Spider-Man & The Avengers (10) (Spider-Man: Das Ende der Welt & Avengers: Das offizielle Film-Special)

Diesmal gibt es den bereits angesprochenen Abstecher ans Ende der Welt, und das Filmmagazin zum Avengers-Kino-Hit.

Spider-Man Avengers

Spider-Man: Das Ende der Welt [Panini, März 2013]

Die letzten Tage von Doctor Octopus sind angebrochen. Doch so einfach, und vor allem sang- und klanglos, will der Schurke und langjährige Gegner von Spider-Man nicht abtreten. Stattdessen will er sich selbst ein Denkmal setzen. Der Öffentlichkeit will er sich dabei als großer Held und Gönner zeigen, indem er der Welt weismacht, dass mit seiner neuen Technik, die gesamte Menschheit gerettet werden kann. Und es scheint auch zu funktionieren. Sämtliche Staaten der Erde vertrauen dem „ehemaligen“ Bösewicht und stellen ihm sogar Mittel zur Verfügung um sein Vorhaben umzusetzen. Nur Spider-Man traut seinem Erzfeind nicht über den Weg. Wie sich zeigt, auch zu recht. Denn insgeheim will Doc Ock „nur“ 99,92% der Erdbevölkerung auslöschen, damit die restlichen 0,08 % sich an ihn als den gefährlichsten Menschen der Welt erinnern. Aber er hat seine Pläne ohne Spider-Man gemacht. So denkt zumindest Peter Parker, alias Spider-Man und fährt sein gesamtes Arsenal an technischen Erfindungen auf, die er seit seinem Beginn bei Horizon entwickelt hat. Doch der Doctor hat für alles einen Konter anzubieten. Und so droht trotz des unermüdlichen Kampfgeistes Spider-Mans alles dem Untergang geweiht …

Spider-Man hat es wirklich nicht leicht. Erst Fear Itself, ein Event, welches die Angst in das Marvel Universum brachte, dann Spider-Island, wo fast alle New Yorker Spinnenkräfte bekamen und durchdrehten, danach dann Avengers versus X-Men in dem es auch für den Netzschwinger ziemlich haarig und wurde und nun auch noch das Ende der Welt. Eigentlich lief es für Peter in den letzten Monaten richtig gut. Wenn man einmal davon absieht, dass ihn seine Freundin Carly verlassen hat, nachdem sie herausgefunden hat, dass er Spider-Man ist. Und die Tatsache, dass sein tot geglaubter Klon Kaine noch am Leben ist und nun sein eigenes Leben zu leben versucht. Oder das Jonah nach wie vor tierisch sauer auf den Wandkrabbler ist. Ganz zu schweigen davon, dass mit Morbius einer von Spideys langjährigen Gegnern auch noch bei Horizon arbeitet. Also wenn man es genau nimmt, lief in den letzten Wochen eigentlich vieles schief. Aber das, wo ihn Dan Slott jetzt hineinjagt, ist echt heftig. Einen Kampf auf Leben und Tod um die Zukunft der Menschheit. Das ist selbst für Spider-Man-Verhältnisse ein dicker Brocken. Und erst recht dann, wenn der Gegner diesmal gegen alles gewappnet zu sein scheint. Doch Slott weiß, wie man einen guten Thriller erzählt. Er baut die Spannung von Kapitel zu Kapitel weiter auf. Immer wohldosiert und ohne dabei Längen in der Erzählstruktur zu erzeugen. Auch Spideys Kollegen, die Rächer, sind dabei involviert und selbst auf alte Bekannte, wie Silver Sable greift er erneut zurück. Diese Dame durfte bereits in Ausgabe 106 der Heftserie einen kurzen Auftritt für sich verbuchen. Slott scheint ein Faible für die heldenhaften Damen des Marvel Universums zu haben. Denn wie sollte man sich sonst seine Teamzusammenstellung in Form von Silver Sable und der Black Widow erklären, die Seite an Seite mit Spider-Man das drohende Chaos verhindern sollen.

Zeichnerisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Mit Humberto Ramos und Giuseppe Camuncoli sind die Stammzeichner der Hauptserie Amazing Spider-Man mit an Bord und leisten beide sehr gute Arbeit. Vor allem auch, weil diesmal kein Klaus Janson an den Tuschestift durfte. Nicht, dass ich etwas gegen Janson hätte. Mit Frank Miller zusammen hat er wahre Kunstwerke geschaffen und auch John Romita Jr. ist ein idealer Partner für ihn. Bei Zeichnern wie Camuncoli hingegen harmoniert sein Strich nicht so ideal. Des weiteren sind auch noch Tony Silas und Matthew Clark mit am Zeichenbrett und für die Umsetzung eines One-Shots, in dem Helden aus verschiedenen Teilen der Welt ihre Abenteuer erzählen, sowie dem Prolog zu Das Ende der Welt in dem die Nachwirkungen erzählt werden, verantwortlich. Diese sind insgesamt auch in Ordnung, kommen aber an die Klasse von Ramos und Camuncoli leider nicht heran. Aber zum Glück stören sie das Gesamtbild im Artwork des Bandes auch nicht.

FAZIT:

Ein wirklich toller Band, mit sehr viel Action und einem Spider-Man, der trotz aller Dramatik und drohenden Gefahr immer wieder in sich kehrt und nachdenkt. Sowohl über die Möglichkeiten um Doctor Octopus zu bekämpfen, als auch über die eigenen Fehler, die er im Laufe seiner Karriere gemacht hat. Zusammen mit den tollen Zeichnungen ergibt sich ein gelungenes Abenteuer, dass auch durch die Beziehung zwischen Doc Ock und Spider-Man noch einiges an Gewicht bekommt. Und für 20 Euro bekommt der Leser auch noch fast 200 Seiten bester Spider-Man-Action. Was will der geneigte Leser und Fan des Wandkrabblers mehr.
Eine kleine Anmerkung, sei mir zu diesem band am Rande noch gestattet. Weil viele Händler davon ausgingen, dass dieser Band nur Nachdrucke enthalten würde, gab es nicht so viele Vorbestellungen. Daraufhin hat Panini nicht so viele Ausgaben, wie sonst üblich, produzieren lassen. Dies führt inzwischen dazu, dass der Band auch auf Ebay nur noch für horrende Summen die Besitzer wechselt. Manchmal sollte man sich eben doch vorher besser informieren.

Avengers – Das offizielle Film-Special [Panini, Mai 2012]

Die Avengers sind das größte Team an Helden, dass die Welt aktuell besitzt. Darum sind auch eine ganze Menge an Schurkenorganisationen an Infos über die Zusammenstellung des Teams interessiert. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass SHIELD Besuch bekommt, um eben diese Infos zu stehlen. Doch der Dieb hat die Rechnung ohne Natasha Romanov, die Black Widow gemacht …

Erneut bringt Panini ein Sonderheft zu einem startenden Marvel-Film auf den Markt. Und ebenfalls erneut sind für die Umsetzung der Comicgeschichte Fred Van Lente und Ron Lim verantwortlich. Auch diesmal ist die Geschichte eher zweitrangig. Dient sie doch lediglich dazu, die Helden vorzustellen und gewisse Eigenschaften derer hervorzuheben. Visuell hat sich dagegen Ron Lim wieder sehr viel Mühe gegeben. Sein Stil passt einfach ideal zur realistischen Darstellung der Filmfiguren und deren Darsteller.

FAZIT:

Wenn man sich die gesamte Aufmachung des Magazins ansieht, erkennt man deutlich, wer das angestrebte Zielpublikum ist. Untermauert wird dies durch ein Spielzeugextra, in Form eines Bogens, des Avengers Hawkeye. Doch die Kiddies sind nicht die Einzigen, die Panini hiermit erreichen will. Auch die Fans des Filmes sollen mit reichlich Zusatzinfos begeistert werden. Unterm Strich bleiben schlussendlich nur ein nettes Goodie für Filmfans und ein nicht ganz ungefährliches Spielzeug für die Kinder.

Spider-Man & The Avengers (9) (Spider-Man 106-107 & Captain America: Offizielles Film-Special)

Weiter geht es heute mit den nächsten beiden Spider-Man Heftausgaben, sowie dem Magazin zum Captain America Kinofilm.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 106 [Panini, Februar 2013]

Nur noch wenige Stunden trennen Spider-Man davon, das Ende von New York mitzuerleben. Doch egal, was er tut, es ändert nichts an der Situation. Menschen retten, Bomben entschärfen, Räuber aufhalten und noch vieles mehr. Nichts davon hat Auswirkungen auf die drohende Zukunft …
Aber es gibt auch noch andere Probleme. Der mysteriöse Mitarbeiter aus Labor Nummer 6 in den Horizon Labs bringt Max‘ Mitarbeiter immer mehr zum tuscheln. Allen voran Peter und den jungen Uatu. Ein kleines, minderjähriges Genie. Was Peter aber nicht ahnt, als er sich verkleidet als Spider-Man auf Nachforschungstour begibt, ist das mit Michael Morbius ein alter Bekannter dort auf ihn wartet …

Das Abenteuer um die Zeitreise geht weiter und bringt erneut Dramatik mit. Auch wenn das Finale eher unfreiwillig komisch, als logisch ist, macht es dennoch einen Riesenspaß. Ähnlich ist es mit der Geschichte um Morbius. Hier ist zwar nicht Slott der Autor, aber auch Christopher Yost weiß, wie man gute Geschichten schreibt. Trotz der guten Bilder von Matthew Clark, der Morbius-Geschichte gefällt mir persönlich Humberto Ramos besser. Seine Bilder sind einfach wesentlich dynamischer. Vor allem im direkten visuellen Vergleich. Dennoch leistet Clark gute Arbeit.

FAZIT:

Ein ordentliches und witziges Finale, plus eine tolle Geschichte um einen alten Bekannten von Spidey. Mehr braucht es diesmal nicht, um ein Heft mit spannenden Geschichten zu füllen. Einzig der sonst so typische Spider-Man-Humor bleibt ein wenig auf der Strecke.

Spider-Man Nr. 107 [Panini, März 2013]

Doctor Octopus hat weiterhin nur Blödsinn im Kopf. Und diesmal bringt er damit John Jameson, der für Horizon im Weltall unterwegs ist, in Gefahr. Denn dort haben eine ganze Menge seiner Octobots die gesamte Crew der Raumstation in ihre Gewalt bekommen, während John außerhalb unterwegs war. Dummerweise war genau zu diesem Zeitpunkt auch Jonah in der Kommandozentrale von Horizon dabei, als das Unglück passierte. Und noch jemand war anwesend. Peter Parker, alias Spider-Man. Der macht sich daraufhin natürlich sofort auf den Weg, um John zu helfen. Aber nicht ohne vorher bei den Fantastischen Vier vorbeizuschauen, und einen alten Freund einzuladen. Doch Johnny Storm, alias die Fackel, hat irgendwie so gar keine Lust dazu.

Das ist genau das, was die angeknacksten Beziehungen von Spider-Man brauchen. Sowohl die zu Jonah Jameson (okay, die war noch nie besonders gut), zu seinem Chef Max Modell und zu Johnny Storm, der ja bis vor kurzem als tot galt. Slott und Yost präsentieren ein fast schon klassisches Spider-Man-Abenteuer, wie aus guten alten Zeiten. Bösewicht hier, Heldenpartner da und eine ganze Menge Probleme dazwischen. So muss Superhelden-Action sein. Spannend und unterhaltsam zugleich. Sogar der typische Spider-Man-Humor war wieder in ausreichender Menge dabei. Zeichnerisch durfte erneut Giuseppe Camuncoli an den Bleistift und leistet gewohnt gute Arbeit. Die Tuschearbeiten übernahm der Veteran Klaus Janson, der aber nicht so wirklich zu Camuncolis Stil passt. Sein doch arg kantiger Stil beißt sich in meinen Augen mit dem sehr flinken und dynamischen Strich von Camuncoli. Auch die Gesichter wirken sehr oft starr und abwesend, mit einem beängstigend leeren Blick.

FAZIT:

Ein spannendes Abenteuer, mit fast schon klassischen Anleihen, viel Action und Humor. Nur einige Momente wirken dann doch ein wenig arg unglaubwürdig. Und auch die Zeichnungen fallen diesmal aufgrund der nicht so harmonischen Zusammenarbeit zwischen Giuseppe Camuncoli und Klaus Janson ab. Dennoch bleibt unter dem Strich ein unterhaltsames Abenteuer.

Captain America – Offizielles Film-Special [Panini, August 2011]

Captain America – Der erste Avenger. Er ist der neue Held. Und das bekommt auch Hydra zu spüren, als sie mit ihrem neuen U-Boot einen Frachter angreifen und mit Hilfe des neu entwickelten Thunder-Lance-Torpedos für ziemlich viel Chaos sorgen. Doch sie haben nicht mit Steve Rogers gerechnet. Denn der macht nicht nur die gesamte Mannschaft alleine unschädlich, sondern schafft es dann auch noch, die Basis von Hydra ausfindig zu machen, von der das U-Boot gestartet ist. Aber was ihn dort erwartet, überrascht sogar Captain America …

Passend zum Kinofilm brachte Panini 2011 ein Magazin auf den Markt, in dem eine Comicstory den Helden bereits etwas näher beleuchten sollte. Die Geschichte selber stammt aus der Feder von Fred Van Lente. Wie viele seiner letzten Comics ist auch dieses eher seicht und durchwachsen. Retten kann dieses Chaos eigentlich nur das sehr gute Artwork von Ron Lim. Denn dieser hat sich seit seiner Zeit bei Spider-Man, in den 90er Jahren, immens weiterentwickelt und weiß nun mit einem fantastischen Artwork zu überzeugen. Seine Zeichnungen haben einen etwas skizzenhaften Stil. Mir persönlich gefällt das sehr gut.

FAZIT:

Eine inhaltlich eher maue Ausgabe, die nur durch die Zeichnungen überzeugen kann. Doch zum Glück gibt es ja auch noch die ganzen Hintergrundinfos zum Film. Charakterbiografien, Setfotos und exklusive Produktionsskizzen. Das wertet das Heft dann doch noch ein bisschen auf.

Spider-Man & The Avengers (8) (Spider-Man Nr. 104-105 & Marvel Heroes Magazin Nr. 1)

Um wieder ein bisschen Boden gut zu machen, gibt es wieder ein paar gebündelte Kurzreviews. Diesmal ist Spider-Man an der Reihe. Und zwar von der 104 bis zur 111, dem großen Finale, inklusive kurzem Zwischenstopp beim Ende der Welt, dazu gibt es ein paar leichtere Magazinausgaben, die den Avengers-Part dieser Rubrik abdecken sollen.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 104 [Panini, Dezember 2012]

Kaum, dass die Ereignisse rund um Spider-Island abgeklungen sind, tauchen auch schon wieder neue Probleme auf. Immer öfters gibt es merkwürdige Tote, die offenbar vom Himmel fallen. Während der neue Polizeichef davon ausgeht, dass es sich um Jugendliche handelt, die immer noch glauben Spinnenkräfte zu haben, erkennt sowohl Spider-Man, als auch seine Ex-Freundin Carlie Cooper, ein vollkommen anderes Muster. Er hat den Adrian Toomes, alias den Geier im Verdacht …

Slott legt eine kleine Pause ein, um dem Leser ein wenig Luft zum Verschnaufen, nach Spider-Island zu lassen. und dennoch liefert er einen spannenden und actionreichen Thriller ab. Spidey, Seite an Seite mit seiner Ex-Freundin. Detektivisches Ermitteln und gnadenlose Superheldenaction. Mehr braucht es diesmal nicht um den Leser zu unterhalten. Und nach Spider-Island ist das genau das Richtige. Zeichnerisch wird Slott erneut von Camuncoli unterstützt und der glänzt wieder mit dynamischen und actionreichem Artwork. Sogar ein paar kleine Gags hat er eingebaut. Besonders schmunzeln musste ich über ein New Yorker Taxi mit dem Kennzeichen „5L077“.

FAZIT:

Kurzweilige Action mit einem Spider-Man, der noch immer ein wenig an den Nachwehen zu Spider-Island zu knabbern hat. Dennoch macht die Ausgabe viel Spaß und bringt mit dem Geier erneut einen von Spideys klassischen Gegnern ins Rampenlicht.

Spider-Man Nr. 105 [Panini, Januar 2013]

Die Sinistren Sechs sind wieder zurück. Und diesmal hat es Doctor Octopus auf die Intelligencia abgesehen. Eine Gruppe von hochintelligenten Superschurken, welche mit einer neuen Waffe, der Zero-Kanone, die Weltherrschaft an sich reißen möchten. Doch Doc Ock hat andere Pläne und macht mit Sandman, Rhino, Chamäleon, Shocker und Mysterio Jagd auf seine Gegner …
Währenddessen bekommt Peter in New York ganz andere Probleme. Eigentlich wollte er nur kontrollieren, was sein Freund Grady Scraps Neues erfunden hat. Doch dessen Erfindung, 24-Stunden-Zukunftsportal, offenbart etwas Furchtbares. Denn in weniger als 24 Stunden wird New York aufgehört haben zu existieren, und keiner wei0 warum. Nun liegt es an Spider-Man, dies noch zu verhindern …

Da macht Slott schon eine kurze Pause, nur um dann gleich mit einem neuen und zerstörerischen Abenteuer weiterzumachen. Abgesehen von Doctor Octopus‘ Plänen, die auch noch wichtige Ausmaße annehmen werden, stellt er Spider-Man erneut eine Aufgabe entgegen, welche nicht so einfach zu bewältigen ist. Slott inszeniert diesen Mystery-Endzeitthriller auf gewohnt spannende Art und Weise, und lässt dies von Humberto Ramos dynamisch in Szene setzen. Man kann von Ramos halten, was man will, aber Dynamik und actionreiche Momente kann der Mann einfach perfekt Szene setzen. Doch auch die ruhigen Momente, wie eine kurze Sequenz mit Peter und Julia Carpenter, der neuen Madame Web, setzt der Mexikaner souverän um.

FAZIT:

Spider-Man unter Slott, mit Ramos und Camouncoli ist und bleibt für mich ein echtes Highlight. Das Team schafft es jedes Mal, mich zu überraschen und dennoch wohlzufühlen. Slott verknüpft gekonnt Spider-Mans Vergangenheit und Gegenwart miteinander um daraus eine neue, spannende und aufregende Zukunft zu kreieren. So kann es für mich gerne weitergehen. Dazu zwei der aktuell, für mich persönlich, besten Zeichner an Spider-Man. Da kann nicht mehr viel schief gehen.

Marvel Heroes Magazin Nr. 1 [Panini, April 2009]

Ein neuer Mutant wird von einem Team Mutantenhasser mitten in Holland in eine Falle gelockt. Statt Gleichgesinnte zu finden, wird er sofort mit einem Sentinel konfrontiert. Doch die X-Men sind nicht weit und helfen dem neuen Freund …
Iron Man trifft auf Doctor Octopus und bekommt gleichzeitig Probleme mit seiner aktuellen Freundin und einem Geschäftspartner. Aber Tony Stark hat alle Zügel in der Hand. Zumindest bis Doc Ock seine Trumpfkarte ausspielt …

Gemischte Abenteuer mit verschiedenen Marvelhelden. Bunt durcheinandergewürfelt. X-Men, Avengers und noch vieles mehr. Die Abenteuer sind dabei eher kurz und einfach gehalten, was durch die angestrebte Zielgruppe der Kinder von 4 bis 12 verdeutlicht wird. Auch die Zeichnungen lehnen sich eher an Filme und TV-Serien an, wodurch ein hoher Wiedererkennungswert erzielt wird.

FAZIT:

Solide Ausgabe für die Kleinen. Mit kurzweiligen Comicabenteuern, vielen Infos rund um die Marvelhelden, Rätseln und einem Spielzeug-Extra. In diesem Fall Wolverine-Klauen mit abschießbaren Projektilen. Nicht ganz kindgerecht in meinen Augen, aber wenigstens auf Grund des verwendeten Materials relativ ungefährlich.

Marvel Offensive auf DVD und Blu-ray – Auch die Marvel Animes stehen in den Startlöchern

Bereits im Juni begann eine groß angelegte Offensive an Marvel-DVD und Blu-ray Veröffentlichungen. Diese unter dem Label Marvel Knights Animation bei Al!ve erscheinenden Veröffentlichungen sind dabei genaugenommen keine typischen Animationsfilme, sondern mit Computeranimationen angereicherte Motion Comics. Den Start machte bereits am 7. Juni Iron Man – Extremis von Warren Ellis und Adi Granov, dem folgte am 21. Juni Astonishing X-Men – Gifted von Joss Wheedon und John Cassaday. Noch diese Woche, am 28. Juni, erscheint Black Panther von Reginald Hudlin und John Romita Jr., während am 5. Juli ein weiteres Mal die Astonishing X-Men mit Dangerous erneut von Wheedon und Cassaday in den Regalen stehen wird. Den vorläufigen Abschluss macht am 26. Juli Thor & Loki: Bloodbrothers von Robert Rodi und Esac Ribic.

MK Animations

Alle „Filme“ erscheinen sowohl auf DVD als auch auf Blu-ray und beinhalten die originale englische Sprachfassung in Dolby Digital 5.1 mit deutschen Untertiteln. Die Laufzeiten schwanken hierbei zwischen 60 bis 130 Minuten und das Bild liegt in 16:9 (1,77:1) vor.

Doch damit nicht genug. Nach der erfolgreichen Veröffentlichung von Iron Man: Rise of Technovore (das Review dazu findet ihr hier) schiebt Sony Pictures Home Entertainment nun die Marvel Animeserien X-Men, Wolverine und Iron Man als jeweils 2-Disc-Komplettboxen hinterher. Die DVDs, welche neben der deutschen Sprachfassung auch die original japanische Audiospur enthalten sollen, erscheinen voraussichtlich am 12. September. Über die technischen Spezifikationen, sowie mögliche enthaltene Extras ist leider noch nichts bekannt. Auch ob und wann, die ebenfalls aus der Reihe stammende Serie, Blade veröffentlicht wird, ist leider ungewiss. Sobald sich dazu jedoch Infos ergeben, könnt ihr sie hier lesen.

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Avengers versus X-Men (Runde 6) [Panini, Mai 2013]

Heute ist es da. Das große Finale mit …

AvsXRUNDE 6

Avengers vs. X-Men #6 [Panini, Mai 2013]

Der große und finale Kampf steht bevor. Doch Captain America ist verzweifelt. Daher bittet er den grünen Hulk um Hilfe. Doch nicht nur er greift den Avengers unter die Arme. Auch die X-Men, welche bis vor Kurzem noch hinter Cyclops und Emma Frost standen, sind nun zu den Avengers gewechselt. Doch Cyclops will das nicht wahrhaben, und auch Emma Frost verhält sich immer merkwürdiger. In der Zwischenzeit trainieren in K’un-Lun die Scarlet Witch und Hope nicht nur miteinander, sondern auch gegeneinander. Als es dann endlich zum großen Kampf zwischen den Avengers und den letzten beiden PhoeniX-Men kommt, droht das Leben der Erde und seiner Bewohner auf der Kippe zu stehen …

Es ist da. Das letzte Heft der Hauptserie mit dem alles verändernden Finale. Und wie nicht anders zu erwarten, gibt es erneut einen Verlust gepaart mit Reue und neuer Hoffnung. Die Geschichte driftet, bis auf wenige Ausnahmen, in die üblichen Eventklischees ab, und kann bis auf viel Action und Pathos nicht wirklich überzeugen. Visuell hingegen gibt es kaum etwas auszusetzen. Sowohl Kubert als auch Coipel leisten souverän gute Arbeit. Doch am Besten gefallen mir persönlich die kurzen AVX-Episoden am Ende der Ausgabe. Hier haben verschiedene Autoren und Zeichner einige der Kämpfe in ein- und zweiseitigen Bildern zusammengefasst. Hier sind ein paar wirkliche Highlights dabei.

FAZIT:

Insgesamt war die Hauptserie von Avengers versus X-Men eine durchwachsene Serie mit Tiefschlägen und Highlights. Dennoch bleibt es am Ende nur eines von vielen Events, mit viel Prügelei und wenig Tiefgang. Alles verändert sich und dennoch bleibt alles irgendwie, wie es ist. Der Status ist in etwa der, vor House of M und somit bleibt alles klassisch, Irgendwie zumindest.
Wer also auf kurzweilige Action steht und gerne sieht, wie sich Helden miteinander prügeln, dazu eine monumentale, gottähnliche Bedrohung für die Erde, der kann hierbei bedenkenlos zugreifen. Alle anderen sollten sich nur an den Avengers Tie-Ins festhalten. Diese waren bisher von weitaus besserer Qualität. Meistens zumindest.

Avengers #26 [Panini, Mai 2013]

Kaum, dass der letzte Kampf vorüber ist, und Ruhe einkehren könnte, droht bereits neue Gefahr. Denn, während die New Avengers, mit Luke Cage, Daredevil, Ben Grimm und Mockingbird dabei sind, Emma Frost in Gewahrsam zu bringen, werden sie von einer Gruppe Purifier angegriffen. Diese Mutantenhasser sind mit den neusten Waffen ausgerüstet, um Ms. Frost zu erledigen. Doch auch wenn die neuen Rächer nicht mehr viel von Emma halten, werden sie diese Tat auf keinen Fall zulassen. Doch die schwierigere Entscheidung muss Luke abseits des Kampfschauplatzes treffen …
Unterdessen sind aber auch die Avengers nicht untätig. Zumindest einige davon. Denn während Steve, Tony und Thor im Rächerturm entspannen sind Clint und Jessica in einem S.H.I.E.L.D.-Versteck dabei, die Schergen von Mr. Negative aufzuhalten und gleichzeitig ihre angeknackste Beziehung gerade zu rücken …
Und auch in der Avengers Academy geht es zu Ende. Nicht nur der Kampf mit Emma Frost um den Sentinel endet, sondern noch weitaus mehr. Leider nicht zum Wohlwollen der Kinder. Aber Tigra und Henry Pym haben keine ander Wahl …

Es ist vorbei. Damit meine ich nicht nur das Event, sondern auch noch so einige Handlungsfäden, wie in der Avengers Academy zum Beispiel. Die Geschichten sind dabei von faszinierend bis ganz schön belanglos und gleiches gilt für die Zeichnungen. Während das New Avengers-Abenteuer storytechnisch sehr unwichtig ist, wenn man einmal von Luke Cages Entscheidung absieht, sind die Zeichnungen von Mike Deodato wieder enttäuschend. Viel zu oft kopiert er Elemente einfach per Photoshop. Es ist schon sehr frustrierend, wenn Explosionen und Mündungsfeuer über mehrere Seiten genau gleich aussehen und nur in der Größe variieren. Die Avengers-Geschichte hingegen ist zeichnerisch wieder sehr gelungen und von der Geschichte nur Durchschnitt. Dafür ist die Akademie-Story inhaltlich wirklich gut, aber das Artwork ist, wie schon in der letzten Ausgabe, extrem schlecht.

FAZIT:

Zum großen Finale wird noch einmal alles aufgeboten. Leider nicht wirklich im positiven Sinne. Denn was diesmal zum Einsatz kommt, ist sehr durchwachsen. Sowohl inhaltlich, als auch visuell. Dennoch bleiben diese Tie-ins noch immer vor dem Abschlussheft der Hauptserie. Aber im Großen und Ganzen ist Avengers versus X-Men nichts wirklich Besonderes. Nur ein weiteres groß angekündigtes Event unter so vielen in den letzten Jahren.

Avengers versus X-Men (Runde 5) [Panini, April 2013]

Mit großen Schritten auf in ein neues Zeitalter mit …

AvsXRUNDE 5

Avengers vs. X-Men #5 [Panini, April 2013]

Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Die Avengers verlieren in jedem Kampf gegen die X-Men weitere Mitstreiter. Sei es durch Verletzungen oder die Gefangennahme durch die X-Men. Doch die Situation eskaliert, als Colossus und Magik, wie auch schon Namor kurz zuvor, fallen und deren Phoenix-Macht an die verbliebenen Kämpfer geht. Somit sind Cyclops und Emma Frost nun die letzten Verfechter des Traumes und Wirte der Phoenix-Kraft. Währenddessen befindet sich Hope noch immer in K’un-Lun und wird dort auf ihre Aufgabe vorbereitet. Doch plötzlich taucht Cyclops auf, und Hope stellt sich der Bedrohung …

Viel, sehr viel, passiert in dieser vorletzten Ausgabe des Hauptevents. Nach und nach werden die X-Men dezimiert. Sei es durch Niederlagen im Kampf, oder weil sie erkennen, dass ihr Handeln, insbesondere das von Emma und Cyclops, falsch ist. So wandert auch Storm wieder ab, und will zu ihrem Mann zurück nach Wakanda. Dadurch ergibt sich eine ganz besondere Dramatik, welche auch in der abschließenden AVX-Story vertieft wird. Denn da treten Storm und Black Panther gegeneinander an, und auch wenn ich nicht verrate, wer der Sieger ist, so sollte jedem klar sein, dass egal wie der Kampf ausgeht, es einfach keinen wirklichen Sieger geben kann. Diese Ausgabe ist sehr stark von Emotionen geprägt. Verantwortungsgefühlen, Ängsten, Verlusten und Siegessicherheit wird hierbei gleich viel Platz eingeräumt. Auch visuell sagt mir dieses Heft wieder etwas mehr zu, als noch die letzte Ausgabe. Zwar ist auch diesmal Adam Kubert am Zeichenstift, allerdings verzichtet er diesmal auf allzu grausame Gewaltdarstellungen. Dafür legt er mehr Energie in dynamische Zeichnungen und Panelaufbau.

FAZIT:

Wieder deutlich besser, als der direkte Vorgänger und es macht hungrig auf das Finale. Doch das Beeindruckendste in der ganzen Ausgabe sind die letzten 12 Seiten. Hier passiert emotional so viel, dass es den Rest der Ausgabe daneben blass aussehen lässt. Und das will schon etwas heißen diesmal.

Avengers #25 [Panini, April 2013]

Nachdem Namor bezwungen wurde, hofft Captain America mit einem Treffen der Illuminati Namor aus der Reserve locken zu können. Er erhofft sich, im direkten Gespräch, als ehemalige gemeinsame Kämpfer im Zweiten Weltkrieg, eine Basis zu finden, um Namor von seinem Handeln abzubringen. Aber neben Namor erscheinen auch die anderen Mitglieder dieses Zirkels und es kommt zu Wortgefechten und Vorhaltungen zwischen Tony, Reed und Charles …
In der Zwischenzeit suchen die Avengers eine Möglichkeit, die Telepathen der X-Men auszuschalten. Doch kaum ein Telepath der Rächer ist kein Mutant und somit politisch auf der Seite der X-Men. Also bleibt nur die Hoffnung, Rachel Summers auf ihre Seite ziehen zu können. Doch diese kennt bereits den Plan der Rächer und ist auf deren Kommen vorbereitet …
Und auch auf der Akademie, wo gerade erst Ruhe eingekehrt ist, droht neue Gefahr. Emma Frost taucht auf, um den Sentinel der Gruppe zu zerstören. Doch dieser Sentinel ist anders. Er hat einen menschlichen Freund und ist für diesen mehr als nur eine Maschine. Aber Emma sieht die Sentinels als grundsätzliche Bedrohung für Mutanten und hat daher nur eine Lösung parat …

Während die erste Geschichte mit dem Treffen der Illuminati vor allem durch seine emotionalen Höhepunkte glänzt, enttäuscht die zweite Geschichte mit den Avengers. Und nicht nur das. Sie wirft auch ein paar Fragen auf. Denn hier sind Figuren anwesend, die ein Heft zuvor noch Gefangene der X-Men waren, und in den Geschichten, die ich gelesen habe, auch nicht befreit wurden. Also habe ich entweder etwas verpasst, oder hier wurden die Stories nicht aufeinander abgestimmt. Grafisch sind beide wieder sehr gelungen. Immerhin waren auch wieder Mike Deodato und Walter Simonson am Werk. Im Gegensatz zu diesen beiden Geschichten fällt die Avengers Academy grafisch extrem ab. Hierfür war diesmal auch nicht, der ohnehin schon nicht so begabte (in meinen Augen) Tom Grummet, sondern Timothy Green. Sein Artwork sagt mir persönlich sogar noch weniger zu, als das von Grummet. Storytechnisch hingegen, gibt es kaum etwas an dem Skript von Christos Gage auszusetzen. Spannung, Dramatik und Humor bilden eine gelungene Symbiose und erzählen so eine spannende Geschichte, welche nur durch die Zeichnungen getrübt wird.

FAZIT:

In jeder Serie gibt es mal einen Ausreißer nach unten. Diesmal ist es diese Ausgabe. Zumindest in Teilen. Genaugenommen zu einem Drittel. Denn obwohl mir die Avengers-Story grafisch sehr gut gefällt, muss ich sagen, dass sie inhaltlich eher Murks ist, wie man so schön sagt. Ganz anders ist es dagegen mit der New Avengers-Geschichte und dem neuen Illuminaten-Treffen. Diese ist einfach nur ein echtes Highlight. Sowohl visuell, als auch von der Erzählweise hat mich diese Geschichte vollends überzeugt. Genau andersherum ist es dann wieder mit der Avengers Academy-Story. Diese ist inhaltlich in Ordnung, aber vom Artwork her einfach nur grauenhaft.
Zusammen ist das ein leicht überdurchschnittliches Heft mit zwei durchschnittlichen US-Ausgaben und einem echten Highlight.

Avengers versus X-Men (Runde 4) [Panini, März 2013]

Gestern war Halbzeit und heute geht es weiter in Richtung Finale, mit …

AvsXRUNDE 4

Avengers vs. X-Men #4 [Panini, März 2013]

Kaum das die Rächer, zusammen mit der Scarlet Witch, Hope aus Utopia herausgeholt haben, drehen Cyclops und sein Team durch. Gemeinsam greifen sie die Avengers an. Während dieses Kampfes versucht die Phoenix-Kraft die Magik innewohnt, Clint Barton zu töten. Daraufhin bringt Iron Fist Hope nach K’un-Lun um sie dort auszubilden und auf die Phoenix-Kraft vorzubereiten. Doch in der Zwischenzeit greift ein wahnsinnig gewordener Namor T’Challas Heimat Wakanda an und Tausende von Menschenleben in Gefahr und Zerstörung und Chaos über den afrikanischen Staat. Die Avengers schaffen es zwar Namor aufzuhalten, aber der Sieg bringt nur weitere Probleme und die Flucht aller Rächer nach K’un-Lun …

Wie schon bei der Ausgabe Nummer Zwei dieser Hauptserie regiert hier die reine Prügelsprache. Kämpfe über Kämpfe, die eigentliche Handlung kann auf zwei Doppelseiten zusammengefasst werden. Und selbst diese wurde in den Avengers Tie-Ins bereits angerissen. Auch visuell ist es eigentlich nur Durchschnitt. Coipels Gesichter ähneln allesamt Pfannkuchen. Rund und glatt ohne markante Merkmale. Adam Kubert hingegen neigt dazu, zu viel Gewalt und diese auch noch zu ausführlich darzustellen. Das ist auf Dauer sehr ermüdend. Am zeichnerisch auffälligsten sind da noch die beiden AVX-Ausgaben, für die Brandon Peterson und Kaare Andrews verantwortlich zeichneten.

FAZIT:

Wieder nur eine mittelmäßige Ausgabe mit zu wenig Tiefgang und zu viel Klopperei. So richtig überzeugen kann sie daher leider nicht und ich hoffe, dass sich das in Ausgabe fünf wieder ändern wird. Hinzu kommen grafische Schwächen, und wenn die AVX-Geschichten nicht wenigstens visuell überzeugen könnten, wäre dieses Heft ein kompletter Reinfall. Schade drum. Da wäre einiges mehr möglich gewesen.

Avengers #24 [Panini, März 2013]

Der „Krieg“ zwischen den X-Men und den Avengers weitet sich immer weiter aus. Dies geht sogra soweit, dass General Thunderbolt Ross, der jetz als Roter Hulk unterwegs ist, es in seiner Pflicht sieht, Cyclops auszuschalten, um sich bei Captain America als würdig zu erweisen. Doch trotz aller Erfahrungen und Planungen geht die Aktion schief und Ross lernt macht eine traurige Erkenntnis.
Währenddessen versuchen drei der New Avengers aus der Gefangenschaft der X-Men auszubrechen. Spider-Woman, Hawkeye und Luke Cage sind, auf dem besten Weg in die Freiheit, als sie sich einer bitteren Wahrheit stellen müssen …
Und auch die Akademie der Avengers, welche als Zufluchtsort für die jungen Schüler der X-Men dienen sollte, wird zu einem Kampfschauplatz. Doch anders als auf dem großen Schlachtfeld kehrt hier eine gewisse Einsicht ein. Und es zeigt sich, dass nicht immer alles so ist, wie es zuerst scheint …

Es ist sehr interessant zu erfahren, wie der Rote Hulk inzwischen tickt. Ich bin ja ganz ehrlich kein großer Hulk-Fan. Wenn man mal von der allerersten Serie aus den 60er Jahren absieht, war mir der Hulk immer zu melancholisch und langweilig. Das sich aber nun ausgerechnet der langjährige Feind und Jäger des grünen Giganten ebenfalls in dessen, zwar andersfarbige, Haut quetscht ist schon interessant. Viel spannender sind aber noch, wie er mit diesen Fähigkeiten umgeht. Und wie sehr ihn dies beschäftigt, wie andere ihn sehen und was sie von ihm halten. Da hat Bendis wirklich einmal gute Arbeit geleistet, die von Walter Simonson auch noch gebührend umgesetzt wurde. Und das Abenteuer der Neuen Rächer ist ebenfalls sehr spannend. Denn der Twist zum Ende hin, weiß schon zu gefallen. Zeichnerisch macht Deodato wieder gute Arbeit. Stellenweise wirken die Panels sehr cineastisch und gut umgesetzt. Selbiges kann man, zu guter Letzt, auch über das Abenteuer der Avenges Academy sagen. Bis auf die Zeichnungen von Tom Grummet. Die sind nach wie vor nur durchschnittlich, aber wenigstens nicht hässlich.

FAZIT:

Die Tie-Ins aus den Avengers-Serien sind nach wie vor die besseren Geschichten in diesem Event. Nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell. Man merkt hier, oder spürt es zumindest, dass hier mehr Freiraum zum Erzählen vorhanden war. Und das zu viele Köche eben doch den Brei verderben, wie es den Anschein bei der Hauptserie hat. Denn die vielen Autoren und Zeichner, die sich dort abwechseln, erzeugen nicht die gleiche Freude beim Lesen, wie es dieses und die vorangegangenen Hefte tun und getan haben.

Große Amazon Aktion zum Start vom Superman – Man of Steel

Amazon Superhelden

Wenn ein so lange erwarteter Film, wie „Man of Steel“ in die Kinos kommt, da kann sich auch ein Unternehmen wie Amazon nicht lumpen lassen. Daher hat man den heutigen 20. Juni zum Superhelden-Tag bei Amazon ernannt und bietet mit reichlich Rabatten eine ganze Menge an DVDs und Blu-rays (auch 3D) zu Filmen und Serien und sogar ganz Box-Sets und Premium Collections rund um das Thema Superhelden an.

Dabei sind unter anderem:

Blu-rays (ab 7,97 €), DVDs (ab 4,97 €), TV-Serien (ab 9,97 €), 3D-Blu-rays (ab 16,97 €), Premium Collections (ab 14,97 €) und Box Sets (ab 9,97 €) wie Nolans Batman Trilogie teilweise sogar als Special Editions, Smallville Staffelboxen, beide Batman The Dark Knight Returns, Sherlock Holmes, Supernatural Staffelboxen, Green Lantern, V wie Vendetta, Logans Run, Sucker Punch, Spawn, Blade, Appleseed und noch vieles mehr …

Vorbeischauen lohnt sich also.

Hier nochmal der Link zum Superhelden-Tag bei Amazon.

Avengers versus X-Men (Runde 3) [Panini, Februar 2013]

Und heute gibt es dann auch schon …

AvsXRUNDE 3

Avengers vs. X-Men #3 [Panini, Februar 2013]

Gerade als der Kampf zwischen den X-Men und den Avengers in der blauen Zone auf dem Mond zu eskalieren droht, taucht die Phoenix-Kraft auf. Nach einer gleißenden Explosion hat sie einen neuen Wirt gefunden. Doch es ist nicht Hope, sondern Cyclops. Und mit ihm beginnt ein neues Zeitalter. Gemeinsam mit Colossus, Emma, Namor und Magik schaffen sie eine Welt in Frieden und Überfluss. Doch die Avengers können dem nicht tatenlos zusehen. Statt der Güte sehen sie nur eine Gefahr. nicht nur für die, die sich gegen Cyclops und seine Visionen stellen, sondern auch für alle anderen Menschen auf der Erde. Denn auch wenn der Phoenix aktuell unter Kontrolle scheint, glauben sie nicht an Sicherheit. Das erkennt auch Wanda Maximoff, die Scarlet Witch und macht sich auf den Weg um Hope zu finden …

Im Gegensatz zur letzten Ausgabe geht es diesmal etwas gemächlicher zu. Man merkt schon, dass hier ein anderer Autor auch andere Ziele verfolgt. Das neue Utopia, welches Cyclops und seine X-Men schaffen ist zwar lobenswert aber dennoch unrealistisch. Menschen sind von Natur aus misstrauisch, und so werden auch die kostenlosen Gaben, welche die X-Men unter der Macht von Phoenix bereitstellen nicht lange widerstandslos akzeptiert werden. Zeichnerisch gibt es einen Wechsel von John Romita Jr. zu Olivier Coipel. Und dieser ist visuell schon beachtlich. Nicht etwa dass Coipels Zeichnungen um Welten besser oder schlechter sind. Aber sein Design ist doch schon merklich anders. Dennoch ist dies hauptsächlich Geschmackssache, denn davon abgesehen, machen beide Zeichner ihre Arbeit sehr gut.

FAZIT:

Zum Glück war Ausgabe 2 kein Trend, sondern nur ein Ausrutscher. Diesmal gab es wieder mehr Story und mehr Emotionen und trotzdem noch gute Bilder. So kann es gerne weitergehen. Die beiden ausführlichen Kämpfe aus der AVX-Reihe sind nett, mehr aber auch nicht. Zumindest was die Story angeht. Zeichnerisch haben Terry und Rachel Dodson wieder eine beachtliche Arbeit abgeliefert und auch Ed McGuinnes Artwork sieht fantastisch aus.

Avengers #23 [Panini, Februar 2013]

Nachdem bereits vor mehreren hundert Jahren eine Iron Fist der Phoenix-Kraft als Wirt diente, steht dieses Schicksal nun auch der jungen Mutantin Hope bevor. Auch sie soll durch ein Training in K’un Lun auf die Macht der Phoenix-Kraft vorbereitet werden. Doch anders als vor hunderten von Jahren ist ihr Lehrmeister diesmal kein Drachenkämpfer, sondern Spider-Man. So weissagt es zumindest das wissende Gefäß von Bo-Ling …
Zwischenzeitlich muss Noh-Varr erkennen, dass sein Verrat an den Avengers der größte Fehler seines Lebens war. Nicht nur, dass er jetzt die Avengers gegen sich hat, auch sein Volk die Kree und die Oberste Intelligenz machen nun Jagd auf den Abtrünnigen Verräter …
Ebenfalls sehr chaotisch geht es in der Avengers Academy zu. Denn dort ist nicht nur Sebastian Shaw ausgebrochen und mischt nun nach und nach die Ausbilder der Akademie auf, auch die Jugendlichen untereinander, sowie die auf Seiten der Avengers als auch der X-Men, reiben sich aneinander und der aktuellen Situation auf …

Es ist wirklich spannend, was Brian Michael Bendis und Christos Gage in die Avengers-Tie-Ins zu diesem Event packen. Während in den New Avengers eine Brücke in die Vergangenheit geschlagen wird, erlebt man in den Avengers zeitgleiche Geschehnisse eines anderen Teams. Und auch die Ereignisse aus der Akademie bereichern das Event ungemein. Immerhin wird hier gezeigt, wie die Jugendlichen mit der Situation umgehen, und ganz besonders wie einige, die sich nicht sofort entscheiden können, ihren Weg suchen und manchmal auch finden.
Selbst grafisch bin ich wieder vollends überzeugt, bis auf die Academy-Ausgabe. Diese ist nur Durchschnitt. Aber bei den New Avengers ist Deodato mit der Darstellung der Phoenix-Kraft voll in seinem Element. Das Fantastische und Mystische war schon immer eine Spielwiese für ihn. Und über Walter Simonson an den Avengers brauche ich nicht mehr viel sagen. Er ist und bleibt ein Meister.

FAZIT:

Wieder eine tolle Ausgabe, die ergänzend zur Hauptserie einfach nur ideal ist. Hier erhält man wirklich zusätzliche Einblicke, mehr Infos und spannende Geschichten. Und nicht einfach nur ausführlichere Darstellungen der Kämpfe aus dem eigentlichen Event. So sollten Tie-Ins sein und nicht anders.

Avengers versus X-Men (Runde 2) [Panini, Januar 2013]

Weiter geht es heute mit …

AvsXRUNDE 2

Avengers vs. X-Men #2 [Panini, Januar 2013]

Hope ist verschwunden und auch zwischen Logan und Captain America entbrennt ein Kampf, an dessen Ende Logan in der Antarktis landet. Captain America macht sich unterdessen mit einem kleinen Team auf ins Wilde Land. Denn die Suche nach Hope hat 5 mögliche Ziele offenbart, auf die sich die Rächer und die X-Men jeweils verteilt haben. Neben dem Wilden Land sind das Latveria, Wundagore, Tabula-Rasa und Wakanda.
In der Zwischenzeit hat Hope Wolverine in der Antarktis ausfindig gemacht und bittet ihn sie auf den Mond in die blaue Zone zu bringen. Doch dort ewarten die beiden bereits die Rächer und auch die X-Men. Und beide haben nur ein Ziel. Sie wollen Hope haben …

Einen Großteil des Heftes machen bereits jetzt die reinen Prügeleien aus. Das ist eine herbe Enttäuschung. Denn storytechnisch passiert nicht wirklich viel, und emotional schon rein garnichts. Stattdessen wird wild aufeinander eingedroschen. Vor allem kommt es plötzlich zu Kämpfen, wie dem zwischen Wolverine und Captain America, die auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar sind. Man kann sich als Leser zwar einiges zusammenreimen und mutmaßen, aber nichts davon wird wirklich näher ausgeführt.
Zeichnerisch ist das Niveau auf dem der ersten Ausgabe geblieben. Die Bilder sehen gut aus und JR.jr ist einmal wieder in Topform. Wenn man von ein paar wenigen Panels absieht. Auch die AVX-Ausgaben, die sich erneut mit zwei Kämpfen in Extralänge befassen, sind sehr gut bebildert. Doch hier gibt es auch nur die reinen Kämpfe zu sehen und dadurch liegt der Schwerpunkt des Artworks auf der Dynamik.

FAZIT:

Insgesamt fällt die zweite Ausgabe bereits um Einiges im Vergleich zur Ersten ab. Die eigentliche Handlung tritt ein wenig in den Hintergrund und gibt den Kämpfen etwas mehr Freiraum. Visuell gibt es dagegen kaum etwas anzumerken. Doch ich hoffe, dass dies jetzt keinen Trend darstellt und die nächste Ausgabe noch schlechter wird.

Avengers #22 [Panini, Januar 2013]

Vor vielen hundert Jahren gab es bereits erste Anzeichen und Prophezeiungen über die Phoenix-Kraft. Schon damals wurde der aktuelle Yu-Ti darauf aufmerksam und bat Leonardo DaVinci um Hilfe. Gemeinsam wollten sie nicht nur das stumme Mädchen mit dem feuerroten Haar auf die Ankunft des Feuervogels vorbereiten, sondern auch eine neue Iron Fist ausbilden.
Bei den Rächern muss sich inzwischen das Team um Thor auf eine Kamikaze-Mission vorbereiten. Sie müssen sich von Freunden verabschieden und der Phoenix-Kraft unmittelbar gegenüberstellen. Thor, Beast, Valkyrie, Vision, War Machine und Noh-Var bilden somit die erste Verteidigungslinie gegen die drohende Gefahr. Und sie wissen, dass ein Versagen bedeutet, dass es keine Erde geben wird, auf die sie zurückkehren könnten …
Auch die Avengers Acadaemy bekommt dank dem Krieg mit den X-Men einige Probleme. Denn die Mutanten aus Cyclops Schule auf Utopia werden zur eigenen Sicherheit dort untergebracht. Nun obliegt es Tigra und Herkules, nicht nur die Kids zu beschützen, sondern auch einen Kampf untereinander zu verhindern. Wenn da nicht noch das zusätzliche Problem mit Sebastian Shaw wäre …

Mit den drei Rächer-Serien New Avengers, Avengers und Avengers Academy hat Panini wirklich eine tolle Tie-In-Sammlung geschnürt. Alle drei Serien beinhalten wunderbare Geschichten, welche die zweite Ausgabe der Hauptserie locker überflügeln. Spannend, dramatisch und in tollen Bildern wird hier auf Einzelschicksale oder vergangene, aber dennoch wichtige Ereignisse eingegangen. Wie auch schon im letzten Heft wissen vor allem die Zeichnungen von Walter Simonson zu überzeugen und auch Mike Deodato leistet wieder bessere Arbeit. Das Avengers Academy Artwork sieht zwar auch nicht schlecht aus, bleibt aber hinter den, der beiden anderen Serien, zurück.

FAZIT:

Immer öfter kommt es vor, dass die Zusatzgeschichten zu einem Event qualitativ besser sind, als die Hauptgeschichte. Auch diesmal ist es wieder der Fall, und wenn dies so bleibt, dann kann ich auch damit leben. dass Avengers vs. X-Men ein wenig abfällt. Hauptsache hier bekomme ich Geschichten, die mich fesseln und mir sogar Infos geben, die für den weiteren Verlauf sehr wichtig werden.