Berlin [Egmont, September 2012]

Mit der heutigen Rezension widme ich mich erneut einem Band, den ich als Rezensionsexemplar von Egmont (Ehapa Comics Collection) erhalten habe. Darin gesammelt, befindet sich die vollständige Berlin-Trilogie von Marvano …

Berlin

1943 – „Ich weiß, warum die Vögel am Morgen singen. Weil sie die Nacht überlebt haben“ – David Auberson.
Die S-Snowwhite ist ein britischer Bomber, der dabei helfen soll, Hitler und seinem Nazi-Regime, den Garaus zu machen. David Auberson ist Skipper auf der S-Snowwhite und neben seinen Einsätzen legt er sich auch bei einer jungen Dame ziemlich ins Zeug. Wie so viele seiner Mitstreiter ist David gerade einmal alt genug, um als Kanonenfutter für die Nazis herhalten zu können. Doch Alkohol hätte er mit seinen wenigen Lebensjahren offiziell noch nicht kaufen dürfen.
1948 – „Ein Krieg ist nicht zu Ende, wenn die Kanonen schweigen.“ – Roy Stuart.
Berlin ist zerstört, der Zweite Weltkrieg beendet. Roy Stuart, der ebenfalls auf der S-Snowwhite gedient hat, fliegt nun seine Maschine aus einem ganz anderen Grund nach Berlin. Er ist einer der Transportflieger der Luftbrücke, welche die drei abgeschnittenen Alliierten-Sektoren versorgen sollen. Dabei lernt er Helena kennen, die Tochter einer Jüdin und verliebt sich in sie.
1961 – „Glück ist nichts weiter als eine Waffenruhe im Leben.“ – Edward R. Murphy.
Noch immer ist Roy Stuart auf der Suche nach Helena. Sie lebt im Ostteil Berlins und er würde sie gerne in den Westteil bringen. Aber die ostdeutsche Politik und deren Pläne machen ihm einen Strich durch die Rechnung. Denn schon wenig später beginnt der Bau der Berliner Mauer. Aber auch Helenas Bruder, Reinhardt, der bereits 1948 Berlin verlassen konnte, hat für seine Zukunft vorgesorgt. Seinen Spuren kommt Ronald Murphy, der Sohn des Colonals Edward Ronald Murphy erst 2006 langsam auf die Schliche. Und mit ihm lüftet er auch noch ein weiteres Geheimnis …

Junge Piloten werden wie Kanonenfutter verheizt zum Ende des 2. Weltkrieges.

Junge Piloten werden wie Kanonenfutter verheizt, zum Ende des 2. Weltkrieges.

Marvano legt mit seiner Berlin-Trilogie, welche hier erstmals auf deutsch und in gesammelter Form, in einem wunderschönen großformatigen Hardcoverband erscheint, ein bewegendes Abenteuer vor, das sich über viele Jahrzehnte zieht. Doch ich muss auch gestehen, dass gerade im dritten Teil einiges an Längen auf den Leser zukommen. Während die ersten beiden Kapitel noch mit Emotionen und Abenteuer überzeugen können, zieht es sich im letzten Teil des Bandes. Dies liegt vor allem in dem doch sehr trockenen Erzählstil. Mithilfe des durch Frankreich reisenden Ronald Murphy, der die ganze Zeit einem Tonband seines Vaters lauscht, wird versucht, die Geschehnisse um den Bau der Berliner Mauer und der damaligen Schicksale von Helena, Reinhardt und Roy Stuart, zu schildern. Ganz nebenbei forscht Ronald nach einem Mann, der in dem kleinen Dorf Beaumont eine alte Villa mit Gold erworben hatte und dort während er Feierlichkeiten zum 14. Juli auf mysteriöse Weise ums Leben kam.
Während die ersten beiden Kapitel sehr direkt an den Geschehnissen waren, fehlen im letzten Kaiptel die Emotionen und werden durch lexikonartige Zusammenfassungen der damaligen Ereignisse ersetzt. Viel zu sehr stehen die historischen, faktisch zwar richtigen, aber zu emotionslosen Ereignisse im Vordergrund.

Ronald Murphy auf den Spuren der Vergangenheit.

Ronald Murphy auf den Spuren der Vergangenheit.

Visuell gibt es dagegen nichts zu bemängeln. Marvano hat einen klaren, deutlichen und dennoch detaillierten Strich, der zusammen mit den Kolorationen von Claude Legris und Bertrand Denoulet Bilder auf das Papier zaubern, die realistisch und fantastisch zugleich sind. Auch ergibt sich immer wieder die Situation, dass sich der Leser geradezu hineingezogen fühlt, in die Ereignisse und Tragödien der insgesamt 5 Protagonisten und deren Angehörigen. Wunderschöne Landschaften wechseln sich mit grausamen, bis ins Detail ausgearbeiteten, Kriegsschauplätzen ab und vermitteln ein fast schon verstörendes Gefühl des Zwiespaltes. Wären man die Landschaften bewundert, möchte man sich von den sichtbaren Folgen des Krieges angewidert abwenden. Gerade durch die Veröffentlichung in dem Großformat von 24cm x 32cm kommen die Zeichnungen besonders zur Geltung. Auch fällt es sehr schwer zu erkennen, ob die Kolorationen noch klassisch von Hand mit Aquarellfarben umgesetzt wurden, oder ob der Computer hier helfend eingegriffen hat. Aber für das Gesamtbild macht dies am Ende sowieso keinen wirklichen Unterschied.

Wunderschöne Landschaften im Gegensatz zu den schlimmen Ereignissen 1943.

Wunderschöne Landschaften im Gegensatz zu den schlimmen Ereignissen 1943.

FAZIT:

Wenn man die ersten beiden Kapitel für sich alleine betrachtet, ergibt sich eine mitreißende Erzählung von persönlichen Schicksalen vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges. Nimmt man jedoch das leider nur mäßige dritte Kapitel dazu, wird das Gesamtbild schon ein wenig geschmälert. Zwar bleibt noch immer eine überdurchschnittliche Geschichte mit tragischen Lebensabschnitten verschiedener Menschen, die in einer schwierigen Zeit zu überleben versuchen, aber es hat einen schalen Beigeschmack. Den nämlich, dass diese Trilogie so wirkt, als ob sie unter Zeitdruck vollendet wurde. Oder Marvano fehlte die Energie, welche noch in den ersten beiden Kapiteln spürbar ist.
Dennoch kann ich diesen Band bedenkenlos an alle weiterempfehlen, die eine spannende und emotionsgeladene Geschichte suchen, die vor historischem Hintergrund Schicksale offenlegt. Diese sind zwar in diesem Fall frei erfunden, hätten aber so durchaus auch wirklich stattfinden können.

Berlin 1948. Die drei Mächte kämpfen um jeden Quadratzentimeter Land.

Berlin 1948. Die vier großen Mächte kämpfen um jeden Quadratzentimeter Land.

„Berlin“ bei Egmont bestellen.
„Berlin“ bei Amazon bestellen.

Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2012 Dargaud Benelux/Egmont Verlagsgesellschaften

Die Schiffbrüchigen von Ythaq #10: Nehorf – Capitol Transit [Splitter Verlag, Januar 2013]

Endlich ist es soweit, die lang erwartete Fortsetzung der Top Fantasy – Serie von Arleston und Floch geht in die zweite Runde. Die Abenteuer auf dem Planeten Ythaq sind überstanden, der erste Zyklus ist mit 9 Bänden abgeschlossen. Band 10 läutet den zweiten Zyklus ein.

Die Schiffbrüchigen von Ythaq#10:
Nehorf – Capitol Transit

Am Ende ihres Abenteuers auf dem Planeten Ythaq wurden Narvarth und Granit nach Nehorf gebracht. Narvarth befindet sich im Besitz der drei Leuchtkugeln, der »Schlüssel«, mit deren Hilfe sie in die Paralleluniversen zurückkehren können. Doch die drei Kugeln stacheln die Gier der Regierung der Föderation und einer geheimen Organisation an.

Es ist schön, liebgewonnene Charaktere aus dem ersten Zyklus in  Band 10 bereits wiederzusehen.
Vorteilhaft ist es dementsprechend natürlich, den ersten Zyklus gelesen zu haben,  aber an sich ist bisher auch noch möglich, als Neueinsteiger mit Band 10 anzufangen.

Narvath und Granit sind wieder auf der Flucht. Diesmal vor der Regierung und einer weiteren geheimen Organisation. Der Leser erfährt so einiges über die Politik und die dunklen Machenschaften der reichen Leute, die sich über alle Gesetzte hinwegzusetzen scheinen. Und alles dreht sich irgendwie um die drei Leuchtkugeln. Wer nun auf der guten Seite und wer auf der bösen Seite steht, lässt sich bisher nur ansatzweise sagen. Sicherlich werden die folgenden Bände noch die ein oder andere Überraschung mit sich bringen.

Zeichnerisch ist alles wie gehabt. Wer den ersten Zyklus kennt, fühlt sich sofort wohl. Jedoch ist manchmal richtig viel los in den einzelnen Panels. Es kracht und explodiert fast alle zwei Seiten ordentlich. Stellenweise ist so viel in den einzelnen Panels zu sehen, dass der Leser leicht überfordert wirken mag. Das ist aber an sich auch nicht weiter tragisch meinem Empfinden nach. Die Story ist rasant und spannend, dabei jedoch nicht zu tiefgründig bisher. Einzig und allein wenn es um die Politik geht, sollte der Leser aufpassen und auch mitdenken. Ansonsten lässt sich dieser Band leicht von der Hand lesen. Die Splitter Qualität tut ihr übriges. Gewohnt im Hardcover Format (32 x 23 cm) ist die Aufmachung wie immer erste Sahne.

Dominik_AVAFAZIT:

Alles in allem macht dieser Band, als Fan der Reihe, gehörig Lust auf mehr. Ich bin gespannt wie es weitergeht, Potenzial ist ausreichend vorhanden um auch den zweiten Zyklus  großartig werden zu lassen. Sehr schön finde ich ist, dass der Splitter Verlag  sehr wahrscheinlich wieder (man kann davon ausgehen) Schuber für die gesamte Reihe anbieten wird.
Auf der Homepage vom Splitter Verlag sind bisher 18 Bände angekündigt.

Aldebaran Gesamtausgabe, 2. Auflage [Epsilon Verlag, Mai 2012]

Ich habe mir vor einiger Zeit die erste Gesamtausgabe von Aldebaran aus dem Epsilon Verlag gekauft. Nun, ich möchte euch meine Meinung zu dieser Ausgabe nicht vorenthalten, viel Spaß damit.

Aldebaran Gesamtausgabe

Aldebaran (Originaltitel: Aldébaran – L‘Intégrale)

Text: Leo, Zeichnungen: Leo, Farben: Leo

  • Vorwort: von Jean Giraud/Moebius
  • Story: Die Katastrophe („La catastrophe“)
  • Story: Die Blonde („La blonde“)
  • Story: Das Foto („La photo“)
  • Story: Die Gruppe („La groupe“)
  • Story: Das Wesen („La créature“)
  • Bonus-Material: Skizzen, Covermotive, etc.

Die Aufmachung dieser Ausgabe ist im Hardcoverformat (29,7 x 22,6 cm).
Empfohlen wird diese Ausgabe laut Epsilon Verlag ab 12 Jahren.

Bereits die erste Seite enthält einen interessanten Vergleich zwischen dem Planeten Aldebaran und der Erde. Es werden einem das Klima, die Flora und die Fauna, sowie vulkanische und seismische Aktivitäten im Vergleich, zwischen Erde und Aldebaran nähergebracht. Dadurch erhält der Leser bereits am Anfang ein sehr konkretes Bild des Planeten Aldebaran.

Das Vorwort von Jean Giraud/Moebius (* 8. Mai 1938 in Nogent – sur Marne; † 10. März 2012 in Paris) bringt dem Leser auf nur einer Seite die Großartigkeit der vorliegenden Gesamtausgabe, dessen Story und Zeichnungen, sowie den allgemeinen Unterhaltungswert, näher.

Sieben weitere Seiten stellen skizzenhaft die Hauptpersonen von Aldebaran vor. Danach werden einem die Aldebaran Cover der einzelnen Ausgaben gezeigt.
Bevor es dann losgeht mit der Geschichte, wird der Leser anhand der chronologischen Reihenfolge der Ereignisse, mit der Welt von Aldebaran und der aktuellen Situation vertraut gemacht.
Es folgt ein kurzer Einblick in die sehr interessante Tierwelt von Aldebaran. Dies ist sehr hilfreich um nützliche Informationen über diese teils noch unbekannten Wesen zu bekommen.
Vor und nach jeder Geschichte erfährt der Leser etwas über diese fremdartigen Wesen.

Männer Gespräche auf See

Männer Gespräche auf See

In der ersten Story (Die Katastrophe „La catastrophe“) geht es kurz zusammengefasst um folgendes:

Aldebaran ist der erste erdähnliche Planet, der mit 1500 Menschen besiedelt wird. Es bildet sich eine erste Kolonie außerhalb unseres Sonnensystems. Nach mehreren Unglücken bricht der Kontakt mit der Erde ab. Auch nach über 100 Jahren scheint es keinen neuen Kontakt zwischen Aldebaran und der Erde zu geben. Dies ist die Ausgangssituation, bevor es auf Aldebaran zur Katastrophe kommt.

Merkwürdige Geschehnisse ereignen sich in dem kleinem Fischerdorf nahe der Arena Blanca.
Etwas grausames scheint in Gang gesetzt zu sein, was letztendlich das Fischerdorf zerstört.
Nur wenige Menschen haben diese Katastrophe überlebt. Unter ihnen Marc Sorenson, die Schwestern Nellie und Kim Keller, sowie der mysteriöse Biologe Driss Shediac, der ohne Erfolg versucht hatte, dass Fischerdorf vor der großen Katastrophe zu warnen.
Driss Shediac scheint jedoch weitaus mehr über diese unheimlichen Geschehnisse zu wissen als er preisgibt. Nach der Zerstörung des Fischerdorfes beschließt Marc nach Port Simon zu gehen, um dort als Matrose anzuheuern. Was er nicht weiß, Kim hat sich ihm heimlich angeschlossen.

Interessant ist, dass Marc Sorenson (17 Jahre) in Nellie Keller (16 Jahre) verliebt ist.  Nellies Schwester ist erst 13 Jahre alt und demnach mitten in der Pubertät. Jedoch wirkt es oft so, als ob Kim ihrem Alter geistlich und gedanklich bereits weit voraus ist.
Marc hat größtenteils nur Nellie im Kopf, und auch sonst in seinem Alter nicht viel anderes als Frauen, ein wenig Brüste und Liebe. Leider scheint es so, als habe Marc nicht so die besten Chancen bei Nellie. Kim provoziert viel und ist eher ein nerviges junges kleines, aber dennoch schlaues 13 – jähriges Mädchen. Diese erste Geschichte dreht sich neben der interessanten Handlung dementsprechend viel auch um das Gefühlschaos des erwachsenen werden.

Zeichnerisch habe ich nichts auszusetzen. Mir gefällt es sehr gut. Ich finde die Zeichnungen passen zu der Geschichte und vor allem zum Planeten Aldebaran. Es ist erstaunlich, was für eine Tierwelt Leo (Autor) erschaffen hat. Allein diese interessanten Wesen machen den Band bereits sehr interessant. Ein Kritikpunkt bei den Zeichnungen könnte sein, dass die Darstellungen eventuell für den ein oder anderen zu flach bzw. zu einfach daherkommen. Dies würde man am ehesten bei der sparsam vorhandenen Mimik der Protagonisten bemerken.

Sind sie von der Regierung?

Sind sie von der Regierung?

In der zweiten Story (Die Blonde („La blonde“) machen Kim und Marc Sorenson Bekanntschaft mit der geheimnisvollen Alexa, die Freundin von Driss Shediac.

Kim und Marc Sorenson haben auf einem Schiff angeheuert, welches sie in die Hauptstadt von Aldebaran bringen soll. Die Hauptstadt Anatolia weckt in Kim und Marc ungeahnte Sehnsüchte. Jedoch merken beide sehr schnell, dass es bis nach Anatolia noch ein harter und steiniger Weg sein wird. Unerwartete Geschehnisse auf dem Schiff nehmen ihren Lauf, und beide müssen das Schiff  direkt verlassen, mitten auf dem Meer. Am Strand angespült, erwarten Kim und Marc ewig lange Strände  Letztendlich können sie den Gefahren widerstehen und lernen auf ihrer Reise
Jose kennen, der im weiteren Verlauf der Handlung wieder auftaucht. Endlich in einer kleineren Stadt angekommen, scheint sich die Lage zu beruhigen. Doch der Schein trügt, treffen doch genau in dieser Stadt Marc und Kim auf die geheimnisvolle Alexa. Es kommt wie es kommen muss, Marc und Kim werden getrennt. Alexa ist nun in Anwesenheit von Marc auf der Flucht vor ihren neuen gemeinsamen Verfolgern. Kommen Marc und Alexa sich auf der Flucht näher? Können sie gemeinsam ihren neuen Verfolgern entkommen? Und all das scheint noch nicht genug, wird Alexa auch noch schwer verletzt. Letzten Endes trennen sich ihre Wege wieder, Marc wird geschnappt und verhaftet. Interessanterweise trifft er in dem unheimlichen Luftschiff, welches ihn ins Gefängnis bringen soll wieder auf Kim, die ebenfalls wie er, gefangengenommen wurde.

Spannend und interessant geht die Handlung weiter. Waren im ersten Teil eher die Interaktionen und die Landschaftsbeschreibungen wichtig, so nimmt dieser Band immer mehr Fahrtwind auf. Das will heißen, dass immer mehr Actionelemente Einzug nehmen. Leo schafft es in diesem Band gekonnt, die actionlastigen Passagen mit den inneren Entwicklungen der Hauptprotagonisten zu kombinieren. Man bekommt überhaupt nicht das Gefühl von Langeweile zu spüren, oder gar von Altbekanntem wieder neu aufgelegt. Die Meereswelt ist weiterhin genial beschrieben und dargestellt. Die Zeichnungen bleiben auf demselben hohem Niveau wie im ersten Band.

Die dritte Story hat mir sehr gut gefallen. Band Drei, das Foto („La photo“) ist sehr spannend geschrieben.

Kim und Marc sind bereits seit über drei Jahren im Gefängnis.
Anfangs scheint es noch aussichtslos dort zu entkommen, doch wie das Schicksal so will, hilft Marc ein altbekannter Kauz aus dem ersten Band bei der Flucht.

Endlich in Anatolia angekommen trifft Marc erneut auf Kim. Die Ereignisse überschlagen sich. In Anatolia treffen alle Protagonisten, die wichtig für die

Handlung sind, aufeinander. Alte und auch neue Charaktere werden glaubwürdig in die Geschichte eingeführt. Die Entwicklung vom Kind zum Teenager, die Entwicklung vom jugendlichen zum erwachsenen Mann, mit all dem wird der Leser konfrontiert. Sexuelle Erfahrungen werden gemacht, Liebe spielt eine Rolle, Eifersucht ist auch nicht weit entfernt. In Anatolia bemerkt der Leser sehr deutlich, wie bedeutend die Politik der Regierung ist. Frauen sollen möglichst viele Kinder bekommen, um den Fortbestand der Menschheit auf Aldebaran zu garantieren.

Langsam aber deutlich wird der Leser auf das Foto hingewiesen. Dieses gilt es in Band Drei zu entschlüsseln. Der Leser will bereits am Anfang erfahren, was es mit diesem Foto auf sich hat, doch Leo lässt einen bis zum Schluss warten. Die Spannung steigt zwischendurch wirklich bis ins unermessliche. Die Seiten fliegen nur so vor sich her, bis auf der letzten Seite das Geheimnis endlich gelüftet wird. Von vornherein ist dem Leser klar und deutlich, dass  dieses Foto etwas mit Alexa und Driss Shediac zu tun hat. Doch die Auflösung dieses Bildes gibt der gesamten Handlung einen neuen interessanten Rahmen, mit der wirklich niemand vorher gerechnet hat. Mir hat der dritte Teil sehr gut gefallen.

Das scheint total verrückt zu sein ...

Das scheint total verrückt zu sein …


Der vierte Band, die Gruppe („La groupe“)
gibt dem Leser Hintergrundwissen. Zumindest wird in dem vierten Band darauf hingearbeitet, ein Verständnis für die vorherigen Ereignisse und Geschehnisse geben zu können.

Driss und Alexa wollen eine neue Gruppe von Eingeweihten bilden, zu der auch Marc und Kim, sowie deren Freunde gehören. Das wohl behütete Geheimnis von Driss und Alexa wird der neuen Gruppe anvertraut. Es hat den Anschein, dass dieses Geheimnis etwas mit einem riesigem Meeresbewohner zu tun haben könnte (Mantrisse). Dieses Rätsel gilt es nun zu lösen. Jedoch ist auch die Regierung, sowie eine weitere geheime Gruppierung, an der geheimnisvollen Mantrisse interessiert. Driss und seine Gruppe scheinen einen strategischen Vorsprung zu haben, aber sie werden von den Regierungstruppen und der geheimnisvollen dritten Gruppierung verfolgt. Auf einem alten Luftschiff treffen die Gruppierungen aufeinander und es kommt zum actiongeladenem Showdown, zumindest in diesem Band.

Leo ködert den Leser, mit halbgaren Antworten für das große Finale, im fünften abschließenden Band. Das macht gewaltig Lust auf mehr, die Spannung ist enorm hoch. In diesem Band entwickelt sich eine hintergründige Story, welche alle Charaktere glaubwürdig mit einbezieht.
Zeichnerisch ist alles weiterhin auf gewohnt hohem Niveau. Leo scheint Hektik im Comic nicht so zu mögen, wirken seine Panels auf den Leser doch eher ruhig und geordnet. Dennoch schafft es Leo, eben in diesen ruhigeren Panels, gekonnt Actionelemente unterzubringen.
Interessant in diesem Band ist, dass Leo trotz mehrerer Handlungsstränge nicht den Überblick der Protagonisten verliert. Immer wieder wird zwischen den Handlungsorten, den Geschehnissen und den Protagonisten gewechselt. Dem Leser werden vorher unbekannte Ereignisse geschickt näher gebracht. Das schafft Leo aber immer so, dass es keineswegs abgebrochen wirkt. Vielmehr fügt sich am Schluss alles zu einem sensationellem, für diesen Band genialen, Showdown zusammen.

Einen für den Verlauf sicherlich relevanten Auftritt in dieser Geschichte, bekommen zum Schluss die Erdbewohner. Dies lässt die Spannung noch einmal um einiges ansteigen. Werden die Hoffnungen der Bewohner von Aldebaran, dass die Erdbewohner es endlich schaffen Kontakt mit ihnen herzustellen, erfüllt? Ob die Hoffnungen wahr werden, wird sich dann sicherlich im abschließenden fünften Band herausstellen.

Mit Das Wesen („La créature“) beendet Leo seine Serie rund um Aldebaran und setzt gleichzeitig damit den Grundstein für den nachfolgenden Teil Betelgeuze.

Bevor es zum Showdown mit der Mantrisse (dem sagenhaftem Meeresbewohner) kommt, müssen unsere Gefährten erst einmal die sehr gefährlichen Sümpfe überleben. Dies stellt sich als äußerst schwierig heraus, lauern doch hinter beinahe jeder Ecke seltsame Wesen auf sie. Einige der seltsamen Tiere sind unseren Freunden jedoch freundlich gesinnt, aber viele andere wiederum sind fleischfressende Raubtiere. Die Sümpfe von Aldebaran stellen alle Protagonisten auf eine harte Probe, es ist nicht sichergestellt, dass alle sie lebend verlassen werden.

Alle Regierungsmitglieder und letztendlich die „Feinde“ unserer Gefährten, treffen ein letztes Mal  auf dem Meer zusammen. Hier kommt es zum Showdown mit dem sagenumwobenem Meerestier, der Mantrisse.

Der Leser hat bereits erfahren, welche ungeahnten Möglichkeiten sich der Menschheit bietet, wenn sie sich die lebensverlängernden Perlen zu Nutze machen könnten. Mit diesen Perlen der Mantrisse scheint man zu guter Letzt unsterblich zu sein.

Und als seien diese Ereignisse noch nicht ausreichend genug, landen die Erdbewohner auf Aldebaran.

Wird sich die politische Macht neu verteilen? Wie wird es weitergehen. Was passiert mit dem Wissen rund um die Mantrisse?

Dominik_AVAFAZIT:

Alles in allem bietet die Aldebaran Gesamtausgabe einen rundum gelungenen Abschluss, der neugierig auf den folgenden Teil Betelgeuze macht. Ich habe alle Storys in dieser Gesamtausgabe  richtig genießen können. Es hat mir große Freude gemacht, am Stück an der Geschichte teilhaben zu können. Sie ist rasant, spannend, nicht zu komplex und vielseitig, lässt viel Raum für die Entwicklungen der Protagonisten über und wirkt in sich abgeschlossen und authentisch.  Wer sich mit den Zeichnungen anfreunden kann, und nicht davor zurückschreckt, Charakterentwicklung mitzuerleben (sehr stark in den ersten Bänden, zum Schluss wird es etwas weniger), ruhige Momente und actionlastige Momente in Kombination, sowie offen und neugierig für eine Geschichte die in der Zukunft spielt ist, der wird an der Aldebaran Gesamtausgabe und sicherlich auch an den folgenden Ausgaben von Leo hellauf begeistert sein.

„Aldebaran Gesamtausgabe (2. Auflage)“ bei Amazon bestellen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 EPSiLON Verlag

Der Selbstmörderclub [Splitter, August 2012]

Auch heute möchte ich euch mit einer besonderen Review begeistern, und ich bedanke mich beim Splitter Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensions Exemplares.

Der Selbstmörderclub

Edelmänner sind Ehrenmänner. So denkt man das jedenfalls landläufig. Doch als ein junger Prinz, namens Florizel, aus Langeweile einen seltsamen und sehr elitären Club aufsucht, ist es vorbei mit der Ehre. Zumindest dem Club gegenüber verhält er sich alles andere als ehrenhaft. Denn dieser Club ist der Treffpunkt von Menschen, welche des Lebens überdrüssig sind, denen aber der Mut fehlt, es selber zu beenden.
Also treffen sie sich hier bei einem mysteriösen Kartenspiel, bei dem zum Einen das Opfer und zum Anderen der Henker ermittelt wird. Am Abend darauf erscheint dann ein Edelmann weniger im Club. Prinz Florizel will, trotz ehrenhafter Zusage, diesem Treiben nicht tatenlos zusehen und „sprengt“ den Club. Doch er ahnt nicht, was für eine Tragödie er damit in Gang gesetzt hat …

Das Schicksal schlägt zu.

Was passiert, wenn sich zwei Künstler wie Clément Baloup und Eddy Vaccaro einem Roman von Robert Louis Stevenson annehmen, zeigt dieser Band eindrucksvoll. Zwar wurde das Vorbild nur sehr frei adaptiert, aber der Vater dieser Geschichte ist noch immer unverkennbar. Dennoch schafft es Baloup, einen ganz eigenen Stil einfließen zu lassen. Sein Erzählstil ist ein wenig lockerer und direkter, als der von Stevenson, und dennoch verändert sich dadurch das Grundgefühl der Story kein bisschen. Die Geschichte rund um den Prinzen und seine selbst gewählte Tragödie ist spannend erzählt und kann auch mit ein paar gekonnten Überraschungen punkten.

Wem kann man noch vertrauen?

Die Zeichnungen sind hierbei so ein Ding für sich. Gleich eines vorweg, schlecht sind sie nicht. Doch man muss den manchmal etwas eigenwilligen Stil auch mögen. Die Bilder sind stark skizzenhaft und fallen schon durch die Tatsache, dass sie keine festen Panelränder besitzen ins Auge. Hinzu kommt noch eine sehr außergewöhnliche Farbgebung, die sich einzig und alleine auf verschiedene Nuancen von ein- und derselben Farbe konzentrieren. Kaum ein Panel weißt mehrere Farben gleichzeitig auf. Oftmals werden sogar ganze Szenen in ein und demselben Farbton präsentiert, immer nur in verschiedenen Helligkeits- und Intensitätsstufen.

Was wird die Beiden erwarten?

FAZIT:

Der Selbstmörderclub ist außergewöhnlich und faszinierend zugleich. Auch wenn die Geschichte mitsamt ihren Zeichnungen anfangs verstörend wirken mag, so stellt sich doch sehr schnell eine Art Abhängigkeit ein. Man muss einfach wissen, wie es weitergeht, und ertappt sich immer wieder dabei, wie man die Bilder nach Details absucht, die einem so nicht gleich auffallen. Und davon gibt es reichlich in den aquarellfarbenverwöhnten Gemälden.

London in seiner ganzen Pracht.

Baloup und Vaccaro liefern ein überzeugendes und fesselndes Gesamtwerk ab, welches von Anfang bis Ende überzeugen kann. Was mir persönlich jedoch gefehlt hat, wären ein paar kurze Erläuterungen und Infos zu den beiden Künstlern. Jeweils ein Profilfoto und eine Auflistung der bisherigen Werke ist mir persönlich zu wenig. Da wäre durchaus mehr drin gewesen.

„Der Selbstmörderclub“ bei Splitter bestellen.
„Der Selbstmörderclub“ bei Amazon bestellen.

Der Killer Nr. 3: Schulden [Ehapa Comic Collection, Oktober 2004]

Nach sehr langer Zeit verfolgen wir heute mal wieder die Abenteuer des Killers…

Der Killer #3: Schulden

Der Killer erhält Besuch. Dieser möchte ihn anheuern um ein paar kleine Aufträge für einen kolumbianischen Mafiosi zu erledigen. Doch ganz so einfach wie es anfangs klingt ist es gar nicht. Sein neuer Boss ist nämlich sauer auf den Killer. Hat dieser doch in seinem „ersten Auftrag“ (Band #1 „Querschläger“) einen für ihn sehr wichtigen Mann ausgeschaltet. Nun fordert er seine Schulden ein. Er soll zusammen mit seinem Patenkind Mariano ein paar Leute aus dem Weg räumen. Der erste Auftrag führt die beiden daher nach Buenos Aires wo eine Drogen-Konferenz stattfinden soll. Schnell und hart zuschlagen und Angst verbreiten lautet dabei die Devise.
Als zweiten Auftrag müssen der Killer und Mariano nach New York. Dort haben einige der Zwischenmänner „verrechnet“ und etwas vom Geld für sich abgezweigt. Dies schreit natürlich geradezu nach einer Bestrafung, und auch Mariano will endlich mal Cool sein und abdrücken. Doch es gehört mehr dazu als es nur zu wollen…
FAZIT:
Egal was man tut, es hat immer Konsequenzen. Dies muss auch der Killer lernen. So muss er nun seine Schulden für das Töten eines wichtigen Menschen der kolumbianischen Mafia bezahlen. Spannende Geschichte, abwechslungsreiches Setting hervorragende Zeichnungen. Auch dieser Band des Killers weiß wieder auf ganzer Linie zu überzeugen. Was mich aber etwa stört ist das der Killer selber, seine Psyche und die inneren Konflikte der ersten zwei Bände nun in den Hintergrund getreten sind. Hier und da keimt zwar der Versuch auf wieder etwas vom zwiegespaltenen Profil des Killers einzufügen, aber so richtig funktionieren tut es leider nicht. Dafür weiß dieser Band mit Action, Spannung und einer kleinen Prise Erotik zu überzeugen. Trotzdem leider etwas schlechter als die vorherigen Bände.

„Der Killer #3: Schulden“ bei Ehapa Comic Collection bestellen.
„Der Killer #3: Schulden“ bei Amazon bestellen.

Pandämonium [Ehapa Comic Collection, April 2012]

Heute wird es mysteriös und dramatisch. Denn Egmont hat mir ein weiteres Rezensionsexemplar zukommen lassen. Diesmal aus der Ehapa Comic Collection… Weiterlesen

Der Killer Nr. 2: Räderwerk [Ehapa, Juli 2004]

Nach etwas längere Zeit widme ich mich heute wieder einmal dem frankobelgischen Sektor. Mit dem zweiten Band aus der Serie „Der Killer“ vertieft sich das Spiel zwischen der Psyche und den Taten des Killers…

Der Killer #2: Räderwerk

Nachdem im letzten Band der letzte Auftrag des namenlosen Killers ganz gehörig schief gegangen ist, hat er sich vorübergehend nach Venezuela abgesetzt. Dort will er seine Freiheit, sein Leben und sein Geld genießen. Neben einer schönen Frau an seiner Seite hat sich aber auch ein Polizist an seine Fersen geheftet. Doch der Killer hat so seine eigene Art und Weise damit umzugehen. Komischerweise ist sein Partner, Freund und Anwalt von alledem gar nicht erfreut, auch wenn das Problem eigentlich schon aus der Welt geschafft wurde. Und so bekommt Le Tueur eine Falle spendiert. Ein weiterer Killer soll dafür das sämtliche Spuren zum Anwalt verwischt werden. Doch ein echter Profi spürt die Gefahr. Neben ein bisschen Spaß mit den Schneehäschen, ist auch der Konkurrent schnell beseitigt, und es geht zur Klärung dieser kleinen Ungereimtheit zurück zu seinem Anwalt. Mehr oder weniger (mehr weniger) freiwillig entschließt sich dieser seinem Leben ein Ende zu setzen. Zwar wartet jetzt in Venezuela noch immer eine Frau auf den Killer, doch noch hat er etwas zu erledigen, und das muss er alleine tun…
FAZIT:
Der Killer bleibt spannend, vor allem weil seine eigenen inneren Probleme immer mehr die Dominanz über die Geschichte übernehmen. Das Spiel mit der Psyche des Killers sind ein zentrales Element in der Serie und auch wenn es Anfangs nicht den Anschein hat, dreht es sich nicht nur um das kunstvolle Morden. Auch die sagenhaften Zeichnungen von Luc Jacomon erfreuen auf jeder Seite das geneigte Auge des Lesers. Besonders seine Landschaften im Zusammenspiel mit Licht und Schatten wirken einfach nur grandios.

Das wohl beeindruckendste an den Bildern bei „Der Killer“ sind wohl die detailreichen Zeichnungen mit ihrem faszinierenden Licht und Schatten-Spiel. Deswegen werde ich für den Artikel des nächsten Bandes „Schulden“ auch wieder (wie schon bei einigen anderen Artikeln) ein paar Bilder aus dem Inneren des Albums hier veröffentlichen. Eine solch wundervolle Arbeit sollte einfach mehr Leuten schmackhaft gemacht werden.

Ähnliche Artikel:
„Der Killer #1: Querschläger“ [Speed, Mai 2002/Ehapa, Mai 2004]

“Der Killer #2: Räderwerk” bei Ehapa kaufen.
“Der Killer #2: Räderwerk” bei Amazon kaufen.

Der Killer Nr. 1: Querschläger [Speed, Mai 2002/Ehapa, Mai 2004]

Heute möchte ich den ersten Band einer Reihe vorstellen, den ich so wohl nie auf meinem Radar gehabt hätte, wenn es 2010 nicht den ersten deutschen Gratis Comic Tag gegeben hätte…

Der Killer: Querschläger

Der Killer hat den Auftrag einen einflussreichen Mann zu ermorden. Doch es passiert einfach nichts. Das Ziel taucht an dem vorbestimmten Ort nicht auf, und auch nach mehreren Tagen des Beobachtens finden sich keinerlei Anhaltspunkte das dies ein ernst gemeinter Auftrag zu sein scheint. Während all dieser Wartezeit kommt der Killer dabei ins Grübeln. Über sein Leben, seinen Job, seine Zukunft. Warum ist er das geworden was er ist? Wieso tut er, was er tut? Und weshalb sollte er damit weitermachen?
Nach mehr als 12 Tagen entschließt er sich seinen Auftraggeber zu kontaktieren und zu fragen ob dies ein echter Auftrag oder bloß eine Finte sei. Doch ausgerechnet während dieses Telefonats taucht das Ziel auf, und der Auftrag lautet nicht nur das Ziel auszuschalten, sondern auch keinerlei Zeugen zu hinterlassen.
Aber was ist mit einem Kind…?
FAZIT:
Ein wirklich grandioses Lese-Erlebnis. Über 90% des Bandes philosophiert der Killer über sein Leben und seine Arbeit, immer mit einem Blick auf den nächsten Auftrag. Dabei gleitet seine Erinnerung sowohl in seine eigene Vergangenheit, als auch in die Vergangenheit der gesamten Menschheit. Er stellt Fragen, und sucht Antworten, auf das Leben, den Tod und die Rechtfertigung mit dem Umgang beider unumstößlicher Tatsachen. Sehr schön finde ich vor allem seine Aussage: „Mir muss niemand was erzählen von Gerechtigkeit oder Moral.“, „Nicht mal Gott würde ich glauben. Für mich ist er vorbestraft.“ in dem er sein eigenes Handeln zu rechtfertigen versucht, und das obwohl er weiß das niemand da ist vor dem er sich rechtfertigen müsste. Als dann gegen Ende endlich noch sein Ziel auftaucht, läuft auch noch alles schief was nur schiefgehen kann. Ganz besonders gelungen finde ich auch die Darstellung seines geistigen „Zusammenbruchs“ durch das „Zerschneiden“ der einzelnen Panels.
Da ich ja sowohl den „alten“ Band von Speed (die erste Veröffentlichung in Deutschland sozusagen) hier liegen habe und auch die GCT 2010-Ausgabe, habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, beide gegeneinander antreten zu lassen. Story, Layout und Lettering weisen hierbei keine Unterschiede auf. Am auffälligsten war jedoch die etwas bunter wirkende und kontraststärkere Kolorierung des GCT-Heftes. Dennoch haben mir die etwas weicheren Farben und Schattierungen des Speed-Bandes besser gefallen. Dieser Band ist mein persönlicher GCT 2010-Favorit.

Der Killer #1: Querschläger (Gratis Comic Tag 2010)

Der Killer #1: Querschläger (Gratis Comic Tag 2010)

Der Killer #1: Querschläger (Hardcover, Ehapa-Comic-Collection)

Der Killer #1: Querschläger (Ehapa-Comic-Collection)

„Der Killer #1: Querschläger“ bei Ehapa kaufen.

„Der Killer #1: Querschläger“ bei Amazon kaufen.