Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 4)

Weiter geht es mit den Reviews zu den Episoden sieben und acht der Serie Der utlimative Spider-Man. Diesmal zwar etwas später, als die letzten beiden Male, aber besser spät, als nie. 😉

MJ und Spidey. Seite an Seite.

MJ und Spidey. Seite an Seite.

Episode 7: Energie
(Exclusive)

Eigentlich wollte Mary Jane ein ganz besonderes und exklusives Interview mit Spider-Man machen, als der Hulk die halbe Stadt in Schutt und Asche legt. Doch wie sich schnell herausstellt, ist nicht der Hulk das Problem, sondern ein nicht sichtbares Energiewesen, welches ebenso gefährlich zu sein scheint, wie der Hulk. Mittendrin, in der ganzen Action, ist Mary Jane Watson mit ihrer Kamera und riskiert dabei ihr Leben für die Story, mit der sie einen Wettbewerb des Daily Bugle gewinnen möchte. Und so ganz nebenbei will sie noch beweisen, dass Spider-Man nicht das Monster ist, zu welchem ihn Jameson immer machen will …

Der Hulk richtet ziemlichen Schaden an.

Der Hulk richtet ziemlichen Schaden an.

Rasante Action und eine spannende Geschichte kennzeichnen diese neue Episode. Man könnte fast von spannungsgeladen sprechen, wenn Spider-Man und der Hulk gegen ein unsichtbares Energiewesen antreten müssen. Hierbei werden einige Erinnerungen an die frühe Animationsserie aus den 80er Jahren wach, als ebenfalls ein Energiewesen Spider-Man das Leben schwer machte. Damals war es noch Electro der zusammen mit dem Videoman in „Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde“ für Chaos sorgte. In dieser Folge gibt es nun gewisse Ähnlichkeiten. Hier tritt ebenfalls ein Trio dem Monster gegenüber. Aber diesmal sind es nicht Firestar und Iceman, sondern Hulk und Mary Jane, an Spider-Mans Seite. Und ich muss feststellen, dass auch dieses Mal die Konstellation mit zwei männlichen und einem weiblichen Darsteller gleich ausfällt. Dies zeigt erneut, das obwohl die Serie sehr wohl an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, die Macher auch immer wieder Kleinigkeiten einbauen, die man nur als langjähriger Fan von Spider-Man erkennen und verstehen kann. Dennoch bleibt die Serie auch für Neueinsteiger klar verständlich und unterhaltsam.

Irgendetwas stimmt hier nicht.

Irgendetwas stimmt hier nicht.

Besonders Positiv fällt diesmal der Blickwinkel auf. Oder wenn man in einer Animationsserie überhaupt davon sprechen kann, die Kameraführung. Denn dank der Aufmachung, die an den Science-Fiction/Katastrophen-Film Cloverfield erinnert, fühlt man sich auch als Zuschauer immer mitten im Geschehen. Anhand der Sichtweise durch Mary Janes Kamera wird man regelrecht in die Handlung gesaugt. Ständig in Bewegung und immer auf dem Sprung vor der nächsten Gefahr. Seite an Seite mit dem Helden der Serie, quer über sämtliche Häuserdächer. So wird bereits durch die Kameraperspektive und die Schnitte eine enorme Spannung aufgebaut. Dies zieht sich dann auch fast bis zum Ende. Und ab dem Moment, wo der Trick mit der Kamera nicht mehr zur Verfügung steht, greift die Dramatik um ein Menschenleben die bisherige Spannung auf und trägt Sie bis zum großen Finale.

Hulk im Kampf mit dem wahren Gegner.

Hulk im Kampf mit dem wahren Gegner.

FAZIT:

Nach den beide letzten, etwas schwächeren Episoden, überzeugt diese Folge wieder mit einer guten und spannenden Geschichte sowie einer dramatischen und überzeugenden Präsentation. Wie gewohnt kommt auch diesmal der inzwischen fest etablierte, aber manchmal etwas seichte, Humor nicht zu kurz. Des weiteren gibt es auch wieder einen Gastauftritt von Stan Lee, der in dieser Folge aber fast schon ein wenig übertrieben senil dargestellt wird, und somit etwas Out of Character erscheint. Die Episode thematisiert auch erneut den fast schon obligatorischen Kampf zwischen J. Jonah Jameson und Spider-Man um die Gunst der New Yorker Bürger und das Image des Helden in der Öffentlichkeit. Während ihn Jonah gerne als Gefahr darstellt, wäre Spidey lieber der Liebling der Stadt.

Energie kann in großen Mengen sehr gefährlich sein.

Energie kann in großen Mengen sehr gefährlich sein.

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Er ist da!!!

Er ist da!!!

Episode 8: Zurück in Schwarz
(Back in Black)

Spider-Man bekommt Konkurrenz. Dies mag an sich nichts Besonderes sein. Aber dieser neue Held ist Spider-Man! Noch ein Spider-Man? Und dazu noch in einem wesentlich cooleren und publikumswirksameren schwarzen Kostüm? Doch wer ist dieser neue und in allen Belangen bessere Spider-Man?
Wenig später kann es Peter kaum glauben, als sich sein bester Freund Harry Osborn als der neue Spider-Man in schwarzem Outfit herausstellt. Und dieser hat sich nicht einfach ein schwarzes Kostüm angezogen, um dem Netzschwinger Paroli bieten zu können, sondern Harry hat sich einen Rest des Venom-Kostüms, welches sein Appartement verwüstet hat, gesichert. Er hat es und mit ihm trainiert und danach in ein kleines Technikgadget gepackt, um so binnen Sekunden in sein neues Outfit schlüpfen zu können. Aber dieser Rest, dieses Etwas, hat noch immer sehr viel Macht und Harry beginnt sich zu verändern …

Kaum auf dem Schlachtfeld und schon der Liebling der Massen.

Kaum auf dem Schlachtfeld und schon der Liebling der Massen.

Mit diesem Episoden-Titel wird direkt Bezug auf die inzwischen fast schon klassische Storyline „Back in Black“ aus der Comicserie genommen. Diese begann kurz nach dem Civil War und führte in den bei den Fans umstrittenen „Brand New Day“. Fast schon nebenbei wird ebenfalls die Demaskierung aus dem Civil War thematisiert. Doch anders als in den Comics wird hier der Humor wesentlich stärker in den Vordergrund gerückt. Die möglichen Gefahren, welche durch die Demaskierung für Peter, seine Freunde und seine Familie, entstehen könnten, werden fast schon übetrieben ins Lächerliche gezogen. Für Fans und Kenner ist dies schon sehr enttäuschend. Dafür wird aus dem Venom aus der vierten Episode endlich der Venom, den die Comicleser schon länger kennen. Sehr seltsam mutet dagegen der Dr. Octopus dieser Animationsserie an, der sich noch nicht richtig an irgendeine Comicversion anlehnen lässt. Denn dieser ist weder wie der klassische Otto Octavius, noch wie der, der zuletzt in den deutschen Ausgaben von sich reden machte, und mehr tot als lebendig war. Auch der Person aus dem ultimativen Comicuniversum gleicht sie kein Stück, und so stellt sich die Frage ob der Zuschauer hier vielleicht eine neue Inkarnation des ewigen Kontrahenten von Spider-Man erleben kann.

Peter kann nicht tatenlos zusehen.

Peter kann nicht tatenlos zusehen.

An Dramatik hat auch diese Folge wieder einiges zu bieten. Dennoch bleibt sie hinter der direkt vorangegangenen Episode ein wenig zurück. Sie ist aber immer noch besser, als die Folgen von letzter Woche. Jedoch es gibt auch etwas, was sie der siebten Folge voraushat. Sie hat storytechnisch mehr Tiefgang und arbeitet das durchaus schwierige Verhältnis zwischen Harry und seinem Vater weiter aus. Die Tatsache, dass Harry immer wieder um die Gunst seines Vaters buhlen musste, führte bereits in den Comics zu sehr dramatischen Handlungsbögen, im Verlaufe dessen Harry nicht nur geisteskrank, sondern auch drogensüchtig wurde. Ich bin gespannt, inwieweit die Autoren hierauf ebenfalls zurückgreifen werden. Potenzial hatten diese Geschichten damals schon und davon ist bis heute nichts verflogen. Das Setting ist wieder, genau wie in der Folge mit dem ersten Auftritt von Venom, wesentlich düsterer ausgefallen. Passend natürlich nicht nur zum Gesundheitszustandes des Helden, der mit einer massiven Grippe zu kämpfen hat, sondern auch zur Stimmung von Spider-Man, der seine Zukunft gegenüber dem neuen Spider-Man, sprichwörtlich schwarz sieht.

Das passiert, wenn man seine Geheimidentität aufgibt.

Das passiert, wenn man seine Geheimidentität aufgibt.

FAZIT:

Diese Folge weiß vor allem Comickenner zu überzeugen. Mit sehr vielen Anspielungen an die Comicgeschichte des Helden werden Fans geradezu in Entzückung versetzt. Dennoch kann die Handlung auch ohne diese Kenntnisse voll und ganz überzeugen, da sie in sich stimmig, glaubhaft und spannend dargestellt und präsentiert wird. Die jüngeren Fans werden vor allem ihre Freude an dem niesenden und herum“rotzenden“ Helden haben, der sich dem bösen schwarzen Monster entgegenstellt und am Ende trotzdem als strahlender Sieger hervorgeht.

Spidey und Venom im dramatischen Kampf.

Spidey und Venom im dramatischen Kampf.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 3)

Nach der gestrigen Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview, folgt heute die Review zu den Episoden 5 und 6 von Der ultimative Spider-Man …

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Episode 5: Iron Spider
(Flight of the Iron Spider)

Tony Stark ist seit seinem Auftreten als Iron Man Peter Parkers Idol. Umso erfreuter ist Spider-Man, als er von ihm einen neuen Anzug erhält. Dieser ist nicht nur mit allerlei technischem Schnickschnak ausgerüstet, sondern steigert auch noch Peters Ego ins Unermessliche. Mit dem neuen Iron Spider-Anzug fühlt sich Peter sofort unbesiegbar. Das einzige Problem liegt darin, dass er mit der neuen Rüstung nicht wirklich zurechtkommt und so mehr Gefahr als Hilfe ist. Jedoch nicht nur für sich selbst, sonder vor allem für seine Freunde wird er so zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Als dann auch noch der Living Laser auftaucht, und dank seiner Fähigkeit zuerst von Spider-Mans neuem Anzug und danach von Iron Mans Anzug die Kontrolle übernimmt, beginnt es chaotisch zu werden. Nun muss Peter sich entscheiden. Schafft er es, den Feind in der Rüstung seines Idols auch ohne die technischen Spielereien zu überwältigen, oder wird unterliegen und möglicherweise vor seinem Idol das Gesicht verlieren …

Auftritt, Iron Man.

Auftritt, Iron Man.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Details aus der Comickarriere von Spider-Man inzwischen ihren Weg in die Animationsserie gefunden haben. Nicht nur die neue Rüstung findet ihren Platz, sondern auch die kleinen Gags wie der kurze Auftritt von Spider-Ham oder der Marvel Superhero Squad. Man merkt, dass die Macher der Serie sich im Spider-Man Comic-Kosmos sehr gut auskennen und es wirkt immer wieder so, als würden sie bei der Umsetzung in die Animationsserienwelt eine Menge Spaß zu haben. Dies spürt man in fast jeder Szene. Jedoch gibt es auch etwas zu bemängeln. So bleibt die Handlung eher flach und wird mit imposanten und ausufernden Actionszenen kaschiert. Es wird wenigstens versucht. Selbst wenn die Serie an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, so enttäuscht die Zusammensetzung dieser Episode sehr. Die Moral dieser Folge scheint wiederum für ein noch seichteres Publikum erdacht worden zu sein. Denn wie sollte man es sonst erklären, wenn fast schon mit dem Holzhammer darauf hingewiesen wird, dass man sich nicht nur auf die Technik, sondern auch seinen eigenen Verstand verlassen soll.

Der ultimative Spider-Ham!!! :D

Der ultimative Spider-Ham!!! 😀

Animationstechnisch gibt es nur wenig zu beanstanden. Die Serie ist im Charakterdesign sehr stilsicher und ermöglicht selbst langjährigen Comiclesern bekannte Figuren schnell und einfach wiederzuerkennen. Auch ohne Rüstung oder Nennung der Namen. Ein weiterer Pluspunkt ist der Wiedererkennungswert aus Sicht der Avengers-Kenner. Denn selbst wer erst durch die Animationsserie „Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ auf den ultimativen Spider-Man aufmerksam wird, findet sich sofort unter den Figuren zurecht. Negativ hingegen fällt, zumindest in dieser Episode, der übertriebene Einsatz von Spezialeffekten, wie Laser oder Repulsorstrahlen, auf. Ebenfalls gibt es übermäßig oft große und leuchtende Explosionen. Daher stellt sich schon nach wenig Szenen eine Übersättigung ein.

Feuer aus allen Rohren.

Feuer aus allen Rohren.

FAZIT:

Zwar bietet sich dem Zuschauer erneut eine kurzweilige Episode, welche aber lange nicht so überzeugen kann, wie noch die ersten vier Folgen. Fast schon scheint sich auf beiden Seiten eine leichte Ermüdung einzustellen. Schuld daran ist die sehr dünne Handlung. Der Humor spielt zwar in dieser Folge ebenfalls wieder eine größere Rolle, aber insgesamt fallen die Szenen spärlicher und weniger überzeugend aus. Vor allem aus Sicht der neuen Zuschauer, da viele Gags erst richtig zünden, wenn man Spider-Man schon eine Weile verfolgt. Dies kann man, wenn man es positiv betrachten will, als Fanbonus ansehen, hinterlässt aber dennoch einen schalen Beigeschmack. Daher kann ich persönlich nur hoffen, dass diese Episode eine kurzzeitige Flaute darstellt und die Qualität und Ausgewogenheit in der nächsten Folge wieder ansteigt. Für langjährige Kenner der Comics ist die Folge leider nur Mittelmaß, aber die angestrebte Zielgruppe wird sicherlich ihren Spaß haben.

Der neue Anzug macht schon was her.

Der neue Anzug macht schon was her.

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Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Episode 6: Taskmaster
(Why I Hate Gym)

Schon wieder einmal versucht Dr. Octopus, im Auftrag von Norman Osborn, das Geheimnis von Spider-Man zu ergründen. Erneut findet diese Aktion an der Midtown High statt. Und zum wiederholten Male bringt er dadurch Normans Sohn, Harry, in Gefahr. Dieses Mal soll der Taskmaster die ausführende Hand sein. Hierfür schaltet dieser zuerst den Sportlehrer der Schule aus, nur um dann als Vertretungslehrer dessen Platz einzunehmen. Er versucht im Sportunterricht die Fähigkeiten der Schüler zu ermitteln, in der Hoffnung, dass sich einer von ihnen Spider-Man als Spider-Man entpuppt. Doch Peter weiß seine Fähigkeiten zu verbergen, auch wenn seine Teamkollegin Ava Ayala, alias White Tiger, dies nicht so recht verstehen mag. Immerhin macht sich Peter hierfür dümmer und tollpatschiger, als es in ihren Augen nötig ist. So kommt es, dass Talkmaster drei Schüler in die engere Wahl zieht. Diese sind Harry Osborn, Flash Thompson und Daniel Rand, auch bekannt als Iron Fist. Als jedoch am nächsten Tag ein weiteres Treffen der möglichen Spider-Men unter der Leitung von Taskmaster stattfinden soll, und Ava heimlich daran teilnehmen möchte, ist die Schule verriegelt und mit Hochspannung abgesichert. Daraufhin macht sich White Tiger zusammen mit Spider-Man auf, das Geheimnis zu ergründen …

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Was mir als Fan sofort auffällt, ist, dass Stan Lee endlich wieder einen Auftritt in der Serie hat. Ganz ehrlich. Ich mag diesen liebenswerten alten Märchenonkel. Er ist so etwas wie die Seele von Marvel Comics gewesen. Und noch immer ist er eine Art Botschafter des Hauses der Ideen. Wenn es nach mir ginge, könnte er ruhig immer wieder einmal als Running Gag am Rande auftauchen. Erst recht dann, wenn er so witzige Anmerkungen zum Thema Spider-Man macht, die vor allem Fans und Kennern auffallen werden. Dem entgegen steht die insgesamt sehr enttäuschende Geschichte. Schon wieder einmal wird Harry Osborn in Gefahr gebracht und erneut wird die Handlung an die Schule verlegt, weil dort möglicherweise Spider-Man in seiner bürgerlichen Identität agieren könnte. Somit ist dieser Handlungsbogen leider nichts Neues und wurde dazu noch nur mäßig umgesetzt. Die Folge wird erneut alleine durch den Humor getragen, was aber insgesamt viel zu wenig ist, um auf Dauer zu fesseln.

Stan Lee findet die Idee von einem "unglaublichen Spider-Man" sehr faszinierend.

Stan Lee findet die Idee von einem „unglaublichen Spider-Man“ sehr faszinierend.

Nachdem in der letzten Folge ein übertriebenes Effektfeuerwerk abgebrannt wurde, geht es in diese Episode etwas ruhiger zu. Dafür stehen die diversen visuellen Gags und Slapstickeinlagen wieder höher im Kurs. Was mir persönlich aber wirklich gefehlt hat, war die Dynamik in den Kampfszenen. Da hier erneut vermehrt Martial Arts statt explosiver Action geboten wird, wären dynamischere Perspektiven und Kamerafahrten, wie sie in der Folge mit Venom ihren Einsatz fanden, ein echtes Highlight gewesen. Denn wenn man sich als Zuschauer direkt in den Kampf hineingezogen fühlt, dann ergibt sich ein ganz anderes Feeling. Dadurch entsteht eine direkte Einbindung in das Geschehene und man ist nicht mehr nur der Beobachter.

Ist Flash Thompson Spider-Man?

Ist Flash Thompson Spider-Man?

FAZIT:

Diese Episode stellt leider die bisher schwächste Folge der Serie dar. Daran können auch Stan Lees Auftritt und die vielen kleinen visuellen Gags nichts ändern. Am Ende bleibt nicht viel in übrig, woran man sich erinnern könnte. Zu sehr ist handlungstechnisch alles schon einmal da gewesen, auch innerhalb dieser Serie. Ebenfalls negativ wirkt sich die fehlende Dynamik in der Folge aus. Der Zuschauer ist und bleibt, die gesamte Episode lang ein Beobachter er von außen zusieht. Dass dies besser geht, hat die Episode mit dem ersten Auftreten von Venom gezeigt, in der man förmlich in die Geschehnisse durch den Blickwinkel eingebunden wurde. Leider setzt sich der Trend, welcher in der vorangegangenen Episode begann hier fort und die Qualität ist alles andere als überzeugend. Sollte den Machern der Serie etwa schon die Energie ausgehen?

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Weitere Reviews zur fünften und sechsten Folge gibt es auch bei Crayton.

Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 9) [Nickelodeon]

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Heute geht es nach fast einem Viertel Jahr mit den Reviews zu der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Serie weiter …

Episode 9: Die Herausforderung
(The Gauntlet (FKA Enter Shredder))

Mikey hat ein neues Spielzeug. Rauchbomben!

Mikey hat ein neues Spielzeug. Rauchbomben!

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Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 2)

Das Team in aller Pracht.

Das Team in aller Pracht.

Lang, lang ist es her, dass die erste Review zu dieser Serie online gegangen ist. Doch seit dem 3. März läuft der ultimative Spider-Man nun regelmäßig, jede Woche in Doppelfolgen. Und hier ist die Review zu den Episoden 3 und 4 …

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Folge 3: Verdammnis (Doomed)

Nur weil Spidey und Nova mal wieder einen ihrer Kleinkrieg untereinander austragen mussten, in dem jeder sein eigenes Ego aufpolieren will, wurde der Trainingsraum ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch hat das junge Team an Helden, rund um Spider-Man, Nova, Power-Man, Iron Fist und White Tiger im S.H.I.E.L.D.-Helicarrier, Hausarrest. Doch damit will sich die Heldengruppe aus lauter Einzelgängern nicht abfinden. Sie wollen beweisen, dass sie auch klug und heldenhaft handeln können. Deshalb entschließen sie sich, einen Schurken zu fangen und bei S.H.I.E.L.D. abzuliefern. Doch leider fällt die Wahl auf Dr. Doom und damit beginnt ein riesengroßes Problem.
Zwar schaffen sie es Doom zu überwältigen, aber als sie ihre Trophäe im Helicarrier präsentieren wollen entpuppt sich diese als Doom-bot. Und nun geht der Ärger erst richtig los. Denn die Doom-bots wollen den Helicarrier lahmlegen. Und Spidey und Nova bekommen es einfach nicht auf die Reihe zusammenarbeiten. Schaffen es die beiden doch noch ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen …?

Spidey und Nova im Duell.

Spidey und Nova im Duell.

Wieder einmal wird die Folge hauptsächlich durch ihren Humor am Leben gehalten. Man merkt stark, dass die Serie für eine jüngere Zielgruppe konzipiert ist. Dennoch muss ich auch sagen, dass sie dadurch genau die Leichtigkeit besitzt, welche die frühen Abenteuer der klassischen Comicserie ausgezeichnet hat, und die auch zu Beginn der Ultimate Spider-Man-Comicserie das Bild prägte. Immer wieder eingestreute Slapsticks und Wortwitze lockern damit die an sich sehr kurzweilige und actionreiche Story auf. Nicht jedoch, ohne dabei die Moral zu vergessen. Denn am Ende wird, wie es bei Konzepten dieser Art üblich ist, eine lehrreiche Erkenntnis präsentiert. In diesem Fall die, dass Teamarbeit nicht nur Spaß machen kann, sondern auch wesentlich einträglicher ist, als immer nur sein eigenes Ego in das Rampenlicht zu rücken.

Wer von den beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Wer von den Beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Animationstechnisch gibt es nichts auszusetzen. Der Stil bleibt sich selber treu und ist, wie schon in den ersten beiden Episoden bewusst jugendlich und überdreht, passend zur Zielgruppe der Pre-Teenager, gewählt. Slapstick wird groß geschrieben und sich wiederholende Zwischensequenzen, in denen Spider-Man zum Beispiel mit einem Jetpack durch die Stadt fliegt, sollen Running Gags etablieren. Leider fehlt in dieser Episode Stan Lee als Hausmeister. Dieser hatte in den ersten beiden Folgen seinen Einstand. Der Einsatz von CGI-Grafiken hält sich hier erfreulich dezent im Hintergrund, so dass alles in sich stimmig und „rund“ wirkt.

Doom empfängt unsere Helden.

Dr. Doom empfängt unsere Helden.

FAZIT:

Episode 3 setzt storytechnisch da an, wo die Zweite geendet hatte. Sie bringt wieder kurzweilige Action, Moral und sehr viel frischen Humor. Wer mit Spidey aufgewachsen ist, der wird immer wieder kleine Hinweise am Rand entdecken. Und allen, die mit dieser Serie in das Marvel Universum einsteigen, wird eine einsteigerfreundliche Folge geboten, die mit ihren verwendeten Zutaten einfach alles richtig macht. Vorausgesetzt, man kommt mit dem typischen Humor der Serie zurecht.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Und weiter geht es auch gleich mit der vierten Folge der neuen Spider-Man Animationsserie …

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Folge 4: Venom (Venom)

Ein seltsames Tentakelmonster verfolgt unseren allseits beliebten Helden aus der Nachbarschaft und jagt ihn quer durch die U-Bahn-Schächte New Yorks. Aber Spidey schafft es, ihn auszuschalten, ohne zu wissen, weshalb er zur Zielscheibe wurde. Wie Peter später erfährt, sollte ihm in dem Kampf nur eine Blutprobe entnommen werden. Und mithilfe dessen wurde ein neues Wesen kreiert, welches über die gleichen Kräfte, wie Spider-Man verfügt.
Dieses neue Wesen verbindet sich auf einer Party von Harry Osborn auch sogleich mit Flash Thompson und erschafft somit Venom. Einen nicht zu unterschätzenden Gegner, der auch noch von Wirt zu Wirt springen kann, was für einen anstrengenden Kampf sorgt …

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Im Gegensatz zur vorangegangenen, dritten Episode, kommt diese schon wesentlich ernster daher. Nicht nur, dass die Freundschaft zwischen Peter und Harry auf der Kippe steht, auch das Auftauchen eines neuen Gegners, Venom, sorgt für eine deutlich düstere Atmosphäre. Von Beginn an wird klar gemacht, dass Venom eine weitreichende Gefahr darstellt, die sich nicht mit Witzen und flapsigen Sprüchen wegwischen lässt.
Auch werden immer weiter die Pläne offenbart, die Norman Osborn und Doctor Octopus im Hintergrund zu spinnen versuchen. Einzig die ständigen Gefahrensituationen, in die Norman seinen Sohn Harry bringt, sind langsam etwas ermüdend und unglaubwürdig. Ich hoffe, dass sich dies nicht weiter fortsetzt.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Während die dritte Folge noch mit dezenten CGI-Animationen überzeugte, war der Computer hier wieder vermehrt im Einsatz. Jedoch nicht um tolle Technikmodelle zu kreieren, sondern um die Kamerafahrten und Perspektiven möglichst flüssig und außergewöhnlich umzusetzen. Natürlich kommen auch die Technikspielereien, wie Doc Ocks Tentakel, oder sein Tentakelmonster, welches verblüffende Ähnlichkeit mit den Kreaturen aus Matrix aufweist, nicht zu kurz. Und auch der Humor wird wieder, wenn auch dezenter, mit eingebracht. Aber ein Spidey mit zerflederter Hose ist einfach zu witzig. Wenngleich ich nicht verstehe, weshalb man dies verpixeln muss. Auch wenn dies oftmals ein stilistisches Hilfsmittel ist, so wirkt es hier wie etwas Anzügliches und Verbotenes, was es aber effektiv nicht wirklich ist.
Insgesamt passt der dunklere Farbstil in dieser Folge sehr gut zur Thematik und den Ereignissen samt Gegner. Daher ergibt sich auch visuell ein etwas ernsterer Grundtenor, der durch die Handlung mit der angeknickten Freundschaft nochmals verdeutlicht wird.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

FAZIT:

Auch Folge 4 kann mit ihrem etwas anderen Stil überzeugen. Es ist die perfekte Möglichkeit, nach dem Etablieren der Hauptcharaktere, das Tempo ein wenig aus der Serie zu nehmen, um auch wichtigere Handlungsbögen zu beginnen. Schade ist auch diesmal, dass Stan Lee erneut nicht aufgetreten ist. Dieser hat nach seiner Auszeit in der dritten Folge auch in dieser Episode keinen Fuß in die Tür bekommen, um sich zu einem möglichen Running-Gag zu etablieren. Das man dennoch nicht ganz auf den typischen Humor verzichten muss zeigt, dass die Macher der Serie sich und dem Konzept treu bleiben wollen. Wenn die Köpfe hinter der Serie mit dem Elan und diesem Engagement weitermachen, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Ich persönlich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf die nächsten beiden Episoden am nächsten Sonntag, wieder auf Super RTL.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

FSDC – Fox sucht den Couchgag

Simpsons und kein Ende auf Mueli77s Feine Welt Blog. Aber diesmal seid auch Ihr gefragt…

Am 19. Mai 2013 flimmert die letzte Folge der aktuellen 24. Staffel über die Bildschirme in den USA. Um das auch würdig zu feiern veranstaltete Fox ein Casting zum finalen Folgen-Couchgag. Nun sind die drei Finalisten ermittelt und jetzt sind die Fans an der Reihe. Auf http://www.fox.com/thesimpsons/couchgag/ kann man nun zwischen drei Bildern wählen, von denen der Sieger dann am 19. Mai ausgestrahlt wird.

Hier die drei Finalisten:

Cheryl Brown aus Oakland in Californien
Vier gelbe und eine blauer Löwenzahn befinden sich auf der Couch. Ein großes Paar Lippen tritt aus dem Fernseher heraus und mit einem lauten Schmatzen und Pusten verteilen sich viele kleine Simpsons im Wohnzimmer.

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Kyle Debona aus Fairfield in Connecticut
Statt des Wohnzimmers ist das Bad der Simspons zu sehen. Alles ist voller Schaum. Nacheinander tauchen Gummientenversionen von Marge, Bart, Lisa und Maggie auf. Zum Schluss taucht Homer als Abschleppkahn auf, der dann mit einem panischen Gesichtsausdruck zur Seite kippt.

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Ben Feldman aus Oakland in Californien
Die Simpsons betreten das Wohnzimmer, aber die Couch fehlt. Plötzlich stürzt sich ein Couch die wie Homer aussieht auf die Fünf und fesselt sie. Danach tauchen weitere Couchversionen von Marge, Bart, Lisa und Maggie auf und wollen sich auf die Simpsons setzen.

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Das Copyright der Bilder liegt bei den jeweiligen Rechtinhabern/Künstlern. Eine Verwendung findet ausschließlich im Rahmen dieses Artikels und zur Bekanntmachung der Votingaktion auf der Originalseite des Rechteinhabers statt.

500-mal die Simpsons. Gelber Wahnsinn in Serie.

500-mal die Simpsons. 26 Jahre gelber Spaß. Bei durchschnittlich 23 Minuten je Episode sind das unglaubliche 11.500 Minuten, oder anders gesagt: Fast 192 Stunden oder 8 Tage, sprich über eine Woche am Stück und ohne Pause.

Simpsons-500-Episode-Jubilaeum-Fox

Warum ich euch das mitteile? Ganz einfach. Zur 500. Episode gab es in Amerika einen Marathon, bei dem alle 500 Episoden von 100 ausgewählten Personen angesehen werden sollten. Bei diesem Projekt sollte der existierende Rekord aus dem Jahre 2010 von 86 Stunden, 6 Minuten und 41 Sekunden gebrochen werden. Diesen stellten 2010 drei Zuschauer eines „24“-Marathons auf, als sie alle Folgen der ersten sechs Staffeln am Stück ansahen. Am 12. Februar 2012 standen dann auch die Gewinner fest. Mit 86 Stunden und 37 Minuten ging das Preisgeld in Höhe von 10.500 US-$ an Jeremiah Franco aus Los Angeles und Carin Shreve aus Acampo. Damit wurde der bisherige Rekord um 31 Minuten gebrochen und bescherte den Simpsons somit einen weiteren Eintrag in das Guinnes Buch der Rekorde.
Und weshalb haue ich euch diese eigentlich nutzlosen Fakten um die Ohren? Weil 500 Folgen Simpsons doch schon ein Rekord sind und es dafür auch eine ganze Menge Ausdauer braucht. Eben wie bei dem besagten Marathon. Ist doch nur logisch, Oder? 😀

Auch in Outland schauen die Simpsons Fox.

Auch in Outland schauen die Simpsons Fox.

Am vergangenen Montag, den 28. Januar, war es dann auch in Deutschland so weit. Pro Sieben strahlte die 500. Folge um 20:15 Uhr aus, und ich möchte euch hiermit einen kurzen Einblick in diese monumentale Episode geben …

Freunde finden leicht gemacht.

Freunde finden leicht gemacht.

Nach langer Zeit, und sehr vielen Abenteuern ist es der Stadt Springfield und seinen Bewohnern endlich klar geworden: Die Simpsons müssen raus aus Springfield. Homers Eskapaden, Barts ständige Streiche und Lisas unermüdlichen Umweltaktionen kosten die Stadt einfach zu viel Geld und Nerven. Also beschließt man, in einer geheimen Stadtversammlung, sich von den Simpsons zu trennen. Dummerweise bekommen die Fünf Wind davon, doch weder ihnen noch ihrem Nachbar Flanders gelingt es, ihre Mitmenschen umzustimmen.
Also werden die Simpsons kurzerhand mit Sack und Pack an der Stadtgrenze von Springfield ausgewiesen. Und müssen sich auf die Suche nach einer neuen Heimat machen, in der sie fortan leben können. Doch wer die Simpsons kennt, der weiß, dass sie auch immer wieder auf den Füßen landen. Schnell finden sie einen neuen Ort, mit dem Namen Outland und werden auch herzlich von den dortigen Bewohnern aufgenommen. Alles läuft prima. Homer und Bart fühlen sich pudelwohl, Lisa lebt sich hervorragend ein und auch Maggie findet schnell Anschluss. Einzig Marge will sich nicht so recht damit abfinden. Doch als sie mit Homer Springfield einen Kurzbesuch abstattet, merkt sie, dass dies nicht mehr ihre Heimat ist …
… und auch einiges Springfielder merken, dass etwas in der Stadt fehlt. Doch wie kann man dies jetzt noch regeln, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren?

Julian Assagne (Wikileaks) darf sich in Folge 500 die Ehre geben.

Julian Assagne (Wikileaks) darf sich in Folge 500 die Ehre geben.

Die 500. Episode hat trotz aller Euphorie leider auch mit ein paar Längen zu kämpfen. Dass am Ende dann doch wieder alles bei Null landet, ist wenig überraschend, aber gut so. Dennoch fehlt dem Ganzen noch ein wenig der letzte Schliff. Der Kick sozusagen. Es werden wie immer sehr viele Anspielungen gemacht. So muss sich zum Beispiel Maggie in apokalyptischen Ringkämpfen beweisen, wie Mel Gibson in „Mad Max: Jenseits der Donnerkuppel“. Aber insgesamt haben die Gags, sowohl an Quantität als auch an Qualität, doch schon ein wenig abgenommen. Animationstechnisch profitieren inzwischen auch die Simpsons von den neuen Möglichkeiten, welche der Fortschritt so mit sich gebracht hat. Nicht nur, dass seit wenigen Staffeln das 16:9-Format in der Serie Einzug gehalten hat, auch die CGI-Animationen finden vermehrt ihren Einsatz, und das, ohne aufdringlich zu wirken. In jeder Situation bleibt der Grundtenor der Serie erhalten. Allen voran die Farbgebung profitiert von den digitalen Möglichkeiten. Die Farben sehen so frisch und kräftig aus wie noch nie. Aber trotz aller Nörgeleien macht auch diese Folge wieder sehr viel Spaß und ist um Längen besser, als die Folgen um die 20. Staffel herum. Man merkt also, dass es wieder aufwärts geht. Ich für meinen Teil freue mich deshalb auch weiterhin über jede neue Folge, so lange wie es die Simpsons noch geben wird. Im Idealfall also auf die nächsten 500 Folgen. Und falls nicht, dann …

„Fresst meine Shorts!“

Maggie macht einen auf Mel Gibson.

Maggie macht einen auf Mel Gibson.

Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 8) [Nickelodeon]

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Wie schon in den letzten Wochen gibt es auch diese Woche wieder eine neue Episodenreview zur neuesten Folge der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Serie. So viel Neues auf einem Haufen? Aber was bringt die Folge wirklich Neues? Diese Review wird es zeigen!

Mit den deutschen Sprechern der Schurkenriege endet diesmal die kleine Infotour zur neuen Serie. Was es dann ab nächster Woche gibt? Mal sehen. Vielleicht einen mehrteiligen Crashkurs zur Entstehung und Entwicklung der Pizza-Ninja-Kröten.

Lecker. Eine neue Pizzavariation.

Lecker. Eine neue Pizzavariation.

Beginnen möchte ich mit dem Oberfiesling schlechthin. Shredder! Dieser wird vom Allrounder Matti Klemm gesprochen der schon als B.A. Barracus im neuen „A-Team“-Kinofilm und in diversen Nebenrollen unter anderem bei „Supernatural“ und „Desperate Housewives“ überzeugen konnte. Der ebenfalls wieder in dieser Folge auftretende Chris Bradford, wird in der deutschen Fassung von Oliver Siebeck vertont. Siebeck dürfte vor allem als Vegeta aus „Dragonball Z“ bekannt sein, aber auch in „Prison Break“, „Two and a half Men“ und „Alias“ war er bereits zu hören. Sein Kontrahent Xever, der auch namensgebend für diese Episode war, hat Tobias Nath als Sprecher erhalten. Nath hatte diverse Nebenrollen, unter anderem in „Der Laden“ und „Alarm für Cobra 11“. Auch als Synchronsprecher konnte er bereits Erfahrungen sammeln. So war er schon als elfter Doctor in „Doctor Who“ zu hören und ist auch der Sprecher des gesamten Rahmenprogrammes von VIVA. Der oberböse Bösewicht Baxter Stockman, der irgendwie gar nicht so böse wirkt, hat Thomas-Nero Wolff als deutsche Stimme zugewiesen bekommen. Dieser ist vor allem als die Stimmen von Hugh Jackman, Jason Statham und Thomas Jane bekannt. Als Synchronsprecher hat er an unzähligen US-Serien mitarbeiten dürfen und im Animationsbereich war er die Stimme von Freezer in „Dragonball“ (Z und GT) sowie der Polizist Ninzaburo Shiratori in „Detektiv Conan“. Als Letzter ist Matthias Klages an der Reihe. Er spricht die Kraang. Er sprach bereits Walt Cummings in den Staffeln vier und fünf der Erfolgsserie „24“. Außerdem durfte er, wenn auch nur jeweils ein Mal, Wesley Snipes und Bill Murray vertonen.

Angriff von allen Seiten.

Angriff von allen Seiten.

Das war es dann auch schon mit den aktuellen Sprechrollen in der Originalfassung und der deutschen Synchronversion. Jetzt folgt die Review zur aktuellen Folge und für das nächste Mal lasse ich mir etwas einfallen. Oder Ihr schreibt Eure Vorschläge in die Kommentare.

Episode 8: Sag es nie
(Never Say Xever)

Shredder zusammen mit Chris Bradford und Xever.

Shredder zusammen mit Chris Bradford und Xever.

Irgendwie macht es nicht so richtig Spaß den ganzen Tag in der Kanalisation herumzulungern und Pizza zu essen. Manchmal muss man eben auch mal raus, und etwas erleben. Also entschließt sich April, die vier grünen Teenager-Ninjas schön auszuführen. Aber es kommt wie immer anders, denn Shredder will die Turtles gefangen haben. Und da Chris Bradford beim letzten Mal nicht wirklich erfolgreich war, darf diesmal Xever zeigen, was er kann. Das erste, was Xever anleiert, ist, dass seine Straßengangs permanent nach den Turtles Ausschau halten und Meldung machen, wenn diese irgendwo auftauchen. Und genau da setzt auch der kleine Ausflug mit April an. Von dem Moment an geht es im Leben von Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo so richtig rund …

Mikey probiert einmal die japanische Küche...

Mikey probiert einmal die japanische Küche…

Bei der letzten Episode habe ich noch bemängelt, dass der eigentliche Storybogen mit Shredder sich nicht weiterentwickelt. Dann kommt diese Episode und es scheint voranzugehen. Doch genau das ist der Haken. Es scheint eben nur so. Denn obwohl sich storytechnisch in der Folge einiges abspielt, kommt der Hintergrundhandlungsbogen nicht vorwärts. Die Turtles sind siegreich, die Bösen sind geschlagen, Shredder schimpft, und die Turtles haben einen neuen Freund. Nix Neues also, was die Geschichte voranbringt. Das ist schade, denn so dümpelt die Serie nur vor sich hin. Einzig ein paar der Charakterzüge, allen voran Leonardo und Raphael, entwickeln sich geringfügig weiter. Denn beide lernen voneinander den wohldosierten Einsatz von Gnade gegenüber den Gegnern. Das ist gelungen und sehr glaubhaft inszeniert.

Leo versucht sich in Gnade.

Leo versucht sich in Gnade.

Und dennoch hat mir die Episode insgesamt sehr gut gefallen, was aber wieder vorrangig an der Komik lag. Man merkt der Serie an, dass die Macher nicht nur einfach Macher sind, sondern im Herzen auch echte Fans der Ninjaschildkröten. Denn es gibt so viele Gags, die vor allem für Kenner der Serie so richtig schön herzerwärmend sind und ein wohliges Gefühl der Vertrautheit schaffen. Besonders eine Stelle, in der Michelangelo davon schwärmt sich eine Maske, von seinem eigenen Gesicht aufzusetzen, damit er sich hinter seinem Ich verstecken kann, ist einfach nur rundum gelungen und zaubert jedem Fan der Serie ein Schmunzeln auf das Gesicht.

Mikey mit einer Maske von seinem Gesicht.

Mikey mit einer Maske von seinem Gesicht.

Ein weiterer Punkt, der positiv auffällt, sind die wirklich dynamisch choreografierten Kampfszenen. Dank immer wechselnder Kameraperspektiven, rasanten Schnitten und actionreicher Posen sind diese einfach nur wunderschön anzusehen.

FAZIT:

Insgesamt ist diese Folge durchaus kurzweilig, hat aber im Mittelteil mit ein paar Längen zu kämpfen. Auch das sich storytechnisch nicht sehr viel weiterentwickelt fällt negativ auf. Dies wird leider nur minimal mit der gelungenen Gagdichte ausgeglichen, reicht aber insgesamt nicht, um vollständig zu überzeugen. Gerade die Storyline rund um Shredder und seine Verbindung zum Meister der Turtles weiß aktuell noch nicht so richtig zu überzeugen, was aber vor allem daran liegt, dass die Geschichte in diesem Punkt auf der Stelle tritt.

Die Turtles in fast schon klassischer Pose.

Die Turtles in fast schon klassischer Pose.

Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2012 Nickelodeon

Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 7) [Nickelodeon]

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Die neue Episode ist wieder sehr zuverlässig am Sonntag um 10:30 Uhr über die deutschen Bildschirme geflimmert, und deshalb gibt es auch pünktlich wie immer die neue Review dazu.

In den letzten beiden Einleitungen waren die US-Sprecher an der Reihe und diesmal möchte ich mich gerne den deutschen Synchronstimmen der Helden widmen. Beginnen werde ich wie immer mit den vier grünen Hauptdarstellen.

Die vier Brüder, immer für einen Spaß zu haben.

Die vier Brüder, immer für einen Spaß zu haben.

Leonardos deutsche Stimme hört auf den Namen Tim Knauer. Knauer konnte vor allem als Synchronstimme von Neji Hyūga aus „Naruto“ überzeugen und aktuell ist er, neben seiner Rolle als Leonardo, als Nick in „New Girl“ zu hören. Julius Jellinek spricht den cleveren Donatello. Am bekanntesten dürfte Jellinek jedoch in seiner Rolle als Simba im Disneyfilm „Der König der Löwen“ sein. Doch auch dem freundlichen Geist Casper hat er bereits 1995 und 1997 seine Stimme geliehen. Derzeit kann man ihn außer in der Turtles Animationsserie noch als Nathan Young in der Erfolgsserie „Misfits“ hören. Raphael bekommt eine nicht minder bekannte Stimme spendiert. Sein Sprecher ist Nico Sablik, der erst vor kurzem in „Ultimate Spider-Man“ (als Spider-Man) und „Amazing Spider-Man“ (für Andrew Garfield) sein Talent beweisen durfte. Doch seinen Durchbruch hatte der junge Mann phillipinischer Abstammung als die Stimme von Harry Potter. Michelangelos Stimme ist leider noch nicht so bekannt, wenn man mal von seiner Rolle als Rock Lee aus „Naruto“ absieht. Das heißt aber nicht, das Tim Kreuer nichts zu tun hätte. Denn neben kleineren Schauspielauftritten und Synchronrollen macht er auch Musik, und zwar als Schlagzeuger.
Der Meister der vier Schildkröten, Splinter, wird von Ingo Albrecht gesprochen. Dieser konnte schon als Stimme von Laurence Fishburne und Dwayne „The Rock“ Johnson überzeugen. Auch als Blade hat er in der gleichnamigen 12-teiligen Serie für Kirk „Sticky Fingaz“ Jones Erfahrungen sammeln dürfen, was das Sprechen einer Serienhauptfigur betrifft. Als letztes darf die junge Dame, welche April O’Neill vertont „zu Wort“ kommen. Annina Braunmiller ist ihr Name und vielen wird sie als Bella Swan aus den „Twilight“-Verfilmungen bekannt sein. Doch auch als Jess Parker in „Primeval“ konnte Annina bereits Serienluft schnuppern.

Kampfplanung eines Turtles.

Kampfplanung eines Turtles.

So viel für heute zu den deutschen Stimmen der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Serie. Das nächste Mal folgen dann die Schurken und ihre Stimmen. Aber erstmal viel Spaß mit der Review zur inzwischen siebten Folge …

Episode 7: Ein echter Menschenaffe
(Monkeybrain)

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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 6) [Nickelodeon]

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An diesem Wochenende ging bei Nickelodeon wieder alles gewohnt zugange, sodass die Turtles an ihrem inzwischen angestammten Sendeplatz ihre Episodenpremiere feiern konnten.

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Nachdem das letzte Mal sprichwörtlich die Helden zu Wort gekommen sind, dürfen heute die Schurken ihre Stimmen erheben.
Beginnen wir mit dem Widersacher schlechthin für die Turtles und ihren Meister Splinter, Oroku Saki alias Shredder. Kevin Michael Richardson, der als Schauspieler leider nur kleinere Rollen nachweisen kann, dafür aber als Synchronsprecher schon sehr viel Erfahrung hat, darf dem charismatischen Schurken seine Stimme leihen. Für die Videospielbranche war Richardson in Metal Gear Solid 2 (beide Teile) sowie in allen drei Legend of Spyro Versionen zu hören. Zu seinen aktuellen Projekten, gehören außer den Turtles seit 2008 die „Pinguine aus Madgascar“, von denen er Maurice spricht, als auch seit 1999 „Family Guy“ in der er den Direktor Lewis gibt. Der Sprecher von Chris Bradford ist niemand geringeres als Clancy Brown, der als Bösewicht Kurgan in „Highlander – Es kann nur einen geben“ bekannt wurde, als auch in der Verfilmung von Stephen Kings „Die Verurteilten“ als Captain Hadley. Außerdem spricht er seit Jahren Mr. Krabs aus „SpongeBob Schwammkopf“ und ist die Originalstimme von Dr. Neo Cortex aus „Crash Bandicoot“. Karai, die toughe Ninjakriegerin aus dem Foot Clan wird von der 1968 in Honolulu geborenen Kelly Hu gesprochen. Hu dürfte einigen noch als Lady Deathstrike aus „X-Men 2“ in Erinnerung sein, sowie als Sprecherin von Stacy Hirano aus „Disneys Phineas & Ferb“. Einen Sprecher der besonderen Art erhält Baxter Stockman im Original. Denn hier darf der bekannte Schauspieler und Komiker Phil LaMarr sein Talent beweisen. Bekannt wurde LaMarr, auch in Deutschland, durch die erfolgreiche „MADtv“ Comedyshow. Synchrontechnisch war aber auch Er, wie so viele seiner Mitstreiter bei den Turtles wesentlich aktiver. Ob nun Vamp aus „Metal Gear Solid“ (Teil 2 und 4) oder in den verschiedensten Animationsserien, wie „Star Wars: The Clone Wars“ (Jedi-Meister Kit Fisto), „Die Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ (Jarvis), „Family Guy“ (Ollie Williams) und „Futurama“ (Hermes Conrad), Phil überzeugt einfach in jeder Rolle. Die Kraang werden von Nolan Noth gesprochen, der vor allem als Stimme von Nathan Drake aus der „Uncharted“-Trilogie bekannt wurde. Doch auch im 2007er Kinofilm „TMNT“ durfte er bereits einem Turtle seine Stimme leihen. Damals war er der Einzelgänger Raphael. Als Letzter im Team der Schurken, darf ich den Sprecher von Xever vorstellen, auch wenn über diesen nur sehr wenig bekannt ist. Denn der deutsche Christian Lanz ist die Originalstimme des fiesen, kleinen Handlangers von Shredder.

TMNT 06 001

Die Kraang mit ihrer neuesten Waffe

Das war s dann auch schon für heute, und nächstes Mal sind dann die deutschen Stimmen der Helden an der Reihe.

Episode 6: Metalhead
(Metalhead)

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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 5) [Nickelodeon]

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Am Sonntag ging es bei Nickelodeon ganz schön Gelb zu und darunter mussten auch die Turtles leiden. Denn der gewohnte Sendeplatz um 10:30 Uhr wurde vom Schwammkopf belagert. Aber die Turtles wären nicht, wer sie sind, wenn sie sich nicht trotzdem gegen einen viereckigen Schwamm zur Wehr setzen könnten, und deshalb kam es am Abend um 19:45 doch noch zur Ausstrahlung der neuesten, fünften, Episode.

In Angriffsstellung.

Wie in der Einleitung zur letzten Review versprochen, werde ich euch heute die Original-Synchronsprecher der Guten in der Serie vorstellen, bevor ich mich dann nächstes Mal den Bösewichtern widmen werde.
Zuerst sind natürlich die vier grünen Helden dran. Der Anführer der Turtles, Leonardo, wird von keinem geringeren als Jason Biggs gesprochen. Biggs dürfte den meisten wohl noch durch seine Rolle als Jim Levenstein aus der sehr erfolgreichen Filmserie American Pie bekannt sein. Hier darf er nun sein Talent in der Rolle einer leitenden Figur beweisen, ein wenig abseits, des sonst für ihn so bekannten Klamauks. Der Nächste in der illsutren Runde der Schildkrötensprecher ist Rob Paulsen der Donatello seine Stimme leiht. Paulsen ist neben seinen kurzen Schauspielauftritten wie z.B. „Mel Brooks‘ Spaceballs“, oder „Warlock – Satans Sohn“, ein alter Haudegen der Synchronsprecherei. So hat er in zahlreichen Videospielen wie „Monkey Island“ (mehrere Teile) oder „DOOM 3“sprechen dürfen und auch schon den Turtles in „Turtles in Time“ eine Stimme verliehen. Zu seinen aktuellsten Projekten gehören, neben den Turtles, noch „Cosmo und Wanda“ sowie die „Green Lantern Animated Series“. Außerdem gehört er zu den Stammsprechern von sehr vielen Disney Projekten. Der dritte Turtle, der eine bekannte Stimme erhalten hat, ist Raphael. Sein Sprecher heißt Sean Astin und wurde unter anderem mit Rollen in „Die Goonies“ wo er eine Hauptrolle spielte, sowie als Hobbit Samweis Gamdschie in der „Herr der Ringe“-Trilogie bekannt. Als letzter grüner Held soll Michelangelos Stimme vorgestellt werden. Für ihn darf Greg Cipes vor das Mikro treten. Cipes ist vorrangig Synchronsprecher und kann nur ein paar kleine Nebenrollen im Schauspielbereich vorweisen. Hierzu zählen unter anderem der erste „Fast & Furious“-Teil und „50 erste Dates“. Im Synchronbereich ist Cipes schon aktiver, ob nun als Iron Fist in der neuen „Ultimate Spider-Man“-Animationsserie oder als Atlas im 2003er „Astro Boy“-Anime.

Cowabunga!

Die letzten beiden Sprecher für diese Woche sind die von Splinter und April O’Neill. Splinter wird von Hoon Lee gesprochen, der durch kleinere Rollen in „Law and Order“ und „White Collar“ auf sich aufmerksam machte. April bekommt ihre Stimme von Mae Whitman verliehen. Am bekanntesten sind hierbei ihre Rollen unter anderem in „Independence Day“ als Patricia Whitmore und als Roxy Richter aus Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt. Auch synchrontechnisch kann sie schon einiges vorweisen, ob als Katara in „Avatar – Herr der Elemente“ oder als Tinker Bell in den gleichnamigen Disneyfilmen, Mae ist wahrlich keine Unbekannte.

Doch nun auf zur Review der fünften Episode der Teenage Mutant Ninja Turtles.

Hoch über den Dächern.

Episode 5: Ich glaub, der Typ heißt Baxter Stockman
(I Think His Name is Baxter Stockman)

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