Spider-Island Reviewserie (3): Spider-Man (Vol. 2) #98 [Panini, Mai 2012]

Diesmal gab es nur eine kurze Pause, bis es mit der nächsten Review zu Spider-Island weitergeht. Aber so richtig scheint das diesmal nicht dazu zu gehören …

Spider-Man (Vol. 2) #98

Anti-Venom ist zurück. Und diesmal hat er es auf Martin Li oder besser gesagt sein Alter Ego Mr. Negative abgesehen. Aber Eddie Brock ist nicht der Einzige. Eine weitere, vom Namen her nicht so Unbekannte, macht ebenfalls Jagd auf Mr. Negative. Doch viel unglaublicher ist die Tatsache, dass sich hinter dieser Wraith, niemand anderes verbirgt, als die bereits verstorbene Jean DeWolff. Als dann auch noch Tante May in Ohnmacht fällt und Peter als Spider-Man am Ort des Geschehens auf Anti-Venom trifft, eskaliert die Situation …

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Jean DeWolff lebt?

Team Ups zwischen Peter Parker und Eddie Brock gab es schon des öfteren. Zwar waren dies meist auch Team Ups zwischen Spider-Man und Venom, aber in seiner neuen Inkarnation als Anti-Venom kam dies noch nicht so oft vor. Trotz aller Ernshaftigkeit in der Handlung nimmt sich diese Geschichte aber, vor allem was den Team Up-Charakter angeht, selbst nicht so ernst. Dies kommt dem Gesamtbild sehr zugute und lockert die Geschichte gelungen auf.
Leider kommt Spider-Island in dieser Ausgabe viel zu kurz. Das ist wohl auch der Grund, weshalb der Spider-Island-Schriftzug diesmal keine Verwendung auf dem Cover fand.

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May erinnert sich …

Grafisch kann mich der Band vollends überzeugen. Giuseppe Camuncoli leistet wirklich sehr gute Arbeit. Sein Stil erinnert stellenweise ein wenig an Romita Jr., was aber auch ein wenig dem Inker Klaus Janson geschuldet ist. Dieser hat schon sehr oft mit Künstlern zusammengearbeitet, die einen etwas kantigeren Zeichenstil aufweisen, wie eben John Romita Jr. oder Frank Miller. Und dann gibt es immer wieder Panels, die vom Stil her ganz anders sind und einen leicht italienischen Fun-Comic-Charakter einbringen. Diese wirken dann, wie die typischen italienischen Disneycomics und ein wenig Joe „MAD“ Madureira fließt auch noch mit ein. Also eine insgesamt stimmige Mischung, die visuell einfach nur begeistert.

Spider-Man im Stress!

Spider-Man im Stress!

FAZIT:

Ein unterhaltsames und kurzweiliges Zwischenspiel, das die Storyline rund um Martin Li und May Parker Jameson ein Stück weiter voranbringt. Gepaart mit den sehr schönen Zeichnungen von Camuncoli ergibt sich ein interessanter Leckerbissen. Mehr als ein einfaches Team Up kommt dabei zwar nicht herum, aber Slott zeigt erneut, dass er sich im Marvel Universum gut auskennt und es immer wieder schafft, die Vergangenheit von Spider-Man erfolgreich mit der Gegenwart und der Zukunft des Netzschwingers zu verknüpfen.

Spannung und Action, Seite an Seite.

Spannung und Action, Seite an Seite.

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Stan „The Man“ Lee wird 90 Jahre alt.

Kaum ein Comicschaffender hat die Welt der US-Superhelden so nachhaltig geprägt, wie es Stanley Martin Lieber getan hat. Da ist es fast schon die Pflicht von Comicfans dies auch gebührend zu feiern. Und weil ich das alleine garnicht kann. Hat sich das Team vom Comic Hive mächtig ins Zeug gelegt um „The Man“ würdig zu seinem Geburtstag zu gratulieren.

Deshalb gibt es auf dem Hive ein ganz besonderes Videospecial und auch die Redakteure haben sich ein paar Gedanken zu Stan Lee gemacht.

Link zum Videospecial

Link zum Redaktionsspecial

Spider Island-Reviewserie (2): Spider-Man (Vol. 2) #97 [Panini, Mai/Juni 2012]

Spider-Island rückt immer näher. Doch es gibt noch so einige Hürden, die Spider-Man auf dem Weg dorthin bewältigen muss.

Spider-Man (Vol. 2) #97

Spider-Man als Lehrer?
So abwegig ist die Sache ja eigentlich nicht, wenn man bedenkt, dass Peter Parker ja eigentlich diesen Beruf gelernt hat und auch eine Zeit lang ausgeübt hat. Bis sein Leben als Spider-Man dies verhindert hat. Aber jetzt ergibt sich die Möglichkeit erneut, Kindern etwas beizubringen. Und wenn es sein unerschütterlicher Sinn für Verantwortung ist. Doch die Kinder, an welche er in Henry Pyms Rächer Akademie gerät, hat Spider-Man nicht erwartet. Eines ist so giftig, dass es nur in einem Anzug leben darf, da es sonst das Leben aller um ihn herum gefährden würde. Eines mit einer Haut aus Metall, ein weiteres das jede Kampffertigkeit innerhalb von Sekunden erlernt, aber keinerlei menschliche Gefühle kennt, ein Junge, der sich immer wieder in ein Reptil verwandelt, ein Mädchen, bei dem die Gefahr besteht, dass sie sich in ihrer Gasform für immer verliert und einen jungen Mann der Stromstöße verteilt. Die besten Voraussetzungen also für einen turbulenten Schultag …

So einfach ist es dann wohl doch nicht.

So einfach ist es dann wohl doch nicht.

Wie schon in der letzten Ausgabe zaubert Slott ein wenig herum und fördert eine Situation zutage, die an Skurrilität nur schwer zu überbieten ist. Spidey als Aushilfslehrer für eine Gruppe von verstörten Superheldenteenagern, die von Osborn manipuliert wurden. Als dann auch noch ein alter Bekannter auftaucht und das Gefüge ein wenig durcheinanderwirbelt, zeigen sich die wahren Fähigkeiten von Lehrer Spider-Man.
Auch Spider-Island wird in einem kleinen Intermezzo weitegeführt. Leider sind es diesmal nur 2 Seiten, in denen die Auswirkungen eines kleinen Experimentes von einem alten Widersacher Peter Parkers immer weitere Kreise zieht. Und leider steht auch hier wieder die Bezeichnung „Prolog“ in keinem Verhältnis zu dem, was im Heft enthalten ist. Die Geschichte an sich ist gut und macht Appetit auf mehr, aber leider ist es viel zu kurz.

Manchmal helfen auch auch Spinnenkräfte nicht um alle zu retten.

Manchmal helfen auch auch Spinnenkräfte nicht um alle zu retten.

Visuell ist diese Ausgabe wieder ein wahrer Leckerbissen. Reilly Browns Zeichnungen sind rundum gelungen. Viele Details, zarte Linien und eine stimmungsvolle Farbgebung. Einzig die Soundwörter wirken in diese Grafikpracht vollkommen fehlplatziert, weil sie einfach zu dominant sind. Stellenweise zerstören sie fast das Gesamtbild. Das ist meiner Meinung nach aber auch der einzige Kritikpunkt an diesen wunderbaren Bildern.
Anders ist es mit dem Spider-Island Intermezzo. Hier darf Emma Rios ihr Talent zu Papier bringen und das macht sie, wie immer, sehr gut. Trotz, oder gerade wegen, der starken Striche gefallen mir ihre Bilder immer wieder.

Tolle Bilder gestört durch die Soundwörter. Nicht so toll.

Tolle Bilder gestört durch die Soundwörter. Nicht so toll.

FAZIT:

Wieder einmal verzaubert Slott mit seinen Wissen um Marvel Kontinuität und seinem wirklich humorvollen Erzählstil den Leser. Kurzweilig, lehrreich und dennoch mit einem Augenzwinkern überzeugt sein derzeitiger Run an Amazing Spider-Man wohl auch den letzten Kritiker. Gepaart mit den wunderbaren Bildern in diesem Heft ergibt sich ein kurzweiliges Vergnügen, auch für diejenigen, die mit Spider-Man bisher nicht so viel am Hut hatten. Denn diese Ausgabe lässt sich auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen und auch verstehen.

Wie in guten alten Zeiten. Ein fast schon klassisches Team Up.

Wie in guten alten Zeiten. Ein fast schon klassisches Team Up.

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Spider Island-Reviewserie (1): Spider-Man (Vol.2) #96 [Panini, Mai 2012]

Mit der heutigen Ausgabe beginnt die Spider Island Reviewserie, in der es massive Probleme für Peter Parker zu bewältigen gibt. Doch erstmal läuten wir das Chaos mit einem Prolog ein …

Spider-Man (Vol.2) #96

Das erste große Abenteuer von Spidey mit der Future Foundation führt das Team in die Karibik, wo eine Zeitanomalie einen ganz schön Ärger verursachen soll. So zumindest hat es Reed ermittelt. Aber was die Vier dort erwartet, hat wohl keiner von ihnen so kommen sehen. Denn plötzlich sieht sich die Future Foundation Zombiepiraten gegenüber, die sich dann aber als die Sinistren Sechs entpuppen. Selbst die herbeigeeilte Jugend der Foundation schafft es nicht, die Situation zu beruhigen. Als dann auch noch ein Dimensionsriss die Fähigkeiten der betroffenen Helden verändert, scheint die Lage zu eskalieren …
Währenddessen macht sich Carlie Sorgen um ihre Beziehung zu Peter und begeht eine kleine Dummheit. Und ein bekannter Gegner läutet mit einem Experiment mit New York und seinen Bewohnern eine neue Zeit des Chaos ein, vor allem für den Netzschwinger …

Zombiepiraten voraus!!!

Zombiepiraten voraus!!!

Man merkt das Slott ein wahrer Kenner des Marvel Universums ist. Denn so oft, wie er Ereignisse aus der Vergangenheit der Protagonisten wieder hervorholt und damit neue und frische Storys kreiert, zeigt es sich einfach nur, wie viel Spaß der Mann an seinem Job hat. Auch wenn die Geschichte an sich ab dem ersten Drittel schon ein wenig vorhersehbar ist, ist es Unterhaltung und gute Laune pur. Sein Erzählstil ist spannend und humorvoll, denn an jeder Ecke wartet eine Pointe, auch wenn diese manchmal nur für Kenner der Materie erkennbar sind.
Weitaus weniger witzig ist der eigentliche Prolog zu Spider-Island, der so groß auf dem Cover beworben wird. Hier deutet sich schon an, wohin die Geschehnisse führen sollen. Dennoch kommen die Ereignisse aktuell noch zu kurz und stellen eher eine Art Appetitmacher dar.

Carlies kleine Dummheit kommt bei Peter gut an.

Carlies kleine Dummheit kommt bei Peter gut an.

Unterstützt wird Slott grafisch in der Hauptstory von Stefano Caselli, der einen sehr lockeren Grafikstil hat. Leider ist dieser aber, zumindest in dieser Ausgabe, ein wenig zu unspektakulär und auswechselbar. Oder einfacher gesagt. Es wirkt fast so als hätte irgendein unbekannter und zeichnerisch nicht gefestigter Künstler hier den Bleistift geschwungen. Da gibt es von Caselli weitaus bessere Arbeiten.
Wesentlich besser gefallen mir da schon die kurzen Intermezzos zum Spider-Island Prolog. Ersteres wird von Barry Kitson visualisiert und dieser hat einen ganz besonderen Stil, der ein wenig an die klassischen Horrorhefte aus den 60er Jahren erinnert. Das zweite Intermezzo wird von Lee Garbett umgesetzt, der ein wenig an Todd Nauck erinnert.

Die Sinistren Sechs gegen die Future Foundation.

Die Sinistren Sechs gegen die Future Foundation.

FAZIT:

Spider-Man #96 ist ein kurzweiliges und lustiges Abenteuer mit vielen Anspielungen auf die Vergangenheit der Fantastischen Vier, bei dem aber leider das auf der Titelseite groß beworbene „Spider Island“ viel zu kurz kommt. Selbst die Bezeichnung „Prolog“ ist für insgesamt nur vier Seiten übertrieben. Doch diese vier Seiten haben es dafür wirklich in sich. Wenn sich Spider Island so weiterentwickelt, dann freue ich mich wirklich darauf.

Die ersten Auswirkungen einer kommenden Epidemie.

Die ersten Auswirkungen einer kommenden Epidemie.

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Supernatural #4: Caledonia [Panini, Juli 2012]

So kurz vor Weihnachten wird es hier auf Mueli77s Feine Welt nicht etwa besinnlich, sondern mysteriös. Mit der Review zum vierten Band der Erfolgsserie Supernatural möchte ich Euch gerne noch einmal ein klein wenig ängstigen und eiskalte Schauer über den Rücken jagen …

Supernatural #4: Caledonia

Lange bevor Sam mit seinem Bruder auf Dämonenjagd geht, verschlägt es den jungen Studenten durch ein Austauschprogramm nach Schottland. Dort lernt er die junge Einheimische Emma kennen. Eigentlich wollte sich Sam nur der Mythologie der Region widmen, doch zusammen machen sich die beiden auf die Jagd nach einem alten geheimnisvollen Mann mit vielen blutrünstigen Hunden.
Viele Jahre später, Sam ist inzwischen mit seinem Bruder unterwegs, erhält er Nachricht aus Schottland. Emma bittet Sam zu ihr zu kommen, da sie seine Hilfe benötigt. Sofort macht sich Sam auf den Weg, ohne auch nur zu ahnen, was ihn dort erwartet. Als er in Schottland ankommt und seine alte Freundin wiedertrifft, muss er aber erkennen, dass er ohne seinen Bruder hier nicht weiterkommt …

Sam befindet sich in ernster Gefahr.

Sam befindet sich in ernster Gefahr.

Die Story von Caledonia kommt in zwei Teilen daher. Einmal ein kurzer Zweiteiler, der die Figuren präsentiert und in der Vergangenheit spielt, und einen Vierteiler, der in der Gegenwart der beiden Serienprotagonisten angesiedelt ist. Diese wird so spannend und dicht erzählt, dass sich ein durchgängiger Handlungsbogen ergibt, bei dem zu keiner Zeit das Gefühl aufkommt, etwas verpasst zu haben. Autor Brian Wood, bekannt durch DMZ, Northlanders oder dem vor kurzen auch in Deutschland erschienen Local, weiß sein schriftstellerisches Talent hier vollends zu nutzen.
Zeichnerisch unterstütz wird er hierbei von Grant Bond. Der kanadische Zeichner wurde vor allem durch seine Arbeiten an American McGee’s Grimm und Gene Simmons House of Horrors bekannt. Sein gemischter Stil aus Gemälde und stark stilisiertem Comic unterstützt die Story von Wood so perfekt, dass sich ein stimmungsvolles Gesamtbild ergibt.

Die beiden Brüder sind das perfekte Team.

Die beiden Brüder sind das perfekte Team.

Die Comicserien von Supernatural waren schon immer so eine Art Zusatz zur TV-Serie. Das beweist diese Miniserie erfolgreich aufs Neue. Denn wieder einmal (wie schon im ersten, und zweiten Band) wird eine Geschichte präsentiert, die vor dem Beginn der Serie startet. Aber dann schlägt sich ein Bogen direkt in die aktuelle Serienzeit und Sam und Dean sind zusammen unterwegs. Hier wird der Band erfolgreich in das Seriengeschehen eingebunden, sodass sich für den Leser der Comics und den Zuschauer der TV-Serie ein echter Mehrwert ergibt.

Schottland hat mehr zu bieten als nur stimmungsvolle Landschaften.

Schottland hat mehr zu bieten als nur stimmungsvolle Landschaften.

FAZIT:

Supernatural #4: Caledonia ist eine wunderschöne und stimmungsvolle Ergänzung zur TV-Serie, die aber leider einen kleinen Haken hat. Denn ohne das Vorwissen aus der Serie steht man als Leser ein bisschen auf verlorenem Posten. Dennoch ergibt sich eine sehr gelungene Story, die von Anfang bis Ende zu überzeugen weiß und mit faszinierenden Bildern verfeinert wird. Kenner und Fans der Serie kommen hier auf ihre vollen Kosten. Wer sich mit der Serie nicht auskennt, sollte wenigstens die ersten drei Bände gelesen haben, um sich zumindest ein Stück weit in der Welt von Supernatural auszukennen.

Die Gefahr lauert überall.

Die Gefahr lauert überall.

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Venom Sonderband Nr. 1: Netz des Todes [Panini, März 2012]

Heute gibt es den ersten Band der neuen Venom-Serie mit Peters alten Freund und Kriegsveteran Eugene „Flash“ Thomspon. Mal sehen wie sich Flash als Spezialagent schlägt …

Venom Sonderband #1: Netz des Todes

Eugene „Flash“ Thompson ist der neue Venom. Er ist aber nicht wie seine Vorgänger, ein gnadenloser Mörder und Psychopath, gelegentlich mit einem Ehrenkodex versehen, sondern er ist Top-Secret Spion der Regierung. Im neuen Projekt Wiedergeburt wurde dem Kriegsveteran, der beide Beine im Einsatz verloren hat, der Symbiont übergeben. Oder zumindest zeitweise. Denn seine Symbiose mit dem außerirdischen Parasiten, darf maximal 48 Stunden dauern, da diese sonst unumkehrbar wird.
Unter diesen Voraussetzungen und strenger Kontrolle wird Flash nun in alle möglichen Krisengebiete geschickt, oder muss Aufträge von höchster Dringlichkeit erfüllen. Seien es Aufstände in Osteuropa, wertvolle Bodenvorkommen im Wilden Land oder Ärger direkt vor der Haustür in Form ekelhaft mutierten Freaks. Sogar auf sein Idol Spider-Man trifft der neue Geheimagent, aber so wie er es sich wünschen würde, läuft das Treffen leider nicht ab …

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Autor Rick Remender führt den neuen Venom auf einen frischen und sehr unterhaltsamen Weg. Gerade durch die Konstellation Flash/Venom und Peter/Spider-Man ergeben sich enorm viele Konftrontationsmöglichkeiten. Egal, ob im direkten Zweikampf als auch im privaten Bereich. Bezeichnend hierfür ist eben genau ein Bild, auf dem Flash und Peter auf einem Sofa sitzen, nachdem Betty wieder in Sicherheit ist, und sich hinter ihnen als Schatten ihre Alter Egos abzeichnen.
Ebenfalls sehr spannend ist die Tatsache, dass Flash immer nur maximal 2 Tage mit dem Symbiont verbunden sein darf, ohne dauerhafte Schäden zu riskieren, er aber diese Deadline regelmäßig überschreitet. Es wird schon spannend werden, ab wann dieses „Leben am Limit“ die ersten Ausfallerscheinungen hervorrufen wird.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Zeichnerisch unterstützt wird Remender hierbei von Tony Moore, der bereits mit Kirkman zusammen The Walking Dead auf den Weg gebracht hat. Er schafft es sowohl den menschlichen und verletzlichen Flash Thompson als auch den übermenschlichen, surrealistischen Kämpfer Venom überzeugend darzustellen. Dabei strotzen aber nicht nur die Figuren, sondern auch die Hintergründe nur so vor Details. Die Bilder sind dynamisch und die Anatomie stimmt ebenfalls. Das sind Fähigkeiten, die nicht mehr allzu oft aufeinandertreffen, denn oftmals sind die Zeichnungen zwar dynamisch, gehen aber zulasten des Körperaufbaus. Oder aber die Anatomie stimmt, und die Zeichnungen wirken zu statisch. Hier aber passt einfach alles und auch die Farbgebung fügt sich harmonisch zu einem stimmungsvollen Gesamtbild.
Für eine US-Ausgabe darf aber auch einmal Tom Fowler an den Zeichenstift. Sein Stil ist dabei etwas cartooniger als der von Moore und seine Striche sind etwas kräftiger, aber von der Dynamik nehmen sich beide Zeichner nicht viel. Außer das sein Venom wesentlich schräger aussieht und mehr von einem Monster hat, als Moores Version.

Venom in Action.

Venom in Action.

FAZIT:

„Venom Sonderband #1: Im Netz des Todes“ kann mich auf voller Linie überzeugen. Die Geschichten sind spannend und humorvoll, wissen mit den Zeichnungen und der Farbgebung, sowie Panelaufteilung und Seitenaufbau zu gefallen und unterhalten von Anfang bis Ende ohne Längen. Dennoch muss ich sagen, dass es keine Highlights sind. Sie wissen zwar ein klein wenig aus dem Einheitsbrei herauszustechen, aber leider nicht sehr weit.
Dennoch kann man den Band gerade Fans von Spider-Man und explosiver Agentenaction bedenkenlos empfehlen. Und das nicht nur, weil der freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft wohl mit Sicherheit regelmäßig vorbeischauen wird, und Flash des Öfteren den einen oder anderen Wohnblock durch seine Sturheit platt macht.

Action ohne Ende.

Action ohne Ende.

„Venom #1: Netz des Todes“ bei Panini bestellen.
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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 8) [Nickelodeon]

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Wie schon in den letzten Wochen gibt es auch diese Woche wieder eine neue Episodenreview zur neuesten Folge der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Serie. So viel Neues auf einem Haufen? Aber was bringt die Folge wirklich Neues? Diese Review wird es zeigen!

Mit den deutschen Sprechern der Schurkenriege endet diesmal die kleine Infotour zur neuen Serie. Was es dann ab nächster Woche gibt? Mal sehen. Vielleicht einen mehrteiligen Crashkurs zur Entstehung und Entwicklung der Pizza-Ninja-Kröten.

Lecker. Eine neue Pizzavariation.

Lecker. Eine neue Pizzavariation.

Beginnen möchte ich mit dem Oberfiesling schlechthin. Shredder! Dieser wird vom Allrounder Matti Klemm gesprochen der schon als B.A. Barracus im neuen „A-Team“-Kinofilm und in diversen Nebenrollen unter anderem bei „Supernatural“ und „Desperate Housewives“ überzeugen konnte. Der ebenfalls wieder in dieser Folge auftretende Chris Bradford, wird in der deutschen Fassung von Oliver Siebeck vertont. Siebeck dürfte vor allem als Vegeta aus „Dragonball Z“ bekannt sein, aber auch in „Prison Break“, „Two and a half Men“ und „Alias“ war er bereits zu hören. Sein Kontrahent Xever, der auch namensgebend für diese Episode war, hat Tobias Nath als Sprecher erhalten. Nath hatte diverse Nebenrollen, unter anderem in „Der Laden“ und „Alarm für Cobra 11“. Auch als Synchronsprecher konnte er bereits Erfahrungen sammeln. So war er schon als elfter Doctor in „Doctor Who“ zu hören und ist auch der Sprecher des gesamten Rahmenprogrammes von VIVA. Der oberböse Bösewicht Baxter Stockman, der irgendwie gar nicht so böse wirkt, hat Thomas-Nero Wolff als deutsche Stimme zugewiesen bekommen. Dieser ist vor allem als die Stimmen von Hugh Jackman, Jason Statham und Thomas Jane bekannt. Als Synchronsprecher hat er an unzähligen US-Serien mitarbeiten dürfen und im Animationsbereich war er die Stimme von Freezer in „Dragonball“ (Z und GT) sowie der Polizist Ninzaburo Shiratori in „Detektiv Conan“. Als Letzter ist Matthias Klages an der Reihe. Er spricht die Kraang. Er sprach bereits Walt Cummings in den Staffeln vier und fünf der Erfolgsserie „24“. Außerdem durfte er, wenn auch nur jeweils ein Mal, Wesley Snipes und Bill Murray vertonen.

Angriff von allen Seiten.

Angriff von allen Seiten.

Das war es dann auch schon mit den aktuellen Sprechrollen in der Originalfassung und der deutschen Synchronversion. Jetzt folgt die Review zur aktuellen Folge und für das nächste Mal lasse ich mir etwas einfallen. Oder Ihr schreibt Eure Vorschläge in die Kommentare.

Episode 8: Sag es nie
(Never Say Xever)

Shredder zusammen mit Chris Bradford und Xever.

Shredder zusammen mit Chris Bradford und Xever.

Irgendwie macht es nicht so richtig Spaß den ganzen Tag in der Kanalisation herumzulungern und Pizza zu essen. Manchmal muss man eben auch mal raus, und etwas erleben. Also entschließt sich April, die vier grünen Teenager-Ninjas schön auszuführen. Aber es kommt wie immer anders, denn Shredder will die Turtles gefangen haben. Und da Chris Bradford beim letzten Mal nicht wirklich erfolgreich war, darf diesmal Xever zeigen, was er kann. Das erste, was Xever anleiert, ist, dass seine Straßengangs permanent nach den Turtles Ausschau halten und Meldung machen, wenn diese irgendwo auftauchen. Und genau da setzt auch der kleine Ausflug mit April an. Von dem Moment an geht es im Leben von Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo so richtig rund …

Mikey probiert einmal die japanische Küche...

Mikey probiert einmal die japanische Küche…

Bei der letzten Episode habe ich noch bemängelt, dass der eigentliche Storybogen mit Shredder sich nicht weiterentwickelt. Dann kommt diese Episode und es scheint voranzugehen. Doch genau das ist der Haken. Es scheint eben nur so. Denn obwohl sich storytechnisch in der Folge einiges abspielt, kommt der Hintergrundhandlungsbogen nicht vorwärts. Die Turtles sind siegreich, die Bösen sind geschlagen, Shredder schimpft, und die Turtles haben einen neuen Freund. Nix Neues also, was die Geschichte voranbringt. Das ist schade, denn so dümpelt die Serie nur vor sich hin. Einzig ein paar der Charakterzüge, allen voran Leonardo und Raphael, entwickeln sich geringfügig weiter. Denn beide lernen voneinander den wohldosierten Einsatz von Gnade gegenüber den Gegnern. Das ist gelungen und sehr glaubhaft inszeniert.

Leo versucht sich in Gnade.

Leo versucht sich in Gnade.

Und dennoch hat mir die Episode insgesamt sehr gut gefallen, was aber wieder vorrangig an der Komik lag. Man merkt der Serie an, dass die Macher nicht nur einfach Macher sind, sondern im Herzen auch echte Fans der Ninjaschildkröten. Denn es gibt so viele Gags, die vor allem für Kenner der Serie so richtig schön herzerwärmend sind und ein wohliges Gefühl der Vertrautheit schaffen. Besonders eine Stelle, in der Michelangelo davon schwärmt sich eine Maske, von seinem eigenen Gesicht aufzusetzen, damit er sich hinter seinem Ich verstecken kann, ist einfach nur rundum gelungen und zaubert jedem Fan der Serie ein Schmunzeln auf das Gesicht.

Mikey mit einer Maske von seinem Gesicht.

Mikey mit einer Maske von seinem Gesicht.

Ein weiterer Punkt, der positiv auffällt, sind die wirklich dynamisch choreografierten Kampfszenen. Dank immer wechselnder Kameraperspektiven, rasanten Schnitten und actionreicher Posen sind diese einfach nur wunderschön anzusehen.

FAZIT:

Insgesamt ist diese Folge durchaus kurzweilig, hat aber im Mittelteil mit ein paar Längen zu kämpfen. Auch das sich storytechnisch nicht sehr viel weiterentwickelt fällt negativ auf. Dies wird leider nur minimal mit der gelungenen Gagdichte ausgeglichen, reicht aber insgesamt nicht, um vollständig zu überzeugen. Gerade die Storyline rund um Shredder und seine Verbindung zum Meister der Turtles weiß aktuell noch nicht so richtig zu überzeugen, was aber vor allem daran liegt, dass die Geschichte in diesem Punkt auf der Stelle tritt.

Die Turtles in fast schon klassischer Pose.

Die Turtles in fast schon klassischer Pose.

Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2012 Nickelodeon

DC Premium #81: Batman – Noël [Panini, Oktober 2012]

Heute wird es, passend zum dritten Advent morgen, weihnachtlich. Mit Batman: Noël möchte ich auch auf meinem Blog die Weihnachtszeit einläuten.

DC Premium #81: Batman – Noël

Gotham an Weihnachten ohne den dunklen Ritter?

Gotham an Weihnachten ohne den dunklen Ritter?

Nachdem Batman einen kleinen Gauner, der nur aus Sorge um seinen Sohn und dessen Wohlergehen gehandelt, und sich mit dem Joker eingelassen hat, unter Druck setzt und ihn als Lockvogel missbraucht, erwischt es ihn eiskalt. Bruce Wayne, Batman, bekommt eine Erkältung. Aber keine einfache, normale Erkältung, sondern eine die ihn so richtig mitnimmt. Das führt sogar so weit, dass er bei der Jagd auf Catwoman über Gothams Dächer, viele Meter in die Tiefe stürzt und sich verletzt. Als dann auch noch Superman auftaucht, um seinem Freund zu helfen, ist es für Bruce fast schon zu spät. Aber der dunkle Ritter lässt sich nicht unterkriegen und will alleine weitermachen. Das nutzt der Joker eiskalt aus und lässt seinen Erzfeind in eine gefährliche Falle tappen …

Die Fledermaus kommt geflogen.

Die Fledermaus kommt geflogen.

Charles Dickens Weihnachtsgeschichte ist, wie man so schön sagt, gerade zu Weihnachten eine Kuh, welche sich erfolgreich melken lässt. Die Grundidee ist weltweit bekannt, und durch die einfachen, aber dennoch sehr gut ausgearbeiteten Charaktere lässt sie sich schnell und einfach auf so gut wie jede andere Figur anwenden. Warum also hat sich Bermejo ausgerechnet diese Geschichte als Basis genommen? Nicht missverstehen. Ich liebe Dickens Weihnachtsgeschichte, zumindest im Original. Aber viele der nachgemachten Storys sind einfach nur grottenschlecht und versuchen eine grandiose Story sinnlos auszuschlachten. Dementsprechend skeptisch war ich auch bei Batman: Noël. Doch Bermejo hat mich eines Besseren belehrt. Seine Adaption ist keine einfache Kopie des Originals, sondern sie ist wie eine Erzählung aufgebaut. So, als würde ein Vater seinem Sohn eine Geschichte erzählen. Passend dazu liefert Bermejo Ereignisse, die Batman in der Rolle des bösen Scrooge mit einbeziehen, und bildet daraus eine rundum gelungene Geschichte.

Batman ist sehr gut im Einschüchtern.

Batman ist sehr gut im Einschüchtern.

Noch etwas anderes hat Bermejo sehr gut gemacht. Und zwar die visuelle Umsetzung seiner Adaption. Seine Bilder sind einfach nur überwältigend und wunderschön. Sie sind detailliert und dennoch von einfacher Leichtigkeit, sie sind frisch und modern und trotzdem von klassischer Eleganz. Es ist eine wahre Freude, die Gemälde zu betrachten und selbst in den hintersten Ecken, kleinste Details zu entdecken. Außerdem schafft es der Künstler die Gesichter seiner Figuren so gut mit Emotionen auszustatten, dass diese extrem glaubhaft und vor allem schon fast lebendig wirken. Auch die Darstellung der verschiedenen Eigenschaften unterschiedlicher Oberflächenstrukturen scheint eine besondere Fähigkeit von Bermejo zu sein. Sein Outfit für Catwoman ist einfach nur ein Hingucker.

Sexy Catsuit. :D

Sexy Catsuit. 😀

FAZIT:

Frohe Weihnachten aus Gotham.

Frohe Weihnachten aus Gotham.

Lee Bermejo hat sich für seine erste Arbeit, für die er als Autor und Zeichner verantwortlich zeichnet, die wohl bekannteste Weihnachtsgeschichte schlechthin vorgenommen, und sie dem Mitternachtsdetektiv neu auf den Leib geschneidert. Dabei bleibt er nah am Original indem er die Namen von Dickens verwendet und bewegt sich trotzdem sehr weit weg, um der Geschichte eine ganz besondere Eigenständigkeit zu verschaffen. Zusammen mit seinen aparten Zeichnungen ergibt sich, in meinen Augen, die Neufassung schlechthin einer klassischen und beliebten Weihnachtserzählung. Wer also keine zwingende Abneigung gegen den dunklen Ritter und Dickens Weihnachtsgeschichte hat, muss sich diesen Band einfach zu Gemüte führen, da einem sonst eines der besten Comics der letzten Jahre durch die Lappen geht. Und in diesem Fall wäre das ein Verbrechen, was nicht ungesühnt bleiben darf. Sonst besuchen einen die drei heiligen Comicgeister, Bob Kane, Neal Adams und Lee Bermejo und zeigen einem die traurige Zukunft ohne Batman: Noël.

Das ist wahre Bildkomposition.

Das ist wahre Bildkomposition.

„DC Premium #81: Batman – Noël“ bei Panini Comics bestellen.
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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 7) [Nickelodeon]

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Die neue Episode ist wieder sehr zuverlässig am Sonntag um 10:30 Uhr über die deutschen Bildschirme geflimmert, und deshalb gibt es auch pünktlich wie immer die neue Review dazu.

In den letzten beiden Einleitungen waren die US-Sprecher an der Reihe und diesmal möchte ich mich gerne den deutschen Synchronstimmen der Helden widmen. Beginnen werde ich wie immer mit den vier grünen Hauptdarstellen.

Die vier Brüder, immer für einen Spaß zu haben.

Die vier Brüder, immer für einen Spaß zu haben.

Leonardos deutsche Stimme hört auf den Namen Tim Knauer. Knauer konnte vor allem als Synchronstimme von Neji Hyūga aus „Naruto“ überzeugen und aktuell ist er, neben seiner Rolle als Leonardo, als Nick in „New Girl“ zu hören. Julius Jellinek spricht den cleveren Donatello. Am bekanntesten dürfte Jellinek jedoch in seiner Rolle als Simba im Disneyfilm „Der König der Löwen“ sein. Doch auch dem freundlichen Geist Casper hat er bereits 1995 und 1997 seine Stimme geliehen. Derzeit kann man ihn außer in der Turtles Animationsserie noch als Nathan Young in der Erfolgsserie „Misfits“ hören. Raphael bekommt eine nicht minder bekannte Stimme spendiert. Sein Sprecher ist Nico Sablik, der erst vor kurzem in „Ultimate Spider-Man“ (als Spider-Man) und „Amazing Spider-Man“ (für Andrew Garfield) sein Talent beweisen durfte. Doch seinen Durchbruch hatte der junge Mann phillipinischer Abstammung als die Stimme von Harry Potter. Michelangelos Stimme ist leider noch nicht so bekannt, wenn man mal von seiner Rolle als Rock Lee aus „Naruto“ absieht. Das heißt aber nicht, das Tim Kreuer nichts zu tun hätte. Denn neben kleineren Schauspielauftritten und Synchronrollen macht er auch Musik, und zwar als Schlagzeuger.
Der Meister der vier Schildkröten, Splinter, wird von Ingo Albrecht gesprochen. Dieser konnte schon als Stimme von Laurence Fishburne und Dwayne „The Rock“ Johnson überzeugen. Auch als Blade hat er in der gleichnamigen 12-teiligen Serie für Kirk „Sticky Fingaz“ Jones Erfahrungen sammeln dürfen, was das Sprechen einer Serienhauptfigur betrifft. Als letztes darf die junge Dame, welche April O’Neill vertont „zu Wort“ kommen. Annina Braunmiller ist ihr Name und vielen wird sie als Bella Swan aus den „Twilight“-Verfilmungen bekannt sein. Doch auch als Jess Parker in „Primeval“ konnte Annina bereits Serienluft schnuppern.

Kampfplanung eines Turtles.

Kampfplanung eines Turtles.

So viel für heute zu den deutschen Stimmen der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Serie. Das nächste Mal folgen dann die Schurken und ihre Stimmen. Aber erstmal viel Spaß mit der Review zur inzwischen siebten Folge …

Episode 7: Ein echter Menschenaffe
(Monkeybrain)

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Ultimo #1 [EMA, Oktober 2012]

Heute gibt es eine neue Mangaserie. Doch diese hat etwas Besonderes an sich. Als Autor darf der Marvel Mastermind schlechthin auftreten. Stan Lee. Deshalb war ich so frei und habe bei Egmont nach einem Rezensionsexemplar angefragt und dieses auch erhalten. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken. Ob aber Stan Lee seine Arbeit in fremden Gefilden jetzt auch gut erledigt hat, könnt ihr nun hier lesen …

Ultimo #1

Ultimo ist ein Karakuri-Doji. Eine Waffe in den falschen Händen. Und auch in den richtigen Händen sehr gefährlich. Außerdem hat Ultimo einen Bruder. Vice, das ultimative Böse, während Ultimo das ultimative Gute verkörpern soll. Beide wurden von einem mysteriösen Mann namens Dunstan im feudalen Japan des 12. Jahrhunderts erschaffen, der herausfinden wollte, welche der beiden Mächte, das Gute oder das Böse, stärker wäre.
Doch jetzt in der Neuzeit erinnert sich niemand mehr an diese beiden „Kampfmaschinen“ bis ein junger Mann Ultimo in einem Antiquitätengeschäft entdeckt. Ab diesem Moment gerät sein Leben aus den Fugen und es eröffnet sich ihm eine lange vergessene Welt …

Der geheimnsvolle Dunstan.

Der geheimnsvolle Dunstan.

Mit Karakuri-Doji Ultimo versucht Marvel-Legende und Altmeister Stan Lee, nun auch Fuß im Mangabereich zu fassen. Zusammen mit Manga-Ka Hiroyuki Takei erschafft er dabei eine faszinierende Welt, die sowohl im feudalen Japan, als auch in der Gegenwart glaubwürdig herüberkommt. Trotz all dieser Anerkennung, auch für das, was Stan Lee für den amerikanischen Comicmarkt geschaffen hat, wirkt diese Story nicht wirklich wie aus seiner Feder. Die Grundidee ist vielleicht von ihm, aber die komplett ausgearbeitete Storyline trägt einfach nicht seine Handschrift. Dadurch entsteht eher der Verdacht, dass sein Name hier nur aus Werbezwecken so groß auf den Titel gepackt wurde.

Vice (links) und Ultimo (rechts).

Vice (links) und Ultimo (rechts).

Grafisch kann der Band dafür auf voller Linie überzeugen. Auch wenn es „nur“ typische Mangakost ist, sind die Bilder für meinen Geschmack ideal um die Story zu tragen. Dynamische Panelaufteilung, actionreiche Perspektiven, emotionale Mimik und Gestik und dramatischer Seitenaufbau. Hier war ein wahrer Kenner der Materie am Werk. Möglicherweise trägt aber auch genau dies dazu bei, dass Stan Lees Handschrift beim Storytelling ein wenig verwischt. Dadurch, dass sich die Geschichte auch über mehrere Jahrhunderte zieht und es zu Wiedergeburten kommt, ist es besonders wichtig, dass die wiedergeborenen Figuren klar erkennbar bleiben. Auch das schafft Takei sehr gut.

Chaos in Tokyo.

Chaos in Tokyo.

FAZIT:

Die erste Ausgabe von Ultimo ist insgesamt ein gelungener und unterhaltsamer Einstieg, der Lust auf mehr macht. Die Story ist spannend und mit gut ausgearbeiteten Charakteren versehen, bei denen auch das Mitfühlen nicht schwerfällt. Durch den gemäßigten und dennoch nicht langweiligen Storyaufbau werden sowohl die Charaktere als auch die Grundstory erfreulich einfach präsentiert, sodass man sich als Leser nicht überfordert fühlt, aber dennoch ein vollständiges und lebendiges Universum entsteht.
Somit ist Ultimo auch ein Blick für Leser wert, welche bisher kaum Berührungen mit Mangas hatten und gerne einmal in diese Richtung der Comicliteratur hineinschnuppern möchten.

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse.

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