Das Haus am Meer Nr. 1 [Panini, Mai 2025]

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Horrorschocker # 67 [Februar 2023]

Die hammerharte Horrorschocker Ausgabe 67 ist mittlerweile erschienen. Levin Kurio und seine Arbeitskollegen werden nicht müde, dem geneigten Leser weitere grauenvolle Geschichten in gewohnter Qualität zu liefern! So soll es sein, so wird es weitergehen! In diesem Sinne genießt die Zeit mit einem weiteren Heft dieser wunderbaren Anthologie-Reihe.
Wie immer gilt, es gibt mal etwas bessere und mal etwas schlechtere Geschichten, doch letztendlich bewegen wir uns konsequent auf einem sehr hohen Niveau! – Letztendlich entscheidet der persönliche Geschmack!
Viel Vergnügen!

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Horrorschocker # 67

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Spider-Island Reviewserie (6): Spider-Man (Vol. 2) #101 [Panini, August 2012]

Nach einer etwas kleineren Pause mit „Animal Man #1“ und „100% Marvel #62“ geht es heute mit der Spider-Island Reviewserie weiter …

Spider-Man (Vol. 2) #101

Als wenn es nicht schon genug wäre, das halb Manhattan plötzlich über Spinnenkräfte verfügt, nun wird Spidey auch noch von seinen Teamkollegen aus dem Ring geworfen. Dadurch, dass Spider-Man nun leider nur noch einer unter vielen ist, und die Rächer, den echten kaum von den Fälschungen unterscheiden können, muss der „Freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft“® seinen Dienst kurzzeitig quittieren. Doch Peter lässt sich nicht unterkriegen und tut nun so, als wäre er ebenfalls ein „Opfer“ der Epidemie geworden und erst seit Neuestem mit Spinnenkräften ausgestattet. So kann er immerhin die ehrbaren New Yorker motivieren, mit ihm in den Kampf gegen die Ganoven zu ziehen. In der Zwischenzeit findet Reed die Ursache für die Veränderungen und der Bürgermeister J. Jonah Jameson riegelt Manhattan vollständig ab. Auch Anti-Venom trägt seinen Teil zum Chaos bei. Er streift durch die Stadt und schafft es doch tatsächlich einige von der Plage zu heilen, aber ist gemessen an der Masse dennoch machtlos …

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Es überrascht kein bisschen, wie ein Großteil der New Yorker reagiert. Kaum jemand hat wohl nicht schon davon geträumt, Superkräfte zu besitzen. Jedes comiclesende Kind und jeder bilderheftchenverrückte Teenager hat sich irgendwann einmal insgeheim gewünscht mit solchen Fähigkeiten, wie Spider-Man sie besitzt, gesegnet zu sein. So ähnlich muss es wohl auch Slott gegangen sein. Denn diese Story wirkt ein wenig, wie die Verwirklichung eines Kindheitstraumes. Und diese Energie spürt man förmlich. Man merkt regelrecht, welch einen Spaß Slott gehabt haben muss, diese Geschichte zu schreiben. Plus die Tatsache, dass er offenbar ein großer Fan der Klonsaga zu sein scheint, denn das der Schakal und Kaine wieder auftauchen ist ein gelungener Schachzug, um an die Ereignisse gegen Ende der neunziger Jahre wieder anzuknüpfen.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Roll in diesem Drama.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Rolle in diesem Drama.

Für die grafische Umsetzung ist wieder einmal Humberto Ramos verantwortlich. Dieser spaltet wie kaum jemand anderes die Fangemeinde. Während ich persönlich ein großer Fan seines Manga-artigen und extrem dynamischen Zeichenstils bin, so gibt es aber genauso viele Fans wie Gegner. Denn gerade die Mangaanleihen sind nicht jedermanns Sache. Auch mit den Mimiken an Ramos ein kleines Problem. Denn diese schwanken nur von wütend zu gelangweilt und verschmitzt frechem Grinsen. Aber Trauer, Verzweiflung, Angst, Freude ohne ein Lächeln und andere feinfühlige Emotionen ist Ramos nicht in der Lage umzusetzen. Das gleiche Problem scheint Ramos auch mit der Anatomie zu haben. Die schmerzhaften aber coolen Posen sind fast schon ein Markenzeichen geworden. Wenn man von diesen Punkten absieht, sind Ramos Zeichnungen mit den Inks von Victor Olazaba und Carlos Cuevas und der Farbgebung von Edgar Delgado, sehr gelungen.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

FAZIT:

Es ist schon faszinierend, wie sich die Situationen rund um Spider-Man weiterentwickeln und vor allem, wie sich die Pläne des Schakals, der offenbar nicht alleine arbeitet, verwirklichen lassen. Auch das sich Jonah nun einer Entwicklung gegenübersieht, die für ihn kaum schlimmer sein könnte, ist sehr humorvoll umgesetzt. Schade ist allerdings, dass Peters Intelligenz hier keine so große Rolle spielt. Denn immerhin ist Peter, genau wie Reed, vom Intellekt nicht zu unterschätzen. Doch das ist ein Punkt den Slott, entweder ganz bewusst, oder versehentlich, außen vor lässt. Nichtsdestotrotz entwickelt sich Spider-Island hervorragend und macht von der ersten bis zur letzten Seite rundum gute Laune und sehr viel Spaß, wenn man denn mit dem Stil von Ramos warm wird.

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Schocker ist der Erste, der die zweite Phase der Mutation betritt.

Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 4) – Die Comics von Weissblech und Kazé

Heute gibt es auch schon Teil vier der Reviews zu den Gratis Comic Tag-Comics von Weissblech und dem neuen Manga und Anime-Label Kazé…

Horror Schocker (Gratis Comic Tag 2012)

Wie jedes Jahr liefert auch dieses mal Weissblech eine Mischung aus seinem Horror- und Science Fiction-Programm.
In der ersten Geschichte „Die Chroniken von Sol“ will eine außerirdische Rasse einen Vorposten auf der Erde errichten und um sich ein wenig über uns Erdlinge zu informieren, werden zwei Kundschafter entsandt und landen bei einem Comicshop, den sie für eine Aufbewahrungsort der irdischen Chroniken halten…
Das zweite Abenteuer erzählt von einem betrogenen Mann der aus seinem Grab entsteigt um Rache an seiner Frau und dessen vermeintlichen Liebhaber zu nehmen. Aber was er dann entdeckt lässt sogar ihn erschaudern…
Die dritte Geschichte handelt von einem 17-jährigen Mädchen welches nach einer Abi-Party um fünf Uhr auf dem Weg nach Hause ist und allerlei angsteinflösende Situationen erlebt. Auch den vorangegangenen Abend, an dem ihr ihre Mutter klar machen will welche Gefahren überall lauern. Doch was ihr am Ende widerfährt, hatte si nicht kommen sehen…
Im letzten Comicbeitrag wandelt eine Frau auf einem Schlachtfeld umher auf der Suche nach ihrem Mann. Doch was sie findet sind nur eine Menge an verwundeten Kriegern die sie bitten ihnen den Gnadenstoss zu versetzen. Doch die junge Frau bringt es nicht über das Herz. Plötzlich findet sie den Herzog der sie bittet ihm aufzuhelfen um eine neue Armee aufstellen zu können, und die junge Frau trifft eine Entscheidung…
FAZIT:
Viel schlechtes kann man zu den Weissblechcomics eigentlich nicht sagen, wenn man denn nicht so gar kein Faible für Horror oder Science Fiction hat. Sie versprühen den Charme der klassischen Horrorkurzgeschichtencomics und die Zeichnungen sind immer passend zu den Storys. Dies ändert sich zum Glück auch diesmal nicht und so ist der diesjährige Beitrag wieder eine gelungene Mischung und eine perfekte Präsentation für den Verlag.

Blue Exorzist (Gratis Comic Tag 2012)

Rin ist ein Waisenkind und ein Versager. Er hat keine ordentliche Ausbildung und auch keinen Job. Statt dessen prügelt er sich lieber. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder wächste er bei einem Pater und anderen Kindern auf. Doch eines Tages als er auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch ist ändert sich sein ganzes Leben. Rin sieht kleine schwarze „Kohletierchen“ die vorher nicht dagewesen zu sein scheinen…
FAZIT:
Blue Exorzist ist schon fast ein klassischer Dämonen-Manga. Ein Junge der plötzlich Kräfte erhält und sich entschließt mit Hilfe dessen gegen das Böse auszuziehen. Aber auch dieser Manga hat einen gewissen Reiz. Vor allem was die Beziehung zwischen Rin und seinem plötzlich aufgetauchten Vater betrifft, der so ganz andere Pläne mit seinem Sprößling hat.
Auch zeichnerisch ist alles gewohnt solide. Es weiß zu gefallen und ist nicht zu experimentell. Stellenweise erinnern die Zeichnungen und das Charakterdesign ein wenig an Naruto, was jetzt nicht wirklich etwas schlechtes ist.
Insgesamt also ein solider und unterhaltsamer Manga, der durchaus Lust macht zu erfahren wie es mit Rin weitergeht.

Akuma To Love Song (Gratis Comic Tag 2012)

Manchmal spielt das Leben schon seltsame Karten aus. Maria Kawai wird allgemein als ein Biest verschrien und dabei hat sie doch nur das Pech eine Gabe zu besitzen die andere in ihrer Umgebung immer schlecht aussehen lässt. Maria kann mit wenigen Blicken sofort den Charakter eines Menschen ausmachen und sagt dies leider auch ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Als sie nun durch einen Vorfall an dem St. Katria Mädcheninternat an eine neue Schule kommt und sie eigentlich alle Zähler auf Null setzen könnte, entwickelt es sich Anfangs wie sie es gewohnt ist. Alle tratschen über sie und verachten sie, aber zum Glück gibt es auch noch die zwei Jungs Yusuke Kanda und Shin Meguro die so überhaupt nicht hinnehmen wollen, was Maria ihnen da auftischt…
FAZIT:
Was wäre der Manga-Markt ohne die typischen Romantic-Love-Girlie-Mangas? Langweilig. Genau das ist dieser Manga nämlich eben nicht. Jeder kennt es vielleicht noch aus der Schule das man sich bewusst oder auch unbewusst einem Image verschrieben hat und dieses dann nicht mehr los wird. Oftmals ist nur noch der Wechsel der Schule eine Möglichkeit neu zu beginnen. Aber es ist nicht so einfach, sich einmal angeeignete Verhaltensparameter wieder abzutrainieren, damit man nicht wieder in das gleiche Schema verfällt.
Ähnliches will dieser Manga aussagen mit seiner Protagonistin die aber neben ihrer Gabe den Charakter zu erkennen auch noch die Fähigkeit hat wunderschön singen zu können. Und somit steht auch jedes der Kapitel unter der „Schirmherrschaft“ eines Songs, wie im ersten Kapitel eben „Amazing Grace“ das auch sehr schön den Grundtenor dieses Kapitels einfängt.
Nicht nur für Mädchen oder eben Frauen, kann dieser Manga sehr unterhaltsam und aufschlussreich, oder eben auch mit Erinnerungen behaftet sein. Gelungen aber typische Zeichnungen unterstützen das durchaus positive Gesamtbild.

Wie schon die letzten Tage möchte ich auch heute wieder meinem Comicshop Comic Attack in Erfurt danken. Und bevor jemand dies missversteht, es handelt sich hier nicht um bezahlte Werbung oder andere Gefälligkeiten. Ich bin einfach rundum zufrieden mit den Jungs und dem netten Entgegenkommen, so das ich gerne freiwillig dies auch mitteile.