Marvel Must Have: Fantastic Four – Alles gelöst?! [Panini Comics, März 2021]

Ich habe euch bereits einige Ausgaben der „Marvel Must-Have“-Reihe vorgestellt und bisher war ich der durchaus gut gemachten Serie wohlwollend gesinnt. Kann sich das auch bei den Fantastic Four fortsetzen, die es gewohnheitsbedingt recht schwer bei mir haben. Es gab nur wenige Runs an Marvels First Family, die mich wirklich überzeugen konnten. Neben den klassischen Lee/Kirby-Ausgaben war das fast ausschließlich noch der Run von John Byrne. Der Rest war okay, oder hat mir überhaupt nicht gefallen, sodass die Fantastic Four oftmals nicht gerade die höchste Priorität bei meinen Comiceinkäufen hatten, weshalb auch der viel gelobte Hickman-Run bisher an mir vorbeigegangen ist. Wird sich das mit diesem Band ändern?

Marvel Must Have:
Fantastic Four – Alles gelöst?!

Autor/in: Jonathan Hickman
Zeichner/in:
Dale Eaglesham, Neil Edwards
Format:
Hardcover
Umfang:
140 Seiten
Inhalt:
Fantastic Four (1961) 570-574
Verlag:
Panini Comics
Preis:
19,00 Euro

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Justice League of America Nr.2 Der Fluch des Kingbutcher [Panini Comics, DC Comics, April 2018]

Konnte ich bereits zur ersten Ausgabe nicht so richtig eine überwältigende Kaufempfehlung aussprechen, so geht es mir mit dieser Ausgabe ähnlich. Die erste Ausgabe hat mir stellenweise sogar noch etwas besser gefallen als diese, dennoch ist der Band nicht schlecht. Batman setzt mit seiner neuen Justice League auf Nachwuchshelden (Atom, Ray, Vixen, Black Canary, Frost und Lobo). Xenos, der geniale junge Ingenieur verstärkt die JLA. Diese Ausgabe enthält fünf US-Hefte, in denen es nicht nur um ein vergessenes Tal unter Monstern geht. In diesem Monster Tal rettet die JLA einen jungen Mann, der von Eindringlingen gejagt wird, was es mit diesem Mann auf sich hat, lässt sich in dieser Ausgabe nachlesen. Weiterhin bekommt es die Justice League of America auch noch mit dem rabiaten Kingbutcher zu tun, der ein gefährliches Händchen für Wünsche und Träume der Menschen hat …

Justice League of America Nr. 2 Der Fluch des Kingbutcher

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Justice League Nr. 5 [ Panini, August 2017]

Knallig grün und kräftig farbig ziehen die Justice League kurz nach dem Sieg über die gottgleichen Vorläufer erneut in einen schwerwiegenden Kampf. Nicht nur eine Horde der fiesesten Schurken wartet am Ende dieses Heftes auf die Justice League, sondern auch ein ebenso gefährliches noch unbekanntes Virus greift um sich. Während Batman sich daran macht, den Ursprung des Virus zurückzuverfolgen, übernimmt das Virus derzeit die Kontrolle über ein paar Mitglieder der Justice League. Wer hätte gedacht, dass ein Virus Kontrolle über den Ring von Green Lantern Simon Baz ergreifen kann? In diesem Heft gibt es neben der ganzen Action aber auch ausreichend ruhigere Szenen zu lesen. Was mag es wohl mit der Familie Palmer auf sich haben, die im Kampf mit den Vorläufern Diana, die Frau von James Palmer, verloren haben?
Es wird interessant, denn die Spur des Virus geht zurück nach Denver, Colorado, in das Haus der Familie Palmer …
Stellt euch vor es klingelt zu Hause und die Justice League steht vor der Tür …

Justice League Nr. 5

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Spider-Man: Season One [Panini, Juli 2012]

In regelmäßigen Abständen ist es fast schon Tradition bei den beiden großen amerikanischen Comicverlagen, die Origins ihrer Helden aufzufrischen. Gerade dann wenn neue Verfilmungen anstehen, die neue Käufer für die Comics generieren könnten.
So legt auch Marvel dieses Jahr mit dem „Season One“-Projekt eine solche Frischzellenkur vor. Den Auftakt macht hierbei der beliebte Netzschwinger von nebenan, der zufälligerweise dieses Jahr auch sein fünfzigstes Comicjubiläum feiert.
Für diesen Band haben sich der Autor Cullen Bunn mit dem Zeichner Neil Edwards und der Unterstützung von Karl Kesel (Tusche) und David Curiel (Farben) zusammengetan um Spider-Mans Entstehung in einem neuen und modernen Gewand zu präsentieren ohne dabei die klassische Origin umzukrempeln.

Spider-Man: Sesaon One

Wie schon in Amazing Fantasy Nummer 15 vom August 1962 beginnt auch Spider-Man: Season One damit das Ben Parker seinen Neffen weckt, der daraufhin zur Schule muss. Dort wird der „Streber“ Peter Parker natürlich zum wiederholten Ziel von Hänseleien und Angriffen. Kurze Zeit später besucht Peter eine Vorstellung über Kernenergie bei der ihn eine radioaktive Spinne beißt ihm somit einige ihrer Fähigkeiten übereignet.
Von diesem Moment ab ändert sich Peters Leben massiv. Nach anfänglichen Zweifeln entscheidet er sich dann aber für eine Zukunft als Prominenter. Er bastelt Netzdüsen, entwickelt eine Netzflüssigkeit und schneidert sich ein Kostüm. Schnell,  vielleicht sogar ein wenig zu schnell, erlangt Spider-Man einen Bekanntheitsgrad, der Peter auf Wolke 7 schweben und träumen lässt.

Doch wer hoch hinaus will, kann tief falln und diese Erfahrung muss auch Peter machen, nachdem er einen Räuber im Fernsehstudio nicht aufhält, und wenige Tage später entsetzt feststellt, dass ausgerechnet diese Person bei Tante May und Onkel Ben eingebrochen ist, was auch den Tod vom jenem zur Folge hat. Sofort macht sich Spider-Man auf den Weg, den Täter dingfest zu machen, der bereits von der Polizei ausfindig gemacht wurde. Als er den Mörder seines Onkels endlich fassen kann und feststellen muss, dass Ben Parker nur durch den Egoismus und die Untätigkeit seines eigenen Neffen gestorben ist, fällt er eine Entscheidung, die sein restliches Leben verändern wird.

Ab diesem Tag will Peter von Spider-Man zuerst nichts mehr wissen. Keiner will mehr Spider-Man buchen, nachdem der Daily Bugle ihn zur Gefahr für die Gesellschaft erklärt hat. Und so will Peter seiner Tante mit dem Verkauf von ein paar Fotos, von dem neuen Schurken „Geier“ finanziell unter die Arme greifen. Doch der erste Einsatz mit Digitalkamera und Spider-Man Kostüm verläuft alles andere als erfolgreich.
Spidey landet nach einem kurzen aber heftigen Aufeinandertreffen mit dem Geier in einem Wasserturm. Von diesem kleinen Rückschlag lässt sich Peter jedoch nicht entmutigen. Und schon beim nächsten Treffen gelingen nicht nur bessere Bilder, sondern er rettet auch viele Menschenleben.

Von diesem Ereignis an verschreibt Spider-Man sein Leben und seine Fähigkeiten der Aufgabe als Superheld um allen anderen zu helfen und sie zu beschützen.
Denn aus großer Kraft, folgt große Verantwortung…

FAZIT:

Pencils von Neil Edwards

Mit der Graphic Novel Spider-Man: Season One haben Cullen Bunn und Neil Edwards zwar keinen solchen Meilenstein geschaffen wie seinerzeit Stan Lee und Steve Ditko, aber es ist eine würdige Modernisierung, die sich hinter dem Original in keinster Weise verstecken muss. Dabei wurden fast unmerkliche Änderungen vorgenommen um Spider-Man auch für die nächsten 50 Jahre fit zu machen.

Viele Storyelemente wurden dabei erweitert, entscheidende Handlungselemente gerafft und alles in eindrucksvollen Bildern präsentiert. Gerade Fans und Kenner von Marvel und insbesondere Spider-Man werden die ein oder andere Anspielung entdecken die auf die Geschichte von Marvel und Spider-Man hinweist. Sei es der Timely Industrie Park in dem sich der Mörder versteckt (Timely nannte sich Marvel früher) oder der Priester, der die Grabrede bei Bens Beerdigung hält und auf den Namen Romita hört (John Romita Sr. hat Spider-Man mit seinen Zeichnungen maßgeblich mitgeprägt). Immer wieder sind über den ganzen Band solche kleinen Hommagen versteckt und entlocken Euch somit das ein oder andere Mal ein leichtes Schmunzeln.

Pencils von Neil Edwards
Inks von Karl Kesel

Spider-Man: Season One ist eine gelungene Neuinterpretation mit einem angemessenen Maß an Anerkennung für das, was Stan Lee, Steve Ditko und John Romita Sr. in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts für Marvel geschaffen haben, präsentiert in einem modernen und zeitgemäßen Gewand.

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