Avengers versus X-Men (Runde 6) [Panini, Mai 2013]

Heute ist es da. Das große Finale mit …

AvsXRUNDE 6

Avengers vs. X-Men #6 [Panini, Mai 2013]

Der große und finale Kampf steht bevor. Doch Captain America ist verzweifelt. Daher bittet er den grünen Hulk um Hilfe. Doch nicht nur er greift den Avengers unter die Arme. Auch die X-Men, welche bis vor Kurzem noch hinter Cyclops und Emma Frost standen, sind nun zu den Avengers gewechselt. Doch Cyclops will das nicht wahrhaben, und auch Emma Frost verhält sich immer merkwürdiger. In der Zwischenzeit trainieren in K’un-Lun die Scarlet Witch und Hope nicht nur miteinander, sondern auch gegeneinander. Als es dann endlich zum großen Kampf zwischen den Avengers und den letzten beiden PhoeniX-Men kommt, droht das Leben der Erde und seiner Bewohner auf der Kippe zu stehen …

Es ist da. Das letzte Heft der Hauptserie mit dem alles verändernden Finale. Und wie nicht anders zu erwarten, gibt es erneut einen Verlust gepaart mit Reue und neuer Hoffnung. Die Geschichte driftet, bis auf wenige Ausnahmen, in die üblichen Eventklischees ab, und kann bis auf viel Action und Pathos nicht wirklich überzeugen. Visuell hingegen gibt es kaum etwas auszusetzen. Sowohl Kubert als auch Coipel leisten souverän gute Arbeit. Doch am Besten gefallen mir persönlich die kurzen AVX-Episoden am Ende der Ausgabe. Hier haben verschiedene Autoren und Zeichner einige der Kämpfe in ein- und zweiseitigen Bildern zusammengefasst. Hier sind ein paar wirkliche Highlights dabei.

FAZIT:

Insgesamt war die Hauptserie von Avengers versus X-Men eine durchwachsene Serie mit Tiefschlägen und Highlights. Dennoch bleibt es am Ende nur eines von vielen Events, mit viel Prügelei und wenig Tiefgang. Alles verändert sich und dennoch bleibt alles irgendwie, wie es ist. Der Status ist in etwa der, vor House of M und somit bleibt alles klassisch, Irgendwie zumindest.
Wer also auf kurzweilige Action steht und gerne sieht, wie sich Helden miteinander prügeln, dazu eine monumentale, gottähnliche Bedrohung für die Erde, der kann hierbei bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten sich nur an den Avengers Tie-Ins festhalten. Diese waren bisher von weitaus besserer Qualität. Meistens zumindest.

Avengers #26 [Panini, Mai 2013]

Kaum, dass der letzte Kampf vorüber ist, und Ruhe einkehren könnte, droht bereits neue Gefahr. Denn, während die New Avengers, mit Luke Cage, Daredevil, Ben Grimm und Mockingbird dabei sind, Emma Frost in Gewahrsam zu bringen, werden sie von einer Gruppe Purifier angegriffen. Diese Mutantenhasser sind mit den neusten Waffen ausgerüstet, um Ms. Frost zu erledigen. Doch auch wenn die neuen Rächer nicht mehr viel von Emma halten, werden sie diese Tat auf keinen Fall zulassen. Doch die schwierigere Entscheidung muss Luke abseits des Kampfschauplatzes treffen …
Unterdessen sind aber auch die Avengers nicht untätig. Zumindest einige davon. Denn während Steve, Tony und Thor im Rächerturm entspannen sind Clint und Jessica in einem S.H.I.E.L.D.-Versteck dabei, die Schergen von Mr. Negative aufzuhalten und gleichzeitig ihre angeknackste Beziehung gerade zu rücken …
Und auch in der Avengers Academy geht es zu Ende. Nicht nur der Kampf mit Emma Frost um den Sentinel endet, sondern noch weitaus mehr. Leider nicht zum Wohlwollen der Kinder. Aber Tigra und Henry Pym haben keine ander Wahl …

Es ist vorbei. Damit meine ich nicht nur das Event, sondern auch noch so einige Handlungsfäden, wie in der Avengers Academy zum Beispiel. Die Geschichten sind dabei von faszinierend bis ganz schön belanglos und gleiches gilt für die Zeichnungen. Während das New Avengers-Abenteuer storytechnisch sehr unwichtig ist, wenn man einmal von Luke Cages Entscheidung absieht, sind die Zeichnungen von Mike Deodato wieder enttäuschend. Viel zu oft kopiert er Elemente einfach per Photoshop. Es ist schon sehr frustrierend, wenn Explosionen und Mündungsfeuer über mehrere Seiten genau gleich aussehen und nur in der Größe variieren. Die Avengers-Geschichte hingegen ist zeichnerisch wieder sehr gelungen und von der Geschichte nur Durchschnitt. Dafür ist die Akademie-Story inhaltlich wirklich gut, aber das Artwork ist, wie schon in der letzten Ausgabe, extrem schlecht.

FAZIT:

Zum großen Finale wird noch einmal alles aufgeboten. Leider nicht wirklich im positiven Sinne. Denn was diesmal zum Einsatz kommt, ist sehr durchwachsen. Sowohl inhaltlich, als auch visuell. Dennoch bleiben diese Tie-ins noch immer vor dem Abschlussheft der Hauptserie. Aber im Großen und Ganzen ist Avengers versus X-Men nichts wirklich Besonderes. Nur ein weiteres groß angekündigtes Event unter so vielen in den letzten Jahren.

Simpsons Comics Nr. 200 [Panini, Juni 2013]

Heute gibt es noch etwas zusätzlich. Denn aus gegebenem Anlass ziehe ich die 200. Ausgabe der Simpsons Comics ein wenig nach vorne. Das Finale zu Avengers versus X-Men gibt es aber heute Abend trotzdem noch.

Dieses Jahr ist Gelb. Simpsons-Gelb um genau zu sein. Bereits am 28. Januar flimmerte die 500. Simpsons-Episode über die deutschen Bildschirme und nun, knapp ein halbes Jahr später erscheint das 200. Simpsons Comicheft bei Panini. Und schon am 21. August ist dann ein weiteres, etwas kleineres gelbes Jubiläum an der Reihe. Die 75. Ausgabe der Bart Simpson-Comics. Doch nun will ich mich erst einmal der 200. Simpsons-Ausgabe widmen. Denn nicht nur der Autor dieses Artikels feierte im Juni seinen Geburtstag, sondern auch die Simpsons. Nur ist meine Jubiläumszahl noch lange nicht so hoch, wie die, der Simpsons.

Simpsons-500-Episode-Jubilaeum-Fox

200 Ausgaben, und ohne Deutschland würde es diese nicht geben. Wie bereits in meinem kleinen Simpsons-Special, vor einiger Zeit, erwähnt, ist es nur den deutschen Fans zu verdanken, dass die Simpsons Comics überhaupt monatlich erscheinen. Und nicht nur dass. Denn ohne die deutschen Leser und der Fanbasis hierzulande wären die Simpsons Comics schon längst wieder eingestellt worden. Anders als in Deutschland funktioniert die Sparte der Fun-Comics in den USA nicht so gut. Ein wöchentliche erscheinendes Micky Maus-Magazin ist, nicht so wie in Deutschland, ein Ding der Unmöglichkeit. Und auch die Simpsons Comics hatten es ganz schön schwer. Daher erschienen sie zu Beginn auch nur alle 2 Monate. Bis einschließlich zur Nummer 50. Ab dann änderte sich alles. Die Nachfrage in den USA stieg an und auch in Deutschland hatte Dino fast alles an Material bereits veröffentlicht, sodass man verdächtig nah an die US-Ausgaben (3 Monate Abstand um genau zu sein) herankam. Der Rest ist, kann man so sagen, fast schon Geschichte. Immer mehr Serien, Miniserien und One-Shots ergänzten das Verlagsprogramm des US-Verlages der Simpsons Bongo Comics. Und auch in Deutschland gab es Veränderungen. Dino wurde 2003 endgültig bei Panini eingegliedert und verschwand als Verlag und Name aus der deutschen Comiclandschaft, aber die Simpsons liefen weiter.

Moe und die große Liebe?

Moe und die große Liebe?

Und nun, fast 20 Jahre später – Simpsons Comics Nummer 1 erschien im November 1993 in den USA – feiern wir die 200. Ausgabe des gelben Wahnsinns. Viel ist seitdem passiert und vieles hat sich verändert. Nur drei Monate nach der US-Veröffentlichung (man bemerke, dass sich dieser 3-Monatsabstand erneut wiederholt) erschien die Jubiläumsausgabe ebenfalls in Deutschland. Auch die TV-Serie hatte inzwischen einen runden Geburtstag, der leider aber auch nicht ganz so besonders ausfiel, wie es einer solchen Feier würdig gewesen wäre. Vielleicht macht sich da die Comicversion besser und leistet sich weniger Fehler als das Serienvorbild.

Simpsons Comics Nr. 200

Nicht nur 200 Jahre Simpsons gibt es zu feiern, sondern auch 200 Jahre Springfield. Das behauptet zumindest Bürgermeister Quimby. Denn um sein kleines Polospielchen mit den reichsten „Säcken“ der Stadt zu vertuschen, ordnet Quimby eine fingierte 200-Jahr-Feier an. Doch damit die Feier nicht nur aus Party, Musik und Trinkgelagen besteht, will Lisa ein paar historische Ereignisse rund um Springfield Revue passieren lassen. Dafür greift Jeff Albertson, der Comicbuchverkäufer in seinen Geschichtenfundus und kramt dort eine Story der Fantastischen Gründerväter hervor. Aber auch Hollis Hurlbut weiß einiges aus dem Krieg zwischen Nord und Südstaaten zu erzählen. Sogar die große Depression wird in Form von Yogi Bear verwurstet und aufgegriffen, wie die Damen damals das Frauenwahlrecht „durchgeboxt“ haben. Zu guter Letzt dürfen auch noch Joel Siegel und Jerry Schuster in Springfield die Inspiration für ihren Superman erhalten und ein taxifahrender Matt Groening klaut die Idee für Futurama. Alles in allem also eine typische 200-Jahr-Feier bei den Simpsons.

Wer hierfür wohl Pate stand?

Wer hierfür wohl Pate stand?

Für diese Geburtstagsausgabe hat man sich den Autoren ausgesucht, der bei den Fans am beliebtesten ist und der immer wieder mit vielen, sogar sehr vielen Anspielungen und versteckten Hinweisen in seinen Geschichten aufwarten kann. Ian Boothby. Dieser Herr kennt sich nicht nur bei den Simpsons sehr gut aus, sondern auch in der Glamourwelt und der amerikanischen Geschichte. Und all dies verpackt er immer wieder in faszinierenden und witzigen Geschichten. Doch die Geburtstagsfeier Springfields ist nicht die einzige Geschichte in diesem Heft. Neben der bereits erwähnten Hauptgeschichte warten noch drei weitere, mehr oder minder längere, Abenteuer auf den lesefreudigen Käufer. Hierbei werden auch bekannte Serien, wie „Cheers“ gekonnt parodiert, sowie gezeigt, wie gefährlich das Spielen von Videogames sein kann, und welche Gefahren aus medizinischer Sicht auf die Dauerdaddler zukommen können. Doch um ehrlich zu sein, sind diese Geschichten, genau wie das letzte Abenteuer des Heftes mit Chief Clancy Wiggum, nur schmückendes Beiwerk. Den eigentlichen Kern bildet die Geburtstagsfeier, die auf satte 31 Anspielungen kommt. Hier hat Boothby wirklich ganze Arbeit geleistet. Und Gleiches gilt auch für die redaktionelle Betreuung seitens Panini, welche alle Anspielungen im nachhinein sorgfältig auflisten und mit wissensreichen Informationen präsentiert.
Visuell wird gewohnte Kost präsentiert, die nur bei zwei Geschichten ein klein wenig von der bekannten Norm abweicht. Dennoch bleiben die Figuren immer klar erkennbar. Somit finden sich auch Leser, welche erst durch die TV-Serie auf die Comics aufmerksam werden, schnell zurecht.

Als ob ein Superman-Bild von Jerry Siegel und Joe Schuster mal etwas wert wäre ...

Als ob ein Superman-Bild von Jerry Siegel und Joe Schuster mal etwas wert wäre …

FAZIT:

Das Jubiläum ist gelungen. Auch wenn das Ende der Mainstory ein wenig enttäuscht. Denn das ist plötzlich einfach so da, und man fragt sich als Leser, ob man etwas verpasst hat. So erging es mir persönlich zumindest. Trotzdem werden sich neue Leser genauso zurechtfinden, wie auch diejenigen, welche wie ich selber, seit der ersten Ausgabe bei der Serie dabei sind. Abgerundet wird das Jubiläum durch ein Gewinnspiel mit satten 200 Preisen, allen voran einer WiiU-Konsole inklusive dem Spiel „Die Simpsons – Das Spiel“ oder Komplettsets der DVD-Staffelboxen 1-15, außerdem gibt es noch eine Menge an signierten Comics und Variantausgaben, sowie Unmengen an Merchandising-Artikeln zu gewinnen. Dieser Geburtstag ist also nicht nur ein Gewinn für die Serie, sondern auch für den Leser.

Teddy! Roosevelt?

Teddy! Roosevelt?

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Bongo Comics Group / Panini

Der tägliche Simpsons-Gag #479

Der Start in das Wochenende wird euch mit einem neuen Simpsons-Tafelgag versüßt.

Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

Nachdem sich alle auf die Couch gesetzt haben kommen von allen Seiten Schrottpressen und drücken die Familie in eine „praktische“ Würfelform..