Pluto: Urasawa X Tezuka #1 [Carlsen, Oktober 2010]

Heute möchte ich einen Manga vorstellen der es Anfangs nicht leicht hatte. Zuerst hatte sich für den deutschen Markt der Ehapa Manga & Anime-Verlag die Rechte gesichert und Pluto sogar schon im Sommer 2007 im damaligen kostenlosen Shinkan #13 angekündigt, aber dennoch keine Veröffentlichung begonnen. Nun wiederum hat sich der Carlsen-Verlag der sehr guten Serie erbarmt und einen Start im Oktober 2010 begonnen. 8 Bände umfasst dieses Werk in seiner Gesamtheit, welches an Osamu Tezukas großartiges Kapitel „Der größte Roboter auf Erden“ aus der Serie „Astro Boy“ angelehnt ist. Doch in dieser Reihe steht nicht Astro Boy im Vordergrund, sondern der Europol-Ermittler und Roboter Gesicht.
Pluto ist (neben ein paar anderen Mangas) dieses Jahr in der Kategorie „Manga“ für dem Max & Moritz Publikumspreis nominiert worden (die Nominierung fand bis 15. März im Animexx-Forum statt) und man kann ab Anfang August im besagten Forum sein Voting seinen Manga-Favoriten abgeben. Ich hoffe doch, das Pluto die Ehre zuteil wird, welche die Serie verdient.

Pluto: Urasawa X Tezuka #1

Alles beginnt mit dem seltsamen Tod an dem Forstroboter Mont Blanc. Dieser riesengroße Roboter hatte weltweit sehr viele Freunde und sein Tod stürzt nicht nur die Schweizer Berg- und Forstwirtschaft in tiefe Trauer. Als dann am nächsten Tag auch noch ein Freund der Roboter, Bernhard Lanke, ebenfalls ermordet wird und seltsame Paralellen zum Tod von Mont Blanc aufweisen ist Europol-Ermittler Gesicht klar das es sich hierbei um einen Serientäter handeln muss. Doch kein Mensch wäre in der Lage einen Roboter wie Mont Blanc derart zu zerstören und Robotern ist es wegen der Robotergesetze ebenfalls nicht möglich Menschen zu töten oder anderweitig zu schaden.
Doch einen Roboter gab es schon der diese Tat vollbracht hat. Ist er der Auslöser oder sogar der Drahtzieher hinter diesen Morden? Kurze Zeit später erwischt es einen weiteren Roboter, der zwar auch wie Mont Blanc im 39. Zentralasiatischen Krieg teilnahm und ebenfalls inzwischen ein friedliches Leben, diesmal bei einem blinden Komponisten führt, von dem er sich das Klavierspielen beibringen ließ.
Es verdichten sich immer weiter die Hinweise das der „Täter“ es offenbar auf die intelligentesten, mächtigsten und kräftigsten Roboter abgesehen hat. Doch wie passt hier der Mord an Bernhard Lanke hinein? Gesicht hat keine Chance sich auf die Suche nach den möglichen zukünftigen Opfer zu machen und sie zu warnen. Auch wenn ihn seine Reise dafür bis nach Japan führt…
FAZIT:
Pluto: Urasawa X Tezuka, ist weit mehr als die „Neuinterpretation des Astro Boy“ als die es immer angepriesen wird. Vielmehr ist es ein vollkommen eigenständiges Werk innerhalb des Astro Boy-Universums, in dem einmal nicht Astro Boy die Hauptrolle spielt, sondern der aus der Episode „Der größte Roboter auf Erden“ bekannte Europol-Ermittler Gesicht. Urasawa konstruiert hierbei ein faszinierendes Kriminalspiel das emotional, mysteriös und vor allem spannend ist. Jeder Roboter der hier sein „Leben“ verliert wird vom Leser betrauert. Er schafft es die „Opfer“ nur allzu menschlich darzustellen, so das ihr „Verlust“ den Leser doch weit mehr trifft, als man dies zuerst erwarten würde.
Diese aussergewöhnliche Erzählweise zusammen mit seinen imposanten Bildern hat Urasawa schon bei „Monster“ unter Beweis gestellt, wofür er ja auch schon mit dem Osamu Tezuka Kulturpreis ausgezeichnet wurde.
„Pluto“ ist ein faszinierender Thriller der spannend unterhält und mit aussergewöhnlichen Zeichnungen aufwartet.

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Doubt #3 [Carlsen, April 2011]

Heute geht es mit dem dritten Band des Mystery-Horror-Thriller-Drama-Mangas „Doubt“ weiter und in diesem Band wird auch schon einiges aufgeklärt. Doch wer ist wer und wem kann man noch trauen…?

Doubt #3

Von den anfänglichen sechs Teilnehmern leben inzwischen nur noch ganze drei Stück. Da wären Hajime, der eigentlich gar nicht dabei gewesen wäre, Mitsuki die nur durch ihren Schulkameraden und Freund Yu dazu kam und eben Yu selber.
Als dann Mitsuki verletzt wird hat Yu nur eine Chance. Er bringt sie zu Hajime, den er noch immer für den Wolf hält um sie medizinisch versorgen zu lassen. Doch nach einem kurzen Rundgang sind sowohl Mitsuki als auch Hajime verschwunden, wobei Yu Mitsuki sehr schnell an einem Seil baumelnd wiederfindet und auch Hajime ist schwer verwundet.
So bleibt eigentlich nur noch der Schluss das es offenbar noch jemanden im Gebäude gibt, der die ganze Zeit mit den Jugendlichen gespielt hat. Doch plötzlich wird Yu angegriffen und es offenbart sich ihm die wahre Identität des Wolfes…
FAZIT:
Zwar wird in diesem dritten und vorletzten Band schon das Geheimnis um den Wolf gelüftet, aber das Wie und Warum bleibt vorerst verborgen. Auch wird in diesem Band wieder verstärkt auf den psychologischen Horror und die Rätsel gesetzt. Den Leser beschleicht ein regelrecht beklemmendes Gefühl, als Yu durch die dunklen Gänge seines Gefängnisses stapft.
Ich hoffe doch das die vorzeitige Auflösung des Wolfes dem vierten Band nicht vollends die Spannung nimmt und freue mich dahingehend auf ein hoffentlich grandioses Finale in Band 4.

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Gon #3 [Carlsen, Januar 2011]

Heute geht es weiter mit dem dritten Band der Reihe „Gon“ und auch diesmal hat der kleine Saurier einiges zu erleben…

Gon #3

Als erstes treibt Gon den Amazonas entlang. Dabei macht er Bekanntschaft mit vielen Bewohnern dieses großen Flusses. Von Alligatoren, Piranhas über Schlangen, diversen Fisch und Vogelarten bis hin zu den Tümmlern und einem Finnwal am Ende seiner Reise den Amazonas entlang bis zum offenen Meer…
Danach treibt sich Gon in Australien herum und mobbt eine Hundemutter die eigentlich nur ihre Kinder ernähren möchte. Er hindert sie daran ein kleines Koalabärchen zu fangen, das gleiche macht er bei einem kleinen Känguruh und auch bei Straußeneier. Als er dann aber erkennt das die Mutter nur ihre Kinder füttern will, bietet er ihnen etwas zu essen an…
Das nächste Abenteuer führt in die tiefen Wälder, wo er sich an vielen Pilzen satt isst. Dabei sind neben ein paar Freunden wie Bären, Hirsche, Eichhörnchen und Hasen auch viele andere typische Waldbewohner. Zusammen streifen sie nun durch den Wald und essen dabei nicht nur bekömmliche Pilze, was bei dem ein oder anderen Begleiter zu Problemen führt…
Zum guten Schluss mutiert Gon zu einer Art Ziehmutter für ein paar verwaiste Wolfskinder. Nachdem ein sibirischer Tiger die Mutter von 4 kleinen Wolfsjungen tötet kümmert sich Gon rührend um die Kleinen. Leider kann er es aber nicht verhindern das noch einer von ihnen durch den Tiger getötet wird, aber ab dann wird Gon zur Übermutter und streift so lange mit ihnen umher bis sie erwachsen sind…
FAZIT:
Gon macht auch mit dem dritten Band noch immer einen Heidenspaß. Seine Abenteuer sind spannend und vor allem eines, Lustig. Dies geschieht vor allem durch die grandiose Mimik der Protagonisten, die in bestimmten Situationen zwar vom allgemeinen möglichst realen Gesamtbild abweichen und eine doch sehr starke Überzeichnung darstellen, aber dies dennoch geschieht ohne das ganze lächerlich wirken zu lassen. So bleibt Gon auf weiterhin hohem Niveau, sehr unterhaltsam und dank der zusätzlichen Informationen auch sehr lehrreich.

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Doubt #2 [Carlsen, Januar 2011]

Diesmal geht es mit dem zweiten Band der Mystery-Horror-Drama-Reihe „Doubt“ weiter. Können sich die Gefangenen befreien und werden sie den Wolf entlarven…?

Doubt #2

Die Lage spitzt sich immer weiter zu als Yu, Mitsuki, Haruka und Hajime herausfinden das der Unbekannte welcher als Hase verkleidet im Monitorraum saß, selber ein Opfer ist. Wegen einer Behinderung war es ihm nicht möglich dies zu sagen und so hat Yu, ohne es zu wissen, ihn versehentlich getötet, als er ihm die Hasenmaske abnahm. Im Inneren der Maske war eine Nadel befestigt, welche beim Abnehmen zusticht und dabei ein tödliches Gift freisetzt. Im nächsten Raum, den sie mit Hilfe des Strichcodes des Unbekannten öffnen, finden sie eine Art Bibliothek. Zum Glück hat das Zimmer auch ein Fenster hinter einem der Bücherregale zu bieten, doch als Yu und Hajime das Regal beiseite schieben müssen sie erkennen das ein robustes Eisengitter den Weg nach draussen versperrt.
Als dann auch noch Haruka ein paar mysteriöse Informationen findet, bricht unter den verbliebenen Überlebenden das pure Misstrauen aus. Haruka beschuldigt Yu und Mitsuki die Wölfe zu sein, greift dann Mitsuki auf der Toilette an und überredet Hajime Yu zu fesseln. In dieser Situation hat Yu nachdem er im Monitorraum alleine zurückgelassen wurde die Chance alle auf den Bildschirmen zu beobachten. Auch den eingeschlossenen Eiji kann er sehen und muss dabei tatenlos zusehen wie ein als Hase verkleideter Unbekannter das eigentlich abgschlossene Zimmer betritt und Eiji ermordet.
Da Yu während dieser Tat bis auf Hajime alle anderen Personen auf den Monitoren verfolgen konnte, schlägt die Situation wieder um und plötzlich ist Hajime der Verdächtige. Doch plötzlich ist Haruka verschwunden und eine bisher verschlossen Tür steht offen. Dahinter verbirgt sich, für die letzten drei, etwas wahrhaft unvorstellbares…
FAZIT:
Die Spannung steigt weiter und noch immer ist nicht abzusehen wer hinter dem ganzen Spiel steckt. Jeder mögliche Verdacht wird im darauf folgenden Kapitel zerstört und man hat das Gefühl am Anfang zu stehen. Auch die Parallelen mit Horrorgenreikonen wie SAW relativieren sich immer weiter und es entsteht etwas weitgehend eigenständiges. Dabei werden auch immer mehr Hintergründe offenbart bzw. präsentiert wer aus welchen Gründen vielleicht der Täter sein könnte, aber diese Informationen werden teilweise auch ganz geschickt wieder „ausgehebelt“ und dennoch bleibt die ganze Geschichte bisher sehr glaubwürdig.
„Doubt“ macht nach wie vor einen Riesenspaß und man fiebert einfach mit den Figuren mit und will, muss, einfach wissen wie es weitergeht.

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Gon #2 [Carlsen, November 2010]

Heute geht es weiter mit dem zweiten Band von Gons Reise rund um die ganze Welt…

Gon #2

4 neue Abenteuer warten auf den neugierigen Saurier Gon.
Als erstes findet sich Gon nach einem kleinen Missgeschick im Maul eines Sandtigerhais wieder. Doch verspeisen lassen kommt für ihn nicht in Frage. Stattdessen setzt er sich in seinem Maul nieder und steuert den Hai kurzerhand mit seinen Beinen, indem er im je nach Richtung und Geschwindigkeit gegen den Kiefer tritt. Dabei erhascht er auf seiner Jagd durch die Gewässer ein paar leckere Fische, bevor er wieder satt und glücklich sein Reittier ans Land lenken kann…
Als nächstes ist Gon das Ziel eines Angriffes, als eine Zecke sich in seiner Nasenhöhle festbeisst. Das macht Gon so rasend, das er durch den halben amerikanischen Kontinent rast und sich an allem was ihm über den Weg läuft reibt und schabt um das elende Biest loszuwerden. Schlussendlich liegt dann die letzte Hoffnung in einem kleinen Vogel…
Danach jagt Gon einem kleinen Dieb hinterher der sich an seinem Essen zu schaffen gemacht hat. Dabei verwüstet er halb Südamerika und macht dabei vor keiner Wüste, keiner Steppe und keinem Urwald halt um dieses kleine Biest endlich zu fassen. Dabei trifft er unter anderem auf Faultiere, Ameisenbären, Totenkopfäffchen, Anakondas, Ozelots und diverse Spinnen…
Das vierte Abenteuer führt Gon in die eisigen Weiten der Antarktis. Dort schliesst er sich einer Gruppe von Pinguinen an, erlebt Abenteuer lernt das schwimmen, springen und jagen und muss auch miterleben wie einer seiner neuen Stiefbrüder von einem Albatros entführt wird. Daraufhin entsinnt der kleine Saurier einen Racheplan um es dem Räuber zu zeigen, und zeigt dabei auch einmal wie viel man erreichen kann, wenn man zusammenarbeitet…
FAZIT:
Gons famose Abenteuer werden immer besser. Die Geschichten sind rasant, detailliert und lustig. Gon ist fast kindlich naiv und dennoch stark und gewitzt, mit einem fast schon starren Willen. Und auch wenn es sich bei Gon fast immer nur um das Thema Essen dreht, sind die Geschichten an sich doch sehr abwechslungsreich und gelungen erzählt und machen auch nach dem wiederholten „Lesen“ noch immer einen Riesenspaß. Wobei lesen hier eine etwas falsche Bezeichnung ist, da es wieder keinerlei Text gibt um man einfach nur in die Bilderwelten hinabtaucht und sich treiben lässt, aber auch das glückt dem Autor und Zeichner wieder hervorragend.

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Doubt #1 [Carlsen, Oktober 2010]

Psychothriller sind ein gerne genutztes Genre nicht nur im Film oder Romanbereich, auch ein paar Mangas haben sich schon daran versucht. Teilweise sogar sehr erfolgreich. Doch noch immer fristet dieses Genre neben den ganzen Romantik, Science-Fiction, Cyberpunk und Love-Comedys ein Nischendasein. Daher ist es umso erfreulicher, wenn mal wieder ein Vertreter dieses Genres das Licht der Welt erblickt. Noch erfreulicher ist es aber, wenn es auch ein guter Vertreter seiner Art ist. „Doubt“ versucht dieser Erwartung auf jeden Fall gerecht zu werden…

Doubt #1

„Rabbit Doubt“ ist das aktuelle und extrem populäre Online-Spiel. In diesem Spiel ist jeder Teilnehmer ein Hase, doch einer dieser Hasen ist ein verkleideter Wolf. Nun müssen alle echten Hasen den falschen ermitteln, wobei der Falsche natürlich von seiner Fährte ablenken muss ohne sich dabei selber verdächtig zu machen.
Nun nach ein paar Spielen wollen sich die Teilnehmer einer Runde treffen. Dazu gehören unter anderem die zwei Freunde Yu und Mitsuki, der etwas undurchsichtige Eiji, die seltsame Haruka und die Behinderte Rei. Leider nicht zu dem Treffen kommen kann Hajime, aber nichtsdestotrotz gehen sie alle zusammen in eine Karaokebar, wo sie ausführlich feiern. Dort wird auch Rei Geheimnis gelüftet. Rei ist ein ehemaliger Fernsehstar. Sie hatte die Fähigkeit andere über das Fernsehen zu hypnotisieren. Doch irgendwann war es mit ihrer Karriere vorbei, auch wegen schlechter Publicity und Betrugsvorwürfen. Dies konnte die damals so junge Rei nicht verkraften und stürzte sich vor einen LKW. Sie überlebte schwer verletzt und sitzt seitdem im Rollstuhl. Da sie aber ihre Vergangenheit lieber geheimhalten wollte und die anderen lieber sie als Mensch akzeptieren sollten kommt es zu einem kleinen Streit an dem Eiji nicht ganz unschuldig ist.
Nachdem sich die Lage wieder etwas beruhigt hat, stellen alle verwundert fest das Eiji verschwunden ist. Yu macht sich auf die Suche nach ihm und glaubt ihn in der Toilette gefunden zu haben. Dort jedoch wird er von einem Unbekannten mit Hasenkopf niedergeschlagen. Als er wieder zu sich kommt ist er gefangen mit Mitsuki und dem nicht zum Treffen erschienen Hajime. Auch Rei ist im Nachbarraum. Doch sie ist einem grausamen Mord zum Opfer gefallen und hängt leblos an einer Wand aufgespiesst, ihr Rollstuhl ist zertrümmert.
Yu bringt Mitsuki wieder in den anderen Raum, als sich plötzlich die Tür öffnet und Haruka auftaucht. Und so stellen die vier fest, das offenbar jeder von ihnen einen Strichcode am Körper trägt, mit dessen Hilfe man die Türen öffnen kann. Leider funktioniert jeder Strichcode nur ein einziges Mal. Also versuchen sie den Rest des Komplexes zu erkunden und treffen dabei auf Eiji, der aber wiederum nur auf eigene Faust handelt, was das Team dazu bringt in einzusperren.
IN dieser Verzweifelten Lage müssen sie nun feststellen, das sie nur noch zwei mögliche Schlüsselcodes haben, aber vier Türen die noch zu öffnen sind, inklusive derer hinter der sich der eingesperrte Eiji befindet. Hinter einer der möglichen Türe finden sie einen Monitorüberwachungsraum in dem eine als Hase verkleidete Person vor den Bildschirmen sitzt. Handelt es sich dabei um den Täter, oder ist er ebenfalls ein Opfer dieses grausamen Spieles…?
FAZIT:
„Doubt“ ist ein psychopathischer und klaustrophobischer Horrorthriller der geschickt mit den Ängsten des Lesers spielt. Dabei scheint nichts so zu sein wie es Anfangs den Anschein hat. Kranke Psychospielchen, Leichen, und eine fast SAW-ähnliche Atmosphäre mit dunklen und geheimnisvollen Schauplätzen bilden dabeidie Grundlage für dieses Survival-Game. Dabei wird weniger auf eine explizite Gewaltdarstellung als mehr auf psychologischen Horror mit gezielten Schockmomenten gesetzt.
Die Zeichnungen sind Mangatypisch aber dennoch sehr realistisch inklusive ein paar SD-Einlagen die das Geschehen auflockern. Die Geschichte ist spannend und durchgehend flüssig erzählt und so das die über 200 Seiten wie im Flug vergehen und man einfach wissen möchte wie es den Überlebenden weiter ergeht.

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Gon #1 [Carlsen, September 2010]

Heute stelle ich eine ganz besondere Mangaserie vor. Es handelt sich um die Reihe „Gon“ vom Manga-ka Tanaka Masashi. Den meisten ist der kleine Saurier Gon vielleicht noch aus dem Beat’em-Up Spiel „Tekken 3“ bekannt in welchem er 1997 seinen Debüt im Prügelspielsektor gab. Weniger bekannt ist das bereits 1994 ein SNES-Plattformer mit dem kleinen Saurier erschien.
Doch schon 1992 erblickte Gon das Licht der Welt in seinem eigenen Manga. Und dieser ist durchaus etwas besonderes. Bereits zwei Jahre nach seinem Debüt in Japan im dortigen Manga-Magazin Morning erschienen auch hier in Deutschland bei „Edition Kunst der Comics“ die ersten vier Bände. Doch Gon war leider kein Erfolg beschienen. Wenig später versuchte es der Thomas Tilsner Verlag Speed, doch auch dieser Versuch stockte schon in der Planungsphase. Nach über 15 Jahren erhielt Gon nun doch noch eine Chance beim Carlsen Verlag…

Gon #1

Gon ist ein Saurier. Genaugenommen ein Tyrannosaurus Rex. Für seine Gattung ist er jedoch ziemlich klein geraten, doch dies gleicht er mit Kraft und Intelligenz aus. Auf seiner Safari begegnet er als erstes dem Rotlachs, dem amerikanischen Schwarzbär und dem Kodiakbär. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück einen ausgewachsenen Schwarzbären, der gerade einem Kodiakbären seinen Tagesfang an Rotlachsen abspenstig gemacht hat, in die Schranken zu verweisen. Und nicht nur das er ihm sein Essen stiehlt, Nein er benutzt eben jenen sogar noch als kuscheligen Schlafplatz…
Seine zweite Etappe führt Gon nach Afrika, wo er einem ausgewachsenen Löwen bei der Jagd nach einem Streifengnu behilflich ist, indem er ihn wie ein Pferd reitet und lenkt. Dabei nutzt Gon nicht nur wie bei Reitern üblich die Beine zum dirigieren und anspornen, sondern auch seinen Schwanz, mit dem er auf den Rücken des Löwen einschlägt, seine Arme um ihn schmerzhaft an der Mähne zu ziehen, und sein Maul um den Löwen besondere Aktionen ausführen zu lassen…
An seinem dritten Reiseziel sieht Gon wie ein Biber einen Damm und eine Behausung baut, und muss dies natürlich auch sofort selber ausprobieren. Der Biber den Gon zuerst beobachtet hat, sieht was Gon vorhat und fühlt sich in seiner Ehre gekränkt und startet somit einen direkten Zweikampf im Damm bauen mit dem kleinen Saurier. Doch so klein wie Gon ist, so gigantisch sind seine Ambitionen. Am Ende muss sich nicht nur der Biber geschlagen geben, sondern auch ein ganzes Tal, welches Gon unter Wasser gesetzt hat, inklusive der dort lebenden Bewohner…
Gons letzter Aufenthaltsort im ersten Band seiner Reise, führt ihn in die Nordamerikanischen Hochgebirge, wo er sich in einem Nest von einer Steinadlermama eingenistet hat, und sich von ihr zusammen mit ihren Jungen durchfüttern lässt. Alles ist friedlich und in Ordnung, bis ein Rotluchs auftaucht, der es auf die Adlerbabys agbesehen hat. Doch Gon weiß sich zu wehren, und seine „Familie“ zu beschützen. Doch irgendwann kommt der Punkt an dem auch die Babys flügge werden müssen, und ab da bekommt Gon ein paar kleine Probleme…
FAZIT:
Die Abenteuer von Gon sind einfach nur fantastisch und genial. Warum hat es so lange gedauert dieses Werk in Deutschland zu veröffentlichen? Schon Speed hat sich ja daran versucht, woraus aber leider nichts wurde. Gons Reise funktioniert gänzlich ohne Text. Das bedeutet, keine Sprechblasen, keine Textboxen, ja nicht einmal Soundwords werden genutzt. Die ganzen Geschichten funktionieren einzig nur durch ihre grandiosen, detaillierten und dynamischen Bilder. Masashi Tanaka hat hier ein wahres Meisterwerk kreiert, das dank der Zeichnungen und dem irrsinnig komischen Geschichten einen Wahnsinnsspaß macht.
Wer es gerne lustig mag, nichts gegen Mangas hat, und gerne mal etwas „lesen“ möchte ohne sich dabei von Texten führen zu lassen, der sollte bei Gon auf jeden Fall einen Blick riskieren.
Selten hat mich ein Comic so sehr beeindruckt wie dieser. Fast möchte man sagen das Gon mit minimalsten Mitteln ein Maximum an Geschichte erzählt, aber das wäre eine Beleidigung für die detailreichen und filigranen Zeichnungen.

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