Yotsuba&! Nr.4 [Tokyopop, Dezember 2007]

Heute gibt es zur Abwechslung, zum nachher kommenden nächsten „Bongo des Monats“-Review, mal einen kleinen Manga für zwischendurch …

Yotsuba&! Nr.4

Der Sommer neigt sich dem Ende. Yotsubas Freunde Ena, Fuuka und Asagi genießen die letzten Ferientage und erleben mit dem kleinen, fröhlichen Mädchen, so manches Abenteuer. Sei es nun die Angeltour mit Jumbo, bei der die Kinder nicht nur das Angeln, sondern auch das Ausnehmen und Zubereiten der Fische lernen, oder was Zikaden sind und welche Bedeutung sie haben. Doch auch traurige Momente begleiten Yotsuba. Als Yotsubas Freundin Fuuka an Liebeskummer leidet, versucht das lebensfrohe Mädchen ihre Freundin wieder aufzumuntern. Allerdings sind ihre Methoden alles andere als feinfühlig, dafür aber ehrlich. Und Yotsuba will unbedingt etwas gegen die Erderwärmung machen. Das schafft sie natürlich am Besten, wenn sie sämtliche Klimaanlagen voll aufdreht, weil die ja kühlen. Doch so einfach ist das dann doch nicht. Vor allem nicht für die Sicherung …

Yotsuba mit Freunden beim Angeln.

Yotsuba mit Freunden beim Angeln.

Yotsuba ist und bleibt einfach nur liebenswert. Alles, was das kleine Mädel anstellt, zaubert einem ein Lächeln auf das Gesicht. Selbst wenn es der größte Blödsinn und absolut unlogisch ist. Ihre naive, kindliche Art sprechen auch immer wieder das eigene Kind, welches doch immer noch in jedem von uns schlummert an, und rufen auch teilweise Erinnerungen aus der eigenen Kindheit wach. Und trotzdem kann man auch als Erwachsener noch sehr viel von Yotsuba lernen. Nicht nur was Informationen im Allgemeinen betrifft, sondern auch der Umgang mit Menschen. Denn dafür hat Yotsuba ein echtes Händchen.

Yotsuba hilft bei Liebeskummer.

Yotsuba hilft bei Liebeskummer.

Zeichnerisch bietet der Band gewohnte Mangakost mit klaren Linien und gut ausgearbeiteten Figuren mit einem hohen Wiedererkennungswert. Die Bilder sind übersichtlich und dennoch wunderschön detailliert. Natur, Architektur und auch Technik werden mit sehr viel Liebe zum Detail illustriert und durch den Einsatz von verschiedenen Rasterfolien perfektioniert. Dadurch werden stellenweise fast fotorealistische Bilder erzeugt, dass man schon mehrfach hinsehen muss, um sicherzugehen, dass es sich wirklich nicht um ein eingesetztes Foto handelt, was bei manchen Manga-Ka ja auch eine gängige Praxis darstellt.

Yotsuba kocht.

Yotsuba kocht.

FAZIT:

Auch nach 4 Bänden und mehr als 25 Kapiteln machen Yotsubas Abenteuer noch immer einen Riesenspaß. Die episodenhaften Erzählungen, welche aber dennoch ein großes Gesamtbild ergeben, wiederholen sich nicht und zeigen dadurch auch bisher keinerlei Ermüdungserscheinungen. Die vielen kleinen Gags, die Slapstickeinlagen und der gesamte, stellenweise auch unterschwellige Humor, sind gekonnte Unterhaltung auf ganzer Linie. Gepaart mit den gelungenen Zeichnungen kann man als Freund von fröhlichen Geschichten einfach nichts falsch machen.

Yotsuba als Zikade.

Yotsuba als Zikade.

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Gipfel der Götter #1 bis #5 [Schreiber & Leser (shodoku), Dezember 2007 – November 2008]

Hallo zusammen, ich bin neu hier. Ich freue mich diesen Blog in Zukunft aktiv mitgestalten zu können. Ich bin 26 Jahre alt und ein leidenschaftlicher Comicsammler. Ich lese alles, was mich auch nur irgendwie anspricht, egal welches Genre. Sehr gerne lese ich anspruchsvollere Comics und auch Mangas, aber auch viel aus dem frankobelgischen Bereich. Nur hin und wieder verschlägt es mich in die Superheldenecke, da bin ich nicht so bewandert.  So, nun wünsche ich euch viel Spass mit meinem ersten Beitrag.

In meinem ersten Beitrag für diesen Blog, schreibe ich über
eine Mangareihe, die mich im wahrsten Sinne des Wortes, nachhaltig beschäftigt.

Gipfel der Götter Band 1

Gipfel der Götter #1 bis #5

gdg_bsp_2Jiro Taniguchi (Zeichner) und Baku Yumemakura (Autor) haben mit Gipfel der Götter  etwas erreicht, wovon viele andere Autoren und Zeichner nur träumen können.

In 5 Bänden, auf ungefähr 1500 fotorealistisch gezeichneten Seiten, entwickelt sich ein rundum gelungenes Abenteuer um  Habu Yoshi und den Alpin – Fotografen Fukamachi Makoto.

Fukamachi Makoto entdeckt eher zufällig in einem Trödelladen in Katmandu einen alten Fotoapparat. Möglicherweise ist der Fotoapparat dasselbe Modell, wie  damals, als der berühmte Bergsteiger George Mallory  bei seinem Versuch der Erstbesteigung des Mount Everest im Jahre 1924 diesen bei sich trug.  Dieser Fund könnte die Geschichte des Alpinismus verändern. Mit der Entwicklung des darin enthaltenen Films könnte endgültig die Frage geklärt werden, ob Mallory tatsächlich der erste Mensch auf dem höchsten Berg der Welt war. Doch bevor Fukamachi Makoto den Film entwickeln lassen kann, wird ihm die Kamera geklaut.

leseprobe271-1_NEWZu diesem Zeitpunkt stößt Fukamachi auf Habu Yoshi, einen der besten Bergsteiger Japans.
Fukamachi, selber auch ein begeisterter Alpinist, ist von Habu Yoshi derart fasziniert, dass er in seiner Heimat in Japan Nachforschungen zu Habus Person anstellt und so immer mehr über ihn in Erfahrung bringen kann. Es stellt sich letztendlich heraus, dass es Habu Yoshi war, der die alte Kamera am Mount Everest gefunden hat. Fukamachi reist erneut nach Nepal in der Hoffnung, dass Habu Yoshi ihm weitere Informationen zur Kamera und dessen Fund geben kann.
Fukamachi schafft es mit viel Mühe, das Vertrauen von Habu Yoshi zu gewinnen.

leseprobe282-2_NEWFukamachi und Habu Yoshi versuchen nun gemeinsam den alten Fotoapparat zurückzuerlangen. Dabei entwickelt sich zwischen den beiden ein interessantes Verhältnis. Habu Yoshi  verrät Fukamachi, worauf er sich seit Jahren vorbereitet hat und was einer weiteren Revolution im Alpinismus gleichkommen würde:Die alleinige Besteigung des Mount Everest im Winter und ohne Sauerstoff über die bisher unbezwingbare Südwestflanke. Und so beginnt ein grandioses Abenteuer für Habu Yoshi und Fukamachi auf Leben und Tod.

FAZIT:

Ich habe mich bisher überhaupt nicht mit dem Thema Bergsteigen auseinandergesetzt, aber alle diese grandiosen Kritiken die man im Internet zu dieser 5 bändigen Manga Reihe findet, sprechen für sich. Die Personen wachsen einem richtig ans Herz. Man leidet und fiebert wirklich mit ihnen.  Am Ende werden alle Fragen die aufgekommen sind beantwortet.  Allein der Mount Everest als höchster Berg der Welt birgt bereits eine gewisse Faszination. Dafür muss man nicht mal die Berge mögen. Und die Geschichte rund um diesen Berg weiß absolut zu fesseln.  Die Zeichnungen sind so realistisch, man hat das Gefühl die Kälte, den Schnee, den Wind und den Schweiß der Protagonisten wahrhaftig zu spüren.  Eine zarte Liebesgeschichte schleicht sich geschickt mit einigen interessanten Wendungen dazwischen. Das Schöne an dieser Reihe ist, dass sich die Höhepunkte gekonnt mit ruhigen Momenten wechseln.  Kaum ist ein Höhepunkt vorbei, so zeichnet sich doch schon in weiter Ferne der nächste Höhepunkt ab, bis letztendlich die Spannung am Schluss wahrhaftig explodiert.

Dominik_AVAFAZIT:

Für mich zählt diese Manga Reihe ganz ehrlich zum besten was ich bisher gelesen habe.
Wer auf ausgereifte Charaktere, eine wirklich gute Story mit Tiefgang, sowie realistische Zeichnungen steht, sollte hier auch als „Nicht Manga Leser“ unbedingt zugreifen. Es gleicht dem lesen eines richtig guten Romans. Und was kann man als Autor und Zeichner mehr wollen, als den Leser  zu faszinieren.
Die Zeichnungen des Mount Everests, sowie die Besteigung dieses Berges wirken so realistisch, als wären die Autoren selbst hinauf geklettert, unglaublich!

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Ultimo #1 [EMA, Oktober 2012]

Heute gibt es eine neue Mangaserie. Doch diese hat etwas Besonderes an sich. Als Autor darf der Marvel Mastermind schlechthin auftreten. Stan Lee. Deshalb war ich so frei und habe bei Egmont nach einem Rezensionsexemplar angefragt und dieses auch erhalten. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken. Ob aber Stan Lee seine Arbeit in fremden Gefilden jetzt auch gut erledigt hat, könnt ihr nun hier lesen …

Ultimo #1

Ultimo ist ein Karakuri-Doji. Eine Waffe in den falschen Händen. Und auch in den richtigen Händen sehr gefährlich. Außerdem hat Ultimo einen Bruder. Vice, das ultimative Böse, während Ultimo das ultimative Gute verkörpern soll. Beide wurden von einem mysteriösen Mann namens Dunstan im feudalen Japan des 12. Jahrhunderts erschaffen, der herausfinden wollte, welche der beiden Mächte, das Gute oder das Böse, stärker wäre.
Doch jetzt in der Neuzeit erinnert sich niemand mehr an diese beiden „Kampfmaschinen“ bis ein junger Mann Ultimo in einem Antiquitätengeschäft entdeckt. Ab diesem Moment gerät sein Leben aus den Fugen und es eröffnet sich ihm eine lange vergessene Welt …

Der geheimnsvolle Dunstan.

Der geheimnsvolle Dunstan.

Mit Karakuri-Doji Ultimo versucht Marvel-Legende und Altmeister Stan Lee, nun auch Fuß im Mangabereich zu fassen. Zusammen mit Manga-Ka Hiroyuki Takei erschafft er dabei eine faszinierende Welt, die sowohl im feudalen Japan, als auch in der Gegenwart glaubwürdig herüberkommt. Trotz all dieser Anerkennung, auch für das, was Stan Lee für den amerikanischen Comicmarkt geschaffen hat, wirkt diese Story nicht wirklich wie aus seiner Feder. Die Grundidee ist vielleicht von ihm, aber die komplett ausgearbeitete Storyline trägt einfach nicht seine Handschrift. Dadurch entsteht eher der Verdacht, dass sein Name hier nur aus Werbezwecken so groß auf den Titel gepackt wurde.

Vice (links) und Ultimo (rechts).

Vice (links) und Ultimo (rechts).

Grafisch kann der Band dafür auf voller Linie überzeugen. Auch wenn es „nur“ typische Mangakost ist, sind die Bilder für meinen Geschmack ideal um die Story zu tragen. Dynamische Panelaufteilung, actionreiche Perspektiven, emotionale Mimik und Gestik und dramatischer Seitenaufbau. Hier war ein wahrer Kenner der Materie am Werk. Möglicherweise trägt aber auch genau dies dazu bei, dass Stan Lees Handschrift beim Storytelling ein wenig verwischt. Dadurch, dass sich die Geschichte auch über mehrere Jahrhunderte zieht und es zu Wiedergeburten kommt, ist es besonders wichtig, dass die wiedergeborenen Figuren klar erkennbar bleiben. Auch das schafft Takei sehr gut.

Chaos in Tokyo.

Chaos in Tokyo.

FAZIT:

Die erste Ausgabe von Ultimo ist insgesamt ein gelungener und unterhaltsamer Einstieg, der Lust auf mehr macht. Die Story ist spannend und mit gut ausgearbeiteten Charakteren versehen, bei denen auch das Mitfühlen nicht schwerfällt. Durch den gemäßigten und dennoch nicht langweiligen Storyaufbau werden sowohl die Charaktere als auch die Grundstory erfreulich einfach präsentiert, sodass man sich als Leser nicht überfordert fühlt, aber dennoch ein vollständiges und lebendiges Universum entsteht.
Somit ist Ultimo auch ein Blick für Leser wert, welche bisher kaum Berührungen mit Mangas hatten und gerne einmal in diese Richtung der Comicliteratur hineinschnuppern möchten.

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse.

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Manga Shortys #1 [EMA, Dezember 2008 bis Februar 2009]

Heute möchte ich euch zum ersten Mal die Manga Shortys präsentieren in denen ich euch einige gelesene Mangas in kurzen kleinen Reviews gesammelt präsentieren möchte. Diese Rubrik wird in loser Folge erscheinen und immer wieder mal mehrere oder wenigere Ausgaben zusammenfassen. Beginnen möchte ich heute mit den Detektiv Conan Bänden #59 und #60.

Detektiv Conan #59

Wie immer wird auch im 59. Band der kleine Detektiv Conan (in dessem Inneren noch immer der Oberschülerdetektiv Shin´ichi Kudô steckt) in seltsame Mordfälle verwickelt. Die erste Geschichte bildet dabei noch den Abschluss des 58. Bandes in dem Rena Mizunashi (die eigentlich eine verdeckte CIA Agentin ist) wieder versucht in die schwarze Organisation zurück zu kommen, welche auch für den aktuellen Zustand Shin´ichis verantwortlich ist. Dies gelingt ihr nur indem sie einen Kollegen des CIA ermordet. Als nächstes erwartet Conan, Ran und Kogoro ein minutiös, hauchfein geplanter Mord bei dem Kogoros Ex-Frau Eri als Tatzeitzeugin herhalten soll. Danach treffen die drei auf Heiji, samt Freundin, um zwei mysteriöse Mordfälle zu lösen. Doch im Zuge der Ermittlungen gibt es noch weitere Opfer und die Tatsache das es sich um einen Serientäter (oder einen Geist 😀 ) handeln könnte, verdichten sich. Als letztes wird auch Eisuke wieder zurück in den Langzeitstorybogen eingeführt und sogleich fällt ein Mordverdacht auf ihn.

FAZIT:

Alles in allem bietet auch dieser band wieder lockere Krimiunterhaltung mit dem niedlichen Conan. Auch wenn die Mordfälle manchmal sehr stark konstruiert wirken, macht das Miträtseln jedes mal wieder Spaß. Spannung, Spaß und Abenteuer auf gleichbleibend hoher Qualität.

Detektiv Conan #60

Der letzte Band endete mit dem Mord an einem mysteriösen Mann in einer Karaokebar, und genau hier setzt Band #60 an. Bei dem mysteriösen soll es sich um einen Mörder handeln, doch wer sich an ihm gerächt hat, kann wieder einmal nur Conan durchschauen.
Danach wird ein kleiner Junge zusammen mit seinem Vater, das Opfer von Habgier. Zu allem Unglück hat sich dieser kleine Junge auch noch an die Detective Boys gewendet, weil einer seiner Nachbarn sich seit einigen Nächten sehr seltsam verhält. Aber die Lösung dieses Rätsels liegt versteckt in der Farbenwelt eines kleinen Jungen…
Als nächstes treibt ein brutaler und gefährlicher Mann mit einem Hammer sein Unwesen. Er wählt sich immer langhaarige blonde Frauen zum Opfer. Bei seinem letzten Anschlag hat er jedoch einen Fehler gemacht und so wird seine Wohnung am Tag darauf von der Polizei observiert. Der Kreis der möglichen tatverdächtigen eng sich auf nur noch 4 Personen ein, doch wer von ihnen ist der Täter…?
Als letzter Fall dieses Bandes soll Mori die Chance auf eine 24 Stunden Reportage erhalten, welche auch noch von seiner geliebten Yoko Okino moderiert werden soll. Doch ohne einen Fall gibt es nichts zu berichten. Doch als es endlich einen Fall gibt, scheint nicht nur die Finanzierung für die Reportage gestorben zu sein…

FAZIT:

Conan bietet seit Jahren schon gute Unterhaltung und Spannung auf gleichbleibendem Niveau. Es ist schon verständlich warum die Serie in Japan seit Jahren ein Dauerbrenner, sowohl im TV und Kino als auch im Printbereich ist. Spannende Fälle, eine tragische Hintergrundgeschichte und viel Humor bilden die Festungsmauern dieses Manga-Klassikers. In Deutschland ist dies leider nicht der Fall, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

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Kingdom Hearts #4 [EMA, Oktober 2005]

Mit dem heutigen Band endet auch schon die Reise in die magischen Welten von Disney und SquareEnix …

Kingdom Hearts #4

Kaum ist Hook besiegt muss sich Sora seinem besten Freund Riku stellen, der sich ebenfalls unter der Macht der Herzlosen befindet. Dieser schafft es dann auch, Sora um das Schlüsselschwert zu erleichtern und sich der Finsternis zu stellen. Aber nicht etwa weil er Sora helfen will, hinter der ganzen Aktion steckt auch nicht einmal Riku selbst. Er wird wiederum nämlich von jemand anderen kontrolliert, und als sowohl Sora, als auch Goofy, Donald und deren Freunde aus der Stadt Traverse davon erfahren, scheint ein Sieg in weite Ferne gerückt zu sein. Aber Sora will sich so einfach nicht geschlagen geben, und mit der Unterstützung vom Biest und der inzwischen befreiten Prinzessinnen samt Kairi machen sie sich auf den Weg die Welten von den Herzlosen zu befreien.
FAZIT:
Die erste Mangaadaption zum gleichnamigen Spiel neigt sich dem Ende und was bleibt, war kurzweilige Unterhaltung mit einem schalen Beigeschmack. Zwar haben die 4 Bände einiges an Spaß gemacht und wussten wohldosiert zu unterhalten, ohne großartig zu langweilen, aber etwas mehr hatte ich mir dann doch erhofft. Zu sehr war das Ganze eine zu lineare Nacherzählung des Games ohne auch nur ein wenig experimentelle Seitenschritte, die dem ganzen vielleicht sogar gut getan hätten. Zum anderen war es auch ganz unterhaltsam das gespielte noch einmal in dieser Form mitzuerleben, aber das ist auch eines der größten Mankos. Nichtkenner des Games werden kaum so richtig Freude an dem Manga haben da vieles was doch von Bedeutung ist im Game zwar erklärt, hier im Manga aber nur beiläufig erwähnt wird.

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Kingdom Hearts #3 [EMA, September 2005]

Heute folgt dann auch schon Band 3 von Kingdom Hearts…

Kingdom Hearts #3

Nach dem Sieg über den Höllenhund Zerberus (an dem Herkules nicht ganz unbeteiligt war) werden Sora und seine Mannschaft auf der weiteren Reise von einem riesigen Wal verschluckt. Im Inneren treffen die drei auf schließlich auf Geppetto und seinen kleinen Pinocchio, der auch kurz darauf von den Herzlosen entführt wird. Jetzt müssen Goofy, Donald und Sora den Kleinen retten nur um danach weitere Bekanntschaft mit dem Element Wasser zu machen, als sie auf Arielles Heimatplaneten landen. Dort muss Sora mit seinen Freunden den Herrscher Triton vor der machthungrigen und teuflisch bösen Ursula retten, bevor sie die unheimliche Bekanntschaft mit Kapitän Hook und dem frechen Peter Pan machen dürfen. In allen drei Fällen sind die Herzlosen die Strippenzieher hinter den Taten der jeweiligen Bösewichte und nur Sora kann die Welten vor dem Verlust aller Herzen retten …
FAZIT:
Der dritte Band fährt versucht mir mehr Handlung und Action zu überzeugen, aber das geht leider etwas nach hinten los. Zwar ist es sehr unterhaltsam als Kenner des Spiels und der Filme die diversen Parallelen zu erkennen, aber mehr schafft dieser Band auch leider nicht. Nach wie vor fehlen ein paar ergänzende Hintergundinfos und Nebenhandlungen, welche das Spiel ergänzen könnten. Zu sehr wirkt das Ganze wie eine Nacherzählung oder ein Lösungsbuch-Versuch, der etwas anders als gewöhnliche Lösungsbücher daherkommen will.

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Kingdom Hearts #2 [EMA, Dezember 2004]

Weiter geht es mit Band 2 von Kingdom Hearts…

Kingdom Hearts #2

Der erste große Kampf gegen die Herzlosen ist geschlagen und Sora, Donald und Goofy sind als Sieger daraus hervorgegangen. Als kleinen Siegespfand haben sie sogar noch einen Gummistein erhalten mit dem sie ihr Raumschiff aufrüsten können, um in neuen Welten neue Schlüssellöcher und verlorene Herzen zu finden. Außerdem haben sie eine neue Aufgabe erhalten. Die Suche nach den fehlenden Seiten in Ansems Bericht über die Herzlosen. Dabei hilft ihnen die Magie welche sie von Merlin dem Zauberer erlernen.
Ihr nächstes Abenteuer führt sie dann nach Agrabah wo sie Prinzessin Jasmin retten und Aladin gegen Jafar unterstützen müssen, bevor sie zur nächsten Welt aufbrechen dürfen, in der sie der Höllenhund Zerberus und Herkules erwarten wird …
FAZIT:
Wie auch im Spiel, so folgt auch der Manga dem gleichen Muster. Sora bereist Sora mit seinen Freunden, mit dem Gummistein-Raumschiff, die diversen Welten der Disney-Helden. Angefangen bei Disneys Aladdin über Disneys Hercules werden alle Geschütze aufgefahren. Dabei wird auch direkt Bezug auf die Filme und deren Handlung genommen und erlebt im Manga, wie auch im Spiel, wichtige Schlüsselszenen noch einmal. Das Storytelling bleibt dabei locker und überschaubar ohne zu langweilen. Auch die Zeichnungen sind einfach, erkennbar und trotzdem detailliert und sprühen nur so vor Witz und Dynamik. Gegenüber dem ersten Band ist aber dennoch nur eine kleine Steigerung erkennbar.

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Kingdom Hearts #1 [EMA, November 2004]

In den nächsten Tagen möchte ich Euch gerne in die Welten von Kingdom Hearts entführen. Zuerst als Game für PS2 erschienen, folgten sehr schnell ein zweiter Teil und dann Umsetzungen und Erweiterungen für viele andere (vorrangig Nintendo) Konsolen. Doch auch der Mangamarkt wurde um einige Serien bereichert. Die erste Serie möchte ich Euch in den nächsten 4 Tagen vorstellen …

Kingdom Hearts #1

Sora wacht an einem verträumten Strand auf. Zusammen mit seinen Freunden Kairi und Riku wollen sie diese Insel hinter sich lassen. An dem Abend bevor es losgehen soll werden die Drei jedoch von seltsamen Schattenwesen angegriffen und Sora landet in der Stadt Traverse. Währenddessen verschwindet König Micky und Donald und Goofy müssen sich auf die Suche nach dem Auserwählten machen und treffen ebenfalls in Traverse ein. Dort wiederum treffen alle drei aufeinander und werden ebenfalls von Schattenwesen angegriffen, den sogenannten Herzlosen …
FAZIT:
Der Beginn dieser Mangaadaption des gleichnamigen PS2-Spiels ist kurzweilig und durchaus gelungen. Als Fan und Spieler des Games bringt es aber leider nichts wirklich Neues. Da hatte ich mir ein paar Nebenstorys und Zusatzinfos gewünscht, die die Geschichte aus dem Game erweitern. So bleibt es trotz der durchweg gelungenen Zeichnungen leider nur Durchschnittsware ohne jegliche Besonderheiten.

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Precious Lies – Lying Mii-Kun and Broken Maa-Chan [Egmont Manga & Anime, Juni 2012]

Für die heutige Review habe ich erneut ein Rezensionsexemplar erhalten. Die Egmont Verlagsgesellschaften waren so freundlich mich mit diesem Manga aus der Egmont Manga & Anime-Abteilung auszustatten. Vielen Dank hierfür von meiner Seite aus.

Precious Lies – Lying Mii-Kun and Broken Maa-Chan

10 Jahre ist es her, dass die beiden Kinder Maa-Chan und Mii-Kun Opfer einer Entführung wurden, bei der sie auch den Tod ihrer Eltern mit ansehen mussten. Nun ist es Maa-Chan die ebenfalls zwei Kinder seit Tagen bei sich versteckt. Doch als plötzlich auch ihr alter Leidensgenosse Mii-Kun bei ihr vor der Tür steht, entwickelt sich die Entführung in eine ungeahnte Richtung. Zeitgleich macht ein Serienmörder, der es vorrangig auf junge Frauen abgesehen hat, von sich Reden. Doch wie hängen die Ereignisse von vor 10 Jahren mit den aktuellen zusammen? Denn eines ist sicher. Es gibt einen Entführer und einen Mörder, und einer der beiden ist Maa-Chan. Aber welcher, und wer ist dann der andere?

Precious Lies ist in erster Linie ein Roman und eine darauf folgende Filmadaption. Dies merkt man dem Manga auch an, was durchaus positiv gemeint ist. Die Charaktere sind klar strukturiert und das Setting ist sehr gut ausgearbeitet. Zumindest am Anfang, denn je weiter die Geschichte voranschreitet, desto abstruser wird sie. Was im weiteren Verlauf passiert, hat man so schon hunderte Male, teilweise auch spannender, gesehen. Einige Wendungen ergeben keinen Sinn und wirken dadurch stark gekünstelt. Ebenfalls verwirrend ist die Tatsache, dass immer wieder zwischen der Sicht des Lesers und Zuschauers und der Perspektive von Mii-Kun gewechselt wird, und dies ohne erkennbare Trennung und Grund. Was dadurch ebenfalls seltsam anmutet, ist, dass durch diesen Wechsel auch nie der volle Name von Mii-Kun fällt, der von Maa-Chan aber schon. Dennoch gibt es auch Positives im Verlauf der Geschichte. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist nicht immer ganz klar abgegrenzt, wodurch auch vom Leser eine nicht unerhebliche Aufmerksamkeit eingefordert wird, wenn er denn dem Abenteuer folgen möchte.

Zeichnerisch gibt es nichts zu meckern. Fast schon typische Standard-Mangakost wird hier geboten. Das ist nicht schlecht, aber eben auch nichts Besonderes. Die Figuren sind immer klar zu erkennen und zu unterscheiden. Die Bilder vermitteln die notwendige Dynamik und auch die Emotionen sind den Figuren aus dem Gesicht, sowie von der Körperhaltung abzulesen.
 Wie bei Mangas sonst üblich wird hier aber der Einsatz von sogenannten Rasterfolien minimiert und fast ausschließlich für die Hintergründe eingesetzt. Auch sonst wird mit der Farbgebung in Form unterschiedlicher Grautöne eher sparsam umgegangen. Stattdessen werden verstärkt Schraffuren eingesetzt.



FAZIT:



Am Ende bleibt ein durchaus unterhaltsamer Thriller übrig, der sehr vielversprechend beginnt und sich in den ersten zwei Dritteln enorm entwickelt, danach aber leider ein wenig im Einheitsbrei seiner Genrevertreter versackt. Bis dahin wird man als Leser aber regelrecht in den Bann gezogen und fiebert mit den beiden Opfern und auch ihren Peinigern mit. Dies wird von den Zeichnungen, die von Anfang bis Ende gelungen sind, noch unterstützt. Somit ist dieser Einzelband nicht nur für Mangafans einen lohnenden Blick wert.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Kadokawa Shoten Co., Ltd. / Egmont Manga & Anime

Yotsuba&! #1 [Tokyopop, März 2007]

In meiner heutigen Manga-Review möchte ich euch ein kleines aber sehr nettes Mädchen vorstellen. Sie heißt Yotsuba und hat ihre ganz eigene Lebensauffassung…

Yotsuba&! #1

Yotsuba ist ein Findelkind. Und Yotsuba zieht mit ihrem Ziehvater in eine beschauliche Vorstadtidylle. Dort lernt sie ihre neuen Nachbarn Fuuka, Ena und Asagi kennen, und sofort einwickelt sich eine turbulente Freundschaft. Dabei erfährt Yotsuba einiges über den gefährlichen Treibhauseffekt, stellt ihren neuen Nachbarn den Freund der Familie, Jumbo, vor, geht mit ihrem Vater einkaufen, mit Jumbo und Ena auf Grillenjagd und erlebt einen Regenschauer…
FAZIT:
Also Yotsuba macht wirklich Spaß. Die Kleine ist niedlich, richtig süß naiv, hat vor nichts Angst (bis auf Fuuka am Anfang) und kann wirklich allem etwas Gutes abgewinnen. Man hat stellenweise das Gefühl, dass Yotsuba bisher so gut wie nichts erlebt hat, wenn ihr sogar eine Schaukel neu vorkommt und dann einen Riesenspaß macht. Also mir gefällt der erste Band der Serie schon sehr gut, auch wenn noch Luft nach oben ist.

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