Ultimate Trilogy [Panini, August 2010 – Oktober 2011]

Ultimate Enemy #1: Der ultimative Feind

Es beginnt mit einem Angriff auf sämtliche Roxxon-Gebäude. Danach wird Reed Richards mitsamt seiner Familie ausgelöscht und als nächstes das Baxter-Builing zusammen mit Sue und Ben angegriffen. Doch es geht weiter. Auch Nick Fury wird von diesem neuen mysteriösen Feind angegriffen. Auch Peters neue Superhelden-WG steht auf der Abschussliste des ultimativen Feindes. Doch wer steckt dahinter? Zwar können S.H.I.E.L.D., Spider-Man, Iceman, Sue, Ben und Johnny ein seltsames außerirdisches Wesen dingfest machen, aber er scheint nicht der Drahtzieher des ganzen zu sein…

FAZIT:

Es gibt viel schlechtes über diesen ersten Teil der großen Miniserien-Trilogie von Bendis zu lesen. Warum bloss? Ich kann nichts wirklich schlechtes daran ausmachen. Die Zeichnungen sind sehr gut und typisch für das Ultimative Universum, die Story ist spannend und rasant erzählt und es ist alles vertreten. Action, Spannung, Humor und die für das Ultimative Universum inzwischen fast typischen Soapelemente. Rundum gelungene und frische Superheldenunterhaltung also.

Ultimate Mystery #1: Das ultimative Rätsel

Nach den Ereignissen in Ultimate Enemy wo neben dem Roxxon Firmengebäude auch das Baxter Building angegriffen und fast vollständig zerstört wurde spitzen sich die Ereignisse zu. Erst recht als Projekt Pegasus einen neuen Beschützer erhält. Dr. Philip Lawson, Mahr Vehl auch besser bekannt als Captain Marvel. Doch als Rick Jones auftaucht gerät alles ausser Kontrolle inklusive Marvel selber…
Auch Ben Grimm hat einiges durchgemacht im letzten Band und so steht er nun vor seinen Freunden Sue und Johnny ohne Steinpanzer mit neuen übermächtigen Kräften und einem ganz normalen Aussehen. Aber auch diese drei Freunde, Sue im speziellen, müssen tragische und überraschende Entdeckungen hinnehmen…
Währenddessen hat Spider-Woman Jessica Drew, der weibliche Klon von Peter Parker, Spider-Man, ihre eigenen Probleme, als sie sich in den Brain-Trust von Roxxon einschleicht um dem mysteriösen Alienangriff auf das Roxxon-Gebäude und das Baxter Building aufzuklären. Doch auch sie wird noch ihr blaues Wunder erleben…

FAZIT:

Auch Ultimate Mystery verspricht wieder Spannung pur und einen Haufen an Action und Nervenkitzel gepaart mit einer ordentlichen Portion Humor, und genau dies hält der Band auch. es werden einige Rätsel gelöst, auch im Bezug auf Ultimatum welches das Ultimative Universum nachhaltig veränderte. Besonders gelungen als auch alter Leser des klassischen Marvel Universum sind die vielen kleinen Anspielungen die Bendis und Sandoval eingebaut haben. Auch Sandovals Zeichnungen sind sehr gelungen wenngleich auch seine Qualität manchmal etwas schwankt.
Somit ist Ultimate Mystery eine würdige Fortsetzung von Ultimate Enemy und macht schon süchtig auf das Finale in Ultimate Doom.

Ultimate Doom #1

Inzwischen hat sich Reed als Verursacher für das ganze Chaos herausgestellt, und das nur weil er auf der Suche nach einer Dimension ist die noch vollkommen unverseucht von den ganzen wissenschaftlichen Errungenschaften und Missglücken. Das er dabei seine Heimatdimension dem Wahnsinn anheimbringt ist ihm vollkommen egal. Auch das seine frühere große Liebe Sue darunter leidet. Doch für Sue bringt dies auch Vorteile. Ben der ihr zuletzt seine Liebe gestand steht auch nun in dem Moment wo Sue mit ihrem Leben ringt an ihrer Seite. Nur kanpp kann sie dem Tod entkommen, aber sofort macht sie sich mit Peter, Nick Fury und auch Doctor Octopus auf die Suche nach der Lösung des Problems…

FAZIT:

Der letzte Teil der Ultimativen Trilogie ist ein Actionfeuerwerk mit gewohntem Soapanteil. Eine runde Mischung, auch wenn storytechnisch nicht so vieles überzeugen kann. Gerade das Hin und Her zwischen Reed und Sue, nach seinen Wünschen und Träumen, lässt doch sehr schnell Parallelen zu den Großereignissen im 616er Universum aufkommen. Dennoch machen diese 4 Abschlussteile wieder Spaß und wissen gekonnt zu unterhalten. Besonders erwähnenswert ist im ultimativen Universum noch immer der aus meiner Sicht sehr willkommene und wohldosierte Anteil an zwischenmenschlichen Beziehungen.

Zusammenfassend kann man sagen das die Ultimative Trilogie eine unterhaltsame Actionsoap ist, der es aber insgesamt leider an einigen Aspekten noch fehlt. Dennoch macht sie, ähnlich einem Hollywood-Popcorn-Kino-Blockbuster, viel Spaß.

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Frank Millers „Elektra“-Saga

Frank Miller gehört zu den ganz großen Namen im Comicbusiness.

Doch warum?

Ist es sein außergewöhnlicher Zeichenstil?
Oder die Tatsache das er neben dem Zeichnen auch des öfteren als Autor unterwegs ist?
Vielleicht hat er aber auch einfach nur Glück?

Ich denke es ist eine Mischung aus allem, und der Tatsache das er in genau dem richtigen Moment einen Helden neu strukturiert hat, ihm neue Gegenspieler und Gefährten mitgegeben hat, als diese es vielleicht noch gar nicht nötig hatten.

Ein solcher Held ist Daredevil, und eine solche Gegenspielerin ist Elektra und ein solches Werk ist ganz ohne Frage die Elektra-Saga:

Daredevil: Die Elektra Saga #1

Collegezeit für Matt Murdock und seinen neuen Zimmerkumpanen „Foggy“ Nelson, als sich deren Wege mit der noch jungen und unerfahrenen Elektra Natchios kreuzen. Elektra ist als Tochter eines Diplomaten keinerei Freiheiten gewöhnt sondern nur ein sicheres Zuhause und ständigen Schutz. Doch vom ersten Moment an hat sich Matt in diese Schönheit verliebt. Mithilfe seines Freundes Foggy schafft er es Elektra von ihrem „Beschützer“ loszureisen. Beide lernen sich kennen und entdecken sehr schnell eine gewisse Zuneigung zueinander, die noch schneller zu Liebe wird.
Doch wie so oft im Leben ist nichts von Dauer. So auch die junge und glückliche Liebe der Beiden. Eines Tages wird Elektra und ihr Vater von ein paar Terroristen gefangen genommen. Matt der schon seit kurz nach seinem Unfall von Stab trainiert wurde sieht keine andere Möglichkeit als selbst einzugreifen und seiner großen Liebe zu helfen. Auch Elektra ist bereits in den Fähigkeiten des Ninjutsu ausgebildet und so bilden beide auf ein Stichwort eine schlagkräftige Einheit.
Leider jedoch passiert, was nicht passieren soll. Elektras Vater wird versehentlich erschossen und so zieht sich Elektra zurück, da sie nicht mehr in einem Land leben kann an welches sie nicht mehr glaubt.
Eine lange Zeit vergeht in der Elektra einiges dazulernt und ebenfalls Bekanntschaft mit Stab macht, der auch schon Matt ausbildete. Doch ihr Herz ist zerfressen von Wut und somit für Stab unrein. Dadurch gelangt sie in die Fänge der Hand (auch wenn sie diese nur unterwandern will) und schneller als ihr lieb ist trifft sie auf ihren Lehrer wieder. Aber auch Matt der inzwischen als Daredevil unterwegs ist kreuzt schon bald die Wege der neuen Söldnerin. Kann ihre Liebe dem wiederstehen wozu sich die beiden entwickelt haben?

FAZIT:

Die Elektra-Saga ist nicht umsonst ein Meisterwerk. Eine spannende Atmosphäre, gefühlvolle und dramatische Charakterentwicklungen und aussergewöhnliche Zeichnungen. Frank Miller schafft mit Klaus Janson ein Werk welches die Welt von Daredevil nachhaltig verändert hat. Es wurde eine Beziehung geschaffen die auch heute noch dramatische Auswirkungen auf das Handeln und Wirken von Matt Murdock und sein Alter Ego Daredevil hat. Was leider negativ auffällt ist die doch sehr schwankende Qualität der Zeichnungen. So sehen einige Seiten wirklich atemberaubend aus wohingegen andere Seiten wiederum hingeschludert, detailarm und chaotisch wirken.
Insgesamt bildet dieser erste Band von Feest einen gelungen Auftakt für die erste Hälfte der Elektra-Saga.

Daredevil: Die Elektra Saga #2

Einige Zeit ist inzwischen vergangen seit Elektra und Daredevil zuletzt aufeinandertrafen. Während Daredevil in Hells Kitchen für Ordnung sorgt und sich immer wieder gegen den Kingpin stellt, hat sich Elektra inzwischen einen Namen als Söldner und Auftragskiller in Europa gemacht. Trotzdem sie dabei sehr vorsichtig vorgeht zieht sie die Aufmerksamkeit des Kingpin auf sich, der einen neuen Killer sucht nachdem Bullseye im Gefängnis sitzt.
Er lockt Elektra zu sich um ihr den Auftrag zu erteilen Ben Urich vom Bugle zurückzupfeifen der auf der Spur zu einem Bürgermeisterkandidaten ist, welcher in direktem Kontakt und unter der Kontrolle des Kingpin steht. Elektra schafft es Urich von seinen Ambitionen zum Fall zu „entbinden“ ohne ihn dabei zu töten.
Daredevil schafft es dennoch Urich zu unterstützen indem er etwas findet was dem Kingpin von noch viel größerer Bedeutung ist als seine Macht über New York. Und so fällt kurz nach dem Wahlsieg der neue Bürgermeister seinen „Schuldgefühlen“ zum Opfer. Aber der Kingpin will dennoch ein Exempel statuieren. Urich kommt dafür nicht mehr in Frage, genauso wenig wie Jameson. Und auch Murdock der mit seiner Kanzlei den Bugle vertreten hat ist dem Kingpin zu heikel. Also soll Foggy daran glauben.
In der Zwischenzeit hat auch Bullseye im Gefängnis von seiner Konkurrentin erfahren. Durch einen Trick schafft er es zu fliehen und macht sich sofort auf die Suche nach Elektra, die gerade Foggy ausfindig gemacht hat. Doch durch ihre frühere gemeinsame Zeit mit Matt kann sie Foggy nicht töten. Dies ist nun die Chance für Bullseye. Er greift Elektra an und tötet sie. Mit letzter Kraft schafft sie es noch zu ihrem früheren Geliebten Matt Murdock und stirbt in dessen Armen.
Für Matt bricht eine Welt zusammen und ein beispielloser Feldzug beginnt…

FAZIT:

Dieser zweite Band von Feests „Daredevil“-Albumreihe präsentiert ein grandioses Finale mit den letzten beiden US-Heften der Elektra-Saga. Dabei spielt diese Ausgabe weitaus mehr mit der Psyche und Verletzbarkeit seiner Akteure als es noch der erste Band macht. Durch dieses Abenteuer wird das Bündnis zwischen Elektra und Daredevil noch weiter vertieft. Der zuerst gemeinsame Verlust des Vaters von Elektra der beide schon zusammengeschweißt hat wird durch Elektras gewaltsamen Tod gefestigt. Es ist geradezu spürbar wie die Tragödien der beiden Leben sich miteinander verweben und ein gemeinsames Schicksal zu schüren scheinen, welches dann durch Bullseyes Handeln zerschnitten wird.
Frank Millers und Klaus Jansons „Elektra“-Saga ist und bleibt auch heute noch ein zeitloses Meisterwerk mit dramatischem Storyverlauf, genialen Zeichnungen und Charakterentwicklungen wie sie Comicfiguren kaum menschlicher machen könnten.

Für Fans des roten Teufels und Freunde vielschichtiger, dramatischer und emotionaler Geschehnisse ist diese Miniserie einfach ein Muss und für Kenner sowieso ein Meisterwerk seinesgleichen.

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Das letzte Einhorn

Das alte Jahr ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber dennoch gibt es ein Comic welches mich dieses Jahr ganz besonders beeindruckt hat.

Das letzte Einhorn (SC) [Panini]

Das letzte Einhorn

Über die Geschichte des letzten Einhorns werde ich nicht sehr viele Worte verlieren. Nur das das letzte Einhorn aus seinem geschützen Wald loszieht um vielleicht doch noch andere seiner Art zu finden. Dabei trifft es aber nicht nur auf Freunde…
FAZIT:
„Das letzte Einhorn“ von Peter S. Beagle ist ein zeitloser Klassiker. Sein Roman wurde weltweit erfolgreich verkauft, und auch für den Animationsfilm steuerte Beagle das Drehbuch bei. Doch bei dieser Comic-Adaption hatte er seine Finger nicht im Spiel. Dennoch entstand ein herausragendes Werk das sich keineswegs hinter dem Roman und dem Film verstecken brauch. Die Geschichte ist noch immer gefühlvoll und eindringlich erzählt und auch die Bilder sind wahre Glanzstücke. So taucht der Leser schon binnen kürzester Zeit in die fantastischen Welten der Magie und Mystik ein und wird auch so schnell nicht wieder daraus entlassen.
Dazu kommen eine wunderschöne Einleitung von Peter S. Beagle persönlich, die Covermotive, ein paar Zeichnungen von anderen Künstlern sowie einige der doppelseitigen Splashpages ohne Texte in ihrer wahren Pracht.
Für alle Fans von Fantasy, Freunden und Liebhabern des letzten Einhorns und auch denen die bisher noch keinerlei Berührung mit diesem Werk gehabt haben, sei diese Graphic Novel ganz besonders ans Herz gelegt.

 

„Das letzte Einhorn“ von Panini ist mein Comic des Jahres und für Fantasy-Fans, Kenner und Liebhaber des Filmes und der Bücher einfach ein Muss!

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