Ock „nur“ 99,92% der Erdbevölkerung auslöschen, damit die restlichen 0,08 % sich an ihn als den gefährlichsten Menschen der Welt erinnern. Aber er hat seine Pläne ohne Spider-Man gemacht. So denkt zumindest Peter Parker, alias Spider-Man und fährt sein gesamtes Arsenal an technischen Erfindungen auf, die er seit seinem Beginn bei Horizon entwickelt hat. Doch der Doctor hat für alles einen Konter anzubieten. Und so droht trotz des unermüdlichen Kampfgeistes Spider-Mans alles dem Untergang geweiht …

Spider-Man hat es wirklich nicht leicht. Erst Fear Itself, ein Event, welches die Angst in das Marvel Universum brachte, dann Spider-Island, wo fast alle New Yorker Spinnenkräfte bekamen und durchdrehten, danach dann Avengers versus X-Men in dem es auch für den Netzschwinger ziemlich haarig und wurde und nun auch noch das Ende der Welt. Eigentlich lief es für Peter in den letzten Monaten richtig gut. Wenn man einmal davon absieht, dass ihn seine Freundin Carly verlassen hat, nachdem sie herausgefunden hat, dass er Spider-Man ist. Und die Tatsache, dass sein tot geglaubter Klon Kaine noch am Leben ist und nun sein eigenes Leben zu leben versucht. Oder das Jonah nach wie vor tierisch sauer auf den Wandkrabbler ist. Ganz zu schweigen davon, dass mit Morbius einer von Spideys langjährigen Gegnern auch noch bei Horizon arbeitet. Also wenn man es genau nimmt, lief in den letzten Wochen eigentlich vieles schief. Aber das, wo ihn Dan Slott jetzt hineinjagt, ist echt heftig. Einen Kampf auf Leben und Tod um die Zukunft der Menschheit. Das ist selbst für Spider-Man-Verhältnisse ein dicker Brocken. Und erst recht dann, wenn der Gegner diesmal gegen alles gewappnet zu sein scheint. Doch Slott weiß, wie man einen guten Thriller erzählt. Er baut die Spannung von Kapitel zu Kapitel weiter auf. Immer wohldosiert und ohne dabei Längen in der Erzählstruktur zu erzeugen. Auch Spideys Kollegen, die Rächer, sind dabei involviert und selbst auf alte Bekannte, wie Silver Sable greift er erneut zurück. Diese Dame durfte bereits in Ausgabe 106 der Heftserie einen kurzen Auftritt für sich verbuchen. Slott scheint ein Faible für die heldenhaften Damen des Marvel Universums zu haben. Denn wie sollte man sich sonst seine Teamzusammenstellung in Form von Silver Sable und der Black Widow erklären, die Seite an Seite mit Spider-Man das drohende Chaos verhindern sollen.

Zeichnerisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Mit Humberto Ramos und Giuseppe Camuncoli sind die Stammzeichner der Hauptserie Amazing Spider-Man mit an Bord und leisten beide sehr gute Arbeit. Vor allem auch, weil diesmal kein Klaus Janson an den Tuschestift durfte. Nicht, dass ich etwas gegen Janson hätte. Mit Frank Miller zusammen hat er wahre Kunstwerke geschaffen und auch John Romita Jr. ist ein idealer Partner für ihn. Bei Zeichnern wie Camuncoli hingegen harmoniert sein Strich nicht so ideal. Des weiteren sind auch noch Tony Silas und Matthew Clark mit am Zeichenbrett und für die Umsetzung eines One-Shots, in dem Helden aus verschiedenen Teilen der Welt ihre Abenteuer erzählen, sowie dem Prolog zu Das Ende der Welt in dem die Nachwirkungen erzählt werden, verantwortlich. Diese sind insgesamt auch in Ordnung, kommen aber an die Klasse von Ramos und Camuncoli leider nicht heran. Aber zum Glück stören sie das Gesamtbild im Artwork des Bandes auch nicht.

FAZIT:

Ein wirklich toller Band, mit sehr viel Action und einem Spider-Man, der trotz aller Dramatik und drohenden Gefahr immer wieder in sich kehrt und nachdenkt. Sowohl über die Möglichkeiten um Doctor Octopus zu bekämpfen, als auch über die eigenen Fehler, die er im Laufe seiner Karriere gemacht hat. Zusammen mit den tollen Zeichnungen ergibt sich ein gelungenes Abenteuer, dass auch durch die Beziehung zwischen Doc Ock und Spider-Man noch einiges an Gewicht bekommt. Und für 20 Euro bekommt der Leser auch noch fast 200 Seiten bester Spider-Man-Action. Was will der geneigte Leser und Fan des Wandkrabblers mehr.
Eine kleine Anmerkung, sei mir zu diesem band am Rande noch gestattet. Weil viele Händler davon ausgingen, dass dieser Band nur Nachdrucke enthalten würde, gab es nicht so viele Vorbestellungen. Daraufhin hat Panini nicht so viele Ausgaben, wie sonst üblich, produzieren lassen. Dies führt inzwischen dazu, dass der Band auch auf Ebay nur noch für horrende Summen die Besitzer wechselt. Manchmal sollte man sich eben doch vorher besser informieren.

Avengers – Das offizielle Film-Special [Panini, Mai 2012]

Die Avengers sind das größte Team an Helden, dass die Welt aktuell besitzt. Darum sind auch eine ganze Menge an Schurkenorganisationen an Infos über die Zusammenstellung des Teams interessiert. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass SHIELD Besuch bekommt, um eben diese Infos zu stehlen. Doch der Dieb hat die Rechnung ohne Natasha Romanov, die Black Widow gemacht …

Erneut bringt Panini ein Sonderheft zu einem startenden Marvel-Film auf den Markt. Und ebenfalls erneut sind für die Umsetzung der Comicgeschichte Fred Van Lente und Ron Lim verantwortlich. Auch diesmal ist die Geschichte eher zweitrangig. Dient sie doch lediglich dazu, die Helden vorzustellen und gewisse Eigenschaften derer hervorzuheben. Visuell hat sich dagegen Ron Lim wieder sehr viel Mühe gegeben. Sein Stil passt einfach ideal zur realistischen Darstellung der Filmfiguren und deren Darsteller.

FAZIT:

Wenn man sich die gesamte Aufmachung des Magazins ansieht, erkennt man deutlich, wer das angestrebte Zielpublikum ist. Untermauert wird dies durch ein Spielzeugextra, in Form eines Bogens, des Avengers Hawkeye. Doch die Kiddies sind nicht die Einzigen, die Panini hiermit erreichen will. Auch die Fans des Filmes sollen mit reichlich Zusatzinfos begeistert werden. Unterm Strich bleiben schlussendlich nur ein nettes Goodie für Filmfans und ein nicht ganz ungefährliches Spielzeug für die Kinder.

Spider-Man & The Avengers (8) (Spider-Man Nr. 104-105 & Marvel Heroes Magazin Nr. 1)

Um wieder ein bisschen Boden gut zu machen, gibt es wieder ein paar gebündelte Kurzreviews. Diesmal ist Spider-Man an der Reihe. Und zwar von der 104 bis zur 111, dem großen Finale, inklusive kurzem Zwischenstopp beim Ende der Welt, dazu gibt es ein paar leichtere Magazinausgaben, die den Avengers-Part dieser Rubrik abdecken sollen.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 104 [Panini, Dezember 2012]

Kaum, dass die Ereignisse rund um Spider-Island abgeklungen sind, tauchen auch schon wieder neue Probleme auf. Immer öfters gibt es merkwürdige Tote, die offenbar vom Himmel fallen. Während der neue Polizeichef davon ausgeht, dass es sich um Jugendliche handelt, die immer noch glauben Spinnenkräfte zu haben, erkennt sowohl Spider-Man, als auch seine Ex-Freundin Carlie Cooper, ein vollkommen anderes Muster. Er hat den Adrian Toomes, alias den Geier im Verdacht …

Slott legt eine kleine Pause ein, um dem Leser ein wenig Luft zum Verschnaufen, nach Spider-Island zu lassen. und dennoch liefert er einen spannenden und actionreichen Thriller ab. Spidey, Seite an Seite mit seiner Ex-Freundin. Detektivisches Ermitteln und gnadenlose Superheldenaction. Mehr braucht es diesmal nicht um den Leser zu unterhalten. Und nach Spider-Island ist das genau das Richtige. Zeichnerisch wird Slott erneut von Camuncoli unterstützt und der glänzt wieder mit dynamischen und actionreichem Artwork. Sogar ein paar kleine Gags hat er eingebaut. Besonders schmunzeln musste ich über ein New Yorker Taxi mit dem Kennzeichen „5L077“.

FAZIT:

Kurzweilige Action mit einem Spider-Man, der noch immer ein wenig an den Nachwehen zu Spider-Island zu knabbern hat. Dennoch macht die Ausgabe viel Spaß und bringt mit dem Geier erneut einen von Spideys klassischen Gegnern ins Rampenlicht.

Spider-Man Nr. 105 [Panini, Januar 2013]

Die Sinistren Sechs sind wieder zurück. Und diesmal hat es Doctor Octopus auf die Intelligencia abgesehen. Eine Gruppe von hochintelligenten Superschurken, welche mit einer neuen Waffe, der Zero-Kanone, die Weltherrschaft an sich reißen möchten. Doch Doc Ock hat andere Pläne und macht mit Sandman, Rhino, Chamäleon, Shocker und Mysterio Jagd auf seine Gegner …
Währenddessen bekommt Peter in New York ganz andere Probleme. Eigentlich wollte er nur kontrollieren, was sein Freund Grady Scraps Neues erfunden hat. Doch dessen Erfindung, 24-Stunden-Zukunftsportal, offenbart etwas Furchtbares. Denn in weniger als 24 Stunden wird New York aufgehört haben zu existieren, und keiner wei0 warum. Nun liegt es an Spider-Man, dies noch zu verhindern …

Da macht Slott schon eine kurze Pause, nur um dann gleich mit einem neuen und zerstörerischen Abenteuer weiterzumachen. Abgesehen von Doctor Octopus‘ Plänen, die auch noch wichtige Ausmaße annehmen werden, stellt er Spider-Man erneut eine Aufgabe entgegen, welche nicht so einfach zu bewältigen ist. Slott inszeniert diesen Mystery-Endzeitthriller auf gewohnt spannende Art und Weise, und lässt dies von Humberto Ramos dynamisch in Szene setzen. Man kann von Ramos halten, was man will, aber Dynamik und actionreiche Momente kann der Mann einfach perfekt Szene setzen. Doch auch die ruhigen Momente, wie eine kurze Sequenz mit Peter und Julia Carpenter, der neuen Madame Web, setzt der Mexikaner souverän um.

FAZIT:

Spider-Man unter Slott, mit Ramos und Camouncoli ist und bleibt für mich ein echtes Highlight. Das Team schafft es jedes Mal, mich zu überraschen und dennoch wohlzufühlen. Slott verknüpft gekonnt Spider-Mans Vergangenheit und Gegenwart miteinander um daraus eine neue, spannende und aufregende Zukunft zu kreieren. So kann es für mich gerne weitergehen. Dazu zwei der aktuell, für mich persönlich, besten Zeichner an Spider-Man. Da kann nicht mehr viel schief gehen.

Marvel Heroes Magazin Nr. 1 [Panini, April 2009]

Ein neuer Mutant wird von einem Team Mutantenhasser mitten in Holland in eine Falle gelockt. Statt Gleichgesinnte zu finden, wird er sofort mit einem Sentinel konfrontiert. Doch die X-Men sind nicht weit und helfen dem neuen Freund …
Iron Man trifft auf Doctor Octopus und bekommt gleichzeitig Probleme mit seiner aktuellen Freundin und einem Geschäftspartner. Aber Tony Stark hat alle Zügel in der Hand. Zumindest bis Doc Ock seine Trumpfkarte ausspielt …

Gemischte Abenteuer mit verschiedenen Marvelhelden. Bunt durcheinandergewürfelt. X-Men, Avengers und noch vieles mehr. Die Abenteuer sind dabei eher kurz und einfach gehalten, was durch die angestrebte Zielgruppe der Kinder von 4 bis 12 verdeutlicht wird. Auch die Zeichnungen lehnen sich eher an Filme und TV-Serien an, wodurch ein hoher Wiedererkennungswert erzielt wird.

FAZIT:

Solide Ausgabe für die Kleinen. Mit kurzweiligen Comicabenteuern, vielen Infos rund um die Marvelhelden, Rätseln und einem Spielzeug-Extra. In diesem Fall Wolverine-Klauen mit abschießbaren Projektilen. Nicht ganz kindgerecht in meinen Augen, aber wenigstens auf Grund des verwendeten Materials relativ ungefährlich.

Marvel Offensive auf DVD und Blu-ray – Auch die Marvel Animes stehen in den Startlöchern

Bereits im Juni begann eine groß angelegte Offensive an Marvel-DVD und Blu-ray Veröffentlichungen. Diese unter dem Label Marvel Knights Animation bei Al!ve erscheinenden Veröffentlichungen sind dabei genaugenommen keine typischen Animationsfilme, sondern mit Computeranimationen angereicherte Motion Comics. Den Start machte bereits am 7. Juni Iron Man – Extremis von Warren Ellis und Adi Granov, dem folgte am 21. Juni Astonishing X-Men – Gifted von Joss Wheedon und John Cassaday. Noch diese Woche, am 28. Juni, erscheint Black Panther von Reginald Hudlin und John Romita Jr., während am 5. Juli ein weiteres Mal die Astonishing X-Men mit Dangerous erneut von Wheedon und Cassaday in den Regalen stehen wird. Den vorläufigen Abschluss macht am 26. Juli Thor & Loki: Bloodbrothers von Robert Rodi und Esac Ribic.

MK Animations

Alle „Filme“ erscheinen sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray und beinhalten die originale englische Sprachfassung in Dolby Digital 5.1 mit deutschen Untertiteln. Die Laufzeiten schwanken hierbei zwischen 60 bis 130 Minuten und das Bild liegt in 16:9 (1,77:1) vor.

Doch damit nicht genug. Nach der erfolgreichen Veröffentlichung von Iron Man: Rise of Technovore (das Review dazu findet ihr hier) schiebt Sony Pictures Home Entertainment nun die Marvel Animeserien X-Men, Wolverine und Iron Man als jeweils 2-Disc-Komplettboxen hinterher. Die DVDs, welche neben der deutschen Sprachfassung auch die original japanische Audiospur enthalten sollen, erscheinen voraussichtlich am 12. September. Über die technischen Spezifikationen, sowie mögliche enthaltene Extras ist leider noch nichts bekannt. Auch ob und wann, die ebenfalls aus der Reihe stammende Serie, Blade veröffentlicht wird, ist leider ungewiss. Sobald sich dazu jedoch Infos ergeben, könnt ihr sie hier lesen.

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Spider-Man & The Avengers (7) (Spider-Man Magazin Nr. 65-66 & Avengers Nr. 20)

Heute gibt es auch die vorerst letzte Review aus dieser Rubrik. Ab morgen geht es dann in großen Schritten weiter, um ein wenig zu Marvel Now! aufzuholen. Den Anfang macht das Avengers versus X-Men Event inklusive der Tie-Ins aus der Avengers Heftserie.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #65 [Panini, Dezember 2012]

Eigentlich hatte Spider-Man den Sandman und Kraven erst vor gar nicht so langer Zeit ins Gefängnis gebracht und dennoch stehen die Beiden jetzt vor ihm, um sich zu rächen. Doch Spidey lässt sich davon nicht den Tag verderben, denkt er wenigstens. Doch dann fahren Kraven und der Sandman ganz schön heftige Geschütze auf und Spider-Mans Chancen sinken …

Nach der letzten Ausgabe, die ein wenig wirr daherkam, wurde es diesmal wieder etwas besser. Die Geschichte lies sich locker lesen, war unterhaltsam und kurzweilig. Wie eben eine Geschichte für ein solches Magazin sein soll.
Wie immer mit den passenden Zeichnungen, diesmal von Rob DiSalvo, die zur stimmigen Atmosphäre beitragen. Ideal für zwischendurch und noch besser um es mit den Kindern zusammenzulesen.

FAZIT:

Wieder ein rundum gelungenes Magazin, ohne Fehler mit genau der richtigen Dosis an Spannung und Humor. Nicht nur für die Kleinen gut geeignet, sondern auch für alle die zeitlose und schöne Geschichten mit Spider-Man lesen wollen.

Spider-Man Magazin #66 [Panini, Januar 2013]

Pausen sind bei Spider-Man so eine Sache. Meist dauern sie nicht lange, und wenn dann werden sie auch zumeist abrupt unterbrochen. So auch diesmal, als ein junger und bewusstloser Mann durch ein Fenster kracht. Als Spider-Man dem nachgeht gerät er in einen Konflikt mit dem Mandarin. Nun wird es gefährlich, denn der eigentliche Iron Man-Gegner dreht mit seinen 10 Ringen ganz schön auf …

Das Es hin und wieder ein Gegner-wechsel-dich gibt ist nichts Außergewöhnliches. Doch manchmal ist es schon seltsam, wen man da gegeneinander schickt. Der Mandarin gehört bei Iron Man schon zu den gehobeneren Gegnern, die man nicht mal so eben wegwischt. Dennoch passiert dies in der Geschichte. Und so ganz nebenbei werden noch ein paar Z-Klasse-Schurken verbraten. Hier hatte wirklich jemand keine Lust eine Geschichte zu schreiben und hat stattdessen einen Rahmen konstruiert, um möglichst viele Prügeleien unterzubringen.
Im Artwork gibt es dagegen weniger Enttäuschungen. Das bleibt dank Rob DiSalvo gewohnt solide und eben auch kunterbunt. Das passt und gefällt auch den Kleinen vor allem dann, wenn der Mandarin seine Ringe einsetzt.

FAZIT:

Etwas lahme Story, die selbst die Kleinsten nicht überzeugen kann, aber mit tollen Bildern. Ähnlich einem Michael Bay Popcorn-Kinostreifen. Hirn aus, Bilder genießen. Dass es dennoch besser geht, haben bereits ältere Ausgaben der Magazinreihe bewiesen.

Avengers #20 [Panini, November 2012]

Endlich zeigt Norman sein wahres Gesicht. Zusammen mit seinen Wissenschaftlern von AIM, Hydra und HAMMER hat er das Adaptoid-Programm an sich getestet und stellt sich nun den Rächern gegenüber. Diese jedoch ergeben sich nicht kampflos und haben sogar einen Plan, wie sie Norman ausschalten können.
Aber auch die neuen Rächer sehen sich eine Überraschung gegenüber. Wie es aussieht, war Skaar die ganze Zeit ein Doppelagent, der für Captain America gearbeitet hat. Nun müssen die neuen Rächer nur noch gegen Osborns Rächer gewinnen.
Und auch Vision muss sich seinen Problemen stellen. Seit seiner Deaktivierung durch She-Hulk ist vieles passiert, was der Android erst einmal verabreiten muss. Und dazu reicht es nicht nur She-Hulk und Magneto aufzusuchen, sondern sich auch sich selbst zu stellen …

Zu einer der letzten Ausgaben hatte ich mich noch beschwert, dass es nicht vorangehen würde und nun ist Knall auf Fall alles vorbei. Das war schon überraschend. Nur leider nicht positiv überraschend. Denn jetzt wirkt die Geschichte zu gehetzt und auch zusammenhanglos. Zwar gibt es als Erzählmittel die Zeitsprünge, aber die verwirren sogar stellenweise ein wenig. Einzig die Vision-Story konnte mich persönlich noch überzeugen. Es war schon sehr interessant zu lesen, wie Vision nach seiner Reaktivierung versucht in das „Leben“ zurückzukehren.
Die Zeichnungen sind alles nicht mein Geschmack. Noch immer pinselt Daniel Acuña wild herum, Mike Deodato zeichnet Strichlein über Strichlein und überfrachtet somit seine ansonsten sehr guten und dynamischen Bilder und bei David Finch alle Figuren von einem Panel zum nächsten um locker 30 Jahre altern und dann wieder jung wirken. Da werden den Gesichtern regelrechte Furchen hinzugefügt, dass man als Leser einen echten Schock bekommt.

FAZIT:

Das Finale dieser Storyline enttäuscht auf voller Länge. Die Geschichte sind nicht wirklich spannend und nur noch eine reine Prügelorgie und das Artwork beleidigt das Auge an allen Ecken und Enden. Stellenweise wirkt es so, als hätte man die Geschichte nur konstruiert, um die Zeit bis zum Event Avengers vs. X-Men zu überbrücken, und da wären eigentlich so viele Möglichkeiten gewesen, zumindest eine gute Geschichte zu erzählen. Aber das Ergebnis ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Schade drum, aber offenbar ist Bendis wohl doch schon ausgebrannt. Oder er war mit anderen Sachen so sehr beschäftigt, dass er die Avengers-Serien vernachlässigt hat.

Spider-Man & The Avengers (6) (Spider-Man Magazin Nr. 63-64 & Avengers Nr. 19)

Die nächste Ausgabe der Spider-Man & The Avengers-Reviews steht vor euch. Auch diesmal wird es mit zwei Spider-Man Magazinen und der Avengers Heftserie randvoll gefüllt sein. Mehr oder weniger. 😀

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #63 [Panini, Oktober 2012]

Peter ist mit seinen Klassenkameraden gerade in Griechenland unterwegs, als auch Magneto dort sein Unwesen treibt. Also ist Peter sofort klar, dass er helfen muss, auch wenn seine Freundin Chat ihm klarzumachen versucht, dass die Avengers bereits informiert und auf dem Weg seien.

Wie schon in Ausgabe #61 befindet sich auch diesmal wieder die junge Dame an Peters Seiten, die auch über sein Heldenleben bescheid weiß. Diesmal erfährt man als Leser sogar, dass Chat, so ihr Name, eine Mutantin ist. Und dass sie die Fähigkeit hat, mit Tieren zu sprechen. Diese Infos sind zwar schön, aber helfen noch immer nicht wirklich weiter.
Die Zeichnungen hingegen sind wieder gelungen und erinnern an den Standard aus Animationsserien. Bunt, frech und dynamisch. Das sind genau die richtigen Voraussetzungen für die lockeren Geschichten im Spider-Man Magazin.

FAZIT:

Lustig, und unterhaltsam präsentiert sich diese, aber dennoch zu vorhersehbare Geschichte. Untermalt mit passenden Bildern und, wie immer, reichlich Rätseln und Spielen, selbst für die Kleinsten. Angereichert wir das Heft, wie immer, mit Zusatzinfos und einem Spielzeug-Extra. Da freuen sich die Kinder und gemeinsam wird dann die Geschichte gelesen.

Spider-Man Magazin #64 [Panini, November 2012]

Der Red Ghost hat eine ganze Menge Menschen um sehr viel Geld betrogen, indem er sich als Geisterbeschwörer ausgegeben hat. Und einige seiner „Kunden“ haben danach die Hilfe der „Blonde Phantom Detektei“ in Anspruch genommen, die sich wiederum mit Spider-Man in Verbindung gesetzt hat. Gemeinsam wollen die beiden nun den Red Ghost dingfest machen …

Woher kennen sich die Dame und Spider-Man? Wie sind die Zusammenhänge? Immer öfter werden dem Leser Geschichten präsentiert, die nicht mehr so sorglos sind, wie in den Anfangszeiten. Stattdessen gibt es Kontinuität und Figuren, die dem Leser nicht bekannt sind. Das stört das Lesevergnügen doch erheblich. Da wären erläuternde Angaben sehr hilfreich.
Zeichnerisch bleibt das Niveau passend zu den Geschichten, wenngleich sie kein Highlight sind. Aber dennoch schön anzusehen.

FAZIT:

Leider bleibt das Heft wie auch die Nummer 61 etwas wirr, was an den vorkommenden Figuren liegt. Dem Leser werden diese einfach so hingeklatscht ohne erklärende Informationen. Das können auch die guten Bilder nicht herausreißen.

Avengers #19 [Panini, Oktober 2012]

Als die New Avengers endlich wieder zu Hause auf dem Rächer Anwesen ankommen, erwartet sie auch schon die nächste Überraschung. Denn dort werden sie von einer Spezialeinheit der Regierung empfangen, welche sie festnehmen möchte. Doch keiner im Team will das tatenlos hinnehmen. Aber als Luke Cage loslegen möchte, muss Dr. Strange die Stimme der Vernunft sein, und teleportiert das gesamte Team in sein Haus. Doch wie soll es nun weitergehen …?
Zwischenzeitlich spitzt sich auch bei den Avengers, welche sich fast alle in der Gewalt von Osborn und seinem Zusammenschluss von A.I.M., Hydra und H.A.M.M.E.R. befinden, die Lage zu. Weder Iron Man noch Captain America haben eine Chance zu entkommen und so liegen die Hoffnungen nun in den Händen von Vision und einer S.H.I.E.L.D.-Agentin mit außergewöhnlichen Kräften …

So langsam, aber wirklich ganz langsam, kommt Fahrt in die Storys. Sowohl bei den New Avengers als auch der Haupt-Rächerserie, Avengers, beginnt nun das Spiel von Norman Osborn um die Ergreifung der Macht, reife Früchte zu tragen. Und das spiegelt sich endlich auch in den Geschichten wieder. Wie wollen sich die beiden Rächerteams da hinauswinden, und welche Geschütze fährt der wahnsinnige Norman noch auf?
Während die Geschichten sich bessern, bleiben die Bilder auf gewohntem Niveau. Sie sind nicht so schlecht, dass einem die Augen schmerzen, aber von gut sind sie auch noch einiges entfernt. Deodato ist nach wie vor detailliert und setzt an einigen Stellen zu viele kleine Striche ein, wohingegen die Details bei Renato Guedes und Daniel Acuña eher durch die Kolorierung erzeugt werden.

FAZIT:

Ein leichter qualitativer Anstieg, der aber immer noch einiges an Luft nach oben lässt. Wenn man es genau nimmt, muss sich aber auch langsam etwas tun, denn es steht nur noch eine Ausgabe vor dem großen Avengers versus X-Men Event an. Und da sollte sich dann die Story schon aufdröseln.

Spider-Man & The Avengers (5) (Spider-Man Magazin Nr. 61-62 & Avengers Nr. 18)

Die nächste Runde in der Rubrik:

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #61 [Panini, August 2012]

Der Sandman hat angekündigt sämtliche banken nacheinander auszurauben und so kommt es, dass Captain George Stacy sich bei Peter meldet, damit dieser den sandigen Schurken aufhält. Doch der scheint nicht so recht mit dem Bösewicht klarzukommen und übergibt ihm sogar freiwillig das geforderte Geld. Wie konnte es nur dazu kommen …?

Also eigentlich bin ich ja ein Freund der frischen und unabhängigen Geschichten in den Spider-Man Magazinen. Doch diesmal habe ich nach dem Lesen gleich mehrere Fragezeichen über dem Kopf schweben. Zum Einen lebt Captain George Stacy noch, der ja eigentlich schon sehr lange das Zeitliche gesegnet hat. Damit könnte man ja noch leben, aber zum Anderen hat Peter plötzlich eine Freundin an seiner Seite, die auch noch weiß, dass er Spider-Man ist. Da bekommt man wirklich das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Die Zeichnungen von Matteo Lolli sind dafür wieder sehr gelungen. Retten aber leider das Chaos innerhalb der Geschichte nicht.

FAZIT:

Eine eigentlich ganz witzige Geschichte, die aber wie aus einem Zusammenhang gerissen wirkt. Daher geht sehr viel Feeling verloren, was auch die Zeichnungen nicht herausreißen können. Schade drum. Denn Sandman ist einer der Gegner, der schon so viele Entwicklungen durchgemacht hat, dass jede Geschichte eine neue Facette dessen sein könnte.

Spider-Man Magazin #62 [Panini, September 2012]

Eigentlich wollte Spider-Man nur eine kurze Pizza Pause an der Wand eines Wolkenkratzers einlegen und dabei die Aussicht über Queens genießen, als plötzlich Kraven der Jäger auftaucht. Sofort versucht Spider-Man, in das Innere des Bürogebäudes zu gelangen. Aber Kraven ist vorbereitet und schon beginnt eine gnadenlose Jagd …

Spider-Man und Kraven ist eine Hassliebe vom ersten Tag an. Obwohl Kraven immer wieder unterlag, war er dennoch von seinem Gegner fasziniert. Diese Faszination macht auch das vorliegende Abenteuer wieder deutlich. Wortwörtlich untermalt wird dies durch das Artwork von Pere Peŕez. Aber es gibt auch etwas zu bemängeln. Kontrolliert denn niemand von Panini die Hefte, bevor sie in den Druck gehen? Hier wurde nämlich massiv geschlampt, als zwei eigentlich aufeinanderfolgende Seiten vertauscht wurden. Das ist ein Fehler, der nicht passieren darf. Und ich rede hier nicht davon, dass Blätter falsche eingeheftet wurden. Denn bis auf die beiden Seiten stimmt der Rest der Ausgabe. Dies ist ein klarer Endkontrollfehler.

FAZIT:

An sich gute Geschichte, die durch einen Fehler ein wenig getrübt wird. Ansonsten ist es wie gewohnt witzig und auch die Zeichnungen passen perfekt zur Geschichte. Kurz und knapp also, ein gutes Heft, wenn der Fehler nicht wäre.

Avengers #18 [Panini, September 2012]

Das erste Aufeinandertreffen der neuen Rächer gegen Osborns neue Rächer. Und es könnte für das Team um Luka Cage kaum schlechter laufen. Nicht nur dass Osborns Team durch die Verzögerung der New Avengers die Bedrohung bereits neutralisiert haben und somit einen Bonus bei den vor Ort befindlichen Augenzeugen besitzen, auch dass Luke Normans Team als Erstes angreift, bringt keine Pluspunkte.
Ähnlich ergeht es auch Captain Americas Team. Dieses hatte sich aufgeteilt, um Norman Osborn ausfindig zu machen. Aber jedes Duo gerät nun in eine von Osborn gestellte Falle. Und es dauert auch nicht lange, bis auch Captain America in der Gewalt des machthungrigen Wahnsinnigen gefallen ist.

Wie auch in den vorangegangenen Heften passiert genaugenommen nicht sehr viel. Die gesamte Story zieht sich immens und vieles von dem was in den 3 US-Heften in dieser Ausgabe passiert, hätte man auch locker auf der Hälfte an Seiten präsentieren können. Dazu kommen noch die Zeichnungen, die immer noch nicht so ganz gefallen, auch wenn bei den Avengers mit Renato Guedes jemand anderes an den Bleistift durfte. Aber auch bei Deodato kann ich mich an einen Osborn mit Tommy Lee Jones Gesicht nicht richtig gewöhnen, wenngleich seine Bilder außerordentlich detailliert sind. Manchmal sogar zu detailliert.

FAZIT:

Erneut eine mittelmäßige Ausgabe die viel Action und wenig Handlung enthält. Dadurch kommt kaum Spannung auf und mit den doch sehr geschmacksabhängigen Bildern, mein Fall sind sie nicht, bleibt am Ende nicht viel übrig. Schon gar nichts was länger als 64 Comicseiten im Gedächtnis bleibt.

Spider-Man & The Avengers (4) (Spider-Man Magazin Nr. 59-60 & Avengers Nr. 17)

Und auch heute gibt es wieder drei Comics, mit denen ich meinen Lesestapel abzubauen versuche. 😀

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin #59 [Panini, Juni 2012]

New York steht meterhoch unter Wasser und Schuld daran ist Morris Bench alias Hydro-Man. Dieser will nicht mehr im kleinen Maßstab denken und nutzt jetzt seine Macht über das Wasser und somit über 70% der Erde. Also fordert er eine ganze Menge Geld, damit er New York nicht endgültig unter Wasser setzt und so Millionen von Menschen tötet. Doch Spider-Man weiß schon, wie er den durchgeknallten Wasserkopf aufhalten kann …

Morris Bench war wie so viele andere Gegner im Spider-Man Magazin eher aus der C-Liga der Superschurken. Dennoch kann ein guter Autor mit diesen Figuren auch gute Geschichten schreiben. Diesmal ist es aber leider gehörig danebengegangen. Die Geschichte ist flach und auch die Gags sind nur Mittelmaß. Dafür sehen die Zeichnungen von Pop Manh ganz ordentlich aus und passen zu einer solch leichtfüßigen Story.

FAZIT:

Man könnte fast sagen wie immer, aber so ganz stimmt es dann doch nicht. Gegenüber der letzten Ausgabe ist diese weitaus schwächer und nur die Bilder retten die seichte Geschichte nicht wirklich. Aber an Morris Bench liegt es nicht wirklich, denn es gibt auch sehr gute Geschichten mit dem Wasserkopf.

Spider-Man Magazin #60 [Panini, Juli 2012]

Was passiert, wenn der Mad Thinkerer rein versehentlich eine Antimaterie-Einheit in eine Kürbisbombe einbaut? Genau! Absolutes Chaos. Denn der Grüne Kobold findet das ganz witzig. Nur Spider-Man kann darüber nicht lachen, denn wenn der Kobold diese eine, bewusste Bombe wrfen sollte, ist New York nur noch Schutt und Asche. Also heißt es wachsam bleiben und jede Bombe, die der Verrückte wirft, versuchen zu fangen und sicherzustellen.

Und schon wieder der Grüne Kobold. Er ist schon eine zentrale Figur im Leben von Spider-Man. Ähnlich wie in der letzten Geschichte fehlt aber auch diesmal einiges an der Story, um wirklich zu gefallen. So wirkt das eher wie eine kurze Pause zwischen einen wirklich spannenden Film. So zum Auflockern eher. Ganz gut gefallen hat mir dagegen das Artwork von Roberto Di Salvo. Sein witziger Strich und der dynamische Panelaufbau geben der Geschichte den nötigen Witz.

FAZIT:

Wie immer eine kurzweilige Geschichte ohne Höhen und Tiefen, passendem Artwork und einigen witzigen Momenten. Für die kurze Ablenkung zwischendurch ideal, auf längere Sicht aber eher enttäuschend.

Avengers #17 [Panini, August 2012]

Noch immer sind die New Avengers ganz schön angefressen. Nicht nur, weil während ihres Einsatzes Norman Osborn entkommen konnte, sondern auch weil der Kampf mit Ultron alles andere als siegreich ausgegangen ist. Norman plant unterdessen viel weiter. Er macht Skaar ausfindig und holt sich Al Apaec, Gorgon, Dr. June Covington, Dr. Deidre Wentworth und Barney Barton in sein neues Rächerteam. Währenddessen macht sich ein Maulwurf für Osborn bei den New Avengers breit und sorgt nicht nur für Spannungen im Team, sondern auch für Chaos bei den Einsätzen. Und auch Squirrel Girl scheint ein Geheimnis mit sich herumzutragen, was auch der neue Rächer Daredevil zu bemerken scheint.
Unterdessen haben die Avengers um Captain America ihre eigenen Probleme. Denn auch dort stiftet Norman Osborn Unfrieden. Und dies schafft er nur mithilfe eines Hologramms und der Aussage, dass er ohne Prozess inhaftiert wurde. Damit wird nicht nur das Vertrauen der Bevölkerung in die Helden erschüttert, sondern auch das Verhältnis der Teammitglieder untereinander.

Nach 3 deutschen und insgesamt 7 US-Ausgaben hatte ich eigentlich gehofft, das es langsam voran geht. Aber um ehrlich zu sein, dümpelt die Story noch immer vor sich hin. Das Norman ein paar falsche Rächer um sich schart ist nicht neu, und das er zusammen mit Hydra, A.I.M. und der Hand agiert ist ein langweiliges Klischee. Da fehlen nur noch die bösen Nazis, Al Quaida und die noch böseren Russen. Auch zeichnerisch gibt es nicht so viel Gutes zu berichten. Deodatos Bilder sind nach wie vor sehr durchwachsen. Während er gute Panels zaubern kann, versagt er wiederum bei teilweise ganzen Seiten. Auch sein Charakterdesign ist in meinen Augen eher fragwürdig. So sieht sein Osborn mehr wie der US-amerikanische Schauspieler Tommy Lee Jones aus, als der bekannte und geisteskranke Grüne Kobold. Ähnlich sind auch Daniel Acuñas Zeichnungen für die Avengers. Diese wirken inzwischen sehr lieblos und als wären sie unter Zeitdruck entstanden.

FAZIT:

Insgesamt schwächeln beide Rächerserien im Moment und können weder auf Seiten der Geschichte noch der Zeichnungen wirklich überzeugen. Dass mit einem US-Heft mehr der Umfang angehoben wurde, tröstet auch nicht wirklich über den schwachen Inhalt hinweg. Es wirkt sogar stellenweise so, als wüsste Bendis nicht wirklich, wohin er mit den beiden Avengers-Serien möchte. Ihm scheint ein Ziel zu fehlen oder er will einfach nur Zeit überbrücken. Aber beides ist macht mir, dem Leser, keinen wirklichen Spaß.

Iron Man Nr. 14 [Panini, März 2013]

Heute gibt es noch zusätzlich eine Review zum letzten Band der Iron Man Sonderbandserie von Panini vor Marvel Now!

Iron Man Nr. 14

Um seine Freunde zu retten, ergibt sich Tony dem Mandarin, um ihm Titanomechs zu bauen. Riesengroße Roboter die von den Ringen des Mandarins, welche Gefäße für die Seelen außerirdischer Wesen sein sollen, angetrieben werden. Und während Tony Stark für Pepper Potts, seine Firma und die Regierung verschollen ist, gilt James „Rhodey“ Rhodes als tot. Doch er macht sich insgeheim als nagelneuer Iron Man einen Namen, während Pepper Potts in ihrer Rüstung und für Rescue Zweifel bekommt. Immerhin hatte Tony, bevor er verschwand, an Peppers Rüstung Überprüfungen vorgenommen.
Auch wenn Tony Stark von einigen sehr vermisst wird, geht die Arbeit bei Tony Starks Firma, Resilient, weiter und so steht der Start von „Schwarm“ kurz bevor. Mit „Schwarm“ will Resilient alle Versuche der Konkurrenz hinfällig machen, Daten jederzeit speichern und abrufen zu können. Die Cloud wäre somit veraltet. Stattdessen würde mit „Schwarm“, Milliarden kleinster Nanomechs, die immer und jederzeit um einen herum schweben und von den kleinen Repulsorkraftwerken, die in jedem Resilient-Produkt verbaut sind, angetrieben werden. Dadurch könnte man nun wirklich jederzeit und überall, auch ohne aufwendige technische Hilfsmittel, Daten speichern und aufrufen. Aber „Schwarm“ hat noch einen Vorteil. Denn mithilfe der kleinen Mechs kann man auch den derzeitigen Standpunkt von Tony Stark ausfindig machen, der aber auch nicht untätig geblieben ist. Mit seinem Freund Ezekiel Stane und weiterer Unterstützung, will er sich gegen den Mandarin zur Wehr setzen. Doch das wird kein einfacher Kampf …

Pepper und Rhodey beim spielen.

Pepper und Rhodey beim spielen.

60 US-Ausgaben liegen hinter dem Team Fraction/Larroca. 60 Ausgaben mit Abenteuern, Drama, Spannung und Veränderungen für den rot/goldenen Rächer und sein Umfeld. 60 Ausgaben in denen aus den zwei Kollegen so etwas wie Freunde wurden und die sie zusammengeschweißt haben. Gemeinsam haben sie Tony Stark durch Höhen und Tiefen geleitet, geführt und entsandt. Aber auch in den letzten Heften, zeigen sie, dass egal was Tony Stark passiert, er niemals aufgeben wird, und immer einen Weg findet. Und sie erschaffen eine Hommage an die Origin des Helden. Wie in der Entstehungsgeschichte muss Tony auch diesmal unter widrigen Umständen und insgeheim eine neue Rüstung erschaffen. Und genau wie damals steht ihm eine Person zur Seite. Genauso wie die Bedrohung um sein Leben von einem machtbesessen Despoten ihn erneut unter Druck setzt. Auch wenn die Ausgangspunkte diesmal andere sind, so sind die Parallelen dennoch unverkennbar. Und es fühlt sich toll an. Eine Serie so enden zu lassen, wie die Geschichte eines Helden begann, hat schon etwas Monumentales an sich.

Wie in alten Zeiten. Tony entwickelt Waffen in der Gefangenschaft.

Wie in alten Zeiten. Tony entwickelt Waffen in der Gefangenschaft.

Doch leider ist dies auch das einzige Außergewöhnliche an der Geschichte. Sie ist zwar in ihren Grundzügen sehr gelungen und macht auch Spaß, aber am Ende bleibt bis auf die Hommage an das erste Iron Man Abenteuer und dessen Entstehung, nicht sehr viel im Gedächtnis. Die Action ist ausufernd und an sich belanglos. Die gelüfteten Geheimnisse nur halb so spannend, wie es möglich gewesen wäre. Zu oft sind die Handlungen vorhersehbar. Retten können dies auch Salvador Larrocas wunderbare Zeichnungen nicht. Seine Panelaufteilung ist genauso wie sein Bleistiftstrich unverkennbar. Aber sie haben auch einen Makel. Seine Mundpartien sehen stellenweise sehr befremdlich aus. Gerade bei Männern frage ich mich sehr oft, was ihn zu diesem Design getrieben hat. Oftmals wirken die „Schlauchbootlippen“ unfreiwillig komisch und dominieren sehr häufig das Gesamtbild der Gesichter.
Dem gegenüber stehen sehr gut choreografierte Kämpfe, atemberaubende Landschaften und wahnsinnig kreative Technikentwürfe. Seine filigranen Bilder, mit den sehr vielen Details überfordern aber zu keinem Moment den Leser, sondern bilden mit der Geschichte eine gelungene Symbiose. Auf einigen Seiten wirkt es sogar regelrecht cinematografisch inszeniert.

Ein Team von Iron Men!

Ein Team von Iron Men!

FAZIT:

Auch wenn man, wie ich, keine eigenständige Serie von Iron Man verfolgt hat, fühlt man sich sofort wie zu Hause. Bekannte Gesichte, Namen und Ereignisse. Egal ob auf Seiten der Freunde oder Feinde. Es gibt Dinge, die sich niemals ändern. Und dann gibt es Änderungen, die einem sofort auffallen und die man entweder akzeptiert, oder bei denen man ungläubig den Kopf schüttelt. So, oder so, hat Fraction eines geschafft. Er hat Iron Man mit diesem Band ein würdiges Finale verschafft, das zwar kein Meilenstein im Leben des Eisernen werden wird, aber dennoch, zumindest kurzzeitig, überzeugen kann. Mit den filmreifen Bildern von Larroca bleibt ein Abenteuer wie aus dem Kino, das sich visuell und auch handlungstechnisch nicht vor den Leinwandumsetzungen verstecken braucht. Im direkten Vergleich mit Iron Mans Comic-Geschichte gibt es aber weitaus bessere Abenteuer.

Egal was die Zukunft bringt. Ohne die Vergangenheit ist sie nichts!

Egal was die Zukunft bringt. Ohne die Vergangenheit ist sie nichts!

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / Panini