Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 8)

Eine Woche ist rum, und das bedeutet, dass es eine neue Episodenreview zum ultimativen Spider-Man gibt. Diesmal sind die Folgen 17 und 18 an der Reihe. Und das sogar in der richtigen Reihenfolge.

USM 17-2Episode 17: Der Sandmann
(Snow Day)

Eine Freistunde in der Schule kann so etwas Schönes sein. Das denken sich auch Peters Superheldenkollegen und schnappen sich kurzerhand ein S.H.I.E.L.D.-Flugzeug, um auf eine kleine abgeschiedene Insel zu fliegen. Dort gibt es reichlich Sonne, Meer und Strand. Und einen Haufen Sand. Sehr viel Sand sogar. Ganz zu schweigen von einem Mann aus Sand. Einem Sandmann. Das haben die jungen Helden nicht erwartet. Als sich Sandman dann auch noch als ein kleines, großes Problem entpuppt und sogar Nick Fury vor Ort auftaucht, droht nicht nur Spider-Man und seinen Freunden Gefahr. Denn Sandman hat ein paar ganz schön gefährliche Tricks auf Lager und schafft es dadurch sogar von der Insel herunter mitten in die Großstadt New York …

Eine einsame tropische Insel.

Eine einsame tropische Insel.

Sandman darf bei einer Serie mit Spider-Man einfach nicht fehlen. Und diesmal wird es sogar sehr spannend in Szene gesetzt. Dass Nick Fury den gefährlichen Verbrecher nicht etwa in einem Gefängnis unterbringt, nicht einmal in einem für Superschurken, zeigt dessen wirkliche Bedrohung sehr deutlich. Und das erste Auftauchen des Sandman als kleiner Junge, der alleine auf der Insel lebt, hat schon etwas Gruseliges an sich. Doch dies geht nur so lange, bis alle die Insel wieder verlassen. Denn danach driftet die Geschichte in eine typische Superheldenprügelstory ab. Der Böse flüchtet und die Guten müssen ihn einfangen. Dabei geht einiges zu Bruch und am Ende siegen die Guten. Nicht wirklich innovativ und leider auch nicht sonderlich spannend umgesetzt.

Sandman spielt mit den jungen Helden.

Sandman spielt mit den jungen Helden.

Das Design von Sandman ist klassisch. Grünes gestreiftes T-Shirt, kurze Haare und braune Hose. Und trotzdem ist es nicht langweilig. Sandmann hatte schon mehrere Outfits. Okay es gab Schurken die weitaus mehr Kostümwechsel hinter sich hatten. Und dennoch landet Sandy immer wieder bei dem Design, mit dem er in US-Amazing Spider-Man #4 debütierte.
Ganz anders sieht es dagegen mit der Insel aus. Diese ist atmosphärisch sehr dicht angelegt. Und als das Team durch den Urwald streift, hat man einige Male das Gefühl dabei zu sein und sich ebenfalls auf der Insel zu befinden.

Ganz schön trickreich, der nicht so liebe Sandmann.

Ganz schön trickreich, der nicht so liebe Sandmann.

FAZIT:

Eine in meinen Augen rundum gelungene Episode. Sowohl klassische Elemente als auch neue Ideen gehen hier Hand in Hand. Der für die Serie inzwischen so typische Humor ist diesmal erfreulich gering gehalten und das tut der Episode auch sehr gut. Zwar gibt es bis auf die Neudefinition des Sandman, für Comickenner, keine wirklichen Charakterentwicklungen, aber dank der spannenden Geschichte kann man dies hier sehr gut verschmerzen.

Sandy auf dem Weg nach New York.

Sandy auf dem Weg nach New York.

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USM 18-3Episode 18: Zerstörung
(Out of Damage Control)

Der beste Schaden ist ein Schaden, der gar nicht erst entsteht. Das zumindest ist eine Aussage von Nick Fury, die er dem jungen Heldenteam immer wieder entgegnet. Denn obwohl das Team rund um Spider-Man erfolgreich ist, sind die Kollateralschäden immer wieder viel zu hoch. Als dann die Wrecking Crew ein ganzes Stadtviertel in Schutt und Asche legt und die Helden in Lehre auch noch zu einigen Scherben beitragen, zieht Nick die Notbremse. Er verdonnert Spider-Man, Power Man, Nova, Iron Fist und White Tiger dazu im Aufräumtrupp von Damage Control die verursachten Schäden wieder aufzuräumen. Doch Spider-Man entdeckt einige Ungereimtheiten. Wieso macht die Wrecking Crew aus einem ganzen Stadtteil Schrott und lässt ausgerechnet die Bank vollkommen unversehrt? Das Team beschließt also, undercover zu ermitteln …

In der linken Ecke die Herausforderer!

In der linken Ecke die Herausforderer!

Spidey taucht auf und alles macht BUMM! Das ist seit der ersten Episode irgendwie eine Art roter Faden, der sich durch die Serie zieht. Doch diesmal soll Schluss damit sein. Die Idee ist witzig, und auch dass ein Team verwendet wird, welches im Marvel Universum so eine Art Nischendasein fristet, gefällt mir sehr gut. Ich rede von Damage Control. Die Serie brachte es auf gerade einmal 4 US-Serien mit nur insgesamt 15 Heften. Das ist reichlich wenig und hat auch nicht wirklich etwas mit der Qualität der Comics zu tun. Denn bereits die erste Serie, die auch auf deutsch in Condors „Die Spinne“ Heften Nummer 178 bis 181 erschien, hatte sehr viel Witz und Spannung zu bieten. Dennoch war Damage Control kein großer Erfolg beschienen. Aber es gibt bei den Machern der Serie offenbar Fans der Aufräumgruppe. Und dank diesen bekommt man als Zuschauer eine tolle Epsiode mit sehr viel von dem bereits angesprochenen Witz und Spannung.

Und in der Rechten Ecke, die Titelverteidiger!

Und in der Rechten Ecke, die Titelverteidiger!

Am auffälligsten sind die vielen „coolen“ Gadgets, mit denen Damage Control aufräumt. Schrumpfstrahler, Megakipplaster und vieles mehr. Da bekommt man fast das Gefühl, dass kleine Jungs ihre Spielzeugkiste ausgekippt haben und nun damit spielen. Und noch eine Ähnlichkeit gibt es mit kleinen Jungs. Denn wenn es überall so richtig knallt und rummst, fühlen sich kleine Jungs pudelwohl. Und in dieser Episode knallt und rummst es gewaltig. Und das wird auch effektvoll in Szene gesetzt.

Oh, Man. Haufenweise Kinderträume.

Oh, Man. Haufenweise Kinderträume.

FAZIT:

Ein knalliges und actiongeladenes Abenteuer mit viel Humor und noch mehr Schrott. Wenn das mal keine gelungene Unterhaltung ist. Klar ist es inhaltlich eher schwach, aber als Füllepisode zum auflockern zwischendurch geht das auch einmal in Ordnung. Manchmal braucht es eben auch Folgen, bei denen man das Gehirn abschalten kann und dennoch gut unterhalten wird. Und genau das bietet diese Episode. Und es weckt nebenbei das Kind im Manne, vom Kind im Kind einmal ganz zu schweigen. 😉

Auch Stan packt bei Damage Control mit an.

Auch Stan packt bei Damage Control mit an.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / Disney XD / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 7)

Manchmal kommt es anders und das öfters als man denkt. Letzte Woche habe ich noch gesagt, dass nach der 11. und 13. Episode am vorletzten Sonntag die Folgen 12 und 14 anstehen, aber SuperRTL hat noch einmal kräftig gemischt. Und das sogar sehr heftig. Denn diese Woche waren die Folgen 14 und 16 an der Reihe. Aber es geht auch bunt weiter. Aktuell sind für die nächsten Wochenenden folgende Doppelepisoden angekündigt. Am 28. April die 17 und 18, ist ja noch normal. Am 5. Mai folgen dann die 19 und 21, was schon ein bisschen seltsamer ist und am 12. Mai sind die 23 und 24 an der Reihe. Wer jetzt ordentlich aufgepasst hat, wird merken, dass einige Folgen mittendrin fehlen. Die erste Fehlende folgt am 19. Mai mit der 12. und 15. Episode und die nächsten wären dann am 26. Mai mit den Folgen 20 und 22 in der Planung.
Bitte SuperRTL. Was soll das? Hat das eine tiefere Bewandtnis? Warum können die Episoden nicht chronologisch gesendet werden? Für eine Antwort wäre ich da sehr dankbar. Aber nun erstmal z den aktuellen Episodenreviews:

Episode 14: Wissenschaftsprojekt
(Awesome)

Ein Kind oder ein Gegner?

Ein Kind oder ein Gegner?

Eigentlich hat Peter überhaupt keine Zeit sich als Spider-Man mit Juggernaut abzugeben. Soll er doch zusammen mit Luke ein Wissenschaftsprojekt in der Schule abliefern. Aber wie es nunmal so ist, fordert seine Tätigkeit als Netzschwinger mehr Zeit ein, als Peter lieb ist. Und so kommt es, dass der Tag des Wissenschaftsprojektes vor der Tür steht und Peter absolut nichts vorbereitet hat. Das Schlimmste ist jedoch, dass er Luke versprochen hat, sich um alles zu kümmern. Peter hat aber einen Plan. Bei S.H.I.E.L.D. gibt es einen ganzen Haufen an technischem Schnick-Schnack. Warum sich nicht einfach Eines davon ausleihen? Nur warum muss es ausgerechnet ein Android mit dem Intellekt eines 2-jährigen Kindes sein, der auch noch wächst, wenn er anorganische Materie zu sich nimmt?

Spidey gegen Juggernaut.

Spidey gegen Juggernaut.

Irgendwie ist das typisch für den Wirrkopf Peter Parker. Immer und immer wieder ist sein privates Leben unwichtiger als sein Superheldenleben. Durch die selbst aufgeladene Schuld am Tod seines Onkels Ben, stuft er seine Heldentaten immer höher ein, als die privaten Aufgaben. Dieses „Problem“ ermöglicht natürlich immer wieder neue Abenteuer, in die sich unser Held, ganz eingenständig, hineinmanövriert. Und das er für die Lösung den einfachsten Weg sucht, ist typisch für einen Teenager. Wesentlich erwachsener benimmt sich mal wieder Luke Cage alias Power Man. Denn er macht Peter klar, dass er ihn zukünftig nicht im Stich lassen wird, wenn sie eine gemeinsame Aufgabe bekommen.

Das Erfindergenie Spider-Man.

Das Erfindergenie Spider-Man.

Ein kleines Highlight dieser Folge sind natürlich die Spielereien im S.H.I.E.L.D. Helicarrier. Denn der lebendige Ziegelstein, für den sich Peter entscheidet, ist Comickennern nicht gänzlich unbekannt. Als Awesome Andy hatte diese Figur bereits in US-Fantastic Four #15 vom Juni 1963 seinen ersten Auftritt. Und noch eine bekannte Marvel-Figur kann man als Kenner in dieser Episode entdecken. Das es sich dabei sogar um eine für mich persönlich ganz besondere, aber umstrittene Figur handelt ist dabei besonders witzig. Denn kein Geringerer als Howard the Duck wurde augenzwinkernd in diese Folge eingebaut. Leider ist diese durchgeknallte Marvelversion von Donald Duck hier in Deutschland eher unbekannt. Das konnten auch der witzige aber ziemlich trashige Film mit Unterstützung von George Lucas in den 80er Jahren nicht ändern. Eine Review zu dem Film gibt es übrigens auf Comic Hive und eine Review zu der Comicumsetzung des Filmes folgt von mir bei Gelegenheit auch noch hier.

Noch ist er klein und niedlich.

Noch ist er klein und niedlich.

Zu den Animationen gibt es diesmal nicht viel zu sagen. Die Serie bleibt sich selber treu und bietet gewohnte Kost. Keine Experimente und keine außergewöhnlichen Blickwinkel. Awesome Andy wird trotz seiner Größe und potenziellen Gefahr sehr niedlich und liebevoll dargestellt. Es fällt schwer, ihm Böse zu sein. Wer eigene Kinder hat, kennt den Blick, wenn diese Dummheiten machen, und dies auch wissen. 😉

Aber er wird größer und der Hunger bricht sich Bahn. :D

Aber er wird größer und der Hunger bricht sich Bahn. 😀

FAZIT:

Eine einfache aber rundum gelungene Folge. Ohne große Fehler, mit viel leicht zugänglichem Humor und netten Eastereggs für Comicprofis. Die Action kommt dank dem Riesenroboterbaby ebenfalls nicht zu kurz und eine Moral ist auch wieder vertreten. Meine Empfehlung für alle Comicväter: Schaut euch die Serie einfach gemütlich mit euren Kids an und ihr werdet allesamt viel Spaß daran haben.

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Episode 16: Beetle Mania
(Beetle Mania)

Der Beetle. Hat aber nichts mit der Popgruppe zu tun.

Der Beetle.
Hat aber nichts mit der Popgruppe zu tun.

Wieder einmal ist J. Jonah Jameson das Ziel eines Angriffs. Es ist nicht gerade verwunderlich, dass der Bugle-Communications-Chef nicht jedermanns Liebling ist. Immerhin ist seine Hetzkampagne gegen Spider-Man nicht gerade freundlich, aber wenigstens umsatzfördernd. Doch diesmal hat er weitaus größere Probleme. Denn ein neuer Bösewicht mit dem Namen Beetle hat es auf Jameson abgesehen. Viel schlimmer ist allerdings, dass dieser seinen Angriff ausgerechnet dann durchführen will, wenn Mary Jane ein Vorstellungsgespräch haben soll. Peter bleibt nichts anderes übrig als seine beste Freundin zu begleiten. Auch seine Teamkameraden wollen helfen, werden aber von der toughen MJ ziemlich zügig abgefertigt. Wie kann er nun alleine gegen diesen Gegner bestehen und gleichzeitig seine Freundin beschützen …?

Jameson bläßt zum Angriff.

Jameson bläßt zum Angriff.

Wenn ich ehrlich bin, war Beetle nie ein wirklich ernst zu nehmender Gegner in der Comicserie. Dies lag vor allem an seinem echt dämlichen Kostüm in den 60er Jahren. Inzwischen hat sich das ein wenig gewandelt. Nicht nur das die Figur gereift ist und einiges an interessanten Facetten hinzugewonnen hat, auch sein Kostüm strahlt nun eine gewisse Bedrohlichkeit aus. Besonders deutlich wird dies in dieser Folge, da Beetle nicht mehr vollständig alleine agiert, sondern eine kleine Armee an Mini-Insektenrobtern mit sich führt.

Mary Jane wusste schon immer mit Worten umzugehen.

Mary Jane wusste schon immer mit Worten umzugehen.

Ganz anders, und dennoch typisch ist dagegen das Verhalten von Jonah Jameson. Dieser war noch nie ein Held, und wenn es brenzlich wurde, war er einer der Ersten, der sich in Sicherheit brachte. So ist es auch diesmal wieder. Gerade solche Kleinigkeiten sind es, die langjährige Comicfans, wie mich, immer wieder schmunzeln lassen. Ebenfalls sehr gut gefällt mir die clevere, smarte und sehr toughe MJ. Sie ist emanzipiert und vollkommen selbstbewusst. Kein hilfloses Prinzesschen, das beschützt werden muss, und dies zeigt sie auch immer wieder.

Peter begleitet seine Freundin MJ.

Peter begleitet seine Freundin MJ.

Diesmal darf die Computertechnik mal wieder ihre Muskeln spielen lassen. Denn die vielen, tausenden, kleinen Mini-Insekten sind einfach nur herrlich anzusehen. Dank entsprechendem Styling und Animation fügen sich diese auch sehr gut in das Gesamtbild der Folge ein. Sieht man von diesen Effekten aber ab, bleibt die Folge angenehm einfach. Keine übertriebene Effekthascherei und auch keine unnötigen Experimente.

Nicht zu unterschätzen.

Nicht zu unterschätzen.

FAZIT:

Wie auch schon bei der vorangegangenen 14. Episode, gibt es auch hier nicht viel zu bemängeln. Eine solide Handlung, mit angenehmer Optik und ausgewogener Balance zwischen Humor und Action, können mich persönlich überzeugen. Einzig, dass nichts Neues ausprobiert wurde, könnte man oberflächlich betrachtet ankreiden. Schaut man aber ein wenig tiefer und genauer hin, dann erkennt man, dass die Entwicklungen diesmal unmerklich vorgenommen wurden.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / Disney XD / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 6)

Gestern waren wie gewohnt die Turtles an der Reihe und heute kommt der Ultimative Spider-Man dran. Und auch hier gab es ein kleines Folgen-Wechsel-Dich-Spielchen. Es wurden nämlich die Episoden 11 und 13 gesendet. Doch dazu später noch etwas mehr …

Episode 11: Wahre Freunde
(Venomous)

Ein Kampf auf Leben und Tod.

Ein Kampf auf Leben und Tod.

Bereits zwei Mal trafen Spider-Man und Venom aufeinander. Und in einem dieser Fälle war Peter Parkers bester Freund, Harry Osborn, der Träger dieser gewalttätigen Bestie. Doch Harry hatte den Symbionten zuletzt besiegt. Oder etwa doch nicht? Denn plötzlich tauchen Beweise auf, die Spider-Man als brutalen Schläger darstellen. Peter ist sofort klar, dass hier wieder einmal nur Venom dahinter stecken kann. Harry beteuert jedoch seine Unschuld. Dennoch lässt sich Peter nicht abwimmeln und observiert seinen besten Freund. Im Oscorp-Tower kommt es dann zum Kampf zwischen Norman Osborn und seinem Sohn Harry, der sich ihm gegenüber als Venom geoutet hat. Wie kann Spider-Man seinem besten Freund jetzt noch helfen, ohne dabei dieses Geheimnis an seine Teamkameraden oder S.H.I.E.L.D. zu verraten …?

Harry schaut bei Daddy vorbei.

Harry schaut bei Daddy vorbei.

Binnen kürzester Zeit werden Spider-Man und Venom, nun bereits zum dritten Mal, aufeinander losgelassen. An und für sich ist das nichts Schlechtes. Jedoch wirkt es in dieser Episode stark gekünstelt und auch gehetzt. Nicht nur, dass die Konfrontationen innerhalb dieser Folge unglaubwürdig inszeniert werden, auch das Handeln von Harry ist stark Out of Character. Auch die erneut thematisierte Beziehung zwischen Vater und Sohn Osborn, tritt auf der Stelle. Zwar zeigt sich hier erstmals, dass Norman auf seinen Sohn stolz sein kann, aber dies beruht nur auf der Symbiose von Harry mit Venom. Es gibt aber auch Positives. So entwickelt sich das Team der jungen Superhelden ein kleines Stück weiter, indem das gemeinsame Vertrauen ausgebaut wird. Vor allem im Sinne des Teamzusammenspiels, auch und gerade, gegen ihren Mentor Nick Fury.

Wie soll sich Peter verhalten. Seinen Freund verraten oder seine Teamkamerade belügen?

Wie soll sich Peter verhalten? Seinen Freund verraten oder seine Teamkamerade belügen?

Wie schon in den ersten beiden Episoden mit Venom, ist auch in dieser das gesamte Setting sehr düster. Nachtszenen, dunkle Flure und schlecht beleuchtete Forschungslabore bestimmen das Gesamtbild. Tagesaufnahmen sind eher die Seltenheit und auch die Figuren, allen voran Harry, wurde eine emotional dunklere Mimik „spendiert“. So fallen bei ihm, ähnlich einer durchzechten Nacht, die visuelle Abgeschlagenheit im Gesicht, sowie die dunklen Augenringe fast schon übertrieben stark auf.
Dafür sind die Kampfszenen mit Venom wieder hervorragend dynamisch und publikumswirksam inszeniert. Erneut wurde mittels Computereffekten eine virtuelle Kameraperspektive zwischen den verfeindeten Kämpfern positioniert. Dadurch fühlt man sich wieder mitten ins Kampfgeschehen hineingezogen. Das erzeugt eine zusätzliche Dramatik und Spannung, da oftmals nur Teile des Bildes klar zu erkennen sind.

Das Team gegen Venom.

Das Team gegen Venom.

FAZIT:

Sieht man einmal davon ab, dass mir persönlich das neue Aufeinandertreffen zu schnell erfolgt ist und das dunkle Setting erneut genutzt wird, bleibt eine durchaus akzeptable Folge. Dennoch bin ich ein wenig enttäuscht. Venom ist ganz klar eine Gefahr und die kennen viele auch schon aus den Comics. Und Spider-Man ist ein Wissenschaftsgenie, was auch kein Geheimnis ist. Aber wie um Himmels willen kann man auf den Gedanken kommen, dass ein Teenager, ein Mittelschüler, es schaffte, ein Gegenmittel zu entwickeln? Eines welches ein solches Monster auflöst, und das alles binnen weniger Minuten? Sicher handelt es sich um eine Superhelden-Fantasy-Serie und da bin ich schon einiges gewohnt, aber so etwas stellt mir doch immer wieder die Nackenhaare auf.

Spidey der Tüftler.

Spidey der Tüftler.

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Episode 13: Dr. Strange
(Strange Days)

Die ganze Stadt schläft. Bis auf Spidey und Iron Fist.

Die ganze Stadt schläft. Bis auf Spidey und Iron Fist.

Peter bekommt einen Riesenschock, als er beim morgendlichen Zähneputzen feststellt, dass er über sechs Arme verfügt. Und auch seine Tante May hat plötzlich einen Spinnenkopf. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Dieser Verdacht bestätigt sich, als Danny Rand, alias Iron Fist, Spider-Man aus diesem Albtraum befreit. Als beide daraufhin feststellen, dass sie nicht die einzigen Traumopfer sind, sondern die ganze Stadt davon betroffen ist, suchen sie den größten Magier der Welt auf. Dr. Strange! Zu dritt machen sie sich auf in die Traumwelt von Nightmare, um sich nicht nur dem Gegner, sondern auch den eigenen Albträumen zu stellen …

Peter mit 6 Armen und Tante May mit Spinnenkopf?

Peter mit 6 Armen und Tante May mit Spinnenkopf?

Albtraumwelten. Traummonster. Fantastische Gestalten. Persönliche Ängste. Magie und Zauberei. Alles Zutaten für eine tolle Geschichte? Sollte man meinen. Und in diesem Fall klappt es auch. Natürlich darf man nichts tiefgründig Psychologisches erwarten. Es handelt sich immerhin um eine Kinderserie. Und diese soll mit ihrer Moral vor allem dafür sorgen, dass Kinder keine Angst mehr vor Albträumen haben. Die Umsetzung hierfür ist gelungen. Die Szenarien sind fantastisch und spiegeln eine mögliche Traumwelt dennoch glaubhaft wieder. Verzweigte, frei schwebende Pfade. Einzelne Türen, die überall hinführen könnten und es auch tun. Auch die Einführung einer weiteren Marvel-Figur erfolgt zielsicher. Mit Doctor Strange, dem Magier, wurde erneut eine Figur gewählt, die es bereits mehrfach in diverse Animationsumsetzungen geschafft hat. Zuletzt gab es einen vollkommen eigenständigen Animationsfilm mit dem Zauberer von Agamotto der Direct-to-DVD auch in Deutschland erschien und sehr sehenswert ist.

Magische Hilfe von ...

Magische Hilfe von …

Ein großes Manko an dem „neuen“ Doctor Strange, ist aber für mich persönlich, sein junges Auftreten und seine ebenfalls so junge Stimme. Während der aus den Comics und dem bereits erwähnten Animationsfilm bekannte Stephen Strange ein Mann um die 40 bis Anfang 50 ist, wirkt dieser hier wie gerade einmal Mitte 20. Dadurch geht ein wenig die Glaubwürdigkeit als „größter Magier der Welt“, wie er auch in der Folge genannt wird, verloren. Dennoch passt er, wohl gerade dadurch, ein wenig besser in diese Serie, als es sein älteres Pendant getan hätte.

Im Kampf gegen Nightmare.

Im Kampf gegen Nightmare.

FAZIT:

Eine Folge, wie sie für Kinder nicht besser hätte umgesetzt werden können. Eine einfache aber auch nützliche Moral. Leicht erlernbar für Kinder. Dazu fantastische Welten, Helden, die am Ende siegreich sind und Zauberei. Alles, was ein Kinderherz begehrt. Und manchmal auch das Kinderherz in einem Comicnerd, wie mir. Aber es gibt auch was zu meckern. Wieso muss SuperRTL die Folgen durcheinander senden? Letzte Woche war es noch ein einfacher Vertauscher, als Folge 10 vor Folge 9 ausgestrahlt wurde. Diese Woche wurden die Originalfolgen 11 und 13 gesendet und die 12 folgt nächste Woche zusammen mit der 14. Hat das einen tieferen Grund? Vielleicht erbarmt sich ja SuperRTL und gibt uns eine Antwort hierrauf.

Die Traumwelten von Nightmare.

Die Traumwelten von Nightmare.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / Disney XD / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 5)

Nach der gestrigen Turtles Episodenreview, gibt es heute wieder etwas vom ultimativen Spider-Man …

Thor. Ein Idol für die jungen Helden.

Thor. Ein Idol für die jungen Helden.

Folge 9: Lokis Rache
(Field Trip)

Eigentlich sollte es ein ganz normaler Schulausflug in das historische Museum werden. Doch plötzlich erscheint ein Eisriese aus einer alten nordischen Steintafel und das junge Superheldenteam um Spider-Man scheint hilflos demgegenüber zu sein. Zum Glück taucht jetzt Thor auf und greift den Frischlingen unter die Arme. Als der Feind besiegt scheint und Thor sich dessen vergewissern möchte passiert das Unglaubliche. Er verwandelt sich in einen Frosch. Aber das ist nur äußerlich, denn hilflos wird der Sohn Odins dadurch jedoch nicht. Schnell stellt sich heraus, dass Loki, Thors Bruder, hierfür verantwortlich ist. So entwickelt sich ein einfacher Schulausflug schnell zu einem haarsträubenden Abenteuer mit nordischen Göttern und Monstern …

Ein gigantischer Eisriese mitten in New York.

Ein gigantischer Eisriese mitten in New York.

Was bleibt einem groß zu dieser Geschichte zu sagen? Sie ist nett. Mittlerweile wirken die Folgen ein wenig lieblos. In kurzer Folge werden Helden aus dem Marvel Universum präsentiert, ohne wirklich eine Geschichte zu erzählen. Anders als die „Avengers: Die mächtigsten Helden der Welt“-Serie gibt es hier keinen wirklichen roten Faden, welcher die Folgen miteinander verbindet. Einzig das Training von Nova, White Tiger, Power Man, Iron Fist und Spider-Man durch S.H.I.E.L.D. ist eine Gemeinsamkeit, die alle bisherigen Folgen miteinander aufweisen. An sich sind eigenständige Episoden nichts Schlechtes. Immerhin bieten sie die Möglichkeit Geschichten zu erzählen, ohne auf die Geschehnisse im Hintergrund eingehen zu müssen. Einzig die Tatsache, dass Thor in einen Frosch verwandelt wird, könnte langjährige Fans aufhorchen lassen. Schon im klassischen US-The Mighty Thor #364 wurde diese Idee auf ähnliche Weise von Walter Simonson umgesetzt.

Ob ihr es glaubt, oder nicht. Das ist Thor.

Ob ihr es glaubt, oder nicht. Das ist Thor.

Während die Geschichte nur mittelmäßig ist, können wenigstens die Bilder, die Action und das Charakterdesign überzeugen. Thor und Loki sind auch für Nicht-Kenner der Comics sofort wiederzuerkennen und der zum Frosch verwandelte Donnergott sorgt ebenfalls für ein angenehmes Schmunzeln. Die Action wird bereits wie bei der Iron Man Episode mit vielen Effekten und einem abermals in meinen Augen übertriebenen Actionfeuerwerk dargestellt. Überall knallt und leuchtet es in allen möglichen Farben. Für Kinder durchaus in Ordnung, für mich persönlich eher ein Stilmittel um von der flachen Geschichte abzulenken.

Loki ist sehr gefährlich.

Loki ist sehr gefährlich.

FAZIT:

Dieser Folge merkt man deutlicher als bisher an, dass sie für eine jüngere Zielgruppe konzipiert ist. Das mag auch in Ordnung sein. Die plakative Moral, dass Kinder unbedingt in der Schule aufpassen sollten, hätte man aber auch behutsamer anbringen können. Gleiches trifft auf den sehr offensiven Humor zu. Dieser ist oftmals so direkt und lächerlich, das es eher unfreiwillig komisch wirkt. Nach Episode fünf, mit Iron Man, ist dies die bisher Schwächste und kann vermutlich nur Kinder überzeugen und begeistern. Als langjähriger Fan, hat man neben der Kurzweil nur sehr wenig, was einen an der Folge begeistern könnte.

Teambesprechung.

Teambesprechung.

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Der Anfang vom Chaos. Mesmero.

Der Anfang vom Chaos. Mesmero.

Folge 10: Körpertausch
(Freaky)

Mesmero ist gerade dabei, eine Bank auszurauben. Aber Spider-Man will dem nicht tatenlos zusehen und stellt den Bankräuber. Dieser hat jedoch die Bürger der Stadt unter seiner Kontrolle. Doch dann tauch Wolverine auf und gemeinsam schaffen sie es, Mesmero aufzuhalten. Doch schon am nächsten Morgen kommt die böse Überraschung. Mitten im Unterricht tauschen die beiden Helden ihre Körper und eine chaotische Jagd beginnt, an deren Ende die Wiederherstellung der ursprünglichen Ordnungen stehen soll …

Wolverine! Ach so. Steht ja schon im Bild.

Wolverine! Ach so. Steht ja schon im Bild.

Dass Brian Michael Bendis der Autor der Serie ist, wüsste man spätestens nach dieser Episode, selbst wenn sein Name nie in den Credits geführt wird. So langsam bekommt man, gerade als langjähriger Comicleser und Kenner das Gefühl, dass Bendis die Ideen ausgehen. Diese Körpertauschgeschichte hat BMB nämlich bereits in der ersten „Ultimate Spider-Man“-Comicserie verbraten. Dort war es auch schon nicht neu, aber, und das muss man ihm anrechnen, wenigstens witzig. Dieser damals so wunderbare Humor fehlt in dieser Episode aber gänzlich. Stattdessen verkommt die Folge eher zu einer Aneinanderreihung diverser Slapstickeinlagen. Solche Adaptionen von Comicgeschichten sind durchaus, auch von mir, gerne gesehen. Jedoch nicht, wenn der Humor so flach und fast schon mit dem Holzhammer präsentiert wird. Slapstick mag ein Stilmittel sein, kann aber auch durch den übertriebenen Einsatz genau das Gegenteil erreichen.

Sabre... Ach Mensch. Was soll ich denn schreiben, wenn schon alles im Bild steht.

Sabre… Ach Mensch. Was soll ich denn schreiben, wenn schon alles im Bild steht.

Genauso ungewollt komisch wie die Geschichte, ist auch die Umsetzung von Sabretooth. Dieser sieht stellenweise einfach nur lächerlich aus. Sein Outfit an das klassische Kostüm angelehnt und dürfte somit besonders Nostalgikern gefallen. Dem Gegenüber ist aber sowohl seine Mimik als auch sein Verhalten eher das einer weichgespülten Version des gefährlichen Wolverine-Gegners. Es ist nachvollziehbar, dass Sabretooth hier nicht mit seinen brachialen Klauen und den Hauern auftreten kann, die er im Comic trägt. Zu schnell könnte Er bei der anvisierten Zielgruppe sonst Albträume oder Angstzustände hervorrufen. Dennoch wäre hier eine gewisse Originaltreue nicht verkehrt gewesen. Denn immerhin hatte es Sabretooth bereits in der X-Men Animationsserie in den neunziger Jahren zu einem gewissen Ruhm geschafft.

Bäumchen wechsel dich.

Bäumchen wechsel dich.

FAZIT:

Anfangs Feinde, dann Leidensgenossen und am Ende fast wie Freunde. So oder so ähnlich könnte man die Handlung zügig zusammenfassen. Wer Logan, alias Wolverine, kennt, der wird sich an dessen Verhalten ein wenig stören. Klar kann der Haudegen auch nett sein. Aber wenn ihm so ein Bub entgegen kommt, dann dauert es normalerweise, selbst bei einem Peter Parker schon etwas länger, bis der Kanadier warm wird. Für die Kinder ist diese Episode durchaus unterhaltsam und Kenner der Comicserie werden sich gerne an die damalige Geschichte zurückerinnern. Wenn man also einmal davon absieht, dass hier erneut Altes neu aufgewärmt wird, ist diese Episode durchaus gelungen. Dennoch wäre, schon alleine wegen des aktuellen Teamcharakters und S.H.I.E.L.D., einiges mehr an Potenzial vorhanden gewesen, um die an sich gute Geschichte, noch ein wenig zu modifizieren.

Voll auf die Zwölf.

Voll auf die Zwölf.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 3)

Nach der gestrigen Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview, folgt heute die Review zu den Episoden 5 und 6 von Der ultimative Spider-Man …

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Episode 5: Iron Spider
(Flight of the Iron Spider)

Tony Stark ist seit seinem Auftreten als Iron Man Peter Parkers Idol. Umso erfreuter ist Spider-Man, als er von ihm einen neuen Anzug erhält. Dieser ist nicht nur mit allerlei technischem Schnickschnak ausgerüstet, sondern steigert auch noch Peters Ego ins Unermessliche. Mit dem neuen Iron Spider-Anzug fühlt sich Peter sofort unbesiegbar. Das einzige Problem liegt darin, dass er mit der neuen Rüstung nicht wirklich zurechtkommt und so mehr Gefahr als Hilfe ist. Jedoch nicht nur für sich selbst, sonder vor allem für seine Freunde wird er so zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Als dann auch noch der Living Laser auftaucht, und dank seiner Fähigkeit zuerst von Spider-Mans neuem Anzug und danach von Iron Mans Anzug die Kontrolle übernimmt, beginnt es chaotisch zu werden. Nun muss Peter sich entscheiden. Schafft er es, den Feind in der Rüstung seines Idols auch ohne die technischen Spielereien zu überwältigen, oder wird unterliegen und möglicherweise vor seinem Idol das Gesicht verlieren …

Auftritt, Iron Man.

Auftritt, Iron Man.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Details aus der Comickarriere von Spider-Man inzwischen ihren Weg in die Animationsserie gefunden haben. Nicht nur die neue Rüstung findet ihren Platz, sondern auch die kleinen Gags wie der kurze Auftritt von Spider-Ham oder der Marvel Superhero Squad. Man merkt, dass die Macher der Serie sich im Spider-Man Comic-Kosmos sehr gut auskennen und es wirkt immer wieder so, als würden sie bei der Umsetzung in die Animationsserienwelt eine Menge Spaß zu haben. Dies spürt man in fast jeder Szene. Jedoch gibt es auch etwas zu bemängeln. So bleibt die Handlung eher flach und wird mit imposanten und ausufernden Actionszenen kaschiert. Es wird wenigstens versucht. Selbst wenn die Serie an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, so enttäuscht die Zusammensetzung dieser Episode sehr. Die Moral dieser Folge scheint wiederum für ein noch seichteres Publikum erdacht worden zu sein. Denn wie sollte man es sonst erklären, wenn fast schon mit dem Holzhammer darauf hingewiesen wird, dass man sich nicht nur auf die Technik, sondern auch seinen eigenen Verstand verlassen soll.

Der ultimative Spider-Ham!!! :D

Der ultimative Spider-Ham!!! 😀

Animationstechnisch gibt es nur wenig zu beanstanden. Die Serie ist im Charakterdesign sehr stilsicher und ermöglicht selbst langjährigen Comiclesern bekannte Figuren schnell und einfach wiederzuerkennen. Auch ohne Rüstung oder Nennung der Namen. Ein weiterer Pluspunkt ist der Wiedererkennungswert aus Sicht der Avengers-Kenner. Denn selbst wer erst durch die Animationsserie „Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ auf den ultimativen Spider-Man aufmerksam wird, findet sich sofort unter den Figuren zurecht. Negativ hingegen fällt, zumindest in dieser Episode, der übertriebene Einsatz von Spezialeffekten, wie Laser oder Repulsorstrahlen, auf. Ebenfalls gibt es übermäßig oft große und leuchtende Explosionen. Daher stellt sich schon nach wenig Szenen eine Übersättigung ein.

Feuer aus allen Rohren.

Feuer aus allen Rohren.

FAZIT:

Zwar bietet sich dem Zuschauer erneut eine kurzweilige Episode, welche aber lange nicht so überzeugen kann, wie noch die ersten vier Folgen. Fast schon scheint sich auf beiden Seiten eine leichte Ermüdung einzustellen. Schuld daran ist die sehr dünne Handlung. Der Humor spielt zwar in dieser Folge ebenfalls wieder eine größere Rolle, aber insgesamt fallen die Szenen spärlicher und weniger überzeugend aus. Vor allem aus Sicht der neuen Zuschauer, da viele Gags erst richtig zünden, wenn man Spider-Man schon eine Weile verfolgt. Dies kann man, wenn man es positiv betrachten will, als Fanbonus ansehen, hinterlässt aber dennoch einen schalen Beigeschmack. Daher kann ich persönlich nur hoffen, dass diese Episode eine kurzzeitige Flaute darstellt und die Qualität und Ausgewogenheit in der nächsten Folge wieder ansteigt. Für langjährige Kenner der Comics ist die Folge leider nur Mittelmaß, aber die angestrebte Zielgruppe wird sicherlich ihren Spaß haben.

Der neue Anzug macht schon was her.

Der neue Anzug macht schon was her.

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Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Episode 6: Taskmaster
(Why I Hate Gym)

Schon wieder einmal versucht Dr. Octopus, im Auftrag von Norman Osborn, das Geheimnis von Spider-Man zu ergründen. Erneut findet diese Aktion an der Midtown High statt. Und zum wiederholten Male bringt er dadurch Normans Sohn, Harry, in Gefahr. Dieses Mal soll der Taskmaster die ausführende Hand sein. Hierfür schaltet dieser zuerst den Sportlehrer der Schule aus, nur um dann als Vertretungslehrer dessen Platz einzunehmen. Er versucht im Sportunterricht die Fähigkeiten der Schüler zu ermitteln, in der Hoffnung, dass sich einer von ihnen Spider-Man als Spider-Man entpuppt. Doch Peter weiß seine Fähigkeiten zu verbergen, auch wenn seine Teamkollegin Ava Ayala, alias White Tiger, dies nicht so recht verstehen mag. Immerhin macht sich Peter hierfür dümmer und tollpatschiger, als es in ihren Augen nötig ist. So kommt es, dass Talkmaster drei Schüler in die engere Wahl zieht. Diese sind Harry Osborn, Flash Thompson und Daniel Rand, auch bekannt als Iron Fist. Als jedoch am nächsten Tag ein weiteres Treffen der möglichen Spider-Men unter der Leitung von Taskmaster stattfinden soll, und Ava heimlich daran teilnehmen möchte, ist die Schule verriegelt und mit Hochspannung abgesichert. Daraufhin macht sich White Tiger zusammen mit Spider-Man auf, das Geheimnis zu ergründen …

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Was mir als Fan sofort auffällt, ist, dass Stan Lee endlich wieder einen Auftritt in der Serie hat. Ganz ehrlich. Ich mag diesen liebenswerten alten Märchenonkel. Er ist so etwas wie die Seele von Marvel Comics gewesen. Und noch immer ist er eine Art Botschafter des Hauses der Ideen. Wenn es nach mir ginge, könnte er ruhig immer wieder einmal als Running Gag am Rande auftauchen. Erst recht dann, wenn er so witzige Anmerkungen zum Thema Spider-Man macht, die vor allem Fans und Kennern auffallen werden. Dem entgegen steht die insgesamt sehr enttäuschende Geschichte. Schon wieder einmal wird Harry Osborn in Gefahr gebracht und erneut wird die Handlung an die Schule verlegt, weil dort möglicherweise Spider-Man in seiner bürgerlichen Identität agieren könnte. Somit ist dieser Handlungsbogen leider nichts Neues und wurde dazu noch nur mäßig umgesetzt. Die Folge wird erneut alleine durch den Humor getragen, was aber insgesamt viel zu wenig ist, um auf Dauer zu fesseln.

Stan Lee findet die Idee von einem "unglaublichen Spider-Man" sehr faszinierend.

Stan Lee findet die Idee von einem „unglaublichen Spider-Man“ sehr faszinierend.

Nachdem in der letzten Folge ein übertriebenes Effektfeuerwerk abgebrannt wurde, geht es in diese Episode etwas ruhiger zu. Dafür stehen die diversen visuellen Gags und Slapstickeinlagen wieder höher im Kurs. Was mir persönlich aber wirklich gefehlt hat, war die Dynamik in den Kampfszenen. Da hier erneut vermehrt Martial Arts statt explosiver Action geboten wird, wären dynamischere Perspektiven und Kamerafahrten, wie sie in der Folge mit Venom ihren Einsatz fanden, ein echtes Highlight gewesen. Denn wenn man sich als Zuschauer direkt in den Kampf hineingezogen fühlt, dann ergibt sich ein ganz anderes Feeling. Dadurch entsteht eine direkte Einbindung in das Geschehene und man ist nicht mehr nur der Beobachter.

Ist Flash Thompson Spider-Man?

Ist Flash Thompson Spider-Man?

FAZIT:

Diese Episode stellt leider die bisher schwächste Folge der Serie dar. Daran können auch Stan Lees Auftritt und die vielen kleinen visuellen Gags nichts ändern. Am Ende bleibt nicht viel in übrig, woran man sich erinnern könnte. Zu sehr ist handlungstechnisch alles schon einmal da gewesen, auch innerhalb dieser Serie. Ebenfalls negativ wirkt sich die fehlende Dynamik in der Folge aus. Der Zuschauer ist und bleibt, die gesamte Episode lang ein Beobachter er von außen zusieht. Dass dies besser geht, hat die Episode mit dem ersten Auftreten von Venom gezeigt, in der man förmlich in die Geschehnisse durch den Blickwinkel eingebunden wurde. Leider setzt sich der Trend, welcher in der vorangegangenen Episode begann hier fort und die Qualität ist alles andere als überzeugend. Sollte den Machern der Serie etwa schon die Energie ausgehen?

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Weitere Reviews zur fünften und sechsten Folge gibt es auch bei Crayton.

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 2)

Das Team in aller Pracht.

Das Team in aller Pracht.

Lang, lang ist es her, dass die erste Review zu dieser Serie online gegangen ist. Doch seit dem 3. März läuft der ultimative Spider-Man nun regelmäßig, jede Woche in Doppelfolgen. Und hier ist die Review zu den Episoden 3 und 4 …

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Folge 3: Verdammnis (Doomed)

Nur weil Spidey und Nova mal wieder einen ihrer Kleinkrieg untereinander austragen mussten, in dem jeder sein eigenes Ego aufpolieren will, wurde der Trainingsraum ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch hat das junge Team an Helden, rund um Spider-Man, Nova, Power-Man, Iron Fist und White Tiger im S.H.I.E.L.D.-Helicarrier, Hausarrest. Doch damit will sich die Heldengruppe aus lauter Einzelgängern nicht abfinden. Sie wollen beweisen, dass sie auch klug und heldenhaft handeln können. Deshalb entschließen sie sich, einen Schurken zu fangen und bei S.H.I.E.L.D. abzuliefern. Doch leider fällt die Wahl auf Dr. Doom und damit beginnt ein riesengroßes Problem.
Zwar schaffen sie es Doom zu überwältigen, aber als sie ihre Trophäe im Helicarrier präsentieren wollen entpuppt sich diese als Doom-bot. Und nun geht der Ärger erst richtig los. Denn die Doom-bots wollen den Helicarrier lahmlegen. Und Spidey und Nova bekommen es einfach nicht auf die Reihe zusammenarbeiten. Schaffen es die beiden doch noch ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen …?

Spidey und Nova im Duell.

Spidey und Nova im Duell.

Wieder einmal wird die Folge hauptsächlich durch ihren Humor am Leben gehalten. Man merkt stark, dass die Serie für eine jüngere Zielgruppe konzipiert ist. Dennoch muss ich auch sagen, dass sie dadurch genau die Leichtigkeit besitzt, welche die frühen Abenteuer der klassischen Comicserie ausgezeichnet hat, und die auch zu Beginn der Ultimate Spider-Man-Comicserie das Bild prägte. Immer wieder eingestreute Slapsticks und Wortwitze lockern damit die an sich sehr kurzweilige und actionreiche Story auf. Nicht jedoch, ohne dabei die Moral zu vergessen. Denn am Ende wird, wie es bei Konzepten dieser Art üblich ist, eine lehrreiche Erkenntnis präsentiert. In diesem Fall die, dass Teamarbeit nicht nur Spaß machen kann, sondern auch wesentlich einträglicher ist, als immer nur sein eigenes Ego in das Rampenlicht zu rücken.

Wer von den beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Wer von den Beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Animationstechnisch gibt es nichts auszusetzen. Der Stil bleibt sich selber treu und ist, wie schon in den ersten beiden Episoden bewusst jugendlich und überdreht, passend zur Zielgruppe der Pre-Teenager, gewählt. Slapstick wird groß geschrieben und sich wiederholende Zwischensequenzen, in denen Spider-Man zum Beispiel mit einem Jetpack durch die Stadt fliegt, sollen Running Gags etablieren. Leider fehlt in dieser Episode Stan Lee als Hausmeister. Dieser hatte in den ersten beiden Folgen seinen Einstand. Der Einsatz von CGI-Grafiken hält sich hier erfreulich dezent im Hintergrund, so dass alles in sich stimmig und „rund“ wirkt.

Doom empfängt unsere Helden.

Dr. Doom empfängt unsere Helden.

FAZIT:

Episode 3 setzt storytechnisch da an, wo die Zweite geendet hatte. Sie bringt wieder kurzweilige Action, Moral und sehr viel frischen Humor. Wer mit Spidey aufgewachsen ist, der wird immer wieder kleine Hinweise am Rand entdecken. Und allen, die mit dieser Serie in das Marvel Universum einsteigen, wird eine einsteigerfreundliche Folge geboten, die mit ihren verwendeten Zutaten einfach alles richtig macht. Vorausgesetzt, man kommt mit dem typischen Humor der Serie zurecht.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Und weiter geht es auch gleich mit der vierten Folge der neuen Spider-Man Animationsserie …

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Folge 4: Venom (Venom)

Ein seltsames Tentakelmonster verfolgt unseren allseits beliebten Helden aus der Nachbarschaft und jagt ihn quer durch die U-Bahn-Schächte New Yorks. Aber Spidey schafft es, ihn auszuschalten, ohne zu wissen, weshalb er zur Zielscheibe wurde. Wie Peter später erfährt, sollte ihm in dem Kampf nur eine Blutprobe entnommen werden. Und mithilfe dessen wurde ein neues Wesen kreiert, welches über die gleichen Kräfte, wie Spider-Man verfügt.
Dieses neue Wesen verbindet sich auf einer Party von Harry Osborn auch sogleich mit Flash Thompson und erschafft somit Venom. Einen nicht zu unterschätzenden Gegner, der auch noch von Wirt zu Wirt springen kann, was für einen anstrengenden Kampf sorgt …

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Im Gegensatz zur vorangegangenen, dritten Episode, kommt diese schon wesentlich ernster daher. Nicht nur, dass die Freundschaft zwischen Peter und Harry auf der Kippe steht, auch das Auftauchen eines neuen Gegners, Venom, sorgt für eine deutlich düstere Atmosphäre. Von Beginn an wird klar gemacht, dass Venom eine weitreichende Gefahr darstellt, die sich nicht mit Witzen und flapsigen Sprüchen wegwischen lässt.
Auch werden immer weiter die Pläne offenbart, die Norman Osborn und Doctor Octopus im Hintergrund zu spinnen versuchen. Einzig die ständigen Gefahrensituationen, in die Norman seinen Sohn Harry bringt, sind langsam etwas ermüdend und unglaubwürdig. Ich hoffe, dass sich dies nicht weiter fortsetzt.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Während die dritte Folge noch mit dezenten CGI-Animationen überzeugte, war der Computer hier wieder vermehrt im Einsatz. Jedoch nicht um tolle Technikmodelle zu kreieren, sondern um die Kamerafahrten und Perspektiven möglichst flüssig und außergewöhnlich umzusetzen. Natürlich kommen auch die Technikspielereien, wie Doc Ocks Tentakel, oder sein Tentakelmonster, welches verblüffende Ähnlichkeit mit den Kreaturen aus Matrix aufweist, nicht zu kurz. Und auch der Humor wird wieder, wenn auch dezenter, mit eingebracht. Aber ein Spidey mit zerflederter Hose ist einfach zu witzig. Wenngleich ich nicht verstehe, weshalb man dies verpixeln muss. Auch wenn dies oftmals ein stilistisches Hilfsmittel ist, so wirkt es hier wie etwas Anzügliches und Verbotenes, was es aber effektiv nicht wirklich ist.
Insgesamt passt der dunklere Farbstil in dieser Folge sehr gut zur Thematik und den Ereignissen samt Gegner. Daher ergibt sich auch visuell ein etwas ernsterer Grundtenor, der durch die Handlung mit der angeknickten Freundschaft nochmals verdeutlicht wird.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

FAZIT:

Auch Folge 4 kann mit ihrem etwas anderen Stil überzeugen. Es ist die perfekte Möglichkeit, nach dem Etablieren der Hauptcharaktere, das Tempo ein wenig aus der Serie zu nehmen, um auch wichtigere Handlungsbögen zu beginnen. Schade ist auch diesmal, dass Stan Lee erneut nicht aufgetreten ist. Dieser hat nach seiner Auszeit in der dritten Folge auch in dieser Episode keinen Fuß in die Tür bekommen, um sich zu einem möglichen Running-Gag zu etablieren. Das man dennoch nicht ganz auf den typischen Humor verzichten muss zeigt, dass die Macher der Serie sich und dem Konzept treu bleiben wollen. Wenn die Köpfe hinter der Serie mit dem Elan und diesem Engagement weitermachen, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Ich persönlich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf die nächsten beiden Episoden am nächsten Sonntag, wieder auf Super RTL.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 1)

Am 1. April diesen Jahres war es endlich soweit. Auf dem amerikanischen Sender Disney XD ging die neueste Zeichentrickversion von Spider-Man online. Und der Name sollte Programm sein. Ultimate Spider-Man hieß es, und anders als es zuerst wirkt, ist nicht der ultimative Spider-Man aus den Comics das Vorbild der Serie, sondern der klassische Peter Parker, der nun angesiedelt im neu geschaffenen Marvel Movie Universe ultimativ werden soll. Zusammen mit einem schwarzen Nick Fury, Agent Phil Coulson und vielen anderen bereits etablierten Charakteren, soll Spider-Man wenigstens animiert in dieses Universum integriert werden.

Die Wand der Schande…

Doch warum dann nicht auch als Realfilm?

Die Antwort ist einfach. Als es Marvel um die Jahrtausendwende finanziell nicht so gut ging, wurden einige der Hauseigenen Figuren, zumindest die Filmrechte daran, sozusagen außer Haus verkauft. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Eine Spider-Man Trilogie, vier X-Men Filme, ein Hulk, die Blade Trilogie, Daredevil, Elektra, zwei Fantastic Four Filme und der Punisher waren das Ergebnis. Während nun einige dieser Figuren nun wieder zu Marvel zurückkehren, darf Spidey noch nicht wieder heim. Der Grund ist eine Regelung. Wenn mit einem Charakter über eine gewisse Zeit kein Film gemacht wird, fallen die Filmrechte daran an den ursprünglichen Rechteinhaber zurück. Dies betrifft aktuell Daredevil, aber nach dem doch nicht so unerfolgreichen Amazing Spider-Man wird wohl der Netzschwinger nicht im Marvel Movie Universe auftauchen. Zumindest nicht ohne Zustimmung von Sony.

Spidey schwingt durch die Stadt.

Und hier kommt die Animationsserie ins Spiel. Denn innerhalb dieser darf Spider-Man sehr wohl eingegliedert werden. Warum ich Euch das alles mitteile?
Ganz einfach.
Um Euch heiß auf die kommenden Reviews der ersten beiden Episoden zu machen. Also, nix wie los!

Episode 1: Das Angebot (Great Power)

Spider-Man muss sich wohl oder Übel seiner Verantwortung stellen. Er muss den Trapster dingfest machen. Und irgendwie schafft er das auch. Immerhin ist dies nicht sein erstes Aufeinandertreffen und nach einem Jahr mit Spinnenkräften geht es auch erfolgreich für ihn aus.
Doch Nick Fury ist alles andere als begeistert, denn Spidey hat einen ganzen Haufen Kollateralschäden verursacht. Also schlägt er dem ungestümen und jungen Helden vor, sich von S.H.I.E.LD. ausbilden zu lassen. Als kleine Entscheidungshilfe gibt es auch gleich ein Technikgadget in Form einer neuen Netzdüse mit Zielfunktion. Aber Spider-Man ist sich nicht sicher …

Trotz der ganzen technischen Spielereien ist Spider-Man nicht so recht überzeugt.

Der freundliche Netzschwinger von nebenan startet neu durch und Marvel ist von Anfang an mit dabei. Hier merkt man jetzt, das die „Fusion“ mit Disney auch seine Vorteile haben kann. Denn der ultimative Spider-Man profitiert mächtig von der Erfahrung und den Finanzen des Großkonzerns. Denn neben dem notwendigen Geld liefert Disney auch die hilfreichen Ideen bekannter Köpfe mit. Niemand Geringeres als Animationslegende Paul Dini, der schon für Warner an den Tiny Toons und den DC Animated Universe Serien beteiligt war, soll denn Netzschwinger für Marvel neu erschaffen. Als unterstützender Autor muss Marvels ultimative Waffe ran. Brian Michael Bendis, der mit der Comicserie Ultimate Spider-Man schon ein Meisterwerk der modernen Comicliteratur geschaffen hat.

Flash nimmt Platz an der Stelle, wo er sonst immer Peter einsperrt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der ultimative Spider-Man ist vor allem eines. Witzig! Aber dies ist auch gleich eines der größten Mankos. Zwar ist der Humor durchaus gelungen, aber dadurch fehlt der Serie auch ein wenig der notwendige Ernst, vor allem was das Thema Verantwortung betrifft. Denn auch wenn es sich um einen Cartoon für die jüngere Zielgruppe handelt, ist doch gerade das Thema Verantwortung ein zentrales Element rund um die Figur Spider-Man. Zwar hört man hier und da mahnende Worte, aber man hat immer das Gefühl, dass Peter Parker das Leben nicht so ernst nimmt. Doch wenn Dini und Bendis dies gut anstellen, worauf ja insgeheim noch hoffe, dann kann die Serie mit der richtigen Mischung so gut werden, wie Batman Animated in den Neunziger Jahren für DC. Produziert wird die Serie von der Gruppe „Man of Action“ die aus Duncan Rouleau, Joe Kelly, Joe Casey und Steven T. Seagle besteht und bereits für die Erfolgsserie „Ben 10“ verantwortlich sind.

Spidey zwischen zwei Heldenikonen.

Ein Punkt, der ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der fest eingebaute Cameo, oder besser gesagt die Nebenrolle, von Stan dem Hausmeister, der von niemand anderem als Stan Lee verkörpert und auch gesprochen wird. Die Ikone von Marvel Comics, will es sich einfach nicht nehmen lassen, bei seinen „Kindern“ immer wieder dabei zu sein, wenn diese den Weg ins TV oder auf die große Leinwand schaffen.

Thwipp, Thwipp…

Episode 2: Große Verantwortung (Great Responsibility)

Durch die Ereignisse am Vortag, an denen drei der furchtbaren Vier, auf Peters Schule Unfrieden gestiftet haben, wurde Harry verletzt und musste dadurch ins Krankenhaus. Daraufhin entscheidet sich Spider-Man nun doch für ein Training bei S.H.I.E.L.D. Aber Peter weiß nicht, worauf er sich eingelassen hat. Schon die erste Übungseinheit, um Spider-Mans Kampferfahrung zu testen, läuft alles andere als siegreich ab, auch wenn Peter es schafft, seine Kontrahenten auf die Matte zu legen.
Was er jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist das Er von S.H.I.E.L.D. und insbesondere von Nick Fury, nicht als Einzelkämpfer angeworben wurde, sondern das der freundliche Netzschwinger von nebenan, Teil eines neuen Superheldenteams werden soll, das den Avengers nacheifert.

Die Furchtbaren Vier in der Midtown High.

Das Auftauchen oder die Einbindung von Spider-Man in ein Team ist nicht neu. Bereits in den achtziger Jahren war Spidey mit Firestar und Iceman als Superheldentrio unterwegs. Und das nicht gerade erfolglos. Auch in den Comics ist Spider-Man nun schon seit einigen Jahren ein Teamplayer. Zeitweise sogar in drei Teams gleichzeitig.
Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Spidey im Marvel Movie Universe, ebenfalls Teamkameraden zur Seite gestellt bekommt. Dies geschieht auch auf sehr witzige Art und Weise und auch die Verantwortung kommt nun ein Stück mehr zum Tragen. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, das Spidey eine Art Mentor für das Team ist.

Die erste Kampfprüfung!

Nachdem ich bei der ersten Episode auf die Macher der Serie eingegangen bin, wollte ich mich diesmal den Sprechern widmen. Hauptsächlich möchte ich natürlich die beiden wichtigsten Charaktere der ersten beiden Episoden ins Rampenlicht rücken.
Im Original leiht Drake Bell dem freundliche Netzschwinger seine Stimme. Drake ist unter anderem als Schauspieler aus Serien, wie „Hör mal wer da hämmert“ oder ganz besonders „Drake & Josh“ bekannt. Auch in Filmen durfte er bereits auftreten. Zu den bekanntesten gehören hierbei „Jerry Maguire“ und „Superhero Movie“. Außerdem ist Drake erfolgreicher Musiker und hat bereits 10 Singles und 2 Alben veröffentlicht. Für die deutsche Stimme zeichnet Nico Sablik verantwortlich, der vielen vor allen als deutsch Stimme von Harry Potter bekannt sein dürfte. Doch auch als Spider-Man hat er als Synchronstimme für Andrew Garfield bereits Erfahrungen sammeln dürfen.

Uncle Sam, äh… Nick Wants Spider-Man.

Die zweite Person, deren Stimme ich vorstellen möchte, ist niemand anderes als Mister Superspion, Nick Fury. Dieser wird nämlich im US-Original nicht von seinem Filmvorbild Samuel L. Jackson gesprochen, sondern von Chi McBride. „Chi McWER?“ werden nun einige von Euch sich fragen. Chi ist ein erfolgreicher Schauspieler und ist bereits in vielen Filmen aufgetreten. Als bekannteste seien hier nur „I, Robot“ und „Nur noch 60 Sekunden“ genannt. Doch den meisten wird er wohl in seinen Rollen als Emerson Cod aus „Pushing Daisies“ oder als Detective Laverne Winston aus „Human Target“ bekannt sein. In Deutschland haben wir es da ein wenig besser. Denn die deutsche Stimme von Nick Fury gehört niemand anderem als Engelbert von Nordhausen, der sich bereits als Synchronstimme von Samuel L. Jackson etabliert hat. Doch auch Bill Cosby und Gene Hackman, hat der sympathische Wahlbrandenburger bereits seine Stimme geliehen. Neben dem Synchronsprechen ist der leidenschaftliche Theaterschauspieler auch in diversen Gastrollen wie zum Beispiel bei „Praxis Bülowbogen“ oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zu sehen gewesen.

Das neue Team rund um Spider-Man.

FAZIT:

Der ultimative Spider-Man ist leider noch nicht der Hit, der er sein könnte. Doch mit sehr viel Humor und unterhaltsamen Storys kann die Serie bereits überzeugen. Die kleinen Slapstickeinlagen lockern das gesamte Geschehen wunderbar auf und auch die Verbindung klassischer zweidimensionaler Bilder mit computergenerierten 3D-Bildern erfreuen das Auge. Die Sprecher liefern sehr gute und vor allem kompetente Arbeit ab, die auch mit den entsprechenden Emotionen in der Stimmlage punkten.

Stan der Hausmeister im Kampf mit seinem Besen.

Aber man muss, auch als ganz großer Spider-Man-Fan, anerkennen, dass hier noch sehr viel Potenzial nach oben ist, das in der zweiten Staffel unbedingt ausgeschöpft werden sollte, wenn man die Serie nicht wieder nach wenigen Folgen in die Tonne treten möchte. Doch mit Disney als erfahrenem Konzern im Bereich Animation, denke und hoffe ich doch, dass die Chancen hierfür nicht so schlecht stehen.

Olé…

Fear Itself – Nackte Angst #7 [Panini, Mai 2012]

Das große Finale von Fear Itself. Aber ist dieser Band und seine Geschichte einer finalen Ausgabe würdig?

Fear Itself – Nackte Angst #7

Es kommt zum alles entscheidenden Finalkampf zwischen der Schlange und Thor. Es wird Zeit die Prophezeiung zu erfüllen. Doch nicht nur Thor sieht seinem Schicksal entgegen. Jeder Rächer will dem Albtraum endlich ein Ende bereiten. Aber neben den Helden tun auch die Menschen ohne besondere Kräfte ihr Bestes, um die Erde zu retten. Auch alltägliche Helden, wie Du und ich geben der gebeutelten Menschheit wieder Hoffnung. Wie lange können die Helden standhalten, und wird es Thor schaffen, sich gegen den Bruder von Odin, die Schlange, zu behaupten? Die alles entscheidende Frage ist jedoch, welchen Preis Thor hierfür bereit ist zu zahlen!
Wie geht es nach der Angst weiter? Wie schaffen es die Bewohner von Broxton wieder ein normales Leben zu führen, ohne die seit The Siege ansässigen Götter aus Asgard. Was wird aus Sin, und wer ist der geheimnisvolle Mann im Rollstuhl mit den mysteriösen Plänen? Und wie hat es der Hulk geschafft, sich von seinem Alter Ego Bruce Banner zu lösen?

Wer ist der geheimnisvolle Fremde und was sind seine Pläne?

Das Finale von Fear Itself kommt in Überlänge daher. Doch wenn man einmal von den Nachwehen, die hier bereits angedeutet werden, absieht, passiert außer einem weiteren Heldentot nicht wirklich viel. Die Guten siegen über die Bösen, die Menschheit kehrt zur Normalität zurück, oder versucht es wenigstens. Das sind Dinge, wie sie nach jedem Event stattfinden und da hätte ich mir persönlich einen tieferen Einblick in den Wiederaufbau und das Leben der ganz normalen Menschen gewünscht. Nur zu oft wird eben dieser Punkt ausgeklammert und irgendwie hatte ich nach dem Start und der Einbindung von Broxton gehofft, dass es diesmal anders sein würde.

Hulk ab sofort ohne Bruce Banner?

Ansonsten finde ich gerade die Ausblicke auf die zukünftigen Ereignisse sehr interessant, aber ich denke das sind genau die Fragen, welche mich persönlich am meisten reizen würden. Wie eben die Frage, wie sich der Hulk des Bruce Banners entledigen könnte, und wenn es denn so einfach ist, weshalb er es nicht schon früher getan hat.
Der Hauptteil des Heftes, das Finale sozusagen, ist leider nur üblicher Durchschnitt. Da hat sich Marvel-Architekt Fraction nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Da wäre durchaus mehr Finesse möglich gewesen, um dem Event ein würdiges und vor allem nicht alltägliches Ende zu gewähren.

Sin in den Fängen von mysteriösen Wissenschaftlern …

Zeichnerisch wird in diesem Band eigentlich nur feinste Kost aufgefahren. Stuart Immonen leistet wie immer tadellose Arbeit und auch die weiteren Künstler, wie Mark Bagley, Terry Dodson oder Pablo Raimondi, um nur Einige zu nennen, können mit sehr guten Leistungen glänzen. Einzig Howard Chaykin ist in dieser Ausgabe wieder ein visueller Totalausfall. So wie er hier Jameson und Parker zeichnet, muss man fast an übernatürliche Mutation glauben.

FAZIT:

Fear Itself ist vorbei und es war nicht ganz so schlimm, wie man es stellenweise hätte erwarten können. Ja es gab Reinfälle, aber auch echte Highlights. Diese Finalausgabe liegt irgendwo in der Mitte. Wie ein wirkliches Finale fühlt sich der Band jedenfalls nicht an. Vielleicht auch deshalb, weil es danach noch den Sonderband Nummer 4 gab, der sich den drei 7.1-Ausgaben widmet und so vielleicht noch ein etwas runderes Ende bietet als dieser hauptstorytechnische halbgare Finalband.

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Shadowland Special (Daredevil #9 & #10, Shadowland Special) [Panini, Juli bis August 2011]

Heute will ich mich dem Shadowland-Event aus der Daredevil-Reihe widmen. Ist sein schlechter Ruf gerechtfertigt, oder ist es vielleicht sogar besser als sein Ruf?

Daredevil #9: Shadowland #1

Bullseye war schon immer ein rotes Tuch für Matt Murdock. Nicht nur, dass er Elektra getötet hat, auch Matts große Liebe Karen Page hat er auf dem Gewissen. Als er dann aber auch noch einen Wohnblock dem Erdboden gleichmacht und dabei über 100 Menschen ihr Leben verlieren, sieht Daredevil nur noch eine Möglichkeit. Er wird das neue Oberhaupt der Hand, errichtet einen Tempel auf den Ruinen des Wohnblocks und versucht so mit eiserner Hand sein Viertel, Hells Kitchen, sicherer zu machen.

Kaum das Matt es geschafft hat die Cops aus Hells Kitchen fernzuhalten, dann das Kriegsrecht ausgerufen hat und somit der Hand die Möglichkeit gegeben hat das Viertel zu kontrollieren, kommt Bullseye wieder zurück um sich dem neuen Herrscher gegenüberzustellen und ihn herauszufordern. Lord Daredevil, wie sich Matt inzwischen nennt, ist alles andere als erfreut und es kommt zum Kampf infolge dessen Matt eine verhängnisvolle Entscheidung trifft. Auch seine alten Freunde Foggy, Spider-Man, Luke Cage und Danny Rand kommen von nun an nicht mehr an Matt heran. Etwas hat sich seines Geistes bemächtigt und droht Unheil über die ganze Welt zu bringen …

Shadowland beginnt mit einem Paukenschlag. Und wenn ich ganz ehrlich bin, war diese Aktion von Matt schon längst überfällig. Das soll jetzt nicht falsch gewertet werden. Grundsätzlich bin ich kein Freund von Gewalt zur Lösung eines Konfliktes, doch manchmal muss man leider den Weg wählen, der für das gesellschaftliche Leben das geringere Übel darstellt. Aber die Frage hierbei bleibt noch offen, ob denn die Entscheidung von Matt denn wirklich das Problem gelöst hat, oder dieses einfach nur verlagert wurde.

Andy Diggle schafft es, mich sofort in den Bann zu ziehen, wenngleich ich auch sagen muss, dass mir die reinen Shadowland-Ausgaben einen Tick weit besser gefallen als die Daredevil-Ausgaben, die sich mit Shadowland befassen. Dies liegt zum einen an den Zeichnungen, die bei Shadowland 1 bis 3 einfach einen Tick dynamischer sind, was im Übrigen auch für den Storyaufbau zutrifft, während Daredevil 508 und 509 zwar zeichnerisch wirklich schön anzusehen sind, dafür aber auch wesentlich statischer wirken. Bei Daredevil 510, für das Marco Checchetto den Zeichenstift geschwungen hat, sieht es schon wieder ein wenig anders aus. Diese Ausgabe ist eine gelungene Mischung aus beidem.

Shadowland Special

Mit diesem Special werden ein paar interessante Lücken geschlossen und Hintergrundinfos zum Event geliefert. Der Leser erlebt wie Bullseye bei einer fadenscheinigen und gestellten Beerdigung als ehrenvoller Mann bestattet werden soll, und auch wie Ben Urich da mit drin hängt. Außerdem erfahren wir wie Elektra in die Geschichte passt und was ihre Beweggründe sind sich an Matts Seite zu stellen. Auch der vom Kingpin angeworbene Ghost Rider erhält ein Special in dem Er sich versucht von dem Einfluss der Hand, der ihm durch den Kingpin aufgedrückt wurde. Und auch Spider-Man, der sich in Daredevil 9 von der Versammlung der Helden entfernt hat, will sein ganz eigenes Problem mit Mr. Negative und seinen Männern beseitigen.

Um das eigentliche Event verfolgen zu können, ist dieser Band, genau wie die Monster-Edition nicht notwendig. Das muss man ganz klar sagen, aber ich muss auch zugeben das einige der Hintergründe und auch die Zeichnungen sehr wohl zu gefallen wissen. Wieso einige? Nunja. Leider ist die Qualität eher durchwachsen. Während das Bullseye-Special noch guter Durchschnitt ist und sowohl grafisch als auch storytechnisch noch zu überzeugen weiß, fällt das darauf folgende Elektra-Special schon ein wenig ab. Die Geschichte kann mich überhaupt nicht überzeugen und wirkt ziemlich konfus, dafür sind die Zeichnungen durchaus gelungen. Emma Rios die hier den Zeichenstift schwingt, schafft es eine Atmosphäre zu erschaffen wie seinerzeit Miller bei der Elektra-Saga.

Für das anschließende Ghost Rider-Special sind als Autor Rob Williams und als Zeichner der durch die beiden Carnage-Miniserien und die Universe-Miniserie zusammen mit Paul Jenkins bekannte Clayton Crain verantwortlich. Dieses Special kann mich leider überhaupt nicht überzeugen. Wo mir Crain bei Universe oder der ersten Carnage Mini noch sehr gut gefallen hat, finde ich ihn hier einfach nur hässlich. Abgesehen von 3 bis 4 Panels, die wirklich atemberaubend aussehen, ist der Rest nur noch unterster Durchschnitt. Da fehlen die Dynamik und die Energie. Alles wirkt statisch und einfach lieblos hingeklatscht. Das finale Spider-Man-Special hat vor allem eines. Viel Action und noch mehr Humor. Aber ansonsten ist es wieder nur Durchschnitt. Dan Slott liefert zwar eine unterhaltsame Story ab, aber an wirklich essenziellen Elementen fehlt es, denn anders als das Bullseye-Special liefert es nur eine Zwischengeschichte ab und liefert absolut keine neuen Hintergrundinfos oder neue Blickwinkel.

Daredevil #10: Shadowland #2

Mit dem Tod von Bullseye begann Daredevils tragischer Abstieg in die Dunkelheit. Selbst seine Freunde, die ihm zu Hilfe eilen wollten, wurden vom neuen dämonischen Daredevil und seiner Armee der Hand niedergestreckt. Und als ob das noch nicht reichen sollte, fällt auch Hells Kitchen dem Wahnsinn anheim, als sich die Bürger gegenseitig an die Kehle gehen. Aber einen Trumpf haben die Helden noch im Ärmel. Nur wie geht es weiter, wenn sie es wirklich schaffen Daredevil zu besiegen? Wird Matt diese Prozedur überleben und was wird aus Hells Kitchen ohne seinen Beschützer? Fragen über Fragen …

Das Finale von Shadowland hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Zum einen ist es keine wirkliche Überraschung und einen wirklich neuen Status Quo bekommt man auch noch nicht geboten. Zwar gibt es eine gewisse Neuorientierung aber man merkt schon jetzt, dass dies nicht von Dauer sein wird. Foggy bekommt seine Anwaltslizenz wieder und der Kingpin macht sich erneut auf Hells Kitchen zu erobern und zu unterjochen. Alles irgendwie so, wie es schon immer war.

Wo bleiben die Ideen etwas Neu zu gestalten und neue Charaktere einzuführen, die massive Auswirkungen auf das Umfeld der Hauptfiguren haben? Marvel schafft es leider nicht wirklich diese Spannung und diese Wissbegierigkeit in dieser Ausgabe so zu bündeln, als dass man sich unbedingt die nächste Ausgabe kaufen müsste.

Zeichnerich bleibt der Band auf dem Niveau von Ausgabe Nummer Neun mit dem Start von Shadowland. Billy Tan der die Shadowland-Ausgaben zeichnet ist routiniert und bringt die notwendige Dynamik sehr zu Papier. Auch Marco Checchetto darf wieder einmal ran und schafft es auch diesmal mich zu überzeugen. Seine dunkle und fast schmutzige Art passt ideal zum vorletzten Kapitel des Bandes. Fast gleichauf ist auch Roberto De La Torre dessen ebenfalls düsterer Stil die Verzweiflung die in dem Band mitschwingt fast greifbar visualisiert.

FAZIT:

Zusammenfassend ist Shadowland leider nur ein Solohelden-Event von vielen. Kurzweilig, mit ordentlichen Zeichnungen und der Einbindung einiger bekannten und weniger bekannten Helden. Aber was bleibt, nach Shadowland? Bei mir persönlich nicht viel. Ja, es hat Spaß gemacht, und ebenfalls Ja für die Zeichnungen, zumindest zu größten Teil. Aber ein klares Nein zum Gesamtstorybild und das, was es bewirkt hat. Denn da bleibt nicht viel. Vielmehr wirkt es so als wolle man ein paar Fehler der Vergangenheit ausbügeln, ähnlich „One Moment in Time“ (auf deutsch bei Panini als „Ein besonderer Augenblick“ erschienen), in dem auch einiges korrigiert wurde, oder wenigstens versucht.

Daher kann ich persönlich Shadowland auch nur bedingt empfehlen. Als reine Unterhaltung erfüllt es seinen Zweck, wenngleich ich der Meinung bin, dass es weitaus bessere Comics gibt, mit der man die gleiche Zeit gehaltsamer verbringen kann. Aber für einen seichten und entspannenden Ausgleich und als Ausklang eines stressigen Tages ist es sehr gut geeignet.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010/2011 Marvel & Subs. / Panini Comics

Ultimate Spider-Man Episode 20 (Clip) + Episode 19 (Clip)

Nach etwas längerer Zeit beglückt uns Marvel mal wieder mit einem kleinen Blick in die neue bevorstehende Ultimate Spider-Man Episode, die am Sonntag auf Disney XD (USA) ausgestrahlt wird. Diesmal wird es witzig mit Spider-Ham.

Und als kleinen Bonus reiche ich noch den Clip für die 19. Episode nach, in der Spidey ein kleines Team-Up mit dem Hulk hat.