Spider-Man Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Heute gibt es die erste Marvel NOW!-Review zu einer der neuen Heftserien von Panini. Und als großer Fan von Spider-Man kann es natürlich nur die Nummer 1 der neuen Spider-Man-Serie sein …

Spider-Man Nr. 1 (Marvel NOW!)

Doctor Otto Octavius ist tot. Lang lebe Peter Parker und Spider-Man. Oder so ähnlich. Denn hinter der Fassade des braven Peter Parker steckt nun kein geringerer als der Geist von Octavius. Nach den Ereignissen, der letzten Wochen, hat sich im Leben von Spider-Man einiges geändert. Das letzte Vermächtnis von Peter war, dass er Otto seine Lebensgeschichte durchleiden ließ und ihm somit sein Lebensmotto von Macht und Verantwortung ins Gehirn brannte. Nun handelt auch der neue Spider-Man nach diesem Credo, jedoch nicht ohne einiges grundlegend zu ändern. Mit Hilfe von Spider-Bots und einer Tablet-App schafft er es, die Stadt zu überwachen, neue Erfindungen helfen ihm bei der Verbrecherjagd und auch sein Verhalten Mary Jane gegenüber ist wesentlich forscher und kalkulierbarer geworden. Sogar J. Jonah Jameson schüttelt dem neuen Netzschwinger die Hand und bedankt sich für sein Handeln. Alles scheint gut zu werden, wenn da nicht Peters Geist wäre, der dies alles nicht so wirklich fassen kann und es immer wieder schafft, Ottos Handeln ein klein wenig zu lenken und zu beeinflussen. Gibt es vielleicht noch eine Chance auf Rückkehr …?

Der neue Spider-Man!

Der neue Spider-Man!

Dan Slott hat Spider-Man zumindest oberflächlich gesehen, ganz schön ungekrempelt. Schaut man sich das Ganze jedoch etwas genauer an, merkt man, dass es kaum Änderungen gibt. Noch immer kämpft Spider-Man gegen das Böse, und noch immer steckt das Gesicht von Peter Parker unter der Maske. Dass mit dem leicht veränderten Verhalten versucht wird, diesen neuen Spider-Man wesentlich entschlossener zu machen, ist streng genommen auch nicht neu. Schon einmal hatte Spider-Man eine dieser „härteren“ Phasen. Auch damals wurde er aggressiver und direkter. Diesmal steckt zwar mehr Kalkül dahinter, doch im Endeffekt ist es die gleiche Richtung. Dennoch ist Slotts Idee nicht schlecht. Einen von Spider-Mans alten Gegnern in das neue Kostüm zu stecken ist schon verwegen. Doch dadurch, dass Peter im sein Lebensmotto mit dem Holzhammer eingetrichtert hat, sind die besten Möglichkeiten wieder zunichtegemacht worden. Ich bin zwar ein Fan von dem klassischen Parker und seiner bisherigen charakterlichen Entwicklung, aber ab und zu etwas Neues kann nicht so schlecht sein. Ein bisschen kommen mir da die Erinnerungen wieder, als ein jüngerer und mit blonden Haaren ausgestatteter Peter Parker, als Ben Reilly die Aufgabe des neuen Spider-Man übernommen hatte. Viel Neues wurde damals eingeführt und binnen kürzester Zeit wuchs einem Ben ans Herz. Und der Abschied von Peter fiel nicht einmal schwer, denn dieser war mit MJ ja „nur“ nach Portland ausgewandert und konnte jederzeit vorbeischauen. Diesmal gibt es nicht so einfache Möglichkeiten, aber ich schätze einmal, dass selbst jetzt schon die Idee für Peters Rückkehr irgendwo fertig in einem Schubfach bei Marvel schlummert. Nur für den Fall, dass Otto als Spider-Man nicht mehr bei den Lesern ankommt.

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Jetzt noch gefährlicher!

Wesentlich überzeugender als die Geschichte, sind dafür die Zeichnungen von Ryan Stegman, der zuletzt an Scarlet Spider gearbeitet hat und dort schon ein atemberaubendes Artwork vorweisen konnte. Man kann also sagen, dass Stegman schon Erfahrungen mit Spinnen hat. Und das merkt man wirklich von der ersten Seite an. Sein dynamischer Strich ist perfekt um den, mehr oder weniger, neuen Spider-Man visuell einzufangen. Und auch wenn es nicht sofort auffällt: Spider-Man hat ein neues Kostüm erhalten. Dieses orientiert sich, wen überrascht dies, an der Version aus dem Kinofilm „Amazing Spider-Man“, auch wenn statt Blau, die Hauptfarbe Schwarz ist und auch die Spinnensymbole auf Brust und Rücken nicht so dominant wie in der Filmvorlage. Wesentlich auffälliger hingegen ist das Charakterdesign des „neuen“ Peter Parker. Stegman lässt gezielt Merkmale der Gestik und Mimik von Octavius mit einfließen. Und auch wenn Peter in den Labors von Horizon herumwerkelt, sieht er mit dieser neuen Brille mehr aus wie Dr. Octopus als wie Peter Parker. Das alles ist zwar auf den ersten Blick sehr interessant, wirkt aber schon in dieser ersten Ausgabe eher ermüdend, was aber keine Kritik an Stegmans Arbeit an sich darstellt. Denn diese ist sehr gelungen und wird durch die Farbgebung von Edgar Delgado noch verstärkt.

Und ein Freund des Bürgermeisters!

Und ein Freund des Bürgermeisters!

FAZIT:

Spider-Man unter dem Banner von Marvel NOW! ist auf den ersten Blick sehr faszinierend, und bei genauerem Hinsehen immer noch spannend und unterhaltsam. Doch leider gibt es auch einige Punkte, die noch verbesserungswürdig sind. Das Charakterdesign wirkt stellenweise übertrieben und unglaubwürdig, genau wie die plötzlichen Reaktionen auf den neuen Spider-Man. Die Tatsache, dass bereits jetzt ein Hintertürchen zu erkennen ist, um die aktuelle Situation umzukehren, trübt ebenfalls ein wenig den Lesespaß. Zumindest aus der Sicht der Veränderung. Für diejenigen, die mit dem aktuellen Status quo überhaupt nicht zurechtkommen, ist es ein Hoffnungsschimmer.
Insgesamt jedoch bleibt Spider-Man ein Must Have-Titel unter den Neustarts des Marvel NOW!-Banners und ist in meinen Augen nicht nur für Fans des Netzschwingers eine Empfehlung.

Einen Schlag bei Frauen, hat er auch noch.

Einen Schlag bei Frauen, hat er auch noch.

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Der tägliche Simpsons-Gag #494

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Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

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Die Simpsons kommen in das Wohnzimmer und wollen sich auf die Couch setzen, als sich der Boden als Laufband entpuppt. Während es Marge, Lisa, Bart un Maggie schaffen, stolpert Homer.