Universe #1 [Infinity, Juni 2002]

Heute möchte ich euch eine Miniserie vorstellen die für viele vielleicht ein Geheimtipp ist, für andere einfach nur eine Comicserie und wieder anderen wird sie vielleicht überhaupt nicht gefallen. Ich persönlich hatte die Reihe bis zu einem zufälligen Entdecken, überhaupt nicht auf meinem Schirm und bin eher skeptisch ran gegangen…

Universe #1

Tom Judge ist ein gefallener Priester. Inzwischen sucht er sein Heil in Nutten, Alkohol und Drogen. Bis zu dem Moment wo er in einem kleinen Versteck neben seinem Kamin einen seltsamen Schlüsselanhänger findet. Dieser kleine und unscheinbare Anhänger birgt jedoch ein schreckliches Geheimnis, das sich auch sofort offenbart als Tom von einer seiner beiden Bettgespielinnen angegriffen wird, die es auf den Anhänger abgesehen hat. Es manifestiert sich ein mächtiger Dämon der alles um sich herum niederwalzt und in Schutt und Asche legt.
Nach dieser ersten Begegnung mit seinem neuen dunklen Ich taucht plötzlich Tilly auf, welche in die Zukunft sehen kann und schnappt sich den doch leicht überforderten jungen Mann. Sie versucht ihm zu erklären, das er dank des Anhängers nun zu einer sehr wichtigen Person im Ränkespiel der Hölle wird, und stellt ihm wenig später schon eine sehr wichtige Person vor, welche sich ihm als Nick vorstellt. Es ist Tom zwar nicht sofort klar, aber er plaudert in diesem Moment mit dem Teufel…
FAZIT:
Eigentlich ist mir Universe Band Nummer 1 eher durch einen Zufall in die Hände gefallen. Als ich dann aber gesehen habe wer da den Autorenstift geschwungen hat, wurde ich neugierig. Nun gibt es zwar von Paul Jenkins gutes und schlechtes Material („Die Offenbarung“ zusammen mit Ramos fand ich sehr gut) und deshalb dachte ich mir „Schau doch mal ob du die 5 Bände komplett bekommst.“
Gesagt, getan und nach dem lesen des ersten Bandes nicht wirklich bereut. Jenkins baut eine durchaus interessante Story auf, die einem mit den dramatischen und teilweise sehr blutrünstigen Bildern von Clayton Crain dargebracht wird. Seine Dämonen und die Details sind schon atemberaubend, seine Menschen jedoch sind fast Augenkrebs. Schrecklich unproportioniert und perspektivisch immer irgendwie verschoben. Davon aber mal ab entwickelt sich eine schöne Fantasy-Horror-Mystery-Geschichte mit Biblischen und Mythologischen Anleihen.

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Doubt #2 [Carlsen, Januar 2011]

Diesmal geht es mit dem zweiten Band der Mystery-Horror-Drama-Reihe „Doubt“ weiter. Können sich die Gefangenen befreien und werden sie den Wolf entlarven…?

Doubt #2

Die Lage spitzt sich immer weiter zu als Yu, Mitsuki, Haruka und Hajime herausfinden das der Unbekannte welcher als Hase verkleidet im Monitorraum saß, selber ein Opfer ist. Wegen einer Behinderung war es ihm nicht möglich dies zu sagen und so hat Yu, ohne es zu wissen, ihn versehentlich getötet, als er ihm die Hasenmaske abnahm. Im Inneren der Maske war eine Nadel befestigt, welche beim Abnehmen zusticht und dabei ein tödliches Gift freisetzt. Im nächsten Raum, den sie mit Hilfe des Strichcodes des Unbekannten öffnen, finden sie eine Art Bibliothek. Zum Glück hat das Zimmer auch ein Fenster hinter einem der Bücherregale zu bieten, doch als Yu und Hajime das Regal beiseite schieben müssen sie erkennen das ein robustes Eisengitter den Weg nach draussen versperrt.
Als dann auch noch Haruka ein paar mysteriöse Informationen findet, bricht unter den verbliebenen Überlebenden das pure Misstrauen aus. Haruka beschuldigt Yu und Mitsuki die Wölfe zu sein, greift dann Mitsuki auf der Toilette an und überredet Hajime Yu zu fesseln. In dieser Situation hat Yu nachdem er im Monitorraum alleine zurückgelassen wurde die Chance alle auf den Bildschirmen zu beobachten. Auch den eingeschlossenen Eiji kann er sehen und muss dabei tatenlos zusehen wie ein als Hase verkleideter Unbekannter das eigentlich abgschlossene Zimmer betritt und Eiji ermordet.
Da Yu während dieser Tat bis auf Hajime alle anderen Personen auf den Monitoren verfolgen konnte, schlägt die Situation wieder um und plötzlich ist Hajime der Verdächtige. Doch plötzlich ist Haruka verschwunden und eine bisher verschlossen Tür steht offen. Dahinter verbirgt sich, für die letzten drei, etwas wahrhaft unvorstellbares…
FAZIT:
Die Spannung steigt weiter und noch immer ist nicht abzusehen wer hinter dem ganzen Spiel steckt. Jeder mögliche Verdacht wird im darauf folgenden Kapitel zerstört und man hat das Gefühl am Anfang zu stehen. Auch die Parallelen mit Horrorgenreikonen wie SAW relativieren sich immer weiter und es entsteht etwas weitgehend eigenständiges. Dabei werden auch immer mehr Hintergründe offenbart bzw. präsentiert wer aus welchen Gründen vielleicht der Täter sein könnte, aber diese Informationen werden teilweise auch ganz geschickt wieder „ausgehebelt“ und dennoch bleibt die ganze Geschichte bisher sehr glaubwürdig.
„Doubt“ macht nach wie vor einen Riesenspaß und man fiebert einfach mit den Figuren mit und will, muss, einfach wissen wie es weitergeht.

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Review: Doubt #1 [Carlsen, Oktober 2010]

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The Walking Dead #2: Ein langer Weg [Cross Cult, Juni 2006]

Heute gibt es den zweiten Band von Images/Cross Cults Zombie-Überlebensdrama. Und auch dieses mal passiert wieder einiges…

The Walking Dead #2: Ein langer Weg

Shane ist tot und die Stimmung in der Gruppe ist zwiegespalten. Doch die Stimmung ist nicht das einzige Problem. Die Nahrung geht aus und das Camp ist nun auch nicht mehr sicher, nachdem sich die ersten Zombies dorthin „verlaufen“ haben. Also bleibt Rick und den anderen nichts anderes übrig als das Wohnmobil fertig zu machen und sich gemeinsam auf die Suche nach einem neuen Platz zu machen. Doch unterwegs gibt es auch andere Gefahren als nur die Zombies. Viele Strassen sind von Autowracks versperrt, und als die Männer der Gruppe gerade einmal wieder den Weg freiräumen müssen erhalten sie Besuch…
Aber ausser einem riesengroßen Schreck passiert der Gruppe nicht viel. Den die Besucher entpuppen sich als eine kleine Gruppe Überlebender die ebenfalls eine neue Zuflucht sucht. Rick freundet sich sehr schnell mit Tyreese an. Nur Lori findet es nicht so gut noch ein paar Menschen mehr mit sich herumschleppen zu müssen. Aber den wahren Grund für ihren Missmut äussert sie Rick gegenüber erst später, als sie ihm gesteht schwanger zu sein. Es dauert auch nicht lange bis eine neue offenbar verlassene Wohnsiedlung der neue Unterschlupf der Flüchtlinge wird. Was jedoch keiner ahnt ist das diese Siedlung deshalb verlassen ist, weil sie von Zombies bevölkert wird. Als die Gruppe dies entdeckt ist es fast schon zu spät und Allens Frau Donna wird ein Opfer dieses Angriffs. Schneller als gedacht ist der Rest der Gruppe aus dieser Todeshölle entkommen, jedoch haben sie keinerlei Verpflegung mehr mitnehmen können, so das sie kurze Zeit später wieder beginnen müssen zu jagen, damit sie überleben können.
Ein Waldgrundstück soll die Chance bieten mit gejagtem Wild das Überleben zu sichern. Rick und sein Sohn Carl, sowie Tyreese machen sich auf die Suche und schneller als erwartet kommt es zum Schusswaffengebrauch. Doch ist kein Tier das Opfer dieses Angriffs, sondern Ricks Sohn Carl, der versehentlich von einem anderen Überlebenden auf der Jagd angeschossen wird. Während Tyreese zu den anderen zurückeilt, ist Rick mit dem Schützen und seinem verletzten Sohn auf dem Weg zu einer Farm, wo jemand leben soll, der seinen Sohn vielleicht noch retten kann…
FAZIT:
Auch der zweite Band dieses Dramas weiß wieder vollends zu überzeugen. Nicht nur das Geheimnisse ans Licht kommen, die noch einiges an Problemen mit sich bringt und das sogar auf lange Sicht. Auch die Verluste die einige der Flüchtlinge hinnehmen müssen werden immer dramatischer. Anfangs sind es noch Freunde die sterben, später dann schon die Ehefrauen und Mütter und sogar die Kinder könnten bald das Ziel der Autoren werden. Diese Ungewissheit die die Gruppe erlebt überträgt sich auch direkt auf den Leser, und dies auch durch die gelungenen Zeichnungen von Charles Adlard, der ab sofort den Zeichenstift von Tony Moore überreicht bekommt. Anfangs noch ein wenig ungewohnt stellt sich sehr schnell die passende Stimmung ein. Doch neben all dem Drama welches Robert Kirkman, Charles Adlard und Cliff Rathburn hier präsentieren gibt es auch erfreuliches. Neue Liebe zum Beispiel. Auch durch solche Ereignisse kann man die Gruppe dezimieren. Es muss nicht immer der Tod sein.
Und in genau solchen Momenten schwingt auch immer etwas Hoffnung mit die für die Zukunft der Flüchtlingsgruppe ein Ziel darstellt. Immerhin gilt es noch immer einen Ort zu finden an dem sich die Gruppe niederlassen kann und sicher ist vor den Angriffen der Zombies.

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Doubt #1 [Carlsen, Oktober 2010]

Psychothriller sind ein gerne genutztes Genre nicht nur im Film oder Romanbereich, auch ein paar Mangas haben sich schon daran versucht. Teilweise sogar sehr erfolgreich. Doch noch immer fristet dieses Genre neben den ganzen Romantik, Science-Fiction, Cyberpunk und Love-Comedys ein Nischendasein. Daher ist es umso erfreulicher, wenn mal wieder ein Vertreter dieses Genres das Licht der Welt erblickt. Noch erfreulicher ist es aber, wenn es auch ein guter Vertreter seiner Art ist. „Doubt“ versucht dieser Erwartung auf jeden Fall gerecht zu werden…

Doubt #1

„Rabbit Doubt“ ist das aktuelle und extrem populäre Online-Spiel. In diesem Spiel ist jeder Teilnehmer ein Hase, doch einer dieser Hasen ist ein verkleideter Wolf. Nun müssen alle echten Hasen den falschen ermitteln, wobei der Falsche natürlich von seiner Fährte ablenken muss ohne sich dabei selber verdächtig zu machen.
Nun nach ein paar Spielen wollen sich die Teilnehmer einer Runde treffen. Dazu gehören unter anderem die zwei Freunde Yu und Mitsuki, der etwas undurchsichtige Eiji, die seltsame Haruka und die Behinderte Rei. Leider nicht zu dem Treffen kommen kann Hajime, aber nichtsdestotrotz gehen sie alle zusammen in eine Karaokebar, wo sie ausführlich feiern. Dort wird auch Rei Geheimnis gelüftet. Rei ist ein ehemaliger Fernsehstar. Sie hatte die Fähigkeit andere über das Fernsehen zu hypnotisieren. Doch irgendwann war es mit ihrer Karriere vorbei, auch wegen schlechter Publicity und Betrugsvorwürfen. Dies konnte die damals so junge Rei nicht verkraften und stürzte sich vor einen LKW. Sie überlebte schwer verletzt und sitzt seitdem im Rollstuhl. Da sie aber ihre Vergangenheit lieber geheimhalten wollte und die anderen lieber sie als Mensch akzeptieren sollten kommt es zu einem kleinen Streit an dem Eiji nicht ganz unschuldig ist.
Nachdem sich die Lage wieder etwas beruhigt hat, stellen alle verwundert fest das Eiji verschwunden ist. Yu macht sich auf die Suche nach ihm und glaubt ihn in der Toilette gefunden zu haben. Dort jedoch wird er von einem Unbekannten mit Hasenkopf niedergeschlagen. Als er wieder zu sich kommt ist er gefangen mit Mitsuki und dem nicht zum Treffen erschienen Hajime. Auch Rei ist im Nachbarraum. Doch sie ist einem grausamen Mord zum Opfer gefallen und hängt leblos an einer Wand aufgespiesst, ihr Rollstuhl ist zertrümmert.
Yu bringt Mitsuki wieder in den anderen Raum, als sich plötzlich die Tür öffnet und Haruka auftaucht. Und so stellen die vier fest, das offenbar jeder von ihnen einen Strichcode am Körper trägt, mit dessen Hilfe man die Türen öffnen kann. Leider funktioniert jeder Strichcode nur ein einziges Mal. Also versuchen sie den Rest des Komplexes zu erkunden und treffen dabei auf Eiji, der aber wiederum nur auf eigene Faust handelt, was das Team dazu bringt in einzusperren.
IN dieser Verzweifelten Lage müssen sie nun feststellen, das sie nur noch zwei mögliche Schlüsselcodes haben, aber vier Türen die noch zu öffnen sind, inklusive derer hinter der sich der eingesperrte Eiji befindet. Hinter einer der möglichen Türe finden sie einen Monitorüberwachungsraum in dem eine als Hase verkleidete Person vor den Bildschirmen sitzt. Handelt es sich dabei um den Täter, oder ist er ebenfalls ein Opfer dieses grausamen Spieles…?
FAZIT:
„Doubt“ ist ein psychopathischer und klaustrophobischer Horrorthriller der geschickt mit den Ängsten des Lesers spielt. Dabei scheint nichts so zu sein wie es Anfangs den Anschein hat. Kranke Psychospielchen, Leichen, und eine fast SAW-ähnliche Atmosphäre mit dunklen und geheimnisvollen Schauplätzen bilden dabeidie Grundlage für dieses Survival-Game. Dabei wird weniger auf eine explizite Gewaltdarstellung als mehr auf psychologischen Horror mit gezielten Schockmomenten gesetzt.
Die Zeichnungen sind Mangatypisch aber dennoch sehr realistisch inklusive ein paar SD-Einlagen die das Geschehen auflockern. Die Geschichte ist spannend und durchgehend flüssig erzählt und so das die über 200 Seiten wie im Flug vergehen und man einfach wissen möchte wie es den Überlebenden weiter ergeht.

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The Walking Dead #1: Gute alte Zeit [CrossCult, Januar 2006]

Es gibt Comicserien die ziehen einen sofort in den Bann und dann gibt es Serien die jahrelang an einem vorbeiziehen. Bei mir ist dies mit The Walking Dead so passiert. Zwar habe ich die Serie schon ab Band 1 wahrgenommen, aber immer irgendwie verschoben. „Kann man ja später mal antesten.“ oder „Vielleicht beim nächsten Mal.“ waren dabei solche Gedanken. Wenn man dann aber auch noch wie in meinem Fall keinen Comicshop mehr im Wohnort hat und der nächste erst in der nächsten Großstadt anzufinden ist, dann hat man auch nur selten die Möglichkeit in so etwas hineinzuschnuppern und durchzublättern.
Lange Rede kurzer Sinn. Nachdem ich nun im Paniniforum durch die Rezensionen von anderen Lesern angestachelt war, habe ich mir durch einen User dort gleich die ersten 5 Bände zu einem guten Preis erstanden.

Und was ist das Ergebnis?

Ich bin begeistert. Darum hier nun meine Erfahrungen und mein Ergebnis zum ersten Band dieser wirklich aussergewöhnlichen Reihe:


The Walking Dead #1: Gute alte Zeit

Officer Rick Grimes wird bei einem Einsatz angeschossen und schwer verletzt. Wochen später erwacht er im Krankenhaus und findet sich zuerst ganz alleine in den verlassenen Fluren wieder. Kein Arzt, keine Krankenschwester, keine anderen Patienten. Niemand. Erst als er sich ein wenig durch das Krankenhaus manövriert findet er Leichen. Doch etwas stimmt mit diesen Leichen nicht. Sie sind seltsam ausgemergelt und einige davon bewegen sich noch. Sie sind nicht tot, sondern leben. Oder es sind einfach lebende Tote. ZOMBIES!
Schnelle flüchtet Rick aus dem Krankenhaus um nach Hause zu kommen und nach seiner Familie zu sehen. Dort angekommen findet er aber nur ein leeres Haus vor. Verzweifelt setzt er sich auf den Bordstein vor seinem Haus, als ihn ein kleiner Junge mit einer Schaufel bewusstlos schlägt. Der Junge gehört zu Morgan Jones, der sich im Nachbarhaus einquartiert hat. Zusammen begeben sie die beiden nach ein paar Tagen ins Polizeiquartier um sich dort mit Waffen und Fahrzeugen einzudecken, bevor sich deren Wege wieder trennen und Rick sich auf den Weg nach Atlanta macht, weil im Morgan sagte, das in Atlanta eine Sicherheitszone eingerichtet worden wäre.
Doch in Atlanta angekommen muss Rick feststellen, das die Stadt von Zombies übervölkert ist und offenbar niemand mehr dort lebt. In einem unbeachteten Moment wird Rick von den Zombies angegriffen und nur mit Hilfe eines jungen Mannes gerettet, der Rick ausserhalb von Atlanta in ein Camp bringt, in dem er Personen wiederfindet, die er fast schon abgeschrieben hatte…
FAZIT:
The Walking Dead beginnt wie eine typische Zombieserie, entwickelt sich dann aber mehr in ein Drama als in eine Horrorgeschichte. Diese Gratwanderung gelingt bisher ganz gut, und dies liegt unter anderem auch an den gelungen und stimmungsvollen Zeichnungen und der Wahl als Schwarz/Weiß-Comic anstatt Farbe. Die „fehlende“ Farbe erweist sich sogar als sehr hilfreich um selber in die Geschichte einzutauchen und sich von der Stimmung gefangen nehmen zu lassen.
Auch sehr gelungen finde ich persönlich die Tatsache das die Zombies weniger als Schockmomente dienen, als vielmehr als gesamte und immerwährende Bedrohung die jederzeit präsent ist und zuschlagen könnte. Dadurch baut sich eine besonders dramatische, fast thrillerartige Spannung auf, in die die Zwischenmenschlichen Geschicke erfolgreich verknüpft werden.
Neue Freundschaften werden geknüpft, alte Liebe wiederentdeckt und frühere Freunde können plötzlich die ärgsten Feinde werden.
The Walking Dead bietet einfach alles was eine erfolgreiche und spannende Comicserie haben muss, und ist daher eine unbedingte Kauf- und Leseempfehlung für alle die gerne mal abseits des typischen Superheldenmainstreams etwas konstant Gutes finden möchten.

CrossCult veröffentlicht die Serie hier in Deutschland nicht im üblichen Heft oder Tradeformat, sondern greift dafür lieber auf das verlagstypische Hardcover-Kleinformat von 21,4 x 14,4 x 1,8 cm zurück. Darin werden die US-Sammeltrades veröffentlicht und auch wenn man dies anfangs denken mag, so wirkt sich die Verkleinerung der Seiten nicht negativ aus und die Seiten, deren „Kolorierung“ (wenn man denn überhaupt davon sprechen kann bei diversen Grautönen) als auch der Seitenaufbau und die Panelaufteilung funktionieren immer noch perfekt.
Des weiteren gewinnt die Serie dadurch auch an einer „äusseren“ Aufwertung durch die edle Aufmachung mit reichlich Bonusmaterial und Hintergrundinformationen. Als kleiner Gag ergibt sich beim aneinanderreihen der Cover der Bände ein fortlaufendes Motiv, aber dies nur als kleines unnützes Wissen am Rande.

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ComicShortCast Episode #4


Stephen King’s N.

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Die vierte Ausgabe des Comic Short Cast befasst sich mit Stephen Kings N.

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