Wolverine Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]

Auch heute gibt es eine weitere Marvel NOW!-Review aus Panini neu gestarten Heftserien. Diesmal ist es das erste Double-Feature-Heft mit Wolverine und Deadpool.

Wolverine Nr. 1 (Marvel NOW!)

Wenn es etwas gibt, das Wolverine überhaupt nicht mag, dann ist es, wenn Unschuldige sterben müssen. Als jedoch ein verrückter Geiselnehmer nach und nach seine Geiseln tötet und es dann auch noch auf seinen Sohn abgesehen hat, muss er etwas unternehmen. Aber der Verrückte hat eine Strahlenwaffe, die aus Menschen binnen Sekunden Staub macht. Doch kaum das Wolverine den Geiselnehmer ausgeschaltet hat, entpuppt sich sein Sohn als ebenso gefährlich …
Andere Gegner hat dagegen Deadpool. Denn der plappernde Söldner darf sich mit mehreren toten Präsidenten auseinandersetzen, die als Zombies zurückkehren. Und da ein Captain America sich als Präsidentenmörder wirklich nicht gut macht, muss eben der gute Wade Wilson ran …

Wolverine greift an.

Wolverine greift an.

Wolverine kommt als fasst schon klassisches Abenteuer daher. Keine großen Neuerungen, sondern eine Figur wie man sie kennt und auch liebt. Die Geschichte selber ist nichts besonderes, ruft aber ein gewisses Nostalgie-Feeling bei mir hervor. Ein großes Problem jedoch ist, dass dieser „neue“ Wolverine wesentlich geschwätziger ist. Während ich einen eher ruhigen und distanzierten Wolverine kenne und gewohnt bin, arbeitet er hier sogar mit der Polizei zusammen und rechtfertigt sein Denken und handeln. So richtig anfreunden kann ich mich damit noch nicht. Ähnlich ist es mit Deadpool. Dass ich kein wirklicher Freund des Söldners mit der großen Schnauze bin, habe ich schon mehrfach, auch auf diesem Blog, erwähnt. Dennoch hätte mich ja diese neue Serie faszinieren können. Hätte. Tut sie aber leider nicht. Obwohl die Story-Idee echt gelungen und herrlich abgedreht ist, geht mir Wade schon nach kurzer Zeit auf die Nerven. Sein dummes Geschwätz mag vielen gefallen, micr persönlich jedoch nicht. Mit einem anderen Helden würde die Geschichte aber leider nicht funktionieren.

Deadpool auch. Aber irgendwie anders.

Deadpool auch. Aber irgendwie anders.

Auch grafisch ist Wolverine eher einfach gehalten und erinnert an frühere Abenteuer. Leider hat dies aber auch Nachteile. Denn die Details fallen wie auch die Farbgebung sehr dünn bzw. flach aus. Somit bleibt das Artwork von Alan Davis leider nur Durchschnitt. Ganz anders ist es hingegen mit Deadpool. Hier darf Tony Morre zeigen, was er wirklich kann. Dank Moore blüht die Geschichte richtig auf und die abgedrehte Idee kommt sehr gut zur Geltung. Doch das alleine reicht mir persönlich nicht aus. Schon gar nicht, wenn man im Hinterkopf den Gedanken hat, das Moore nie lange an einer Serie als Zeichner dranbleibt.

Fast schon klassisch, wie Wolverine aus einem Haufen Knochen herauskommt.

Fast schon klassisch, wie Wolverine aus einem Haufen Knochen herauskommt.

FAZIT:

Zwei Helden, die eigentlich grundverschieden sind und dennoch eine Gemeinsamkeit haben. Das Waffe X Projekt. Trotzdem kann mich, wenn ich schon Eine wählen müsste, nur Wolverine überzeugen. Dies liegt vor allem daran, dass es ein klassisches Flair mit sich bringt. Dennoch ist keine der beiden Serien ein wirklicher Hit und auf Dauer würden wohl beide, bei der aktuellen Qualität, nicht lange bei mir durchhalten. Zum Testen und für zwischendurch sind sie aber ganz okay. Nur monatlich muss ich sie mir nicht geben, und selbst wenn sie im Trade kommen, würde ich bei Wolverine noch zweifeln, und Deadpool käme sowieso nicht in Frage. Aber das ist eine persönliche Sache. Technisch ist Deadpool durchaus in Ordnung.

Echt abgedreht. Deadpool gegen Zombiepräsidenten.

Echt abgedreht. Deadpool gegen Zombiepräsidenten.

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Der tägliche Simpsons-Gag #496

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Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

Zu sehen ist Ron Howard, der mit Homers Drehbuchidee gerade ganz viel Geld verdient hat, während im Hintergrund die Musik aus der Serie „Happy Days“ zu hören ist.