Ma-Co-Re-Mix (Vol. 32) (Avengers – Die Rächer Nr. 9 & Die neuen X-Men Nr. 8)

Ich muss echt langsam anfangen, meinen Rückstand aufzuholen. Und damit werde ich jetzt beginnen. Heute gibt es im Ma-Co-Re-Mix die Ausgaben der „Avengers – Die Rächer“ und „Die neuen X-Men“ vom März. Aber nicht von diesem März, da die „Avengers – Die Rächer“ schon lange eingestellt sind, sondern die vom März 2014. Ein Jahr Rückstand. Ganz schön peinlich, oder?

MaCoReMix

Avengers – Die Rächer Nr. 9 [März 2014]

Autor: Kelly Sue DeConnick
Zeichner: Matteo Buffagni, Pepe Larraz, Scott Hepburn, Gerardo Sandoval
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: US-Avengers Assemble (2012) #17, US-Captain Marvel (2012) #14
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Noch immer tobt in Carol Danvers ein Kampf. Und als ob das alleine nicht schon reichen würde, hat sie endlich den Grund für ihre Probleme gefunden. Doch, es ist keine wirkliche Lösung, sondern bringt sogar noch mehr Probleme mit sich. Denn ihr Problem ist Yon-Rogg, der schon lange als tot gilt. Selbst ihre Freunde die Rächer können nicht viel ausrichten, aber letztendlich gibt es nur eine Lösung um Yon-Rogg endgültig aufzuhalten …

Die Story ist immer noch ziemlich wirr und kommt nicht so recht in Fahrt. Eigentlich mag ich ja Kelly SueDeConnick und ihre Arbeiten, weil sie emotional und dramatisch sind. Doch diesmal baut die Handlung irgendwie rasch ab und so recht will mir das Ergebnis auch nicht gefallen.
Ähnlich ist es mit den Zeichnungen. Matteo Buffagni und Pepe Larraz im ersten Teil des Heftes sehen soweit noch ganz ordentlich aus, wenngleich auch viele Bilder zu steril und staksig wirken und ihnen jegliches Leben fehlt. Ein wenig mehr sagen mir da zwar grundsätzlich die etwas dirty wirkenden Zeichnungen von Scott Hepburn und Gerardo Sandoval zu, doch leider gefällt mir das Styling und der Zeichenstil nicht so recht. Alles wirkt zu chaotisch und unharmonisch.

Inzwischen ist der Story-Arc „Der Feind in dir“ vorbei und irgendwie bin ich auch froh darüber. Andererseits muss ich sagen, dass meine lückenhafte und langwierige Lesefolge so manch einer Story nicht zuträglich ist. Diese kann aber an den Zeichnungen nichts ändern und da gibt es meiner Auffassung nach noch einiges zu verbessern. Oder ich bin inzwischen einfach anderes gewohnt. Mal sehen, wie es in der nächsten Ausgabe weitergeht.

Die neuen X-Men Nr. 8 [März 2014]

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: David Lafuente, Frank Cho, Stuart Immonen, Wade von Grawbadger
Format: Heft
Umfang: 56 Seiten
Inhalt: US-All-New X-Men (2013) #15, US-X-Men: Battle of the Atom #1
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Irgendwann musste es ja passieren. Seitdem die X-Men von Hank aus der Vergangenheit geholt wurden um den Scott Summers der Gegenwart zur Vernunft zu bringen deutete sich ein Raum-Zeit-Problem an. Die jungen X-Men wissen aktuell schon viel zu viel und jede weitere Handlung führt weitere Probleme mit sich. Erst recht, als der junge Cyclops in einem Kampf kurzzeitig getötet wird, und der Cyclops der Gegenwart daraufhin von der Bildfläche verschwindet. Aber auch Hanks emotionales Geheimnis gegenüber Jean (der jungen wie auch der „alten“) sorgt für Zündstoff, vorrangig bei den jungen X-Men. Probleme über diese scheinen kein Ende zu nehmen, wenn die jungen X-Men nicht bald wieder in ihre zeit zurückkehren. Doch da gibt es vorher noch ein paar Dinge zu erledigen …

Das alles klingt an sich schon sehr spannend und dramatisch. Doch leider passiert auch genau das, was bei Bendis‘ Teamserien immer passiert. Die Persönlichkeiten der Helden verkommen zu flachen Abziehbildern ihrer Selbst und übrig bleibt ein weichgespültes 08/15-Drama. Die X-Men sind zwar emotional und locker wie seit Langem nicht mehr, aber auch weit weg von der Tiefgründigkeit und Komplexität ihrer vergangenen Abenteuer. Ich kann nur hoffen, dass das Battle of the Atom-Event wieder ein wenig davon in die Story bringt, was die X-Men in meinen Augen in den 80er und 90ern so groß gemacht hat.
So banal, wie die Story im eigentlichen Sinn ist, so gut gefallen mir wiederum die Zeichnungen. Sowohl di von David Lafuente, als auch jene von Frank Cho, zusammen mit Stuart Immonen. Lafuentes mangaähnlicher Stil gefiel mir bereits beim ultimativen Spider-Man sehr gut. Und von Stuart Immonen schwärme ich ja sowieso immer wieder. Darum gibt es zu ihm diesmal nicht viel zu sagen. Bei Frank Cho gefallen mir vor allem die dramatischen und Hoffnung spendenden Bilder sehr gut, die auch ein gewisses Maß an Trauer in sich tragen.

Ich warte einfach mal weiter ab und erfreue mich vorrangig an den schönen Zeichnungen der Serie und hoffe, dass Bendis doch noch das Ruder rumreißt. Denn für eine reine schöne Bilderserie ohne Sinn und Verstand gebe ich keine 5 Euro im Monat aus, auch wenn mir Immonen & Co. wirklich sehr gut gefallen.

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