Spider-Island Reviewserie (8): Spider-Man Nr. 102 [Panini, Oktober 2012]

Zwei Reviews meines neuen Kollegens haben Euch die letzten Tage unterhalten und heute geht es mit Spider-Island weiter. Langsam, aber sicher bewegen wir uns auf der Zielgeraden Richtung Finale …

Spider-Man Nr. 102

So langsam wird es für Peter Parker, alias Spider-Man, wirklich gefährlich in Manhattan. Denn nicht nur J. Jonah Jameson ist inzwischen in die heiße Phase der Mutation eingetreten, sondern auch Petes Freundin Carlie. Aber bei Horizon sind Reed Richards und Peters Chef Max Modell eifrig dabei, die Situation zu entschärfen. Und dabei kommt ihnen Eddie Brock, der Anti-Venom, sehr gelegen. Doch das ist nicht die einzige Hilfe aus Peters neuer Wirkungsstätte. Und die andere hat es, zumindest für Spider-Man, wirklich in sich …

Unterstützung von geheimnisvollen Kräften.

Unterstützung von geheimnisvollen Kräften.

Die Lage spitzt sich zu und Slott schafft es perfekt, diese Angst umzusetzen. Das und die vielen kleinen Infos, welche an jeder Ecke lauern, sind ein Leckerbissen für echte Marvelianer. Aber die, welche mit diesem Story-Arc erst neu in die Welt des Netzschwingers eingetaucht sind, kommen sich nicht verloren vor, denn Slott schafft es, auch Neulesern den Einstieg wirklich leicht zu machen. Das und die ideale Mischung aus Spannung und Humor machen Spider-Island bisher zu einem der besten Events des Netzschwingers, der letzten Jahre.

Spider-Man im Team Up mit Spider-Jonah.

Spider-Man im Team Up mit Spider-Jonah.

Noch immer zieht Ramos eine Spur der Dynamik und des Chaos durch Manhattan mit seinen grandiosen Zeichnungen. Besonders jetzt, wenn die Mutationen einsetzen, passt sein Stil, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ebenfalls ein echter Hingucker ist Mary Jane. Nur wenige Künstler schaffen es Peters ehemalige Frau, sexy und dennoch natürlich in Szene zu setzen. Und so heiß wie bei Ramos, war MJ schon lange nicht mehr innerhalb eines Comics zu sehen. Klar gab es wirklich gelungene Covermotive, aber in den Heften selber war MJ leider nur Eine von Vielen.

MJ ab sofort mit Spinnenkräften.

MJ ab sofort mit Spinnenkräften.

FAZIT:

Nur noch ganze zwei deutsche Ausgaben und dann ist Spider-Island schon wieder beendet. Das ist wirklich Schade, wenn man die Menge an US-Material mit dem vergleicht, was schlussendlich auch in Deutschland zum Abdruck kommt. Klar kenne ich die Qualität der ausgelassenen Ausgaben leider nicht komplett, aber gerade die Kurzgeschichten aus Spider-Island: I Love New York City, wären eines Abdruckes auch jeden Fall würdig gewesen. Und dass es aus diesem Band auch leider nur die zwei schwächsten Storys nach Deutschland geschafft haben, nämlich im Punisher Band Nummer 1 und im Spider-Island Sonderband, der in der nächsten Review folgt, ist deshalb aus meiner Sicht um so bedauerlicher. Dies legt leider die Mutmaßung offen, dass es bei den ausgelassenen Storys der anderen Serien, genauso sein könnte. Aber vielleicht gibt es ja von Seiten Paninis noch eine Aussage dazu.

Alte Freunde und neue Abenteuer.

Alte Freunde und neue Abenteuer.

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Dopey & Horst Nr. 0 [Plem Plem Productions, Dezember 2012]

Dopey & Horst #0

Es ist soweit, das Kifferduo Dopey und Horst bekommen ihre eigene Serie.

Wer die beiden noch nicht kennt, kann sich gerne mal auf www.whoacomics.de umschauen. Dort finden sich auch weitere Ausgaben und interessante Heftserien des noch kleinen sehr engagierten Verlages.

Die #0 Nummer erzählt auf nur 12 Seiten in Farbe eine Story der Flucht. Dopey und Horst sind in der Entzugsklinik gelandet und beide halten es dort nicht mehr länger aus. Schaffen die beiden es zu entkommen? Hilfe kriegen die beiden von Dopeys Cousin Weedus.

Dominik_AVAFAZIT:

Auch als bekennender Nichtraucher findet man durchaus viel Freude an diesem kleinem Comicheft. Allein das nette kleine Extra (eine Dopey Maske und wer mag kann sich die Horst Maske bei Facebook downloaden) lohnt sich. Aber mal ehrlich, wer schneidet sich den diese Maske zurecht und setzt sie sich dann auf? Die Zeichnungen, sowie die Story an sich sind fetzig, teilweise übertrieben dargestellt. Dazu passend ist, dass die Charaktere allesamt tierischer Abstammung sind. Aber genau durch diese Darstellungsweise kommt das „Kiffen“ und deren Auswirkungen richtig gut zur Geltung.

Ich bin gespannt wie es mit dieser beginnenden Serie weitergehen wird. Für den Preis von nur 1.90 Euro kann man hier eigentlich nichts falsch machen. Es sei denn, der Leser kann sich überhaupt nicht auf dieses Thema, auch nur ansatzweise, einlassen. Dann würde es schwierig sein, an diesem Comicheft Freude zu finden.

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(Verlagsvergriffen) Im Shop von Plem Plem Productions stöbern.

Meine Comiclieferung für den Dezember2012/Januar 2013

Lange ist es her, das ich von meinem Stammshop dem Comic Attack in Erfurt! eine Lieferung erhalten habe. Der Grund dafür, waren die Feiertage. Darum hier meine Lieferung mit dem Rest vom Dezember und den ersten Sachen für den Januar.

  • Codename Sailor V #1 [EMA]
  • Codename Sailor V #2 [EMA]
  • Kaito Kid Treasured Edition #3 [EMA]
  • Bart Simpsons #69 [Panini]
  • Simpsons Comics #194 [Panini]
  • Simpsons Winter Wirbel #6 [Panini]
  • Batman #7 [Panini]
  • Batman #8 [Panini]
  • Justice League #7 [Panini]
  • Spider-Man Magazin #65 [Panini]
  • Spider-Man Magazin #66 [Panini]
  • Spider-Man #106 [Panini]
  • Avengers #23 [Panini]
  • Avengers vs. X-Men #3 [Panini]
  • Spawn #103 [Panini]

Gipfel der Götter #1 bis #5 [Schreiber & Leser (shodoku), Dezember 2007 – November 2008]

Hallo zusammen, ich bin neu hier. Ich freue mich diesen Blog in Zukunft aktiv mitgestalten zu können. Ich bin 26 Jahre alt und ein leidenschaftlicher Comicsammler. Ich lese alles, was mich auch nur irgendwie anspricht, egal welches Genre. Sehr gerne lese ich anspruchsvollere Comics und auch Mangas, aber auch viel aus dem frankobelgischen Bereich. Nur hin und wieder verschlägt es mich in die Superheldenecke, da bin ich nicht so bewandert.  So, nun wünsche ich euch viel Spass mit meinem ersten Beitrag.

In meinem ersten Beitrag für diesen Blog, schreibe ich über
eine Mangareihe, die mich im wahrsten Sinne des Wortes, nachhaltig beschäftigt.

Gipfel der Götter Band 1

Gipfel der Götter #1 bis #5

gdg_bsp_2Jiro Taniguchi (Zeichner) und Baku Yumemakura (Autor) haben mit Gipfel der Götter  etwas erreicht, wovon viele andere Autoren und Zeichner nur träumen können.

In 5 Bänden, auf ungefähr 1500 fotorealistisch gezeichneten Seiten, entwickelt sich ein rundum gelungenes Abenteuer um  Habu Yoshi und den Alpin – Fotografen Fukamachi Makoto.

Fukamachi Makoto entdeckt eher zufällig in einem Trödelladen in Katmandu einen alten Fotoapparat. Möglicherweise ist der Fotoapparat dasselbe Modell, wie  damals, als der berühmte Bergsteiger George Mallory  bei seinem Versuch der Erstbesteigung des Mount Everest im Jahre 1924 diesen bei sich trug.  Dieser Fund könnte die Geschichte des Alpinismus verändern. Mit der Entwicklung des darin enthaltenen Films könnte endgültig die Frage geklärt werden, ob Mallory tatsächlich der erste Mensch auf dem höchsten Berg der Welt war. Doch bevor Fukamachi Makoto den Film entwickeln lassen kann, wird ihm die Kamera geklaut.

leseprobe271-1_NEWZu diesem Zeitpunkt stößt Fukamachi auf Habu Yoshi, einen der besten Bergsteiger Japans.
Fukamachi, selber auch ein begeisterter Alpinist, ist von Habu Yoshi derart fasziniert, dass er in seiner Heimat in Japan Nachforschungen zu Habus Person anstellt und so immer mehr über ihn in Erfahrung bringen kann. Es stellt sich letztendlich heraus, dass es Habu Yoshi war, der die alte Kamera am Mount Everest gefunden hat. Fukamachi reist erneut nach Nepal in der Hoffnung, dass Habu Yoshi ihm weitere Informationen zur Kamera und dessen Fund geben kann.
Fukamachi schafft es mit viel Mühe, das Vertrauen von Habu Yoshi zu gewinnen.

leseprobe282-2_NEWFukamachi und Habu Yoshi versuchen nun gemeinsam den alten Fotoapparat zurückzuerlangen. Dabei entwickelt sich zwischen den beiden ein interessantes Verhältnis. Habu Yoshi  verrät Fukamachi, worauf er sich seit Jahren vorbereitet hat und was einer weiteren Revolution im Alpinismus gleichkommen würde:Die alleinige Besteigung des Mount Everest im Winter und ohne Sauerstoff über die bisher unbezwingbare Südwestflanke. Und so beginnt ein grandioses Abenteuer für Habu Yoshi und Fukamachi auf Leben und Tod.

FAZIT:

Ich habe mich bisher überhaupt nicht mit dem Thema Bergsteigen auseinandergesetzt, aber alle diese grandiosen Kritiken die man im Internet zu dieser 5 bändigen Manga Reihe findet, sprechen für sich. Die Personen wachsen einem richtig ans Herz. Man leidet und fiebert wirklich mit ihnen.  Am Ende werden alle Fragen die aufgekommen sind beantwortet.  Allein der Mount Everest als höchster Berg der Welt birgt bereits eine gewisse Faszination. Dafür muss man nicht mal die Berge mögen. Und die Geschichte rund um diesen Berg weiß absolut zu fesseln.  Die Zeichnungen sind so realistisch, man hat das Gefühl die Kälte, den Schnee, den Wind und den Schweiß der Protagonisten wahrhaftig zu spüren.  Eine zarte Liebesgeschichte schleicht sich geschickt mit einigen interessanten Wendungen dazwischen. Das Schöne an dieser Reihe ist, dass sich die Höhepunkte gekonnt mit ruhigen Momenten wechseln.  Kaum ist ein Höhepunkt vorbei, so zeichnet sich doch schon in weiter Ferne der nächste Höhepunkt ab, bis letztendlich die Spannung am Schluss wahrhaftig explodiert.

Dominik_AVAFAZIT:

Für mich zählt diese Manga Reihe ganz ehrlich zum besten was ich bisher gelesen habe.
Wer auf ausgereifte Charaktere, eine wirklich gute Story mit Tiefgang, sowie realistische Zeichnungen steht, sollte hier auch als „Nicht Manga Leser“ unbedingt zugreifen. Es gleicht dem lesen eines richtig guten Romans. Und was kann man als Autor und Zeichner mehr wollen, als den Leser  zu faszinieren.
Die Zeichnungen des Mount Everests, sowie die Besteigung dieses Berges wirken so realistisch, als wären die Autoren selbst hinauf geklettert, unglaublich!

Copyright aller verwendeten Bilder © 2000-2012 Shueisha / Schreiber & Leser (shodoku)

Spider-Island Reviewserie (7): Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island [Panini, August 2012]

Viele Tage war es, abgesehen vom Simpsons-Gag und der JL8, ziemlich ruhig geworden auf Mueli77s Feine Welt. Aber heute geht es mit der Spider-Island Reviewserie wieder weiter. Und morgen kann ich Euch dann eine Neuigkeit verkünden.

Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island

Die Auswirkungen der Epidemie machen auch vor den Rächern nicht halt. Zumindest die Rächer, welche von Natur aus nicht mit Superkräften gesegnet sind. Und so kommt es, dass nicht nur Lukes und Jessicas Tochter plötzlich durch das Kinderzimmer schwingt und Squirrel Girl in den Wahnsinn treibt, sondern auch Hawkeye hat so seine Probleme mit den neu erworbenen Fähigkeiten, mit denen er überhaupt nicht umzugehen weiß.
Anders ist es da mit Flash Thompson. Der weiß genau, was er tun muss. Aber das bedeutet nicht, dass es für ihn einfacher ist. Denn nachdem ein wütendes Spinnenmonster auf der Brooklyn Bridge ausrastet und von Venom in die Basis von Operation Wiedergeburt 2.0 gebracht wurde, verändert sich die Situation drastisch …

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Dieser Band steht ganz im Zeichen von Spider-Island. Deshalb gibt es auch nur drei reguläre Venom-Stories. Der Rest der Ausgabe wurde mit zwei relevanten Spider-Island Geschichten aufgefüllt, um so weitere Einblicke in das Event und der betroffenen Figuren zu präsentieren. Während der Avengers One Shot von Autor Chris Yost eher humorvoll herüberkommt und sich selbst nicht so wirklich ernst nimmt, ist die kurze Reise durch die Aufgaben der neuen Madame Web, für die Jim McCann verantwortlich zeichnet, schon wesentlich tiefgründiger und nachdenklicher.
Dem gegenüber schickt Rick Remender seinen Titelhelden wieder in actionreiche und kurzweilige Schlachten, lässt aber Flashs Privatleben nicht außen vor, sondern schafft es, dass dieses die ganze Zeit, wie ein Damoklesschwert über dem Helden hängt und so seine Handlungen maßgeblich beeinflusst.

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen ...

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen …

Wenn schon drei verschiedene Autoren und drei verschiedene Grundemotionen in einem Band vorkommen, dann ist es auch nur angemessen drei verschiedene Zeichner auf den Plan treten zu lassen, um die jeweiligen Geschichten passend umzusetzen. Da wäre zum einen Mike McKone, der das Abenteuer mit den Avengers und dem sehr genervten Hawkeye routiniert in Szene setzt. Die Bilder sind detailliert, wirken aber leider etwas statisch. Das geht eigentlich besser, wenngleich ich sagen muss, dass McKone Frogman sehr gut und humorvoll auf das Papier gebracht hat. Wiederum anders ist es mit den Zeichnungen der Kurzgeschichte rund um Julia Carpenter, die neue Madame Web. Hier war ein alter Bekannter aus Zeiten der Klonsaga am Werk. Patrick Scherberger hat Mitte der Neunziger Jahre die Abenteuer der New Warriors „verbrochen“ zu denen auch kurzzeitig der damals aktuelle Ben Reilly als Scarlet Spider gehörte. Schon damals war sein Zeichenstil sehr Imagehaft und austauschbar. Aber seit damals ist einiges an Zeit vergangen und Scherberger hat sich weiterentwickelt. Zum Glück zum Positiven, denn seine aktuellen Zeichnungen gefallen sehr wohl. Venom wurde diesmal nicht mehr von Tony Moore visualisiert, sondern von Tom Fowler, der bereits im letzten Band das letzte Abenteuer umsetzen durfte. Dies macht Fowler auch diesmal gewohnt souverän ohne sich irgendwelche Patzer zu leisten.

Die neue Madame Web.

Die neue Madame Web.

FAZIT:

Dass das Mega-Spider-Event um seinen besten Freund und zugleich ärgsten Widersacher keinen Bogen macht, war abzusehen. Wenn das Ganze dann auch noch so abwechslungsreich, spannend und humorvoll präsentiert wird, dann kann schon fast nichts mehr schiefgehen. Negativ ist einzig nur, dass durch die Veröffentlichung als eigener Seriensonderband, und daher nicht ganz chronologisch, einige Ereignisse vorweggenommen werden. Zwar könnte man hier nach jeder enthaltenen US-Ausgabe wechseln, aber wer macht sich schon diese Arbeit. Dennoch finde ich es sehr gut, dass Christian Endres, der redaktionelle Betreuer seitens Panini, eine genaue Auflistung der Lesereihenfolge nach US-Heften mitliefert. Das ist kein Standard und sollte daher auf jeden Fall lobend erwähnt werden. Grundsätzlich muss man die redaktionelle Betreuung von Panini loben. Denn was einem hier zusätzlich an Wissen mitgegeben wird, schürt schon ein wenig die Bindung zwischen Leser und Macher der Comics.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

„Venom Sonderband #2: Spider-Island“ bei Panini Comics bestellen.
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Spider-Island Reviewserie (6): Spider-Man (Vol. 2) #101 [Panini, August 2012]

Nach einer etwas kleineren Pause mit „Animal Man #1“ und „100% Marvel #62“ geht es heute mit der Spider-Island Reviewserie weiter …

Spider-Man (Vol. 2) #101

Als wenn es nicht schon genug wäre, das halb Manhattan plötzlich über Spinnenkräfte verfügt, nun wird Spidey auch noch von seinen Teamkollegen aus dem Ring geworfen. Dadurch, dass Spider-Man nun leider nur noch einer unter vielen ist, und die Rächer, den echten kaum von den Fälschungen unterscheiden können, muss der „Freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft“® seinen Dienst kurzzeitig quittieren. Doch Peter lässt sich nicht unterkriegen und tut nun so, als wäre er ebenfalls ein „Opfer“ der Epidemie geworden und erst seit Neuestem mit Spinnenkräften ausgestattet. So kann er immerhin die ehrbaren New Yorker motivieren, mit ihm in den Kampf gegen die Ganoven zu ziehen. In der Zwischenzeit findet Reed die Ursache für die Veränderungen und der Bürgermeister J. Jonah Jameson riegelt Manhattan vollständig ab. Auch Anti-Venom trägt seinen Teil zum Chaos bei. Er streift durch die Stadt und schafft es doch tatsächlich einige von der Plage zu heilen, aber ist gemessen an der Masse dennoch machtlos …

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Es überrascht kein bisschen, wie ein Großteil der New Yorker reagiert. Kaum jemand hat wohl nicht schon davon geträumt, Superkräfte zu besitzen. Jedes comiclesende Kind und jeder bilderheftchenverrückte Teenager hat sich irgendwann einmal insgeheim gewünscht mit solchen Fähigkeiten, wie Spider-Man sie besitzt, gesegnet zu sein. So ähnlich muss es wohl auch Slott gegangen sein. Denn diese Story wirkt ein wenig, wie die Verwirklichung eines Kindheitstraumes. Und diese Energie spürt man förmlich. Man merkt regelrecht, welch einen Spaß Slott gehabt haben muss, diese Geschichte zu schreiben. Plus die Tatsache, dass er offenbar ein großer Fan der Klonsaga zu sein scheint, denn das der Schakal und Kaine wieder auftauchen ist ein gelungener Schachzug, um an die Ereignisse gegen Ende der neunziger Jahre wieder anzuknüpfen.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Roll in diesem Drama.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Rolle in diesem Drama.

Für die grafische Umsetzung ist wieder einmal Humberto Ramos verantwortlich. Dieser spaltet wie kaum jemand anderes die Fangemeinde. Während ich persönlich ein großer Fan seines Manga-artigen und extrem dynamischen Zeichenstils bin, so gibt es aber genauso viele Fans wie Gegner. Denn gerade die Mangaanleihen sind nicht jedermanns Sache. Auch mit den Mimiken an Ramos ein kleines Problem. Denn diese schwanken nur von wütend zu gelangweilt und verschmitzt frechem Grinsen. Aber Trauer, Verzweiflung, Angst, Freude ohne ein Lächeln und andere feinfühlige Emotionen ist Ramos nicht in der Lage umzusetzen. Das gleiche Problem scheint Ramos auch mit der Anatomie zu haben. Die schmerzhaften aber coolen Posen sind fast schon ein Markenzeichen geworden. Wenn man von diesen Punkten absieht, sind Ramos Zeichnungen mit den Inks von Victor Olazaba und Carlos Cuevas und der Farbgebung von Edgar Delgado, sehr gelungen.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

FAZIT:

Es ist schon faszinierend, wie sich die Situationen rund um Spider-Man weiterentwickeln und vor allem, wie sich die Pläne des Schakals, der offenbar nicht alleine arbeitet, verwirklichen lassen. Auch das sich Jonah nun einer Entwicklung gegenübersieht, die für ihn kaum schlimmer sein könnte, ist sehr humorvoll umgesetzt. Schade ist allerdings, dass Peters Intelligenz hier keine so große Rolle spielt. Denn immerhin ist Peter, genau wie Reed, vom Intellekt nicht zu unterschätzen. Doch das ist ein Punkt den Slott, entweder ganz bewusst, oder versehentlich, außen vor lässt. Nichtsdestotrotz entwickelt sich Spider-Island hervorragend und macht von der ersten bis zur letzten Seite rundum gute Laune und sehr viel Spaß, wenn man denn mit dem Stil von Ramos warm wird.

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Schocker ist der Erste, der die zweite Phase der Mutation betritt.

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100% Marvel #62: Astonishing Spider-Man & Wolverine [Panini, Juni 2012]

Nach dem gestrigen kleinen Ausritt in die Welt des übernatürlichen, wird es heute ein wenig humorvoller, aber nicht weniger mysteriös …

100% Marvel #62: Astonishing Spider-Man & Wolverine

Spider-Man und Wolverine wollen eigentlich nur einen Bankraub verhindern, doch dann kommt alles anders. Denn Orb, der Verrückte, der diesen Bankraub durchziehen möchte, gerät plötzlich an ein paar mysteriöse Diamanten. Und mit denen beginnt dann auch schon der Schlammassel. Denn plötzlich finden sich die beiden Helden in der Urzeit wieder und haben keine Chance, von dort wieder wegzukommen. Aber das Schicksal scheint weiter mit den beiden zu spielen, als es sie nach fast ewiger Zeit in eine postapokalyptische Zukunft verschlägt, in der Dr. Doom ein lebender Planet, wie auch Ego, the living Planet, ist. Doch Peter will sich nicht einfach so dem Schicksal geschlagen geben, und forscht in jeder Zeitlinie nach der Lösung, um aus diesem Chaos zu entkommen …

Was glitzende Steinchen doch so alles in Gang setzen können.

Was glitzende Steinchen doch so alles in Gang setzen können.

Der ewig plappernde Spider-Man und der immer mürrische Wolverine sind schon immer wie eine Art altes Ehepaar. Dies macht auch der vorliegende Band auf sehr humorvolle Art und Weise deutlich. Denn egal, in welcher Zeit sich die beiden befinden, sie zicken und schnauzen sich immer an. Das ist, obwohl es sich andauernd wiederholt, dennoch jedes Mal sehr unterhaltsam. Und trotzdem können sie auch nicht ohne den Anderen. Besonders als sich ihre „Freundschaft“ gegen Ende dieser Ausgabe auf sehr emotionale Weise weiterentwickelt und ein Band schafft, das auch gerne in die aktuellen Geschehnisse mit aufgenommen werden könnte.

Twinkle, Twinkle little Star ... :D

Twinkle, Twinkle little Star … 😀

Jason Aaron liefert einen kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Storybogen ab, der vor allem mit vielen humoristischen Einlagen und spannenden Storywendungen überzeugen kann. Zusammen mit den Zeichnungen von Adam Kubert ergibt sich Popcorn-Unterhaltung vom Feinsten. Denn Kuberts wechselnder, sich immer der Geschichte anpassender Zeichenstil, der vor allem mit anatomisch korrekten Körpern, dynamischem Strich und actionreichen Posen überzeugt, erfreuen das Auge des Lesers. Die sich verändernden Zeitalter werden dabei ebenso bedacht, wie die emotionalen Veränderungen, die die Charaktere durchmachen und welche sich dadurch auf die Körperzustände niederschlagen, so das ein Peter Parker, der monatelang nach einer Lösung des Problems der Rückkehr sucht, auch entsprechend abgeschlagen und ungepflegt wirkt.

Beide Helden werden während ihrer Zeitreise von Rückschlägen nicht verschont.

Beide Helden werden während ihrer Zeitreise von Rückschlägen nicht verschont.

FAZIT:

„Schöner Schlammassel“, so der deutsche Titel der 6-teiligen Storyline, ist genau das eben nicht. Denn der Band weiß von Anfang bis Ende zu gefallen. Aaron und Kubert sind hier einfach ein Dream-Team, dass die Beziehung zwischen Wolverine und Spider-Man um einige sehr interessante Facetten bereichert. Auch, dass die Vergangenheit der beiden Protagonisten mit einbezogen wird, ist ein wunderschöner Aspekt, der perfekt in das Gesamtbild passt. Denn wenn Wolverine gegen Spider-Man am Anfang seiner Catcherlaufbahn kämpft, oder Spider-Man Logan zusammen mit seinem durchgeknallten großen Bruder erwischt, ist Unterhaltung garantiert.
Wer spannende, witzige und kurzweilige Unterhaltung sucht, der kommt an diesem Band einfach nicht vorbei, selbst wenn man kein Fan der beiden am meisten eingesetzten Marvelcharaktere der letzten Jahre ist.

Wenn man einen Freund verliert ...

Wenn man einen Freund verliert …

„100% Marvel #62: Astonishing Spider-Man & Wolverine“ bei Panini Comics bestellen.
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Animal Man #1: Die Jagd [Panini, Juli 2012]

Zur Abwechslung gibt es heute einmal einen Band, der schon ein gutes Weilchen ungelesen hier bei mir herumlag. Nach der Lektüre frage ich mich nur noch …
… warum er dort so lange lag?

Animal Man #1: Die Jagd

Buddy Baker ist nicht nur Schauspieler, sondern auch der Superheld Animal Man. Als dieser hat er aber seiner Frau versprochen, weniger in Aktion zu treten. Doch als ein verwirrter Mann auf der Kinderstation eines Krankenhauses mit einer Waffe herumfuchtelt, muss Buddy doch wieder los. Bei diesem Einsatz kommt es zum ersten Mal zu einem Zwischenfall, der Buddy und insbesondere seine Tochter in ein Abenteuer hineinzieht, das weitaus größere Auswirkungen haben kann, als es Buddy zuerst ahnen lässt.
Denn mit ihr zusammen begibt er sich auf die Suche in das Rot und trifft dort einige seiner „Vorfahren“, die ebenfalls Animal Men waren. Diese Totem möchten das Buddys Tochter der neue Avatar der Tiere wird, und für diese in einen epischen Krieg zieht. Aber nicht nur die Totem sind auf der Jagd nach Buddys kleiner Tochter …

Buddys Tochter entwickelt beängstigende Fähigkeiten.

Buddys Tochter entwickelt beängstigende Fähigkeiten.

Animal Man wird als eine der besten Serien von DCs New 52 Relaunch gehandelt, und dies auch mit Recht. Denn diese gekonnte Mischung aus Horror, Superheldenaction und Drama macht alleine schon eine große Faszination der Reihe aus. Jeff Lemire schafft einen zerbrechlichen, sympathischen und verängstigten Helden, der dennoch niemals aufgeben will, vor allem wenn es um seine Familie geht. Aber Lemire deutet auch eine Staffelstabweitergabe an, indem er Buddys Tochter weiter ins Scheinwerferlicht rückt, wohl wissend, dass die vierjährige als Hauptdarstellerin einer Horror-Action-Superheldenserie eher ungeeignet ist.

Wird die kleine Maxine in Buddys Fussstapfen treten?

Wird die kleine Maxine in Buddys Fussstapfen treten?

Grafisch unterstützt wird Lemire von Travel Foreman, der besonders die Szenen im Rot und die mystischen Fabelwesen und Monster in Szene setzen kann. Dafür sehen seine Menschen ein wenig seltsam und deformiert aus, und ich meine nicht die, welche von den drei Jägern übernommen wurden. Denn sowohl die Gesichter als auch die Körper weißen oftmals unfreiwillig komische Deformierungen auf, die für den Storyablauf störend wirken. Aber in den Szenen im Rot glänzt Foreman wieder mit seiner vollen Bandbreite an künstlerischem Können. Die Figuren sehen abschreckend und trotzdem faszinierend aus und zwingen den Leser trotz eines gewissen Ekels weiter hinzuschauen.

Bei solchen Monstern, kann man nur die Flucht ergreifen.

Bei solchen Monstern, kann man nur die Flucht ergreifen.

FAZIT:

Jeff Lemires und Travel Foremans Animal Man wird seinem guten Ruf wirklich gerecht. Die Story ist dicht und dramatisch und die Bilder wissen zumindest in den surrealen Passagen zu überzeugen, bauen aber dagegen in den reellen Abschnitten stark ab. Wenn man aber von diesem Kritikpunkt absieht, ergibt sich ein faszinierender Band, mit eindrucksvollen Horrorelementen und einem bewegenden Familiendrama, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man einmal ein wenig abseits des normalen und einfachen Superhelden-Mainstreams unterhalten werden möchte. Am besten entfaltet sich der Band, wenn man ihn zusammen mit der „Schwester“-Serie „Swamp Thing“ genießt.

Wie wird es mit Buddy und Maxine weitergehen?

Wie wird es mit Buddy und Maxine weitergehen?

„Animal Man #1: Die Jagd“ bei Panini Comics bestellen.
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Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 DC Comics / Panini

Spider-Island Reviewserie (5): Spider-Man (Vol.2) #100 [Panini, Juli 2012]

Mit der großen Jubiläumsausgabe starte endlich auch das neue Spinnen-Event, Spider-Island!!!

Spider-Man (Vol. 2) #100

Spider-Island beginnt mit einem Riesenknall. Aber nicht etwa weil fast ganz New York plötzlich mit Spinnenkräften ausgestattet ist, sondern weil es ausgerechnet Peter Parkers Freundin, Carlie Cooper, die forensische Ermittlerin erwischt. Und diese freut sich auch noch riesig darüber und präsentiert ihre neue Fähigkeiten ihrem Partner ganz stolz. Peter sieht das naturgemäß mit gemischten Gefühlen, allen voran, weil eine Stadt voller Spider-Men nur Ärger bedeuten kann. Denn es wurden ja nicht nur gute Bewohner von New York mit diesen Kräften ausgestattet, sondern auch so ziemlich jeder Kleinkriminelle. Daher ergibt es sich auch, dass kaum das die Fähigkeiten sich offenbaren, die Stadt im Chaos versinkt. Das ändert sich auch nicht, als die Rächer eintreffen und versehentlich auch auf den echten Spider-Man einschlagen …

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke ...

Carlie geht vor Freude förmlich an die Decke …

Genaugenommen hat es sich ja schon seit geraumer Zeit abgezeichnet. Der Schakal ist wieder da, und erneut beginnt er, seine Intrigen zu spinnen. Doch es gibt Rätsel im Hintergrund. Das, Wie, Warum und vor allem mit Wessen Hilfe hat, der Schakal all dies bewerkstelligt. Da hat sich Slott wieder eine ganze Menge einfallen lassen und verknüpft erneut Spider-Mans Vergangenheit mit der Gegenwart. Allen voran Peters Gedanken darüber, wie er seine Spinnenkräfte eventuell an Carly übertragen haben könnte, als er noch nicht wusste, dass ganz New York betroffen ist. Das sind ganz besondere Handkniffe von Slott und diese Art der Erzählung beherrscht er perfekt.
Aber nicht nur Slott darf zeigen, was er kann. Zusammen mit Christos Gage zeigt er, wie sich Phil Urich in seiner Rolle als neuer Hobgoblin weiterentwickelt und Fred van Lente blickt in den Hintergrund, und fördert nicht nur bekannte Gesichter zutage, sondern auch eine ganze Menge an Geheimnissen. Und dies macht er wie gewohnt, sehr gut und vor allem spannend.

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So bunt wie die Autorenriege ist auch das Zeichnerquartett. Die beiden Hauptstories werden hierbei von Stefano Caselli und Humberto Ramos getragen. Caselli hat einen sehr coolen, leicht Manga-artigen aber dennoch anatomisch korrekten dynamischen Zeichenstil. Dem ein wenig entgegen steht Ramos‘ Stil, der wesentlich energiegeladener, dafür aber anatomisch etwas problematischer ist. Da passiert es schon einmal, das die Protagonisten Posen einnehmen, die zu ernsthaften Körperschäden führen würden, dafür aber extrem stylisch aussehen. Wieder anders ist es mit den Bildern von Giuseppe Camuncoli. Seine Bilder sind von dominanten Outlines geprägt und die Details werden hauptsächlich durch die Koloration erzeugt. Minck Oosterveer, der leider viel zu früh verstarb, hat sich der Umsetzung des letzten Kapitels in dieser Ausgabe angenommen und zeigt den düstersten Stil in diesem 100 Seiten Jubiläumsheft. Die Zeichnungen wirken stellenweise fast wie aus einem Horrorcomic entnommen und unterstreichen die beklemmende Atmosphäre, welche Autor Van Lente hier erzeugt.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

Joyce Delaneys (Gwens Klon) letzter Augenblick.

FAZIT:

100 Ausgaben Spider-Man, 100 Seiten Spannung und der Start des neuen Spinnen-Mega-Events. Was will man als Spider-Man-Fan mehr. Vor allem wenn es sich Panini nicht nehmen lässt und von dieser Ausgabe auch noch einen ganzen Batzen an Comicshop-Variantcovern anfertigen lässt. Da hat man dann die Chance noch ein Heft zu ergattern, auf dem der eigene Comicshop, von Spidey gerettet wird. Doch schon alleine der Inhalt ist es wert, das Heft zu besitzen. Spannung, Action, Humor. Einfach alles ist vertreten und so vergehen die vielen Seiten fast wie in Sekunden. Nicht etwa weil kaum Inhalt vorhanden ist und nur schöne Bilder darin platz finden, sondern weil man von der ersten Seite in die Geschehnisse eintaucht und erst auf der letzten Seite wieder in die Wirklichkeit entlassen wird.
So kann es gerne mit Spider-Island weitergehen, vor allem dann, wenn sich weitere Geheimnisse rund um die Pläne des Schakal offenbaren und diese auch glaubwürdig präsentiert werden. Doch nach dieser Ausgabe sehe ich dem mit gutem Gefühl entgegen.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

Eine Stadt voller Spinnen. Nur nicht ganz so eklig.

Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Spider-Island Reviewserie (4): Spider-Man (Vol.2) #99 [Panini, Juni 2012]

Heute ist es wieder an der Reihe, für die nächste Spider-Island Ausgabe, und wir nähern uns langsam aber sicher dem Ende des Prologs und dem Start der Hauptgeschichte …

Spider-Man (Vol.2) #99

Jeden ersten Freitag im Monat ist der Filmfreitag für Betty und ihren besten Freund Peter Parker. Doch seitdem Peter bei Horizon arbeitet, als Spider-Man für zwei Rächerteams und die Future Foundation unterwegs ist und selber noch sein Privatleben mit Carly hat, gibt es immer wieder Situationen, die diesen Filmfreitag gefährden. Als Peter wieder einmal absagen muss und auch Bettys Freund Eddie nicht vor Ort ist, geht Betty alleine ins Kino. Auf dem Heimweg wird sie das Opfer eines Überfalls und wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Sofort sind alle ihre Freunde zur Stelle. May und ihr Mann Jay. Glory, Mary Jane und auch Bettys Freund Eddie kommt kurzerhand zurück. Sogar Robbie und J. Jonah Jameson tauchen auf, nur Peter fehlt. Dieser ist unterwegs um Bettys Peiniger ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen …

Betty hat keine Chance ...

Betty hat keine Chance …

Neben der Hauptstory sind außerdem vier Kurzgeschichten enthalten, von denen sich zwei dem bevorstehenden Spider-Island-Event widmen. Zum einen wird auf die weitergehende Ausbreitung der Testobjekte eingegangen und zum anderen holt sich Spider-Man bei Shang Chi ein paar Hilfestellungen um seinen seit geraumer Zeit ausgefallenen Spinnensinn zu überbrücken. Außerdem gibt es einen Blick in die Vergangenheit und zurück in die Gegenwart, als May und Jay sich entschließen New York zu verlassen und nach Boston zu ziehen, sowie einen ganz normalen Tag im Leben von Spider-Man. Während die beiden Spider-Island-Geschichten die Spannung zum direkt bevorstehenden Abenteuer noch ein wenig anheizen, sind die anderen beiden Storys nur unterhaltsames Beiwerk. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich relevant, wenn man von der Entscheidung des jungvermählten Paares einmal absieht, die bekannte Heimat zu verlassen.
In der Hauptgeschichte wird nach etwas längerer Zeit wieder das Privatleben von Peter thematisiert, allen voran seine Freundschaft mit Betty Brant. Dies wird sehr glaubhaft und emotional geschildert und sticht vor allem durch die sehr vielen persönlichen Momente heraus.

Peter kennt keine Gnade!

Peter kennt keine Gnade!

Visuell ist diese Ausgabe eine bunte Mischung an Zeichnern und Stilen. Während Ryan Stegman in der Hauptstory noch mit filigranen und sehr detaillierten Zeichnungen überzeugt, zeigen die weiteren Geschichten mit kräftigeren Strichen und dominanteren Outlines ein ganz anderes visuelles Konzept. Zwar kommt es innerhalb dieser Ausgabe zu keinem all zu großen Stilbruch mit den anderen Geschichten, aber dennoch sind die verschiedenen Zeichner ganz klar voneinander abgrenzbar. Besonders positiv hervorzuheben ist hierbei erneut Emma Rios, deren dunkles Gesamtkonzept hervorragend in die Spider-Island-Kurzgeschichte passt. Ebenso die Zeichnungen von Max Fiumara und dessen Kampf von Spider-Man mit Shang Chi. Wesentlich bunter und fröhlicher sind die Bilder von Giuseppe Camuncoli und Javier Pulido und stehen damit schon fast in krassem Gegensatz zum restlichen Inhalt, passen aber dennoch, auch im Sinne der Auflockerung, sehr gut.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

FAZIT:

Eine kurzweilige und emotionale Ausgabe, welche die Beziehungen unter den Nebencharakteren aus neuen und interessanten Blickwinkeln zeigt. Kurze Infos und Neuausrichtungen einiger Protagonisten werden bekannt gegeben und die Spannung zum im nächsten Heft startenden Spider-Island weiter geschürt. Zusammen mit den wechselnden Zeichnungen ergibt sich eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Mischung an Abenteuern.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

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