I Want You For US Comics (19) [Spider-Gwen Nr. 5 & 6]

Derzeit muss ich mit der Spider-Man und Avengers-Heftserie ein wenig pausieren, weil ich sonst in Kontinuitätsprobleme gerate. Dafür arbeite ich nun ein paar Paperbacks auf, nach möglichkeit in der korrekten Reihenfolge der US-Hefte, um Überschneidungen in der Handlung möglichst gut aufzufangen. Im Fall von Spider-Gwen ist es leider so, dass Panini die deutsche Serie eingestellt hat und ich deswegen auf die US-Trades ausweichen musste. Das Serienfinale präsentiere ich euch nun gesammelt in diesem Review …

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Im Netz von Spider-Man #35 [Panini, Januar 2012]

Weiter geht es mit Fear Itself und Im Netz von Spider-Man …

Im Netz von Spider-Man #35

Auch Spideys kleine und heile Welt wurde inzwischen von den Ereignissen aus Fear Itself heimgesucht. Doch was kann ein einzelner Held in einer so großen und inzwischen verrückten Stadt schon gegen die Angst ausrichten, die offenbar ganz New York zu lähmen und in fast jedem Menschen nur das Schlechteste hervorzurufen scheint.
Aber wie schlimm die Situation auch sein mag und was sich Peter Parker auch entgegenstellt, er gibt niemals auf. Und da ist er zum Glück nicht der Einzige. Und auch der ihm eigentlich nicht wohlgesonnene J. Jonah Jameson findet die richtigen Worte um Spidey neuen Kampfgeist zu geben und auch die Reporterin Norah Winters ist die Letzte, die in einem solchen Moment den Schwanz einzieht und abhaut …

Die Kirche als Zufluchtsort, der Verzweifelten.

Eine wirklich tolle Tie-In-Mini haben Christopher Yost und Mike McKone hier abgeliefert. Es gibt zwar eine Menge Action auf den über 70 Seiten, welche die Miniserie in diesem Heft füllen, doch das größere Augenmerk liegt hierbei auf der titelgebenden Angst. Und diese wissen Yost und McKone gekonnt in Szene zu setzen. Denn um dieses Gefühl so richtig auf die Spitze zu treiben, wird nicht nur Spider-Man in den Mittelpunkt gerückt, sondern drei ganz normale Menschen, die ihre eigenen Ängste überstehen müssen. Und wie es das Schicksal so will, kreuzen alle auch irgendwann Spideys Weg und ziehen ihn so noch tiefer in die Ängste der gesamten Stadt hinein.

Vermin verbreitet Angst, oder doch nicht …

Was mir als altem Hasen besonders gefällt, ist die Idee einen alten Gegner mit einzubringen der schon immer in Abenteuern dabei war, in denen es um die Angst ging. Sei es bei Kravens letzter Jagd oder der „Das Kind in dir“-Storyline. Vermin war schon immer ein Charakter, der bei Spidey zur Intensivierung von Ängsten eingesetzt wurde. Am faszinierendsten ist aber die Art und Weise wie Yost ihn hier einsetzt. Denn wenn man genau hinsieht, sind die Anzeichen von der ersten Seite an da, aber ich als Leser habe das trotz meines Vorwissens nicht sofort kommen sehen. Ein sehr gelungener Schachzug, wie ich persönlich finde.

CSI Miami in Reinkultur …

Aber neben all der Angst hat der Band noch ein wenig mehr zu bieten. In zwei weiteren kurzen Geschichten gibt es kleinere Rückblicke. Zum einen geht es storytechnisch ein paar Monate zurück und erzählt, wie Peter Parker sich als Tatortfotograf neben seiner damals Noch-Nicht-Freundin schlägt, und einmal wie die kleine Carlie schon im zarten Teenageralter eine Mordserie löst.
Beide Geschichten sind kurzweilig und unterhaltsam und auch sehr gut gezeichnet. Aber, und das ist Meckern auf hohem Niveau, die Zeichnungen von Todd Nauck passen nicht so ganz zu der Geschichte um Peters Job als Tatortfotograf. Bis auf die leider viel zu kurze Szene in der CSI mächtig auf die Schippe genommen wird. Auch bei der zweiten Story gefallen die Zeichnungen von Nick Dragotta sehr gut. Sein Stil passt perfekt zu diesem Rückblick, ohne dabei altbacken zu wirken.

Eine Reise zurück in die Vergangenheit.

FAZIT:

Bisher ist diese Ausgabe das beste Tie-In, welches ich im Laufe des Events lesen konnte. Zum einen liegt dies natürlich auch daran, dass ich absoluter Spidey-Fan bin, aber vor allem daran, dass nicht die reine Action, sondern wieder einmal der Soap und Drama-Anteil hier im Vordergrund standen. Oftmals gefallen mir diese Ausgaben einfach besser, da in meinen Augen Action und Gewalt, nicht die einzigen Zutaten für ein spannendes Comic sind.
Nach dieser Lektüre sehe ich erstmal wieder positiv dem entgegen, was mir das Event noch bringen mag. Wenngleich auch die Gefahr besteht, enttäuscht zu werden, da es schwer sein wird, das hier angeschlagene Niveau und die gelungene Mischung aus Action und Dramatik zu halten.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Ultimate Comics: Spider-Man #1 [Panini, Juni 2012]

Nachdem ich nun in den letzten Tagen nochmal die zweite Ultimative Spider-Man-Serie, welche Panini in fünf Trades aufgelegt hat, zusammengefasst habe, widme ich mich heute der nagelneuen Serie. Wer also weder Ultimate Spider-Man #4 und #5, sowie Ultimate Fallout gelesen hat, sollte jetzt vorsichtig sein, denn es werden mit Sicherheit Begebenheiten genannt die euch spoilern werden. Deshalb, lesen nur auf eigene Verantwortung. 😉

Ultimate Comics: Spider-Man #1

Eigentlich ist Miles Morales ein ganz normaler Junge, oder wenigstens möchte er dies sein. Doch wie so oft hat das Schicksal andere Pläne. Denn Miles Onkel Aaron ist niemand anderes als der Kleinkriminelle Dieb namens Prowler und dieser hat nichts besseres zu tun als bei Oscorp einzubrechen um ein wenig Beute zu machen. Doch was Aaron nicht weiß, ist das er neben der Beute auch noch einen kleinen blinden Passagier mit an Bord hat.

Aber auch Miles hat es nicht einfach. Um in seinem Leben weiterzukommen hat er die Chance auf die ultimative Schullaufbahn an der Brooklyn Visions Academy. Das einzige Problem ist das hierfür keine Leistungen zählen, sondern Glück. Denn die Plätze werden nach dem Losverfahren ermittelt. Wie es das Schicksal nunmal will, ist Miles der allerletzte der ein Ticket hierfür lösen darf, was den jungen Schüler aber nicht wirklich glücklich stimmt.

Natürlich will Miles dies auch seinem Onkel Aaron erzählen, doch dann passiert es. Der kleine blinde Passagier aus dem Raubzug der letzten Nacht erwählt Miles als neues Opfer und beisst den Jungen, der daraufhin zusammenbricht. Als Aaron dann Miles Vater (der auch Aarons Bruder ist) kontaktiert damit dieser Miles abholt, kommt es zwischen den beiden Brüdern zum Streit, woraufhin Miles flieht…

Schnell bemerkt Miles aber das etwas nicht stimmen kann. Er fühlt sich anders und seine neuen Fähigkeiten zeigen sich in ein paar kritischen Situationen. Miles kann natürlich auch nicht anders als seinem besten Freund Ganke davon zu erzählen, der dies natürlich „Voll Cool!“ findet. Doch Miles will diese Kräfte nicht, vor allem weil es bereits einen Spider-Man gibt und diesem sein Job wohl auch Spaß macht. Aber Miles lernt sehr schnell das er sich dieser Verantwortung nicht entziehen kann.

Miles beginnt ein neues Kapitel in seinem Leben, als er mit Ganke endlich das neue Schuljahr an der Brooklyn Visions Academy beginnt. Aber eines Nachts gibt es eine Notfallübung die immer abgehalten wird, wenn Superwesen in der Nähe kämpfen. Als Miles erfährt das Spider-Man dabei schwer verletzt wurde, kann er nicht anders und muss einfach zum Schauplatz nur um dort vor Ort den Tod von Peter Parker live mitzuerleben. Ab sofort weiß er das er eine Bestimmung hat, und das auch weil Gwen Stacy im Peters Beweggründe für sein Handeln mitgeteilt hat.

Schon in den nächsten Nächten geht Miles auf Streife auch um seine Fähigkeiten zu trainieren und trifft dabei auf alte Bekannte, neue Freunde, neue Feinde und die Möglichkeit sich zu beweisen um die schwere und verantwortungsvolle Erbschaft von Peter Parker anzutreten. Mitsamt neuem Kostüm…

FAZIT:

Brian Michael Bendis macht auch beim dritten Start vom ultimativen Spider-Man irgendwie alles richtig. Die Verankerung von Miles in die Geschehnisse um die letzten Tage von Peter Parker, sowie die Charakterisierung des Hauptprotagonisten und seines persönlichen Umfeldes. Zuerst wird man sich fragen, warum überhaupt ein schwarzer Spider-Man und dazu noch aus so ärmlichen Verhältnissen. Und die Antwort ist klar und deutlich. Warum nicht?
Die damit einhergehende Designantwort in Form des schwarzen Kostümes welches ein wenig die Hautfarbe des Helden nauch aussen trägt finde ich fast schon ein wenig übertrieben und gewagt, aber vom Designstandpunkt sieht das neue „kleine Schwarze“ einfach nur elegant aus.
Nicht ganz unbeteiligt an dem tollen Auftreten von Miles als Spider-Man ist die italienische Zeichnerin Sara Pichelli. Ihr Stil ist dem von David Lafuente nicht ganz unähnlich, aber dennoch frisch und neu. Fast schon wie eine Mischung aus Lafuente und Bagley. Wunderschön und vor allem dynamisch. Denn auch wenn Comics in erster Linie stille Momentaufnahmen von Ereignissen sind, da ihnen die sanften Bewegungen einer Animation fehlen, so sind Bilder mit eigener Dynamik inzwischen sehr wichtig geworden. Pichelli vereint dies sehr gut, und auch die Farbgebung von Ponsor weiß wieder zu überzeugen und führt zu einem Gefühl der Bekanntheit, des „sich heimisch fühlens“.
Die neueste Inkarnation vom ultimativen Spider-Man ist wieder rundum gelungen und macht einfach einen Riesenspaß. Es ist frisch, es ist spannend und es ist witzig, woran vor allem die kleinen Seitenhiebe und Gags schuld sind, wie Miles Freund Ganke und seine immer wechselnden Marvel-Hommagen in Form von T-Shirts oder Internetavataren.

Alternativ gab und gibt es auch noch dieses wunderschöne Variantcover des Bandes, welches ich auch mein eigen nennen darf. Sara Pichellis wunderbare und dynamische Zeichnung gefällt mir einfach einen Tick weit besser als Kaare Andrews (ebenfalls nicht schlechtes) Covermotiv.

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Ultimate Spider-Man #3: Vergiftete Liebe [Panini, März 2011]

Und weil es gestern so schön war, schieben wir den dritten Band gleich noch nach. Vielleicht schaffe ich diese Woche dann ja auch schon den ersten Band mit dem neuen Ultimativen Spider-Man, der nach Peter Parkers Tod, dessen Aufgaben übernimmt.

Ultimate Spider-Man #3: Vergiftete Liebe

Die Beziehung zwischen Gwen und Peter ist schon länger nicht mehr die Beste. Als nun auch noch ein Doppelgänger sich Peters Leben inklusive seines Superhelden-Ichs, Spider-Man, bemächtigt bricht alles in sich zusammen. Der Doppelgänger flirtet mit MJ und macht ihr wieder Hoffnung, gleichzeitig macht er sich aber auch an Gwen ran und als er entdeckt das Peter Spider-Man ist muss er auch noch dessen Namen ruinieren indem er einen beispiellosen Raubzug durch New York antritt. Doch auch der echte Peter hat es nicht einfach. Ist er doch zusammen mit J. Jonah Jameson gefangen, der im Verlaufe des Abenteuers nicht nur entdeckt das Peter Spider-Man ist, sondern auch noch angeschossen wird…
FAZIT:
Auch dieses mal liefern Bendis und Lafuente wieder genau die richtige Dosis an Soap, Action und Dramatik ab, für die der ultimative Spider-Man inzwischen berühmt und bei manchen auch berüchtigt ist. Das Beziehungswirrwarr in der Teenager-WG mit Tante May als Raubtierbändiger macht dabei genauso viel Spaß wie die Action mit Iceman und der Fackel im Kampf gegen das Doppelgänger-Pärchen.
Auch die letzte Geschichte, bevor es zur alten USM-Nummerierung mit der 150, weitergeht ist mit ihrem sinnierenden und nachdenklichen Inhalt in dem viele Entscheidungen mit großer Tragweite getroffen werden sehr gelungen. Der Zeichnerwechsel ist zwar im ersten Moment etwas ungewohnt, passt dann aber dennoch sehr gut zur Geschichte.

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Ultimate Spider-Man #2: Am Scheideweg [Panini, Oktober 2010]

Um die Zeit noch ein wenig zu verkürzen bis ich mich dem neuesten Ultimate Spider-Man widmen kann präsentiere ich als kleinen Lückenfüller den zweiten Trade der zweiten Ultimate Spider-Man Serie…

Ultimate Spider-Man #2: Am Scheideweg

Ein paar Monate vor dem Ultimatum geschah mit Rick Jones etwas seltsames. Nun einige Monate nach Ultimatum, bei Peter ist alles andere als Ruhe eingekehrt nachdem Johnny Storm, Gwen Stacy und Bobby Drake nun auch bei Tante May Unterschlupf gefunden haben, wacht Rick aus dem monatelangen Koma wieder auf. Nun muss sich Rick mit der Erkenntnis auseinandersetzen das er über neue und kräftige Mächte verfügt die er nicht so einfach kontrollieren kann. Dabei sollen ihm nun Spider-Man, Iceman und die Fackel im Auftrag von Tante May helfen. Doch neben Flugkräften verfügt Rick offenbar auch über eine Art Teleportationsfähigkeit mit der er zusammen mit den drei Helden schnell nach Wyoming wo vor dem Ultimatum die Fantastischen Vier auf einen seltsamen Beobachter trafen der mit seiner Prophezeiung über einen Auserwählten für Verunsicherung gesorgt hat. Offenbar handelt es sich bei Rick um diesen Auserwählten und als die vier nun nach Wyoming gekommen sind um ein paar Antworten auf ihre Fragen zu erhalten, werden sie bereits von vier heißen Schlangenladys erwartet. Nach einem kurzen aber erfolgreichen Kampf erhalten die vier Jungs dennoch keine zufriedenstellenden Antworten.
Wieder zuhause erhält nicht nur Peter eine neue Frisur (immerhin wirkt sein Kopf unter der Maske von Spider-Man durch seine lange Mähne riesig und melonenähnlich) und Johnny Storm verliebt sich in Peters weiblichen Klon der noch immer als Spider-Woman von sich reden macht. Zu allem Überfluss wird auch noch Kitty Pride in der Schule von ein paar Regierungsagenten angegriffen so das ihr und Kong nur die Flucht bleibt. Doch schon nach kurzer Zeit kommt es bei Kittys Elternhaus zum gefährlichen Showdown…
FAZIT:
Die Seifenoper rund um Peter und seine Jugend-WG gehen weiter. Und sie nehmen ein paar Handlungsbögen aus der Zeit vor dem Ultimatum auf. Was hat es zukünftig mit Rick Jones, oder Nova wie er sich jetzt selber nennt, auf sich und welche Bedeutung werden seine Handlungen für die Zukunft des Ultimativen Universums haben. Während der erste Zweiteiler „Am Scheideweg“ vom grandiosen Kanadier Takeshi Miyazawa, der auch schon die sehr unterhaltsame Spider-Man loves Mary Jane Serie teilweise bebildern durfte, gezeichnet wurde, darf sich am folgenden Mehrteiler „Vergiftete Liebe“ wieder David Lafuente austoben. Dieser korrigiert auch sogleich eines der größten Merkmale der Kritik am neuen Ultimativen Spider-Man und zwar den Melonenkopf.
Neben der ohnehin schon amüsanten und rasanten Story wissen somit auch die Bilder zu überzeugen und Bendis liefert mit Lafuente und Miyazawa eine rundum gelungene Fortsetzung des Ultimativen Spider-Man ab.

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Ultimate Spider-Man #1: Die neue Welt des Peter Parker [Panini, Juli 2010]

Heute will ich zum Start der neuen „Ultimate Comics: Spider-Man“-Serie (zu dem es auch ein sehr schönes Variant gibt) mal einen kleinen Blick zurück werfen zur ersten Ausgabe der Vorgängerserie „Ultimate Spider-Man“. Kurz nach dem Ultimatum gab es große Veränderungen für den jungen Peter Parker…

Ultimate Spider-Man #1: Die neue Welt des Peter Parker

6 Monate sind seit Ultimatum vergangen und noch immer zieht diese Tragödie im Ultimativen Universum Spuren hinter sich her. Das sind sowohl positive wie das jeder Spider-Man liebt, Jonah geläutert ist, Peter sich in Gwen verliebt hat, als auch negative wie die großen Schäden in der Stadt, das Misstrauen den Mutanten gegenüber, als auch die einzelnen Tragödien. Wie z.B. das von Johnny Storm. Nachdem sein Vater während Ultimatum verstarb irrte er in Europa umher und landet nun 6 Monate später bei Peter vor der Haustür. Von da an geht es Schlag auf Schlag. Johnny Storm zieht bei Gwen und den Parkers ein. Schon kurz darauf steht auch Kitty Pryde mit ihrem Ex-X-Men Bobby Drake (Iceman) vor der Tür, der von seinen Eltern vor die Tür gesetzt wurde, nur weil er ein Mutant ist. Aber auch Bobby findet bei Superheldenmutter May Parker ein Zuhause. Doch neben diesen zwei Ereignissen in der neuen Welt des Peter Parker, gibt es auch Neuigkeiten für Spider-Man. So wird der Kingpin von Mysterio ermordet, und dieser schwingt sich sofort auf den nun freien Thron des Superkriminellen für New York. Jedoch ist das erste was Mysterio nun plant nicht etwa Macht und reichtum, sondern ganz einfach nur Spider-Man zu entlarven und zu töten. Auch ein neuer mysteriöser Superheld taucht auf und rettet auch gleich MJ vor ein paar schmierigen kleinen Ganoven.
FAZIT:
Das ultimative Universum sollte bei seinem Start vor inzwischen 10 Jahren neuen frischen Wind in die Riege der etwas angestaubten Marvel-Figuren bringen. Brian Michael Bendis zusammen mit Mark Bagley und Mark Millar mit der Unterstützung von Adam Kubert, gelten dabei als die Väter des ultimativen Universums. Mit ihren Serien Ultimate Spider-Man und Ultimate X-Men sollten sie das Marvel Universum neu erfinden und neue Käufer erschließen. Die Basis beim ultimative Spider-Man bildeten deshalb seit jeher frische dynamische Geschichten mit einem hohen Soapanteil, der den Leser an den Erfolgen und Tragödien des Titelhelden und seiner Freunde mitleiden lässt. Genau dieser Mischung wird in diesem Neustart nach Ultimatum Rechnung getragen und das Hauptaugenmerk liegt mehr auf dem zwischenmenschlichen als auf der reinen Action. Der leicht Manga-artige Zeichenstil von David LaFuente passte dabei perfekt zu dem locker frischem Geschichtenaufbau.
Für Neueinsteiger wie auch Liebhaber bildet dieser erste Band den perfekten Start in eine neue Welt voller Abenteuer, Dramatik, Action, Spannung und Humor. Denn wen Peter, Johnny und Bobby anfangen ihre kleinen Superheldenspiele hinter der Fassade einer heilen Patchwork-Familie starten, dann muss man einfach weiterlesen.

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Ultimate Fallout #1: Eine Welt ohne Spider-Man [Panini, Februar 2012] ACHTUNG SPOILER!!!

Als ich den Artikel zu Ultimate Spider-Man #5 veröffentlicht habe, da habe ich euch versprochen das ich das letzte Kapitel und den Neubeginn (Ultimate Fallout) vorstelle sobald ich es vorliegen habe.
Nun, mein Versprechen habe ich dann hiermit gehalten. Vorgestern den Band bekommen, gestern gelesen und heute den dazugehörigen Artikel veröffentlicht. Und als wäre das alleine nicht schon genug Grund zur Freude möchte ich euch diesmal sogar mit ein paar zusätzlichen Bildern (zum vergrößern einfach auf die Bilder klicken) einige Einblicke in den Band gewähren…

Ultimate Fallout: Eine Welt ohne Spider-Man

Peter Parker, der ultimative Spider-Man ist tot.

Ganz New York steht unter Schock. Während einige wenige versuchen zur Tagesordnung überzugehen, sind große Teile New Yorks und deren Bewohner erstarrt und ungläubig. Weniger darüber das ein junger Teenager der tagtäglich unter ihnen lebte der Held Spider-Man war, sondern eher das eben jener Held sein Leben lassen musste.
Welche Ausmaße das ganze inzwischen angenommen hat wird Tante May erst klar als Peters Beerdigung ansteht und die Kirche von einer Menschenmasse umringt ist, wie sie es nicht erwarten konnte. Es hat den Anschein das fast ganz New York von ihrem gefallenen Helden Abschied nehmen wollte.
Als dann auch noch fast wie bei einem roten Teppich Gwen, Tante May und Tony Stark an einer Menge von berührten Menschen vorbeikommt und dabei von einem kleinen Mädchen angesprochen wird, welches von Peter einmal aus einem brennenden Haus gerettet wurde und nun die schon vollkommen überwältigte und verstörte Tante May mit den Worten „Willst du gedrückt werden?“ in den Arm nimmt.
Und als wären diese Ereignisse nicht schon genug um Tante May sämtlicher Kräfte zu berauben, kommt nun auch noch Steve Rogers, Captain America, um ihr zu beichten das es alleine seine Schuld ist, das Peter nicht mehr lebt. Nicht nur weil er Peter klargemacht hat, dass er noch zu jung und unerfahren für den Superheldenjob sei, sondern weil Peter auch noch eine Kugel abgefangen hat, welche für Captain America bestimmt war und ihn so schlussendlich tötete.
Als Tante May dies erfährt kann sie nicht mehr an sich halten und rastet vollkommen aus. Sie hält Steve, Tony und allen anderen Helden eine Standpauke über die Vorbildfunktion die sie für Peter hatten und ohrfeigt dann auch noch vor aller Augen Captain America.
Mary Jane sucht derzeit nach Beweisen das Nick Fury und die Regierung für den Tod von Spider-Man verantwortlich sind. Sie macht Bilder und sammelt Fakten um diese dann zu veröffentlichen und alle bloß zu stellen.
Auch Rogue, die Peter nicht persönlich kannte, fühlt mit dem gefallenen Helden und erinnert sich an ihre verlorenen Freunde. Sie erkennt das dies offenbar nur der Beginn von etwas wirklich Bösen sein kann und flüchtet zum Gebet in eine verlassene Kirche.
Zwischenzeitlich schafft es auch Kitty nicht in der Kirche zu bleiben, da ihr einfach alles zu viel wird. Sie flüchtet nach draussen und erkennt das einige der New Yorker welche sich in der trauernden Menge verteilt haben überhaupt nicht an der Tragödie von Peter Parker interessiert sind, sondern sich selbst nur in die Öffentlichkeit rücken wollen. Dabei trifft sie auch auf Johnny und Robert und beschließt mit den beiden ein neues Leben zu beginnen, bei dem sie nicht die Gejagten der Regierung darstellen wollen.
Tony musste auch schon wenige Tage zuvor seinen Bruder beerdigen und durfte dann die Bekanntschaft einiger einflussreicher Leute machen, während unter S.H.I.E.L.D.s Obhut der Hulk besänftigt und als Waffe trainiert werden soll.
Doch der Teil New Yorks der nicht bei der Trauerfeier ist, sieht sich einer neuen Überraschung konfrontiert, als ein neuer Spider-Man beginnt in New York aufzuräumen. Wie Peter auch, noch eher tollpatschig, aber engagiert stellt er sich dem Känguruh entgegen.
Und noch jemand versucht seinen Einfluss auszunutzen. Pietro Lensherr der als Mutant und Ausgestoßener eigentlich verfolgt gehört möchte mit seinen Möglichkeiten andere Mutanten trainieren und in ihren Kräften unterweisen. Jedoch will er das nicht tun um der Gesellschaft einen Gefallen zu tun, sondern um die dann ausgebildeten Mutanten, wie Sklaven, zu verkaufen. Auch Reed Richards erkennt genau wie Pietro seine Chancen und weiß sie zu nutzen. mit ein paar Hilfsmitteln und seinem überragenden Intellekt schafft er es wieder zurück auf die Erde.
Ausgerechnet jetzt wird auch noch S.H.I.E.L.D. der Etat um dreissig Prozent gekürzt während sie die Effektivität wiederum um mehr als dreissig Prozent steigern sollen, und zu allem Überfluss hat Steve Rogers nun noch seinen Dienst als Captain America quittiert.
In diesem Moment erkennt Fury das er mit jemandem reden muss. Er sucht Mary Jane auf und beichtet ihr das er Peter bereits als Baby kannte, da seine Eltern für S.H.I.E.L.D. gearbeitet haben. Und als er erfuhr das Peter durch diesen Unfall besondere Kräfte erhielt, wollte er ihn unter seine Fittiche nehmen, doch es hat nicht so funktioniert wie er es sich gewünscht hatte…
FAZIT:
Man merkt das in diesem Band sehr vieles passiert. Ereignisse die nicht nur mit dem abschliessen sollen was in Ultimate Spider-Man #4 seinen Lauf genommen hatte und in Ultimate Spider-Man #5 mit dem Tod von Peter Parker gipfelte, sondern auch Ereignisse die wegweisend für die Zukunft des Ultimativen Universums sein sollen. Neben dem Auftreten eines neuen Spider-Man, werden auch Weichen für die Ultimativen, S.H.I.E.L.D. und Reed Richards gelegt die sich mit großer Sicherheit bald kreuzen werden.
Was mich an diesem Band jedoch besonders beeindruckt hat, waren nicht die vielen neuen Wege die aufgezeigt werden (man hatte fast das Gefühl von einer Anthologie) sondern der emotionale Part. Und wer wäre dafür besser geeignet gewesen als der Mann der neben Autor Brian Michael Bendis, dem Ultimativen Spider-Man auf die Welt geholfen hat, Mark Bagley. Noch immer schafft es dieser Mann Emotionen in die Gesichter seiner Protagonisten zu zaubern die einfach nur bewegend sind.
Nach dem Tod der wohl zentralsten Figur des ultimativen Universum stellt dieser Band einen neuen und wegweisenden Beginn für ein Zeitalter ohne Peter Parker als ultimativen Spider-Man dar. Ob man es bei Marvel schaffen wird, diesen Tod bis zum bitteren Ende durchzuziehen und in seiner vollen Tragweite bestehen zu lassen, dass weiß wohl nur die Zeit zu beantworten. Einzig Bendis schwor das unter seiner Federführung kein Peter Parker mehr in den Dress des ultimativen Spider-Man steigen wird. Doch was wird passieren wenn der neue Spider-Man, ein afroamerikanischer Teenager mit spanischen Wurzeln auf zu viel Gegenwind stösst. Was wenn diesem Spider-Man kein Erfolg beschienen ist. Ein ultimatives Universum kann ohne einen Spider-Man nicht existieren (so hat es zumindest bisher den Anschein) und wird dann Marvel vielleicht wieder weich?
Ich persönlich hoffe doch nicht. Dieser Band hat gezeigt, das im ultimativen Universum so viel Potential schlummert, welches nur darauf wartet freigesetzt zu werden, das auch diesem neuen Spider-Man ein Erfolg bevorsteht auf den ich mich bereits sehr freue, wenn er im Sommer 2012 hier in Deutschland startet. Auf jeden Fall bin ich jetzt schon jemand der seinem Comichändler bescheid gesagt hat, dafür ein neues Abo einzurichten.
Doch ich will auch nochmal auf den Anthologie-Charakter des Bandes zurückkommen. Nicht nur das sehr viele Handlungsstränge von diesem Band aus starten, es sind auch sehr viele Künstler zusammengekommen um dieses (in den USA als 6-teilige Miniserie erschienene) Ereignis umzusetzen. Neben dem bereits erwähnten Mark Bagley, der sozusagen die Vergangenheit des ultimativen Universums darstellt, darf auch Sara Pichelli an den Zeichenstift, welche wiederum die Zukunft des Ultimativen Universums repräsentiert. Neben ihr sind auch noch Lee Garbett, Gabriel Hardman, Bryan Hitch, Steve Kurth, Eric Nguyen, Carlo Pagulayan, Clayton Crain, Salvador Larroca, Luke Ross, Billy Tan und Mitch Breitweiser vertreten um Abschied zu nehmen und nach vorne zu blicken.
Alle haben es geschafft, trotz der Menge an Ereignissen etwas zu präsentieren das dennoch eine große Gemeinsamkeit hat. Und diese kann jeder für sich selbst entdecken wenn er in diesen wunderbaren Band versinkt.

Als letztes kleines Schmankerl präsentiere ich euch hier noch alle 6 Djurdjevic-Variant-Hefte der US-Serie welche aneinander gesetzt ein wunderschönes Panoramabild ergeben.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Marvel & Subs, Panini

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) [Panini, Dezember 2011]

Heute gibt es auch schon den zweiten Teil und das Finale zum Tod von Spider-Man. Halten die großartigen Ankündigungen das was sie versprechen? Wird diese Ausgabe das Ultimative Universum wirklich für immer verändern?

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2)

Der Wahnsinn bricht sich weiter Bahn als Norman Osborn (den alle bisher für tot hielten) zusammen mit Dr. Octopus, Electro, Sandman, dem Geier und Kraven dem Jäger der Obhut von S.H.I.E.L.D. entkommen kann. Und ausgerechnet jetzt befindet sich Peter mit Captain America in einer „Trainingsstunde“ die ihm klarmachen soll das er mit jeder seiner Aktionen eine Konsequenz heraufbeschwört dessen er sich bewusst sein und damit leben muss. Oder im schlimmsten Fall sterben.
Genau in diesem Moment erhält Steve die Information das es Ärger gibt und er macht sich auch sofort auf den Weg, aber nicht ohne Spider-Man klarzumachen das er sich diesmal raus halten soll, weil er einfach noch nicht reif genug dafür ist. Aber wer Peter kennt, der weiß auch das es gegen seinen Kodex geht sich irgendwo herauszuhalten, und so folgt er Captain America. Doch an dem Schauplatz wo die Ultimativen kämpfen kann er dennoch nichts ausrichten und die Flüchtigen befinden sich ebenfalls nicht vor Ort, als sein Handy klingelt und MJ ihm mitteilt das Osborn, samt Anhängseln sich in der Innenstadt befinden wo er gerade wieder einmal ausrastet und Dr. Octopus tötet.
Spider-Man macht sich auf den Weg zum Geschehen, findet dort aber nur noch die Leiche von Octavius vor und lässt sich von den verstörten Passanten den Weg zur Brücke weisen, auf der noch immer der Kampf der Ultimativen tobt. Dort angekommen entdeckt er den Punisher, der gerade auf Captain America anlegt und schafft es im letzten Moment diesen aus der Schussbahn zu stoßen, muss dabei aber selbst einen glatten Durchschuss einstecken.
Kaum das er wieder zu sich kommt, muss er feststellen das er alleine ist. Die Ultimativen sind verschwunden und auch sonst hat sich keiner um den verletzten Spider-Man gekümmert. Also macht er sich auf den Weg nach Hause in der Vermutung das Osborn dort zuschlagen wird. Währenddessen kämpfen bereits Johnny und Robert in Queens gegen die verbliebenen Flüchtlinge mitsamt Osborn als Anführer. Doch Peter ist geschwächt und auch so schon am Ende seiner Kräfte, als er sich dem endgültigen und Finalen Kampf gegenüberstellt…
FAZIT:
Das Finale ist wie es sein soll. Spannend, Dramatisch, Actionreich und voller Emotionen. Brian Michael Bendis hat es wahr gemacht und den ultimative Peter Parker das Leben genommen. Kein Schwindel, keine verheißungsvollen und imposanten Ankündigungen die doch nicht das halten was sie versprechen. Nein. Diesmal ist es echt und nachdem was Bendis nach der Veröffentlichung verlauten ließ, wird es diesmal auch dabei bleiben. Ob man das bei Marvel auch wirklich durchhält, wird wohl erst die Zeit zeigen, aber dieses Abenteuer markiert einen Wendepunkt und Neuanfang für das Ultimative Universum.
Um das Finale auch würdig zu präsentieren darf niemand anderes an den Zeichenstift als der Meister schlechthin. Mark Bagley, der dem ultimativen Spider-Man von der Nummer 1 an in über 100 Ausgaben lang leben ein gehaucht hat. Für Bendis war klar, das kein anderer Künstler diese Ehre zuteil werden dürfe als den beiden Vätern dieser Serie. Und was soll ich sagen. Bagley ist einfach mein Lieblingszeichner an Spider-Man. Mit seinen ASM-Ausgaben bin ich damals bei Condor im „Die Spinne“-Magazin #215 voll eingestiegen (nachdem ich vorher fast nur die TBs hier nach der Wende im Osten gefunden hatte) und groß geworden. Bagley hat so viele bedeutende Ereignisse in Spider-Mans Leben bebildert, wie kaum jemand anderes (siehe hierzu auch ASM #400 mit dem Tod von Tante May).
Und auch wenn dieser Band die Nummer 2 von 3 zum Story-Arc „Der Tod von Spider-Man“ ist so kann man auf den dritten Teil auch verzichten, da dieser nur ein Tie-In darstellt und den Kampf der Ultimativen auf der Brücke näher beleuchtet, ansonsten aber eher weniger bis überhaupt nichts weiter mit den bisherigen Geschehnissen zu tun hat.
Anders ist es dann mit dem Band „Ultimate Fallout“ welcher sich mit den Auswirkungen und vor allem den Nachwirkungen um den Tod von Spider-Man beschäftigt. Und auch diesen werde ich hier auf meinem Blog vorstellen. Sobald ich ihn vorliegen habe natürlich. Denn diesmal kann ich irgendwie nicht warten und mich anderen Dingen widmen. Ich will wissen wie es weitergeht.

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) (Variant Cover-Edition B)

Ich selbst darf mich ja dank meines Comicshop des Vertrauens im Besitz der wunderschönen Variant Cover-Edition B wähnen, welche oben abgebildet und auf 150 Exemplare limitiert ist. Daneben sieht man auch noch die Vorder- und Rückseite des Polybeutels in dem die Variants verkauft werden.

Variants und Edition B?

Ja es gibt 2 Variants. Neben dem oben abgebildeten B-Variant und der regulären Ausgabe welche am Anfang der Rezension zu sehen ist, gibt es auch noch das auf 999 Exemplare limitierte A-Variant, welches ihr hier unten seht (ebenfalls nochmals mit dem Polybeutel). Da man also vorher nicht sieht welches Variant enthalten ist, hat das Ganze ein wenig etwas von einem Überraschungsei.

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) (Variant Cover-Edition A)

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Alternativ könnt ihr es natürlich auch hier probieren. 😉

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Review: Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man – Prolog (Teil 1) [Panini, September 2011]

Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man – Prolog (Teil 1) [Panini, September 2011]

In meiner heutigen Rezension widme ich mich dem wohl aufsehenerregendsten Abenteuer seit dem Tod von Superman und dem behinderten Batman in der Comicgeschichte. Es geht um den Tod des ultimativen Spider-Man. Und auch wenn die letzte Ausgabe der Serie Ultimate Spider-Man in den USA eingeschweißt verkauft wurde, haben schon einen Tag vor der Veröffentlichungen diverse Onlineportale den Tod des titelgebenden Helden in die Welt hinausgeschriehen. Eine Praxis wie sie auch bei einem bekannten großen deutschen Propagandablatt zum Alltag gehört und welches sich ebenfalls nicht lumpen ließ um dem deutschen Markt diese Meldung brühwarm und ohne Spoilerwarnung, direkt auf der Startseite ihres Internetauftritts zu präsentieren. Abgesehen davon das der deutsche Verlag darüber ziemlich verärgert gewesen sein muss, so waren auch die Fans die unbedacht in diese Falle stolperten enttäuscht.
Denn kaum das diese Meldung online war, wurden die Comicforen von Meldungen, Spoilern und (ich sage es jetzt wirklich mal ungeschönt) Idioten überrannt, die der gesamten Community diese Tragödie mitteilen mussten. Doch unabhängig davon war dies wohl auch eine kleine Marketingkampagne von Marvel, da Comicfans mit solche aufbrausenden Meldungen wie dem Tod eines Helden heute bei weitem nicht mehr so leicht zum Kauf anzuregen sind, wie noch vor 20 bis 30 Jahren. Zu schnell kehren verstorbene Helden wieder zurück und zu oft entpuppt sich der bevorstehende Tod doch nur als Finte.
Aber diesmal wollte es Bendis anders machen und legte sich dafür auch mächtig ins Zeug…

Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man (Teil 1)

Peter hat als Spider-Man nach dem Chamäleon-Disaster keinen guten Stand in der Stadt. Auch S.H.I.E.L.D.-Chefin Carter muss sich dem „Erbe“ von Nick Fury annehmen und hat dafür Iron Man, Captain America und Thor eingeladen um deren jeweilige Meinungen über den Superheldenjungspund zu erfahren. Und nach erfolgreicher Erörterung und Abstimmung wird beschlossen Peter ins Superheldentrainingslager zu schicken. Ab sofort wird Spider-Man von den Ultimativen unterrichtet.
Doch als wenn das nicht das einzige Problem ist taucht neben der Black Cat auch noch Mysterio wieder auf und beide haben es auf den Kingpin abgesehen. Doch erfolgreicher ist wohl Mysterio, der den Kingpin mal so eben ausknipst. Das wollte eigentlich Felicia aus privaten Gründen machen und außerdem hatte sie es noch auf den Zodiac-Schlüssel abgesehen, der aber in jedermanns Händen die ultimative Waffe der Zerstörung darstellt und deshalb auf keinen Fall in Mysterios Hände gehören.
Es kommt wie es kommen muss und so beginnt das Chaos indem Felicia mit dem Zodiac-Schlüssel ein halbes Wohnviertel ausradiert gerade während Peter in einer seiner Trainingsstunden mit Tony Stark ist. Das reicht natürlich noch nicht um das Chaos perfekt zu machen…
Zu all dem Chaos taucht auch Gwen wieder auf, Peter vergisst seinen Geburtstag und erhält Besuch von Kitty was Mary Jane natürlich überhaupt nicht glücklich macht…
FAZIT:
„Der Tod von Spider-Man“ beginnt dramatisch und komisch. Komisch weil die Superhelden-WG. noch immer das reinste Chaos ist und besonders Johnny mit seinem aufgeblasenen Ego und seiner Arroganz einem immer ein Schmunzeln entlockt und zum anderen weil Peter nun die Superheldenschulbank drücken muss und das bei Lehrern die nicht unterschiedlicher sein könnten.
Dramatisch weil sich natürlich einiges ankündigt was die ganze Welt gefährden könnte. Nicht nur das Mysterio wieder auftaucht und sich damit schon Unheil ankündigt, auch das Auftauchen eines seltsamen und uralten Artefaktes das ohne Untertreibung die gesamte Welt auslöschen könnte sorgt für die nötige Spannung.
Story-technisch wird also schon so einiges aufgefahren und auch am Zeichenstift hat das Ganze ein wenig Ähnlichkeit mit einem Staffellauf. So geben sich neben Stammzeichner David Lafuente, auch Sara Pichelli, Joelle Jones, Elena Casagrande, Jamie McKelvie, Skottie Young und Chris Samnee die Ehre und setzen die Abenteuer stilecht in Szene.
Zusammenfassend ein wirklich schöner Anfang der von allem etwas bietet und auf ganzer Linie unterhält.

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