Haunt Nr. 5 [Panini, Mai 2013]

Mit dem in diesem Review vorgestellten fünften Band der Serie Haunt, endet diese auch, als eigenständige Comicserie. Denn mit der darin enthaltenen US-Ausgabe Nummer 28 hat Todd McFarlane die Reisleine gezogen, nachdem die Verkäufe wohl rapide nachließen. Nun wird Haunt, früher oder später, in Spawn seine Rückkehr erleben. Doch bis dahin gibt es noch dieses Trade …

Haunt Nr. 5

Nachdem die Agency spurlos verschwunden ist und auch Daniels Freundin und Geliebte Autumn tot ist, scheint das Chaos, das Leben von Pater Daniel Kilgore zu beherrschen. Da hilft es auch nicht, dass Still Harvey Tubman dem ehemaligen Diener Gottes helfen will, mit seinem verstorbenen Bruder Kurt zurechtzukommen, damit diese gemeinsam die Wesenheit Haunt, welche aus dem Zusammenschluss der beiden Geschwister entsteht, besser kontrollieren zu können. Hinzu kommt jedoch, dass nicht nur die Polizei hinter Pater Kilgore her ist, um ihn zu den mysteriösen Todesumständen von Autumn Müller zu befragen, sondern auch die Zweite Kirche nicht untätig bleibt und die ehemalige Kirche von Daniel Kilgore in Schutt und Asche legt. Doch es scheint noch schlimmer zu kommen, als sich eine fast schon biblische Bedrohung in Form von Rieseninsekten ankündigt …

Danny im Kampf mit Riesenkäfern.

Danny im Kampf mit Riesenkäfern.

Wo der letzte Band noch ziemlich unsicher in keine wirkliche Richtung tendierte, zeichnet sich hier ab, dass Joe Casey und Nathan Fox ein Ziel verfolgen. Die Geschichte nimmt massiv an Spannung auf und entwickelt sich fast schon zu etwas Epischem, als es plötzlich mit einem Riesencliffhanger vorbei ist. Zwar gibt es noch immer Handlungselemente, die unklar wirken, aber es scheint einen Sinn zu geben. Einen Sinn, der sich dem Leser nur nach und nach erschließt. Doch dazu wird es wohl nicht mehr kommen. Ich bin ehrlich. So wie es hier weiterging, hätte es mich echt angefixt weiterzulesen. Der Kampf der Kilgores gegen eine ganze Kirche, die es auch noch irgendwie schafft mit Rieseninsekten auf die Menschheit loszugehen hat schon etwas Faszinierendes. Joe Casey inszeniert einen spannenden Mystery-Thriller mit biblischen Anleihen der einen aber leider nur langsam in Bann zieht. Und dies ist wohl auch der Grund, warum viele Leser abgesprungen sind. Ich bin mal gespannt, wie Todd diese Story in Spawn weiterführen und auflösen wird, oder ob er nach dem Cliffhanger einfach einen Whiteout einsetzt, um Haunt eine komplett neue Richtung zu geben. Ob als Held oder Schurke, alles scheint jetzt offen zu sein.

Und gegen seine geliebte Autumn, die hauntifiziert zurückkehrt. Irgendwie zumindest.

Und gegen seine geliebte Autumn, die hauntifiziert zurückkehrt. Irgendwie zumindest.

Die Zeichnungen in diesem Band können leider nicht bei jedem Kapitel überzeugen. Eigentlich passt nur Nathan Fox harter und wirrer Zeichenstil so richtig zur Geschichte. Zwar geben sich Robbie Rodriguez und Kyle Strahm sehr viel Mühe, aber dennoch passt deren Stil nicht wirklich zum gesamten Band. Gerade Strahms Abschlussausgabe, welche auch gleich die Finalausgabe der Serie markiert, wirkt wie ein Bruch innerhalb der gesamten Optik. In meinen Augen, hätte man Casey und Fox ruhig noch etwas Zeit geben können. Immerhin wurde alles in meinen Augen langsam zu einem in sich runden Gesamtwerk. So bleibt es vor allem eine Enttäuschung, und wenn man sich die Serie rückblickend ansieht, wurde aus einer vielversprechenden Idee, ein durchschnittlicher Actioncomic und zum Schluss ein faszinierender Mystery-Thriller. Doch alles, was einem am Ende im Gedächtnis bleiben wird, ist der krude Abschluss der Serie. Das ist sehr schade.

Ganz nebenbei gibt es noch eine körperliche Weiterentwicklung für die Wesenheit Haunt.

Ganz nebenbei gibt es noch eine körperliche Weiterentwicklung für die Wesenheit Haunt.

FAZIT:

Ich wusste je eigentlich schon vorher, worauf ich mich eingelassen habe. Ich wusste, dass McFarlane der Serie ziemlich kurzfristig den Saft abgedreht hatte und ich wusste auch, dass das Ende alles andere als zufriedenstellend sein würde. Aber dennoch bin ich enttäuscht. Und das sagt schon einiges aus. Wenn man mit wenigen Erwartungen an etwas rangeht und dann trotzdem noch enttäuscht wird, heißt das schon sehr viel. Doch wenigstens bleibt es bis zum Ende spannend und rasant, dank Caseys wahnwitzigem Plot und Fox‘ abgedrehten und manchmal psychedelischen Bildern. Aber mal sehen, wie es mit Haunt in Spawn weitergeht …

Still Harvey Tubman im finalen Kampf.

Still Harvey Tubman im finalen Kampf.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Image Comics / Panini

Batman: Erde Eins [Panini, November 2012]

Superman: Erde Eins ist schon lange als Review auf dem Blog online. Wieso also hat es mit Batman so lange gedauert? Ganz ehrlich. Ich habe es immer wieder vergessen. Dann kamen andere Dinge dazwischen und noch einiges mehr. Aber jetzt ist es soweit.

Batman: Erde Eins

Bruce Wayne ist ein glücklicher Junge. Sein Vater Thomas Wayne gehört zur Elite von Gotham und hat als Bürgermeisterkandidat die besten Chancen auf einen Sieg. Seine Mutter Martha Arkham Wayne ist ebenfalls ein Grundpfeiler der Stadt und die rechte Hand ihres Mannes und Bürgermeisterkandidaten. Selbst am Abend vor der Wahl und bei der Feier im Hause Wayne können es sich seine Eltern nicht nehmen lassen, um mit dem jungen Bruce ins Kino zu gehen. Doch das Schicksal hat nicht gut gewürfelt. Denn nach einem Stromausfall im Kino werden Thomas und Martha Wayne vor den Augen des Jungen ermordet.
Von nun an liegt das Schicksal von Bruce in den Händen eines alten Freundes seines Vaters, Alfred Pennyworth. Dieser wurde an eben jenem Abend noch von Thomas eingeladen, und ist nun als neuer Vormund des Jungen, seine einzige Bezugsperson. Alfred ist ein alter Kriegsveteran und hat dort auch einige Verluste einstecken müssen. Auch körperlich. Dennoch ist er ein starker und selbstbewusster Mensch und versucht, dies an Bruce weiterzugeben. Der jedoch denkt nur noch daran, die Tragödie um seine Eltern aufzuklären. Durch einen Zwischenfall in der alten Familiengruft entschließt sich Bruce, als das Tier zu verkleiden, welches ihm damals so große Angst eingeflößt hatte. Eine Fledermaus. Und fortan streift er durch Gothams Nächte, um den Mörder und die Geheimnisse über den Tod seiner Eltern zu finden und zu lüften.
Aber Bruce schafft dies nicht alleine, auch deshalb, weil es verzweigter und gefährlicher ist, als es zu Anfang den Anschein macht. Er benötigt Hilfe und findet diese in seinem alten Freund Alfred und einem Techniker von Wayne Industries, welcher ihn mit einigen Gadgets ausrüstet.

Batman auf seinen Streifzügen durch die Nacht.

Batman auf seinen Streifzügen durch die Nacht.

Mit Batman: Erde Eins legen Geoff Jones und Gary Frank eine Neuinterpretation des alten Fledermausmannes-Mythos vor, der mit einigen, wenn nicht sogar ganz gravierenden Veränderungen daherkommt. Nicht nur, dass Alfred kein einfacher Butler im Hause Wayne ist, der aus Familientradition die Sorge um den Erben antritt, nein er ist ein Freund und Weggefährte von Thomas Wayne. Auch der neue Polizist in der Stadt, Harvey Bullock, ist diesmal kein fetter und versoffener, mürrischer Einzelgänger, sondern ein schlanker, aktiver und dennoch nicht ganz sympathischer Schönling. Diese Änderungen sind besonders für langjährige Leser erst einmal ungewohnt, fügen sich aber sehr gut in das neue Gesamtbild ein. Dennoch werden bereits gegen Ende einige Weichen gestellt, die einem aus der früheren Origin bekannt vorkommen wird, oder aber die eine Charakterentwicklung einleiten könnte, die zu den bereits bekannten Charakteren führen kann.

So richtig erfolgreich ist er anfangs noch nicht.

So richtig erfolgreich ist er anfangs noch nicht.

Maßgeblich mitverantwortlich hierfür ist neben Autor Geoff Jones, der Zeichner Gary Frank, der einen neuen und auch etwas tollpatschigen Batman sehr glaubhaft illustrieren kann. Seine Bilder sind detailliert, dynamisch und dennoch klar strukturiert, sodass man als Leser niemals den Überblick verliert. Zusammen mit der dunklen und farblich tristen, aber dennoch emotional stimmungsvollen Farbgebung ergibt sich ein visueller Hochgenuss, der über die gesamte Länge des Bandes gleichbleibend gut ist. Besonders stimmungsvoll ist Frank hierbei die Architektur Gothams gelungen, wobei hier das Arkham-Gebäude, also das Geburtshaus von Martha Arkham-Wayne, hervorgehoben werden sollte. Schon alleine die Fassade, die mit tristem Grau und Braun, verfallenen Gebäudestrukturen und roten, fast schon leuchtenden, Rostspuren ein Gefühl von Gänsehaut erzeugt, ist genial umgesetzt.

Autsch!!!

Autsch!!!

FAZIT:

Wer schon lange Batman liest und sich mit der alten Origin wohlfühlt, der sollte vorsichtig an den Band herangehen, da einige Änderungen doch schon sehr auffällig und im ersten Moment ungewohnt sind. Traut man sich dennoch an dieses Comic heran, erhält man eine frische und dennoch vom Gefühl her bekannte Geschichte, die auch grafisch von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Als kompletter Neuleser des dunklen Ritters erhält man eine Story, die in sich stimmig, ohne Vorwissen verständlich und mit nachvollziehbaren Charakteren ausgestattet ist. Sie bietet ohne Probleme den, aktuell, perfekten Einstieg in die düstere Welt von Gotham und die Abenteuer des Mitternachtsdetektivs und ist daher eine direkte Empfehlung für alle die eine gute und unterhaltsame Geschichte suchen.

Ein alter Freund kommt zu Besuch.

Ein alter Freund kommt zu Besuch.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 DC Comics / Panini

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Spider-Man & The Avengers (14) (Spider-Man Magazin Nr. 70-72 & Avengers Nr. 28)

Das Ende ist nah. Aber wie heißt es so schön. Wenn etwas endet, gibt es auch immer die Möglichkeit für einen Neuanfang. Ob und wie gut dieser sein wird, oder bereits ist könnt und konntet ihr bereits auf diesem Blog nachlesen, oder werdet es können. Aber bis dahin …

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin Nr. 70 [Panini, Mai 2013]

Eigentlich sollte Spidey nur den Transport vom Absorbing Man überwachen, da dieser in ein Forschungsinstitut überstellt werden sollte. Und plötzlich ist er frei und macht einen Riesenärger. Nun sollte Spider-Man nur noch den Bösewicht einfangen, aber das hört sich einfacher an, als es wirklich ist. Wie schlägt man einen Gegner, der die Eigenschaften von allem absorbiert, was er berührt …?

Und auch diesmal durfte Paul Tobin als Autor antreten und Spider-Man in ein kurzweiliges Abenteuer schicken. Allerdings geht es diesmal massiv nach hinten los. Der Kampf mit Crusher Creel sieht ja noch einigermaßen gut aus, was aber vor allem an den Zeichnungen von Rob DiSalvo liegt, aber das Finale ist selbst für diese Art von Geschichten zu naiv. Hier gibt es definitiv kaum etwas Positives zu entdecken, außer dem Artwork. Da hätten es aber schlussendlich auch ein paar Pin-Ups aneinandergereiht getan.

FAZIT:

Die letzte Geschichte aus dem US-Marvel Adventures Universum und sie ist so ein Reinfall. Das ist echt enttäuschend. Währen nicht die Zeichnungen, hätte man sich die Seiten sparen können. Doch ab dem nächsten Heft sollen dann die Abenteuer des ultimativen Spider-Man für den Comic-Teil herhalten.

Spider-Man Magazin Nr. 71 [Panini, Juni 2013]

Peter Parker, alias der ultimative Spider-Man wird zu einem Einsatz gerufen, um Nick Fury zu beschützen. Doch hierfür muss er wieder einmal den Englischunterricht sausen lassen. Damit das nicht auffällt, hat Direktor Coulson einen Mandroid 13 angefordert, der den echten Peter Parker ersetzen soll. Doch es bleibt die Frage, was gefährlicher ist. Ein Roboter-Parker in der Midtown High oder ein abgelenkter Spider-Man der Fury beschützen soll …?

Wer sich jetzt wundert und feststellt, dass er diese Geschichte schon irgendwie kennt, den kann ich beruhigen. Ja, Panini hat diese Story bereits veröffentlicht. Zum einen als Gratis Heft bei Müller (das Review gibts hier) und inzwischen auch als Paperback. Das bedeutet, dass es der Stuttgarter Verlag doch tatsächlich geschafft hat, ein und dieselbe Geschichte, binnen kürzester zeit in drei Publikationen zu verwursten. Nicht etwa, dass die Geschichte schlecht ist, aber einen faden Beigeschmack hat das Ganze trotzdem. Und dass ich mich über die Story und das Artwork nicht näher auslasse, liegt daran, dass ich dies bereits getan habe, und ihr nur den Link weiter vorne anklicken müsst, um zu erfahren, wie die beiden Komponenten sind.

FAZIT:

Der ultimative Spider-Man macht auch in Comicform Spaß. Allerdings wäre mir, trotz der Qualität der vergangenen Hefte, eine weitere Veröffentlichung der Adventures-Comics lieber, anstatt die aus dem Kids Comic-Trade zum Ultimativen Spider-Man, hier noch einmal zu verbraten.

Spider-Man Magazin Nr. 72 [Panini, Juli 2013]

Eigentlich wollte Peter nur zu Onkel Bens Lieblingsbäckerei, um dort zu seinem Geburtstag seine Lieblingstorte zu bestellen. Doch ausgerechnet jetzt muss ihm der Schocker über den Weg laufen. Und dabei wollten er und seine Tante nur den Geburtstag seines verstorbenen Onkels würdig begehen. Aber von so einer Kleinigkeit lässt sich Spider-Man doch nicht aufhalten? Oder doch?

Mit diesem Heft wäre die Veröffentlichung des kompletten ersten Marvel Universe Ultimate Spider-Man-Heftes abgeschlossen. Das ist natürlich sehr günstig, da so zwei US-Stories aus einem US-Heft auf zwei deutsche Ausgaben verteilt werden können. Die Geschichte selbst ist in Ordnung und passen zur TV-Serie gehalten. Wer also motiviert durch die Serie hier einsteigt, findet sich sofort zurecht. Das Artwork von Nuno Plati ist anfangs gewöhnungsbedürftig, passt aber schlussendlich sehr gut zur Story.

FAZIT:

Mit dieser 72. Ausgabe beendet Panini die Veröffentlichung des Spider-Man Magazins. Aber keine Angst. Bereits ab nächsten Monat geht es als Der ultimative Spider-Man Magazin mit einer neuen Nummer 1 weiter. Offenbar macht sich dies marketingtechnisch besser, als das bisherige Spider-Man Magazin. So kann man immerhin auf der Zeichentrickserienwelle mitschwimmen. Mal sehen, ob die Veränderungen nur den Titel und das Cover betreffen, oder ob sich auch etwas unter der „Haube“ getan hat.

Avengers Nr. 28 [Panini, Juli 2013]

Die New Avengers sehen sich noch immer einer großen Gefahr gegenüber und Doctor Strange wird sogar des Mordes an Victoria Hand bezichtigt. Doch der wahre Übeltäter ist Daniel Drumm, der Bruder von Jericho Drumm, der als letzter Meister der Magie sein Leben geopfert hatte. Doch Daniel sieht die Schuld am Tod seines Bruders bei den neuen Rächern, insbesondere bei Strange. Doch dieser hat in den letzten Jahren nicht geschlafen, und einige Tricks dazugelernt. So entbrennt ein gefährlicher Kampf, bei dem Drumm jeden Teamkameraden von Strange übernehmen kann, wodurch dieser gezwungen ist, gegen seine Freunde zu kämpfen …
Aber auch Captain America, Iron Man und Henry Pym haben es im Mikroverse nicht einfacher. Doch als sie dort eintreffen und ihre Freundin Janet van Dyne alias Wasp antreffen, scheint sich der Weg gelohnt zu haben. Aber als sie auf den Tyrannen dieser Dimension treffen, wird es ungemütlich. Lord Gouzar, so nennt sich dieser Tyrann, will die Eindringlinge gefangen sehen und ihre Geheimnisse verkaufen. Allen voran die Rüstung von Iron Man. Dumm nur, dass er sich mit den Avengers angelegt hat …

Bendis verabschiedet sich von seinen Rächern mit einem Knall. Nicht nur, dass er Doctor Strange einen lange verlorenen Titel und Status Quo wieder verleiht, auch Luke und Jessica gehen neue und dennoch altbekannte Wege. Fast scheint es, als wolle Bendis alles so zurücklassen, wie er es vorgefunden hat. Fast zumindest. Denn Squirrel Girl darf weiterhin als Babysitter bei Luke und Jessica tätig sein, und das alleine verspricht schon einiges an Potenzial. Das Artwork dieser letzten beiden US-Ausgaben kann vielfältiger nicht sein. Abgesehen davon, dass für den finalen Kampf neben Michael Avon Oeming und Mike Deodato Jr. Schon zwei Größen tätig sind, durften auch Chuck BB, Farel Dalrymple, Ming Doyle, Lucy Knisley, Becky Cloonan und Yves Bigerel ein paar Seiten umsetzen.
Während bei den New Avengers die Handlung noch sehr faszinierend war, geht bei den Avengers schon eher die Puste aus. Bereits ab der Mitte des ersten US-Heftes fragt man sich, wie lange Bendis die Handlung noch ziehen will. Wenn man einmal von dem Machtkampf zwischen Commander Maria Hill und Special Secret Agent Daisy Johnson absieht, gibt es außer der Rückkehr von Wasp nichts wirklich Beeindruckendes. Dafür können die Zeichnungen überzeugen. Und auch hier wurden für den großen Kampf zwischen den Avengers und Lord Gouzar mehrere Künstler an den Zeichentisch gebeten. Neben Terry Dodson, Brandon Peterson und Mike Mayhew die für das hauptsächliche Artwork verantwortlich sind, zeigten Mike Deodato Jr., Walter Simonson, Leinil Yu, Oliver Coipel und Jim Cheung ihre Version des Kampfes.

FAZIT:

Leider enttäuscht die zweite Hälfte des Heftes mit den Avengers ein wenig. Dennoch bleibt es ein würdiger Abschluss. Vor allem visuell gibt es nichts an dem Heft auszusetzen. So bunt und abwechslungsreich wie die Avengers und die New Avengers in den letzten Jahren waren, so vielfältig ist auch dieses Heft. Zusammen mit einem umfangreichen Interview rundet auch Panini diese Finalausgabe gelungen ab.

Panini Neuerscheinungen im August (Eine Auswahl mit Leseproben, Teil 2)

Runde Zwei mit den Empfehlungen inklusive Leseproben für den August. Alle vorgestellten Comics sollten laut Verlag ab dem 13. August im Handel erhältlich sein.

Batman – The Dark Knight Paperback Nr. 1: Das Teufels-Serum

Batman, der Dunkle Ritter, kämpft in diesem sensationellen Serien-Neustart gegen eine Reihe seiner ärgsten Feinde: den Knochenbrecher Bane, Two-Face, Scarecrow, Clayface – und sogar gegen Superman. Die ersten neun US-Hefte in einem fetten Action-Band!

Die ersten Hefte der großartigen neuen BATMAN-Serie

Shoplink (Softcover)
Shoplink (Hardcover)
Leseprobenlink

Erscheint am: 13.08.2013
Seiten: 212
Format: SC / HC
Original-Storys: US-Batman – The Dark Knight 1-9
Autor: David Finch, Joe Harris
Zeichner: Paul Jenkins, Ed Benes
Preis: 16,99 € (SC) / 29,00 € (HC)

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Ultimate Comics: Wolverine

Dieser Band dreht sich ganz um Jimmy Hudson und seinen Vater – und diesmal werden alle offenen Fragen über den Sohn von Wolverine beantwortet! Autoren-Senkrechtstarter Cullen Bunn wendet sich erstmals dem Ultimativen Universum zu und erzählt in einer actionreiche Miniserie davon, wie die Vergangenheit des Vaters das Leben des Sohnes beeinflussen kann…

Komplette Miniserie in einem Band!
Wolverine: Weg des Krieger ab 25. Juli im Kino!

Shoplink
Leseprobenlink

Erscheint am: 13.08.2013
Seiten: 100
Format: SC
Original-Storys: Ultimate Wolverine 1-4
Autor: Cullen Bunn
Zeichner: Ramon Rosanas
Preis: 12,99 €

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Enders Game Band 1: Kampfschule

Sein Name ist Ender, und obwohl er nur ein Junge ist, soll er die Menschheit vor der Ausrottung durch eine außerirdische Rasse bewahren. Dafür muss er jedoch trainiert werden – und seine Ausbildung in der gnadenlosen Kampfschule im Weltall wo die Konkurrenz mörderisch ist! Die erste Adaption des großen Science-Fiction-Klassikers von Orson Scott Card.

Der Comic zum SF-Blockbuster mit Harrison Ford
Die Adaption des großen SF-Romans von Orson Scott Card
Filmstart 31. Oktober 2013!
Ein Junge entscheidet das Schicksal der Menschheit
Von Marvel-Künstler Pasqual Ferry (DER ULTIMATIVE IRON MAN, THOR)
Zeitloser SF-Klassiker als Comic-Adaption

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Erscheint am: 13.08.2013
Seiten: 132
Format: Softcover
Original-Storys: Enders Game: Battle School
Autor: Orson Scott Card, Christopher Yost
Zeichner: Pasqual Ferry
Preis: 14,95 €

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Dan – Einfach unverletzbar Nr. 1

Dan ist unverwundbar. Und auch ansonsten völlig schmerzfrei. Er merkt nichts, in jeder Hinsicht. Man kann ihn erschießen, ertränken, verbrennen, egal. Man kann ihn beleidigen. Oder seine Mutter. Nichts kann ihn aufregen. Er ist gechilled, cool, locker. Bis eines Tages etwas passiert, was selbst ihn nicht kalt lässtund dann brennt der Baum!

Für die Fans von THE BOYS!
Von David Lapham (CALIGULA, CROSSED)
Krass mit Spaß!

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Erscheint am: 13.08.2013
Seiten: 148
Format: Softcover
Original-Storys: Dan the Unharmable 1-6
Autor: David Lapham
Zeichner: Rafael Ortiz
Preis: 16,95 €

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Fairest Nr. 2: Das verborgene Reich

Rapunzel ist eine hübsche junge Dame mit unglaublich starkem Haarwuchs. Da Fables vertragsgemäß nicht auffallen dürfen, muss sie sich dreimal täglich die Haare schneiden lassen. Doch als sie erfährt, dass ihre Kinder noch leben, lässt sie alle Friseurtermine sausen und eilt nach Tokio

Auch wer nicht mehr an Märchen glaubt, hat hier seinen Spaß! Stuttgarter Nachrichten
Die Neuheit aus dem FABLES-Universum!

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Erscheint am: 13.08.2013
Seiten: 160
Format: Softcover
Original-Storys: US-Fairest 8-13
Autor: Lauren Beukes
Zeichner: Inaki Miranda
Preis: 19,99 €
Alle Angaben sind Verlagsangaben und ohne Gewähr.
Copyright aller Bilder © 2013 Panini

Spider-Man & The Avengers (13) (Spider-Man Magazin Nr. 67-69 & Avengers Nr. 27)

In der heutigen und morgigen Ausgabe gibt es die finalen Ausgaben der Spider-Man Magazin-Reihe, sowie der Avengers-Heftausgaben vor Marvel NOW! So langsam müsste ich damit alles Material vor dem Neustart bei Marvel durchhaben. Die Geschichten welche außerhalb der 616er-Kontinuität spielen oder von Marvel NOW! nicht betroffen sind einmal außen vorgelassen.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin Nr. 67 [Panini, Februar 2013]

Mitten in New York tobt ein wilder Kampf. M.O.D.OK. hat es auf einen Transporter von Stark Security abgesehen. Doch Spider-Man will das nicht zulassen und deshalb begleitet er den Transport. Aber dies hält M.O.D.O.K. Und auch A.I.M. nicht auf, bis auch noch ein zweiter Spider-Man auftaucht und mitmischt …

Eine dünne Geschichte von Paul Tobin gepaart mit annehmbaren Zeichnungen von Matteo Lolli. Beides nicht wirklich schlecht, aber so richtig überzeugen kann es auch nicht. Einzig der Humor rettet die Ausgabe ein wenig. Am negativsten fällt jedoch auf, dass Panini weder den Autor, noch den Zeichner oder andere Angaben zur Geschichte gemacht hat, wie es sonst üblich war. Auch wenn die Leistung nicht überragend ist, wäre es doch schön zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Und das, ohne danach erst im Internet suchen zu müssen.

FAZIT:

Mehr als Kurzweil ist es diesmal nicht, und auch die ist sehr kurz. Da gab es schon besser Ausgaben mit weit mehr Qualität. Aber die enthaltenen 20 Wandsticker sind für Kinder das Größte. Auf so ziemlich alles kann man die draufpappen. Auch wenn sie nicht lange halten. Aber Spaß machts wenigstens.

Spider-Man Magazin Nr. 68 [Panini, März 2013]

Der Puppet Master hat sich einen neuen Plan ausgedacht. Statt einzelner Menschen manipuliert er einfach einen ganzen Schwarm Tauben. Die können auch sehr gut Geld stehlen und sind nicht so einfach festzunehmen wie ein Mensch. Dennoch kommt ihm Spider-Man auf die Schliche und versucht seinen Plan zu vereiteln. Leider ist das aber nicht so einfach, wie es klingt …

Eines gleich vorweg. Diesmal hat es Panini geschafft die Künstler, welche für die Geschichte verantwortlich sind, mit ins Heft zu packen. Doch auch hier zeigt Paul Tobin, dass er gut darin ist, seichte Geschichten zu verfassen. Oder einfach nur nicht tief genug zu gehen, wenn er unter Zeitdruck zu stehen scheint. Ebenfalls verwunderlich ist, das erneut Spideys Freundin Chat auftaucht, die mithilfe ihrer Mutantenkraft mit Tieren reden kann. Das Artwork von Rob DiSalvo sieht dafür wieder sehr frisch, dynamisch und witzig aus. Da sitzen nicht nur die Gags von Spider-Man sondern auch die Mimik als Reaktion bei den Gegnern.

FAZIT:

Trotz allem Für und Wider bleibt das Heft nur durchschnittlich und das Abenteuer nicht mehr als kurzweilig. Da hatte Panini schon bessere Geschichten in der Auswahl. Gerade in der Zeit, als die Storys noch direkt aus Großbritannien stammten.

Spider-Man Magazin Nr. 69 [Panini, April 2013]

Spider-Man bekommt vom Blonde Phantom den Auftrag, für einen kleinen Nebenverdienst, den Schurken Leap Frog dingfest zu machen. Dieser ist seit einigen Tagen unterwegs und raubt halb New York aus. Also macht sich Spidey auf den Weg und findet den Übeltäter auch sehr schnell. Doch sein Glück hat ein schnelles Ende, als Black Cat seinen Weg kreuzt und ihm seine „Beute“ abnimmt …

Wie auch schon in den vorangegangenen Ausgaben hat sich Paul Tobin nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Die Geschichte an sich, ist wieder sehr dünn und einzig der Humor rettet die Story. Aber noch etwas hat immense Auswirkungen auf den doch noch positiven Gesamteindruck. Und das wäre Todd Naucks Artwork. Seine Zeichnungen, die diesmal so wirken, als hätte man sich den Tuscher gespart, sehen einfach nur sehr gut aus. Okay, ich muss aber auch zugeben, dass ich ein großer Fan von Todd bin und sein Zeichenstil auch getuscht sehr gut aussieht. Dennoch wirkt es so noch dynamischer.

FAZIT:

Insgesamt bleibt auch dieses Heft genaugenommen nur Durchschnitt. Allerdings wirken sich die Zeichnungen und der Humor sehr positiv auf das Gesamtbild aus. Dadurch hatte ich persönlich sehr viel Spaß am Heft. Allerdings fällt das auch nicht schwer, wenn sich Spidey mit der Black Cat kabbelt und quer über die New Yorker Häuserdächer jagt.

Avengers Nr. 27 [Panini, Juni 2013]

Die Auswirkungen des Kampfes zwischen den Avengers und den X-Men sind noch massiv spürbar und das Vertrauen in die Helden ist zwiespältig. Als dann auch noch zum Einen Wonder Man auftaucht um sich für sein Verhalten in der Vergangenheit zu entschuldigen versucht und zum Anderen ein Notruf aus dem Mikroverse die Rächer aufschreckt ist Eile geboten. Wonder Man ist hierbei noch das kleinere Problem, denn der Notruf kann nur von einer Person stammen und so machen sich Hank Pym, Iron Man und Captain America auf, um ihre alte Teamkameradin zu retten …
Aber auch bei den neuen Rächern gibt es aufregende Änderungen. Nicht nur, dass Luke Cage mit seiner Frau und dem Baby das Team verlassen will, zur Überraschung aller, werden die New Avengers auch noch angegriffen. Und dann auch noch von jemandem, der Besitz über die Körper eines jeden Teammitgliedes übernehmen kann und somit fast unauffindbar wird. Doch Doctor Strange ist ihm auf der Spur. Leider muss eine Dame im Laufe der Ermittlungen ihr Leben lassen …

In den letzten Ausgaben der beiden Avengersserien, die Brian Michael Bendis nun schon seit vielen Jahren als Autor betreut, trumpft er noch einmal so richtig auf. Er holt eine Figur zurück, die seit Jahren als tot galt, und er schickt dem Team um Luke Cage eine nicht zu unterschätzende mystische Bedrohung auf den Hals. Noch immer schafft es Bendis, in beiden Serien eine ganz klare Linie zu fahren. Während es bei den Avengers hauptsächlich technisch, kühl und routiniert zugeht, sind die New Avengers mystisch, chaotisch und unangepasst. Und ganz ehrlich. Beide Konzepte passen hervorragend und faszinieren noch immer.
Auch zeichnerisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Für die Rächer sind Brandon Peterson und Mike Mayhew am Zeichenbrett vertreten, auch wenn Mayhew in der hier vorliegenden deutschen Fassung als Zeichner einfach verschwiegen wird. Stattdessen wird ihm nur der Part des Tuschers anerkannt und das, obwohl die Trennung der beiden Zeichenstile durch den jeweiligen Aufgabenpart (Erde und Mikroverse), sehr gut zur jeweiligen Stimmung passt. Dadurch ist wesentlich mehr Atmosphäre spürbar, als wenn es nur ein Zeichner umgesetzt hätte. Bei den neuen Rächern dürfen dagegen Michael Gaydos und Carlos Pacheco ihre künstlerischen Muskeln spielen lassen. Während Gaydos‘ Stil eher düster und mystisch, fragend daherkommt, wirkt Pachecos Artwork schon klärender und offener. Dennoch passen beide, so gegensätzlich sie auch sind, ideal zum Storyverlauf.

FAZIT:

Ein Finale muss schon etwas Besonderes sein. Und das hat sich auch Bendis gedacht, als er die Abenteuer für die jeweils 4 Finalausgaben „seiner“ beiden Rächerserien verfasste. Bis jetzt machen diese auch noch sehr viel Spaß, auch wenn es im Grunde „nur“ eine erneute Heldenrückkehr und eine gefährliche Bedrohung sind. Dazu das tolle Artwork Vierer so guter Künstler, und das Ende kann langsam, aber sicher, und vor allem würdig, kommen.

Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 21) [Nickelodeon]

tmnt-epgrw-logoWeiter gehen die Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreviews. Auch letzten Sonntag kam eine neue Episode auf Nickelodeon und das Review dazu, gibt es heute hier:

TMNT 21 003Episode 21: Karai’s Rache
(Karai’s Vendetta)

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XXX Comics – Extra Sammler Spezial #1 [Weissblech Verlag, April 2013]

 NUR FÜR ERWACHSENE LESER!

XXX Comics Sammler Spezial Nr. 1

Yeah, in dieser Ausgabe findet der geneigte Leser auf 52 verdorbenen Seiten kühnsten Pornoquatsch aus den XXX – Comics #1 und #2. Die beiden ersten Ausgaben sind bereits schon seit langer Zeit vergriffen und nicht mehr regulär zu beziehen. Vielleicht wird der ein oder andere sich fragen, wieso denn nicht alle Geschichten aus den Bänden #1 und #2 hier nachgedruckt wurden. Dies erklärt uns der Verleger im Vorwort: Die Kala Abenteuer wurden bereits in dem Band „Die Hardcore – Abenteuer von Kala“ neu aufgelegt und die Geschichten, die es nicht in diese Ausgabe geschafft haben (eine Geschichte und ein paar Pin-Ups), sind für den Verlag nicht mehr ohne Weiteres verfügbar. Dennoch habe ich mich sehr darüber gefreut, endlich die längst vergriffenen Geschichten der ersten beiden Ausgaben genießen zu dürfen.

Der Leser wird wahrhaftig im Vorwort an die Hand genommen. Wie nicht anders zu erwarten liest sich das Vorwort äußerst sympathisch. Der Verleger berichtet kurz und bündig von den Anfängen der ersten XXX – Comics bis zur aktuellen Ausgabe #14.
Alle Geschichten dieses Heftes sind in Schwarz/Weiß gezeichnet.

Im Folgenden möchte ich kurz auf jede Geschichte eingehen.

Ajax im Bann der Medusa:

Ajax im Bann der Medusa

Diese Geschichte handelt von einem Helden, der niemals wirklich ein wahrer Held sein wird so wie wir es kennen. Sein Talent steckt in der Hose …
Im damaligen Griechenland spielt diese Geschichte: der Held wird gebeten, den Dorfbewohnern zu helfen und sie aus den Fängen der bösen Medusa zu befreien. Diese hat sich in einer der nahegelegenen Höhlen versteckt. Kurz entschlossen nimmt unser Held diesen Auftrag bereitwillig an.

Diese erste Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Pointe am Ende ist mehr als gelungen.
Der Pornoanteil steht nicht im Mittelpunkt, er kommt zwar vor aber es dreht sich hier nicht durchgehend um das eine. Diese Mischung mit dem genialen Ende ist genau richtig. Zeichnerisch ist alles im grünen Bereich. Der Leser erkennt alles auf den ersten Blick, die Zeichnungen sind dementsprechend klar und deutlich. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet, die Hintergründe nicht so sehr im Detail. Diese Geschichte enthält sehr viel Text, was ich persönlich absolut nicht störend finde, ganz im Gegenteil, Text und Zeichnungen ergänzen sich hervorragend.

Der Nerd und die Nymphe:

Anspielungen auf Comic Fans finde ich immer amüsant. So ist es auch hier ein Comic Fan, dessen Schicksal sich abrupt ändert. In einem Comic Laden hat sich unser Freund seine Comics gekauft und nebenbei noch den Original Ring von „Herr der Ringe“ (ist es wirklich der Original Ring?). Ein wenig später im abgelegenen Stadtpark macht der Comic Nerd eine interessante Bekanntschaft mit einer Nymphe.

Ähnlich wie in der ersten Geschichte ist auch hier die Pointe absolut gelungen.
Wieder zeichnerisch alles im grünen Bereich. Ebenso klare Zeichnungen und detailliert ausgearbeitete Charaktere. Die Nymphe ist sehr schön anzusehen. Der Pornoanteil ist auch hier nicht ausschlaggebend, sondern passend in die Geschichte integriert. Text und Zeichnungen ergänzen sich auch hier gekonnt. Von meiner Seite gibt es hier nichts auszusetzen.

Die Braut des Schneebiestes:

Die Braut des Schneebiests

Man ahnt es schon, hier geht es auf die Piste. Drei Jungs und vier Mädels sind auf der Piste unterwegs. Immer dem Kick einen Schritt voraus jagen sie die Berge hinunter. Doch es kommt, wie es kommen muss, eines der Mädels verunglückt und landet in einer Gletscherspalte tief unter der Erde. Die Zeit vergeht und das Mädchen wird bereits für tot gehalten. Was niemand weiß, in der Gletscherspalte wohnt ein Schneebiest.

Interessant zu lesen ist diese Geschichte allemal. Bei Schnee und Wintergeschichten brauche ich immer ein wenig, um damit warm zu werden, ganz anders jedoch bei dieser hier. Ebenso wie bei den anderen beiden Geschichten auch ist hier das Ende wieder einmal gelungen. Der sexuelle Part ist wieder einmal angenehm in die Geschichte integriert. Zeichnerisch immer noch alles bestens. Von meiner Seite gibt es auch hier nichts zu kritisieren. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Auch hier sind die Charaktere wieder gut ausgearbeitet. Allem voran das Schneebiest und die junge Dame in der Gletscherspalte. Beinahe wirkt einem das Schneebiest schon sympathisch.

Sexuelle Devolution:

Wer bereits einige Ausgaben XXX Comics gelesen hat, kennt Frau Professorin Hilde Hirschfinger.
In späteren Ausgaben trifft man immer wieder mal auf sie und ihre fleißigen Studentinnen.

Bereits zu Beginn wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dass dieses Magazin keinesfalls hirnloser Pornoquatsch ist. Eben wie vom Weissblech Verlag nicht anders zu erwarten. Allein diese Anspielung ist genial. Hier merkt man direkt, dass man diese ganze Reihe einfach nicht zu ernst nehmen sollte, sondern einfach lesen schmunzeln und genießen.

Es gibt eine Theorie, die besagt, dass die früheren Männer der Vergangenheit eine bessere Manneskraft haben als wir heutzutage. Um diese Theorie zu bestätigen, schickt Frau Professorin Hilde Hirschfinger zwei ihrer fleißigen Studentinnen mithilfe eines Zeitreisegerätes zu den damaligen Wikingern. Und dort werden die beiden Damen fleißig ran genommen. Letztendlich gelingt es ihnen sogar, ein staatliches Exemplar in unsere heutige Zeit mitzubringen.

Wie man vielleicht schon erahnt, steigert sich der Porno-Anteil ein wenig.
Dieses wird jedoch so amüsant in Szene gesetzt, dass man es einfach nicht ernst nehmen kann. Allein der Name Harald Hoden ist schon rekordverdächtig. Ja es geht heftig zur Sache, klar es ist ja in gewisser Weise auch wirklich nur für Erwachsene, aber wer hat den noch nie einen Porno gesehen. Zeichnerisch ist diese Geschichte detaillierter als die anderen. Die Charaktere ebenso, wie die Hintergründe sind schön ausgearbeitet. Hier ist die Pointe am Ende anders als bisher aber der Handlung entsprechend gut umgesetzt. Allein dass versucht wird das Thema Sex auf fast wissenschaftliche Art und Weise anzugehen, macht diese Geschichte schon zum Hit. In weiteren Ausgaben dieser Reihe haben mir die Geschichten von Prof. Hilde Hirschfinger immer mit am besten gefallen, bitte mehr davon.

Pinky und das Handwerk:

Die gute alte Pinky

Ja auch die gute alte Pinky kommt immer mal wieder in einigen Ausgaben von XXX Comics vor.
Ihr Papa muss zur Arbeit und Pinky bekommt Besuch von zwei Handwerken.

Sehr amüsant erzählt hat der Leser durchgehend ein kleines schmunzeln im Gesicht. Der Porno-Anteil ist vorhanden, teilweise auch explizit aber stets beinahe lustig in Bezug auf die Rahmenhandlung in Szene gesetzt. Der Strich ist klar und deutlich, Detailverliebtheit findet man hier aber weniger. Eine richtige Pointe gibt es nicht zum Schluss, dafür aber eher eine Erkenntnis für Pinky und die beiden Handwerker.

Die letzte Geschichte ist einfach Porno:

Außer Start und Stop gibt es keinen Text in dieser kleinen Geschichte. Die Bilder sind nicht direkt auf den ersten Blick gut zu erkennen, hier muss man teilweise schon etwas genauer hinschauen. Ja auch in dieser Geschichte gibt es eine Pointe, dennoch hat mir diese Geschichte am wenigsten von allen gefallen. Hier gibt es wahrhaftig Porno und das war es.

Dominik_AVAFAZIT:

Ja also was soll ich sagen, wer sich solche Hefte kauft, der weiß eigentlich bereits, worauf er sich einlässt. Klar wird hier gerammelt, was das Zeug hält, aber nicht umsonst sind diese Hefte auch erst ab 18 Jahren erhältlich! Es ist sicherlich Geschmacksache, dem einen gefällt es, dem anderem ist es bereits zu viel Porno. Aber genau hier finde ich wird gekonnt eine Brücke geschlagen. Die Story kommt bis auf die letzte Geschichte überhaupt nicht zu kurz, Witz Humor und Porno immer mit einem genialen Ende versehen machen dieses Heft zu einem sehr gelungenem Extra Sammler Spezial. Ich war selbst sehr überrascht, dass bereits die Frühwerke von dieser Reihe eine solch enorme Qualität aufweisen können, die den Leser so dermaßen zu unterhalten Wissen. Absolut kein Nullachtfünfzehn Porno Quatsch. Und wenn man sich mal mit den Künstlern und Verleger unterhalten hat, weiß man, dass man diese Reihe sowieso nicht zu ernst nehmen sollte, sondern einfach nur mit Freude und einem leichten Schmunzeln im Gesicht genießen sollte.

Dieses Heft lässt sich in jedem gut sortierten Comic laden oder direkt beim Verlag bestellen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013  Weissblech Comics

Sonic the Hedgehog Nr. 3 [Panini, August 2013]

Nachdem in den ersten beiden Ausgaben der Genesis-Vierteiler den Weg für neue Abenteuer geöffnet hat, geht es diesmal mit einem „neuen“ Abenteuer weiter. Irgendwie zumindest …

Sonic Nr. 3

Die Welt ist gerettet und Sonic hat seinen Freunden ein neues Leben ermöglicht. Doch zum Ausruhen ist keine Zeit. Denn plötzlich finden er und seine Freundin Sally sich im Death Egg (dem Transportschiff von Dr. Eggman) wieder und müssen sich nun gegen ihn und seine Droiden wehren. Noch immer will dieser den Heimatplaneten von Sonic, Mobius, robotisieren, ihn also komplett in Maschinen und Roboter umwandeln. Hierfür hat er extra einen kosmischen Resetknopf, mit dem er das ganze Universum zurücksetzen will. Aber irgendetwas scheint nicht so recht zu funktionieren. Gerade als Sonic und Sally Eggman aufhalten passiert das Unglück. Sally schafft es, im letzten Moment den Strahl des Robotisierers auf das Death Egg zu lenken. Eggman ist stark angeschlagen und Sonic und seine Freunde sind siegreich. Doch zu welchem Preis. Sally war ungeschützt und ist nun robotisiert. Jetzt liegt es an Sonic und seinen Freunden, Sally aus den Klauen von Eggman zu befreien …

Sally nach dem Angriff des Robotisierers.

Sally nach dem Angriff des Robotisierers.

Selbst wenn man, wie ich, die vorangegangenen Hefte gelesen hat, wirkt die Geschichte wirr und zusammenhanglos. Das Ende der letzten Ausgabe hat zwar den Weg für neue Geschichten geöffnet, aber was Autor Ian Flynn hier den Lesern vorsetzt, empfinde ich persönlich als eine Frechheit. Aber vielleicht ist auch nicht Flynn der Schuldige, sondern Panini? Denn bei meinen Recherchen im Netz habe ich herausgefunden, dass die Genesis-Storyline aus den ersten beiden Heften noch eine Vorgeschichte besitzt und „Genesis“ sozusagen nur einen Mittelteil darstellt. Doch leider besitze ich diese Ausgaben nicht, um dies nachzuprüfen. Ein weiterer Punkt, der die Verwirrtheit bestärkt, sind die beiden enthaltenen Kurzgeschichten. Während die Zweite noch einen tieferen Einblick in die Geschehnisse der Hauptgeschichte gewährt, stellt die erste Kurzgeschichte einen Prolog zum PC und Videospiel Sonic Generations dar. Als Dreingabe ganz positiv, in der Positionierung innerhalb des Heftes eher unglücklich.

Mobius wird von einem Riesen-Sonic-Titan angegriffen.

Mobius wird von einem Titan Metal Sonic angegriffen.

Das Artwork reiht sich auch diesmal wieder nahtlos in das bekannte Design der bisherigen Ausgaben und auch Sonic-Spiele ein. Bunt, schnell und sehr dynamisch kommen die einzelnen Panels daher. Maßgeblich an dieser Dynamik ist, wie auch bei den vorangegangenen Ausgaben, neben Zeichner Ben Bates, der talentierte und renommierte Tuscher Terry Austin. Dieser konnte bereits bei Marvel an diversen Superhelden sein Talent unter Beweis stellen. Auch Zeichner Evan Stanley, der die zweite Kurzgeschichte umsetzte, passt sich dem Gesamtstil an, wenngleich seine Zeichnungen ein wenig abweichen. Vor allem wenn es um die Proportionen der Figuren geht.

Ixis Naugus, nachdem er aus dem Death Egg geschleudert wurde.

Ixis Naugus hat eine multiple Persönlichkeit.

FAZIT:

Wie auch die Ausgaben 1 und 2, bleibt dieses Heft kurzweilig und spannend -wenn man sich denn mal in das Wirr-Warr eingefunden hat. Dazu braucht man dann doch schon etwas mehr Zeit, als bei den ersten beiden Heften und es tut dem Lesespaß einen ganz schönen Abbruch, wenn man immer wieder einmal zurückblättern muss, weil man das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben, was dann aber doch nicht passiert ist. Von daher fällt diese Ausgabe im direkten Vergleich mit den ersten beiden etwas ab. Dennoch bleibt Sonic ein unschlagbar günstiger Fun-Comic mit Videospiel-Background, der auch beim zweiten und dritten Durchblättern noch Spaß macht. Erst recht mit den gelungenen Zeichnungen, in denen man immer wieder kleine Details aus den Spielevorbildern entdeckt.

Zwei Sonics? Die Antwort gibts in Sonic Generations.

Zwei Sonics? Die Antwort gibts in Sonic Generations.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Archie Comics / Panini

Batman vs. Justice League (11)

Die vorerst letzte Kampfrunde beginnt mit diesen Reviews und bisher kann Batman seinen Spitzenplatz sehr gut verteidigen. Mal sehen, ob ihm das auch im vorläufigen Finale gelingt.

BMVSJL

Batman Nr. 12 [Panini, Juni 2013]

Die Nacht der Eulen ist vorbei und so kommt es, dass bruce und Alfred ein wenig nachdenken. Nicht nur Bruce hat Infos erhalten, die ihn beschäftigen, auch Alfred wurde mit etwas konfrontiert, was in anfangs Zweifeln lässt. Doch inwieweit, steckt Alfreds Vater Jarvis Pennyworth mit dem Rat der Eulen zusammen und welches dunkle Geheimnis hat er mit in sein Grab genommen?
Derweil schreitet Bruces Vorhaben Gotham zu verschönern weiter voran. Dabei trifft er in seiner Rolle als Batman, auch auf die beiden Geschwister Harper und Cullen Row. Diesen beiden rettet er einmal das Leben und die clevere Harper, welche bei den Gotham City Stadtwerken als Elektrikerin arbeitet, entdeckt Batmans Überwachungsgeheimnis. Aus Dank will sie ihm nun helfen und verbessert sein Netzwerk heimlich. Dabei bringt sie sich aber unnötig in Gefahr …

In dieser Ausgabe sammelt sich der Dreiteiler der Back Up-Stories aus US-Batman 9 bis 11. Hier erzählt Scott Snyder einiges aus Alfreds Vergangenheit und diese ist dank Alfreds Vater Jarvis, schon sehr eng mit den Waynes verknüpft. Und es greift auch wieder die Geschehnisse aus der vorangegangenen Ausgabe auf und stellt sie erneut infrage. Dies machen James Tynion IV und Scott Snyder fast schon routiniert und auf sehr hohem Niveau.
Leider ist diesmal kein Greg Capullo an Bord um die Abenteuer umzusetzen. Aber dessen Platz wird würdig von Raphael Albuquerque und Becky Cloonan mit Andy Clarke vertreten. Beide schaffen es, mit ihren atmosphärischen Zeichnungen die Geschichten visuell passend umzusetzen.

FAZIT:

Mit diesem überlangen Heft präsentiert Panini einen würdigen Epilog zum Nacht der Eulen-Event. Die Geschichte aus der Vergangenheit der Waynes und Pennyworths bringt die Ereignisse der letzten Ausgaben zu einem runden Abschluss und lässt dennoch genug Spielraum zum spekulieren und fortsetzen. Und mit dem Abenteuer rund um die Row-Geschwister bekommt man noch eine in sich geschlossene Geschichte, die dennoch weitere Möglichkeiten offen lässt. Visuell gut umgesetzt ist diese Ausgabe ein wirklicher Leckerbissen.

Justice League Nr. 12 [Panini, Juni 2013]

Auf dem Berg Sumeru steht der Liga, der große, finale Kampf gegen David Graves bevor. Doch nicht nur der erwartet sie dort, sondern auch Schatten ihrer eigenen Vergangenheit. Doch sind diese Geister auch wirklich echt, oder nur Trugbilder? Und wie hängen sie mit der neuen Macht zusammen, die Graves umhüllt …?
Zwischenzeitlich bekommt es Kid Flash in Chinatown mit drei Saurier-Humanoiden zu tun, welche den Teen Titans von mystery Ilsand gefolgt sind. Und deren Anwesenheit sorgt für einiges Chaos, was durch die Pläne von einem der Drei auch noch verstärkt wird. Denn Steg, wie der bewusste Dinomensch sich nennt, will die Erde den Sauriern unterwerfen. Und hierfür hat er auch das notwendige Mittelchen mitgebracht …

Das Finale um den Pfad des Schurken David Graves ist nur mäßig überzeugend. Einzig die Entwicklungen zwischen den Teammitgliedern, allen voran natürlich Wonder Woman und Superman wissen zu gefallen, auch wenn dies alles schon einmal da gewesen ist. Daher ist das Liga-Abenteuer diesmal wieder sehr enttäuschend und auch Jim Lee entwickelt sich nicht wirklich weiter.
Aber auch die Titans kommen nicht richtig von der Stelle. Dinosaurier in Chinatown. Man merkt, dass Turok-Autor Fabian Nicieza hier die Vorlage geliefert hat. Immer wieder bringt er in seinen Geschichten die Urzeitechsen unter. Oftmals sind diese ja auch sehr unterhaltsam, aber diesmal wirkt es eher lächerlich. Dafür sind die Zeichnungen von Jorge Jiminez sehr dynamisch und sehen insgesamt nicht schlecht aus. Allerdings sind auch sie nur Durchschnitt und ohne besondere nennenswerte Details.

FAZIT:

Der Abwärtstrend bei den Liga-Ausgaben setzt sich weiter fort, das wird inzwischen sogar so schlimm, dass die Justice League zum Abo-Wackelkandidaten wird. Da lohnt es sich eher, auf eine der Tradeserien wie Nightwing oder Supergirl umzusteigen. Aber paar Ausgaben gebe ich den beiden Serien noch. Vielleicht entwickelt sich ja noch etwas. Immerhin haben beide erst einmal das erste Jahr über die Bühne gebracht.

Ein ganz klarer Sieg für Batman. Auch diesmal schaffen es die beiden Teamserien innerhalb der Justice League-Heftreihe nicht, gegen Batman zu bestehen. Darum gibt es auch dieses vorläufige Endergebnis:

Batman 9 : 3 Justice League

Meine Comiclieferung für Juni/Juli 2013

Auch bei dem schönen warmen Wetter heute, musste unsere Hermes-Botin schuften um mir meine Comic-Lieferung aus meinem Stammshop Comic Attack in Erfurt zu bringen. Dankeschön dafür und auch wieder ein ganz großes Dankeschön an die Jungs vom Shop, die immer freundlich, zügig und fast immer fehlerfrei arbeiten. Und wenn es doch mal einen Fehler gibt, wird der ohne Probleme behoben. So wünsche ich mir einen Shop, und einen Plausch kann man mit den Jungs auch noch machen.

  • Simpsons Comics #201
  • Bart Simpson #74
  • Simpsons Sommer Sause #6
  • Spawn #105
  • Teenage Mutant Ninja Turtles #1: Die Zeiten ändern sich
  • Batman #14
  • Justice League #13
  • Justice League #14
  • Spider-Man Magazin #72 (Abschlussheft)
  • Spider-Man #1 (Variantcover)
  • Spider-Man, der Avenger #7
  • Scarlet Spider #2
  • Avengers, Die Rächer #5