Batman vs. Justice League (34) (Batman Special: Gothtopia Nr. 1, Batman Nr. 35 & Justice League Nr. 35)

Auch, wenn heute Karfreitag ist, halte ich die Reihe aufrecht. Im letzten Review endeten bereits die „Jahr Null“-Storyline innerhalb von Batman und die Teen Titans bei der Justice League-Heftserie. Und diesmal endet das Gothtopia-Batman-Crossover mit dem zweiten Batman Special. Es wird auch nicht der letzte Abschied sein, denn die beiden Heftserien sind schon bald danach aus meinen Abos geflogen. Somit steuern wir schnurstracks auf die Zielgerade der „Batman vs. Justice League“-Reviewreihe zu, an deren Ende es einen Sieger geben wird.

BMVSJL

Batman Special: Gothtopia Nr. 2 [Januar 2015]

Autor: Ann Nocenti, John Layman, Christy Marx
Zeichner: Patrick Olliffe, Aaron Lopresti, Romano Molenar, Daniel Sampere
Format: Heft
Umfang: 100 Seiten
Inhalt: Detective Comics (2011) 28-29, Catwoman (2011) 28 & Birds of Prey (2011) 28
Verlag: Panini Comics
Preis: 5,99 Euro

Nach Batman beginnt nun auch Catwoman, am hellen und freundlichen Gotham zu zweifeln. Immer öfter sieht sie düstere Visionen eines anderen Gothams. Auch, wenn sie es selbst nicht wahrhaben will. Aber Batmans Einlieferung nach Arkham war aber keinesfalls ungeplant. Denn Batman weiß nun genau, wie er der Massenhypnoselüge auf die Schliche kommt …

Im Grunde ist die Story nach wie vor recht interessant, aber noch immer krankt es irgendwie an der Umsetzung. Die verschiedenen Heftserien bieten diesmal weitaus weniger Einblicke in die einzelnen Schicksale, als noch im letzten Heft, tragen aber leider auch nur bedingt zur Haupthandlung bei. Das Batman sowieso immer einen Plan hat ist leider auch nichts Neues und die Art und Weise, wie es endet ebenfalls nicht.
Aber es gibt ja noch die Zeichner, die diesen Band ebenfalls aufwerten. Doch auch diese schwanken von „wirklich sehenswert“ bis hin zu „naja, sehen ja ganz nett aus“ und das reicht wiederum nicht für die gesamten 100 Seiten Umfang aus. Zumindest mir persönlich reicht es nicht. Wobei Olliffe nach wie vor irgendwie nicht so recht zu Catwoman passt. Romano Molenar, der zuletzt auch das Variantcover zu Tracht Man Nr. 2 von Plem Plem Productions überzeugt mit durchaus sehenswerten Zeichnungen, wohingegen Aaron Lopresti zwar in Ordnung ist, aber inzwischen auch etwas an Eigenständigkeit vermissen lässt.

Für den kurzen Lesespaß zwischendurch und so ganz ohne Erwartungen ist Gothtopia ganz in Ordnung, vorausgesetzt man bekommt es für kleines Geld. Andernfalls sollte man wohl lieber einen Blick riskieren, um hinterher nicht enttäuscht zu sein.

Batman Nr. 35 [Mai 2015]

Autor: Brian Buccellato
Zeichner: Francis Manapul
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Detective Comics (2011) 30-31
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Vor einigen Jahren wurde Gotham von einer Modedroge namens Ikarus überschwemmt. Damals haben Harvey Bullock und sein Partner es geschafft, die Droge vom Markt verschwinden zu lassen, wobei Harveys Partner sein Leben verlor. Nun plötzlich ist die Droge wieder da, als die zukünftige Geschäftspartnerin von Bruce Wayne, Elena Aguila tot auf dessen Eingangstür von Wayne Manor zusammenbricht. Die Ursache war eine Überdosis Ikarus und für Bullock ist die Sache klar. Wayne versucht, den Markt mit dieser Droge wieder zu erobern …

Das neue Team ist an den Detective Comics angekommen und der Beginn dieses Mehrteilers liest sich sehr vielversprechend. Autor Brian Buccellato (u.a. The Flash) kreiert eine spannende Story, die sich nicht um die typischen Batman-Gegenspieler dreht, sondern eher die normalen detektivischen Fähigkeiten von Batman fordern. Hinzu kommt eine faszinierende Nebenhandlung, um Harvey Bullock und das Police Departement.
Aber warum Team, wenn ich die ganze Zeit nur von Buccellato erzähle? Nun, ein Comic ist nunmal kein Comic, wenn nicht auch ein Zeichner zum Team gehört. In diesem Fall ist das Francis Manapul (u.a. Witchblade), dessen wunderbares Artwork die Story von Buccellato ideal ergänzt. Der skizzenhafte und dennoch malerische Stil ist eine willkommene Abwechslung, von der sonst so typischen US-Superhelden-Zeichenkunst, die zwar im Grunde nicht schlecht, aber oftmals zu austauschbar ist.

Bisher waren die Detective Comics für mich eigentlich immer die schwächere der beiden Batman-Serien. Mit dieser Ausgabe jedoch ist sie mindestens gleichwertig geworden und ich freue mich schon darauf, wie die Story weitergeht.

Justice League Nr. 35 [Mai 2015]

Autor: Geoff Johns, Sean Ryan
Zeichner: Scott Kolins, André Coelho
Format: Heft
Umfang: 52 Seiten
Inhalt: Justice League (2011) 34 & New Suicide Squad: Futures End (2014) 1
Verlag: Panini Comics
Preis: 4,99 Euro

Lex ist inzwischen ein „vollwertiges“ Mitglied der Liga, während diese versucht mit allen Mitteln der jungen Jessica Cruz zu helfen, die unter der Kontrolle des Power Ring steht. Unterdessen offenbart sich, dass auch Captain Cold, der derzeit in den Diensten von Lexcorp steht, seine eigenen Pläne verfolgt …
Fünf Jahre in der Zukunft, bemüht sich Amanda Waller das alte Team der Suicide Squad zusammenzutrommeln. Deadshot hat einen Arm verloren und ist inhaftiert, Black Manta kann außer kämpfen nichts mehr und Harley Quinn haben sie mit dem Supersteroid Venom vollgepumpt …

Die Liga bleibt mäßig spannend und ich bin wieder auf dem Meinungsniveau von vor „Forever Evil“, welches nicht gerade gut für Geoff Johns Arbeiten war. Und so langweilt es fast schon, zu sehen, wie sich Lex zu beweisen versucht, während die Liga unterdessen immer versucht das Richtige zu machen und nebenbei Lex zu enttarnen. Da helfen erst recht nicht Scott Kolins Zeichnungen, die zwar eine Abwechslung darstellen, aber in meinen Augen eher eine Zumutung sind. Zu generisch und zu viel von den Stilen anderer Künstler findet sich in Kolins Artwork.
Ein klein wenig besser ist da schon die Suicide Squad, wobei das nicht ganz so schwierig ist, da ich in diese Serie sowieso nicht so viele Erwartungen gesetzt hatte und mir die Teen Titans lieber waren. Aber Autor Sean Ryan leistet solide Arbeit, während Zeichner André Coelho mit seiner Arbeit wohl schnell wieder aus meinem Gedächtnis verschwinden wird. Zu nichtssagend sind seine Bilder.

Irgendwie hatte ich es erwartet, dass diese Heftserie wohl nicht mehr lange das Niveau halten kann, wenn ich bisher kannte. Immer weiter sackte schon bisher alles ab, und nur die Titans hatten es noch ein wenig oben halten können. Johns ist in meiner Gunst ebenfalls wieder gesunken und die Suicide Squad ist nicht mehr als reine Unterhaltung mit eindimensionalen Figuren …

Eigentlich konnte die Liga bei Batman-Ausgaben mit „Detective Comics“-Inhalt immer etwas Boden gutmachen. Dank Buccellato und Manapul ist das aber nun nicht mehr möglich und so geht der Punkt klar an Batman.

Batman 24 : 20 Justice League

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