Gratis Comic Tag 2013 Review (20): Toriko [Kazé Manga, Mai 2013]

GCT 2013Mit Toriko wäre dann auch schon der letzte Mangabeitrag des diesjährigen Gratis Comic Tages vorgestellt. Nach Soulless und Skull Party von Carlsen gab es noch Resident Evil, ebenfalls von Kazé Manga. Die bisherigen Manga waren leider nur „okay“. Mal sehen wie Toriko ausfällt …

Toriko
(Gratis Comic Tag 2013)

Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Es ist das Gourmet-Zeitalter. Eine Ära in der Essenscouts auf der Suche nach immer neuen Lebensmitteln und Leckereien sind. Einer dieser Scouts ist Toriko. Doch er ist nicht einfach nur einer davon. Nein. Er ist eine Legende. Ein Kämpfer, der auch die außergewöhnlichsten Tiere zur Strecke bringt. Sei es eine Teufelsschlange, ein Elefantosaurus, ein Hydra-Strauss, ein Tigerwalross, ein Silberrücken oder der Klon eines Kampfwolfes, welcher vor Äonen bereits eine ganze Rasse ausgerottet hat. Doch dieser scheint weiblich und auch noch trächtig zu sein. Deshalb kann Toriko nicht dabei zusehen, wie die Bestien in einer Arena zur Belustigung der Menge auf den Wolf losgelassen werden.

Manga über das Essen sind nichts Neues. Immer wieder greifen diverse Manga-ka dieses Thema auf. Ob nun wie hier bei Toriko oder der bei EMA erschienene Manga Yakitate Japan, in dem es um die Kunst des Backens ging. Doch hier wird das Thema Essen noch mit Fantasy, Kampfsport und japanischer Mythologie gemischt. Zusammen ergibt sich eine krude Mischung, die mir persönlich nicht so wirklich schmecken möchte. Alles wirkt als hätten zu viele Köche zu viele Zutaten zusammengekippt, in der Hoffnung am Ende eine schmackhafte Suppe zu bekommen. Stattdessen bleibt eine schwer verdauliche Geschichte mit zu vielen Zutaten, rohen Figuren und zu kurzer Garzeit.

Auch die Zeichnungen sind nicht wirklich mein Fall. Toriko sieht in fast jedem Panel anders aus. Da stellt sich mir die Frage, wie viele Zeichner hier parallel gearbeitet haben. Womit wir wieder bei den vielen Köchen wären. Das Einzige, was einigermaßen gleich aussieht, sind die Tiere, oder besser gesagt die Tierkreationen. Denn da hat jemand echt übles Zeug geraucht, um sich so etwas einfallen zu lassen. Einige der Kreationen sind so was von einfallslos und auch der Kampfwolf erinnert mich persönlich eher an Amaterasu aus dem Videospiel Ókami von Capcom. Da wurde also nicht nur simpel zusammengemischt, sondern auch noch dreist geklaut. Für mich ist daher Toriko die bisher größte Enttäuschung des diesjährigen Gratis Comic Tages.

Gratis Comic Tag 2013 Review (12): Soulless [Carlsen, Mai 2013]

GCT 2013Vampire und Werwölfe haben spätestens seit Twilight Hochkonjunktur. Ich muss ehrlich sagen, dass die Vampirromantik vollständig an mir vorbeigeht. Ich bin eher Fan von Underworld und anderen Vampir und Werwolfgeschichten, wo es richtig zur Sache geht. Verliebte Vampire sind einfach schwer vorstellbar und akzeptierbar für mich. Auch in Soulless spielen Vampire und Werwölfe die Hauptrollen …

Soulless
(Gratis Comic Tag 2013)

England am Ende des 19. Jahrhunderts. In London leben, mehr oder weniger friedlich, nebeneinander einige Vampir- und Werwolfclans. Es gibt Regeln, die das Leben miteinander vereinfachen sollen. Doch immer wieder gibt es Zwischenfälle, die das BUR – Bureau of Unnatural Registry auf den Plan ruft. Einer dieser Vorfälle ist ein Übergriff eines Vampirs auf die junge Alexia Tarabotti. Nichts ahnend, dass Alexia eine Paranormale ist, will der ausgehungerte Vampir sein Opfer angreifen …

Mit Soulless erscheint der erste Band von Neil Carrigers Alexia-Romanen als Manga-Adaption. Carriger die es bereits 2010 auf die New Yortk Times-Bestsellerliste schaffte, hat mit ihren Romanen eine Welt geschaffen, die sowohl Romantik, als auch Fantasy, Steampunk und Alternativwelt-Science Fiction mischt. Entstanden ist eine neue Art der Vampir/Werwolf-Geschichten.

Die Manga-Umsetzung von REM, die mit bürgerlichem Namen Priscilla Hamby heißt, ist dabei genaugenommen nur im Manga-Stil gezeichnet und kommt ursprünglich aus dem nordamerikanischen Raum. Dennoch ist ihr Stil dem der original japanischen Manga sehr ähnlich und weiß mit seinem sympathischen Charakterdesign zu gefallen.

Die bisherige Leseprobe von Soulless konnte mich zwar nicht vollends überzeugen, hatte aber dennoch eine gewisse Neugier geweckt. Und das es bisher keine Vampirromantik gab, hat zum bisher positiven Eindruck beigetragen.

Gratis Comic Tag 2013 Review (8): Resident Evil – Marhawa Desire [Kazé, Mai 2013]

GCT 2013Resident Evil gehört mit zu den bekanntesten Videospielen, nach Super Mario, Zelda oder Sonic. Das liegt weniger an der Qualität der Spiele, die auch unter Fans oftmals als durchwachsen bezeichnet wird, sondern vor allem an der lukrativen Vermarktung seitens Capcom. Bereits in den 90er Jahren erschienen die ersten Comicadaptionen bei Image. Noch wesentlich bekannter sind aber die inzwischen 5 Verfilmungen mit Milla Jovovich. Was liegt da näher, als auch eine Manga-Adaption in Auftrag zu geben? Doch kann diese, wie auch der Rest, überzeugen?

Resident Evil – Marhawa Desire
(Gratis Comic Tag 2013)

Professor Doug Wright ist Dozent an der Fakultät für Wissenschaft und Technik der Bennett Universität. Und auch sein Neffe Ricky Tozawa ist dort vertreten. Allerdings als Schüler. Und er findet die Kurse seines Onkels zum Gähnen langweilig. Das führt allerdings auch dazu, dass trotz seiner Familienbande, sein Semesterschein auf der Kippe steht. Doch dies soll sich ändern, als er mit seinem Onkel an die Marhawa Akademie gerufen wird. Dort soll eine Schülerin Andere angegriffen haben und auch sonst ein eher merkwürdiges Verhalten an den Tag legen. Könnte es sich hier um einen Ausbruch des T-Virus handeln?

Sieht man einmal von Chris Redfield, einem mutierten Hund und einem Nemesis-ähnlichen Mutanten am Schluss einmal ab, finden sich außer der Erwähnung von Umbrella und dem Namen Resident Evil nicht viele Parallelen. Dies kann von Vorteil sein, wenn man eine eigene Storyline aufbieten möchte. Doch man kann durch den Namen auch Erwartungen schüren, die der Band eventuell nicht erfüllen kann. So, oder so, ist es eine Gratwanderung. Fans der Spiele werden bekannte Gesichter erwarten und ein Setting das Vertrauen schafft. Freunde der Filme hingegen werden eine toughe Amazone, a’la Milla erwarten. Beides ist hier nicht gegeben. Stattdessen wird eine 08/15 Horror-Zombiestory begonnen, die aus jedem beliebigen Splatterfilm stammen könnte. Das heißt aber nicht, dass sie schlecht ist. Dennoch ging es mir so, dass ich von einem Resident Evil-Ableger ein klein wenig mehr erwartet hätte. Und das obwohl ich eigentlich ein Typ bin, der seine Erwartungen grundsätzlich niedrig ansetzt.

Daher muss ich leider sagen, dass mich dieser GCT-Beitrag nicht wirklich reizen kann. Ich bin zwar Manga-Fan und auch ein Freund, der Spiele und Filme. Dennoch können mich diese 48 Seiten nicht komplett überzeugen.

Gratis Comic Tag 2013 Review (6): Skull Party [Carlsen, Mai 2013]

GCT 2013Auch Manga gab es am Gratis Comic Tag. Doch nicht jeder Manga ist gleich. Abgesehen von den verschiedenen Genres gibt es auch noch die Herkunftsländer, die eine Unterscheidung möglich machen. Streng genommen sind Manga, die nicht aus Japan kommen ja keine Manga. So denken zumindest einige Menschen. Doch Manga bedeutet auch nichts anderes als Comic, und von daher sind alle Manga auch Comics. Auch wenn sie wie in dem vorliegenden Fall von einer deutschen Künstlerin stammen.

Skull Party
(Gratis Comic Tag 2013)

Emil Schwarz schwänzt den Unterricht. Wieso, weshalb und warum sagt er dabei nicht wirklich. Er will nur ein Statement setzen. Doch es gibt Menschen, die hierbei nicht tatenlos zusehen. Und deshalb wird Jagd auf den Jungen gemacht. Mit Betäubungspfeilen und Cerebro-Beruhigungsmitteln wird der Junge ruhig gestellt. Aber während dieser Phase hat Emil einen merkwürdigen Traum, in dem er einem Wesen begegnet, welches ihm einen noch mysteriöseren Auftrag gibt. Die Suche nach dem Unterkiefer …

Klingt irgendwie seltsam? So ging es mir beim Lesen auch. Irgendwie ist keine klare Struktur zu erkennen. Weshalb wird der Junge so gejagt und was hat es mit dem mysteriösen Fremden aus dem Traum zu tun? Fragen über Fragen. Die Zeichnungen sind zwar in Ordnung aber insgesamt will der Funke auf den paar Seiten nicht wirklich überspringen. Und wie ein Science-Fiction-Fantasy-Thriller, als der dieser Band angekündigt wurde, liest es sich irgendwie auch nicht. Statt dessen habe ich das Gefühl, dass die Manga-ka hier noch nicht so richtig weiß, was sie überhaupt erzählen will. Hier hätte man dem Heft durchaus ein paar Seiten mehr spendieren können, denn in dieser Fassung wäre ich nicht bereit mir den finalen Band Ende Juli anzuschauen. Und das ist schade, denn möglicherweise hat Melanie Schober eine durchaus spannende Geschichte im Kopf, die einfach nur noch nicht zündet?

Yotsuba&! Nr.4 [Tokyopop, Dezember 2007]

Heute gibt es zur Abwechslung, zum nachher kommenden nächsten „Bongo des Monats“-Review, mal einen kleinen Manga für zwischendurch …

Yotsuba&! Nr.4

Der Sommer neigt sich dem Ende. Yotsubas Freunde Ena, Fuuka und Asagi genießen die letzten Ferientage und erleben mit dem kleinen, fröhlichen Mädchen, so manches Abenteuer. Sei es nun die Angeltour mit Jumbo, bei der die Kinder nicht nur das Angeln, sondern auch das Ausnehmen und Zubereiten der Fische lernen, oder was Zikaden sind und welche Bedeutung sie haben. Doch auch traurige Momente begleiten Yotsuba. Als Yotsubas Freundin Fuuka an Liebeskummer leidet, versucht das lebensfrohe Mädchen ihre Freundin wieder aufzumuntern. Allerdings sind ihre Methoden alles andere als feinfühlig, dafür aber ehrlich. Und Yotsuba will unbedingt etwas gegen die Erderwärmung machen. Das schafft sie natürlich am Besten, wenn sie sämtliche Klimaanlagen voll aufdreht, weil die ja kühlen. Doch so einfach ist das dann doch nicht. Vor allem nicht für die Sicherung …

Yotsuba mit Freunden beim Angeln.

Yotsuba mit Freunden beim Angeln.

Yotsuba ist und bleibt einfach nur liebenswert. Alles, was das kleine Mädel anstellt, zaubert einem ein Lächeln auf das Gesicht. Selbst wenn es der größte Blödsinn und absolut unlogisch ist. Ihre naive, kindliche Art sprechen auch immer wieder das eigene Kind, welches doch immer noch in jedem von uns schlummert an, und rufen auch teilweise Erinnerungen aus der eigenen Kindheit wach. Und trotzdem kann man auch als Erwachsener noch sehr viel von Yotsuba lernen. Nicht nur was Informationen im Allgemeinen betrifft, sondern auch der Umgang mit Menschen. Denn dafür hat Yotsuba ein echtes Händchen.

Yotsuba hilft bei Liebeskummer.

Yotsuba hilft bei Liebeskummer.

Zeichnerisch bietet der Band gewohnte Mangakost mit klaren Linien und gut ausgearbeiteten Figuren mit einem hohen Wiedererkennungswert. Die Bilder sind übersichtlich und dennoch wunderschön detailliert. Natur, Architektur und auch Technik werden mit sehr viel Liebe zum Detail illustriert und durch den Einsatz von verschiedenen Rasterfolien perfektioniert. Dadurch werden stellenweise fast fotorealistische Bilder erzeugt, dass man schon mehrfach hinsehen muss, um sicherzugehen, dass es sich wirklich nicht um ein eingesetztes Foto handelt, was bei manchen Manga-Ka ja auch eine gängige Praxis darstellt.

Yotsuba kocht.

Yotsuba kocht.

FAZIT:

Auch nach 4 Bänden und mehr als 25 Kapiteln machen Yotsubas Abenteuer noch immer einen Riesenspaß. Die episodenhaften Erzählungen, welche aber dennoch ein großes Gesamtbild ergeben, wiederholen sich nicht und zeigen dadurch auch bisher keinerlei Ermüdungserscheinungen. Die vielen kleinen Gags, die Slapstickeinlagen und der gesamte, stellenweise auch unterschwellige Humor, sind gekonnte Unterhaltung auf ganzer Linie. Gepaart mit den gelungenen Zeichnungen kann man als Freund von fröhlichen Geschichten einfach nichts falsch machen.

Yotsuba als Zikade.

Yotsuba als Zikade.

„Yotsuba&! Nr. 4“ bei Tokyopop bestellen.
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Gipfel der Götter #1 bis #5 [Schreiber & Leser (shodoku), Dezember 2007 – November 2008]

Hallo zusammen, ich bin neu hier. Ich freue mich diesen Blog in Zukunft aktiv mitgestalten zu können. Ich bin 26 Jahre alt und ein leidenschaftlicher Comicsammler. Ich lese alles, was mich auch nur irgendwie anspricht, egal welches Genre. Sehr gerne lese ich anspruchsvollere Comics und auch Mangas, aber auch viel aus dem frankobelgischen Bereich. Nur hin und wieder verschlägt es mich in die Superheldenecke, da bin ich nicht so bewandert.  So, nun wünsche ich euch viel Spass mit meinem ersten Beitrag.

In meinem ersten Beitrag für diesen Blog, schreibe ich über
eine Mangareihe, die mich im wahrsten Sinne des Wortes, nachhaltig beschäftigt.

Gipfel der Götter Band 1

Gipfel der Götter #1 bis #5

gdg_bsp_2Jiro Taniguchi (Zeichner) und Baku Yumemakura (Autor) haben mit Gipfel der Götter  etwas erreicht, wovon viele andere Autoren und Zeichner nur träumen können.

In 5 Bänden, auf ungefähr 1500 fotorealistisch gezeichneten Seiten, entwickelt sich ein rundum gelungenes Abenteuer um  Habu Yoshi und den Alpin – Fotografen Fukamachi Makoto.

Fukamachi Makoto entdeckt eher zufällig in einem Trödelladen in Katmandu einen alten Fotoapparat. Möglicherweise ist der Fotoapparat dasselbe Modell, wie  damals, als der berühmte Bergsteiger George Mallory  bei seinem Versuch der Erstbesteigung des Mount Everest im Jahre 1924 diesen bei sich trug.  Dieser Fund könnte die Geschichte des Alpinismus verändern. Mit der Entwicklung des darin enthaltenen Films könnte endgültig die Frage geklärt werden, ob Mallory tatsächlich der erste Mensch auf dem höchsten Berg der Welt war. Doch bevor Fukamachi Makoto den Film entwickeln lassen kann, wird ihm die Kamera geklaut.

leseprobe271-1_NEWZu diesem Zeitpunkt stößt Fukamachi auf Habu Yoshi, einen der besten Bergsteiger Japans.
Fukamachi, selber auch ein begeisterter Alpinist, ist von Habu Yoshi derart fasziniert, dass er in seiner Heimat in Japan Nachforschungen zu Habus Person anstellt und so immer mehr über ihn in Erfahrung bringen kann. Es stellt sich letztendlich heraus, dass es Habu Yoshi war, der die alte Kamera am Mount Everest gefunden hat. Fukamachi reist erneut nach Nepal in der Hoffnung, dass Habu Yoshi ihm weitere Informationen zur Kamera und dessen Fund geben kann.
Fukamachi schafft es mit viel Mühe, das Vertrauen von Habu Yoshi zu gewinnen.

leseprobe282-2_NEWFukamachi und Habu Yoshi versuchen nun gemeinsam den alten Fotoapparat zurückzuerlangen. Dabei entwickelt sich zwischen den beiden ein interessantes Verhältnis. Habu Yoshi  verrät Fukamachi, worauf er sich seit Jahren vorbereitet hat und was einer weiteren Revolution im Alpinismus gleichkommen würde:Die alleinige Besteigung des Mount Everest im Winter und ohne Sauerstoff über die bisher unbezwingbare Südwestflanke. Und so beginnt ein grandioses Abenteuer für Habu Yoshi und Fukamachi auf Leben und Tod.

FAZIT:

Ich habe mich bisher überhaupt nicht mit dem Thema Bergsteigen auseinandergesetzt, aber alle diese grandiosen Kritiken die man im Internet zu dieser 5 bändigen Manga Reihe findet, sprechen für sich. Die Personen wachsen einem richtig ans Herz. Man leidet und fiebert wirklich mit ihnen.  Am Ende werden alle Fragen die aufgekommen sind beantwortet.  Allein der Mount Everest als höchster Berg der Welt birgt bereits eine gewisse Faszination. Dafür muss man nicht mal die Berge mögen. Und die Geschichte rund um diesen Berg weiß absolut zu fesseln.  Die Zeichnungen sind so realistisch, man hat das Gefühl die Kälte, den Schnee, den Wind und den Schweiß der Protagonisten wahrhaftig zu spüren.  Eine zarte Liebesgeschichte schleicht sich geschickt mit einigen interessanten Wendungen dazwischen. Das Schöne an dieser Reihe ist, dass sich die Höhepunkte gekonnt mit ruhigen Momenten wechseln.  Kaum ist ein Höhepunkt vorbei, so zeichnet sich doch schon in weiter Ferne der nächste Höhepunkt ab, bis letztendlich die Spannung am Schluss wahrhaftig explodiert.

Dominik_AVAFAZIT:

Für mich zählt diese Manga Reihe ganz ehrlich zum besten was ich bisher gelesen habe.
Wer auf ausgereifte Charaktere, eine wirklich gute Story mit Tiefgang, sowie realistische Zeichnungen steht, sollte hier auch als „Nicht Manga Leser“ unbedingt zugreifen. Es gleicht dem lesen eines richtig guten Romans. Und was kann man als Autor und Zeichner mehr wollen, als den Leser  zu faszinieren.
Die Zeichnungen des Mount Everests, sowie die Besteigung dieses Berges wirken so realistisch, als wären die Autoren selbst hinauf geklettert, unglaublich!

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Ultimo #1 [EMA, Oktober 2012]

Heute gibt es eine neue Mangaserie. Doch diese hat etwas Besonderes an sich. Als Autor darf der Marvel Mastermind schlechthin auftreten. Stan Lee. Deshalb war ich so frei und habe bei Egmont nach einem Rezensionsexemplar angefragt und dieses auch erhalten. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken. Ob aber Stan Lee seine Arbeit in fremden Gefilden jetzt auch gut erledigt hat, könnt ihr nun hier lesen …

Ultimo #1

Ultimo ist ein Karakuri-Doji. Eine Waffe in den falschen Händen. Und auch in den richtigen Händen sehr gefährlich. Außerdem hat Ultimo einen Bruder. Vice, das ultimative Böse, während Ultimo das ultimative Gute verkörpern soll. Beide wurden von einem mysteriösen Mann namens Dunstan im feudalen Japan des 12. Jahrhunderts erschaffen, der herausfinden wollte, welche der beiden Mächte, das Gute oder das Böse, stärker wäre.
Doch jetzt in der Neuzeit erinnert sich niemand mehr an diese beiden „Kampfmaschinen“ bis ein junger Mann Ultimo in einem Antiquitätengeschäft entdeckt. Ab diesem Moment gerät sein Leben aus den Fugen und es eröffnet sich ihm eine lange vergessene Welt …

Der geheimnsvolle Dunstan.

Der geheimnsvolle Dunstan.

Mit Karakuri-Doji Ultimo versucht Marvel-Legende und Altmeister Stan Lee, nun auch Fuß im Mangabereich zu fassen. Zusammen mit Manga-Ka Hiroyuki Takei erschafft er dabei eine faszinierende Welt, die sowohl im feudalen Japan, als auch in der Gegenwart glaubwürdig herüberkommt. Trotz all dieser Anerkennung, auch für das, was Stan Lee für den amerikanischen Comicmarkt geschaffen hat, wirkt diese Story nicht wirklich wie aus seiner Feder. Die Grundidee ist vielleicht von ihm, aber die komplett ausgearbeitete Storyline trägt einfach nicht seine Handschrift. Dadurch entsteht eher der Verdacht, dass sein Name hier nur aus Werbezwecken so groß auf den Titel gepackt wurde.

Vice (links) und Ultimo (rechts).

Vice (links) und Ultimo (rechts).

Grafisch kann der Band dafür auf voller Linie überzeugen. Auch wenn es „nur“ typische Mangakost ist, sind die Bilder für meinen Geschmack ideal um die Story zu tragen. Dynamische Panelaufteilung, actionreiche Perspektiven, emotionale Mimik und Gestik und dramatischer Seitenaufbau. Hier war ein wahrer Kenner der Materie am Werk. Möglicherweise trägt aber auch genau dies dazu bei, dass Stan Lees Handschrift beim Storytelling ein wenig verwischt. Dadurch, dass sich die Geschichte auch über mehrere Jahrhunderte zieht und es zu Wiedergeburten kommt, ist es besonders wichtig, dass die wiedergeborenen Figuren klar erkennbar bleiben. Auch das schafft Takei sehr gut.

Chaos in Tokyo.

Chaos in Tokyo.

FAZIT:

Die erste Ausgabe von Ultimo ist insgesamt ein gelungener und unterhaltsamer Einstieg, der Lust auf mehr macht. Die Story ist spannend und mit gut ausgearbeiteten Charakteren versehen, bei denen auch das Mitfühlen nicht schwerfällt. Durch den gemäßigten und dennoch nicht langweiligen Storyaufbau werden sowohl die Charaktere als auch die Grundstory erfreulich einfach präsentiert, sodass man sich als Leser nicht überfordert fühlt, aber dennoch ein vollständiges und lebendiges Universum entsteht.
Somit ist Ultimo auch ein Blick für Leser wert, welche bisher kaum Berührungen mit Mangas hatten und gerne einmal in diese Richtung der Comicliteratur hineinschnuppern möchten.

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse.

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse.

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Kingdom Hearts #4 [EMA, Oktober 2005]

Mit dem heutigen Band endet auch schon die Reise in die magischen Welten von Disney und SquareEnix …

Kingdom Hearts #4

Kaum ist Hook besiegt muss sich Sora seinem besten Freund Riku stellen, der sich ebenfalls unter der Macht der Herzlosen befindet. Dieser schafft es dann auch, Sora um das Schlüsselschwert zu erleichtern und sich der Finsternis zu stellen. Aber nicht etwa weil er Sora helfen will, hinter der ganzen Aktion steckt auch nicht einmal Riku selbst. Er wird wiederum nämlich von jemand anderen kontrolliert, und als sowohl Sora, als auch Goofy, Donald und deren Freunde aus der Stadt Traverse davon erfahren, scheint ein Sieg in weite Ferne gerückt zu sein. Aber Sora will sich so einfach nicht geschlagen geben, und mit der Unterstützung vom Biest und der inzwischen befreiten Prinzessinnen samt Kairi machen sie sich auf den Weg die Welten von den Herzlosen zu befreien.
FAZIT:
Die erste Mangaadaption zum gleichnamigen Spiel neigt sich dem Ende und was bleibt, war kurzweilige Unterhaltung mit einem schalen Beigeschmack. Zwar haben die 4 Bände einiges an Spaß gemacht und wussten wohldosiert zu unterhalten, ohne großartig zu langweilen, aber etwas mehr hatte ich mir dann doch erhofft. Zu sehr war das Ganze eine zu lineare Nacherzählung des Games ohne auch nur ein wenig experimentelle Seitenschritte, die dem ganzen vielleicht sogar gut getan hätten. Zum anderen war es auch ganz unterhaltsam das gespielte noch einmal in dieser Form mitzuerleben, aber das ist auch eines der größten Mankos. Nichtkenner des Games werden kaum so richtig Freude an dem Manga haben da vieles was doch von Bedeutung ist im Game zwar erklärt, hier im Manga aber nur beiläufig erwähnt wird.

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Kingdom Hearts #3 [EMA, September 2005]

Heute folgt dann auch schon Band 3 von Kingdom Hearts…

Kingdom Hearts #3

Nach dem Sieg über den Höllenhund Zerberus (an dem Herkules nicht ganz unbeteiligt war) werden Sora und seine Mannschaft auf der weiteren Reise von einem riesigen Wal verschluckt. Im Inneren treffen die drei auf schließlich auf Geppetto und seinen kleinen Pinocchio, der auch kurz darauf von den Herzlosen entführt wird. Jetzt müssen Goofy, Donald und Sora den Kleinen retten nur um danach weitere Bekanntschaft mit dem Element Wasser zu machen, als sie auf Arielles Heimatplaneten landen. Dort muss Sora mit seinen Freunden den Herrscher Triton vor der machthungrigen und teuflisch bösen Ursula retten, bevor sie die unheimliche Bekanntschaft mit Kapitän Hook und dem frechen Peter Pan machen dürfen. In allen drei Fällen sind die Herzlosen die Strippenzieher hinter den Taten der jeweiligen Bösewichte und nur Sora kann die Welten vor dem Verlust aller Herzen retten …
FAZIT:
Der dritte Band fährt versucht mir mehr Handlung und Action zu überzeugen, aber das geht leider etwas nach hinten los. Zwar ist es sehr unterhaltsam als Kenner des Spiels und der Filme die diversen Parallelen zu erkennen, aber mehr schafft dieser Band auch leider nicht. Nach wie vor fehlen ein paar ergänzende Hintergundinfos und Nebenhandlungen, welche das Spiel ergänzen könnten. Zu sehr wirkt das Ganze wie eine Nacherzählung oder ein Lösungsbuch-Versuch, der etwas anders als gewöhnliche Lösungsbücher daherkommen will.

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Kingdom Hearts #2 [EMA, Dezember 2004]

Weiter geht es mit Band 2 von Kingdom Hearts…

Kingdom Hearts #2

Der erste große Kampf gegen die Herzlosen ist geschlagen und Sora, Donald und Goofy sind als Sieger daraus hervorgegangen. Als kleinen Siegespfand haben sie sogar noch einen Gummistein erhalten mit dem sie ihr Raumschiff aufrüsten können, um in neuen Welten neue Schlüssellöcher und verlorene Herzen zu finden. Außerdem haben sie eine neue Aufgabe erhalten. Die Suche nach den fehlenden Seiten in Ansems Bericht über die Herzlosen. Dabei hilft ihnen die Magie welche sie von Merlin dem Zauberer erlernen.
Ihr nächstes Abenteuer führt sie dann nach Agrabah wo sie Prinzessin Jasmin retten und Aladin gegen Jafar unterstützen müssen, bevor sie zur nächsten Welt aufbrechen dürfen, in der sie der Höllenhund Zerberus und Herkules erwarten wird …
FAZIT:
Wie auch im Spiel, so folgt auch der Manga dem gleichen Muster. Sora bereist Sora mit seinen Freunden, mit dem Gummistein-Raumschiff, die diversen Welten der Disney-Helden. Angefangen bei Disneys Aladdin über Disneys Hercules werden alle Geschütze aufgefahren. Dabei wird auch direkt Bezug auf die Filme und deren Handlung genommen und erlebt im Manga, wie auch im Spiel, wichtige Schlüsselszenen noch einmal. Das Storytelling bleibt dabei locker und überschaubar ohne zu langweilen. Auch die Zeichnungen sind einfach, erkennbar und trotzdem detailliert und sprühen nur so vor Witz und Dynamik. Gegenüber dem ersten Band ist aber dennoch nur eine kleine Steigerung erkennbar.

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