Batman: Der Dunkle Prinz – Band 1 [Panini, Januar 2018]

Batman war bisher noch nie so richtig mein Favorit unter den Superhelden, doch Autor und Zeichner Enrico Marini liefert mit diesem ersten Band absolute Spitzenarbeit ab. Nicht nur für seine gelungenen Zeichnungen bewundere ich ihn, auch die Story kann mich überzeugen. Marini ist definitiv kein unbeschriebenes Blatt im Albensektor der 9 Kunst, denn seine Werke wie „Die Adler Roms“, „Der Skorpion“ oder auch „Stern der Wüste“ können Fans und Kritiker gleichermaßen überzeugen. Panini lässt sich auch nicht lumpen, Batman im Albenformat wirkt haptisch richtig gut. Marini erzählt auf sehr humorvolle Weise zu Beginn des Bandes, wie er zu dieser Ehre überhaupt gekommen ist, mit Batman gemeinsame Sache zu machen und am Schluss gibt es ein sehr sympathisches sechsseitiges Interview mit Enrico Marini sowie eine Kurzbiografie. Ich möchte diesen Band definitiv allen Batman Fans ans Herz legen! Ebenfalls möchte ich allen Enrico Marini Fans bzw. Lesern die nichts mit Batman zu tun haben, jedoch seine bisherigen Werke lieben und schätzen sagen, dass auch sie diesen Band unbedingt erwerben sollten, denn hier wird eine leicht verdauliche Geschichte, atmosphärisch intensiv und spannend, wie ein Psycho-Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Joker und Batman zelebriert. Mit wunderschön, leicht erotisch anzusehenden Stargästen wie Catwoman und Harley Quinn sowie einem kleinen Mädchen, welches scheinbar alle Fäden zusammenzieht …

Batman: Der Dunkle Prinz – Band 1

Marini sein Vorwort ist schon cool, denn wie kam es überhaupt zu dieser Idee, ein Comic über Batman zu machen?
Während Enrico Marini an „Die Adler Roms“ arbeitet, flattert urplötzlich Batman durch Marini sein Fenster und steht in seinem Zimmer. Batman meinte einfach, er möchte, dass Marini eine Story über ihn schreibt …
Ungefähr so kam es dann zu diesem ersten Band. Wer das nicht glaubt, im Vorwort ist dies nachzulesen 😉
Ich hätte auch gerne mal Besuch von Batman an meiner Tür oder gar Wonder Woman …

Der Joker und das arme kleine Mädchen ...

Der Joker und das arme kleine Mädchen …

Zu Beginn sieht man den Joker in ein Kellergefängnis gehen und dort unten sitzt ganz allein ein kleines Mädchen. Dieses Szenario wirkt bereits umgehend intensiv auf den Leser ein. Ich finde seit eh und je den Joker gruselig. Ich mag persönlich auch keine „Killer-Clowns“. Was hat es mit dem jungen Mädchen im Keller Verlies auf sich und warum grinst mich der Joker so unheimlich mit seinem Messer in der Hand an?
Zunächst jedoch richtet der Joker mit seinen Clown Komplizen ein echtes Blutbad an. Es wurde ein Juweliergeschäft überfallen und Batman und auch Catwoman haben alle Hände voll zu tun.
Ein weiteres Blutbad folgt sogleich, als der Psycho-Joker seiner geliebten Harley Quinn nicht das gewünschte Geburtstagsgeschenk mitbringt. Nicht unbedingt blutig in Szene gesetzt, dafür aber brutal vom Joker inszeniert, denn es hagelt eine enorme Menge an Kugeln und Leichen.
Etwas später erhält Bruce Wayne Besuch von einer scheinbar fremden Frau mit einem achtjährigen Mädchen. Es soll Batman seine Tochter sein! Natürlich geht es um Geld. Nicht mehr als zehn Millionen Dollar verlangt die bis dahin alleinerziehende Mutter. Dann kommt auch noch die angebliche Vaterschaft in die Medien und der Joker fackelt nicht lange und entführt das kleine arme Mädchen. Batman hat ein schlechtes Gewissen und macht sich auf die Suche …

Catwoman und Batman jagen den Joker.

Catwoman und Batman jagen den Joker.

Für mich zählt Enrico Marini wahrlich zu den Meistern der 9. Kunst. Gotham City wird in diesem Band sehr detailliert und stimmungsvoll inszeniert. Dabei schafft Marini es, etwas dunklere aber dennoch warme Farben zu wählen. Als aufmerksamer Marini Leser erkennt man jedoch manchmal Ähnlichkeiten in den Zeichnungen zu „Die Adler Roms, gerade wenn es um Charakterzüge von Gesichtern geht. Marini seine Figuren wirken zeichnerisch sehr lebendig und realistisch. Batman hingegen wirkt nicht nur realistisch (so realistisch, wie ein Kerl im Fledermauskostüm nur sein kann), sondern auch etwas ikonenhaft.
Die brutale Seite in diesem Band bringt der Joker mit sich. Vom Joker könnte jedes kleine Kind wirklich Albträume bekommen. Harley Quinn jedoch geizt nicht mit erotischer Wäsche und das achtjährige Mädchen bringt die gewisse Menschlichkeit mit in diesem Band. Bevor ich es vergesse, auch Killer Croc hat einen interessanten kleinen Gastauftritt in diesem Band.

Der Joker lebt, ein Geschenk für Batman.

Der Joker lebt, ein Geschenk für Batman.

Enrico Marini schreibt eine Geschichte, welche sich abseits jeglicher DC Helden Kontinuität abspielt. So hat Marini scheinbar alle Freiheiten der Welt, um eine besonders geniale Geschichte im Batman Universum ganz nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten. Ebenfalls eine optische Augenweide sind die detaillierten und atmosphärischen Splash Panels, die sich nicht nur über eine, sondern auch mal über zwei Seiten ziehen. Das Alben Format gibt dem Band das gewisse Extra, so wirken die Bilder nicht nur pompös und erhaben, sondern können dem Betrachter dieses besondere Gefühl von „Ich halte wahrlich etwas großartiges in Händen“ geben. Mit Sicherheit nicht nur für mich ist dieser Band bereits jetzt schon ein absolutes Highlight in diesem noch kurzen Jahr. Nennen wir es einen Klassiker oder gar ein Meisterwerk?
Ich nenne es einfach Meisterklassiker. Kauft euch diesen Band, denn selten sah Gotham City so gut aus wie von Autor und Zeichner Enrico Marini inszeniert.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2017-2018 DC Comics / Panini Comics

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