Asterix Nr. 35: Asterix bei den Pikten [Egmont, Oktober 2013] plus Gewinnspiel!!!

Wenn eine so langlebige Comicserie, wie es bei Asterix der Fall ist, ein neues Kreativteam erhält, dann schürt dies unweigerlich das Interesse der Fans und Kritiker. Jean-Yves Ferri und Didier Conrad standen also unter enormen Druck, um beiden Lagern gerecht zu werden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Albert Uderzo diesmal noch ein wachendes Auge über den ersten Band des neuen Teams gehalten hat. Und auch Goscinnys Tochter Anne setzt nicht nur große Hoffnungen in die Beiden, sondern wünscht sich auch, dass ihr Vater Ferri und Conrad wohlgesonnen ist.

Asterix Nr. 35: Asterix bei den Pikten

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Lustiges Taschenbuch Premium Nr. 5: Darkwing Duck – Der Schrecken der Nacht [Egmont, Oktober 2013]

Es gibt Dinge, die einen Menschen prägen. Neben Ereignissen sind es aber in meiner und den nachfolgenden Generationen auch immer TV-Ereignisse. Eines dieser Ereignisse und dessen Folgen war ein gewisser Superhelden-Erpel in einem fragwürdigen violetten Outfit. Die Rede ist, wie im Titel zu lesen ist, Darkwing Duck, der in den 90er Jahren St. Erpelsburg beschützt hat. Lange war es ruhig um den Schrecken der die Nacht durchflattert. Doch 2010 begann in den USA eine neue Comicserie bei Boom und diese findet in dem vorliegenden fünften Lustiges Taschenbuch Premium nun seinen ersten Abdruck. Aber wie schlägt sich der Disneyheld heute? Zeit es herauszufinden …

… Zwo, Eins, Riskio!!!

Lustiges Taschenbuch Premium Nr. 5:
Darkwing Duck – Der Schrecken der Nacht

St. Erpelsburg ist eine Stadt wie viele und hat auch ähnliche Probleme. Die Kriminalität steigt ins Unermessliche und die Ordnungshüter stehen dem eher hilflos gegenüber. Doch es gibt noch den Schrecken, der die Nacht durchflattert. Darkwing Duck! Er sorgt mit seinem unerschütterlichem Sinn für die Gerechtigkeit und seinem noch viel größeren Ego für sichere Straßen. Glaubt er zumindest. Denn schon bereits sein erster Gegner Torro Bulba belehrt ihn eines besseren.
Auch viele Jahre später, St. Erpelsburg braucht einen Helden wie Darkwing Duck nicht mehr, die Polizeiborgs der Quackwerke beschützen die Stadt und Eddie Erpel hat einen sicheren Bürojob. Doch plötzlich ändert sich alles und nicht nur Darkwing Duck muss wieder auf den Plan treten. Denn auch seine Feinde, wie Quackerjack, Professor Benjamin Buxbaum, Liquidator, Megavolt und Fiesoduck sind wieder da. Doch er bekommt auch Hilfe von Freunden, wie Quack dem Bruchpilot, der großen Liebe seines Lebens Morgana, Dagobert Duck und noch vielen mehr …

Die frühen Abenteuer von Darkwing Duck.

Darkwing Duck sorgt seit Jahren für ein sicheres St. Erpelsburg.

Auf den über 350 Seiten dieses Lustigen Premium Taschenbuchs versammeln sich insgesamt 16- US-Einzelhefte rund um den violetten Rächer. Dabei schöpf Egmont nicht nur aus der 2010 gestarten Serie der BOOM-Studios, sondern auch von der klassischen 1991 veröffentlichten Miniserie Darkwing Duck, welche direkt bei Disney in Form von vier Einzelheften erschienen ist. Diese bilden auch gleich den Einstieg in die Welt von Darkwing Duck, bilden aber inhaltlich gesehen auch keine deutsche Erstveröffentlichung. In dieser Form und Umfang zwar schon, aber inhaltlich eben leider nicht, da die Geschichte selber bereits veröffentlicht wurde. Während die hier enthaltene Fassung 96 Seiten umfasst, wurde Sie bereits 1993 in gekürzter Form in Micky Maus präsentiert Nummer 7 mit 48 Seiten Umfang veröffentlicht. Das Alter merkt man der Geschichte in visueller Sicht auch merklich an. Dennoch verliert sie ihren Reiz hierdurch nicht. Vielmehr wird so auch der zeitliche Abstand zwischen den Abenteuern besser verdeutlicht.
Während das erste Drittel des Bandes noch relativ naiv und typisch für die 90er Jahre daherkommt, wandelt sich dies Rest der Ausgabe merklich. Ein Grund hierfür ist unter anderem der, dass hier zwei verschiedene Autoren tätig waren. Stammt das frühe Abenteuer noch aus der Feder von John Blair Moore, so verfasste die neuen Abenteuer der Schöpfer von Darkwing Duck Aaron Sparrow in Zusammenarbeit mit Ian Brill. Sparrow läßt es sich dabei nicht nehmen, auf bekannte Comicerfolge anderer Verlage anzuspielen. Allen voran Frank Millers Meisterwerk „The Dark Knight Returns“.

Der dunkle Duckler kehrt zurück. Hier in einer Anspielung auf den dunklen Ritter, Batman.

Der dunkle Duckler kehrt zurück. Hier in einer Anspielung auf den dunklen Ritter, Batman.

Über die Zeichnungen gibt es nicht sehr viel zu sagen. Sie sind eben typisch Disney. Die ersten 100 Seiten bebilderte noch Autor John Blair Moore zusammen mit George Wildman. Für die übrigen Seiten durfte James Silvani sein Talent unter Beweis stellen. Und auch wenn das Artwork disneytypisch ist, gibt es dennoch Unterschiede. Gerade die Story aus den neunziger Jahren weißt einen leicht anderen Stil auf, der durch die sehr flache und bunte Koloration verstärkt wird. Im Jahr 2010 erinnern die Zeichnungen eher an eine Animationsserie. Gleiches gilt auch hier für die Farbgebung, die mit Farbverläufen sowie Licht und Schattenspielen aufwarten kann. Beide Stile sind aber Geschmackssache und passen zur jeweiligen Geschichte und deren Zeit.
Trotz aller Lobhudelei und der Freude darüber, dass Darkwing Duck nun endlich auch in Deutschland erscheint, gibt es einen nicht unerheblichen Kritikpunkt. Darkwing Duck war schon immer ein wortintensiver Superheld. Seine Monologe füllen ganze Seiten und dementsprechend viel Platz muss man ihm einräumen. Hier kommt das Problem dieser Veröffentlichungsmethode zum Vorschein. Dadurch, dass die Originalvorlage vom US-Heft-Format auf das Buchformat der Premium-Ausgabe des Lustigen Taschenbuchs (welches ohnehin schon ein Stück größer ist als sein namensgebendes Pendant) verkleinert wurde, treten Probleme mit den texten auf, wie sie seit Condor Superheldentaschenbüchern nicht mehr gab. Zwar wurde bei Darkwing darauf verzichtet aus Platzgründen den text zu verstümmeln, doch die Alternative ist auch keine ideale Lösung. Texte sind dadurch teilweise so klein, dass ältere Leser oder solche mit Lesehilfen, wie einer Brille, massive Probleme bekommen. So erging es auch mir persönlich. Die viel zu kleinen Schriftgrößen und die Massen an Text in den Sprechblasen und Textboxen führten bei mir schnell zu Ermüdungen bei den Augen und ich muss sagen, dass ein größeres Veröffentlichungsformat diesen Stories sichtlich besser getan hätte. Zumindest wenn es um den Punkt der Lesbarkeit geht. Aber auch dem Artwork der neuen Ausgaben würde eine größere Präsentation besser zu Gesicht stehen.

In einer Geschichte tauchen Darkwings aus vielen Realitäten auf. Manche davon haben Ähnlichkeiten mit Superhelden und -schurken von bekannten anderen Verlagen.

In einer Geschichte tauchen Darkwings aus vielen Realitäten auf. Manche davon haben Ähnlichkeiten mit Superhelden und -schurken von bekannten anderen Verlagen.

FAZIT:

Darkwing Duck, der dunkle Duckler (wie er in diesem Band auch genannt wird) ist zurück. Und dies, obwohl er nie so wirklich weg war. Dass für die neuen Abenteuer auch sein Schöpfer verantwortlich zeichnet, macht mir persönlich umso mehr Spaß. Mit diesem neuen Lustigen Taschenbuch Premium wurden viele Fans von Eddie Erpel aber leider nur bedingt zufriedengestellt. Denn das erwähnte Textproblem schmälert die Freude schon sehr. Ein anderer Punkt, der mir persönlich ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, dass es aus der neuen Serie nur noch 6 Ausgaben gibt und diese kein zweites Taschenbuch mehr füllen würde. Müssen wir in Deutschland daher auf die restlichen Ausgaben verzichten, oder sammelt Egmont eventuell noch ältere Ausgaben? Das sind aber Fragen, die sich der Verlag wohl erst stellen wird, wenn die Verkäufe für diesen band es notwendig machen.
Wenn man aber von diesen Punkten absieht und auch mit guten Augen ausgestattet ist, sollte man als Freund von Disney und Liebhaber von Superheldenparodien auf jeden Fall zugreifen. Bei entsprechendem Erfolg könnte man dem Verlag ja auch den Vorschlag unterbreiten, weitere Comicserienhelden der 90er Jahre wieder zum Leben zu erwecken. Einer meiner Favoriten währen da die Gargoyles. Aber das wird wohl Wunschdenken bleiben.

Wenn einer nicht fehlen darf, dann DUCKTHULHU!!!

Wenn einer nicht fehlen darf, dann DUCKTHULHU!!!

Copyright aller verwendeten Bilder © 2010 – 2013 Boom Studios / Egmont

Asterix bei den Pikten – Das Cover wurde enthüllt

Asterix Gruppe

Heute Morgen war es endlich soweit. In einer feierlichen Pressekonferenz in Paris wurde das finale Cover für das neue Abenteuer enthüllt. Der 35. Band, der von René Goscinny und Albert Uderzo erdachten Gallier führt Asterix und seinen Freund Obelix in die schottischen Hochländer zum alten Volk der Pikten. Dies wird auch gleichzeitig der erste Band sein, an dem keiner der beiden geistigen Väter mehr mitwirkt. Nach dem Tod von René Goscinny im Jahre 1977 übernahm Albert Uderzo die Zügel bei Asterix. Nun gab der inzwischen 86-jährige seine beiden Kinder in die Hände von Autor Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad.

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Der Band erscheint am 24. Oktober 2013 mit 48 Seiten Umfang als Softcover für 6,50 Euro, als Hardcover für 12 Euro sowie als Luxus-Ausgabe im Hardcover mit erweitertem Seitenumfang von 128 Seiten für 49,99 Euro. Dieser enthält neben dem kompletten Abenteuer noch Vorzeichnungen und ein umfangreiches Making Of. Wer das Softcover direkt im Ehapa Shop vorbestellt erhält solange der Vorrat reicht folgendes Motiv als A2-Poster gratis dazu.

Asterix Poster Vorbesteller

© 2013 Les Éditions Albert René

Quellen: www.ehapa.de, www.ehapa-comic-collection.de, www.asterix.de

Manga Mashup! (4)

Auch diesmal gibt es etwas ältere Manga, die aber dennoch einen gewissen Reiz haben. Neben meinen All-Time-Favorites Detektiv Conan und Yotsuba gibt es auch einen weiteren Ring-Band.

Manga Mashup Small

Detectiv Conan Nr. 61 [Egmont Manga & Anime, April 2009]

4 Fälle geben diesmal dem kleinen Meisterdetektiv zu denken …
Im ersten Fall bekommt es Conan wieder einmal mit Aoyamas anderer Schöpfung Kaito Kid zu tun, der in eine von Jirokichi Suzukis Fallen tappen soll. Dieser hat zwei besonders schöne und große violette Edelsteine, die purple Nails, genau auf eine Tokioer Straßenkreuzung ausgestellt, um eben Kaito Kid in eine Falle zu locken. Doch als Kaito Kid auftaucht, verläuft Jirokichis Plan vollkommen anders …
Der zweite Fall fordert auf tragische Weise das Leben eines jungen Mannes, welcher auf grauenvolle Art verbrennt. Dummerweise ist auch diesmal Conan nicht weit weg vom Tatort, da dieser zusammen mit Genta, Ayumi, Mitsuhiko, Ai und dem Professor auf dem Weg zu einem Zeltplatz sind. Doch dieser Mord, der anfänglich wie ein tragischer Unfall aussieht, entpuppt sich schnell als ausgeklügelter und eiskalter Plan. Aber wie hat der Täter es geschafft …?
Im dritten und letzten vollständigen Fall wird Tokyo von einem „verrückten“ heimgesucht der die Stadt mit Papierfliegern und seltsamen Symbolen darauf überschwemmt. Aber auch diesmal ist alles anders, als es scheint, denn offenbar sind die Papierflieger mit den seltsamen Symbolen, geheime Nachrichten von einem Unbekannten …
Der wirklich letzte Fall endet in einem Cliffhanger zum nächsten Band und es gibt erneut ein Mordopfer zu beklagen. Doch die Polizei hat schnell einen Verdächtigen gefunden. Er ist aus Kogoros näherem Umfeld, und entpuppt sich als der Bruder der Restaurantbesitzerin, welches Kogoros Stammlokal „Cafe Poirot“ ist. Aber ist er auch wirklich der Täter oder versucht nur jemand, ihm die Tat in die Schuhe zu schieben …?

Inzwischen hat der kleine Detektiv alleine in Deutschland schon fast 10 stolze Jahre auf dem Buckel. In seinem Heimatland Japan sind es sogar schon 17 Jahre. Und dennoch zeigen sich kaum Abnutzungserscheinungen in den Abenteuern. Immer wieder erlebt Conan mit seinen Freunden und seiner „Familie“ spannende Kriminalfälle, die zum Mitraten einladen. Zwar ist nicht jeder Fall logisch nachvollziehbar und oft wirkt auch einiges zu stark konstruiert, aber dies tut dem Spaß an der Reihe nur wenig bis gar keinen Abbruch. Gerade dann, wenn einige der Abenteuer sich auf die „große“ Rahmenhandlung mit der schwarzen Organisation beziehen und den doch manchmal „losen“ roten Faden weiterspinnt.

FAZIT:

Insgesamt kann man auch diesmal wieder von einem sehr schönen Band sprechen, der durch Kaitos erneuten Auftritt sogar noch etwas aufgewertet wird.

Yotsuba&! Nr. 2 [Tokyopop, Juni 2007]

Auch diesmal erlebt Yotsuba wieder einen ganzen Haufen Abenteuer. Zuerst geht Yotsuba mit Ena und ihrer Freundin Miura in den Park zeichnen. Danach lässt der kleine Wirrkopf ihren Rachegelüsten freien Lauf, nachdem sie im Fernsehen einen Thriller gesehen hat. Als Nächstes gehen Yotsuba, Ena und Miura Torte kaufen bevor Yotsuba wiederum lernt, dass alles irgendwie passt, nachdem ihr Vater von einem Auftrag so geschafft, ist das Er den halben Tag durchschläft. Dann gehen Yotsuba, ihr Papa, Jumbo und Ena und Fuuka ins örtliche Bad, wobei besonders Jumbo enttäuscht ist, dass Asagi nicht dabei sein kann. Daraufhin machen sich Miura zuerst über Yotsubas Ängste und dann Ena und Yotsuba über Miuras Ängste lustig, bevor in der letzten Geschichte endlich Asagi aus dem Urlaub zurückkehrt und allen ein paar sehr schöne und passende Geschenke mitbringt.

Yotsuba macht einfach nur Spaß. Dieser kleine naive Wirbelwind, den muss man einfach gerne haben. Es macht einfach nur Laune zu sehen, wie Yotsuba ihre Umwelt entdeckt und wie sich ihre Neugierde manchmal förmlich in ihrem Gesicht widerspiegelt.

FAZIT:

Yotsuba ist einfach die perfekte Unterhaltung. Niedlich, lustig und trotzdem lehrreich.

The Ring Series Nr. 2: Ring (2) [Egmont Manga & Anime, Juli 2004]

Reiko und ihr Ex-Mann haben endlich einen Großteil des Rätsels gelöst und sind nun auf dem Weg zur Familie der Frau aus dem Video. Doch dort erwarten die beiden noch viel mehr Rätsel. Offenbar handelt es sich um eine begabte junge Frau, die hellseherische Fähigkeiten besitzt und sich in ihren Professor verliebt hat, von dem sie dann auch ein Kind erwartete. Aber das Kind, Sadako, besaß ebenfalls übersinnliche Fähigkeiten. Diese waren jedoch stärker und wesentlich unheimlicher, worauf der Professor das junge Mädchen hat beseitigen lassen. Nun wollen Reiko und ihr Ex-Mann sich auf die Suche nach der gequälten Seele von Sadako machen, um ihr endlich Frieden zu schenken und so den Fluch des Todes zu brechen…

Das Finale des Mangas kommt für Leser des Romans oder jene die den Film (Das Original wohlgemerkt nicht die unglückliche amerikanische Adaption) nicht gerade überraschend. Doch leider wirkt es im Manga noch weitaus gestraffter als es im Film schon der Fall ist, wenn man alles drei (Roman, Film & Manga) miteinander vergleicht. Auch wird die letzte Aktion der beiden Eltern im Feriendorf im Manga auf nur wenigen Seiten gerafft zusammengefasst. So verliert sich sehr viel Dramatik und der ganzen Hetze und so richtige Spannung will einfach nicht aufkommen.

FAZIT:

Keine wirkliche Offenbarung aber immer noch gute Manga-Unterhaltung auch für diejenigen, die den Originalfilm noch nicht kennen. Nur stimmungstechnisch kommt der Manga nicht an das Original (sowohl Roman, als auch Film) heran.

Manga Mashup! (3)

Heute gibt es den zweiten Teil zur damals ersten Manga Power Anthologiereihe von Egmont…

Manga Mashup Small

Manga Power #4 [Egmont, 1996]

HELLHOUNDS: Das Botschaftsgebäude ist von einer Gruppe Guerillas eingenommen worden und sämtliche ANgestellten und deren Familien werden als Geiseln gehalten. Den Hellhounds bleibt keine andere Wahl als die Botschaft zu stürmen, doch die Gegner sind auffallend jung…
RANMA 1/2: Nun ist es sogar schon so weit das Ranma von Kuno träumt, und als würde das nicht reichen macht Akanes Schwester, Nabiki, mit ein paar aufreizenden Fotos von Ranma und Akana bei Kuno ein bisschen Geld zusätzlich. Im Kampf ist Ranma Kuno auf jeden Fall überlegen, aber gegen Akana schafft er es einfach nicht etwas auszurichten…
AD POLICE: Noch immer tobt der Kampf um Alex 01 und das ganze Szenario droht ausser Kontrolle zu geraten. Jeena ist die einzige die nah genug ran kommen könnte um wenigstens einen kleinen Fortschritt zu erzielen, aber die Gegner sind auch nicht ohne…

FAZIT:

Hellhounds wird immer brutaler und actionreicher und entpuppt sich mehr als einfaches Actionspektakel. Nicht das dies etwas schlechtes ist, aber so richtig fesseln kann es auf Dauer nicht. Anders ist es da mit Ranma 1/2. Zwar sind die andauernden Probleme in die Ranma wegen seiner kleinen „Verwandlung“ gerät irgendwann immer das gleiche, aber dennoch sind es gerade die kleinen Streitereien zwischen ihm und Akane die so richtig Spaß machen. Bei AD Police weiß ich dagegen noch immer nicht so recht wo die Reihe hin will. Ein bisschen Cyberpunk-Thriller und ein wenig Action-Krimi, aber leider nichts Ganzes und vor allem nichts vollends überzeugendes.

Manga Power #5 [Egmont, 1997]

HELLHOUNDS: Eine Lufthansamaschine wurde auf dem Tokyo International Airport von Terroristen übernommen. Sie fordern die Freilassung von Gleichgesinnten, da sie sonst die Passagiere töten werden. Sofort marschieren die gepanzerte Spezialeinheit der Wachdivision der Capital Police und die Hellhounds der Metro-Police auf um die Lage zu klären. Doch bevor die beiden Truppen loslegen können kommt es in der Flughafenhalle in aller Öffentlichkeit zu Streitereien über die Befehlsgewalt und die Kompetenzen der einzelnen Gruppen…
RANMA 1/2: Kaum das sich Ranma ein wenig Abstand zu Kuno erkämpfen konnte, treten neue Probleme auf. Ranma hat auf Grund von „kleineren Streitereien“ noch immer körperliche Probleme die nur Doktor Tofu behandeln kann. Aber Akane ist auch noch immer in Dr. Tofu verliebt und das nutzt Ranma natürlich gerne zum sticheln aus. Als dann auch noch ein alter „Feind“ auftaucht der an Ranma Rache üben will, scheint das Chaos perfekt…
AD POLICE: Alex 01 kann nichts mehr aufhalten. Auch der Versuch ihn per Notfallprogramm abzuschalten schlägt fehl. In der Stadt bricht das Chaos aus als sämtliche elektrischen Geräte plötzlich den Dienst versagen und dann beginnen „Amok“ zu laufen…

FAZIT:

Während bei Hellhounds inzwischen eine Polithriller-ähnliche Komponente auftaucht und somit ein wenig von dem zuvor etablierten einfachen Actionszenen davonzudriften scheint, bleibt Ranma 1/2 bei altbewährten, lieb gewonnen und vor allem funktionierenden Methoden. Noch immer werden durch die Reibereien der beiden Hauptprotagonisten die Lachmuskeln strapaziert und auch Genma bekommt eine „gewichtigere“ Position in diesen Kapiteln. AD Police hingegen wird immer chaotischer und macht irgendwie keinen richtigen Spaß mehr. Das retten leider auch nicht die wirklich guten Szenen mit toller Cyperpunk-Action.

Manga Power #6 [Egmont, 1997]

HELLHOUNDS: Mit Hilfe eines Tricks wollen die Hellhounds sich Zugang zum Flugzeug verschaffen. Doch der Trick wird durchschaut. Doch so dumm wie die Gangster erwarten sind auch die Hellhounds nicht. Schnell schaffen es somit die Hellhounds das Schiff wieder in ihre Gewalt zu bekommen, doch der Anführer kann flüchten…
RANMA 1/2: Nachdem Ranmas Gegner endlich den Weg zum Kampfplatz gefunden hat geht es auch schon los. Doch der Grund warum Ryoga seine Rache an Ranma möchte scheint noch immer nicht ganz klar. Sicher ist nur das Ranma Ryoga gegenüber ein paar mal seine Ehre beleidigt zu haben scheint…
DIE STREITENDEN REICHE: Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. So ist es auch als zwei Reiche sich streiten, das dann ein dritter Möchtegernherrscher seine Chance nutzt um in die Voraussetzungen zu Sieg zu gelangen…
AD POLICE: Der Mega-Computer Alex 01 schafft es endlich die Kontrolle über einen Boomer zu übernehmen und will so nun endgültig aus seinem stationären Gefängnis entfliehen. Durch das Absorbieren weiterer technischer Geräte schafft er es eine stattliche Größe zu erringen und sogar Zugriff auf die Laserkanonen im stationären Orbit zuzugreifen. Das ist seine Möglichkeit Rache an den Menschen zu nehmen und seine Herrschaft zu beginnen…

FAZIT:

Das letzte Heft des ersten Manga-Anthologie-Versuches in Deutschland weiß noch immer nicht gänzlich zu fesseln und zu überzeugen. Die Mischung ist einfach zu unausgewogen und die Kapitel teilweise zu abgehackt. Dadurch geht am gesamten Lesefluss sehr viel verloren. Zum anderen ist dies aber auch der nicht wirklich passenden Übersetzung welche auf den amerikanischen Fassungen basiert. Dadurch sind schon sehr viele Namen verändert worden und auch der Originalcharme leidet ein wenig darunter.
Insgesamt kann man also sagen, das es ein nett gemeinter Versuch damals war, aber Deutschland einfach noch nicht reif genug, und das verwendete Material einfach nicht geeignet genug waren.

Manga Mashup! (2)

In der heutigen und der nächsten Manga Mashup!-Episode stelle ich die 6-teilige Serie Manga Power vor, mit der Egmont bereits 1996 versuchte Manga für den Massenmarkt aufzubereiten…

Manga Mashup Small

Manga Power #1 [Egmont, 1996]

Hellhounds: In nicht allzu ferner Zukunft. Die Menschen sind unzufrieden und begehren auf. Dies wird von einer radikalen Gruppe genannt „Die Sekte“ ausgenutzt indem eigentlich friedliche Demonstrationen immer wieder von eigenen Mitgliedern unterwandert werden um diese dann eskalieren zu lassen. Deshalb wurde eine Polizeieinheit gegründet die mit ihrer gepanzerten Ausrüstung den Kampf gegen die subversiven Elemente aufnehmen soll…
Ranma 1/2: Nach langer Zeit erhält Soun Tendo endlich den Besuch seines alten Freundes Genma Saotome dessen Sohn Ranma als zukünftiger Ehemann für eine seiner drei Töchter, Akane, Nabiki oder Kasumi, herhalten soll. Als die beiden jedoch eintreffen gibt es zum Entsetzen aller eine Riesenüberraschung…
AD Police: Im Jahre 2025 wurde Tokio vom zweiten grossen Kanto-Erdbeben vollkommen zerstört. Inzwischen sind 23 Jahre vergangen und noch immer sind nicht alle Spuren beseitigt. Wegweisend und vor allem unterstützend beim Wiederaufbau der Megametropole war der Großkonzern Genom. Doch plötzlich fangen Androiden, sogenannte „Boomer“ an aus unerfindlichen Gründen Amok zu laufen…

FAZIT:

Dieses Heft war der erste Versuch einer Manga-Anthologie um auf dem deutschen Markt Fuss zu fassen. Dem an sich sehr ehrgeizigen Projekt war jedoch kein langes Leben vergönnt. Schuld daran sind meines Erachtens aber nicht die Serien, sondern eher deren lieblos wirkende Lokalisierung. Zum einen bilden nicht das originale japanische Material die Grundlage, sondern schon die an den amerikanischen Markt angepasste US-Ausgaben und zum anderen ist die Mischung mit 2 Science Fiction-Tech-Serien und einer Kampfsport Comedy alles andere als ausgewogen. Zwar sind alle drei Serien für sich nicht schlecht, jedoch hätte man auf eine der beiden Sci-Fi-Tech-Serien verzichten können um stattdessen vielleicht etwas anderes (Krimi, Mystery, Romantic Love Comedy) mit einzubinden.
Für einen ersten Versuch schon nicht schlecht, aber es krankte an zu vielem. Der Markt war damals einfach noch nicht reif, und wenn man sich den aktuellen Markt anschaut, ist er es immer noch nicht wirklich.
Positiv hervorzuheben wäre aber noch das gar nicht so schlechte Handlettering das den Geschichten eine besondere Dynamik verleiht.

Manga Power #2 [Egmont, 1996]

Hellhounds: Inzwischen gesellen sich zur Panzerbrigade der neuen Polizeistaffel auch noch ein Helikopterpiloten mitsamt den neuesten Modellen zur flugtechnischen Abwehr und Sicherung. Ausserdem ergeben sich durch die Observation einer verdächtigen Dame die offenbar zur Sekte gehört neue Informationen die auch sofort in einen neuen Einsatz münden…
Ranma 1/2: Nachdem sich Genma seinem Freund offenbart hat erzählt er ihm wie das Missgeschick passierte was ihn bei der Berührung mit kaltem Wasser in einen Panda verwandelt und seinen Sohn in ein junges Mädchen. Als dann am nächsten Tag Ranma seine zukünftige Frau Akane in die Schule begleitet muss er mit ansehen wie Akane sich alltäglich in der Schule behaupten muss…
AD Police: Ein erneuter Zwischenfall mit ein paar Boomern auf einer Raumstation führt zu einer Vertuschungsaktion bei der nicht nur ein paar Boomer verschwiegen werden, sondern auch die Drogen die sie entwendet haben. Mit Hilfe dieser Drogen will ein „befreiter“ Boomer dank manipulierter Menschen den Geist aller Boomer befreien…

FAZIT:

Im zweiten Band machen sich vor allem bei den Hellhounds schon ein paar Ermüdungserscheinungen breit. Dies fällt mir vor allem durch eine relativ problematische Textanordnung, Textfluss und den insgesamten Erzählstil auf. Da jedoch mehr beim Text als bei den Bildern, die in gewissen Sequenzen schon atemberaubend sind.
Anders ist da Ranma. Das kommt jetzt so richtig in Fahrt als die Sticheleien und Zänkereien zwischen Ranma und Akane beginnen. Lustig, unterhaltsam und mit tollen Zeichnungen macht Ranma 1/2 so richtig Spaß.
Bei der AD Police beginnen dagegen die spannenden und mysteriösen Momente an Gewicht zu gewinnen. Warum wurde ein Boomer von seiner Sperre befreit und wie kann er es schaffen alle anderen zu befreien. Und vor allem, was können die Menschen noch dagegen tun ausgerottet zu werden von ihrer eigenen Schöpfung.
Unterm Strich bleibt bei diesem zweiten Heft kurzweilige Unterhaltung die leider bei mir nur das Interesse an Ranma 1/2 weiter schürt und für die AD Police geweckt hat. Auf Hellhounds kann ich eigentlich verzichten.

Manga Power #3 [Egmont, 1996]

Hellhounds: Wegen eines Anschlags auf einen der neuen Helikopter, der die Luftüberlegenheit der Panzer Cops sichern sollte, wird dieses Unternehmen auf Eis gelegt. Zudem führt ein mysteriöses Treffen zu einem unglückseligen Ende für einen der Teilnehmer…
Ranma 1/2: Nachdem Ranma den Oberschüler Kuno herausgefordert hat, der es auf Akane abgesehen hat, kommt es zu einem kleinem Missgeschick mit einem ganzen Haufen kaltem Wasser, was wiederum zur Folge hat, das Kuno nun nicht nur hinter Akane hinterher ist, sondern auch an Ranmas weiblicher Seite Interesse zeigt…
AD Police: Der „befreite“ Cyberdroide der sich selber als Messias sieht, hat es endlich geschafft mit den notwendigen Teilen eine Möglichkeit zu schaffen um die geistige Barriere aller Boomer einreissen zu können. Doch die AD Police hat etwas dagegen…

FAZIT:

In diesem dritten Heft wird die „Reihe“ sogar wieder etwas besser. Auch die Hellhounds wecken trotz sehr holpriger Erzählweise wieder ein wenig meine Neugierde. Ranma 1/2 ist nun sowieso auf meine Liste gehörig nach oben gerutscht und auch die AD Police würde ich mir gerne weiter geben.

Manga Mashup! (1)

Heute präsentiere ich euch eine weitere Review-Rubrik. Hier werde ich alle Manga-Kurzreviews sammeln. Klein aber fein sozusagen und trotzdem gehaltvoll. Bunt gemischt von Comedy, über Mystery zu Crime, dabei die Action nicht vergessen und weiter zur Fantasy bis hin zur Romance. Alles soll dabei sein und nix ist unmöglich.

Manga Mashup Small

The Ring Nr. 4: Ring 2 [Egmont Manga & Anime, November 2004]

Sadako fordert immer neue Opfer. Rei Asakawa und ihr Ex-Mann unternehmen daher alles, um den Leichnam des jungen Mädchens zu finden, in der Hoffnung so den Fluch einzudämmen. Doch selbst nachdem Sadakos Überreste gefunden sind, hören die mysteriösen Tode nicht auf. Noch seltsamer ist jedoch, der Todeszeitpunkt von Sadako. Denn obwohl sie vor fast 30 Jahren von ihrem Peiniger in dem Brunnen, der ihr Grab werden sollte, eingesperrt wurde, starb sie erst vor wenigen Jahren. Wie konnte sie so lange überleben und was hat dies aus dem verzweifelten Kind gemacht …?

Dieser Band erzählt zu Teilen die Handlung des zweiten Filmes nach, beginnt dann jedoch diese weiterzuerzählen. Es wird versucht Aspekte und Ideen offenzulegen, was und wie Sadako und der Fluch entstanden sind und wie sie auf Menschen wirken. Doch leider passiert dies sehr stückhaft und mit wirren Zeitsprüngen. Oftmals geschieht es, dass man als Leser nicht weiß, wo man sich gerade zeitlinientechnisch befindet. Dadurch geht sehr viel vom Lesespaß verloren.
Hinzu kommen nicht immer gelungene Zeichnungen. Das gesamte Artwork ist Manga-Durchschnitt mit einem auffällig hohen Einsatz von Rasterfolien. Ebenso durchschnittlich ist das Charakterdesign. Es fällt gelegentlich sogar schwer, die Figuren wiederzuerkennen. Einzig Gebäude und Landschaften sehen sehr gut aus. Aber davon alleine kann eine Comicgeschichte nicht leben.

FAZIT:

Auch als großer Fan der Ring-Filmreihe werde ich nicht so richtig warm mit diesem Manga. Es stellt sich weder das wohlige Kribbeln noch ein leichtes Gruselgefühl beim Lesen ein. Alles was die Filme ausmachen, fehlt hier komplett. Daher ist der Manga in meinen Augen selbst für Fans kaum einen Blick oder eine Anschaffung wert.

Yotsuba&! Nr. 5 [Tokyopop, Juli 2008]

Mit Yotsuba gibt es viel zu erleben. Diesmal lernt sie Danbo den Kartobot und auch Yanda, den Schüler ihres Vaters, kennen. Sie hilft den Nachbarn, Familie Ayase im Haushalt, schaut sich mit Ena, Fuuka ihrem Vater und Jumbo die glitzernden Sterne am Nachthimmel an. Aber auch im Regen einkaufen mit ihrem Vater, kann zu einem Abenteuer werden. Und wenn es nur darum geht, ausgeliehene DVDs zurückzugeben. Als es dann am nächsten Tag wieder schön sonnig ist, fahren sie mit Ena und Fuuka an den Strand um die letzten Sommertage auszukosten, und erleben dort auch aufregende Stunden.

Es ist wirklich erstaunlich, auch welche Ideen Azuma Kiyohiko kommt, um dem kleinen Mädchen immer wieder neue Aufgaben und Erlebnisse zu spendieren. Dabei ist es um so merkwürdiger, als dass es ganz normale und alltägliche Dinge sind, an denen Yotsuba eine Riesenfreude findet. Doch statt in simplem Slapstick zu versinken, wird die Geschichte immer feinfühlig und dennoch witzig erzählt.
Zu der lockeren und heiteren Stimmung tragen natürlich auch nicht unerheblich die Zeichnungen bei. Denn immer wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, verändern sich die Mimiken der Figuren, sodass man automatisch zu schmunzeln beginnt. So überträgt sich die Lockerheit aus Yotsubas Leben ganz leicht auch auf den Leser.

FAZIT:

Yotsuba ist und bleibt ein Manga der Extraklasse. Nicht etwa weil er besonders wichtig ist, oder er ein Thema behandelt, was viele Menschen berührt oder bewegt hat. Er will auch nichts verändern und erst recht nicht belehren. Dieses kleine Mädchen will mit seinen Abenteuern vor allem unterhalten und eventuell ein Stück Leichtigkeit in das Leben zurücktragen. Diesen Manga sollte sich jeder unbedingt einmal ansehen, auch wenn man kein großer Fan von Manga im Allgemeinen ist. Denn schon nach den ersten Seiten fällt es einem schwer, sich diesem kleinen Kind zu verschließen.

Asterix Fan-Edition [Egmont, Juni 2013]

Die Wartezeit bis zum neuen 35. Asterix Band, der am 24. Oktober 2013 erscheinen soll, ist noch ziemlich lang und die Fans dürsten nach neuem Material. Also warum soll man nicht die Chance nutzen und ein Magazin veröffentlichen, welches nicht nur alte Fans bedient, sondern auch Neue anlocken könnte?
So dachte sich das auch der Egmont Verlag und legt nun quartalsweise die Asterix Fan-Edition in einer anfänglichen Auflage von 55.000 Exemplaren auf. Für 3,50 Euro gibt es auf den 32 Inhaltsseiten Infos rund um Asterix und seine Reisen, das neue Asterix Browser-Spiel und natürlich auch über den bevorstehenden neuen 35. Band der Gallier.

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Dabei wird alles fein säuberlich sortiert, damit auch der ungeübte Gallier sich sofort zurechtfindet. Beginnend mit den verschiedenen Reisemöglichkeiten und Orten, machen sich Asterix und Obelix zuerst zu Fuß, dann auf dem Wasser und zuletzt durch die Luft auf den Weg um Städte und Länder zu bereisen. Neben ausführlichen und informativen Texten wird die Fan-Edition vor allem durch Bilder aus den verschiedenen Alben bereichert. Damit man auch sofort weiß, wo welches Bild hingehört, wurden diese penibel genau beschriftet. Neben dem Titel des Albums befinden sich auch die Seite und das Panel beziffert. Störend hierbei ist jedoch, dass man sich wohl hierfür einfach der originalen französischen Angaben bedient. Denn aus deutscher Sicht ergeben „PL 15, C1“ für den Tour de France-Band keinen Sinn. Klar könnte man „PL“ mit Panel gleichsetzen, aber tatsächlich ist damit die Seite gemeint. Während mit dem „C“ das Panel bezeichnet wird. Wenn man das einmal durchschaut hat, weil man wie ich zum Beispiel die Bände besitzt, dann ist es kein Problem. Als Neuling jedoch wäre das schon ein kleines Rätsel.

Das Kartenspiel. Oder wenigstens die ersten Karten dazu.

Das Kartenspiel. Oder wenigstens die ersten Karten dazu.

Neben den Reisemöglichkeiten wird auch noch ein genauer Blick auf einige der Völker wie den Goten (siehe hierzu auch das Review Special „Asterix und die Goten“), die Belgier und die Normannen näher beleuchtet. Und sogar eine Dame darf in den Fokus rücken. Kleopatra bekommt, wie auch die bereits erwähnten Völker, ein doppelseitiges Porträt verpasst. Danach sind dann auch noch besondere Reiseziele an der Reihe. So wird zum Beispiel das heutige Paris (damals Lutetia) unter die Lupe genommen und Korsika, sowie Athen und Piräus vorgestellt. Auch die Sitten, allen voran den olympischen Spielen, des Rugby und der Pferderennen werden dargstellt und mit allerlei Infos dargbracht. Alles angereichert mit „Profi-Wissen“ sowie Bildern aus den passenden Asterix-Abenteuern.

Die visuelle Entwicklung des kleinen Galliers.

Die visuelle Entwicklung des kleinen Galliers.

Aber das Heft hat noch mehr zu bieten. Eine Doppelseite mit Rätseln zum Beispiel. Ein Bilder-Puzzle-Rätsel, sowie ein Fehlersuchbild sollen die grauen Zellen der Leser ein wenig fordern. Wer damit vollends überfordert sein sollte, und keinen Zaubertrank zur Hand hat, braucht aber nicht verzweifeln. Denn die Lösungen dazu finden sich direkt unter den Rätseln. Natürlich horizontal gespiegelt, damit man sie nicht sofort lesen kann.

Hier geht das neuen Abenteuer hin.

Hier geht das neuen Abenteuer hin.

Doch wenn man schon so ein Sonderheft veröffentlicht, dann darf man sich nicht nur an altem Material bedienen, sondern muss auch Neues bringen. Dass schafft Egmont unter anderem durch die Vorstellung des bevorstehenden neuen Asterix-Bandes. Hier werden nicht nur das neue Reiseziel und das Volk vorgestellt, sondern auch das neuen Künstlerteam, welches für die Umsetzung verantwortlich sein wird. Jedoch nicht ohne die beiden Väter der Gallier vorher noch einmal vorzustellen.

Die alten und neuen Väter der beiden Gallier.

Die alten und neuen Väter der beiden Gallier.

Und auch das neue Browser-Spiel, in welchem man als Rumklix das gallische Dorf aufbauen, Römer verkloppen und Quest abarbeiten kann wird vorgestellt. Inklusive eines Bonuscodes für ein exklusives Item innerhalb des Spieles. Doch das muss leider warten, denn derzeit sind Wartungsarbeiten. Die Closed Beta wurde nämlich am 10. Juni 2013 um 10 Uhr beendet und nun warten alle auf den Start der Open Beta. Doch es gibt noch etwas Negatives, was ich hierzu gleich anmerken muss. Alle, die bisher die Closed Beta gespielt hatten, werden, sobald das Spiel wieder online geht, bei Null anfangen. Sprich alle Accounts werden zurückgesetzt. Auch wenn vorher dies nicht wirklich von den Entwicklern kommuniziert wurde. Aber dafür gibt es auch eine Belohnung. Wer mehr dazu wissen will, sollte einfach im Forum auf www.asterix-and-friends.de vorbeischauen.

Ausführliche Infos zu den "Pikten".

Ausführliche Infos zu den „Pikten“.

FAZIT:

Das neue Asterix Fan-Edition Magazin ist eine ordentliche Sache. Asterix-Fans, die sich schon länger mit dem kleinen Gallier befassen, werden aber kaum Neues entdecken und neue Leser sich vielleicht aufgrund der Menge an Infos etwas überfordert fühlen. Dennoch ist die Idee an sich nicht schlecht, hat aber einen leichten, faden Beigeschmack. Denn stellenweise wirkt das Heft schon sehr liebevoll aufgemacht und dann wieder so, als würde man nur Geld „abzocken“ wollen. Da helfen auch das schöne Doppelposter mit einem Motiv zu Asterix bei den Pikten“ sowie einer Karte der bisherigen Reiseziele der Gallier und den ersten Karten zum Sammelkartenspiel nicht wirklich weiter.

Das neue Team mit einer neuen Figur?

Das neue Team mit einer neuen Figur?

Dennoch sollte Fans und Interessierte einmal einen Blick riskieren und einmalig 3,50 Euro tun nicht wirklich weh. Es sei denn, man hat bereits die Begleithefte zur Sammelserie des Asterix-Dorfes. Denn hier wurden die gleichen Texte nur in einem neuen Layout wiederverwertet. Einzig die Seiten zum neuen Band und dem Browserspiel sind neues Material.

Asterix und Obelix im Pikten-Outfit.

Asterix und Obelix im Pikten-Outfit.

Copyright aller verwendeten Bilder © Les Éditions Albert René/Goscinny – Uderzo / Hachette Collections / Egmont Ehapa Verlag Berlin

Gratis Comic Tag 2013 Review (26): Barracuda #1 – Sklaven [Egmont, Mai 2013]

GCT 2013Langsam aber sicher nähere ich mich dem Ende der Gratis Comic Tag-Reviews. Nach diesem hier habe ich jetzt aktuell noch 3 Ausgaben liegen und das letzte fehlende „Holzhof Comix #3“ bekomme ich erst mit meiner nächsten Abolieferung. Das wird dann also nachgereicht. Doch jetzt erstmal zu Barracuda:

Barracuda#1 – Sklaven
(Gratis Comic Tag 2013)

Blackdog ist der Kapitän der Barracuda. Einem Piratenschiff, das Männer beherbergt, die keinerlei Gnade kennen. Ohne Reue meucheln sie die Männer der überfallenen Schiffe nieder, entführen Frauen und Kinder, um diese dann auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen und rauben Wertgegenstände. Und so kommt es, dass Blackdog und sein Sohn Raffy die ehrenwerte Dona Emilia Sanchez Del Scuebo, ihrer Tochter Maria und dem Beichtvater der Familie. Ebenfalls mit an Bord des Schiffes war auch ein junger Mann. Lady Emilia schaffte es aber gerade noch, diesen in ein Kleid zu hüllen, um ihm das Leben zu retten. Kaum jedoch, dass die Barracuda Festland erreicht, wird es für die Gefangenen erst richtig gefährlich. Und auch Blackdogs Sohn Raffy, lernt eine Lektion für das Leben …

Bekannte Elemente, eine spannende Geschichte und interessante Figuren ergeben eine faszinierende Mischung. Und das sage ich, obwohl ich Piratengeschichten nicht wirklich viel abgewinnen kann. Selbst die Blockbuster der „Fluch der Karibik“-Reihe können mich nicht überzeugen. Und dennoch könnten mich diese insgesamt drei Bände reizen. Woran das liegt? Ganz einfach. Die Mischung macht es. Denn in dieser Ausgabe liegt der Fokus nicht alleine auf den Piratenabenteuern, sondern auch auf den Schicksalen der einzelnen Figuren. Auch wenn das von Dona Emilia und ihrem Beichtvater bereits hier besiegelt ist, scheint das der drei Kinder, Maria, dem jungen Mann und Raffy, miteinander verwoben zu sein.

Einen ganz entscheidenden Teil dazu tragen auch die Bilder des Zeichners Jérémy bei. Seine detaillierten Zeichnungen und die ausdrucksstarken Gesichter der Figuren vermitteln eine unglaubliche Spannung und transportieren auch die kleinsten Emotionen spürbar. Jérémy verwendet zudem sanfte Farben und setzt hauptsächlich auf warme rot- und brauntöne, die trotz der Spannungen eine gewisse Ruhe vermitteln.

Somit ist neben Koma und Der Narwal auch Barracuda eine erfreuliche Neuentdeckung des diesjährigen Gratis Comic Tages. Ich bin einmal gespannt, ob sich dies in den weiteren Bänden fortsetzt.

Weitere Reviews gibt’s bei Crayton und ElTofu.

Gratis Comic Tag 2013 Review (15): Donald Duck [Egmont, Mai 2013]

GCT 2013Donald Duck ist Kult. Da kann man sagen, was man will. Daher verwundert es auch nicht, dass sich Egmont erneut für einen Donald Duck Titel zum Gratis Comic Tag entschieden hat. Doch auch bei Disneys Vorzeigeente gibt es Erfolge und Misserfolge. Zu welcher Kategorie die GCT-Ausgabe gehört, könnt ihr hier lesen:

Donald Duck
(Gratis Comic Tag 2013)

Donald und sein Freund Dussel bekommen von Dagobert den Auftrag, sich nach Venedig zu begeben, um dort eine wertvolle Vase zu beschützen. Diese soll die Eigenschaft haben, dass obwohl sie aus Glas ist, sie unzerstörbar sein soll. Der Grund soll eine ganz spezielle Formel sein, die sich auch noch dazu auf dem Boden desselben Objektes befindet. Doch auch die MOB hat Interesse an der Vase und so beginnt die Hetzjagd quer durch Venedig …

Für diese Geschichte zeichnet der italienische Künstler Giorgio Cavazzano verantwortlich. Und schon während ich diese gelesen habe, kam ich ins grübeln. Venedig als Setting? Ein geheimnisvolles Glas? Und dazu eine böse Macht? Das habe ich irgendwo schon einmal gelesen. Sogar die Zeichnungen haben durch ihren Stil etwas Bekanntes gehabt.

Und siehe da. In meiner Sammlung befindet sich eine Ausgabe mit genau denselben Komponenten. Nur der Held ist ein Anderer. Die Ausgabe ist aus Paninis Marvel Graphic Novel-Reihe und hört auf den Namen „Spider-Man in Venedig“. Auch hier darf Giorgio Cavazzano die Stadt der pittoresken Kanäle in Bildern verewigen.

Dennoch macht auch diese Ausgabe, trotz des „schonmal gesehen“-Charakters viel Spaß. Es ist halt eine typische Duck-Story mit allen möglichen Figuren. Auch Daniel Düsentrieb als Q… ähm, als geistreicher Erfinder, darf nicht fehlen. Für Groß und Klein, für Fans und Neuleser. Diese Story war eine gute Wahl von Egmont und dürfte auch dazu führen, dass mal wieder ein paar Leute mehr zu LTB & Co. greifen. Und wenn es aus nostalgischen Gründen der Fall sein sollte.