Ma-Co-Re-Mix (Vol. 17) (Spider-Man, Der Avenger Nr. 8, Die neuen X-Men Nr. 3)

Heute geht es nach Spider-Man & The Avengers mit dem nächsten Ma-Co-Re-Mix weiter und hier fasse ich die beiden Oktober-Ausgaben zu „Spider-Man, Der Avenger“ und „Die neuen X-Men“ zusammen …

MaCoReMix

Spider-Man, Der Avenger Nr. 8 [Panini, Oktober 2013]

Spider-Island liegt noch gar nicht lange zurück, als New York erneut von einer riesigen Spinnenkreatur angegriffen. Und wer wäre da besser geeignet, als Spider-Man um das Problem zu lösen. Doch Spider-Man ist nicht alleine. Denn plötzlich tauchen Wolverine und die X-Men auf, um dem Wandkrabbler unter die Arme zu greifen …
Erneut benötigen die Fantastischen Vier die Hilfe von Spider-Man. Doch nicht etwa Reed benötigt Spidey, sondern deren Ersatzteam. Diese müssen mal wieder die Erde retten und Spider-Man soll als Babysitter für die Future Foundation herhalten. Dumm nur, dass Spidey, Otto Octavius, mit Kindern so rein gar nichts anfangen kann …

Für beide Geschichten zeichnet Christopher Yost als Autor verantwortlich und er präsentiert zwei lockere und unterhaltsame Abenteuer, die auch für sich alleine sehr gut funktionieren. Yost schlägt dennoch gewisse Brücken zur Hauptserie Superior Spider-Man und auch zu vergangenen Ereignissen. Diese sind jedoch nur für die Leser derer erkenntlich. Kennt man diese nicht, so hat man dennoch nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Auch die Zeichnungen stammen in beiden Fällen von einem einzigen Künstler. Dieser hört auf den Namen Paco Medina und durfte schon einige Male Spider-Man zu Papier bringen. Auch in diesen beiden Ausgaben macht Medina seine Arbeit sehr gut und rückt auch Spideys Co-Darsteller ins rechte Licht. Seine Zeichnungen sind klar, detailliert und dennoch voller Dynamik. Einzig anatomisch gibt es hier und da ein paar Ausrutscher.

FAZIT:

„Spider-Man, Der Avenger“ ist eine Fun-Serie, und das sieht man auch in dieser Ausgabe sehr gut. Auch wenn die Ereignisse inzwischen nicht mehr ganz so losgelöst sind, wie es noch am Anfang der Reihe der Fall war. Dennoch funktionieren die Geschichten auch für sich stehend sehr gut, und wenn ich ehrlich bin, erwarte ich persönlich von dieser Serie nicht viel mehr, als unterhalten zu werden. Ziel erfüllt, würde ich sagen.

Die neuen X-Men Nr. 3 [Panini, Oktober 2013]

Noch immer steht es sehr schlecht um die Gesundheit von Hank McCoy, alias Beast. Dieser hatte, als Resultat der Ereignisse in Avengers versus X-Men, eine Zeitreise unternommen und das Team der jungen X-Men aus der Vergangenheit ind die Gegenwart geholt. Mit ihnen hatte er gehofft den aktuellen Cyclops, Scott Summers, von seinem derzeitigen Vorhaben abzubringen. Aber so richtig zu klappen scheint dies nicht, und jetzt, da sein Leben auf der Kippe steht, setzen die X-Men, sowohl aus der Vergangenheit als auch aus der Gegenwart, andere Prioritäten …

Bendis hat schon so einige gute Arbeiten abgeliefert. Zu seinen Besten gehört sein Run am ultimativen Spider-Man. Auch mit den X-Men legt er aktuell sehr gut vor. Doch ein Nachteil hatte es bisher, wenn Bendis an Teamserien schrieb. Die Figuren blieben meist flach und ohne wirklichen charakterlichen Tiefgang. Ein klein wenig zeichnet sich dies auch hier bereits ab. Dennoch hoffe ich inständig, dass er noch einmal den Bogen bekommt und sich mehr den kleinen Eigenheiten widmet, die so viele der X-Men interessant gemacht haben. Ansonsten könnte das Gleiche passieren, wie vorher bei den Avengers. Die Serie gleitet in eine reine Prügelei und Actionreihe ab.
An den Zeichnungen von Stuart Immonen gibt es hingegen rein gar nichts auszusetzen. Immonen zählt auch immer noch zu meinen Lieblingszeichnern. Das bedeutet zwar auch, dass ich ein wenig blind bin, was seine möglichen Fehler angeht, aber dies mag man mir verzeihen, in einer Comicwelt, in der es leider zu viele austauschbare Künstler gibt, und zu wenige mit einem klaren und eigenen Stil. So ist es unter anderem auch mit David Marquez, der für die zweite Hefthälfte verantwortlich ist und dessen Stil, dem von Immonen sehr stark ähnelt. Für den Gesamteindruck nicht schlecht, was die Eigenständigkeit betrifft jedoch ein klarer Minuspunkt für mich persönlich.

FAZIT:

Im Grunde machen „Die neuen X-Men“ noch immer einen Riesenspaß, aber ein klein bisschen Angst schwingt, aufgrund der Vergangenheit von Bendis schon mit. Ungeachtet dessen hat er die Eingliederung der zeitreisenden X-Men und somit auch die Rückkehr von Jean Grey geschickt eingefädelt. Nicht wirklich originell, dafür aber wenigstens glaubhafter als so manch andere Rückkehr in den letzten Jahren. Wenn sich Bendis, was die Charakterisierung der einzelnen Teammitglieder betrifft, wieder etwas fängt, kann es von mir aus so weitergehen.

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