Marvel Classics (1): Marvel Comic Exklusiv Nr. 19 [Condor Verlag, 1992]

Es wird mal wieder Zeit für eine neue Rubrik. Marvel Comics, die in den Ma.-Co-Re-Mix nicht hineinpassen, weil sie einfach schon älter sind, aber auch keine Klassiker, weil ihnen einfach das Besondere fehlt, was einen Klassiker ausmacht. Also kein Klassiker, aber dennoch klassisch, also classic eben. Und deswegen die Marvel Classics, die ab sofort unregelmäßig ältere Marvel Comics aus der Condor-, Williams-, Bildschriftenverlag- oder frühen Panini-Ära und den Anfang macht ein Album vom Condor Verlag, welches eigentlich fast schon Klassiker-Potenzial hätte, aber dann trotz großer Namen leider nicht hat …

Marvel Comic Exklusiv Nr. 19: Silver Surfer – Das Leben endet nie

Autor: Jim Starlin
Zeichner: Bill Reinhold
Format: Softcover
Umfang: 68 Seiten
Inhalt: Silver Surfer: Homecoming (Graphic Novel)
Verlag: Condor Interpart Verlag GmbH & Co. KG
Coverpreis: 7,80 DM Weiterlesen

Marvel Comic Klassiker (6): Epic Comic-Collection Nr. 1 – Der Tod des Captain Marvel [Condor, November 1983]

Lange Zeit habe ich die Marvel Comic Klassiker ruhen lassen. Mehr als zwei Jahre, um genau zu sein. Darum muss auch eine ganz besondere Ausgabe herhalten, um diese Rubrik neu zu beleben. Und wer wäre da besser geeignet als Jim Starlin. Starlin ist einer jener Künstler, welcher die Comicfans spaltet. Entweder man liebt ihn für seine Werke, oder man kann so rein überhaupt nichts mit ihm anfangen. Dazwischen gibt es nur wenig. Doch auch die Kritiker von Starlin müssen anerkennen, dass er mit The Death of Captain Marvel, so der Originaltitel der ersten Ausgabe der Marvel Graphic Novel-Reihe vom April 1982, etwas ganz Besonderes geschaffen hat. Denn zum ersten Mal stirbt ein Comicheld nicht im Kampf, aber dennoch einen sehr heldenhaften Tod. Aber ich greife voraus …

Epic Comic-Collection Nr. 1:
Der Tod des Captain Marvel

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DC Comic Klassiker (1): Batman: Ein Tod in der Familie


Batman: Ein Tod in der Familie

Alles beginnt damit dass Jason Todd unkontrollierbar wird. Er handelt unüberlegt und riskiert somit nicht nur sein Leben, sondern auch das seines Partners und Mentors Bruce Wayne alias Batman. Dieser muss deshalb schweren Herzens Jason die Verantwortung als Robin entziehen. Als er dann auch noch erfährt, das seine verstorbene Mutter nicht seine leibliche Mutter ist, sind alle Hoffnungen verschwunden Jason noch in seinen Bahnen zu halten. Er macht sich sofort auf die Suche nach ihr, da er dank eines Notizbuches seines Vaters die Möglichkeiten auf drei Frauen eingrenzen konnte und mithilfe des Batcomputers sogar deren Aufenthaltsort ermitteln konnte. Doch auch Bruce hat seine Probleme mit dem gerade aus Arkham geflohenen Joker, der eine Cruise Missile mitsamt Atomsprengkopf im nahen Ostern verkaufen möchte. So macht sich Batman auch sofort auf den Weg, aber auch Jasons Spur führt in den nahen Osten.
Dort angekommen, laufen er und Batman sich natürlich auch prompt über den Weg und zusammen schaffen sie es den Joker an seinem Handel zu hindern. So positiv diese erste Aktion auch ist, muss Jason feststellen, dass die erste der drei Damen nicht seine Mutter ist. Auch die zweite Dame, eine käufliche Söldnerin, ist leider, oder besser gesagt zum Glück, nicht seine leibliche Mutter. Alle Hoffnungen liegen nun in der letzten Person, die in einem Hilfslager als Verteilerin der Hilfsgüter verantwortlich ist. Doch leider hat auch der Joker nach seinem verpatzten Deal Kontakt zu Dr. Sheila Haywood, Jasons Mutter, aufgenommen, da sich beide noch aus der Vergangenheit, welche Sheila gerne vergessen möchte, kennen. Sie hat aber keine Chance dem zu entkommen, da der Joker sonst ihre Vergangenheit öffentlich machen würde, und dies würde das Aus für ihre Arbeit bedeuten. Als Batman von dieser Aktion erfährt versucht er natürlich diese zu verhindern, während Jason bei seiner Mutter bleibt, aber das Schicksal nimmt seinen tragischen Lauf als Jason mit seiner Mutter in einer Lagerhalle gefangen ist, welche kurz darauf explodiert.
Der Joker wird inzwischen dank eines kleinen Ränkespielchens der neue UN-Botschafter des Iran. Das wiederum bietet ihm die Möglichkeit unter dem Deckmantel der diplomatischen Immunität alle Mitglieder des Un-Rates zu ermorden. Selbst Batman kann und darf ihn nicht daran hindern, da sonst ein internationaler Zwischenfall droht…
FAZIT:
Eine für die damalige Zeit wirklich besondere Aktion besiegelte den Tod eines Helden. Mit nur 72 Stimmen Unterschied, entschieden die Leser von US-Batman innerhalb von nur 11 Stunden pro amerikanischer Zeitzone über den Tod und das Leben von Jason Todd. So monumental wie die ganze Aktion klingt fällt das ganze aber leider nicht aus. So reichte schon eine Seite um das Schicksal von Jason darzulegen, denn auch der Abschluss der Geschichte, hätte mit einem Robin im Krankenhaus, keinen wirklichen Unterschied gemacht. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet, könnte man das ganze weit mehr als eine Farce bezeichnen, und das nicht nur auf Grund der Tatsache, das Comichelden nur selten tot bleiben.
Dennoch bleibt ohne die ganze „Werbeaktion“ eine ganz passable Geschichte, die Batman einmal mehr am Rande der Verzweiflung zeigt. Doch genauso wie Bruce Wayne seinen Körper gestählt und trainiert hat, hat er auch seinen Geist unter Kontrolle und handelt auch nach Jasons Tod sehr rational, selbst als ihm jeglicher Handlungsspielraum, auf Grund der diplomatischen Immunität, genommen wird.
Als Gesamtwerk haben James P. Starlin und James N. Aparo ein Werk abgeliefert welches nicht umsonst Comicgeschichte geschrieben hat, und neben Batmanmeisterwerken wie „Die Rückkehr des Dunklen Ritters“ und „Der dunkle Ritter schlägt zurück“ einen verdienten Platz gefunden hat.

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