Mueli77 auf neuen Wegen …

Lange habe ich heute überlegt, ob ich diesen Beitrag wirklich verfasse, und ob ich ihn dann auch online bringe. Den Anstoß dazu hat mir eigentlich mein Blogkollege Dominik gegeben, der ein Video in meinem WhatsApp-Status gesehen hat, was ihm so gut gefiel, dass er meinte, ich sollte dieses unbedingt auf dem Blog veröffentlichen. Nun, eigentlich ist das neue Medium, zu dem mich meine Tochter überredet hat, nur ein Spaß für mich, aber letztendlich hat Dominik ja recht. Der Blog ist irgendwie mein virtuelles Zuhause und da kann auch der Blödsinn aus meiner wenigen Freizeit, einen Platz finden. Ich bin nun also auch auf musical.ly, aka tiktok zu finden, wo ich allerdings erst seit kurzem aktiv bin und deswegen auch erst zwei Videos hochgeladen habe, die ich euch heute hier zeigen möchte.

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Yotsuba&! Nr.4 [Tokyopop, Dezember 2007]

Heute gibt es zur Abwechslung, zum nachher kommenden nächsten „Bongo des Monats“-Review, mal einen kleinen Manga für zwischendurch …

Yotsuba&! Nr.4

Der Sommer neigt sich dem Ende. Yotsubas Freunde Ena, Fuuka und Asagi genießen die letzten Ferientage und erleben mit dem kleinen, fröhlichen Mädchen, so manches Abenteuer. Sei es nun die Angeltour mit Jumbo, bei der die Kinder nicht nur das Angeln, sondern auch das Ausnehmen und Zubereiten der Fische lernen, oder was Zikaden sind und welche Bedeutung sie haben. Doch auch traurige Momente begleiten Yotsuba. Als Yotsubas Freundin Fuuka an Liebeskummer leidet, versucht das lebensfrohe Mädchen ihre Freundin wieder aufzumuntern. Allerdings sind ihre Methoden alles andere als feinfühlig, dafür aber ehrlich. Und Yotsuba will unbedingt etwas gegen die Erderwärmung machen. Das schafft sie natürlich am Besten, wenn sie sämtliche Klimaanlagen voll aufdreht, weil die ja kühlen. Doch so einfach ist das dann doch nicht. Vor allem nicht für die Sicherung …

Yotsuba mit Freunden beim Angeln.

Yotsuba mit Freunden beim Angeln.

Yotsuba ist und bleibt einfach nur liebenswert. Alles, was das kleine Mädel anstellt, zaubert einem ein Lächeln auf das Gesicht. Selbst wenn es der größte Blödsinn und absolut unlogisch ist. Ihre naive, kindliche Art sprechen auch immer wieder das eigene Kind, welches doch immer noch in jedem von uns schlummert an, und rufen auch teilweise Erinnerungen aus der eigenen Kindheit wach. Und trotzdem kann man auch als Erwachsener noch sehr viel von Yotsuba lernen. Nicht nur was Informationen im Allgemeinen betrifft, sondern auch der Umgang mit Menschen. Denn dafür hat Yotsuba ein echtes Händchen.

Yotsuba hilft bei Liebeskummer.

Yotsuba hilft bei Liebeskummer.

Zeichnerisch bietet der Band gewohnte Mangakost mit klaren Linien und gut ausgearbeiteten Figuren mit einem hohen Wiedererkennungswert. Die Bilder sind übersichtlich und dennoch wunderschön detailliert. Natur, Architektur und auch Technik werden mit sehr viel Liebe zum Detail illustriert und durch den Einsatz von verschiedenen Rasterfolien perfektioniert. Dadurch werden stellenweise fast fotorealistische Bilder erzeugt, dass man schon mehrfach hinsehen muss, um sicherzugehen, dass es sich wirklich nicht um ein eingesetztes Foto handelt, was bei manchen Manga-Ka ja auch eine gängige Praxis darstellt.

Yotsuba kocht.

Yotsuba kocht.

FAZIT:

Auch nach 4 Bänden und mehr als 25 Kapiteln machen Yotsubas Abenteuer noch immer einen Riesenspaß. Die episodenhaften Erzählungen, welche aber dennoch ein großes Gesamtbild ergeben, wiederholen sich nicht und zeigen dadurch auch bisher keinerlei Ermüdungserscheinungen. Die vielen kleinen Gags, die Slapstickeinlagen und der gesamte, stellenweise auch unterschwellige Humor, sind gekonnte Unterhaltung auf ganzer Linie. Gepaart mit den gelungenen Zeichnungen kann man als Freund von fröhlichen Geschichten einfach nichts falsch machen.

Yotsuba als Zikade.

Yotsuba als Zikade.

„Yotsuba&! Nr. 4“ bei Tokyopop bestellen.
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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2005-2007 ASCII Media Works Inc. / Tokyopop

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 8) – Die Comics von Reprodukt und Tokyopop

Im heutigen Gratis Comic Tag-Review-Artikel sind die Mädels/Damen an der Reihe. Ich habe mir die beiden Ausgaben „Comic Girls“ von Tokyopop und „Fräulein-Rühr-Mich-Nicht-An“ von Reprodukt zur „Brust“ genommen und möchte euch nun hier mein Fazit dazu präsentieren…

Comic Girls (Gratis Comic Tag 2012)

Bei Tokyopop wird es rosa und Girlielike.
In „Lou“ erleben wir wie ein 12-jähriges Mädchen, welches für ihr Alter viel zu klein ist, sich den alltäglichen Irrungen und Wirrungen der Liebe und Romantik entgegenstellt. Dabei ist es nicht gerade hilfreich das ihre Mama ebenfalls solo ist und mehr Interesse an Videospielen als an ihrem zukünftigen, möglichen Freund hat…
Die zweite Geschichte handelt von Rebecca. Ein kleines Mädchen das mit einer schwachen Immunabwehr zu kämpfen hat und deshalb ebenfalls (wie auch Lou) etwas zu klein für ihr Alter ist. Auch das ihre Eltern sich immer streiten nagt an dem kleinen Mädchen. Aber Rebecca lässt sich nicht unterkriegen und findet dennoch ihren Spaß im alltäglichen Leben. Als sie sich dann auch noch mit einem sehr alten, intelligenten und widerstandsfähigen Virus infiziert, die durch die Super-Mikrobe Ernest hervorgerufen wird, entsteht eine gefährliche aber sehr lustige Freundschaft…
In den Sommerferien haben sich Ninas Eltern getrennt und deshalb beginnt ihr neues Schuljahr alles andere als glücklich. Als dann auch noch ein kleines Monster und eine Fee in ihrem Schulranzen auftauchen und ihr niemand so richtig glauben will, wird es erst richtig mysteriös und verzwickt…
Zuletzt geben sich noch die beiden Schwestern Marine und Wendy die Ehre, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allerhand turbulente Abenteuer erleben die beiden wenn sie sich den alltäglichen Problemen stellen müssen. Ob es nun die kleinen Problemchen unter Schwestern sind, die Liebe oder auch Paparazzi. Die beiden werden irgendwie mit allem fertig.
FAZIT:
Eine lustige, bunte und auch manchmal nachdenkliche Mischung legt Tokyopop mit diesem Heft vor, an dem nicht nur Mädchen ihren Spaß haben werden. Auch Jungs und Männer werden an diesen kleinen Geschichten ihren Spaß haben, wenn sich Schwestern zoffen, ihrem Liebestaumel ergeben, oder verzweifelt versuchen ihren Lieben irgendwelche ausgefallenen Präsente zukommen zu lassen.
Die Zeichnungen sind stilsicher, bunt und immer irgendwie niedlich, auch wenn die Ereignisse so überhaupt nicht zum lachen sind. Manches wirkt ein wenig „Manga-Like“ was einige abschrecken könnte, aber dennoch passt genau diese Charakterisierung sehr gut zu den Geschichten. Immerhin soll es sich im Großen und Ganzen um Mädels handeln und die sehen nun mal nicht wie ein Vollweib aus.
Aber eben genau die Tatsache das die Protagonisten oftmals auch ein wenig naiv handeln macht einen Großteil des Charmes aus. Und genau deshalb ist Comic Girls unterhaltsame Comicunterhaltung nicht nur für Mädchen.

Fräulein-Rühr-Mich-Nicht-An: Die Jungfrau im Freudenhaus (Gratis Comic Tag 2012)

Agathe und Blanche sind Schwestern und Hausmädchen in Paris. Doch eines Tages wird Agathe ermordet und das nur weil Blanche beobachtet hat wie der berüchtigte Schlächter der Guinguettes ein Mädchen ermordet. Doch als die Polizei eintrifft sieht es so aus als hätte Agathe Selbstmord begangen. Niemand will Blanche glauben und so beginnt die einsame Jungfrau ihre eigenen Nachforschungen. Die Spur führt dabei ein eines der edelsten Bordelle von Paris. Als sich Blanche dort als Hausmädchen bewirbt, wird sie abgelehnt, aber sie bekommt die Chance als unnahbare Gouvernante in das Hurenbusiness einzusteigen. Schnell macht Blanche Entdeckungen die sie ihre ganze Kraft kosten…
FAZIT:
Dieser Comic ist bisher wirklich die Überraschung des Gratis Comic Tages für mich. Was Anfangs wie ein einfaches Drama klingt (Jungfrau kommt durch widrige Umstände in das älteste Gewerbe der Welt) entwickelt sich sehr schnell zu einem düsteren und verzwickten Kriminalfall. Dadurch das die Protagonisten so gut charakterisiert sind, fällt es dem Leser auch nicht schwer mit den Damen mitzufühlen und deren Freud und Leid nachzuempfinden. Unterstützt wird dies durch die sehr stimmungsvollen Bilder, die zwar vorwiegend in verschiedenen Rottönen gehalten sind, aber auch durch den klaren Strich und die emotionalen Mimiken der Figuren.
„Fräulein-Rühr-Mich.Nicht-An“ ist ein dichter und atmosphärischer Thriller der von Anfang an überzeugen kann und sicher schnell seine Fans finden wird.

Mein Dank geht auch heute wieder nach Erfurt zum Comic Attack für die Bereitstellung dieser Hefte.