Ja, heute ist eigentlich das neue Asterix Review Special an der Reihe, und keine Sorge, es kommt später auch noch. Aber dieser Artikel muss heute online gehen, weil er etwas Besonderes für einen ganz besonderen Künstler ist.
Heute vor 11 Jahren verstarb der sehr talentierte US-Comiczeichner Michael „Mike“ Lance Wieringo im Alter von nur 44 Jahren. Mit diesem Review möchte ich dem außergewöhnlichen Künstler, der viel zu früh von uns gehen musste, gedenken, ein wenig über ihn erzählen, sein Leben und seine Arbeit, und auch was nach seinem Tod noch alles geschah. Weiterlesen
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Merry Christmas Review (2013)
Heute ist der 24. Dezember 2013 und das bedeutet, dass heute Heiligabend ist. Vielerorts gibt es deshalb Geschenke und herzliche Weihnachtsgrüße. Dieses Jahr wollte ich nicht wie die letzten Jahre ein Bild zusammenbasteln und euch damit Frohe Weihnachten wünschen. Darum habe ich meine Comicsammlung gewälzt und eine Weihnachtsausgabe ausgegraben, die ich euch nun hier präsentieren möchte …
Marvel Weihnachtsspecial 1998
[Panini, November 1998]
Wie jedes Jahr treffen sich Spider-Man und Johnny Storm, alias die Fackel, auf der Freiheitsstatue. Doch wo alle die Jahre zuvor Spider-Man auf seinen Freund warten musste, ist es diesmal Johnny, der in der Eiseskälte steht. Zeit genug, um sich an letztes Jahr zu erinnern, als plötzlich Spider-Man auftaucht und ihm eine unglaubliche Geschichte enthüllt. Auch der Silver Surfer muss erfahren, dass Weihnachten und der Glaube daran, etwas sind, dass man nicht wirklich rational erklären und belegen kann, als er versehentlich einem Waisenkind die Wahrheit über den Stern von Betlehem mitteilt. Und zwar, dass es ihn nicht gibt und er diesen auf seinen ganzen Reisen noch niemals gesehen hat. Bei den Fantastischen Vier herrscht ebenfalls Weihnachtsstimmung und Sue ist mit ihrem Sohn Franklin in der Stadt unterwegs. Dort will Franklin ein Geschenk für seinen Vater kaufen, und lernt dabei eine wichtige Lektion zum weihnachtlichen Glauben und dem eigentlichen Sinn des Festes. Daredevil hingegen ist überhaupt nicht nach Weihnachten zumute. Er sitzt in einer Bar und lässt sich regelrecht zulaufen. Bis sich eine Dame neben ihn setzt, welche sich kurz darauf als Mephisto entpuppt. Ein Kampf um sein innertes Selbst entbrennt, dass der Teufel von Hells Kitchen zu verlieren droht. Und das ausgerechnet an Heiligabend. Aber er ist nicht der Einzige, der Weihnachten um sein Leben bangen muss. Wolverine wird von Lady Deathstrike und drei weiteren Kriegern verfolgt, die allesamt seinen Tod wollen. Und sie hätten auch sehr gute Chancen, wenn da nicht Katie Power vom Power pack wäre. Das kleine fünfjährige Mädchen hilft ihrem Freund Logan wieder auf die Beine. Einen ganz anderen Kampf muss derweil Captain America ausfechten. Während er als Steve Rogers in einer Armenküche für Kriegsveteranen aushilft, lernt er Rebecca kennen. Wie sich herausstellt, ist die über 70-jährige Dame die Schwester seines Kameraden Bucky Barnes. Nur leider weiß sie nicht, was mit ihrem Bruder im Krieg geschah, da das Militär sämtliche Informationen geheim hält. Also sucht Cap sie am Heiligabend auf, um ihr ein ganz besonderes Geschenk zu machen. Geschenke verteilt auch der Ghost Rider. Nur, dass diese eigentlich keiner haben möchte. Er bestraft eine Gruppe von Männern, die ausgerechnet am heiligen Abend einen kleinen blinden Jungen entführen wollen.
Das 1998er Weihnachtsspecial von Panini sammelt eine Menge an weihnachtlichen Abenteuern aus dem gesamten Marvel-Universum. Dabei geht es sowohl rasant und actionreich zu, als auch besinnlich und friedlich. Aber eines haben alle Geschichten gemeinsam. Sie versprühen den Charme des Festes, auch wenn es hie rund da ein wenig simpler ausfällt. Das Abenteuer von Spider-Man und der Fackel zeigt die damaligen Entwicklungen sehr deutlich. Die Klonsaga führte zu einem Wechsel unter der Maske von Spider-Man und dies ist auch der Grund, weshalb Johnny so lange warten muss. Als Autor wird Sholly Fish angegeben, wobei ich gestehen muss, dass mir dieser Name bisher gänzlich unbekannt war. Auch kenne ich keine nennenswerten Storys aus der Feder dieses Herrn. Das liegt wohl auch daran, dass diese Geschichte selbst nicht wirklich gut ist. Sie wirkt eher wie ein Lückenfüller und Zusatz, um die damals schon ausufernde Klonsaga noch ein wenig aufzublähen. Ähnlich ist es mit den Zeichnungen von Robert E. Brown, die wie eine billige und schlechte Kopie von Todd McFarlane aussehen. Verschobene Gesichter abstruse Posen und wirklich sehr schmerzhafte anatomische Eigenheiten zerstören fast den gesamten Spaß daran. Einzig die kleinen visuellen Gags um die Seiten herum machen etwas Spaß. Aber insgesamt ist die Geschichte mehr als nur ein Totalausfall. Und das sage ich als Spider-Man-Fan aus tiefstem Herzen. Der Silver Surfer hat es da schon besser. Für sein Weihnachtsabenteuer haben sich nicht nur George Perez als Autor und Rick Leonardi als Zeichner mächtig ins Zeug gelegt. Auch Stan Lee hat etwas beigesteuert. In diesem Fall stammen die Dialoge aus seiner Feder. Wenn auch der Surfer oftmals ein echt weinerlicher Jammerlappen und irgendwie fast immer die tragische Figur des Marvel Universum ist, so hat er diesmal recht wenig zu jammern. Vielmehr macht er sich auf die Suche nach seinem eigenen Fehler und versucht diesen wiedergutzumachen. Dabei trifft er auf viele kosmische Wesen, die ihm nicht nur eine Antwort geben, sondern noch viel mehr Fragen. Diese Art der Erzählweise ist fast schon typisch für Stan Lee. Sehr emotional, ein wenig mysteriös und auch Perez schwingt gelegentlich auf dieser Welle mit. Dennoch ist die Geschichte sehr glaubhaft (für Comicverhältnisse) und die Zeichnungen von Rick Leonardi sehen wunderschön aus. Ich bewundere Leonardi seit seiner Arbeit an Cloak & Dagger (auf Deutsch in Basteis „Licht & Schatten“).
Die Geschichte um Franklin Richards erinnert ein klein wenig wenig an Dickens Weihnachtsgeschichte. Auch wenn hier lediglich ein Geist vorkommt. Autor Walter Simonson hat sich mit Sicherheit ein klitzekleines Bisschen davon inspirieren lassen. Umgesetzt wurde das Skript dann von Arthur Adams und Al Milgrom, die beide sehr gute, aber auch typische 90er-Jahre-Arbeiten abliefern. Bei Daredevil handelt es sich nicht, wie bei den anderen Storys, um ein Abenteuer aus einem sogenannten Holiday Special, wie sie Marvel immer wieder mal auf den Markt warf und gelegentlich noch wirft, sondern um eine reguläre Ausgabe der Daredevil-Serie. Dies spürt man auch merklich. Es fehlt ein gewisser Zusammenhang und die Erklärung, warum DD so verzweifelt sich dem Alkohol in einer Bar hingibt. Und auch wenn die Geschichte von Autorin Ann Nocenti und Zeichner John Romita Jr. durchaus gefällt, passt sie trotz der Weihnachtsthematik nicht so recht in dieses Heft. Ähnlich verhält es sich mit Wolverines Abenteuer, das ebenfalls eine normale Ausgabe, diesmal aus Uncanny X-Men, ist. Der einzige wirkliche Weihnachtsbezug findet durch Katie Power statt, die sich in den festlich geschmückten Strassen der Lower East Side von Manhatten aufhält. Zwar geben sich X-Autor Chris Claremont und Co-Autor und Wolverine-Urgestein Barry Windsor Smith alle Mühe weihnachtliche Gefühle aufkommen zu lassen, aber so recht will das nicht gelingen. Dafür gibt es bei Captain America wieder die volle Dosis Weihnachtsfeeling. Len Kaminski schreibt ein sehr einfühlsames Abenteuer, welches von Ron Lim auch sehr gut dargestellt wird. Zwar stören mich bei ihm noch immer die überdimensionalen Kinnpartien seiner Figuren, aber wenn man davon einmal absieht, finde ich es sehr gelungen, wie Cap der Schwester seines Partners, eine lange Sorge nimmt. Das letzte und abschließende Abenteuer mit Ghost Rider wirkt wieder wie ein Fill-Inn. Es ist zwar schon irgendwie witzig, wie der kleine blinde Junge denkt, dass Ghost Rider der Weihnachtsmann sein könnte, nur weil dessen klimpernde Ketten wie Glöckchen klingeln und er Stiefel trägt. Visuell ist die Geschichte ebenfalls kein Ausreißer. Weder nach oben noch nach unten. Durchschnittlicher Kost der 90er Jahre eben. Wobei ich auch sagen muss, dass Detailreichtum und Qualität mit jeder Seite abzunehmen scheinen.
FAZIT:
Auch wenn alle Geschichten so ihren Reiz haben, so richtig passen sie nicht alle zusammen. Dennoch hat Panini damals eine gute Auswahl getroffen und sich vor allem um Geschichten gekümmert, die bis dato noch keine deutsche Übersetzung erfahren hatten. Aber gerade aus dem jetzigen Blickwinkel, 15 Jahre später, will sich nicht überall Weihnachtsstimmung einstellen. Aber gute Comicunterhaltung gibt es, abgesehen von Spidey und der Fackel, auf den fast 100 Seiten immer noch genug. Nicht nur zur Weihnachtszeit.
Copyright aller verwendeten Bilder © 1991-2013 Marvel & Subs. / Panini
Mit diesem doch sehr ausführlichen Review wünsche ich euch nun Frohe und besinnliche Weihnachten im Kreise eurer Familien und Freunde.
Shadowland Special (Daredevil #9 & #10, Shadowland Special) [Panini, Juli bis August 2011]
Heute will ich mich dem Shadowland-Event aus der Daredevil-Reihe widmen. Ist sein schlechter Ruf gerechtfertigt, oder ist es vielleicht sogar besser als sein Ruf?
Bullseye war schon immer ein rotes Tuch für Matt Murdock. Nicht nur, dass er Elektra getötet hat, auch Matts große Liebe Karen Page hat er auf dem Gewissen. Als er dann aber auch noch einen Wohnblock dem Erdboden gleichmacht und dabei über 100 Menschen ihr Leben verlieren, sieht Daredevil nur noch eine Möglichkeit. Er wird das neue Oberhaupt der Hand, errichtet einen Tempel auf den Ruinen des Wohnblocks und versucht so mit eiserner Hand sein Viertel, Hells Kitchen, sicherer zu machen.
Kaum das Matt es geschafft hat die Cops aus Hells Kitchen fernzuhalten, dann das Kriegsrecht ausgerufen hat und somit der Hand die Möglichkeit gegeben hat das Viertel zu kontrollieren, kommt Bullseye wieder zurück um sich dem neuen Herrscher gegenüberzustellen und ihn herauszufordern. Lord Daredevil, wie sich Matt inzwischen nennt, ist alles andere als erfreut und es kommt zum Kampf infolge dessen Matt eine verhängnisvolle Entscheidung trifft. Auch seine alten Freunde Foggy, Spider-Man, Luke Cage und Danny Rand kommen von nun an nicht mehr an Matt heran. Etwas hat sich seines Geistes bemächtigt und droht Unheil über die ganze Welt zu bringen …
Shadowland beginnt mit einem Paukenschlag. Und wenn ich ganz ehrlich bin, war diese Aktion von Matt schon längst überfällig. Das soll jetzt nicht falsch gewertet werden. Grundsätzlich bin ich kein Freund von Gewalt zur Lösung eines Konfliktes, doch manchmal muss man leider den Weg wählen, der für das gesellschaftliche Leben das geringere Übel darstellt. Aber die Frage hierbei bleibt noch offen, ob denn die Entscheidung von Matt denn wirklich das Problem gelöst hat, oder dieses einfach nur verlagert wurde.
Andy Diggle schafft es, mich sofort in den Bann zu ziehen, wenngleich ich auch sagen muss, dass mir die reinen Shadowland-Ausgaben einen Tick weit besser gefallen als die Daredevil-Ausgaben, die sich mit Shadowland befassen. Dies liegt zum einen an den Zeichnungen, die bei Shadowland 1 bis 3 einfach einen Tick dynamischer sind, was im Übrigen auch für den Storyaufbau zutrifft, während Daredevil 508 und 509 zwar zeichnerisch wirklich schön anzusehen sind, dafür aber auch wesentlich statischer wirken. Bei Daredevil 510, für das Marco Checchetto den Zeichenstift geschwungen hat, sieht es schon wieder ein wenig anders aus. Diese Ausgabe ist eine gelungene Mischung aus beidem.
Mit diesem Special werden ein paar interessante Lücken geschlossen und Hintergrundinfos zum Event geliefert. Der Leser erlebt wie Bullseye bei einer fadenscheinigen und gestellten Beerdigung als ehrenvoller Mann bestattet werden soll, und auch wie Ben Urich da mit drin hängt. Außerdem erfahren wir wie Elektra in die Geschichte passt und was ihre Beweggründe sind sich an Matts Seite zu stellen. Auch der vom Kingpin angeworbene Ghost Rider erhält ein Special in dem Er sich versucht von dem Einfluss der Hand, der ihm durch den Kingpin aufgedrückt wurde. Und auch Spider-Man, der sich in Daredevil 9 von der Versammlung der Helden entfernt hat, will sein ganz eigenes Problem mit Mr. Negative und seinen Männern beseitigen.
Um das eigentliche Event verfolgen zu können, ist dieser Band, genau wie die Monster-Edition nicht notwendig. Das muss man ganz klar sagen, aber ich muss auch zugeben das einige der Hintergründe und auch die Zeichnungen sehr wohl zu gefallen wissen. Wieso einige? Nunja. Leider ist die Qualität eher durchwachsen. Während das Bullseye-Special noch guter Durchschnitt ist und sowohl grafisch als auch storytechnisch noch zu überzeugen weiß, fällt das darauf folgende Elektra-Special schon ein wenig ab. Die Geschichte kann mich überhaupt nicht überzeugen und wirkt ziemlich konfus, dafür sind die Zeichnungen durchaus gelungen. Emma Rios die hier den Zeichenstift schwingt, schafft es eine Atmosphäre zu erschaffen wie seinerzeit Miller bei der Elektra-Saga.
Für das anschließende Ghost Rider-Special sind als Autor Rob Williams und als Zeichner der durch die beiden Carnage-Miniserien und die Universe-Miniserie zusammen mit Paul Jenkins bekannte Clayton Crain verantwortlich. Dieses Special kann mich leider überhaupt nicht überzeugen. Wo mir Crain bei Universe oder der ersten Carnage Mini noch sehr gut gefallen hat, finde ich ihn hier einfach nur hässlich. Abgesehen von 3 bis 4 Panels, die wirklich atemberaubend aussehen, ist der Rest nur noch unterster Durchschnitt. Da fehlen die Dynamik und die Energie. Alles wirkt statisch und einfach lieblos hingeklatscht. Das finale Spider-Man-Special hat vor allem eines. Viel Action und noch mehr Humor. Aber ansonsten ist es wieder nur Durchschnitt. Dan Slott liefert zwar eine unterhaltsame Story ab, aber an wirklich essenziellen Elementen fehlt es, denn anders als das Bullseye-Special liefert es nur eine Zwischengeschichte ab und liefert absolut keine neuen Hintergrundinfos oder neue Blickwinkel.
Mit dem Tod von Bullseye begann Daredevils tragischer Abstieg in die Dunkelheit. Selbst seine Freunde, die ihm zu Hilfe eilen wollten, wurden vom neuen dämonischen Daredevil und seiner Armee der Hand niedergestreckt. Und als ob das noch nicht reichen sollte, fällt auch Hells Kitchen dem Wahnsinn anheim, als sich die Bürger gegenseitig an die Kehle gehen. Aber einen Trumpf haben die Helden noch im Ärmel. Nur wie geht es weiter, wenn sie es wirklich schaffen Daredevil zu besiegen? Wird Matt diese Prozedur überleben und was wird aus Hells Kitchen ohne seinen Beschützer? Fragen über Fragen …
Das Finale von Shadowland hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Zum einen ist es keine wirkliche Überraschung und einen wirklich neuen Status Quo bekommt man auch noch nicht geboten. Zwar gibt es eine gewisse Neuorientierung aber man merkt schon jetzt, dass dies nicht von Dauer sein wird. Foggy bekommt seine Anwaltslizenz wieder und der Kingpin macht sich erneut auf Hells Kitchen zu erobern und zu unterjochen. Alles irgendwie so, wie es schon immer war.
Wo bleiben die Ideen etwas Neu zu gestalten und neue Charaktere einzuführen, die massive Auswirkungen auf das Umfeld der Hauptfiguren haben? Marvel schafft es leider nicht wirklich diese Spannung und diese Wissbegierigkeit in dieser Ausgabe so zu bündeln, als dass man sich unbedingt die nächste Ausgabe kaufen müsste.
Zeichnerich bleibt der Band auf dem Niveau von Ausgabe Nummer Neun mit dem Start von Shadowland. Billy Tan der die Shadowland-Ausgaben zeichnet ist routiniert und bringt die notwendige Dynamik sehr zu Papier. Auch Marco Checchetto darf wieder einmal ran und schafft es auch diesmal mich zu überzeugen. Seine dunkle und fast schmutzige Art passt ideal zum vorletzten Kapitel des Bandes. Fast gleichauf ist auch Roberto De La Torre dessen ebenfalls düsterer Stil die Verzweiflung die in dem Band mitschwingt fast greifbar visualisiert.
FAZIT:
Zusammenfassend ist Shadowland leider nur ein Solohelden-Event von vielen. Kurzweilig, mit ordentlichen Zeichnungen und der Einbindung einiger bekannten und weniger bekannten Helden. Aber was bleibt, nach Shadowland? Bei mir persönlich nicht viel. Ja, es hat Spaß gemacht, und ebenfalls Ja für die Zeichnungen, zumindest zu größten Teil. Aber ein klares Nein zum Gesamtstorybild und das, was es bewirkt hat. Denn da bleibt nicht viel. Vielmehr wirkt es so als wolle man ein paar Fehler der Vergangenheit ausbügeln, ähnlich „One Moment in Time“ (auf deutsch bei Panini als „Ein besonderer Augenblick“ erschienen), in dem auch einiges korrigiert wurde, oder wenigstens versucht.
Daher kann ich persönlich Shadowland auch nur bedingt empfehlen. Als reine Unterhaltung erfüllt es seinen Zweck, wenngleich ich der Meinung bin, dass es weitaus bessere Comics gibt, mit der man die gleiche Zeit gehaltsamer verbringen kann. Aber für einen seichten und entspannenden Ausgleich und als Ausklang eines stressigen Tages ist es sehr gut geeignet.
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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010/2011 Marvel & Subs. / Panini Comics
Ghost Rider: Spirit of Vengeance (Steelbook/DVD)
Marvel hat seit einigen Jahren ein ziemlich gutes Händchen, was die eigenen Comicverfilmungen betrifft. Doch leider gibt es auch immer wieder mal Ausreißer nach unten, die nicht so gelungen oder erfolgreich sind. Einer dieser Filme war Ghost Rider mir Nicholas Cage. Auch der zweite Teil war an den Kinokassen nicht der erwartete Erfolg. Nun ist Ghost Rider: Spirit of Vengeance auf DVD und BluRay erschienen und ich habe mir das Werk angeschaut …

Photo by Courtesy of Columbia Pictures – © 2011 Columbia Pictures Industries, Inc. All rights reserved.
Um seinen Vater vor dem sicheren Tod zu retten, hat der Stuntman Johnny Blaze vor Jahren einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Fortan sollte er als Ghost Rider die sündigen Seelen einsammeln. Aber Johnny hat sich zurückgezogen. In der Hoffnung durch diese Abgeschiedenheit seinen unhaltbaren Dämonen doch noch zu besänftigen, will er nie wieder als Ghost Rider auftreten.
Doch Johnny hat keine Wahl mehr als er Besuch von Moreau bekommt, der ihn auf einen kleinen Jungen mit Namen Danny aufmerksam macht, der das neue Ziel der Dämonen geworden ist. Danny ist der Schlüssel zur Vernichtung der Welt und nur Johnny kann ihn als Ghost Rider beschützen?
Ich gebe ganz ehrlich zu das mir der erste Ghost Rider ganz gut gefallen hat. Die breite öffentliche Meinung und die Verkäufe an den Kinokassen und der DVD und BluRays sagen da etwas ganz anderes. Doch ich muss auch sagen, dass ich mir von dem Film nicht allzu viel versprochen hatte. Lediglich einen kurzweiligen und unterhaltsamen Comic-Popcorn-Movie hatte ich erwartet und auch präsentiert bekommen.
Bei Ghost Rider Spirit of Vengeance bin ich mit genau der gleichen Einstellung an den Film gegangen. Aber ich wurde enttäuscht. Wo der erste Film auch durch seine Besetzung mit Peter Fonda als Mephistopheles überzeugen konnte und die gut aussehende Eva Mendes ein Blickfang war enttäuscht die Fortsetzung. Nicht nur das Nicholas Cage weniger Haar zu bieten hat, auch mit seinem Bauch wirkt er nicht mehr so heldenhaft. Ein brennendes Skelett mit Bierbauch ist alles andere als schön anzusehen. Das kann auch die enge Lederkluft nicht kaschieren.
Auch die Nebendarsteller wissen nicht wirklich zu überzeugen. Christopher Lambert war früher ein sehr charismatischer Schauspieler, der mit seinem „Silberblick“ Frauen bezirzen konnte. Als ganzkörpertätowierter Mönch mit Glatze funktioniert dies bei Weitem nicht mehr. Auch Violante Placido als weiblicher Blickfang ist nicht wirklich eine Offenbarung. Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich sehr gut streiten, gerade wenn es um Frauen geht, aber für mich ist Violante hier ganz klar fehlbesetzt. Der einzige schauspielerische Lichtblick in diesem tristen Ensemble ist Idris Elba als Moreau. Er spielt alle anderen mit seiner Ausstrahlung und Leistung an die Wand.

Photo by Jasin Boland – © 2011 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved. ALL IMAGES ARE PROPERTY OF SONY PICTURES ENTERTAINMENT INC.
Der einzige Fortschritt zum ersten Teil sind die Effekte. Der Schädel und die Flammen wirken einfach nur genial. Auch das neue Motorrad und die Fähigkeit sich jedes Vehikel zu eigen zu machen sind gelungene Ideen, die auch sehr gut umgesetzt wurden. Was mir ebenfalls von der Grundidee gefallen hat, war den Rider allgemeine düsterer zu machen, als er im ersten Teil war. Auch die Action kommt, zumindest bei mir, sehr gut an. Leider dauert es, bis es wirklich rundgeht. Denn die Geschichte ist wahrlich kein Highlight und lässt sich mit einem Satz umschreiben. Keine Twists, keine Überraschungen, nichts was sich nicht schon lange vorhersagen lässt. Man merkt dem Film leider an, dass Er nur noch die Hälfte des Budgets von Teil 1 zur Verfügung hatte.

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FAZIT:
Leider bleibt auch mit gesetzteren Erwartungen nur ein mittelmäßiger Streifen zurück, der auch nach dem zweiten Anschauen nicht besser wird. Für mich als Marvel-Movie-Fan war der Film ein Muss, unter anderem wegen der limitierten Steelbox. Wer aber mit dem Ghost Rider nicht viel anfangen kann oder den ersten Film bereits nicht mochte, der sollte bestenfalls auf die TV-Ausstrahlung warten.
Filmlaufzeit: 91 Minuten
Laufzeit Extras: 108 Minuten
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch
Reginalcode: 2
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Marvel Pinball: Infinity Gauntlet Tisch (Video) & Releasedatum
Vor einiger Zeit hat Stefan hier in den Kommentaren seinem Unmut Luft gemacht, das der neue DLC sich immer weiter verzögert. Doch jetzt gibt es neben dem neuen Video zum Infinity Gauntlet-Tisch endlich ein genaues Releasedatum für den Avengers Chronicle DLC. So soll dieser für die PS3 im PSN in Nordamerika am 19. Juni erfolgen und für Europa im PSN und im XBLA (für Zen Pinball FX2) am 20. Juni erfolgen. Hoffentlich kann der Termin gehalten werden. Ich persönlich freue mich auf jeden Fall schon darauf und werde ihn mir wohl gleich am Releasetag ziehen…
Marvel Pinball: Avengers Chronicle (DLC)
Wie man ja aus meinem „Über mich“ entnehmen kann, bin ich auch leidenschaftlicher Games. Und als Comicnerd und Gamerfan kam ich natürlich auch nicht an ZEN Studios „Marvel Pinball“ für meine PS3 vorbei. Neben der Basisversion mit den Tischen „Spider-Man“, „Wolverine“, „Iron Man“ und „Blade“ sind inzwischen eine Reihe weiterer Tische erschienen. Da wären die beiden Einzeltische „Fantastic Four“ und „Captain America“ und das Pack „Vengeance & Virtue“ welches die Tische „X-Men“, „Moon Knight“, „Thor“ und „Ghost Rider“. Nun wird das Tishkarussell bald um weitere vier Tische erweitert.
Für dieses neue DLC-Pack welches den klangvollen Namen „Avengers: Chronicle“ trägt wurden die Tischthemen „Fear Itself“ (das aktuelle Marvel-Event), „Infinity Gauntlet“ (ein früheres sehr gutes Marvel-Event), „Marvel’s The Avengers“ (passend zum neuen Kinofilm) und „World War Hulk“ ausgewählt.
Zu „World War Hulk“ hat Marvel nun folgenden Trailer veröffentlicht. Viel Spaß damit!
Ich persönlich freue mich riesig darauf und kann es kaum abwarten das, zum einen das neue DLC-Pack, und zum anderen Marvel Pinball auch endlich für den Nintendo 3DS veröffentlicht wird.














