Spawnathon 4 – Spawn #4 [Infinity, August 1997]

Ich hab gerade ’nen echten Lauf, kein Wunder denn bisher – sprich während der ersten drei Ausgaben – hat mich Spawn noch nicht enttäuscht. Gut, ich habe ein wenig rumgemäkelt, weil Ausgabe 3 fast nur aus Klopperei bestand, aber wie bereits geschrieben, muss die ja auch mal sein. Und überhaupt, mein Zukunfts-Ich sagt mir gerade, dass ich jetzt sagen werde, dass Ausgabe 4 das absolut wettmachen wird. Mein Zukunfts-Ich soll euch mehr erzählen? Gerne:

Spawn #4
(gelesen am 21.05.2012)
Spawn teleportiert sich das erste Mal und hat ’n mächtigen Kater danach – kein Wunder, wenn man in seine Moleküle zerlegt und wieder zusammengebaut wird. „Netterweise“ gibt’s zum Wachrütteln gleich noch ’ne Ladung Erinnerungen hinterher – die allerdings ’n bisschen fad umgesetzt wurden und eigentlich nicht viel Neues enthüllen.
Dann geht’s Overt-Kill an den Kragen. Der Kampf ist zwar ein wenig kurz, aber dafür auf den Punkt und dank Spawns Waffenarsenal unterhaltsam.
Richtig spitze war allerdings Alan Moores Ausflug in Billy Kincaids Nachleben. Unangenehmer Ort, diese Hölle, aber so soll’s wohl sein, nech. Die Geschichte verleiht der gesamten Geschichte zusätzlich viel Mystisches und die fast schon zynischen Witzchen sind granatenstark.

Spawnathon 3 – Spawn #3 [Infinity, Juli 1997]

Hattrick, würde man nun im Eishockey sagen. Aber, die WM ist vorbei, die Philly Flyers sind ausgeschieden, reden wir also nicht über Eishockey. Reden wir über Comics. Über Spawn Comics um genau zu sein. Denn mit eben jenen erzielen wir hier gerade unseren Hattrick. Ausgabe 3 steht vor der Tür und Spawn aka Al Simmons bekommt es mit einem mächtigen Schlägertüpen zu tun. Also, tauchen wir gleich ein in die Welt von

Spawn #3
(gelesen am 20.05.2012)
Auftritt Overt-Kill. Der kybernetische Auftragsgorilla der Mafia kommt auf Drängen „Draculas“ – lässiger Spitzname des größten Mafiatüpen New Yorks – ins Big Apple und soll Spawn mal so richtig die Leviten lesen. Was das heißt ist klar – und so gibt’s mächtig Kloppe. Leider kann man im Schlachtengetümmel das ein oder andere Mal ein wenig den Überblick verlieren, denn einige der Panel sind arg unübersichtlich gestaltet. Als Entschädigung gibt’s dafür dann aber das Schlusspanel, der gesamten Ausgabe, und das ist spitze und macht direkt Lust auf die nächste Ausgabe, Ausgabe 4.
Alles in allem aber fast schon belanglos, denn außer der Einführung Draculas gibt Ausgabe 3 nur Kloppe her. Aber, muss ja auch mal sein, nech.

Spawnathon 2 – Spawn #2 [Infinity, Juni 1997]

Machen wir doch direkt weiter mit unserem wunderschönen Spawnathon. Sollte jemand den Anfang verpasst haben – tztz -, nicht verzagen, wir haben erst angefangen – was man unschwer daran erkennen dürfte, dass wir erst bei Ausgabe 2 einer der ganz großen Comicserien, aus der Feder Todd McFarlanes, sind. Wer trotzdem von Anfang einsteigen will, der verzage nicht, sondern folge einfach diesem Link. <- Genau, dem da. Alle anderen, machen hier schon mal weiter. Viel Spaß:

Spawn #2
(gelesen am 20.05.2012)
Es geht spannend und unterhaltsam weiter mit Al „Spawn“ Simmons. Ein paar unschöne Längen entstehen durch den einen oder anderen Monolog zu viel, das hätte Todd McFarlane ruhig etwas kompakter angehen können. Den Wind aus dem Segel nimmt’s der Ausgabe jedoch nicht, die Atmosphäre und Spannung bleibt trotz dieser kleinen Längen durchwegs erhalten. Das Eingreifen des Teufels war überaus spaßig, vor allem sein äußerst… äh, freundschaftliches Verhalten gegenüber Violator – übrigens schon jetzt eine der unterhaltsamsten Nebenfiguren. Und eine größere Rolle in dem ganzen Reigen wird er mit Sicherheit auch noch spielen. Ich bin guter Dinge, dass wir demnächst noch mehr von ihm zu sehen bekommen. Gut so.

Universe #4 [Infinity, April 2003]

Nach einer etwas längeren Pause geht es heute mit der vierten und vorletzten Ausgaben von Paul Jenkins‘ und Clayton Crains Höllentrip „Universe“ weiter. Nur noch eine Ausgabe trennt uns dann vom großen Finale…

Universe #4

Langsam aber sicher wird es ernst für Tom als Mister Black ein paar Dämonen mit wirklich schlagkräftigen Höllenwaffen austattet um die höllische Wirtschaft zum Erliegen zubringen. Denn auch die Hölle funktioniert nur wenn gewisse Werte existieren mit denen gehandelt werden kann. Im höllischen Sinne sind es zwar Seelen, aber wenn die teuflisch heisse Börse zusammenbricht ist auch in der Unterwelt nichts mehr so wie es wahr. Doch Tom hat noch ein paar andere Probleme. So wird er inzwischen dauerhaft von Engeln beobachtet. Darum will Tilly mit ihm und ihrer Mannschaft ein schönes Picknick in unberührter Natur erleben als plötzlich das Chaos losbricht…
FAZIT:

Man merkt das sich die Geschichte dem Ende neigt. Handlunsgstränge werden zusammengezogen und die Hintergrundhandlung vorangetrieben. Leider leidet unter dieser merklichen Hetze ein wenig das Gesamtbild das sich bisher aufgebaut hat. Dabei enstehen einige Handlungs- und Logiklöcher. Relevanzen werden aufgeboten die bisher vollkommen unerwähnt blieben und Figuren verschwinden einfach, obwohl sie bisher sehr wichtig zu sein schienen.
Entweder ist dies ein gewollter und sehr geschickter Schachzug von Jenkins, oder aber er musste so handeln weil er wusste das der Serie kein langes Leben beschienen ist.
Mal sehen was das Finale in Band 5 mit sich bringt…

Ähnliche Artikel:
“Universe” #3 [Infinity, Februar 2003]
“Universe” #2 [Infinity, Oktober 2002]
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Spawnathon 1 – Spawn #1 [Infinity, Mai 1997]

Am 20.03.2012 erschien bei Panini Comics die große 100. Jubiläumsausgabe zu einer der ganz großen Comicserien: Spawn.

Spawn selbst ist mir zwar selbstredend ein Begriff, und auch die ein oder andere Ausgabe habe ich im Laufe der ablaufenden 90er in den Händen gehabt, doch wirklich mit Spawn beschäftigt oder gar zusammenhängende Ausgaben gelesen habe ich nie. Als ich jedoch durch Zufall am Kiosk über die 100. Ausgabe gestolpert bin – und diese schließlich auch mitgenommen habe – verspürte ich plötzlich den Drang Todd McFarlanes Opus Magnum von Anfang an, am Stück, zu Lesen und letztlich wieder bei der aktuellen Ausgabe anzukommen und dann – sollte ich das Interesse nicht verloren haben, was ich mir zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht vorstellen kann – auch direkt dranzubleiben. Gedacht, getan, habe ich mir einen Großteil der Hefte bis zur aktuellen 100 zusammengekauft. Noch habe ich nicht alle, aber bis zur #50 kann ich durchgehend lesen und bis ich dort angekommen bin, werde ich auch den Rest noch zusammen bekommen haben – da bin ich guter Dinge. Nun dachte ich mir, wenn ich schon so eine Comicserie von Anfang an durchlese, dann kann ich mir auch ein paar Notizen dazu machen. Und warum soll ich diese Notizen nur für mich machen, wo ich sie doch in Mueli77’s Feiner Welt auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen kann. Ihr werdet also in Zukunft an meinen Gedanken zu Spawn teilhaben können, die ich euch in Form von Kurzreviews präsentiere. Pro Review gibt’s ca. 100 bis 200 Wörter zu Lesen, mehr sollen’s nicht sein – schließlich will es auch geübt sein sich kurzufassen, newa.

So, damit also genug der vielen Worte und hin zu den nicht mehr ganz so vielen Worten, denn er sei hiermit eröffnet, der große SPAWNATHON:

Spawn #1
(gelesen am 20.05.2012)
Bisher kannte ich nur ein paar Hefte und den Film. Daher ging ich an natürlich in der Erwartung an den Comic ran, eine ähnliche Exposition wie im Film zu bekommen – töricht, ich weiß. So wurde ich denn auch – durchaus positiv – überrascht, denn Spawn fing anders an als erwartet; mir gefällt die Idee mich als Leser genauso im Unklaren zu lassen wie Spawn… funktioniert sicherlich im Comic besser als im Film.  Da ich im Laufe der Zeit schon die ein oder andere Information zu Spawn aufgeschnappt habe – bleibt ja nicht aus, nech – ist allerdings nicht mehr alles so überraschend. Spannend bleibt’s aber trotzdem, schließlich wird es spannend sein zu erfahren, was wirklich alles hinter Al Simmons Rückkehr von den Toten steckt.

Haunt #2 [Panini, April 2011]

In der heutigen Comic-Review geht es weiter mit dem zweiten Band von Todd McFarlanes neuer Serie „Haunt“ rund um die Brüder Kilgore und dessen neue gemeinsame Zukunft…

Haunt #2

Kurt Kilgore ist tot, doch sein Bruder erhält noch immer Besuch von ihm. Und als wäre das nicht schon schlimm genug verwandelt sich Daniel dank seines Bruders in das neue unheimliche Wesen namens Haunt. Zusammen sind die beiden nun für die gleiche Organisation tätig wie Kurt vorher.
Das klingt zwar alles ganz interessant für den früheren Priester, bringt aber auch einiges an Problemen mit sich. So wird er zum Beispiel zur Zielscheibe des Gangsters Hurg und dessen Organisation sowie dem hinterhältigen und grausamen Killer Cobra, dem Haunt schon beim letzten Aufeinandetreffen gehörig „die Fresse poliert“ hat.
Doch es gibt noch mehr Probleme. Kurts Frau erfährt nicht nur von Daniel welche Geheimnisse ihr Mann vor ihr verbarg, sondern auch das er ihr dadurch eine ganze Menge an Geld hinterlassen hat. Aber auch Kurts ehemalige Partnerin und Geliebte stellt sich bei seiner Frau vor. Und auch Daniel versucht sein Leben nach seinem Priester-Dasein auf die Reihe zu bekommen, indem er seine Lieblingsnutte aus den Fängen ihres Zuhälters befreit.
Als wäre all das nciht schon genug, versuchen auch noch Kurt und Daniel in ihrer Wesenheit als Haunt, deren maximale „Betriebsamkeit“ auszutesten und begeben sich dabei mehr als einmal in Lebensgefahr…
FAZIT:
Haunt macht einfach nur Spaß. Mehr nicht. Kein tieferer Sinn, keine hintergründige weltbewegende Geschichte, einfach nur sinnfreier unterhaltender Spaß der das Gehirn auf Urlaub schickt. Fast wie Big Brother nur das hier das visuelle weit mehr überzeugen kann als die TV-Knastis. Capullos Zeichnungen haben sich seit Spawn zwar nur leicht, dafür aber merklich positiv weiterentwickelt.
Wie auch im ersten Band liegt das Hauptaugenmerk auch in diesem Band auf der überzogenen Gewaltdarstellung und massiver Action, aber genau das ist es eigentlich auch was ich von diesem Werk erwartet habe.
Schlussendlich bleibt mir daher nur die Frage, wie lange dies funktionieren kann, bevor es ermüdend wird. Aber dies wird wohl erst der dritte Band zeigen, da Band 2 wie schon gesagt, einfach nur Spaß macht.

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…oder einfach eine Mail an info@comic-attack.de und bei Ed bestellen. 😉

Ähnliche Artikel:
„Haunt“ #1 [Panini, September 2010]

Universe #3 [Infinity, Februar 2003]

Nach etwas längerer Zeit geht es heute wieder mit dem dritten Band von Universe weiter. Paul Jenkins Trip in die Hölle oder dessen was er sich darunter vorstellt. Und nachdem gestern Crain bei Carnage – Familienfehde seine aktuellen Fähigkeiten zeigen konnte werfen wir hier einen kleinen Blick zurück…

Universe #3

Manchmal muss man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Das muss auch Tom feststellen als er erneut in die Hölle muss um dort jemanden zu finden der in den 80er Jahren beim schwarzen Börsenmontag den schnellsten Weg von einem Hochhaus gesucht hat. Doch so einfach ist dieser Jemand nicht zu finden, denn er befindet sich bei der gefürchtetsten Person der Hölle, dem Schaffner. Dieser bringt mit dem Zug alle in den siebten Kreis der Hölle, doch niemand kehrt von dort zurück. Bis auf den Schaffner und eben jener gesuchten Person.
Ausserdem muss Tom nach diesem Erlebnis von welchem er erfolgreich wieder „heimkehrt“ noch einmal in die Hölle. Doch diesmal aus persönlichen Gründen.
So hat er in seiner Zeit als Priester jemandem einen Rat gegeben von dem er dachte das dies die richtige Entscheidung wäre, aber das Ganze wurde eine Familientragödie als der Hilfesuchende seine Frau und seine beiden Kinder ermordete bevor er sich selbst das Leben nahm. Nun fristen die Vier in der Hölle ihr Dasein und Tom fühlt sich in der Pflicht wenigstens die Kinder und die Frau davon zu befreien…
FAZIT:
Toms Reisen in die Hölle sind wahrlich etwas besonderes. Düster, schräg und vollkommen chaotisch. Das macht Spaß und unterhält wirklich sehr gut. Die Story an sich zieht sich leider noch immer etwas. Man hat als Leser irgendwie keine Ahnung wo das Ganze hinführen soll. Auch Jenkins scheint das wohl nicht so wirklich klar zu sein, zumindest hat es inzwischen den Anschein. Auch Crains Zeichnungen werden irgendwie immer verkorkster. Zwar sehen die Dämonen sehr gut aus (wofür ja sein Stil irgendwie passen ist) aber die Menschen werden zu Abziehbildern von Dali.
Ich bin mal gespannt wohin die Nummer 4 der Reihe führt…

Ähnliche Artikel:
„Universe“ #2 [Infinity, Oktober 2002]
„Universe“ #1 [Infinity, Juni 2002]

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Universe #2 [Infinity, Oktober 2002]

Heute mache ich mit der zweiten Ausgabe von Universe weiter, damit sich Tom endlich um seinen Gaststar kümmern kann…

Universe #2

Nach seinem Gespräch mit Nick findet sich Tom in der Hölle wieder. Dort soll er jemanden finden um ihm eine Nachricht zu überbringen. Bei dieser Person handelt es sich um niemand geringeren als Jackie Estacado, den Träger der Finsternis (auch bekannt als The Darkness). Auf dem Weg dorthin trifft Ton sowohl auf den bekannten Höllenhund Zerberus als auch auf den Fährman Charon der ihn über den Fluss Styx in den zweiten Kreis bringen soll.
Auch auf der Erde geschehen inzwischen wichtige Dinge. Ein sehr mächtiger Mann, Mister Black, schmiedet seine Pläne indem er Dämonen gegeneinander ausspielt, denen er seine Seele versprochen hat. Und auch er hat sehr starkes Interesse an Toms neuen Spielzeug, und so lässt er Tom und Tilly von seiner Kampftruppe aufsuchen um sich das Amulett zu sichern. Doch Tilly hat sich dank ihrer Fähigkwit in die Zukunft zu sehen, darauf vorbereitet…
FAZIT:
Jenkins Interpretation der Hölle als identisches Gegenstück zur Erde hat schon etwas wirklich atemberaubendes an sich. Auch Crains Zeichnungen passen fast perfekt zu dieser verzerrten und chaotischen „Unterwelt“. Die Geschichte an sich, besonders als Tom wieder aus der Hölle heraus ist, plätschert derzeit leider nur mäßig vor sich hin, so das dass Ganze ein wenig ins stocken gerät. Auch gibt es zu wenig wirkliche Überraschungen. Vieles ist zu vorhersehbar und ehrlich gesagt fast langweilig.
Ich hoffe doch das dies in der nächsten Ausgabe wieder ein wenig anzieht…

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Universe #1 [Infinity, Juni 2002]

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Universe #1 [Infinity, Juni 2002]

Heute möchte ich euch eine Miniserie vorstellen die für viele vielleicht ein Geheimtipp ist, für andere einfach nur eine Comicserie und wieder anderen wird sie vielleicht überhaupt nicht gefallen. Ich persönlich hatte die Reihe bis zu einem zufälligen Entdecken, überhaupt nicht auf meinem Schirm und bin eher skeptisch ran gegangen…

Universe #1

Tom Judge ist ein gefallener Priester. Inzwischen sucht er sein Heil in Nutten, Alkohol und Drogen. Bis zu dem Moment wo er in einem kleinen Versteck neben seinem Kamin einen seltsamen Schlüsselanhänger findet. Dieser kleine und unscheinbare Anhänger birgt jedoch ein schreckliches Geheimnis, das sich auch sofort offenbart als Tom von einer seiner beiden Bettgespielinnen angegriffen wird, die es auf den Anhänger abgesehen hat. Es manifestiert sich ein mächtiger Dämon der alles um sich herum niederwalzt und in Schutt und Asche legt.
Nach dieser ersten Begegnung mit seinem neuen dunklen Ich taucht plötzlich Tilly auf, welche in die Zukunft sehen kann und schnappt sich den doch leicht überforderten jungen Mann. Sie versucht ihm zu erklären, das er dank des Anhängers nun zu einer sehr wichtigen Person im Ränkespiel der Hölle wird, und stellt ihm wenig später schon eine sehr wichtige Person vor, welche sich ihm als Nick vorstellt. Es ist Tom zwar nicht sofort klar, aber er plaudert in diesem Moment mit dem Teufel…
FAZIT:
Eigentlich ist mir Universe Band Nummer 1 eher durch einen Zufall in die Hände gefallen. Als ich dann aber gesehen habe wer da den Autorenstift geschwungen hat, wurde ich neugierig. Nun gibt es zwar von Paul Jenkins gutes und schlechtes Material („Die Offenbarung“ zusammen mit Ramos fand ich sehr gut) und deshalb dachte ich mir „Schau doch mal ob du die 5 Bände komplett bekommst.“
Gesagt, getan und nach dem lesen des ersten Bandes nicht wirklich bereut. Jenkins baut eine durchaus interessante Story auf, die einem mit den dramatischen und teilweise sehr blutrünstigen Bildern von Clayton Crain dargebracht wird. Seine Dämonen und die Details sind schon atemberaubend, seine Menschen jedoch sind fast Augenkrebs. Schrecklich unproportioniert und perspektivisch immer irgendwie verschoben. Davon aber mal ab entwickelt sich eine schöne Fantasy-Horror-Mystery-Geschichte mit Biblischen und Mythologischen Anleihen.

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Haunt #1 [Panini, September 2010]

Heute widme ich mich dem neuen Projekt von Todd McFarlane (Spawn), Robert Kirkman (The Walking Dead), Ryan Ottley (Sea Bear & Grizzly Shark) und Greg Capullo (The Creech).
Die Rede ist von Haunt. Ein neuer Superheld betritt, die Bühne des hart umkämpften Marktes und ob das Quartett es nun gut oder schlecht macht (zumindest aus meiner Sicht), könnt ihr hier lesen…

Haunt #1

Kurt und Daniel Kilgore sind Brüder. Kurt ist ein ziemlich erfolgreicher Regierungsagent und Daniel ein eher heruntergekommener Priester. Regelmäßig besucht Kurt seinen Bruder um bei ihm die Beichte abzulegen und somit sein Gewissen zu bereinigen. Doch nach einem Einsatz in dem Kurt einen Wissenschaftler retten sollte wird er getötet und findet sich nun als Geist an der Seite seines Bruders wieder. In dieser Form hat er aber nicht nur die Eigenschaft seinen Bruder zu nerven, sondern verhilft ihm auch zu besonderen Kräften, die erstmals auftreten als Daniel bei seiner Schwägerin übernachtet, die nach dem Tod von Kurt noch immer sehr mitgenommen ist, und diese von ein paar Gangstern heimgesucht wird, welche auf der Suche nach einem Notizbuch des Wissenschaftlers sind, den Kurt befreien sollte.
Ab diesem Punkt beginnt Daniels Leben sehr kompliziert und vor allem gewfährlich zu werden, als er zusammen mit dem Geist seines Bruders, als das neue Wesen Haunt, Jagd auf die Gangster, deren Drahtzieher und einem Maulwurf macht.
FAZIT:
Die neue Serie von Todd McFarlane ist kein Meilenstein aber gekonnt solide Unterhaltung. Zum einen ist dies aber auch den mitwirkenden Künstlern Robert Kirkman (Walking Dead) als Co-Creator und Autor, Greg Capullo (Spawn) zuständig für das Design und die Gestaltung sowie einige grobe Layouts, und Ryan Ottley (Invincible) als Zeichner zu verdanken. Genau genommen ist nämlich Haunt nur eine Mischung aus Spider-Man und Spawn und ähnlich liest es sich auch. Geballte Gewaltdarstellung und massive visuelle Reizüberflutung „zeichnen“ das Werk dabei aus. Die Geschichte an sich weiß leider nicht so sehr zu überzeugen, aber man muss auch sagen das dies hier erst die ersten fünf Ausgaben sind, und eine Origin nun mal nicht ganz einfach ist, vor allem wenn es schon einen Haufen wesentlich interessanterer und innovativerer Helden gibt. Von daher müsste man evtl. noch den zweiten Band abwarten und sehen wie sich das Ganze weiterentwickelt um zu sehen ob Haunt auch für die Zukunft eine Chance hat, oder nach kürzester Zeit wieder in der Versenkung verschwindet. Abgesehen von den genannten Kritikpunkten ist Haunt solide einfache Actionunterhaltung wie sie auch einfache, aber erfolgreiche Kinoblockbuster bieten, und kann wenigstens mit einem hohen Unterhaltungswert punkten.

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