Dorothy und der Zauberer in Oz [Panini, Oktober 2013]

Heute geht die Reise erneut in das Land Oz. Diesen dritten deutschen Band habe ich von Panini zum rezensieren erhalten, und dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. So manch einer wird sich wundern, weshalb „Dorothy und der Zauberer in Oz“ als dritter Band in Deutschland erscheint, doch Panini hat sich aus verschiedenen Gründen für diese Reihenfolge erschienen. Der eigentlich zweite Band „The marvelous Land of Oz“ wird dann voraussichtlich als Band vier erscheinen.

Dorothy und der Zauberer in Oz

Kurz, nachdem Dorothy in San Francisco angekommen ist, wo sie mit ihrem Onkel Henry ihre Verwandten auf Hugsons Ranch besuchen will, kommt sie mitten in ein Erdbeben. Ihr entfernter Cousin, der sie abholen soll gerät mit ihr, der Kutsche und dem Pferd in einen Erdspalt. Gemeinsam fallen sie in die Tiefe und landen schließlich im Land der Mangabus. Hier treffen Dorothy, ihr Cousin Zeb, das Pferd Jim und die Katze Eureka auch auf den Zauberer Oz. Doch dort steht ihnen der Tod bevor, weil die Bewohner ihnen die Schuld an dem Steinregen geben, der ihre Glashäuser beschädigt hat. Doch sie können entkommen und finden sich stattdessen im Tal von Voe, wo jeder der von der Dama-Frucht isst, unsichtbar wird, wieder. Die fünf Freunde wollen jedoch weiter, da auch diese Gegend alles andere als einladend ist. So kommen sie zu den hölzernen Gargoyles, die sie sofort angreifen und gefangen nehmen …

Durch ein Erdbeben geht es ab in die Fabelwelten.

Durch ein Erdbeben geht es ab in die Fabelwelten.

Lyman Frank Baums Geschichten um das sagenhafte Land Oz üben trotz ihres Alters noch immer einen massiven Reiz aus. Dies liegt vor allem die der Art seiner Erzählung und den Figuren. Auch zeitgeschichtliche Ereignisse versuchte er, immer wieder, einzubinden. So unter anderem das große Erdbeben in San Francisco im Jahre 1906. Allerdings nahm sich Baum, der zu dieser Zeit in Europa unterwegs war, ein paar persönliche Freiheiten heraus. Auf der anderen Seite achtete er aber auch peinlich genau auf gewisse Aspekte dieses Ereignisses. Beispiele hierfür sind die Risse seitlich zur Bahnlinie, die komplett seiner Fantasie entsprangen, während er sich mit dem Zeitpunkt des Bebens um kurz nach 5 Uhr morgens wieder sehr genau an die tatsächlichen Fakten hielt. Ähnliche verhielt es sich mit gewissen Eigenschaften seiner Figuren. Hier nahm sich Eric Shanower, der die Bände für Marvel sehr erfolgreich adaptiert, ein paar künstlerische Freiheiten, um die Handlungen zu den anderen Bänden ein wenig stimmiger zu machen. Ich persönlich muss sagen, dass mir diese gar nicht aufgefallen wären. Zum einen, weil Panini die Bände sowieso nicht chronologisch veröffentlicht. Da ich den zweiten deutschen Band bis jetzt noch nicht gelesen habe und mir, außer dem ersten Band, die weiteren Romanvorlagen auch vollkommen unbekannt waren.

Oben links: Das Land der Mangabus Unten links: Das Tal von Voe Rechts: Das Land der hölzernen Gargoyles

Oben links: Das Land der Mangabus
Unten links: Das Tal von Voe
Rechts: Das Land der hölzernen Gargoyles

Für das Artwork war, wie schon bei den vorangegangenen Bänden, wieder Skottie Young verantwortlich. Zusammen mit dem Koloristen Jean-Francois Beaulieu zaubert er erneut fantastische Welten, Fabelwesen und ungewöhnliche Ereignisse auf das Papier. Einzig seine Mimiken verfehlen diesmal gelegentlich ihr Ziel. So steht das Gesprochene, und das was Dorothy und die anderen Figuren ausdrücken, oftmals im Widerspruch zu ihren Gesichtsausdrücken. Dadurch entsteht eine ungewollte Komik, und manchmal sogar eine gewisse Unsicherheit beim Leser. Davon aber abgesehen sind die Bilder in diesem wunderschön gestalteten Hardcover erneut ein Fest für die Augen.
Mit Extras war Panini aber erneut ein wenig geizig. Neben einer doppelseitigen Einleitung, welche bereits im US-Band enthalten war, gibt es auch eine einseitige, die extra für die deutsche Ausgabe von Eric Shanower verfasst wurde. Hinzu kommen alle 8 Covermotive, einige davon in sauberer Form, sprich ohne Titelschriftzug sowie zwei Seiten mit jeweils 2 Bildern aus dem Skizzenbuch und eine Seite, auf der die Künstler des Bandes (L. Frank Baum, Eric Shanower, Skottie Young) in kurzen Biografien vorgestellt werden.

Zwei der merkwürdigen Wesen in diesem Band. Ein Erfinder aus der Oberwelt und Drachenbabys.

Zwei der merkwürdigen Wesen in diesem Band. Ein Erfinder aus der Oberwelt und Drachenbabys.

FAZIT:

Oz macht Spaß und Oz fasziniert mit jedem Mal aufs Neue. Shanower adaptiert die Handlungen so, dass man sich auch zurechtfindet, wenn man vorangegangene Abenteuer noch nicht kennt. Und trotzdem schafft er es, einen Zusammenhang aufzubauen. Gemeinsam mit den gelungenen Zeichnungen von Young eignet sich der Band erneut auch für jüngere Leser, um in die wundersamen Welten von Oz abzutauchen.

Ein Wiedersehen mit alten Freunden. Und Neuen.

Ein Wiedersehen mit alten Freunden. Und Neuen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / Panini

Der Zauberer von Oz [Panini, Juni 2012]

Heute möchte ich Euch in eine fantastische und märchenhafte Welt entführen. In L. Frank Baums Oz, und dem ersten Comicband von Marvels Erfolgserie…

Der Zauberer von Oz

Die kleine Dorothy wird durch einen Wirbelsturm aus ihrer Heimat in das wundersame Land Oz verschlagen. Dort landet sie mit ihrem Haus direkt auf der bösen Hexe des Ostens. Zwar sind alle Bewohner von Oz überglücklich, aber Dorothy möchte nur noch zurück nach Kansas. Doch der Einzige, der ihr dabei helfen kann, ist der Zauberer von Oz. Und dieser befindet sich in der Smaragdstadt. Also macht sich Dorothy mit ihrem kleinen Hund Toto auf den Weg und lernt unterwegs viele neue Freunde, wie die Vogelscheuche die Verstand sucht, den Holzfällerroboter der ein Herz braucht und den Löwen, dem es an Mut mangelt, kennen …

Dorothy in ihrer Heimat in Kansas.

Dorothy in ihrer Heimat in Kansas.

Mit diesem Band legt Panini die ersten acht Ausgaben von Marvels Adaption des ersten Romans von L. Frank Baums Oz-Universum vor. Mit Autor Eric Shanower darf einer der renommiertesten Oz-Kenner das Werk für Marvel umsetzen. Zusammen mit dem Zeichner Skottie Young ergibt sich das Dream-Team schlechthin für ein solch außergewöhnliches Projekt. Gemeinsam haben es sich die beiden nun zum Ziel gesetzt, möglichst viele der insgesamt 14 Romane als Comic umzusetzen, vorausgesetzt Marvel und die Comicleser wollen das. Wenn man sich aber die Verkaufszahlen der letzten Ausgaben ansieht, so stehen die Chancen hierfür nicht einmal so schlecht.

Auf dem Weg in die Smaragdstadt mit Dorothy, dem feigen Löwen, dem Blechholzfäller und der dummen Vogelscheuche.

Auf dem Weg in die Smaragdstadt mit Dorothy, dem feigen Löwen, dem Blechholzfäller und der dummen Vogelscheuche.

Während sich Shanower als Fachmann für das Land Oz bereits durch die Veröffentlichung von eigenen Comics einen Namen gemacht hat, war Young zwar kein unbeschriebenes Blatt, aber weil er bisher fast ausschließlich Superhelden gezeichnet hat, eher eine Überraschung. Auch wenn seine Zeichnungen und sein Stil geradezu perfekt zu Oz passen. Was kaum jemand weiß ist, dass Young schon immer Kinderbücher illustrieren wollte, und jetzt die Möglichkeit sah, seinen Traum zu erfüllen. Doch wie würden seine Fans darauf reagieren, wenn er jetzt für unbestimmte Zeit die Superhelden verlassen würde. Wären sie von seinem neuesten Projekt begeistern oder würde er fortan aus den Gedanken der Leser verschwinden?
Letztendlich entschied sich Young aber dennoch, das Projekt zu beginnen und sein Mut wurde belohnt. Die achtteilige Serie „The Wonderful Wizard of Oz“ schlug ein wie eine Bombe und dies unter Fans wie Kritikern gleichermaßen. Gedankt wurde dies den Machern 2010 mit dem Eisner Award für die beste Limited Series.

Rückkehr in die Smaragdstadt...

Rückkehr in die Smaragdstadt…

FAZIT:

Eric Shanowers und Scottie Youngs „Der Zauberer von Oz“ ist schon jetzt ein Klassiker. Mit sehr viel Liebe zum Detail schaffen es die beiden Künstler, das Land Oz neu erblühen zu lassen. Shanower nutzt sein Wissen über die Romane und seine Erfahrungen durch sein eigenes Comicprojekt ideal und Young liefert einfach nur traumhaft schöne Bilder. Es wirkt fast so, als hätte Young niemals etwas anderes gezeichnet als die kleine Dorothy und das zauberhafte Land. Dieser Band ist nicht nur für Comic- und Fantasyfans ein Muss, sondern auch ideal um Kinder an diese fantastische Welt heranzuführen.
„Der Zauberer von Oz“ sollte in dieser Fassung in wirklich keiner gut sortierten Comicsammlung fehlen, besonders dann, wenn man Kinder hat, oder sich im Lande Oz gerne einmal verlieren möchte.

Die Smaragdstadt in voller Pracht.

Die Smaragdstadt in voller Pracht.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010-2012 Marvel & Subs. / Panini

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) [Panini, Dezember 2011]

Heute gibt es auch schon den zweiten Teil und das Finale zum Tod von Spider-Man. Halten die großartigen Ankündigungen das was sie versprechen? Wird diese Ausgabe das Ultimative Universum wirklich für immer verändern?

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2)

Der Wahnsinn bricht sich weiter Bahn als Norman Osborn (den alle bisher für tot hielten) zusammen mit Dr. Octopus, Electro, Sandman, dem Geier und Kraven dem Jäger der Obhut von S.H.I.E.L.D. entkommen kann. Und ausgerechnet jetzt befindet sich Peter mit Captain America in einer „Trainingsstunde“ die ihm klarmachen soll das er mit jeder seiner Aktionen eine Konsequenz heraufbeschwört dessen er sich bewusst sein und damit leben muss. Oder im schlimmsten Fall sterben.
Genau in diesem Moment erhält Steve die Information das es Ärger gibt und er macht sich auch sofort auf den Weg, aber nicht ohne Spider-Man klarzumachen das er sich diesmal raus halten soll, weil er einfach noch nicht reif genug dafür ist. Aber wer Peter kennt, der weiß auch das es gegen seinen Kodex geht sich irgendwo herauszuhalten, und so folgt er Captain America. Doch an dem Schauplatz wo die Ultimativen kämpfen kann er dennoch nichts ausrichten und die Flüchtigen befinden sich ebenfalls nicht vor Ort, als sein Handy klingelt und MJ ihm mitteilt das Osborn, samt Anhängseln sich in der Innenstadt befinden wo er gerade wieder einmal ausrastet und Dr. Octopus tötet.
Spider-Man macht sich auf den Weg zum Geschehen, findet dort aber nur noch die Leiche von Octavius vor und lässt sich von den verstörten Passanten den Weg zur Brücke weisen, auf der noch immer der Kampf der Ultimativen tobt. Dort angekommen entdeckt er den Punisher, der gerade auf Captain America anlegt und schafft es im letzten Moment diesen aus der Schussbahn zu stoßen, muss dabei aber selbst einen glatten Durchschuss einstecken.
Kaum das er wieder zu sich kommt, muss er feststellen das er alleine ist. Die Ultimativen sind verschwunden und auch sonst hat sich keiner um den verletzten Spider-Man gekümmert. Also macht er sich auf den Weg nach Hause in der Vermutung das Osborn dort zuschlagen wird. Währenddessen kämpfen bereits Johnny und Robert in Queens gegen die verbliebenen Flüchtlinge mitsamt Osborn als Anführer. Doch Peter ist geschwächt und auch so schon am Ende seiner Kräfte, als er sich dem endgültigen und Finalen Kampf gegenüberstellt…
FAZIT:
Das Finale ist wie es sein soll. Spannend, Dramatisch, Actionreich und voller Emotionen. Brian Michael Bendis hat es wahr gemacht und den ultimative Peter Parker das Leben genommen. Kein Schwindel, keine verheißungsvollen und imposanten Ankündigungen die doch nicht das halten was sie versprechen. Nein. Diesmal ist es echt und nachdem was Bendis nach der Veröffentlichung verlauten ließ, wird es diesmal auch dabei bleiben. Ob man das bei Marvel auch wirklich durchhält, wird wohl erst die Zeit zeigen, aber dieses Abenteuer markiert einen Wendepunkt und Neuanfang für das Ultimative Universum.
Um das Finale auch würdig zu präsentieren darf niemand anderes an den Zeichenstift als der Meister schlechthin. Mark Bagley, der dem ultimativen Spider-Man von der Nummer 1 an in über 100 Ausgaben lang leben ein gehaucht hat. Für Bendis war klar, das kein anderer Künstler diese Ehre zuteil werden dürfe als den beiden Vätern dieser Serie. Und was soll ich sagen. Bagley ist einfach mein Lieblingszeichner an Spider-Man. Mit seinen ASM-Ausgaben bin ich damals bei Condor im „Die Spinne“-Magazin #215 voll eingestiegen (nachdem ich vorher fast nur die TBs hier nach der Wende im Osten gefunden hatte) und groß geworden. Bagley hat so viele bedeutende Ereignisse in Spider-Mans Leben bebildert, wie kaum jemand anderes (siehe hierzu auch ASM #400 mit dem Tod von Tante May).
Und auch wenn dieser Band die Nummer 2 von 3 zum Story-Arc „Der Tod von Spider-Man“ ist so kann man auf den dritten Teil auch verzichten, da dieser nur ein Tie-In darstellt und den Kampf der Ultimativen auf der Brücke näher beleuchtet, ansonsten aber eher weniger bis überhaupt nichts weiter mit den bisherigen Geschehnissen zu tun hat.
Anders ist es dann mit dem Band „Ultimate Fallout“ welcher sich mit den Auswirkungen und vor allem den Nachwirkungen um den Tod von Spider-Man beschäftigt. Und auch diesen werde ich hier auf meinem Blog vorstellen. Sobald ich ihn vorliegen habe natürlich. Denn diesmal kann ich irgendwie nicht warten und mich anderen Dingen widmen. Ich will wissen wie es weitergeht.

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) (Variant Cover-Edition B)

Ich selbst darf mich ja dank meines Comicshop des Vertrauens im Besitz der wunderschönen Variant Cover-Edition B wähnen, welche oben abgebildet und auf 150 Exemplare limitiert ist. Daneben sieht man auch noch die Vorder- und Rückseite des Polybeutels in dem die Variants verkauft werden.

Variants und Edition B?

Ja es gibt 2 Variants. Neben dem oben abgebildeten B-Variant und der regulären Ausgabe welche am Anfang der Rezension zu sehen ist, gibt es auch noch das auf 999 Exemplare limitierte A-Variant, welches ihr hier unten seht (ebenfalls nochmals mit dem Polybeutel). Da man also vorher nicht sieht welches Variant enthalten ist, hat das Ganze ein wenig etwas von einem Überraschungsei.

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) (Variant Cover-Edition A)

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Alternativ könnt ihr es natürlich auch hier probieren. 😉

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Review: Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man – Prolog (Teil 1) [Panini, September 2011]

Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man – Prolog (Teil 1) [Panini, September 2011]

In meiner heutigen Rezension widme ich mich dem wohl aufsehenerregendsten Abenteuer seit dem Tod von Superman und dem behinderten Batman in der Comicgeschichte. Es geht um den Tod des ultimativen Spider-Man. Und auch wenn die letzte Ausgabe der Serie Ultimate Spider-Man in den USA eingeschweißt verkauft wurde, haben schon einen Tag vor der Veröffentlichungen diverse Onlineportale den Tod des titelgebenden Helden in die Welt hinausgeschriehen. Eine Praxis wie sie auch bei einem bekannten großen deutschen Propagandablatt zum Alltag gehört und welches sich ebenfalls nicht lumpen ließ um dem deutschen Markt diese Meldung brühwarm und ohne Spoilerwarnung, direkt auf der Startseite ihres Internetauftritts zu präsentieren. Abgesehen davon das der deutsche Verlag darüber ziemlich verärgert gewesen sein muss, so waren auch die Fans die unbedacht in diese Falle stolperten enttäuscht.
Denn kaum das diese Meldung online war, wurden die Comicforen von Meldungen, Spoilern und (ich sage es jetzt wirklich mal ungeschönt) Idioten überrannt, die der gesamten Community diese Tragödie mitteilen mussten. Doch unabhängig davon war dies wohl auch eine kleine Marketingkampagne von Marvel, da Comicfans mit solche aufbrausenden Meldungen wie dem Tod eines Helden heute bei weitem nicht mehr so leicht zum Kauf anzuregen sind, wie noch vor 20 bis 30 Jahren. Zu schnell kehren verstorbene Helden wieder zurück und zu oft entpuppt sich der bevorstehende Tod doch nur als Finte.
Aber diesmal wollte es Bendis anders machen und legte sich dafür auch mächtig ins Zeug…

Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man (Teil 1)

Peter hat als Spider-Man nach dem Chamäleon-Disaster keinen guten Stand in der Stadt. Auch S.H.I.E.L.D.-Chefin Carter muss sich dem „Erbe“ von Nick Fury annehmen und hat dafür Iron Man, Captain America und Thor eingeladen um deren jeweilige Meinungen über den Superheldenjungspund zu erfahren. Und nach erfolgreicher Erörterung und Abstimmung wird beschlossen Peter ins Superheldentrainingslager zu schicken. Ab sofort wird Spider-Man von den Ultimativen unterrichtet.
Doch als wenn das nicht das einzige Problem ist taucht neben der Black Cat auch noch Mysterio wieder auf und beide haben es auf den Kingpin abgesehen. Doch erfolgreicher ist wohl Mysterio, der den Kingpin mal so eben ausknipst. Das wollte eigentlich Felicia aus privaten Gründen machen und außerdem hatte sie es noch auf den Zodiac-Schlüssel abgesehen, der aber in jedermanns Händen die ultimative Waffe der Zerstörung darstellt und deshalb auf keinen Fall in Mysterios Hände gehören.
Es kommt wie es kommen muss und so beginnt das Chaos indem Felicia mit dem Zodiac-Schlüssel ein halbes Wohnviertel ausradiert gerade während Peter in einer seiner Trainingsstunden mit Tony Stark ist. Das reicht natürlich noch nicht um das Chaos perfekt zu machen…
Zu all dem Chaos taucht auch Gwen wieder auf, Peter vergisst seinen Geburtstag und erhält Besuch von Kitty was Mary Jane natürlich überhaupt nicht glücklich macht…
FAZIT:
„Der Tod von Spider-Man“ beginnt dramatisch und komisch. Komisch weil die Superhelden-WG. noch immer das reinste Chaos ist und besonders Johnny mit seinem aufgeblasenen Ego und seiner Arroganz einem immer ein Schmunzeln entlockt und zum anderen weil Peter nun die Superheldenschulbank drücken muss und das bei Lehrern die nicht unterschiedlicher sein könnten.
Dramatisch weil sich natürlich einiges ankündigt was die ganze Welt gefährden könnte. Nicht nur das Mysterio wieder auftaucht und sich damit schon Unheil ankündigt, auch das Auftauchen eines seltsamen und uralten Artefaktes das ohne Untertreibung die gesamte Welt auslöschen könnte sorgt für die nötige Spannung.
Story-technisch wird also schon so einiges aufgefahren und auch am Zeichenstift hat das Ganze ein wenig Ähnlichkeit mit einem Staffellauf. So geben sich neben Stammzeichner David Lafuente, auch Sara Pichelli, Joelle Jones, Elena Casagrande, Jamie McKelvie, Skottie Young und Chris Samnee die Ehre und setzen die Abenteuer stilecht in Szene.
Zusammenfassend ein wirklich schöner Anfang der von allem etwas bietet und auf ganzer Linie unterhält.

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