Ma-Co-Re-Mix (Vol. 9) (Spider-Man: American Son, Marvel Exklusiv Nr. 86: Captain America Reborn, Ultimate Avengers Nr. 1)

Im heutigen Re-Mix finden sich ein paar ältere Ausgaben, die aber deswegen nicht gleich schlechter sind.

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Spider-Man: Osborn [Panini, März 2012]

Nach den drei The Siege Specials der letzten tage widme ich mich heute wieder dem Umfeld von meinem Lieblingsheld Spider-Man. Und zwar die Miniserie Osborn, welche Panini anstatt der Anti-Venom-Miniserie zu einer deutschen Veröffentlichung auserkoren hat. Doch mit Recht … ?

Spider-Man: Osborn

Das alles verändernde Event nach dem dunklen Zeitalter Dark Reign, The Siege, ist vorbei und Norman Osborn ist nicht mehr der mächtigste Mann der Welt und Anführer der Dark Avengers. Stattdessen fristet er ein in seinen Augen unwürdiges Dasein in einer Zelle des Hochsicherheitsgefängnisses Raft. Doch Normans Inhaftierung ohne Anklage bleibt nicht unbemerkt. Denn Norah Winters, Ihres Zeichens ehrgeizige Journalistin beim neuen Daily Bugle will mit dieser neuen Story ihr angeschlagenes Ego nach dem American Son-Debakel, in dem sie sich ganz gehörig in die Nesseln gesetzt hat, wieder ins rechte Licht rücken. Nur leider ist Norman Osborn auch in den Augen anderer Personen eine Gefahr und die daraus resultierenden Probleme lassen sich leider nicht mit einem fairen Prozess aus dem Weg schaffen. Und so wird die Entscheidung getroffen, Osborn verschwinden zu lassen. Nur Norah Winters hat erneut den richtigen Riecher und gerät in ein Abenteuer, wie sie es nicht erwartet hätte …

Norah in den Fängen von Al Apaec und Norman

Wieso veröffentlicht man solch einen Band?
Ganz ehrlich?
Ich weiß es nicht.

Ja, es passiert einiges auf diesen über 130 Seiten, aber nichts davon ist von Dauer oder überhaupt von Belangen. Alles, was auf diesen Seiten passiert scheint, auf kurzweilige Action ausgelegt zu sein. Norah Winters wird nicht tiefer ausgelotet, Norman Osborns Psyche wird auch nicht wirklich herausgekitzelt. Irgendwie ist alles schon mal so oder ähnlich da gewesen.
Storytechnisch sagt mir die Ausgabe nicht wirklich zu. Nicht, dass ich etwas gegen kurzweilige Action habe. Wenn Panini den Band schon mit der Begründung bringt, die Miniserie sei für Spidey relevanter als die, auf deutsch unveröffentlichte, Anti-Venom-Miniserie, dann erwartet man doch etwas mehr. Nach der Lektüre des Bandes erschließt sich diese Relevanz nicht. Mir persönlich wäre da Eddie Brocks Auftreten als Anti-Venom lieber gewesen.

Ms. Winters auf heißer Spur

Zeichnerisch gibt es dagegen kaum etwas zu meckern. Emma Rios hat einen markanten und fast kantigen Stil, der ziemlich gut passt und ein wenig an John Romita Jr. erinnert. Die Bilder sind detailliert und auch dynamisch. Einzig mit der Darstellung von realen Menschen scheint die gute Emma ein paar Probleme zu haben, denn neben der Gummianatomie fehlen in der Mimik und Gestik ganz klar die Emotionen. Bei dem Versuch solche in die Gesichter zu zaubern wirkt es stellenweise eher lächerlich als glaubhaft. Dafür ist die Koloration wieder sehr gelungen. Diese ist sehr atmosphärisch und wirkt auch nicht ablenkend. Das bedeutet, dass die Farben die Zeichnungen sehr gut ergänzen und weder aufgesetzt noch gezwungen wirken.

Auch geistliche sind vor Normans Einfluss nicht sicher

FAZIT:

Ein Band wie ihn nur Spider-Man-Komplettisten benötigen. Das trifft es genau. Nicht wirklich von Belang, kurzweilig und schön anzusehen. Nicht das der Band von der Machart schlecht ist, aber er ist eben nicht das, was ich erwartet hatte. Ich wollte nach den Ankündigungen eine Geschichte, die fies und intrigant ist. Eine Story, in der Norman sein volles Potential an geisteskranker Energie ausleben und praktizieren würde. Einen Comic, der nachhaltige Veränderungen auf den Status Quo von Spider-Mans Erzfeind Nummer Eins hat, aber geblieben ist ein durchschnittlicher Band mit schönen Bildern und actionreicher aber insgesamt flacher Geschichte.

Für eine Hand voll …
… Leichen.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010 – 2012 Marvel & Subs. / Panini

The Siege – Special #3 [Panini, Februar 2011]

Mit den folgenden zwei Ausgaben, beschließe ich die The Siege – Special – Reihe…

Spider-Man und die neuen Rächer #35

Der Kampf um Asgard tobt noch immer. Die Entscheidung für Asgard zu kämpfen ist dabei nicht allen neuen Rächern leichtgefallen. Jessica und Luke hatten ein ausführliches Gespräch über den Sinn und Zweck an der Teilnahme an diesem Kampf. Während Jessica sich in ihrer Mutterrolle sehr wohl fühlt und das Superheldenleben überhaupt nicht vermisst, will und muss Luke helfen. Schon alleine wegen seiner Tochter die ein besseres Leben erfahren soll als immer auf der Flucht zu sein. Auch Bobby und Clint haben es nicht so einfach. Immerhin galt Bobby als tot bis sie während der Secret Invasion wieder auftauchte als Gefangene der Skrulls. Da kommt den beiden die Ablenkung mit Lady Octopus ganz gelegen.
Auch der Hood blickt zurück auf die letzten Stunden vor dem Angriff auf die Götterstadt. Norman bot ihm einen Deal an bei dem nicht nur er gewinnen kann, sondern auch seine Bande von Superschurken. Vorausgesetzt sie bleiben Osborn gegenüber loyal. Doch als sich während des Kampfes dank des Eingreifens von Loki plötzlich die Vorzeichen ändern muss Hood seine Strategie neu überdenken…

FAZIT:

Das Finale der Heftserie von Spider-Man und den neuen Rächern ist fulminant aber hinterlässt nicht nur wegen des Abschieds einen etwas fahlen Beigeschmack. Zum einen liegt dies an der eher unwichtigen zweiten Geschichte mit dem Hood, die ich persönlich als entbehrlich empfinde, zum anderen aber an der dafür umso besseren ersten Geschichte und dort vor allem an den leisen Zwischentönen von Luke und Jessica.
Zeichner Mike McKone leistet durchgehend gute Arbeit. Sowohl in den ruhigen Passagen als auch im großen Kampf. Und da ist vor allem auf den Doppelseiten die Panelaufteilung sehr gelungen und dynamisch.
Insgesamt ein guter Band dem doch einige Schwächen anzumerken sind. Währe das Zwischenspiel mit dem Hood nicht, dann wäre diese Ausgabe eine fast perfekte Finalausgabe einer fast rundum gelungen Rächerserie.

The Siege Special: Avengers Finale

The Siege ist zu Ende. Doch was für Auswirkungen hat Normas wahnsinniger Angriff auf die Götterstadt Asgard und was müssen die Befürchten die ihm halfen und dienten?
Im ersten Abenteuer der Mighty Avengers wird erzählt was Henry Pym, Jocasta, Ace und Jax im Underspace der Dimension unter dem Microverse erleben, als Ultron plötzlich alle Macht an sich reisst. In dem Glauben als Ultron-Pym, der mächtigste Roboter zu sein will er seinen Vater vernichten und die Erde erobern. Doch Henry hat einen Plan, bei dem Jocasta eine wichtige und äusserst heldenhafte Rolle spielt…
Im darauf folgenden Abenteuer der Rächerformation der Initiative treffen auf dem Schlachtfeld von Asgard das ehemalige Liebespaar Steve, Captain America, und Rachel, Diamondback, aufeinander. Diese ist zwar jetzt mit Frank, Constrictor, zusammen, der aber sieht das Aufeinandertreffen der beiden und interpretiert es falsch, woraufhin er sich mit Taskmaster aus dem Staub macht. Auch Tigra die unter dem Einfluss von Hood leiden musste trifft eine persönlich sehr wichtige Entscheidung als sie ihm zum letzten Mal gegenübersteht…
Dagegen hat das Team der Dark Avengers die Norman direkt als Eingreiftruppe unterstellt waren weniger gute Aussichten auf eine positive Zukunft. Dies betrifft auch Osborns rechte Hand Miss Victoria Hand. Der einzige der sich dem Zugriff der Heldenhaften Beschützer Asgards und den US-Army-Truppen entziehen kann ist Daken, Wolverines Sohn…
Im tragischen Siege: Epilogue – The Sentry: Fallen Sun, treffen viele Freunde und ehemalige Mitstreiter von Robert „Bob“ Reynolds alias Sentry/Void auf Bobs Bruder. Dieser steht verbittert und traurig vor dem Grab seines Bruders und dessen Frau. Und während alle ein paar freundliche Worte über den ungewöhnlichen Helden verlieren, trifft der Donnergott Thor, der ja direkt für den Tod von Sentry verantwortlich war, auf Bobs Mutter um ihr persönlich die bittere Nachricht zu überbringen…
Die letzte Geschichte widmet sich voll und ganz den neuen Rächern und erzählt wie diese direkt nach dem Fall von Asgard Jagd auf Hood machen nachdem dieser vom Schlachtfeld zusammen mit seiner Freundin Madame Masque, der Tochter von Graf Nefaria, geflüchtet ist. In einem aufregenden Abenteuer macht das Team zuerst Hoods Bruder ausfindig und lässt sich dann von diesem zu Hood und Madame Masque führen welche gerade mit der Fluchtplanung bei Graf Nefaria beschäftigt sind. Bei dem darauf folgenden Kampf gegen Graf Nefaria liegen die Chancen der neuen Rächer nicht wirklich gut, aber Luke hat vor dem Angriff noch für ein Ass im Ärmel gesorgt, das hoffentlich rechtzeitig eintrifft um den neuen Rächern noch helfen zu können…

FAZIT:

Dieser Band ist des Titelzusatzes Finale wirklich würdig.
Zwar beginnt die erste Geschichte noch etwas ruhig und für die Leser welche die Mighty Avengers-Serie nicht verfolgt haben etwas zusammenhanglos, aber dennoch beginnt der sich dann aufbauende Zusammenhang mit The Siege immer weiter auszuwirken bis am Schluss auch Henry auf dem Schlachtfeld Platz nimmt.
In der Initiative werden eher die nachdenklichen Töne angeschlagen. Nicht das es an einer gehörigen Portion Action fehlen sollte. Es wirkt auf mich einfach so das die nachdenklicheren Passagen wesentlich eindringlicher und wichtiger sind. Gerade das „Schlussgespräch“ von Tigra und Hood sowie das Treffen der Helden auf dem wieder neuen Rächer-Turm wo auch Steve seine Ex Rachel einen neuen Job anbietet, und auch die Zukunft einiger Initiatvie-Helden erzählt wird.
Bei den Dark Avengers hingegen ist anders als bei den Initiative Helden und den neuen Rächern die Zukunft alles andere als hell und freundlich. Daken konnte flüchten und der Rest wurde zusammen mit Miss Hand gefangen genommen. Doch Steve der ja als neuer „Obercop“ der Vereinigten Staaten fungiert erkennt das Potential hinter Voctoria Hand und unterbreitet ihr ein Angebot. Dadurch ist auch dieses Abenteuer wie auch das der Initiative eher ruhig aber dennoch sehr spannend. Sehr gelungen ist auch die Szene von Thor und Ares‘ Sohn Phobos auf dem Dach des Rächer-Turmes.
Sentry – Falles Sun ist eine Erinnerung an einen großen Helden. Das dieser eigentlich erst vor kurzem in das Marvel Universum eingeführt wurde und dank (mehr oder weniger) geschickter Charakterisierung mit der Historie des Marvel Universum verknüpft wurde wirkt auch hier für die Kenner der Figur sehr befremdlich. Vor allem da immer wieder die Rede von dem wissentlichen Vergessen seiner Figur aller Helden gesprochen wird. Dennoch ist der Verlust dieses Charakters für mich schmerzlich, da ich den Sentry, ähnlich wie den Silver Surfer, immer als eine mehr tragischere Rolle empfunden habe.
Beim letzten Abenteuer des Bandes steht zuerst einmal die Action im Vordergrund als die neuen Rächer Jagd auf den Hood machen um ihn der Gerechtigkeit zuzuführen. Nach diesem durchaus gelungenen Abenteuer kommt aber für mich das eigentliche Highlight der Geschichte. Zum einen sind die neuen Rächer endlich durch den Wegfall des Superwesenregistrierungsgesetzes rehabilitiert und so kann Luke endlich mit seiner Frau und Tochter den sehnlichst gewünschten Spaziergang im Park machen, zum anderen wird auf insgesamt 9 Doppelseiten von verschiedenen Künstlern jeweils ein Teilabschnitt der Neuen Rächer dokumentiert. Dabei ist vor allem die letzte Doppelseite geradezu sinnbildlich für die neue Epoche die den Marvel-Recken bevorstehen könnte, wobei mir hier ausgerechnet der Zeichenstil nicht wirklich gut gefällt.
Insgesamt ist dieser Band, wie bereits erwähnt, ein würdiger Abschluss für das Event Siege und die beendeten Rächerserien und anders als die Oneshot-Sammlung aus mit den Helden von Siege meiner Meinung nach nicht entbehrlich und sollte für einen runden und gelungenen Abschluss unbedingt mal durchgelesen werden.

The Siege – Special #2 [Panini, Dezember 2010 bis Februar 2011]

Heute folgt auch schon der zweite Teil des The Siege Specials in dem ich euch das Event in handlichen Stücken präsentiere…

The Siege #3

Der Kampf in und um Asgard geht weiter. Immer mehr Unterstützung für die Asen und gegen Norman Osborn, Hammer und die Bande des Hood treffen ein. Tapfer schlagen sich die Helden gegen eine Überzahl an Gegnern, sie kämpfen Hand in Hand und sie stehen füreinander ein. Als dann auch noch die Unterstützung eines der wichtigsten Rächermitglieder eintrifft, auch wenn er in der jüngsten Vergangenheit Fehler gemacht hat, scheint die Welt für so manchen Kämpfer wieder ein Stück weit in Ordnung zu sein. Doch der wahre Wahnsinn steht noch bevor…
Währenddessen erlebt auch Ben Urich wahnsinniges als er zusammen mit dem Norman Osborn-Befürworter Todd Keller in der Nähe von Asgard durch Venom getroffen abstürzt. Doch statt sich der Wahrheit zu stellen zwingt Keller Urich und einen seiner eigenen Mitarbeiter mit vorgehaltener Waffe seine Lügen direkt aus Asgard on Air zu bringen…

FAZIT:

Auch die dritte Ausgabe der Hauptserie kommt nicht mehr an das Spektakel des ersten Teils heran. Zwar ist Normans Geisteszustand wie er sich am Ende dieser Storyline offenbart schon etwas besonderes und Spideys Reaktion darauf ist auch ganz klar (und kribbelt bestimmt auch jedem Spidey-Fan in der Hand) und dennoch will es nicht mehr ganz so zünden.
Auch die Zweitgeschichte aus Ben Urichs Sicht verblasst stark hinter den bisherigen Frontline-Geschichten zu den Großevents. Es fließt nach meinem Geschmack zuviel der Kampfaction direkt in seine Sichtweise mit ein. Bisher war Urich der stille Beobachter der die Ausläufer der Events zu spüren bekommt, und diesmal ist er mittendrin im Kampfgetümmel.
Insgesamt macht The Siege zwar immer noch Spaß, aber leider nicht mehr auf dem Niveau des Beginns des Events. Mal sehen wie es weitergeht und wie sich das Event zum Ende hin entwickelt.

The Siege Special: Die Helden von Siege

Loki: Gott der Lügen und Intrigen. In diesem Abenteuer erlebt der Leser mit welchen kleinen Deals, Spielchen, Lügen, Abmachungen und Intrigen Loki noch alles gemacht hat um Asgard, nach seinen Wünschen, wieder zur früheren Hochform zu verhelfen. Er verkauft die Seelen seiner ehemaligen Gefolgsleute an die Disir, welche er wiederum an Mephisto verkauft um einen Deal mit Hela zu machen…
Danach nimmt Phobos Rache an den Menschen, oder besser gesagt am Präsidenten von Amerika, oder um genauer zu sein, er versucht es. Nachdem der Sentry seinen Vater vor den Augen der ganzen Welt zerfetzt hat, will er mit dieser Aktion dem Präsidenten klar machen, dass sein blindes Vertrauen in Norman Osborn der schlimmste Fehler seines Lebens war…
Als nächstes kämpft Spider-Man gegen Sinister Spider-Man, Venom. Dieser ist gerade dabei ein kleines „Picknick“ inmitten des Kampfgetümmels abzuhalten und Spider-Man muss ihn einfach aufhalten. Sogar Miss Marvel will ihn dabei unterstützen und wird auf einmal selber zum perfekten Wirt für den Symbionten…
In der vierten Story sieht man die jungen Rächer wie sie sich durch die Wirren des Kampfes in Asgard schlagen. Während Wiccan und Hulkling auf der Suche nach ihren Teamgefährten sind, hilft Speed an allen Ecken und Enden und Patriot und Hawkeye müssen sich verschüttet der Möglichkeit stellen an Ort und Stelle zu sterben…
Zum Schluss müssen noch Steve und Bucky ein paar leichtsinnige Zivilisten retten, die dachten sie könnten mit ein paar Exklusivbildern der Tragödie von Asgard das schnelle, große Geld machen. Als dann jedoch die Töchter der beiden Abenteuerer in die Hände Razor-Fist geraten wird es nicht nur für die beiden Mädchen gefährlich…

FAZIT:

Diese Sammlung von One-Shots die das Event Siege ergänzen ist eine bunte Mischung an größtenteils interessanten Storys. So richtig notwendig sind diese für das Verständnis des Hauptevents aber dennoch nicht. Eine nette Ergänzung mit interessanten Einblicken und Hintergründen. Wobei mir persönlich noch die Geschichte um Phobos und die der jungen Rächer am besten gefiel, und das (muss ich wohl zu meiner Schande gestehen) ich diese beiden Serien der Secret Warriors und Young Avengers nicht einmal verfolgt habe. Spidey und Cap ist ganz Okay und typisch für die jeweiligen Protagonisten und Loki kann mich nicht wirklich überzeugen, da hier einfach nur der typische Loki dargestellt wird, ohne wirkliche Überraschungen und auch sonst wirkt die Geschichte sehr lieblos.
Insgesamt bleibt ein etwas überdurchschnittlicher Band mit schönen und weniger schönen Geschichten und mit guten Zeichnungen. Gelungene Unterhaltung die man aber nicht zwingend braucht.

The Siege #4

Das Finale steht bevor als Sentry vollkommen ausser Kontrolle gerät und droht alles und jeden zu vernichten. Doch in all dem Getümmel, Durcheinander und Chaos erkennt Loki seinen Fehler und nimmt Hood seine Fähigkeiten, indem er ihm die Nornensteine wieder raubt und den Rächern zugesteht. Im darauf folgenden endgültigen Finalkampf mit dem Sentry der zum Void mutierte wird das vorerst letzte und wohl prominenteste Opfer nach Ares im zweiten Teil des Events gefordert…
Nachdem Asgard in einem Anfall von Wahnsinn durch den Sentry gefallen ist sollte auch Todd Keller sich langsam eingestehen das er einem falschen Idol nachgelaufen ist. Doch wie nicht anders zu erwarten trumpft er wieder mit genau den falschen Argumenten und Aussagen auf so dass Ben nur eine Wahl hat. Ab da hilft er mit den Anderen die Opfer zu befreien und den Verletzten zu helfen…

FAZIT:

Das Finale von Siege ist schön. Es läutet eine neue Ära nach der dunklen Herrschaft von Norman Osborn ein und bietet mit einem neuen Posten für Steve Rogers und seine Fähigkeiten viel Potential für ein glorreiche Zeit und einen triumphalen Neubeginn im Marvel Universum. Was die Autoren daraus machen werden zeigen aber erst die nächsten Monate und der Neustart diverser Serien, vor allem mit den vielen Rächer-Teams.
An sich ist das Heft so weit in Ordnung, wenn auch der Schluss etwas zu pathetisch ist. Es ist eben typisch amerikanisch. Übertriebener Pathos, zu viel Schmalz und gekünstelte Komik. Etwas besser als die Story aus dem Hauptevent ist dagegen diesmal die Embedded Story mit Ben Urich. Hier wird gerade nach dem eigentlichen Event sehr viel geboten und das nur auf 3 Seiten (die letzte lasse ich mal aussen vor, da für diese das gleiche gilt wie für den Schluss des Hauptevents).

Morgen schließe ich das Ganze mit dem dritten Teil ab …

The Siege – Special #1 [Panini, November bis Dezember 2010]

Events hat Marvel ja wie Sand am Meer. Auch The Siege ist da keine Ausnahme und deshalb werde ich es euch gebündelt in drei Teilen, möglichst chronologisch präsentieren.

The Siege #1

Die Belagerung beginnt nachdem Loki es geschafft hat Vollstagg in eine Falle zu locken und ihm den Tod mehrerer Tausend Menschen anzuhängen. Und so sieht Normal Osborn seine Chance gekommen. Er sammelt seine Rächer und alles was er an „Helden“ und Schurken zusammentrommeln kann und greift Asgard an, welches nach Thors Weggang nun von Balder geführt wird und auf der Erde in der Nähe von Broxton, Oklahoma zu finden ist. Doch es gibt jemanden der dem nicht tatenlos zusehen kann und so muss er sich nun wieder der Öffentlichkeit stellen…
Die zweite Geschichte bildet, wie es zuerst beim Civil War eingeführt wurde, die Sicht auf das Großereigniss mit den Augen der Presse, oder besser gesagt mit den Augen von Ben Urich des Frontline Magazins. Dieser kann einfach nicht glauben das ein Gott wie Vollstagg einfach so tausende Menschen tötet und denkt das dies eine Falle von Osborn sein muss um sein Handeln zu rechtfertigen. Sehr schnell hat er auch die Chance Vollstagg zu treffen, doch so einfach ist es nicht mit einem verbitterten von Schuld und Selbstzweifeln zerfressenen Helden ein Interview zu führen. Erst recht nicht wenn dieser hungrig ist…

FAZIT:

Der Auftakt zu The Siege ist herrlich spannend und vor allem actionreich. Loki schmiedet mit Osborn dunkle Pläne wobei natürlich jeder seine eigenen Ziele verfolgt. Schon in dieser ersten Ausgabe zeigt sich dass The Siege etwas großes, dramatisches werden kann. Nicht nur das ein Sterblicher es mit den Göttern Asgards aufnehmen will und auch noch den Wahn zu glauben hat dies zu schaffen, Nein mit all den darin verstrickten Helden und Schurken kann dieses Event übermächtig werden, und sehr viele Opfer fordern.

The Siege #2

Schon in dieser zweiten Ausgabe stellen sich die Ersten Gefolgsleute von Osborn gegen ihn und müssen mit drastischen Konsequenzen rechnen. Und nicht nur das. Auch kommt von unerwarteter Stelle bereits Hilfe und diesmal sind es nicht die Superhelden die als Erstes eingreifen. Doch auch diese sammeln sich bereits im Hintergrund und dies dank der Unterstützung von Nick Fury auch mit genug technischem Know How…
Währenddessen reist Ben Urich zusammen mit einem alten Kollegen und dem immerhungrigen Vollstagg im Gepäck in Richtung Braxton, Oklahoma. Aber leider haben auch Osborns Hammertruppen davon erfahren und wollen den eifrigen und unparteiischen Reporter an seiner Mission hindern. Weniger unparteiisch aber dennoch misstrauisch gegenüber dem was ihm „geschenkt“ wird ist der Osborn-Anhänger und Hassprediger Todd Keller, der als einziger offiziell von dem Zwischenfall berichten darf…

FAZIT:

Die Ereignisse in diesem zweiten Teil des Siege-Events sind wesentlich einfacher und mehr aus reine Action ausgelegt, als es noch im Ersten Teil war. Diesmal wird möglichst imposant, detailreich und vor allem brutal das Abschlachten dargestellt. Intrigante Hintergrundspielchen und gefährliche Rangkämpfe bleiben fast völlig aus.
Auch in der Begleitserie Siege: Embedded passiert nicht wirklich viel. Auch hier wird wenig Handlung mit viel Bild einfach nur langgezogen.
Zwar gefällt auch der zweite Teil noch immer, fällt aber im Vergleich zum ersten Teil schon stark ab und nur das einfache zur Schau stellen von dramatischen Tötungszenen kann mich persönlich nicht wirklich überzeugen.

Spider-Man und die neuen Rächer #34

Es wird gefährlich für die neuen Rächer nachdem nun Norman Osborn mit seinen Hammer-Teams und sogar die Lakaien des Hoods Jagd auf das Team machen. Dabei geraten sowohl Cap und Bucky, als auch Spider-Man und Spider-Woman in die Gefahrenzone. Dabei müssen Cap und Bucky gegen ein Hammer-Team antreten und das obwohl Caps Sachen in die Hände von Osborn gefallen sind und das Hammer-Team sogar noch vom Living Laser und dem Corruptor unterstützt wird. Ähnlich geht es Spider-Man und Spider-Woman. Diese werden von Hoods Schergen Mandrill und Griffin. Dank Griffins Fähigkeit Frauen zu beeinflussen sieht sich Spider-Man schnell Spider-Woman als Gegner gegenüber. Doch wie bekämpft man einen Gegner der eigentlich ein Freund ist…?

FAZIT:

Dieses Tie-In zum Event Siege fällt noch relativ harmlos aus. Die eigentlichen Auswirkungen des Events sind noch nicht wirklich spürbar, erst gegen Ende wird durch das Zusammentreffen vieler Helden und der Nachrichtenberichterstattung klar das dieses Abenteuer mit hineinspielt. Ansonsten fällt die Geschichte an sich eher flach aus. Wenig Story viel Prügel. Einzig wichtig zu erwähnen wäre hierbei nur die offizielle Einführung von Captain America, Steve Rogers, in die reguläre Kontinuität ausserhalb der Reborn Miniserie.
Des weiteren fällt sehr positiv der Zeichnerwechsel zwischen den beiden Handlungssträngen der beiden Caps und Spiders auf. Während bei dem Cap-Strang noch gewohnt Immonen den Zeichenstift schwingt, darf bei den Spider-Sequenzen Daniel Acuña seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Und dies tut er sehr eindrucksvoll. Nicht immer fehlerfrei, aber dennoch angenehmen anzusehen. Stellenweise wirken die Zeichnungen wie eine Cel-Shade CGI-Grafik und dann auch wieder wie ein Gemälde.

Morgen folgt dann auch schon Teil 2 …

Marvel NOIR #1: Spider-Man NOIR #1 [Panini, Januar 2010]

In den nächsten zwei Tagen geht es in die düsteren Noir-Zeiten der 30 Jahre des 20. Jahrhunderts…

Marvel NOIR: #1 „Spider-Man NOIR #1

Ein Anschlag auf Jameson findet statt und als die Polizei eintrifft findet man dort einen gewissen Spider-Man vor. Doch dieser beteuert seine Unschuld. Aber keiner glaubt ihm, so das er nur sein Heil in der Flucht suchen kann. Drei Wochen vorher macht sich May Parker Luft auf einer Demonstration um die Regierung anzuprangern die es nicht schafft den Menschen von Amerika Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.
Peter der inzwischen mit dem Bugle-Reporter Ben Urich in einem bekannten Unterweltcafe unterwegs ist erzählt von dem Abend als er seinen Onkel Ben ermordet vorfand. Ben wusste nicht das Peter die Leiche seines Onkels gesehen hatte, und Ben wusste auch nicht das er unbewusst Peter an diesem Ort mit dem Mörder seines Onkels zusammenbringen würde. Durch einen Zufall erfährt Peter von eine m geheimen Treffen bei dem ein Unglück passiert und Peter von einer seltsamen und mysteriösen antiken Spinne gebissen wird, welche ihm neue Fähigkeiten verleiht.
Schon wenige Tage später ist Peter als Spider-Man unterwegs und versucht die Rätsel der Unterwelt zu entschlüsseln als er dabei auf eine Spur gerät die ihn zu Jameson führt, womit sich der Kreis wieder schließt. Ab sofort ist Spider-Man ein Gejagter und muss nicht nur seine Unschuld beweisen, sondern auch noch die wahren Täter überführen und dingfest machen…
FAZIT:
Marvels neues Universum. Es funktioniert. Zwar werden viele der dargestellten Fakten einfach so „hingeklatscht“ und als Tatsache präsentiert, doch alles in allem wird eine schöne Geschichte erzählt. Die Story ist düster, dramatisch und sehr melancholisch. Schade ist leider auch das zu wenig von den geschichtlichen Hintergründen gezeigt werden. Das böse Männlein mit dem kleinen Schnauzer wird nur kurz am Schluss erwähnt, die Probleme der Amerikaner (Armut, Depression usw. werden zwar großspurig angeschnitten, verlaufen dann aber sang und klanglos im Sande. Klar ist es nur eine 4-teilige Miniserie und ich hoffe vom NOIR-Universum noch mehr lesen zu können, damit sich auch wirklich ein Universum daraus entwickeln kann, andererseits habe ich dann die Befürchtungen das dieses Universum vom Noir zum Neo-Steam abwandern könnte. Ich bin also etwas zwiegespalten was das ganze angeht, einerseits würde ich gerne sehen wie es sich weiterentwickelt, und zum anderen möchte ich nicht das alles zu einer platten Attitüde verkommt. Trotzdem war es sehr unterhaltsam.

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Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) [Panini, Dezember 2011]

Heute gibt es auch schon den zweiten Teil und das Finale zum Tod von Spider-Man. Halten die großartigen Ankündigungen das was sie versprechen? Wird diese Ausgabe das Ultimative Universum wirklich für immer verändern?

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2)

Der Wahnsinn bricht sich weiter Bahn als Norman Osborn (den alle bisher für tot hielten) zusammen mit Dr. Octopus, Electro, Sandman, dem Geier und Kraven dem Jäger der Obhut von S.H.I.E.L.D. entkommen kann. Und ausgerechnet jetzt befindet sich Peter mit Captain America in einer „Trainingsstunde“ die ihm klarmachen soll das er mit jeder seiner Aktionen eine Konsequenz heraufbeschwört dessen er sich bewusst sein und damit leben muss. Oder im schlimmsten Fall sterben.
Genau in diesem Moment erhält Steve die Information das es Ärger gibt und er macht sich auch sofort auf den Weg, aber nicht ohne Spider-Man klarzumachen das er sich diesmal raus halten soll, weil er einfach noch nicht reif genug dafür ist. Aber wer Peter kennt, der weiß auch das es gegen seinen Kodex geht sich irgendwo herauszuhalten, und so folgt er Captain America. Doch an dem Schauplatz wo die Ultimativen kämpfen kann er dennoch nichts ausrichten und die Flüchtigen befinden sich ebenfalls nicht vor Ort, als sein Handy klingelt und MJ ihm mitteilt das Osborn, samt Anhängseln sich in der Innenstadt befinden wo er gerade wieder einmal ausrastet und Dr. Octopus tötet.
Spider-Man macht sich auf den Weg zum Geschehen, findet dort aber nur noch die Leiche von Octavius vor und lässt sich von den verstörten Passanten den Weg zur Brücke weisen, auf der noch immer der Kampf der Ultimativen tobt. Dort angekommen entdeckt er den Punisher, der gerade auf Captain America anlegt und schafft es im letzten Moment diesen aus der Schussbahn zu stoßen, muss dabei aber selbst einen glatten Durchschuss einstecken.
Kaum das er wieder zu sich kommt, muss er feststellen das er alleine ist. Die Ultimativen sind verschwunden und auch sonst hat sich keiner um den verletzten Spider-Man gekümmert. Also macht er sich auf den Weg nach Hause in der Vermutung das Osborn dort zuschlagen wird. Währenddessen kämpfen bereits Johnny und Robert in Queens gegen die verbliebenen Flüchtlinge mitsamt Osborn als Anführer. Doch Peter ist geschwächt und auch so schon am Ende seiner Kräfte, als er sich dem endgültigen und Finalen Kampf gegenüberstellt…
FAZIT:
Das Finale ist wie es sein soll. Spannend, Dramatisch, Actionreich und voller Emotionen. Brian Michael Bendis hat es wahr gemacht und den ultimative Peter Parker das Leben genommen. Kein Schwindel, keine verheißungsvollen und imposanten Ankündigungen die doch nicht das halten was sie versprechen. Nein. Diesmal ist es echt und nachdem was Bendis nach der Veröffentlichung verlauten ließ, wird es diesmal auch dabei bleiben. Ob man das bei Marvel auch wirklich durchhält, wird wohl erst die Zeit zeigen, aber dieses Abenteuer markiert einen Wendepunkt und Neuanfang für das Ultimative Universum.
Um das Finale auch würdig zu präsentieren darf niemand anderes an den Zeichenstift als der Meister schlechthin. Mark Bagley, der dem ultimativen Spider-Man von der Nummer 1 an in über 100 Ausgaben lang leben ein gehaucht hat. Für Bendis war klar, das kein anderer Künstler diese Ehre zuteil werden dürfe als den beiden Vätern dieser Serie. Und was soll ich sagen. Bagley ist einfach mein Lieblingszeichner an Spider-Man. Mit seinen ASM-Ausgaben bin ich damals bei Condor im „Die Spinne“-Magazin #215 voll eingestiegen (nachdem ich vorher fast nur die TBs hier nach der Wende im Osten gefunden hatte) und groß geworden. Bagley hat so viele bedeutende Ereignisse in Spider-Mans Leben bebildert, wie kaum jemand anderes (siehe hierzu auch ASM #400 mit dem Tod von Tante May).
Und auch wenn dieser Band die Nummer 2 von 3 zum Story-Arc „Der Tod von Spider-Man“ ist so kann man auf den dritten Teil auch verzichten, da dieser nur ein Tie-In darstellt und den Kampf der Ultimativen auf der Brücke näher beleuchtet, ansonsten aber eher weniger bis überhaupt nichts weiter mit den bisherigen Geschehnissen zu tun hat.
Anders ist es dann mit dem Band „Ultimate Fallout“ welcher sich mit den Auswirkungen und vor allem den Nachwirkungen um den Tod von Spider-Man beschäftigt. Und auch diesen werde ich hier auf meinem Blog vorstellen. Sobald ich ihn vorliegen habe natürlich. Denn diesmal kann ich irgendwie nicht warten und mich anderen Dingen widmen. Ich will wissen wie es weitergeht.

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) (Variant Cover-Edition B)

Ich selbst darf mich ja dank meines Comicshop des Vertrauens im Besitz der wunderschönen Variant Cover-Edition B wähnen, welche oben abgebildet und auf 150 Exemplare limitiert ist. Daneben sieht man auch noch die Vorder- und Rückseite des Polybeutels in dem die Variants verkauft werden.

Variants und Edition B?

Ja es gibt 2 Variants. Neben dem oben abgebildeten B-Variant und der regulären Ausgabe welche am Anfang der Rezension zu sehen ist, gibt es auch noch das auf 999 Exemplare limitierte A-Variant, welches ihr hier unten seht (ebenfalls nochmals mit dem Polybeutel). Da man also vorher nicht sieht welches Variant enthalten ist, hat das Ganze ein wenig etwas von einem Überraschungsei.

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) (Variant Cover-Edition A)

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Alternativ könnt ihr es natürlich auch hier probieren. 😉

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Review: Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man – Prolog (Teil 1) [Panini, September 2011]