Heute ist Halloween und da dachte ich mir, schieb doch mal ein Halloween-Special-Review ein. Vielleicht werde ich das sogar jedes Jahr machen, mal schauen. Vor ein paar Jahren hatte ich das ja schon einmal angefangen, aber irgendwie muss ich auch zeit und material dafür haben. Wobei alleine mit den Simpsons-Halloween-Ausgaben kann ich ein paar Jahre füllen, und auch sonst habe ich ein paar Horror und Gruselausgaben vorliegen, die sich eignen würden. Aber heute ist das diesjährige Bart Simpsons Horror Show an der Reihe …
Kategorie Bongo
Erste bewegte Bilder zum Simpsons/Family Guy-Crossover
In wenigen Wochen, genaugenommen am 28. September 2014, flimmert das Crossover der Simpsons mit einer weiteren animierten Fernsehfamilie des FOX-Konzerns über die amerikanischen Bildschirme. In dem, vor zwei Tagen auf der San Diego Comic Con veröffentlichten Video, sind nun ca. 5 Minuten bewegtes Bildmaterial aus der Folge zu sehen. Weiterlesen
Die Simpsons – Neue Infos zu Staffel 26
Am 28. September 2014 startet in den USA bereits die 26. Staffel der gelben Kultserie „Die Simpsons“. Schon im Vorfeld gab es einige Gerüchte, wer von den langjährigen Simpsonsfiguren in der neuen Staffel das zeitliche segnen wird. Nun gab Produzent Al Jean ein paar Hinweise. Einige davon waren bereits bekannt, wie die Tatsache, dass der Sprecher der Figur bereits mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Als Jean jetzt jedoch den Titel der besagten Episode preisgab, reagierte das Publikum geschockt. „Clown in the Dumps“ ist der Titel und es scheint so, als wäre dies der letzte Vorhang für Krusty den Clown. Die Tatsache, dass Dan Castellaneta, der auch Homer seine Stimme leiht, bereits Emmypreisträger ist, spricht ebenfalls dafür. Weiterlesen
Gratis Comic Tag 2014 Reviews (2) – Panini (2): Simpsons Comics für Umme!
Heute gibt es das zweite Gratis Comic Tag-Review. Wieder vom Panini-Verlag. Ich werde versuchen die Reviews einigermaßen nach Verlagen gruppiert zu präsentieren. Und wie gestern schon gilt auch heute mein Dank den Mitarbeitern des Comic Attack in Erfurt, die mir einen Komplettsatz haben zukommen lassen. Weiterlesen
Erste Bilder zur kommenden Simpsons-Lego-Episode (Update + Trailer)
Am Sonntag, den 4. Mai 2014 strahlt FOX die Simpsons Lego-Episode aus. Die Folge ist Teil eines Kooperationsvertrages von 20th Century Fox mit Lego, aus dem auch das Lego-Set mit dem Simpsons-Haus sowie das kurz darauf erschienene Figurenset entstanden ist. Weiterlesen
Bongo Comics des Monats … Oktober 2013 [Panini, Oktober 2013]
… Oktober
Eine lange gelbe Pause gab es seit den letzten Bongo Comics des Monats. Aber was soll’s. Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben … Weiterlesen
Die Simpsons erneut im Mad Men-Style
Bereits in Staffel 20 Episode 4 „Der Tod kommt dreimal“ gab es eine Anspielung an die Serie Mad Men bei den Simpsons. Schon „damals“ wurde der Vorspann von Mad Men für eine der Halloween-Teilsegmente herangezogen und in simpsonstypischer Manier durch den Kakao gezogen. Weiterlesen
Die Panini-Neuerscheinungen für die 10. KW 2014
Wie jede Woche präsentieren wir euch hier die Neuerscheinungen von Panini für die nächste Kalenderwoche. Immer schön übersichtlich mit Covermotiv und allen Infos. Alle Angaben sind hierbei Verlagsangaben und unverbindlich. Kurzfristige Änderungen seitens Panini sind möglich.
Die Simpsons – 500x im TV und 200x im Comic
Auch dieses Special erschien urpsrünglich auf Comic Hive und findet jetzt im Zuge meiner „Rettung“ hier ein neues Zuhause. Ich hatte es damals im Vorfeld zur 500. Episode und dem 200. deutschen Comicheft verfasst. Auch wenn dies inzwischen schon wieder Geschichte ist, bietet der Artikel ein paar schöne Rückblicke …
26 Jahre ist es inzwischen her, dass am 19. April 1987 ein kurzer Pausenfüller rund um eine gelbe Familie für die Tracy Ullman-Show die Fernsehbildschirme eroberten. Schon bald waren die ein bis zwei Minuten kurzen Episoden so beliebt, dass bereits Ende 1989 die erste 22-minütige Folge der eigenständigen Simpsons-Serie in Amerika über die Bildschirme flimmerte.
Wenn man sich die Idee hinter den Simpsons ansieht, war es nicht anders zu erwarten, dass die erste Staffel einschlug wie eine Bombe. Doch für die Macher, insbesondere dem Kopf der Simpsons, Matt Groening, war der Erfolg dennoch überraschend. Immerhin waren die Simpsons eher aus einer Notlösung entstanden. Denn als James L. Brooks durch die Comicserie „Life in Hell“ auf den jungen Künstler aufmerksam wurde, wollte dieser eigentlich erst besagte Comicserie für die Tracey Ullman-Show umsetzen. Doch Groening wollte sich die Rechte an seiner eigenen Serie nicht wegnehmen lassen, und kreierte so in nur knappen 15 Minuten die erste Version der gelben Familie. Auch das Aussehen aller Familienmitglieder wurde in diesem kurzen Prozess der Kreativität festgelegt. Was Groening jedoch nicht wusste, war, dass seine Entwürfe nicht weiter ausgearbeitet werden würden, sondern 1:1 von den Animatoren übernommen worden sind.
Dies ist auch der Grund, weshalb die Simpsons in den inzwischen als Simpsons Shorts bekannten ersten Episoden, noch so krumm und schief aussahen. 1989 entschied man sich bei 20th Century Fox, die Idee der Simpsons weiter auszubauen und eine eigene Serie daraus zu erschaffen. Während die ersten drei Staffeln noch von der Firma Clasky Gsupo realisiert wurden, welche später unter anderem auch durch die „Rugrats“ bekannt wurde, ist seit der vierten Produktionsstaffel Film Roman für die Umsetzung des gelben Wahnsinns verantwortlich.
Inzwischen bringen es die Simpsons in Amerika auf 24 Staffeln und über 500 Episoden, plus die drei Staffeln der Simpsons Shorts. In Deutschland darf am morgigen Montag auf Pro Sieben die 500. Folge gefeiert werden. Der Sender strahlt die Simpsons seit 1994 ohne größere nennenswerte Pause aus, nachdem das ZDF bereits von 1991 bis 1993 die ersten drei Staffeln gesendet hat. Mit einer kleinen Ausnahme. Denn die letzte Folge der dritten Staffel kam erst bei Pro Sieben 1994 zu einer Ausstrahlung, während die zweite Folge der vierten Staffel schon 1993 beim ZDF gesendet wurde.
Aber was ist das Erfolgsgeheimnis der Simpsons? Immerhin haben sie es bereits auf drei Einträge im Guinnes Buch der Weltrekorde gebracht. Zum Einen haben sie 1997 die „Familie Feuerstein“ (The Flintstones) als langlebigste Animationsserie in der Prime Time abgelöst. Danach haben sie 2005 „Scooby Doo“ als Serie mit den meisten Episoden abgelöst, und außerdem sind die Simpsons, die am längsten laufende Sitcom mit den meisten Emmy Awards.
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Denn das Konzept hinter den Simpsons ist so einfach wie genial. Als Unterhaltungsserie gestartet, entwickelte sich das Konzept schon innerhalb der ersten drei Staffeln zu einer Gesellschaftssatire. Sprich eine Comedyserie, die sich immer wieder aktuellen Ereignissen aus Unterhaltung, Gesellschaft und Politik bediente. Und mit niemals älter werdenden Figuren in verschiedenen Altersgruppen boten sie auch immer die besten Möglichkeiten sich aller Ereignisse bedienen zu können, ohne dass Figuren ausgetauscht werden mussten, weil diese aus dem glaubwürdigen Alter herausgewachsen sind. Außerdem nutzten die Simpsons immer wieder Gaststars, oder besser gesagt nutzen die Gaststars die Simpsons. Denn es gibt kaum jemanden, der noch nicht bei den Simpsons kurze Auftritte in Form von Voiceacting oder kleinen Gastrollen hatte. Selbst der große Michael Jackson durfte seine Stimme in „Die Geburtstags-Überraschung“ zur Verfügung stellen. Das Aberwitzige an dieser Episode ist aber, dass lediglich der Sprachpart von Michael Jackson vertont wurde, der Gesang jedoch von einem Imitator stammt. Grund hierfür waren rechtliche Probleme und Beschränkungen. Neben Michael Jackson gab es aber auch Stars, die es mehrmals schafften, bei den Simpsons vorbeizuschauen. Der Spitzenreiter mit 4 Auftritten ist Stephen Hawking, dicht gefolgt von Thomas Pynchon mit drei Auftritten. Außerdem durften Künstler wie Lady Gaga, Britney Spears, Art Spiegelman, 50 Cent, Buzz Aldrin, Leonard Nimoy,
Paul McCartney mit seiner Frau Linda, Dennis Rodman, Alan Moore, Ronaldo oder Tony Blair bereits kurz auftreten. Alle Gaststars hier aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Specials sprengen, weshalb ich hier nur kurz auf die Seite Simpsonspedia verweise, die sich voll und ganz der gelben Familie gewidmet hat.
Während die Simpsons in den USA von Beginn an immer ein und dieselben Sprecher haben (Maggie einmal außen vorgelassen, da sie nicht wirklich spricht), gab es in Deutschland bereits einen gravierenden Wechsel. Durch den viel zu frühen Tod von Marges Stammsprecherin Elisabeth Volkmann wurde der Staffelstab Mitte der 17. Staffel an Anke Engelke weitergereicht. Im Original wird Marge von Julie Kavner gesprochen, die unter anderem in „König der Löwen 3: Hakuna Matata“Timons Mutter synchronisierte. Doch auch schauspielerisch kann sie breits einiges an Rollen vorweisen. Vertretungsweise seien hier nur Eleanor Costello in „Zeit des Erwachens“ und Trudy Newman in „Klick“ erwähnt. Aber auch die anderen Sprecher sollen hier in diesem Special nicht unerwähnt bleiben. Homer wird von dem amerikanischen Comedian Dan Castellaneta gesprochen. Dieser durfte bereits neben seinen vielen Synchronrollen unter anderem bei den „Desperate Housewives“ oder John Grishams „Der Klient“ vor die Kamera treten. Für die deutsche Stimme zeichnet Norbert Gastell verantwortlich. Seine bekanntesten Schauspielrollen sind die des Bordingenieurs des Hydraraumschiffes in „Raumpatroullie Orion“, sowie als Forstdirektor Leonard in „Fosthaus Falkenau“.
Der Bad Boy der Familie, Bart, wird, wie es in der Branche üblich ist, von einer Dame gesprochen. Sowohl im Original als auch in der deutschen Fassung. Nancy Cartwright ist nicht nur Barts Stimme im Original, sondern auch Mitglied von Scientology, darüber hinaus ist über ihr Wirken nur sehr wenig bekannt. Die deutsche Stimme kommt seit dem Start der Serie von Sandra Schwittau. Sie ist vor allem als deutsche Stimme von Hilary Swank bekannt, die sie bereits in Filmen wie „Boys don’t Cry“ und „Million Dollar Baby“ vertonen durfte. Der geistige Kopf der Simpsons, Lisa, wird von Yeardley Smith im Original gesprochen. Martha Maria Yearley Smith kann eine ganze Menge an Rollen außerhalb der Synchronsprecherei vorweisen. Egal ob in Serien wie „Becker“ und „Dead Like Me“ oder Filmen wie „Rhea – M“ und „City Slickers“, Smith zeigt, wie wandlungsfähig sie ist. Die deutsche Stimme von Lisa hört auf den Namen Sabine Bohlmann und war bisher unter anderem als Jenny Busch in „Marienhof“ zu sehen.
Doch neben der Serie und dem Kinofilm, sind die Simpsons auch in Comicform aktiv. Die erste Staffel war noch nicht komplett ausgestrahlt, da wurde auch schon die Zweite bestellt.
Und fast zeitgleich mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel erschien auch das erste Simpsons Comic-Magazin unter dem Namen „Simsons Illustrated“ im Frühjahr 1991 bei der amerikanischen Welsh Publishing Group. Dieser Verlag war Ende der 80er Jahre bis Anfang der 90er für eine handvoll TV-Umsetzungen bekannter Animationsserien verantwortlich. Neben den beiden Serien „Simpsons Illustrated“ (Frühjahr 1991 bis Sommer 1993) und „Simpsons Comics & Stories“ (1993) veröffentlichte der Verlag auch Magazine mit ein paar Comicgeschichten zu Warners „Tiny Toons Adventures“, „Looney Tunes“ und „Batman & Superman“. Auch „The Real Ghostbusters“ und „Teenage Mutant Ninja Turtles“ wurden mit Umsetzungen in Printform bedacht.
Im November 1993 erschien dann endlich die erste Ausgabe der neuen Comicserie „Simpsons Comics“ bei der Bongo Comics Group, welche in Zusammenarbeit von Matt Groening und Bill Morrison von nun an sämtliche Simpsons Comics Publikationen in den USA und Australien koordinieren und veröffentlichen würden.
Neben „Simpsons Comics“ warfen die Macher von Bongo um die Jahreswende 1993/1994, noch Bart Simpsons Lieblingscomicheld „Radioactive Man“, die Zeichentrickchaoten „Itchy & Scratchy“ sowie Barts Alter Ego „Bartman“ auf den Markt. Während diese drei „Spin Offs“ es durchschnittlich nur auf 5 Ausgaben und dadurch eine eher unregelmäßige Veröffentlichung brachten, war der Erfolg der Hauptserie „Simpsons Comics“ nicht mehr zu stoppen.
Dies und der Erfolg der Animationsserie auch in Übersee führten wiederum dazu, dass die „Simpsons Comics“ im November 1996 (also genau 3 Jahre nach US-Start) hier in Deutschland vom damaligen Dino Verlag veröffentlicht wurden. Bis zur 50. Ausgabe wurden in den Heften auch Zweitgeschichten aus den anderen Bongo-Simpsons-Serien veröffentlicht. Das auch deshalb, um die monatliche Erscheinungsweise in Deutschland zu ermöglichen, da in den USA die Veröffentlichung bis einschließlich Nummer 50 nur zweimonatlich erfolgte. Man kann also sagen, dass der Erfolg und die Veröffentlichung von Dino, auch daran schuld sind, dass die US-Hefte ebenfalls auf monatliche Erscheinung umgestellt wurden. Damit einher gingen aber auch für den deutschen Markt einige Veränderungen. So durften ab der Nummer 50 keine Zweitstories mehr aus anderen Bongo-Serien enthalten sein, und die gesamte Gestaltung sollte sich von nun an mehr an den US-Originalen orientieren.
Mit der Zeit kamen neue Comicserien hinzu. Die fast schon obligatorischen „Treehouse of Horror“, die wie die Staffelfolgen nur einmal jährlich erscheinen und sich dem Thema Halloween widmen, machten hierbei den Anfang. „Simpsons Comics Presents Bart Simpson“ folgte daraufhin, in denen der kleine Familienbösewicht die Hautprolle spielt, sowie die Superheldenparodie „Simpsons Super Spectacular“, in denen die typischen Comicserien der drei großen Verlage, Marvel, DC und Image auf die Schippe genommen werden. Außerdem erscheinen ebenfalls noch die Jahreszeit bedingten „Summer Shindig“ und „Winter Wingding“, sowie Matt Groenings zweiter Erfolg „Futurama“ bei Bongo Comics. Wie es sich gehört, gab es dann natürlich (zumindest in den Comics) ein offizielles Crossover mit den Simpsons Comics. In der TV-Serie beschränkt es sich bisher auf kleine Cameos innerhalb der jeweils anderen Serie. Aber auch Miniserien wie „Krusty Comics“, „Bongo Comics Presents Comic Book Guy: The Comic Book“ und „Roswell: Little Green Man“ von Bill Morrison, sowie OneShots wie „Lisa Comics“, „Futurama Returns“ und das „Radioactive Man 80 Page Colossal“ erweitern das Verlagsprogramm. Zu den neuesten Publikationen zählt die neue Reihe „Simpsons One-Shot Wonders“, in denen immer wieder wechselnde Figuren im Vordergrund stehen, wie Milhouse, Ralph, Maggie oder auch Li’l Homer.
Inzwischen steuert die Hauptserie Simpsons Comics nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA auf die 200. Ausgabe zu. Und auch die Bart Simpsons Comics erscheinen seit geraumer Zeit monatlich. Dem weiteren Erfolg scheint somit nichts mehr im Weg zu stehen, solange den kreativen Köpfen nicht die Ideen ausgehen.
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Bongo Comics des Monats … August/September 2013 [Panini, August/September 2013]
… August/September
Auch diesen Monat musste ich wieder aufgrund von mangelndem Bongo-Output zwei Monate zusammenfassen …
Simpsons Comics Nr. 202 [Panini, August 2013]
Schmalz Schmu Donuts veranstaltet einen Wettbewerb auf der Suche nach dem Schmalz Schmu-Kind des Jahres. Die Aufgabe ist, einen Aufsatz zu schreiben. Genau das Richtige für Lisa, und als Preis gibt es neben Ruhm und Ehre als Aushängeschild für Schmalz Schmu auch noch einen Jahresvorrat an Donuts. Genau das Richtige für Bart. Und so kommt es zu einem Geschwisterwettstreit, an dessen Ende nur einer gewinnen kann …
Homers Lieblingsessen, Lisa Lieblingsarbeit und Barts Geltungsdrang. Hier trifft alles aufeinander, was bei den Simpsons (zumindest einigen der Familienmitglieder) wichtig ist. Tom und Henry Gammill erzählen eine durchaus interessante Geschichte, auch wenn sie an vielen Punkten wieder sehr vorhersehbar ist. Wesentlich störender als die Vorhersehbarkeit, sind die Zeichnungen von John Delaney. Diese sind technisch soweit in Ordnung, wenn man einmal von dem Problem Delaneys mit den simpsonstypischen Augen absieht. Immer wenn die Größe der Figuren in einem Panel unter ein gewisses Maß sinkt, sieht es aus, als würden entweder grundsätzlich alle eine Brille tragen, oder hätten massive Augenränder. In den ersten Panels ist das noch unfreiwillig komisch, aber im weiteren Verlauf wird es sehr störend.
FAZIT:
Im Grunde unterhaltsame Geschichte mit einigen Problemen im Artwork. Aber mehr als unterhaltsam wird leider nicht daraus. Und das problematische Artwork tut dabei sein übriges.
Simpsons Comics Nr. 203 [Panini, September 2013]
Eigentlich sollte Homer mit Marge zusammen das Wohnzimmer neu streichen. Statt dem hässlichen und trostlosen Lachsrot soll ein frisches und angenehmes Morgenrosa die Stube der Simpsons zieren. Doch Homer entdeckt im Fernsehen ein paar Trödelhändler, die aus Schrott viel, sehr viel, machen. Nun hofft er, dass in seinem alten Lagerschuppen auch der ein, oder andere, Schatz liegt. Doch alles, was er findet, ist eine merkwürdige Uhr, die ihn hauptsächlich Nerven kostet …
Einmal quer durch die TV-Schrottsammler, sowie die amerikanische Unterhaltungsgeschichte pflügt sich Autor Chuck Dixon. Dabei lässt er keine größere Bekanntheit im Zusammenhang mit schnellem Geld aus. Auch was diverse „Schätze“ betrifft, schöpft er aus einem reichhaltigen Repertoire. Damit dies auch grafisch den notwendigen Glanz erhält, darf Phil Ortiz die Simpsons wieder einmal zu Papier bringen. Und das, macht er auch ganz ordentlich, wenngleich ich eine gewisse Eigenständigkeit im Artwork wie so oft vermisse.
FAZIT:
Eine sehr gelungene Reise durch Amerikas TV-Geschichte und schnellreiche Gesellschaft. Dixon und Ortiz liefern eine wirklich tolle Geschichte ab, die zu keiner Zeit langweilig wird. Ein wenig am Artwork geschraubt, sodass man Ortiz erkennt, auch ohne in die Credits zu schauen, und ich wäre rundum zufrieden.
Bart Simpson Nr. 75 [Panini, September 2013]
Eine neue Schülerin kommt und Barts Klasse und damit diese sich so richtig wohlfühlt will Edna Krabappel dem Schüler eine Eins in der nächsten Arbeit geben, der es schafft dem Mädchen zu imponieren und sie zur bevorstehenden Schulveranstaltung begleitet. Zwischen Bart, Nelson, Milhouse und Martin beginnt ein erbitterter Kampf …
In Maggies Welt hilft die kleinste Simpson derweil ihrer großen Schwester, die massive Probleme mit den Notenblättern hat, welche sie in der Schule von Musiklehrer Largo erhalten hat …
Doch Maggie hat eine weitere Begabung. Sie entdeckt das Basteln für sich und schneidert so wundervolle Schuhe für ihre Familie, die gesamte Stadt und später die ganze Welt. Doch diese Kreationen bergen auch große Gefahren in sich …
Zum Schluss muss sich Angry Dad noch mit einem durch den Wind entflohenen Toupet herumschlagen …
Vier Geschichten, vier voneinander unabhängige Abenteuer, vier verschiedene Autoren(teams) und vier unterschiedliche Zeichner. Trotzdem kommt keine der Geschichten so richtig in Fahrt. Schlecht sind sie zwar alle nicht, aber irgendwie scheint etwas zu fehlen, die sie voneinander ein wenig abhebt. So bleibt alles nur eine einheitliche Mischung von kurzweiligen und leicht unterhaltsamen Storys, ohne große Höhen und Tiefen. Auch zeichnerisch gibt es, abgesehen von Sergio Aragonés keine Ausreißer. Alles ist der typische 08/15-Simpsons-Einheitsbrei.
FAZIT:
Auch wenn die Geschichten nicht schlecht sind, so richtig im Gedächtnis bleiben sie leider auch nicht. Dazu fehlt sowohl inhaltlich, als auch visuell eine gewisse Eigenständigkeit. So bleibt leider nur ein kurzweiliges Heft, das auf Dauer nicht überzeugen kann.
Milhouse Nr. 1 [Panini, September 2013]
Milhouse hat eine blühende Fantasie. Und was für eine. Sogar Bart reicht es langsam und der kündigt seine Freundschaft mit Milhouse auf. Doch auch jetzt, wo Barts bester Freund alleine ist, gönnt ihm seine Fantasie keine Pause. Aber so richtig zu stören, scheint ihn das nicht. Sogar an seinem Geburtstag, an dem er sich nichts sehnlicher wünscht, als cool zu sein, ist seine rege Fantasie ein ständiger Begleiter. Dies geht sogar soweit, dass sich Milhouse als Agent Doppel-Null sieht und als Karatekünstler …
Ein roter Faden (die lebhafte Fantasie von Milhouse) durchzieht das ganze Heft. Dadurch ergibt sich trotz wechselnder Autoren und Zeichner eine sehr angenehme Lesestruktur. Trotz der inhaltlichen Ähnlichkeit wiederholen sich die Geschichten nicht, was in meinen Augen einen weiteren Pluspunkt darstellt. Ebenfalls positiv fallen die wechselhaften Zeichenstile, allen voran Mike Kazaleh und Dean Rankine auf. Aber nicht nur die üblichen Simpsons-Autoren durften Barts Kumpel eine Geschichte auf den Leib schreiben. Für Milhouses Abenteuer als Agent Doppel-Null in „Octo-Fuzzy“ ist keine geringere als Starautorin Gail Simone verantwortlich, und diese liefert eine sehr unterhaltsame Story ab, die vor Bond-Anspielungen, auch abseits des Namens, nur so wimmelt.
FAZIT:
Bart Simpsons Kumpel Milhouse ist ein sehr gelungener Ableger der Simpsons-One-Shot-Reihe. Wer immer dachte, Milhouse sei ein langweiliger Mitläufer und ein seelenloser Nerd an der Seite des obercoolen Bart Simpson, der wird mit dieser Ausgabe eines besseren belehrt.






