Batman vs. Justice League (10)

Der nächste Kampf steht bevor und Batman hat schon einen heftigen Vorsprung. Wenn man es genau nimmt, sogar über die doppelten Punkte. Das wird nicht leicht für die Liga werden.

BMVSJL

Batman Nr. 11 [Panini, Mai 2013]

Der Rat der Eulen beschäftigt Bruce Wayne noch immer. Doch inzwischen holt er zum Gegenschlag aus. Er dringt in das Heiligtum der Eulen ein und schafft es, diese so weit aufzuscheuchen, dass er sogar die Basis ausfindig machen kann. Doch was Batman dort vorfindet, überrascht sogar den dunklen Ritter. Der Rat ist tot und die Jagd scheint beendet zu sein. Doch dann offenbart sich ihm ein weiteres Geheimnis. Eines, welches sogar seine Vergangenheit und seine verstorbenen Eltern betrifft. Kann Bruce diesen Informationen trauen …?

Was Scott Snyder zum großen Finale seines Eulen-Arcs hervorzaubert, ist fast schon klassisch. Ein Geheimnis, das Bruce Wayne noch lange und auch immer wieder beschäftigen kann. Eine Figur, die immer wieder auftauchen und Unfrieden stiften kann. Eine Geschichte, die so offen ist, dass sie entweder eine Fortsetzung nach sich ziehen kann, oder dem Leser eine eigene Meinung um Ende abfordert.
Hinzu kommt, das Greg Capullo noch immer eine Glanzleistung abliefert, die seinesgleichen sucht. Und es zeigt sich, dass gewisse Zeichenstile und gewisse Charakterdesigns ganz bewusst gewählt wurden, und frühere Kritik an Greg Capullo ungerechtfertigt waren. So sollten diese immerhin gewisse Handlungensfäden anteasern, ohne dabei zuviel zu verraten.

FAZIT:

Ein geniales Finale, von einem großartigen Geschichtenzyklus. Scott Snyder hat etwas geschaffen, das Batman-Geschichte schreiben kann. Und zusammen mit Greg Capullo hat er einen modernen Meilenstein entworfen. In meinen Augen ist diese Geschichte eine der besten Batman-Storys der letzten Jahre und ich hoffe und wünsche mir, dass Snyder damit möglichst viele Leser erreicht.

Justice League Nr. 11 [Panini, Mai 2013]

David Graves hat den Meteoriten der Justice League gestürmt und die Liga direkt angegriffen. Doch diese schafft es sich aus den Klauen des Gegners zu befreien, aber Graves flüchtet. Er besucht stattdessen Steve Trevors Schwester und droht ihr und ihren Kindern. Aber auch hier kann ihn die Justice league ausfindig machen und folgt ihm …
Inzwischen gibt es einen Riesenärger bei den Teen Titans. Denn Bunker hat aus einer dummen Idee heraus, eine Annonce aufgegeben, in der die Titans neue Teammitglieder suchen. Doch der Plan geht nach hinten los und bringt einen Haufen Ärger ein. Und dann ist da noch das Problem mit Wonder Girl, die offenbar auszuticken scheint …

So richtig spannend ist das Abenteuer der Liga inzwischen nicht mehr. Alles scheint wie auf dem Silbertablett serviert zu werden, und mir persönlich schmeckt das nicht wirklich. Zwar gibt es irgendwo diesen kleinen Punkt, an dem man wissen möchte, wie es weitergeht, aber nicht aus den Gründen, die man vielleicht denken mag. Vielmehr ist es so, dass man sich fragt, wie man etwas so Klares doch noch spannend gestalten könnte. Bei den Titans ist es eher so, dass die Story ziemlich konfus wirkt. Zwar ziehen sich zwei rote Fäden durch die letzten beiden Ausgaben, aber irgendwie scheinen die sich zu verwirren und zu verschwinden nur, um dann wieder irgendwo aufzutauchen. Alles ziemlich wirr und daher nur leidlich spannend.
Das Artwork bleibt hingegen gewohnt. Sowohl Jim Lee bei der Justice League, als auch Brett Booth bei den Teen Titans liefern solide Arbeit ab. Nichts Besonderes, aber auch kein Totalausfall.

FAZIT:

Nichts gegen Popcorn-Action im Comicformat, aber hier wird es langsam schon ein wenig ermüdend. Vor allem wenn die eigentliche Action visuell nur Einheitsbrei ist. Das mag dann auch nicht mehr so wirklich munden.

Diesmal geht der Punkt ganz klar an Batman. Im Moment ist das einfach die bessere Heftserie. Wobei es gegen die Liga derzeit wirklich auch nicht so schwer ist. Daher gibt es ganz klar einen Punkt für Batman und somit den neuen Stand:

Batman 8 : 3 Justice League

Batman vs. Justice League (9)

Die Liga konnte sich beim letzten Aufeinandertreffen, sehr gut gegen Batman wehren. Aber ob es diesmal auch klappt, zeigt sich heute …

 

BMVSJL

Batman Nr. 10 [Panini, April 2013]

Wie konnte der Rat der Eulen, solche gefährlichen Kämpfer wie die Talons überhaupt rekrutieren? Irgendwie scheint Mr. Freeze hier mit drin zu hängen und außerdem will er seine geliebte Nora wieder zurück, die sich in den Händen von Bruce Wayne befindet. Nora ist die große Liebe von Victor Fries, alias Mr. Freeze. Doch Nora litt an einer schweren Herzerkrankung und wurde eingefroren, bis man ihr Leiden heilen kann. Weil Bruce Wayne, aber die Forschungen von Victor Fries nicht weiter finanzieren wollte, führte dies zu einem tragischen Unfall, an dessen Ende Mr. Freeze entstand. Nun sinnt Freeze auf Rache …

Das erste Batman-Annual des neuen DC Universum ist ein astreines Tie-In zum Eulen-Event von Scott Snyder. Und dies kann sich durchaus sehen und lesen lassen. Denn anders, als es bei manchen Tie-Ins üblich ist, wird hier nicht nur einfach eine Verbindung zum Arc gestrickt um ein weiteres Heft besser verkaufen zu können, sondern es wird richtig eingebunden und gleichzeitig noch eine Origin leicht überarbeitet. Scott Snyder und James Tynion IV schaffen ein spannendes Abenteuer, welches dank des Artworks von Jason Fabok auch noch sehr gut aussieht. Zusammen mit den kühlen und gedeckten Farben von Peter Steigerwald ergibt sich ein insgesamt stimmiges Erscheinungsbild, das wortwörtlich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert.

FAZIT:

Annuals waren eine Zeit lang ein Versuch mit Nachdrucken und kurzen Bonusgeschichten Geld zu scheffeln. Irgendwann erkannten die US-Verlage, dass sich diese Hefte besser verkaufen, wenn sie abgeschlossene Abenteuer enthielten, die aber auch in die normale Kontinuität der Helden passte. Mit diesem Annual setzt auch DC die neue Tradition fort und bindet das Annual sogar in die Eulen-Arc von Scott Snyder ein. Eine gelungene Taktik, welche sogar ein sehr gutes Heft hervorgebracht hat.

Justice League Nr. 10 [Panini, April 2013]

Die Justice League berät sich gerade in ihrer Basis, darüber wie gefährlich Graves und sein frisch erworbenes Wissen über die Mitglieder der Liga ist, als es einen stillen Alarm gibt. Graves hat es geschafft sich in den Meteor der Liga einzuschleichen und greift die Helden nun direkt an. Nicht jedoch, ohne sein Tun ausführlich zu kommentieren …
Währenddessen finden sich Superboy und Wonder Girl auf der Tagseite der mysteriösen Insel wieder. Diese haben sie durch eine seltsame Falltür betreten, und prompt finden sie auf dieser Seite die restlichen Mitglieder der Teen Titans wieder. Aber auch diese haben ziemlich viel mitgemacht. Nun müssen sie nur noch einen Weg nach Hause finden …

Beide Geschichten, sowohl von den großen Helden als auch vom jungen Team, kommen so langsam in Fahrt. Geoff Jones versteht es hier sehr gut, die privaten Probleme und auch Geheimnisse der einzelnen Mitglieder nach außen zu kehren und auch gewisse Beziehungen untereinander zu vertiefen. Zwar ist ja bereits länger bekannt, dass sowohl Flash und Green Lantern, als auch Batman und Superman außerhalb der Liga Freundschaften hegen und Team Ups pflegen. Genauso wie die Tatsache, dass Cyborg seine technischen Komponenten nicht abschalten kann und somit in einer Dauerbereitschaft ist. Bei den Titans „passiert“ dem gegenüber storytechnisch eher weniger. Dennoch ist die Geschichte sehr unterhaltsam, weil auch hier die persönlichen Verhältnisse näher beleuchtet werden.
Beim Artwork gibt es, wie in der vorangegangenen Ausgabe nicht viel auszusetzen. Die Zeichnungen sind Standard und fallen kaum negativ, aber leider auch nicht wirklich positiv auf.

FAZIT:

Die Handlungen dieser Ausgabe wissen sehr wohl zu überzeugen, wohingegen die Zeichnungen nur Standard sind. Dadurch bleibt das Heft selbst auch nur knapp über dem Mittelmaß, das zwar unterhält, aber darüber hinaus, bis auf die Beziehungen der jeweiligen Mitglieder, nicht weiter im Gedächtnis bleibt. Vor allem von den Zeichnungen her nicht.

Nachdem das letzte Match noch unentschieden ausgegangen ist, wird es hier wesentlich klarer. Das Batman Annual ist der sichere Sieger, da die Gesamtmischung bei den beiden Ligateams nicht vollends überzeugen kann. Daher ergibt sich der neue Punktestand:

Batman 7 : 3 Justice League

Panini Neuerscheinungen im August (Eine Auswahl mit Leseproben, Teil 1)

Heute gibt es die ersten Empfehlungen und Leseproben für den August. Alle Comics erscheinen offiziell am 6. August.

Batman Nr. 15

Dieses Heft ist ein absolutes Muss – der Auftakt des neuen Batman-Mega-Events Der Tod der Familie! Erzbösewicht Joker kehrt zurück, um die Bat-Familie zu vernichten!

Der Joker ist zurück!
Heft 15: Start des Mega-Events DER TOD DER FAMILIE
Der Bestseller aus den USA!

Shoplink (Reguläres Cover)
Shoplink (Variantcover)
Leseprobenlink

Erscheint am: 06.08.2013
Seiten: 52
Format: Heft / Heft (Variant) limitiert auf 777. Exemplare
Original-Storys: Detective Comics 14 (I), Batman 14 (II), Detective Comics 15
Autor: John Layman, Scott Synder
Zeichner: Jason Fabock, Greg Capullo
Preis: 4,99 € / 8,00 € (Variant)

———————————————————————

Catwoman Nr. 3: Schach dem Joker

Sobald Catwomans neue Herkunftsgeschichte enthüllt ist, steht schon der nächste Schocker für Selina Kyle an: Denn der Joker ist zurück und bittet auch die Katze zum tödlichen Tanz!

Mit US-Nullnummer!
Sexy und gefährlich zugleich!
Tie-In zum Batman-Crossover um die Rückkehr des Joker!

Shoplink
Leseprobenlink

Erscheint am: 06.08.2013
Seiten: 132
Format: SC
Original-Storys: Catwoman 0, 13-17
Autor: Judd Winick, Ann Nocenti
Zeichner: Rafa Sandoval
Preis: 16,99 €

———————————————————————

Green Lantern Nr. 15

Hal Jordan und Sinestro sind tot, und Simon Baz ist die neue Green Lantern der Erde! Doch warum ist er auf der Flucht vor den Behörden und gerät in diesem Heft sogar in Konflikt mit der Justice League?

Start des Green-Lantern- Crossovers die Dritte Armee
Von den Superstars Geoff Johns und Doug Mahnke!
Erlebt die ersten Abenteuer der neuen Green Lantern von der Erde!

Shoplink
Leseprobenlink

Erscheint am: 06.08.2013
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: Green Lantern 14, Green Lantern Corps 14
Autor: Geoff Johns, Peter Tomasi
Zeichner: Doug Mahnke, Fernando Pasarin
Preis: 4,99 €

———————————————————————

Superman Nr. 15

Ein Notruf von einer Raumstation auf dem Mars erreicht Superman – und die Gegner sind die robotischen Metaleks. Zudem: Eine Story des Obama-Superman von Erde-23!

Enthält eine Superman-Story von ,Chronicle‘-Regisseur Max Landis!

Shoplink
Leseprobenlink

Erscheint am: 06.08.2013
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: Action Comics 14, Action Comics 9
Autor: Grant Morrison, Sholly Fisch
Zeichner: Rags Morales, Chris Sprouse, Cully Hamner
Preis: 4,99 €

———————————————————————

A + X Nr. 1

Marvels beste Kreative bringen Avengers und X-Men in aberwitzigen Team-Ups zusammen, in denen die Helden gemeinsam gegen Zombies, Aliens, Sentinels und Angreifer aus der Zukunft kämpfen! Mit von der Partie sind Captain America, Wolverine, Hulk, Black Widow, Iron Man, Hawkeye, Spider-Man, Rogue, Cable, Kitty Pryde, Beast, Loki und viele mehr!

Avengers & X-Men gegen das Böse!
Abgeschlossene Storys!
Mit den Helden aus den Marvel-Blockbustern!
Das Gegenstück zu AvX: VS aus AVENGERS VS. X-MEN!

Shoplink
Leseprobenlink

Erscheint am: 06.08.2013
Seiten: 132
Format: SC
Original-Storys: A+X 1-6
Autor: Dan Slott, Jeph Loeb u. a.
Zeichner: Ron Garney, Chris Bachalo
Preis: 14,99 €

———————————————————————

Avengers Nr. 2

Auf dem Roten Planeten entscheidet sich das Schicksal der Erde, wenn die Avengers alle Kräfte gegen den Feind mobilisieren! Dazu: Die Rächer im Wilden Land und die Herkunftsgeschichte des neuen im Team!

Neues Team. Neue Herausforderungen
Wer wird ein Avenger sein?
Der gefeierte Neustart von Marvels Flaggschiff-Titel!

Shoplink
Leseprobenlink

Erscheint am: 06.08.2013
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: Avengers 3+4
Autor: Jonathan Hickman
Zeichner: Jerome Opena, Adam Kubert
Preis: 4,99 €

———————————————————————

Spider-Man Nr. 2

Freunde und Feinde erkennen Spider-Man kaum wieder, und niemand kennt sein Geheimnis! Vorhang auf für das Spider-Signal, den Geier und die Rückkehr eines Schurken, dem die Massaker sozusagen auf den Fuße folgen!

Der neue, bessere und absolut skrupellose Spider-Man!
Spidey, wie man ihn noch nie gesehen hat!
Mit Mega-Schocker im ersten Heft

Shoplink
Leseprobenlink

Erscheint am: 06.08.2013
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: Superior Spider-Man 3+4
Autor: Dan Slott
Zeichner: Ryan Stegman
Preis: 4,99 €

———————————————————————

Wolverine und Deadpool Nr. 2

Zwei menschliche Waffen, die kaum totzukriegen sind. Der eine ist cool, smart, X-Man, Avenger, Liebling der Frauen, Idol der Massen. Der andere ist völlig gaga, vorlaut und träumt von all dem, was sein verkapptes Vorbild verkörpert. NUN teilen sich der Berserker mit Klauen und der Söldner mit Schnauze endlich ein Heft! Wurden Deadpools Gebete erhört ? Träum weiter, Wade.

Für ein paar Leichen mehr!
Marvels populärste Killer unter sich!
Deadpool als Zweitserie zu Wolverine? Heilige Reblaus!
Wolverine von Comic- Legende Alan Davis!

Shoplink
Leseprobenlink

Erscheint am: 06.08.2013
Seiten: 52
Format: Heft
Original-Storys: Wolverine 2, Deadpool 2
Autor: Paul Cornell, Gerard D. Duggan, Brian E. Posehn
Zeichner: Alan Davis, Tony Moore
Preis: 4,99 €
Alle Angaben sind Verlagsangaben und ohne Gewähr. Copyright aller Bilder © 2013 Panini

Batman vs. Justice League (8)

Nach einer kleineren Pause geht es in den nächsten Tagen mit dem Aufeinandertreffen der beiden monatlichen DC-Heftserien aus meinem Abo weiter. Der letzte Stand war 5 zu 2 für Batman. Mal sehen, wie es weitergeht und ob die Liga wieder aufholen kann.

BMVSJL

Batman Nr. 9 [Panini, März 2013]

Der Rat der Eulen setzt Batman nach wie vor zu. Doch Batman weiß sich zu wehren. Mithilfe seiner neuen Rüstung und Alfred schafft er es eine Gruppe von Talons, die in die Bathöhle eingedrungen sind aufzuhalten. Doch er hat keine Zeit auszuruhen. Auch wenn viele seiner Freunde ihm gegen die Talons helfen und die Ziele auf der Liste der Talons beschützen, muss er eingreifen. Also macht sich Batman auf den Weg nach Arkham, und dort wartet nicht nur ein weiterer Talonkrieger des Rats der Eulen …

Snyder schafft es nach wie vor seinen Eulen-Arc spannend zu inszenieren und Capullo sorgt für das passende Artwork. Da kommt echtes Batmanfeeling auf. Nicht ganz so gut, und „nur noch“ unterhaltsam ist dagegen US-Detective Comics von Tony Daniel in dieser Ausgabe. Es ist nicht schlecht, bleibt aber trotzdem meilenweit hinter Snyder und Capullo zurück. Und das nicht nur von der Geschichte, sondern auch von den Zeichnungen. Capullos Batman ist einfach charismatischer als der von Daniel.

FAZIT:

Wieder eine tolle Ausgabe, die aber vorrangig durch Snyder und Capullo punkten kann. Tony Daniel schafft es einfach nicht an das Dreamteam ranzukommen und liefert im direkten Vergleich nur noch Popcorn-Action ab.

Justice League Nr. 9 [Panini, März 2013]

Die Liga wird verehrt, gehasst und argwöhnisch beobachtet. Doch es gibt auch Menschen, die gnadenlos enttäuscht sind. Einer von ihnen ist David Graves. Er hat mit seinem Buch über die Justice League Millionen verdient. Doch nun, kaum 4 Jahre später ist er ein Wrack, das dem Tod geweiht ist. Und auch Steve Trevor, der Verbindungsmann der Regierung zur Liga, ist nach dem Ende seiner Beziehung zu Wonder Woman, alles andere als erfreut vom Leben …

Ähnliche Probleme habe derweil Superboy und Wonder Girl, die sich nach der Flucht aus dem Nowhere-Komplex auf einer einsamen Insel wiederfinden. Doch so einsam scheint sie nicht zu sein, als sie kurz darauf von einem Dinosaurier angegriffen werden.

Mit einem wahnsinnigen David Graves, der es auf die Liga abgesehen hat, startet eine neue Storyline aus der Feder von Geoff Jones und Jim Lee. Diese beginnt bisher ganz vielversprechend und spannend. Dennoch zeichnen sich bereits gegen Ende erste Ermüdungserscheinungen ab. Wieder nur ein monumentaler Gegner, der letztendlich schnell und kompromisslos besiegt wird. Ähnlich seicht ist die Superboy-Geschichte, die als Lückenfüller für die Titans herhalten muss, da deren Ausgaben kurzzeitig in den Superboy-Sonderband ausgelagert wurden, um das Crossover „Die Auslese“ gesammelt zu veröffentlichen.
Visuell fallen die Zeichnungen von Jim lee nicht wirklich negativ auf, aber es gab auch bereits bessere Arbeiten von ihm. Alles in allem Lee’scher Standard, könnte man sagen. Ganz anders sieht es da mit den Zeichnungen zu Superboy aus. Hier leistet Sebastian Fiumara sehr gute Arbeit. Sein skizzenhafter Zeichenstil sieht einfach gut aus, und bildet die Insel und auch die Hauptfiguren sehr gut ab. Ein wirklich tolles Artwork, von einem Zeichner, den ich im Auge behalten werde.

FAZIT:

Storytechnisch eine eher durchwachsene Ausgabe die aber teilweise mit grandiosem Artwork punkten kann. Dennoch bleibt unter dem Strich nur unterhaltsamer Durchschnitt, der nicht wirklich länger im Gedächtnis hängen bleibt. Aber vielleicht entwickeln sich die Geschichte ja noch in der nächsten Ausgabe.

Batman und die Justice League sind diesmal fast gleich auf. Storytechnisch punktet Batman ein wenig mehr und zumindest Capullos Artwork. Bei der Justice League verteilen sich die Punkte besser auf die Zeichnungen und weniger auf die Geschichten. Daher gibt es diesmal für beide Ausgaben einen Punkt. Das neue Ergebnis lautet also:

Batman 6 : 3 Justice League

Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 20) [Nickelodeon]

tmnt-epgrw-logoEs ist Mittwoch und das bedeutet, dass euch eine weitere Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview erwartet. Auch diesmal kreuzen sich die Handlungen von Shredder und den Kraang. Und auch Karai verdreht Leo wieder den Kopf. Doch bevor ich zuviel verrate, geht es jetzt los …

TMNT 20 002Episode 20: Der Feind meines Feindes
(Enemy of My Enemy)

Weiterlesen

Die neuen X-Men Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Das heute erscheinende Die neuen X-Men Nr. 1 bildet dann auch schon den Abschluss der neuen Marvel NOW!-Heftserien-Reviews. Mit Brian Michael Bendis und Stuart Immonen sind zwei langjährige Kollegen an der Serie vertreten und wie gut, oder schlecht, sie ihre Arbeit machen könnt ihr nun hier lesen …

Die neuen X-Men Nr. 1 (Marvel NOW!)

Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass Cyclops, alias Scott Summers, Professor Charles Xavier getötet hätte, macht er sich nun auch noch daran, neue Mutanten einzusammeln. Dabei geht er derart aggressiv vor, dass er mit seinem Handeln den Mutanten mehr schadet, als hilft. Um Cyclops nun daran zu hindern, weiteres Chaos anzurichten, müssen die verbliebenen X-Men einschreiten. Dazu reist Beast, Hank McCoy, in die Vergangenheit um dort sein früheres Ich und seine Teamkameraden davon zu überzeugen, mit ihm in die Gegenwart zu reisen, um den durchgeknallten Scott der Gegenwart aufzuhalten. Doch es gibt ein weiteres Problem. Denn offenbar droht Beast ein baldiger Tod. Die nächste Stufe seiner Mutation steht bevor und er weiß, dass er diese nicht überleben wird. Sein Herz oder sein Gehirn wird der Belastung nicht standhalten. Und so fällt Beast, kaum das er mit dem ursprünglichen Team der X-Men aus der Vergangenheit zurückgekehrt ist, ins Koma. Jetzt sind die „jungen“ X-Men in einer ihnen unbekannten Zeit gestrandet mit einer Aufgabe, die ihren Horizont übersteigt. Ganz zu schweigen, von den Informationen, die ab sofort auf sie hereinprasseln …

Cyclops hat ziemlich rabiate Methoden.

Cyclops hat ziemlich rabiate Methoden.

Brian Michael Bendis hat zuletzt viele Jahre lang die Geschicke der Avengers und der New Avengers gelenkt. Mal mehr, mal weniger gut, aber meistens jedenfalls wenigstens unterhaltsam, wenn man einmal von den letzten Ausgaben vor Avengers versus X-Men absieht. Bei den X-Men versucht er jedenfalls mit klassischen und bekannten Komponenten echtes X-Feeling aufkommen zu lassen. In den ersten beiden US-Ausgaben, welche in diesem Heft gesammelt sind, schafft er dies auch sehr gut. Er bringt Vergangenheit und Gegenwart zusammen, erzeugt dramatische und persönliche Schicksale, aber schafft es nicht wirklich, den Figuren Tiefe zu verleihen. Er bedient sich der vorformatierten Charaktere und nutzt diese einfach nur um seine oftmals ausladenden Geschichten zu präsentieren. Auch bei den X-Men gibt es erste Anzeichen für seine Rezeptur und dennoch schafft er es erneut mich zu fesseln. Diese Art von Geschichten habe ich bei den X-Men erwartet.

Beast in der Vergangenheit.

Beast in der Vergangenheit.

Doch vermutlich wäre das alles egal, da mit Stuart Immonen einer meiner Lieblinsgzeichner mit an Bord des X-Schiffes ist. Mit Bendis hatte Immonen bereits beim Ultimativen Spider-Man und den neuen Rächern zusammengearbeitet. Und auch diesmal erweist sich diese Symbiose als fruchtbar. Immonens Artwork ist faszinierend, klar und hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Auch seine Panelaufteilung fügt sich sehr gut in das Gesamtbild ein und erzeugt eine zusätzliche Dynamik. Unterstützend hierfür ist aber auch die Arbeit des Tuschers Wade von Grawbadger. Für die Farbgebung zeichnet sich Marte Gracia verantwortlich. Beide liefern sehr gute Arbeit ab, ohne Immonens Stil zu verwässern oder zu überdecken.

Und die klassischen X-Men in der Gegenwart.

Und die klassischen X-Men in der Gegenwart.

FAZIT:

Eigentlich wollte ich aus dem Marvel NOW!-Start nur die Avengers und Spider-Man weiterlesen. Aber mit diesem Heft haben mich Bendis und Immonen mal wieder eiskalt erwischt. Ich werde wohl oder übel, die nächsten Ausgaben auch holen, und dann noch einmal neu entscheiden. Nun liegt es also wieder einmal an Bendis, wie gut oder schlecht sich seine Geschichte entwickelt und ob diese in belanglose Prügelorgien und kitschige Dialoge abdriftet, oder ob er es lernt, den Figuren auch einmal neue Charaktereigenschaften angedeihen zu lassen. Eine Chance hat er nach dem vorliegenden Heft auf jeden Fall verdient. Und da ich ein Fan von Immonens Zeichnungen bin, fällt mir das schon ein ganzes Stück leichter.

Auch die junge Jean hat Logan schon voll im Griff.

Auch die junge Jean hat Logan schon voll im Griff.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / Panini

Iron Man/Hulk Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Heute gibt es ein weiteres Marvel NOW!-Review zur morgen erscheinenden Heftserie Iron Man/Hulk. Wie gut schlagen sich die beiden Rächer in einem Heft?

Iron Man/Hulk Nr. 1 (Marvel NOW!)

Eigentlich wollte Tony Stark ein bisschen entspannen. Auch wenn ihm seine Partnerin Pepper Potts einen Strich durch die Rechnung machen will, als er ein vermeintlich dummes Blondchen abschleppen will. Dich ausgerechnet jetzt bekommt Tony eine SMS von May Hansen. Diese hatte damals Extremis entwickelt, welche Tony Stark und seine Rüstung auf die nächste Stufe gehoben hatte. Nun wurde sie aber ermordet und Extremis geraubt. Jetzt kann nur noch Tony Stark, alias Iron Man, das Schlimmste verhindern.
Ganz andere Probleme hat indessen der Hulk. Oder eben auch nicht. Denn Bruce Banner schafft es Maria Hill, ihres Zeichens S.H.I.E.L.D.-Direktorin, zu überzeugen, den Hulk aufzunehmen und ihm selbst unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Mit diesen will er während der Phasen, in denen er nicht das grüne Gammamonster ist, der Menschheit Gutes zu tun. Hierfür legt er Maria Hill einen Reinigungsfilter für Wasseranlagen vor mit dessen Hilfe innerhalb von fünf Jahren alle durch Wasser verursachten Krankheiten ausgerottet werden könnten. Doch wird S.H.I.E.L.D. auf diese Forderungen eingehen und Hulk zu einem S.H.I.E.L.D.-Agenten machen?

Hulk Smash! Aber diesmal eben nicht nur.

Hulk Smash! Aber diesmal eben nicht nur.

Kieron Gillen tritt bei Iron Man ein schweres Erbe an. Immerhin hat Matt Fraction in seinem langen Wirken an der Serie etwas vorgelegt, dass schwer zu erreichen und noch schwerer zu halten sein wird. Dennoch gab es Hoffnung. Diese jedoch wurde bereits nach den ersten Seiten zerstört und gnadenlos auf dem Boden zerschmettert. Nicht nur dass die Story belanglos wirkt, auch die Zeichnungen von Greg Land sind kaum zu ertragen. Fotohintergründe, die mit einfachsten Bildbearbeitungsprogrammen angepasst wurden, sind dabei noch das harmloseste. Hinzu kommen Posen der Figuren, wie man sie in Hunderten von Modeillustrierten tausendfach gesehen hat. Auch hier schafft es „Copy-Man“ Land seine „Talent“ darzustellen. Da helfen auch die bonbonbunten Farben von Guru eFX nicht mehr weiter. Insgesamt ist das Artwork bei Iron Man zwar durchaus realistisch, aber insgesamt auch seelenlos und platt.

Iron Man über der Stadt. Richtig malerisch. Dank Photoshop ist alles möglich.

Iron Man über der Stadt. Richtig malerisch. Dank Photoshop ist alles möglich.

Was bei Iron Man noch wortwörtlich vor den Baum gefahren wird, klappt bei Hulk um so besser. Mark Waid kreiert eine faszinierende und spannende Geschichte, die Hulk neu definiert. Nicht mehr nur das Monster steht nun im Vordergrund, sondern auch Banner. Und dieser will ab sofort mit seinem Geist überzeugen und seinen Freunden, wie Reed Richards und Tony Stark, nacheifern. Unterstützt wird Waid hierbei von Leinil Francis Yu. Dieser ist ein Zeichner, der mir persönlich nicht immer zusagt. Vor allem wenn es darum geht, Gesichter und deren Mimik darzustellen. Hier macht er aber trotzt dieser persönlichen Unzulänglichkeit seine Arbeit sehr gut und schaffte es die Handlung stimmungsvoll in Bildern umzusetzen. Zusammen mit den gedeckten Farben von Sunny Gho wirkt das Gesamtbild sehr ernsthaft und gediegen. Eben auch passend zum Charakter von Bruce Banner.

Bruce und Maria Hill im intensiven Gespräch.

Bruce und Maria Hill im intensiven Gespräch.

FAZIT:

Eigentlich bin ich seit meiner Jugend gewohnt in Deutschland Comicserien zu lesen, die immer und irgendwie Zweitserien enthielten. Oftmals waren richtige Perlen darunter, die sonst alleine niemals den Weg über den großen Teich geschafft hätten. Dass Panini bei einigen Serien dieses Format weiterführt, ist unter gewissen Punkten verständlich. Schade ist es eigentlich nur dann, wenn die Hauptserie so eine Gurke ist, wie es hier der Fall ist, und die Zweitserie der eigentliche Diamant. Dies könnte der Heftserie sonst ziemlich schnell einen Gnadenstoß versetzen. Vor allem, wenn viele Leser, so wie ich persönlich auch, lieber auf eine Tradeveröffentlichung des grünen Monsters mit dem hellen Köpfchen warten werden. Andererseits muss ich gestehen, dass Iron Man aufgrund der Kinofilme wohl die bessere Zugkraft haben wird, und mit seinem Artwork wohl auch eher die Kinogänger anspricht, wohingegen Hulk die langjährigen Comicleser schneller überzeugen wird.

Ein Bild wie es aus jedem x-beliebigen Werbeprospekt hätte stammen können.

Ein Bild wie es aus jedem x-beliebigen Werbeprospekt hätte stammen können.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / Panini

Splitter verschenkt ein Schlumpf-Album an Alle

Zum Start von Die Schlümpfe 2 gibt’s was gratis.

Die Schlümpfe starten ab dem 01. August im Kino erneut durch. In „Die Schlümpfe 2“ verschlägt es die kleinen, blauen Wichtel nach Paris und um sich entsprechend darauf einstimmen zu können, gibt es neben den „Die Schlümpfe Kino-Specials“ (Ein Review dazu gibt es hier) auch eine Aktion des Splitter Verlages.

Vom 01. bis 14. August dürft ihr euch das 27. Album „Die Schlümpfe machen Urlaub“ gratis als eBook downloaden. Hierzu braucht ihr lediglich auf eine der Partnerseiten, wie Amazon, Beam, Thalia oder Weltbild gehen und könnt euch dort das eBook herunterladen. Aber erst ab dem 01. August und dann auch wirklich nur 14 Tage lang.

Teenage Mutant Ninja Turtles XXL Special [Panini, Juli 2013]

Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen der vier grünen Schildkrötenbrüder. Denn nachdem die neue Animationsserie bei Nickelodeon sehr erfolgreich läuft und auch das neue Magazin von Panini im Juli startete, schiebt der Verlag nun gleich ein XXL Special hinterher. Was daran nun XXL ist und wie es sich schlägt, könnt ihr nun hier lesen und ansehen …

Teenage Mutant Ninja Turtles XXL Special

Weiterlesen

Die Schlümpfe Kino Special 1 & 2 [Toonfish/Splitter, Juli 2013]

Schlumpf 1

Das interessiert sogar die kleinen Schlümpfe – Die beiden Kinospecials.

Am 1. August starten die Schlümpfe in ihr zweites 3D-Kino-Abenteuer und diesmal verschlägt es die kleinen blauen „Wichtel“ nicht nach New York, sondern in eine ebenfalls bekannte Großstadt: Paris. Damit man sich auch ordentlich auf das neue Abenteuer einstimmen kann, veröffentlicht Toonfish, ein Imprint vom Splitter Verlag, zwei Kino Specials. Bereits zum ersten Film brachte Toonfish ein Kino Special heraus, und weil das damals so gut geklappt hat, gibt es diesmal gleich zwei Ausgaben.

Der einzige wirkliche Kinobezug. Poster zum neuen Film.

Der einzige wirkliche Kinobezug. Poster zum neuen Film.

Ausgabe Nummer eins reprintet das komplette dritte Schlumpf-Abum, in dem erzählt wird, wie Schlumpfine zu den Schlümpfen kam. Vom ersten Plan Gargamels, in dem die Schlumpfine Unfrieden stiften soll, über die Entwicklung der Figur und der Reaktionen auf sie innerhalb des Dorfes, bis hin zum großen Finale und einem eher offenen Ende.

Schlumpf 3

Noch ist alles friedlich im Dorf.

Zusätzlich gibt es noch vier One-Pager mit kurzen und witzigen Schlumpf-Abenteuern, die sich themengerecht trotzdem um die blonde Schlumpfdame drehen. Die Hauptgeschichte ist dabei das vierzigseitige Originalalbum von Peyo, alias Pierre Culliford aus dem Jahre 1967. Dennoch merkt man dem Band sein Alter nicht an. Die Zeichnungen sind sicher und haben bereits alle Details und Eigenheiten, die man von den Schlümpfen, wenn man sie aus TV und aktuellen Comics kennt, gewohnt ist.

Schlumpf 4

Gargamels Zauberspruch.

Nicht ganz unschuldig an diesem „modernen“ Auftritt sind aber auch die neue Koloration sowie das Lettering und die ebenfalls neue Übersetzung. Toonfish hat es sich nicht nehmen lassen, die Namen an die bekannte TV-Serie von Hannah Barbara anzugleichen. Dadurch wurde aus dem Brillenschlumpf nun endlich auch in den Comics Schlaubi, aus dem Großen Schlumpf Papa Schlumpf und aus dem Muskelschlumpf der bekannte Hefty, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Schlumpfine wird herzlich empfangen.

Schlumpfine wird herzlich empfangen.

Etwas verwirrend ist das offene Ende der Hauptgeschichte. Vor allem im Hinblick auf die anschließenden vier Kurzgeschichten. Inhaltlich möchte ich, auch wenn es bestimmt einige gibt, welche die Alben bereits kennen, nichts vorwegnehmen, aber da wäre ein Album mit einem „runderen“ Abschluss vielleicht sogar besser gewesen. Vor allem deshalb, weil das Album sonst keinen direkten Bezug zum Film aufweist. Aus Verlagssicht hätte man durchaus auch jedes andere in sich abgeschlossene Abenteuer wählen können.

————————————————————————————————————-

Mit der Druckerpresse beginnt alles.

Mit der Druckerpresse beginnt alles.

Im zweiten Heft (wobei dies ein wenig falsch formuliert ist, da die Ausgabe mit sehr robustem Papier und festen Pappumschlag daherkommt) wird der Reporterschlumpf auf den Leser losgelassen. Das hier abgedruckte, ebenfalls komplette Album, ist das 22. Originalalbum von 2003 und entstand ohne den Schlumpfvater Peyo, der bereits 1992 verstarb. Stattdessen führt sein Sohn Thierry Culliford zusammen mit weiteren Autoren und Zeichnern das Werk seines Vaters fort.

Die neue Dorfzeitung

Die neue Dorfzeitung

Dennoch ist in diesem „neuen“ Album nach Peyo kein Bruch zu spüren, oder zu sehen. Die Geschichte ist ebenfalls locker und freundlich. Und auch wenn die Story an sich einfach und unterhaltsam sein soll, merkt man doch deutlich, dass hier die Presse ganz gehörig auf die Schippe genommen wird. Sowohl die übliche Panikmache als auch Gerüchte und Klatsch und Tratsch. Dass die Tageszeitung des Reporterschlumpfes auch noch auf den Namen „Schlumpfspiegel“ hört, ist sicher kein Zufall. Auch wenn diese Zeitung mehr Gemeinsamkeiten mit einer gewissen Tageszeitung mit vier Buchstaben hat, als mit einem seriös wirkenden Monatsheft wie dem Spiegel.

Ist das belauschen oder recherchieren?

Ist das belauschen oder recherchieren?

Das Artwork wirkt vertraut und einheitlich. Einzig die Koloration macht deutlich, dass dieses Album frischer auf dem Markt ist, als das von Schlumpfine. Die Figuren und Hintergründe sind dank dem Einsatz von vorsichtigen Computereffekten wesentlich plastischer. Gerade dann, wenn Licht in Form von Sonne, oder Feuer im Spiel ist, merkt man dies deutlich. Dennoch bleibt das Gesamtbild harmonisch.

Wenn man wirklich gute Artikel will begibt man sich manchmal auch in Gefahr.

Wenn man wirklich gute Artikel will begibt man sich manchmal auch in Gefahr.

FAZIT:

Beide Ausgaben sind unterhaltsam und stimmen auf den kommenden Kinofilm ein. Die Geschichten sind kurzweilig und witzig und das Artwork einheitlich und bekannt. Als Zugabe gibt es jeweils ein Kinoposter sowie ein Gewinnspiel. Die Aufmachung und Qualität der Publikation geht für den Preis von jeweils 3,95€ in Ordnung. Aber, und das ist ein wichtiges „aber“, für ein Kinospecial wird zu wenig über den bevorstehenden Kinofilm berichtet. Außer den Postern und der Werbung für das Videospiel zum Film auf der Rückseite gibt es keinen weiteren Bezug zum startenden Film. Eine kurze Reportage zur Entstehung, ein paar Bilder oder Ähnliches wären da schon wünschenswert gewesen. So wirkt es leider nur, als würde man mit dem Kinofilm im Rücken noch schnell ein paar Euro abgreifen wollen, indem man Comicleser anfixt, die auf der Innenseite des Rückumschlages beworbenen Alben zu kaufen.
Dennoch bekommt man für wenig Geld viel guten Comic, den man auch getrost mit den Kleinen lesen und anschauen kann. Von daher hat Toonfish, nicht so viel verkehrt gemacht. Aber vielleicht lernt man ja etwas für einen möglichen dritten Kinofilm und dessen Begleitveröffentlichungen daraus.

Na wer wird denn gleich ...?

Na wer wird denn gleich …?

Copyright aller verwendeten Bilder © 1967-2013 Peyo / I.M.P.S. (Brussels), Toonfish / Splitter