Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 4) [Nickelodeon]

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Die inzwischen vierte Folge ist am Sonntag über die deutschen Bildschirme geflimmert. Da wollte ich wollte die Chance nutzen, einmal etwas mehr über die Macher und die Hintergründe der Serie mitzuteilen. Deswegen werde ich in dieser und den kommenden Einleitungen immer wieder einiges zu der neuen Serie offenbaren.
Die Rechte an der Marke Teenage Mutant Ninja Turtles erwarb Nickelodeon bereits 2009 von der Mirage Group und 4kids Entertainment. Schnell wurde dann bekannt, dass bereits für 2012 eine neue TV-Serie und für 2013 ein neuer Kinofilm folgen würden. Und es wurde verkündet, dass es kleinere Änderungen geben wird.

ANGRIFF!

Die wohl auffälligsten sind die zwei neuen Waffen für Donatello, der seinen Bō Stab gegen ein Naginata tauschen wird und Michelangelo, der von seinen klassischen Nunchakus zu einem Kusarigama wechselt. Wie, Was, bitte? Nagiirgendwas und Kasarisonstwas werden sich jetzt sicher einige fragen. Daher versuche ich mal, das ein wenig zu erläutern.
Der bekannte Bō Stab ist ein langer Holzstab, der als Schlag und Stangenwaffe eingesetzt wird. In der Mitte ist er meist mit einem Stoff umwickelt, damit der Kämpfer ihn besser handhaben kann. Das nun neue Naginata ist ein Langschwert. An einem langen Stab sitzt eine Klinge. Mit dieser Waffe sind also weitaus schwerwiegendere Verletzungen möglich, als nur mit einem Bō Stab. Vielleicht ist eben auch dies der Grund, warum man sich letztendlich entschied, dass Donatello nicht nur mit dem Naginata in der Serie auftreten wird.
Ähnlich verhält es sich mit Michelangelo. Der Nunchaku besteht aus zwei Kampfstöcken (wahlweise aus Holz, Metall oder Hartgummi) welche mittels einer Kette miteinander verbunden sind. Die auch als Würgehölzer bekannte Waffe ist vorrangig eine Schlagwaffe. Mikeys neues Kusarigama hingegen kommt neben den langen Holzgriff und der Kette, noch mit einer Sichel daher, und wird so nicht nur als Schlag und Schnittwaffe, sondern oftmals auch als eine Art Enterhaken eingesetzt. Die Klinge kann 15 bis 20 cm lang sein. Auch hier entschied man sich schlussendlich dazu, dass Michelangelo mit beiden Waffentypen in der Serie zu sehen sein wird, statt diese komplett auszutauschen.

Gefahr im Verzug.

Soviel zu den heutigen Backgroundinfos. Das nächste Mal sind dann die US-Sprecher an der Reihe. Und nun die Review zur vierten Episode.

Episode 4: Neue Freunde, Alte Feinde
(New Friend, Old Enemy)

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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 3) [Nickelodeon]

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Nachdem bereits letzte Woche die Turtles mit den ersten beiden Episoden in Doppelfolge einen sehr sehenswerten Start hingelegt haben, schob Nick am letzten Sonntag die dritte Folge der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles-Serie nach.

Mikey und Raph in trauter Zweisamkeit.

Wie entwickeln sich die Figuren, welche neuen Gegner gibt es und wie wird Shredder auf seine neuen Widersacher reagieren, nachdem er am Ende der letzten Episode, von deren Existenz erfahren hat? Und das wohl Wichtigste! Ist diese Episode wieder geschnitten?
 Nicht alle, aber ein paar dieser Fragen beantwortet Euch die Review der dritten Episode auf der nächsten Seite.

Episode 3: Ein Turtle in Rage
(Turtle Temper)

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Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 1)

Am 1. April diesen Jahres war es endlich soweit. Auf dem amerikanischen Sender Disney XD ging die neueste Zeichentrickversion von Spider-Man online. Und der Name sollte Programm sein. Ultimate Spider-Man hieß es, und anders als es zuerst wirkt, ist nicht der ultimative Spider-Man aus den Comics das Vorbild der Serie, sondern der klassische Peter Parker, der nun angesiedelt im neu geschaffenen Marvel Movie Universe ultimativ werden soll. Zusammen mit einem schwarzen Nick Fury, Agent Phil Coulson und vielen anderen bereits etablierten Charakteren, soll Spider-Man wenigstens animiert in dieses Universum integriert werden.

Die Wand der Schande…

Doch warum dann nicht auch als Realfilm?

Die Antwort ist einfach. Als es Marvel um die Jahrtausendwende finanziell nicht so gut ging, wurden einige der Hauseigenen Figuren, zumindest die Filmrechte daran, sozusagen außer Haus verkauft. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Eine Spider-Man Trilogie, vier X-Men Filme, ein Hulk, die Blade Trilogie, Daredevil, Elektra, zwei Fantastic Four Filme und der Punisher waren das Ergebnis. Während nun einige dieser Figuren nun wieder zu Marvel zurückkehren, darf Spidey noch nicht wieder heim. Der Grund ist eine Regelung. Wenn mit einem Charakter über eine gewisse Zeit kein Film gemacht wird, fallen die Filmrechte daran an den ursprünglichen Rechteinhaber zurück. Dies betrifft aktuell Daredevil, aber nach dem doch nicht so unerfolgreichen Amazing Spider-Man wird wohl der Netzschwinger nicht im Marvel Movie Universe auftauchen. Zumindest nicht ohne Zustimmung von Sony.

Spidey schwingt durch die Stadt.

Und hier kommt die Animationsserie ins Spiel. Denn innerhalb dieser darf Spider-Man sehr wohl eingegliedert werden. Warum ich Euch das alles mitteile?
Ganz einfach.
Um Euch heiß auf die kommenden Reviews der ersten beiden Episoden zu machen. Also, nix wie los!

Episode 1: Das Angebot (Great Power)

Spider-Man muss sich wohl oder Übel seiner Verantwortung stellen. Er muss den Trapster dingfest machen. Und irgendwie schafft er das auch. Immerhin ist dies nicht sein erstes Aufeinandertreffen und nach einem Jahr mit Spinnenkräften geht es auch erfolgreich für ihn aus.
Doch Nick Fury ist alles andere als begeistert, denn Spidey hat einen ganzen Haufen Kollateralschäden verursacht. Also schlägt er dem ungestümen und jungen Helden vor, sich von S.H.I.E.LD. ausbilden zu lassen. Als kleine Entscheidungshilfe gibt es auch gleich ein Technikgadget in Form einer neuen Netzdüse mit Zielfunktion. Aber Spider-Man ist sich nicht sicher …

Trotz der ganzen technischen Spielereien ist Spider-Man nicht so recht überzeugt.

Der freundliche Netzschwinger von nebenan startet neu durch und Marvel ist von Anfang an mit dabei. Hier merkt man jetzt, das die „Fusion“ mit Disney auch seine Vorteile haben kann. Denn der ultimative Spider-Man profitiert mächtig von der Erfahrung und den Finanzen des Großkonzerns. Denn neben dem notwendigen Geld liefert Disney auch die hilfreichen Ideen bekannter Köpfe mit. Niemand Geringeres als Animationslegende Paul Dini, der schon für Warner an den Tiny Toons und den DC Animated Universe Serien beteiligt war, soll denn Netzschwinger für Marvel neu erschaffen. Als unterstützender Autor muss Marvels ultimative Waffe ran. Brian Michael Bendis, der mit der Comicserie Ultimate Spider-Man schon ein Meisterwerk der modernen Comicliteratur geschaffen hat.

Flash nimmt Platz an der Stelle, wo er sonst immer Peter einsperrt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der ultimative Spider-Man ist vor allem eines. Witzig! Aber dies ist auch gleich eines der größten Mankos. Zwar ist der Humor durchaus gelungen, aber dadurch fehlt der Serie auch ein wenig der notwendige Ernst, vor allem was das Thema Verantwortung betrifft. Denn auch wenn es sich um einen Cartoon für die jüngere Zielgruppe handelt, ist doch gerade das Thema Verantwortung ein zentrales Element rund um die Figur Spider-Man. Zwar hört man hier und da mahnende Worte, aber man hat immer das Gefühl, dass Peter Parker das Leben nicht so ernst nimmt. Doch wenn Dini und Bendis dies gut anstellen, worauf ja insgeheim noch hoffe, dann kann die Serie mit der richtigen Mischung so gut werden, wie Batman Animated in den Neunziger Jahren für DC. Produziert wird die Serie von der Gruppe „Man of Action“ die aus Duncan Rouleau, Joe Kelly, Joe Casey und Steven T. Seagle besteht und bereits für die Erfolgsserie „Ben 10“ verantwortlich sind.

Spidey zwischen zwei Heldenikonen.

Ein Punkt, der ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der fest eingebaute Cameo, oder besser gesagt die Nebenrolle, von Stan dem Hausmeister, der von niemand anderem als Stan Lee verkörpert und auch gesprochen wird. Die Ikone von Marvel Comics, will es sich einfach nicht nehmen lassen, bei seinen „Kindern“ immer wieder dabei zu sein, wenn diese den Weg ins TV oder auf die große Leinwand schaffen.

Thwipp, Thwipp…

Episode 2: Große Verantwortung (Great Responsibility)

Durch die Ereignisse am Vortag, an denen drei der furchtbaren Vier, auf Peters Schule Unfrieden gestiftet haben, wurde Harry verletzt und musste dadurch ins Krankenhaus. Daraufhin entscheidet sich Spider-Man nun doch für ein Training bei S.H.I.E.L.D. Aber Peter weiß nicht, worauf er sich eingelassen hat. Schon die erste Übungseinheit, um Spider-Mans Kampferfahrung zu testen, läuft alles andere als siegreich ab, auch wenn Peter es schafft, seine Kontrahenten auf die Matte zu legen.
Was er jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist das Er von S.H.I.E.L.D. und insbesondere von Nick Fury, nicht als Einzelkämpfer angeworben wurde, sondern das der freundliche Netzschwinger von nebenan, Teil eines neuen Superheldenteams werden soll, das den Avengers nacheifert.

Die Furchtbaren Vier in der Midtown High.

Das Auftauchen oder die Einbindung von Spider-Man in ein Team ist nicht neu. Bereits in den achtziger Jahren war Spidey mit Firestar und Iceman als Superheldentrio unterwegs. Und das nicht gerade erfolglos. Auch in den Comics ist Spider-Man nun schon seit einigen Jahren ein Teamplayer. Zeitweise sogar in drei Teams gleichzeitig.
Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Spidey im Marvel Movie Universe, ebenfalls Teamkameraden zur Seite gestellt bekommt. Dies geschieht auch auf sehr witzige Art und Weise und auch die Verantwortung kommt nun ein Stück mehr zum Tragen. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, das Spidey eine Art Mentor für das Team ist.

Die erste Kampfprüfung!

Nachdem ich bei der ersten Episode auf die Macher der Serie eingegangen bin, wollte ich mich diesmal den Sprechern widmen. Hauptsächlich möchte ich natürlich die beiden wichtigsten Charaktere der ersten beiden Episoden ins Rampenlicht rücken.
Im Original leiht Drake Bell dem freundliche Netzschwinger seine Stimme. Drake ist unter anderem als Schauspieler aus Serien, wie „Hör mal wer da hämmert“ oder ganz besonders „Drake & Josh“ bekannt. Auch in Filmen durfte er bereits auftreten. Zu den bekanntesten gehören hierbei „Jerry Maguire“ und „Superhero Movie“. Außerdem ist Drake erfolgreicher Musiker und hat bereits 10 Singles und 2 Alben veröffentlicht. Für die deutsche Stimme zeichnet Nico Sablik verantwortlich, der vielen vor allen als deutsch Stimme von Harry Potter bekannt sein dürfte. Doch auch als Spider-Man hat er als Synchronstimme für Andrew Garfield bereits Erfahrungen sammeln dürfen.

Uncle Sam, äh… Nick Wants Spider-Man.

Die zweite Person, deren Stimme ich vorstellen möchte, ist niemand anderes als Mister Superspion, Nick Fury. Dieser wird nämlich im US-Original nicht von seinem Filmvorbild Samuel L. Jackson gesprochen, sondern von Chi McBride. „Chi McWER?“ werden nun einige von Euch sich fragen. Chi ist ein erfolgreicher Schauspieler und ist bereits in vielen Filmen aufgetreten. Als bekannteste seien hier nur „I, Robot“ und „Nur noch 60 Sekunden“ genannt. Doch den meisten wird er wohl in seinen Rollen als Emerson Cod aus „Pushing Daisies“ oder als Detective Laverne Winston aus „Human Target“ bekannt sein. In Deutschland haben wir es da ein wenig besser. Denn die deutsche Stimme von Nick Fury gehört niemand anderem als Engelbert von Nordhausen, der sich bereits als Synchronstimme von Samuel L. Jackson etabliert hat. Doch auch Bill Cosby und Gene Hackman, hat der sympathische Wahlbrandenburger bereits seine Stimme geliehen. Neben dem Synchronsprechen ist der leidenschaftliche Theaterschauspieler auch in diversen Gastrollen wie zum Beispiel bei „Praxis Bülowbogen“ oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zu sehen gewesen.

Das neue Team rund um Spider-Man.

FAZIT:

Der ultimative Spider-Man ist leider noch nicht der Hit, der er sein könnte. Doch mit sehr viel Humor und unterhaltsamen Storys kann die Serie bereits überzeugen. Die kleinen Slapstickeinlagen lockern das gesamte Geschehen wunderbar auf und auch die Verbindung klassischer zweidimensionaler Bilder mit computergenerierten 3D-Bildern erfreuen das Auge. Die Sprecher liefern sehr gute und vor allem kompetente Arbeit ab, die auch mit den entsprechenden Emotionen in der Stimmlage punkten.

Stan der Hausmeister im Kampf mit seinem Besen.

Aber man muss, auch als ganz großer Spider-Man-Fan, anerkennen, dass hier noch sehr viel Potenzial nach oben ist, das in der zweiten Staffel unbedingt ausgeschöpft werden sollte, wenn man die Serie nicht wieder nach wenigen Folgen in die Tonne treten möchte. Doch mit Disney als erfahrenem Konzern im Bereich Animation, denke und hoffe ich doch, dass die Chancen hierfür nicht so schlecht stehen.

Olé…

Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 1 + 2) [Nickelodeon]

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Die Turtles sind BACK!

Oh Mann und wie sie es sind.

Ich bin ein alter Fan der Turtles Comics und auch der TV-Serie, wobei ich schon immer die etwas düsteren Comics bevorzugt habe. Doch auch die TV-Serie mit ihrem Humor konnte mich begeistern. Was also erwartete ich von der neuen Animationsserie, nachdem das Franchise in den letzten Jahren sowohl im TV, als auch Kino und Comicbereich eher stiefmütterlich behandelt wurde?
Klar. Der TMNT-Kinofilm war gut, konnte aber leider nicht alle Erwartungen erfüllen. Die Comicserie bei Image war …
… naja. Sagen wir mal es ist gut, dass jetzt IDW die Rechte daran hat.

Die Turtles in klassischer Pose, wie auf dem allerersten Comicheft!

Die Animationsserie von 2003 war auch okay. Orientierte sie sich doch sehr stark an der klassischen Comiceihe. Aber so richtig überzeugen konnte auch sie nicht.

Und nun will Nickelodeon mit einer neuen Serie und einem neuen Stil die Turtles aus ihrem Schneewittchenschlaf holen. Weiterlesen

Marias letzte Reise [Drama, Deutschland, 2005]

Mein Blog ist eigentlich eher für unterhaltsame Sachen bekannt. Comics, Filme, Games und Musik. Doch immer wieder einmal kommen die Augenblicke, wo man den Spaß des Lebens, ein wenig beiseite räumen muss, um sich den wirklich ernsten Themen zu widmen. Eines dieser Beispiele ist bereits mein Artikel zum Mahnmal Buchenwald gewesen, und auch heute möchte ich ein nicht so freudiges Thema anschneiden, welches mir aber auch persönlich sehr am Herzen liegt.

Der Tod.

Im Rahmen meiner Weiterbildung als Altenpfleger und Altenbetreuer bin ich in Berührung mit dem Film „Marias letzte Reise“ gekommen. Denn im Ethikunterricht kamen wir auf die Pflegeethik zu sprechen, wobei die Ausbilderin eben auf diesen Film zurückgriff. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit den Film zu beenden, doch ich war fasziniert vom Schauspiel der leider inzwischen verstorbenen Monica Bleibtreu. Deshalb habe ich die Chance ergriffen und mir den Film nun in voller Länge zu Gemüte geführt.

Marias letzte Reise

Land: Deutschland
Jahr: 2005
Laufzeit: 90 min
Regie: Rainer Kaufmann
Darsteller: Monica Bleibtreu, Nina Kunzendorf, Günther Maria Halmer, Michael Fitz, Nikolaus Paryla, Philipp Moog, Gundi Ellert, Hubert Mulzer

Maria leidet an Krebs, doch im Krankenhaus will sie nicht bleiben. Auch eine weitere Chemotherapie will sie nicht über sich ergehen lassen. Doch was sie so richtig wütend macht, ist wie das Personal im Krankenhaus mit den Patiente, insbesondere ihr, umgeht. Also lässt sie sich auf eigenen Wunsch entlassen. Aber ihr behandelnder Arzt will dem nicht tatenlos zusehen, und stellt seine beste Krankenschwester, Andrea, ab, damit diese die sture Patientin doch noch bewegen kann, ins Krankenhaus zurückzukehren. Was der Arzt aber nicht ahnt, ist das sich alle seine Bemühungen als nutzlos herausstellen. Schwester Andrea entwickelt eine Beziehung, nicht nur zu Maria, sondern auch zu ihrem noch ledigen Sohn Simon. Zusammen gehen die beiden den letzten und beschwerlichen Weg der schwer kranken Dame …

Marias letzte Reise ist ein dramatisches Meisterwerk, mit so vielen Emotionen und außergewöhnlichen schauspielerischen Leistungen, wie ich sie bisher nur selten erlebt habe. Den ganzen Film über kommt man nicht umhin, einen Kloß im Hals zu spüren und den Tränen nahe zu sein. Besonders am Schluss, als es dann unumkehrbar wird, bekommt man selbst als Zuschauer Gänsehaut und kann sich nur noch schwer beherrschen.
Am Anfang, so muss ich ehrlich zugeben, zeichnet sich dies noch nicht so stark ab. Maria ist eher die Art von Mensch, die man nur allzu gerne von hinten sieht, weil sie doch so ein sturer Bock ist, und nichts außer ihrem eigenen Willen zulässt. Doch mit jeder Minute wächst einem diese Person näher ans Herz und man versteht, warum sie so geworden ist, wie sie nunmal nach außen hin scheint. Das ist vor allem der grandiosen Leistung, der leider viel zu früh verstorbenen Monica Bleibtreu und ihrer Filmpartnerin Nina Kunzendorf zu verdanken. Am tragischsten ist dies aber erst dann, wenn man bedenkt, dass Monica Bleibtreu ihr eigenes Schicksal vorausgespielt hat.

Am 13. Mai 2009 verstarb die am 4. Mai 1944 in Wien geborene Schauspielerin nach einem zweieinhalbjährigen Lungekrebsleiden in Hamburg. Das der Film aber schon vor diesem persönlichen Drama für Aufsehen gesorgt hat, zeigen auch die Preise, die er und auch Monica Bleibteu hierfür erhalten haben. Dazu zählen der deutsche Fernsehpreis, für die Rolle der todkranken Bäuerin Maria, der bayrische Fernsehpreis als Sonderpreis für Marias letzte Reise sowie der Adolf-Grimme-Preis für das gesamte Schauspielensemble des Filmes. Monica Bleibtreu wurde unter großer Anteilnahme auf dem Friedhof im Hamburgers Ortsteil Ohlsdorf beigesetzt.

FAZIT:

Der Film „Marias letzte Reise“ ist ein Film, den man gesehen haben muss. Egal was man von deutschen Filmen, Dramen oder was auch immer halten mag. Dieser Film geht an keinem spurlos vorbei, oder sollte es wenigstens nicht. Monica Bleibtreu hat sich mit diesem Film und der darin verkörperten Rolle, in meinen Augen ein eigenes Denkmal gesetzt. Noch nie habe ich eine Darstellerin so überzeugend, und das in allen Handlungssituationen, spielen sehen wie in diesem Drama.

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Ultimate Spider-Man Episode #23 & The Avengers: Earth’s Mightiest Heroes, Season 2 Episode 22 (Clips)

Wieder einmal gewährt uns Marvel einen kleinen Blick in die Marvel Animationsserien, welche am Sonntagmorgen auf Disney XD ausgestrahlt werden. Diesmal gibts Captain America im Doppelpack …

Ghost Rider: Spirit of Vengeance (Steelbook/DVD)

Marvel hat seit einigen Jahren ein ziemlich gutes Händchen, was die eigenen Comicverfilmungen betrifft. Doch leider gibt es auch immer wieder mal Ausreißer nach unten, die nicht so gelungen oder erfolgreich sind. Einer dieser Filme war Ghost Rider mir Nicholas Cage. Auch der zweite Teil war an den Kinokassen nicht der erwartete Erfolg. Nun ist Ghost Rider: Spirit of Vengeance auf DVD und BluRay erschienen und ich habe mir das Werk angeschaut …

Photo by Courtesy of Columbia Pictures – © 2011 Columbia Pictures Industries, Inc. All rights reserved.

Um seinen Vater vor dem sicheren Tod zu retten, hat der Stuntman Johnny Blaze vor Jahren einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Fortan sollte er als Ghost Rider die sündigen Seelen einsammeln. Aber Johnny hat sich zurückgezogen. In der Hoffnung durch diese Abgeschiedenheit seinen unhaltbaren Dämonen doch noch zu besänftigen, will er nie wieder als Ghost Rider auftreten.
Doch Johnny hat keine Wahl mehr als er Besuch von Moreau bekommt, der ihn auf einen kleinen Jungen mit Namen Danny aufmerksam macht, der das neue Ziel der Dämonen geworden ist. Danny ist der Schlüssel zur Vernichtung der Welt und nur Johnny kann ihn als Ghost Rider beschützen?

Ich gebe ganz ehrlich zu das mir der erste Ghost Rider ganz gut gefallen hat. Die breite öffentliche Meinung und die Verkäufe an den Kinokassen und der DVD und BluRays sagen da etwas ganz anderes. Doch ich muss auch sagen, dass ich mir von dem Film nicht allzu viel versprochen hatte. Lediglich einen kurzweiligen und unterhaltsamen Comic-Popcorn-Movie hatte ich erwartet und auch präsentiert bekommen.

© 2011 – Sony Pictures

Bei Ghost Rider Spirit of Vengeance bin ich mit genau der gleichen Einstellung an den Film gegangen. Aber ich wurde enttäuscht. Wo der erste Film auch durch seine Besetzung mit Peter Fonda als Mephistopheles überzeugen konnte und die gut aussehende Eva Mendes ein Blickfang war enttäuscht die Fortsetzung. Nicht nur das Nicholas Cage weniger Haar zu bieten hat, auch mit seinem Bauch wirkt er nicht mehr so heldenhaft. Ein brennendes Skelett mit Bierbauch ist alles andere als schön anzusehen. Das kann auch die enge Lederkluft nicht kaschieren.
Auch die Nebendarsteller wissen nicht wirklich zu überzeugen. Christopher Lambert war früher ein sehr charismatischer Schauspieler, der mit seinem „Silberblick“ Frauen bezirzen konnte. Als ganzkörpertätowierter Mönch mit Glatze funktioniert dies bei Weitem nicht mehr. Auch Violante Placido als weiblicher Blickfang ist nicht wirklich eine Offenbarung. Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich sehr gut streiten, gerade wenn es um Frauen geht, aber für mich ist Violante hier ganz klar fehlbesetzt. Der einzige schauspielerische Lichtblick in diesem tristen Ensemble ist Idris Elba als Moreau. Er spielt alle anderen mit seiner Ausstrahlung und Leistung an die Wand.

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Der einzige Fortschritt zum ersten Teil sind die Effekte. Der Schädel und die Flammen wirken einfach nur genial. Auch das neue Motorrad und die Fähigkeit sich jedes Vehikel zu eigen zu machen sind gelungene Ideen, die auch sehr gut umgesetzt wurden. Was mir ebenfalls von der Grundidee gefallen hat, war den Rider allgemeine düsterer zu machen, als er im ersten Teil war. Auch die Action kommt, zumindest bei mir, sehr gut an. Leider dauert es, bis es wirklich rundgeht. Denn die Geschichte ist wahrlich kein Highlight und lässt sich mit einem Satz umschreiben. Keine Twists, keine Überraschungen, nichts was sich nicht schon lange vorhersagen lässt. Man merkt dem Film leider an, dass Er nur noch die Hälfte des Budgets von Teil 1 zur Verfügung hatte.

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FAZIT:

Leider bleibt auch mit gesetzteren Erwartungen nur ein mittelmäßiger Streifen zurück, der auch nach dem zweiten Anschauen nicht besser wird. Für mich als Marvel-Movie-Fan war der Film ein Muss, unter anderem wegen der limitierten Steelbox. Wer aber mit dem Ghost Rider nicht viel anfangen kann oder den ersten Film bereits nicht mochte, der sollte bestenfalls auf die TV-Ausstrahlung warten.

Filmlaufzeit: 91 Minuten
Laufzeit Extras: 108 Minuten
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Reginalcode: 2

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Ultimate Spider-Man Episode 20 (Clip) + Episode 19 (Clip)

Nach etwas längerer Zeit beglückt uns Marvel mal wieder mit einem kleinen Blick in die neue bevorstehende Ultimate Spider-Man Episode, die am Sonntag auf Disney XD (USA) ausgestrahlt wird. Diesmal wird es witzig mit Spider-Ham.

Und als kleinen Bonus reiche ich noch den Clip für die 19. Episode nach, in der Spidey ein kleines Team-Up mit dem Hulk hat.

Der ultimative Spider-Man im deutschen Pay-TV

Ab Montag ist es endlich soweit. Die neue Marvel/Disney-Serie „Ultimate Spider-Man“ startet im deutschen Pay-TV. Der deutsche Ableger von Disney XD, beginnt ab Montag den 10. September um 17:45 Uhr mit der Ausstrahlung der ersten Staffel. Während Montag zum Start noch eine Doppelfolge gesendet wird, ist dann immer Monatgs bis Donnerstags eine Folge an der Reihe. Die Wiederholung findet tags darauf um 9:30Uhr und 13:40 Uhr statt. Das und die Ankündigung das eine zweite Staffel bereits bestellt wurde, ist für Spidey-Fans eine echte Wohltat.

© 2012 Copyright Marvel & Subs.

Ultimate Spider-Man Episode 18 (Clip)

Auch diese Woche beglückt uns Marvel wieder mit einem kleinen Einblick in die neue Ultimate Spider-Man Episode vom kommenden Sonntag, und das sieht New York echt übel aus…